Forenaktion! - Wir feiern in Aventurien!

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Fenia_Winterkalt
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 16.01.2020 20:22

Forumsaktion! - Wir feiern in Aventurien!

Hochzeiten, Geburtstage, kirchliche Feste, wie sehen sie in eurem Aventurien aus? Was gibt es zu Essen? Welche seltsamen Bräuche gibt es, was wird für Musik gespielt und welche Künstler treten auf? Welche Streiche spielt ihr euren Aventurischen Freunden am Glückstag im Phex? Wer führt die Braut in Al'Anfa vor welchen Altar? Was singt man am TSA-Tag? Was schenkt man zum Palmblütenfest? Wie läuft ein Hexenfest ab?

Wir wollen mit euch feiern, egal was, und jeder bringt etwas mit! Rezepte, Bilder, Lieder, Erzählungen zu erlebten Festen, Beschreibungen von Bräuchen, Planungshilfen für Turniere, NSCs die auftreten können (vielleicht eure SC?), Tänze, Kleidung, Anleitungen um aventurische Blumenkränze für die Frühlings-Tagundnachtgleiche zu flechten, was immer euch in den Sinn kommt!
Seid frei, kreativ und in Feierlaune! Eine Übersicht über Aventurische Feiertage findet ihr hier, ihr könnt aber auch etwas neues erfinden!

Die gesammelten Werke wollen wir anschließend in eine Spielhilfe packen wenn es genug Einsendungen gibt und ihr Lust drauf habt. Daher sollte alles einen erkennbaren Aventurienbezug haben, am einfachsten mit einem kleinen Text.
Zum Beispiel:

„Am Tag der Strudel in Prem, beginnt die Feier zur Abwendung der Krakenmolchplage traditionell mit dem anschneiden des Großen Apfelstrudels der jedes Jahr länger und länger wird. Dabei wetteifern die Rosinenliebhaber schon seit Jahren gegen die Rosinenverachter. Jede Partei versucht dabei mehr Strudel zu backen als die andere. Böse Zungen behaupten die ausufernden Strudelschlangen würden bald selbst schon Krakenmolch Ausmaße annehmen. Das folgende Rezept kann sowohl mit, als auch ohne Rosinen gebacken werden, wir mischen uns da nicht ein – Das wohl!“

Außerdem sollte zur besseren Einordnung noch die Region, der Monat und die Feierlichkeit stehen.

Hier also:

Region: Thorwal
Monat: Ingerimm
Anlass: Tag des Strudels

Wenn irgendwas nicht festgelegt ist, einfach entsprechend Kennzeichnen, z.B.

Region: Weiden
Monat: beliebig
Anlass: Rondrabund (Hochzeit)

Oder so, die genaue Form ist nicht wichtig solange es erkennbar ist. Das kann man später noch vereinheitlichen.

Gesammelt wird hier im Thread.
Zur Belohnung gibt es natürlich wieder ein Badge, Jay!

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Ein Luftballon.. wer mag sie nicht? Plastikfrei aus Weltmeerschonenden Pixeln!
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Die Aktion endet am 29.02.2020

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Frostgeneral
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Ungelesener Beitrag von Frostgeneral » 16.01.2020 21:23

Region: YolGhurmak
Monat: 1. Blakharaz
Anlass: Neujahrsgebete des Blinden Sohnes

"Zu Ehren der schwarzen Mutter, dem feurigen Vater und dem sehenden Sohn werden jedes
Jahr in der windenden Arena Geweihte geopfert. Vornehmlich greift die Priesterschaft hier auf
Travia und Perainegeweihte zurück, die leichte Ziele sind und all zu oft von Arngrimms Rittern aufgegriffen werden.
Das reinigende, kalte Feuer von Agrimoth Widharcal beschert nicht nur einen langsamen Tod,
sondern sie können vorher auch noch über Sünde nachdenken, die falschen Götter gepriesen zu haben."
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Dragenreyter
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Ungelesener Beitrag von Dragenreyter » 17.01.2020 19:52

Region: Belhanka (Coverna, Horasreich)
Monat: Rahja
Anlass: Fest der Freuden

Während des Fests der Freuden wird in Belhanka zu Rahjas Ehren ein besonderes Gebäck, erfunden durch die traditionsreiche Bäckerei Morcalino, verkauft, welches sich schnell etabliert hat und heute schon traditionell zu nennen ist: die süssen Rahjakissen.
Ein in Schmalz oder Öl ausgebackenes, luftig-lockeres Süssgebäck aus feinstem weissem Weizenmehl, rund in der Form und gefüllt mit einer feinsüssen rosafarbenen Weincreme mit Rosenwasser, welche von oben mittig eingespritzt ein kleines spitzes Häubchen bildet, oft zusätzlich mit feinstem Puderzucker bestäubt. Diese Meisterkreation Horasischer Feinbäckerskunst erinnert nicht zufällig vom Aussehen her an eine pralle weibliche Brust!

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Fenia_Winterkalt
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 17.01.2020 21:02

Dragenreyter hat geschrieben:
17.01.2020 19:52
Region: Belhanka (Coverna, Horasreich)
Monat: Rahja
Anlass: Fest der Freuden
Süße Rahjakissen

Passt das in etwa? :)

suesses-rahjakissen.png

Holli
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Ungelesener Beitrag von Holli » 17.01.2020 21:28

Mmmmhhhhh sieht das gut aus!


Region: Al'Anfa
Monat: Jeden Monat
Anlass: Rahjabund

Es ist nicht lange her, da entdeckte der aventurische Adel die Kostbarkeiten der Waldmenschen - die Kakaobohnen. Die wertvolle Bohne galt bisher immer als Zutat eines Getränks oder einer cremigen Süßspeiße. Der Adel Al'Anfas treibt diese Mode neuerdings auf die Spitze. Auf Hochzeiten der Reichesten der Reichen wird ein unscheinbarer Kuchen serviert. Seine Zutaten sind so sündhaft teuer, wie exquisit sein Geschmack ist. Man munkelt, der Verzehr dieser Köstlichkeit wirkt "anregend" - eine zartschmelzende Sünde ganz im Sinne Rahjas.



Rahjas Liebe - Ein Hochzeitskuchen aus Al'Anfa

250g Butter
400ml Kokosmilch
300g Zartbitterschokolade (mind. 50%)
250g Mehl
1 Pck Backpulver
50g Backkakao
200g Zucker (gehen auch nur 100g)
2 Eier
Mark einer Vanilleschote (Eine halbe Tonkabohne schmeckt alternativ auch)

---
Kokosmilch, Butter, Zucker, Schokolade in einen Topf geben und bei schwacher Hitze schmelzen lassen. Wenn alles geschmolzen ist, alles solange rühren, bis sich die Zutaten verbunden haben. Die Eier hinzugeben und unterrühren. Mehl, Backpulver und Kakao sieben und ebenfalls unter die flüssige Masse rühren. Die Vanilleschote entmarken und das Mark zuletzt unterrühren (Bzw halbe Tonkabohne reiben).

Ofen vorheizen. Die Masse in eine Form gießen (am besten Springform) und 2h bei 150°C backen. Die letzten 15min den Kuchen mit Alufolie abdecken und weiter backen lassen.

Kuchen herausnehmen, etwas abkühlen lassen und aus der Form nehmen.

Guten Hunger

Dragenreyter
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Ungelesener Beitrag von Dragenreyter » 18.01.2020 09:48

Fenia_Winterkalt hat geschrieben:
17.01.2020 21:02
Passt das in etwa?
Perrrfekt! :6F: :cookie:

Haketau
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Ungelesener Beitrag von Haketau » 18.01.2020 13:19

Hier mal was aus dem hintersten Hinterland

Region: Nostria, Waldwildnis/Tommelland
Ort: Fiolbar
Termin : 1. bis 12. Firun
Anlass: Tag der Jagt und Tag des Hirschkönigs

Der Tag des Hirschkönigs am 12. Firun ist der höchste Feiertag im Jahresverlauf der nostrischen Waldwildnis. Das Fest findet knapp 2 Wochen nach der Wintersonnenwende statt. Die Tage werden wieder erkennbar länger. "Up Jaggdd hebben de Dagen ‘n Hanträg lunnen" (Am Jagttag sind die Tage nur einen Hahnenschritt lang = sehr kurz).

Am Tag des Hirschkönig bittet das Volk den Patron des Landes um seinen Segen und das baldige Frühjahr. In der Vorstellungswelt der Fiolbarer ist der Hirschkönig nicht unsterblich, sondern wird regelmäßig alle 12 mal 12 Jahre vom göttlichen Jäger Kurim gejagt. Nur bei erfolgreicher Jagt wird er wiedergeboren und das Land erneuert.

Die Festvorbereitungen starten nach dem Tempelbesuch am 1. Firun, dem Tag der Jagt. Zwischen den beiden Festtage wird die Jagt, außer auf Hirsche, durch alle Einwohner geduldet. Viele ziehen hinaus in den Wald um einen ordentlichen Festtagsbraten zu erlegen. Zusätzlich wird von den Jugendlichen ein Strohhirsch bei einem alten Feldaltar am Urfanufer vor der Stadt aufgebaut. Mit kleinen Glöckchen behängt soll er bis zum Festtag böse Geister vom Ort fernhalten. Die Nächte zwischen den beiden Feiertagen gelten als besonders unheilvoll. Es heißt Targûn der Knochenmann segelt in diesen Nächten die gesammelten Seelen der Verstorbenen über das Nirgendmeer, so dass die noch nicht gesammelten Seelen frei auf der dritten Sphere wanden können. Auch soll Kurim der listige Jäger mit der wilden Jagt durch den Wald ziehen.

Am eigentlichen Festtag versammelt sich die Gemeinde am Firunstempel. Es ist die Gelegenheit seine Nachbarn mit einem neu erworbenen Mantel zu beeindrucken. "Kiek, he kommt mit sien striepked Kamsool." Nach einer Gebetszeremonie und einer Predigt durch die örtlichen Geweihten zieht die Gemeinde in einer Prozession bis an den alten Feldaltar am Urfanufer. Dabei werden Litaneien gebetet und gesungen. "Hirskkönenk zegen Feld und Busk en stuur de Lent." Viele der angerufenen Wesen sind außerhalb der Region gänzlich unbekannt.

Nach dem Tempelbesuch gehen die Familienvorstände zur Vergaderung (Volksversammlung) auf dem Marktplatz. Die Landdroste legen die ordentliche jährliche Vergaderung auf diesen Termin um die Lüsnack (Redefreude) ihrer Landsleute durch die Aussicht auf das Festessen und das Winterwetter zu zügeln. Die Einwohner revanchieren sich indem sie dann jährlich am 24. Phex eine außerordentliche Vergaderung abhalten.

Die Heranwachsenden nutzen die Zeit zum Hirskdrive (Hirschtreiben) bei dem aufgerichteten Stohhirsch. Dieser wird mit Pfeilen beschossen um ihn symbolisch zu jagen. Das Ziel ist es bei dem Schuss möglichst viele der Glöckchen zum Klingen zu bringen.

Die übrigen Familienmitglieder bereiten derzeit das Festtagesessen zu. Traditionell besteht es aus mehreren Gängen. Das Essen wird am späten Nachmittag bis zum frühen Abend eingenommen. Eine übliche Abfolge ist eine klare Fischsuppe als Vorspeise, Hasenbraten an Bohnen als Hauptgang und zum Dessert fiolbarer Hirschhörnchen. Hörnchen aus Dinkelmehl und viel Ahornsirup gebacken, gefüllt mit frischer Schlagsahne.

Anschließend erhalten Kinder kleine Geschenke. Üblich sind Dörrobst und getrocknete Esskastanien, selten mal ein geschnitztes Holzspielzeug oder ein Puppe aus Kleidungsresten. Jugendliche von ungefähr 15 Jahren gehen nochmal mit ihren Vadderskupp (Paten) zum Tempel. Dort erhalten sie von den Vadderskupp ihr großes Hirschtaggeschenk, einen Flitzboog (Bogen) und ein Jaggdmest (Jagtmesser). "Vaddern stahn is 'n Ehr för de Lü, man 'n Schann för de Geldpül." Im Beisein eines Geweihten schwören die Jugendlichen die Waffen nur göttergefällig zu nutzen. Die Vaddern(m)/Vaddernske(w) wiederum schwören die Jugendlichen im Gebrauch der Waffen zu unterrichten. Fortan gelten die Jugendlichen als Erwachsen und dürfen an Jagten teilnehmen und sich um ein Hof und eine Familie bemühen. Im kommenden Sommer heißt es dann tüchtig üben, um beim nächsten Hirskdriven erstmals einen guten Schützen abzugeben.

Am Abend trifft man sich in der Großfamilie oder seinen Nachbarn und lässt den Tag ausklingen. Bis tief in die Nacht sitzt man bei Hirschhörnchen und Birnenlikör zusammen, redet und singt Volkslieder von der Jagt, der Liebe oder Krieg gegen die verhassten Andergaster.

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Jyivindar
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Ungelesener Beitrag von Jyivindar » 18.01.2020 18:17

Dragenreyter hat geschrieben:
17.01.2020 19:52
die süssen Rahjakissen.
Ein in Schmalz oder Öl ausgebackenes, luftig-lockeres Süssgebäck aus feinstem weissem Weizenmehl, rund in der Form und gefüllt mit einer feinsüssen rosafarbenen Weincreme mit Rosenwasser, welche von oben mittig eingespritzt ein kleines spitzes Häubchen bildet, oft zusätzlich mit feinstem Puderzucker bestäubt. Diese Meisterkreation Horasischer Feinbäckerskunst erinnert nicht zufällig vom Aussehen her an eine pralle weibliche Brust!
@Fenia_Winterkalt
Ich habe mich tatsächlich motiviert gefühlt hier was auszuprobieren. Leider fehlt mir wohl der magische Touch, der den Teilchen der Bäckerei Morcalino innewohnt. Aber dennoch..sehen gut aus und schmecken auch !
XD
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Mit Rezept ^^
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Fenia_Winterkalt
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 18.01.2020 18:26

Cool :cheer:

Amirelle
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Ungelesener Beitrag von Amirelle » 18.01.2020 19:43

Dann versuche ich auch mal, ein Fest beizusteuern. Passend zu meinem Abenteuer natürlich eines in Weiden :censored:

Weidener Schleppvieh

Region: Weiden
Zeit: Im Peraine, wenn der Schnee endgültig von den Weiden verschwunden ist und das Vieh wieder genug zum Fressen findet. Daher örtlich leicht unterschiedlich
Art: Kultureller Feiertag

Hintergrund:
Große Teile Weidens leben von der Viehwirtschaft. Daher ist es wenig verwunderlich, dass die Bauern alles Mögliche tun, um die Fruchtbarkeit ihrer Tiere zu erhöhen. Wenn der Schnee von den Weiden verschwunden ist und das Land das Vieh wieder von alleine ernährt, dann ist es auch an der Zeit die Herden zu vergrößern. Daher werden die Bullen im Frühjahr zusammengetrieben und vom örtlichen Geweihten gesegnet, damit sie reichlich Frucht bringen. Aus dieser ursprünglich notwendigen Zeremonie hat sich im Laufe der Zeit ein regelrechtes Fest entwickelt.

Vorbereitungen:
Schon Tage vor dem Fest wird der Dorfplatz festlich geschmückt. Man hängt Girlanden aus Stofffetzen quer über den Platz, stellt Bänke und Tische auf, baut ein Gatter für die Bullen und errichtet mannshohe Türme aus Holz für die Lagerfeuer. Ein Ochse wird geschlachtet (wer nicht zur Zucht taugt...), Festwürste hergestellt, Rüben, Obst und Gemüse geputzt und Fässer mit Bier herangerollt. Die kräftigsten Bullen der Viehbauern werden herausgeputzt, die besten Gewänder gewaschen und Blumen und Gräser von den Weiden gepflügt, aus denen Kränze für die weibliche Bevölkerung geflochten werden.

Ablauf:
Früh am Morgen werden die kräftigsten und prachtvollen Bullen der Umgebung auf dem Dorfplatz zusammengetrieben. Da die kleinen Dörfer - wenn überhaupt - nur einen Geweihten haben, übernimmt dieser die Segnung der Bullen, auf dass sie fruchtbar sind und ihren Besitzern viele Kälber und damit ein Einkommen bringen. Diese Zeremonie findet im Rahmen eines Gottesdienstes statt, zu dem das ganze Dorf und die dazugehörigen umliegenden Höfe in ihren besten Gewändern erscheinen. Die Frauen und Mädchen tragen dabei geflochtene Kränze aus Gräsern und Blüten, die auf den Weiden wachsen.
Im Anschluss wird unter den Bullen der Stattlichste durch eine kleine Jury von Dorfältesten gekürt und erhält als Kennzeichnung seiner Männlichkeit einen üppigen Blütenkranz zwischen die Hörner gesetzt. Der Großteil des Dorfes zieht nun mit dem prächtig geschmückten Bullen unter reichlich Musik zu den Weiden. Die restlichen Bullen verbleiben derweil im Gatter am Dorfplatz. Sie werden am nächsten Tag durch ihre Besitzer zu den Weiden getrieben. Die Kinder springen am Rande des Zuges fröhlich auf und ab und alles klatscht und singt. Schließlich wird der Bulle unter großem Beifall auf die Weide entlassen. Der Festzug kehrt nun zurück in das Dorf, wo eine kleine Schar Zurückgebliebener bereits ein herrliches Festmahl zubereitet hat. Es gibt gebratenen Ochsen am Spieß, Rinderwürste, Dünnbier , reichlich Rüben und Gemüse, was über den Winter gehalten hat, verschiedene Kohlsorten und Äpfel. Den ganzen Tag wird ausgelassen gefeiert, getanzt und gegessen. Der Höhepunkt des Feiertages bildet traditionell der Ochsentanz. Dabei verkleiden sich immer je zwei junge Burschen als Ochse und jagen unter lautem Lachen und Grölen der Schaulustigen den unverheirateten Mädchen am Dorfplatz nach. Der Tag klingt dann gemütlich bei Lagerfeuer, Tanz und Musik aus.

Der Ochsentanz:
Die Regeln sind einfach. Je zwei junge Burschen verkleiden sich zu einem Ochsen. Dabei hält der Vordermann eine schwere Maske mit zwei Hörnern, während der Hintermann bei gebeugter Haltung stets die Hände an den Hüften des Vorderen angelegt lassen muss. Die Bewegungen solch eines Gespanns wirken meist tollpatschig und daher sehr belustigend, weshalb dieser Tanz von viel Lachen und Anfeuerrungsrufen der Dorfgemeinschaft begleitet wird. Gelingt es einem Burschengespann, ein Mädchen "auf die Hörner" zu nehmen, so schuldet sie ihnen einen Kuss.

Holli
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Ungelesener Beitrag von Holli » 18.01.2020 20:14

Haha, das mit dem Schleppvieh wollte ich auch ausarbeiten :ijw:
Dann setze ich mich nachher an die Rattenhatz :)
Für Rondra, oder so! :ritterswitch:

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Madalena
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Ungelesener Beitrag von Madalena » 18.01.2020 21:44

Ich habe das vor Jahren mal ausgearbeitet, als meine Borongeweihte die zweite Weihe erhalten hatte. Ich poste es mal rein, vielleicht inspiriert es ja jemanden.

Region Al'Anfa
Monat Flexibel, aber vorzugsweise zu boronischen Feiertagen
Anlass Weihe einer Hüterin der Nacht

SpoilerShow
Schon auf der Prozessionsstraße am Silberberg könnt ihr sehen, dass es heute viele Besucher in die Stadt des Schweigens zieht, schließlich wird nicht nur Saranya Fiovarez, sondern auch der ehrwürdige Nostromo Karinor zum Hüter der Nacht geweiht. Spätestens auf den mit schwarzem Obsidian gestreuten Wegen durch den Tempelgarten legt sich, neben einem betörenden Duft nach Obsidian, ehrfürchtige Stille über die Gläubigen und Geweihten, die nun zum Haupttempel im Rabenfelsen streben, wo sie unter dem Rauschen des Siral und der Brandung fünfzig Schritt tiefer über zwei Treppen ins Heiligtum pilgern, wobei der Zugang auf der einen Treppe leicht ins Stocken gerät, während die andere Treppe Granden und höherrangigen Geweihten einen bequemen und weniger gedrängten Zugang ermöglicht. Mahnend über der Treppe prangt in goldenen Lettern die Warnung, die Bishdariel den Al'Anfanern einst gab: "Das nächste Mal wird Unsere Strafe nicht so milde sein!", um die Gläubigen an ihre Demut gegenüber Boron zu erinnern.

In der "Brust" des Rabenfelsens tretet ihr in die gewaltige Tempelhalle, deren Blickfang der prächtige, von einem Boronsraben überschattete Altar ist. Nach Rang und Namen auf einen prominenten - oder weniger prominenten - Platz verwiesen, lassen sich alle Gläubigen nieder. Die Türen schließen sich, und euch umfängt Halbdunkel und ehrfürchtige Stille. Schließlich kommen weitere Geweihte von einem hinteren Eingang in den Altarraum: Eine kleine Prozession führt zwei Jünger des Raben, darunter Saranya, zu ihren Plätzen zwischen Altar und den vorderen Sitzbänken, wo sie - das Gesicht zur Statue - niederknien und den Kopf senken (im Falle Nostromo Karinors nicht, ohne dass vorher ein Sklave einen Teppich auslegt). Priester beginnen nun durch die Reihen zu schreiten, schwenken Gefäße mit verbrennendem Weihrauch und Ilmenblatt, das entspannend wirkt und den Geist der Anwesenden auf die bevorstehende Zeremonie einstimmt.

Ein elegischer Choral wird angestimmt, der Bedächtigkeit und das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit auslöst, während nun die oberen Zehntausend der Kirche des Raben einziehen: An der Spitze der Patriarch Amir Honak, hinter ihm eine blonde Halbelfe, aber auch den hageren Zeremonienmeister Brotos Paligan könnt ihr erkennen. Zunächst verneigt sich der Patriarch, dann die übrigen Geweihten, und schließlich der Rest der Tempelbesucher vor der Rabenstatue, ehe Amir Honak auf einem prächtig verzierten Sessel seitlich Platz nimmt. Brotos Paligan nimmt an einem erhöhten Pult Aufstellung, während zwei Geweihte ihm ein schweres, in schwarz eingebundenes Buch bringen, das der Zeremonienmeister aufschlägt. Er liest eine einzelne Zeile vor, danach erhebt sich irgendwo die Stimme eines Sängers, der in getragener Weise einen einzelnen Vers vorträgt - doch sobald seine Stimme sich wieder senkt, legt sich gespenstische Stille über den Raum. Nun nehmen einige Geweihte nach der starren Choreografie einer seit Jahrhunderten überlieferten Tradition vor dem Altar Aufstellung. Dies wiederholt sich mehrfach, während Paligan bosparanische Lobpreisungen des Götterfürsten vorträgt und die Priester Kerzen entzünden, den Altar besprenkeln etc. Schließlich schließt der Zeremonienmeister sein Buch wieder und verkündet mit knappen Worten: "Gedenket, dass ihr Sterblich seid. Nutzet die kurze Zeit, die euch gegeben ist, dem Schweigsamen zum Gefallen." Die folgende Pause nutzen viele Tempelbesucher, um ein stummes Gebet zu sprechen, während Diener in den vorderen Reihen den gehobenen Gästen gesegnete Rauschkräuter anbieten.

Schließlich treten Saranya und Nostromo vor und verneigen sich zunächst vor der Rabenstatue, dann vorm Patriarchen, und knien erneut nieder. Der Zeremonienmeister spricht: "Siehe, gekrönter Rabe: Zwei deiner Diener treten in Demut vor dich, um die Weihe zu empfangen." Zwei Priester reichen ihnen jeweils ein Tablett mit dem Blütenstaub des Weißen Lotos, den sie inhalieren, und dann ein Messer. Andere Geweihte streuen je einen Kreis aus Graberde um sie herum. Danach legt sich meditative Ruhe über die Szenerie, und die beiden schlagen ihre Kapuzen zurück und scheren sich das schwarze bzw. blonde Haar vom Kopf, wobei sie von anderen Geweihten umschritten und regelmäßig mit Weihrauch besprenkelt werden. Auch in den Zuschauerrängen schreiten wieder Novizen mit Räucherschalen her, um die benebelnden Düfte aufzufrischen. Unterdessen wirkt es so, als würde das Zwielicht vor dem Altar immer dichter und schwärzer, während die Rabenfigur vom gelben Licht der Kerzen flackernd angestrahlt wird.

Anschließend wird Nostromo mit umständlicher Geste eine zusammengefaltete Geweihtenrobe gereicht, und - gestützt von einem anderen Priester, denn langsam beginnt das Halluzinogen zu wirken - tritt er in die Dunkelheit vor dem Altar, um nach einigen stillen Minuten wieder hervorzukommen, gekleidet in die goldbestickte Robe eines Hüters der Nacht. Anschließend wiederholt Saranya die gleiche Prozedur. Beide werden schließlich, sichtlich entrückt, zum Patriarchen geführt, der sich erstmals von seinem Platz erhebt. Während ein Chor erneut elegische Gesänge anstimmt und damit endlich wieder die Stille bricht, begeben sich die beiden mit Amir Honak in ein stummes Gebet, der ihnen anschließend mit Lotosöl die Stirn salbt.

Während die Gesänge langsam verklingen, schreitet der Patriarch gemessenen Schrittes zum Altar und breitet die Arme aus, so dass er in seiner schwarzen, reich mit Ornamenten und Edelsteinen verzierten Robe wie ein Abbild der Rabenstatue hinter ihm wirkt. "Boron hat ihre Seelen geprüft und für würdig befunden. Nostromo Karinor, Saranya Fiovarez, gehet hin und dienet dem Unausweichlichen. Traget seine Botschaft in die Herzen der Gläubigen. Nichts hat Bestand, nur die Verheißung von Frieden und Erlösung durch Boron." Erneut verneigt er sich vor der Rabenstatue, und nach ihm die übrigen Geweihten und die Gläubigen, ehe sich die zelebrierenden Priester in schweigender Prozession wieder zurück ziehen. Die beiden frisch geweihten Hüter der Nacht werden in eine abgeschiedene Kammer gebracht, wo sie, wie es heißt, unter der Betreuung eines anderen Hüters der Nacht, die Visionen erforschen werden, die Boron ihnen sendet um ihnen den Weg zu weisen. Stille und Ruhe liegen über den anwesenden Gläubigen, die sich nach und nach erheben und nach draußen schreiten, wo die Nachmittagssonne, der Wind und die Wellen ihren wie die Rückkehr in eine andere Welt erscheinen. Nach und nach verfliegt in der frischen Luft die Wirkung der benebelnden Kräuter aus der Tempelhalle, doch hoffentlich bewahrt der ein oder andere Gläubige in seinem Herzen ein Stück dessen, was er gerade erlebt hat. Erst nach und nach setzen leise Gespräche ein, wobei wohl der ein oder andere rätselt, wer denn wohl Saranya ist, die – obwohl sehr jung und keine Grandessa – heute die zweite Weihe erhalten hat, was mit neugierigen Spekulationen, aber auch bei einigen wohl mit einer gewissen Herablassung, aufgenommen wird.

Am nächsten Tag findet dann im Palazzo Flavios (dem Saranya in der schriftlichen Einladung sehr für die Großzügigkeit dankt) die private Feierlichkeit statt, bei der Saranya im kleineren Kreise bei leichten Speisen, Wein und gesegneten Kräutern feiert. Hoffentlich können wir hier (...) sowie die beiden Rabengardistinnen Anara und Marbonia begrüßen, dazu noch ein paar einfache Geweihte oder Angehörige der Grandenfamilien. Und vielleicht, mit etwas Glück beehrt uns sogar noch eine hochgestellte Persönlichkeit? Wer eine Rede von Saranya erwartet, wird allerdings enttäuscht, denn tatsächlich wird sie an diesem Abend kein Wort verlieren, aber ihren Freunden mit einem leichten Lächeln für ihr Kommen danken und schweigend mit ihnen feiern.

Bottle
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Ungelesener Beitrag von Bottle » 19.01.2020 20:32

Region: Garetien
Monat: 1. Peraine
Anlass: Frühlings-Tagundnachtgleiche beim jungen Volk

„Jedes Jahr zum 1. Peraine, der Frühling-Tagundnachtgleiche, begeht das junge Volk Garetiens eine Tradition, deren Ursprung niemandem mehr bekannt ist. Tagsüber ziehen die jungen Männer aus, um ihrem auserwählten Mädchen einen prächtigen Bund Blumen zu sammeln. Diesen gilt es bis zum Einbruch der Dämmerung seiner Angebeteten zu überreichen. Die jungen Damen flechten aus den erhaltenen Blumen einen bunten Kranz und tragen zu ihrem besten Kleid diesen auf dem Haupt. Wenn bei den abendlichen Festlichkeiten bei Einbruch der Nacht der gemeinsame Paartanz ansteht, dürfen die Mädchen mit den prächtigsten Blumenkränzen ihren Tanzpartner zuerst wählen. Aus diesem Ritual heraus ist schon so mancher Traviabund geschlossen worden und manchmal gar ein Geschenk Tsas entstanden. Der reisende Abenteurer sei gewarnt: Gelegentlich fällt die Wahl einer Holden aber auch auf unseresgleichen.“

Kuriositäten vom Land: Was einem wahren Helden alles passieren mag, Haldan Triffon, Schreiber, Denker und Abenteurer

Dragenreyter
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Ungelesener Beitrag von Dragenreyter » 19.01.2020 20:42

Jyivindar hat geschrieben:
18.01.2020 18:17
Dragenreyter hat geschrieben:
17.01.2020 19:52
die süssen Rahjakissen.
Ein in Schmalz oder Öl ausgebackenes, luftig-lockeres Süssgebäck aus feinstem weissem Weizenmehl, rund in der Form und gefüllt mit einer feinsüssen rosafarbenen Weincreme mit Rosenwasser, welche von oben mittig eingespritzt ein kleines spitzes Häubchen bildet, oft zusätzlich mit feinstem Puderzucker bestäubt. Diese Meisterkreation Horasischer Feinbäckerskunst erinnert nicht zufällig vom Aussehen her an eine pralle weibliche Brust!
@Fenia_Winterkalt
Ich habe mich tatsächlich motiviert gefühlt hier was auszuprobieren. Leider fehlt mir wohl der magische Touch, der den Teilchen der Bäckerei Morcalino innewohnt. Aber dennoch..sehen gut aus und schmecken auch !
XD

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Mit Rezept ^^
Nicht schlecht! Nur die Füllung geht mehr in Richtung einer steifen Butter oder Puddingcreme mit Rosenwasser-Weinreduktion. Vielleicht ne Art Paradiescreme mit Rotweingeschmack versuchen? Die Farbe passt aber schonmal.
Das nippelartige gespritzte Häubchen ist aber essentiell. Hätt ich nicht gedacht, dass das jemand tatsächlich zu machen probiert. jedenfalls A for effort! :6F:

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Jyivindar
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Ungelesener Beitrag von Jyivindar » 19.01.2020 20:58

Dragenreyter hat geschrieben: Nicht schlecht! Nur die Füllung geht mehr in Richtung einer steifen Butter oder Puddingcreme mit Rosenwasser-Weinreduktion. Vielleicht ne Art Paradiescreme mit Rotweingeschmack versuchen?
Da ich leider keine Spitz-Beutel habe und auf Rezepte verzichten wollte bei denen Puddingpulver zum Einsatz kommt, habe ich mir eine Wein-Gelee Variante überlegt. Beim zweiten Kissen war die Füllung dann fester, weil kalt.
Aber.. Aktion geglückt, hat motiviert das Fest zu testen ;-)

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Desiderius Findeisen
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Forenaktion! - Wir feiern in Aventurien!

Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 20.01.2020 14:34

Ysolphurs Flug

Region: Überall wo es größere Kleindrachensippen gibt
Zeit: Am dritten Tag nach dem ersten Vollmond im Peraine, je nach Sippe jährlich oder auch zwei- oder vierjährlich
Art: Kultureller Feiertag

Ursprung:
Diesen Feiertag kann man auf ein Ereignis zurückverfolgen, dass über 2000 Jahre zurück liegt. Der genaue Hergang der Geschichte ist im Dunkel der Zeiten verloren gegangen und so gibt es soviele Varianten der Erzählung wie es Kleindrachen-Sippen gibt.
Allen gemeinsam ist aber, dass ein Kleindrache (je nach Erzähler ein Funkel- oder Meckerdrache/-drachin) den damals noch jungen Purpurwurm Ysolphur zu einem Wettfliegen herausforderte. Durch verschiedene Tricks und kluger Wahl der Flugstrecke (in den Details auch wieder unterschiedlich je nach Erzähler) gewann der kleine Held das Rennen und ein Stück aus dem Hort des großen Drachen. Sollte jemand mal dazu kommen Ysolphur danach zu fragen (und vielleicht gerade keine wichtigere Frage zu haben ;) ), wird dieser nur das drachische Äquivalent eines Lächelns zeigen und dazu schweigen.
Zur Feier dieses Ereignisses richten viele Sippen am überlieferten Tag ein Geschicklichkeits-Flugrennen aus.

Vorbereitungen und Ablauf:
In den Tagen davor wählen die Sippenältesten eine Flugstrecke aus. Meist ist dies ein Waldstück, ein Dschungelgebiet, eine zerklüftete Felsenlandschaft oder gar eine weitläufige Ruine.
Dann beginnt man "Kreise" und "Äste" zu setzen: "Kreise" sind Hindernisse aus eben kreisförmig geflochtenen biegsamen Zweigen oder Lianen, "Äste" sind mehr oder minder vertikal oder horizontal angebracht. Die Hindernisse werden dann mit Blüten oder anderen bunten Dingen wie zum Beispiel Stofffetzen hervorgehoben. Die Farbe zeigt außerdem, ob "Äste" über- oder unterflogen bzw. auf welcher Seite sie umflogen werden müssen oder ob es sich um Wendemarkierungen handelt. Die "Kreise" sind in verschiedene Schwierigkeitsstufen (das heißt: Durchmesser) eingeteilt und müssen durchflogen werden.

Am Flugtag selbst begibt sich, nach einer kurzen Ansprache des/der Ältesten, nun jeder, der teilnehmen möchte, zum Abflugplatz. Es fliegen immer zwei Teilnehmer gleichzeitig, was schon gleich zu Beginn in einem Gerangel in der Luft münden kann, wenn jeder versucht das erste Hinderniss möglichst gut zu "nehmen".
Die Sippenältesten dienen als Schiedsrichter und vergeben Punkte für jedes korrekt genommene Hindernis bzw. ziehen Punkte ab für falsch genommene oder ausgelassenen Hindernisse. Wer als erstes durch den Zielkreis fliegt, bekommt zusätzliche Punkte. Die genaue Punktvergabe kann von Sippe zu Sippe anders sein und ist oft Anlass für ausschweifende Diskussionen.
Der Sieger wird je nach Anzahl der Teilnehmer direkt über die Punkte oder über mehrere Eliminierungs-Durchgänge ermittelt.

Ausklang:
Dem Sieger wird der vorher ausgelobte Preis überreicht (meist ein Stück aus einem Hort der Sippenältesten, besondere Speisen oder gar irgend ein Kuriosum aus der Menschenwelt), und darf sich bis zur nächsten Austragung "Ysolphurs Meister" nennen lassen (man darf vermuten, das Träger dieses Titels ihn unvermittelt "ruhen" lassen sollte Ysolphur selbst zugegen sein; allerdings gibt es ja auch grössenwahnsinnige Kleindrachen!).
Danach wird dann zum großen Gelage übergegangen.
Für die Freunde der kleinen Geschuppten: Von den kleinen Drachen
"I am 87% confident you will burst into flames." Kimiko Lockeweaver, Bayesian Empirimancer
"I do not help, Mr. Bogan. I oppose." Mathias Melchior, Dept. of Opposition
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Ungelesener Beitrag von Shirwan » 20.01.2020 18:57

Na dann, versuche ich es einmal

Gebräuche rund um die Hochzeit

Region: Mhanadistan
Monat: beliebig (aber eher im Frühling bis zum Sommer)
Anlass: Hochzeit

Schon immer gehörte mein Herz ihr, doch als ich noch jung und sorglos war, da gierte das Feuer in mir, ihrer andächtig zu werden. Bei einem selbstzugewiesenen Botengang zu ihrem Sippenhof stand ich vor der traditionellen Tür mit den zwei Türklopfern. Einer war zierlich, der andere schwer und klobig. Der Anstand gebot den Männern den schweren zu nutzen, damit die Frauen sich dem Blick entziehen konnten, wenn ein fremder Mann ihren Sippenhof betrat. Feqz verzeih mir den simplen Trick, doch ganz plötzlich vergaß ich die Bewandtnis der Türklopfer und nutzte den Grazilen, dessen heller Klang, einen unerwarteten Besucher ankündigte. Stürmisch betrat ich den Sippenhof und auch wenn ich Fluch und Schande auf meinem Haupte ertrug, so war mir vergönnt, ihr Antlitz in all ihrer Schönheit zu erblicken und auch sie bedachte die Sittsamkeit mit der Schnelligkeit Rashtuls, als sie nur langsamen Schrittes den Sippenhof verließ, während ihre von Feuer gezeichneten Lippen mir ihr Lächeln schenkten.
Bald darauf, galt mein Blick erneut ihren Schritten und während sie durch die Straßen spazieren ging, vergingen Stunden bis ihr Mund mir ihre perlenweißen Schätze im Lächeln zeigte. Doch ihre Gunst galt mir immer öfter und dem Wind trugen wir in leisem Flüstern unsere Worte und Gedanken auf, denn unsere Väter waren sich in der Vergangenheit nur im Streite einig. Wirklich nahe kamen wir uns auf dem Basar, bei den Tuchhändlern, die ihre teuren Stoffe im gelb aus dem Herzen des Safrans und dem rot seiner Blüte gefärbt hatten. Die Schleier, waren uns Radschas und Feqzens Geschenk gleichermaßen und ermöglichten mir das Feqzensstück, ihrer sanften Berührung Begünstigter zu sein. Lange wäre dies so weitergegangen, hätte mein Onkel der Falkenäugige uns nicht erspäht und mich ermahnt, der Tugend meiner Liebsten zu gedenken. Noch einmal traf ich sie, außerhalb der Sitten, um unser Werk vor Feqz zu besprechen um darauffolgend Rat mit unseren Eltern zu halten.
Meinen Glaubensbruder, der wie ich unter dem besonderen Schutz des Nachtherren stand, berief ich als meinen treuen Verbündeten ein und auch meine Liebste tränkte mit Honig ihre Lippen, als sie die Brautschau ankündigte und mir die Erlaubnis zuteilwurde um ihre Hand anzuhalten. Wir suchten das Haus ihrer Familie auf, reich beladen mit süßem Gebäck, seltensten Blumen und feinstem Geschmeide. Mein treuer Freund lobte meine Tugenden in solchem Maße und Geschick, dass selbst ihr Vater andächtig nicken musste. Doch auch ihre Tugenden standen den meinen in nichts nach, war sie nicht nur von Radscha, sondern auch von Feqz und Hesinde in gleichem Ausmaß gesegnet. Meinem Vater den ich unter Tsas Segen um Mäßigung gebeten hatte, setzte seine Vaterpflicht vor seinen Stolz und erwies mir ebenfalls teuren Dienst. Als ihre Familie beim Gegenbesuch unser Haus aufsuchte, da geizte er nicht an Höflichkeit und vollzog selbst den Schankdienst vor ihrer Familie. Den kostbarsten Wein Eslams von Al'Madas, eine Komposition aus Göttergaben und Magie opferten wir der Nacht im Zeichen der Versöhnung.
Das nächste Mal, als wir sie besuchten, um das Ja einzuholen (Baleh Boran), war an einem sonnigen Tag und nach der Zusage legten wir Zeugnis vor unserer Gemeinschaft ab, als wir gemeinsam durch die Straßen spazierten, während uns unserer Verwandten im gebührlichen Abstand folgten. Bei den Tuchhändlern hielten wir inne und im rot und gelb der Schleier bedachte ich ihre Hand mit einem sanften Kuss.
Ein treuer Diener des Herren des Nachthimmels begleitete uns zur Verlobung. Gemäß den Bräuchen legten wir vor Feqz die gegenseitigen Verpflichtungen und auch die Höhe der Morgengabe fest. Als meine Liebste nachfragte, so schalte sie ihr Vater, doch ich bat ihn sie gewähren zu lassen, denn ihr Nachfragen zeigte nur ihre Weisheit und ich hatte kein Dummchen zu meiner zukünftigen Partnerin erwählt. Was für ein Mann und Vater sollte ich denn sein, wenn ich nicht im Falle meines Ablebens meine Familie gesichert wüsste. Und so war meine Morgengabe von Feqz gesegnet, beachte die Macht der 9 und auch die befreundeten Zahlen 220 und 284 hielten Einzug in die Gabe, so dass sie ohne Fehl war. Doch in einem Punkt waren die Traditionen unserer Sippen so verschieden, dass es schien als würde Kor selbst Radschens mühseliges Werk zunichtemachen wollen. Denn in meiner Sippe war es üblich, dass die Familie des Mannes die Feier, sowie auch die Aussteuer zahlte und genau andersrum verhielt es sich in der Sippe meiner Zukünftigen. Doch auch hier erwies sich mein Glaubensbruder, der mich begleitet hatte, als wertvoller Berater. Es war nämlich Mode in der Familie meiner Braut geworden ausländische Künstler einzuladen, während es meine Familie kränkte, wenn man ihr die Kosten nicht zutraute. Und so legte die Familie meiner Frau die Künstler fest, die aus Zorgan und Khunchom einberufen wurden und dem Stolz meiner Familie wurde auch Genüge getan, als sie die Kosten für diese übernehmen sollten. Die Aussteuer sollten beide Sippen im Rahmen des Eintritts (Pahtakhti) beisteuern.
Um die Tradition des Feilschens vor Feqz zu ehren, verlangten wir gegenseitig noch ein Schmuckstück für den jeweils anderen. Da sie nicht von Adel war, untersagte ihre Tradition, dass ich ihr ein Schmuckstück aus Gold schenkte, doch wie konnte ich die Königin meines Herzens mit weniger, als den edelsten Metallen bedenken. Doch meine schlaue Geliebte wusste einen Ausweg und verlangte ein Geschenk einer Fürstin der Füchse würdig und so schmückte ich ihre Finger mit dem lauteren Silber des Mondes, das ein jedem gestattet war, der den stolzen Preis zu zahlen bereit war und sie vergalt es mir gleichermaßen im Guten, so dass unsere Finger fortan unsere Ehe vor dem Mond bezeugen sollten.
Meine Großmutter, begleitet von einigen Abenteurern, war aus Gorestan selbst aufgebrochen, um den Hochzeitsspiegel und kostbarsten Schatz unserer Familie zu unserer Hochzeit zu bringen. Gepriesen sei sie und möge Marbo ihr die Sicht auf uns gewähren und an unserem Glück teilhaben lassen, jetzt da sie nun von uns geschieden ist. Der Hochzeitstisch war reich geschmückt und auch wenn die Braut sich der Sippe des Mannes anschließt, so ehrten wir ihre Ahnen, in dem wir auch ihre Ahnenstatuen aufstellten.
Meine Liebe selbst, die ich erst im Spiegel erblickte, war gekleidet in einem reinen, lauteren silberweiß, während die Brautjungfern die den Radschenschleier über uns hielten in radschagefälligen rot und rosatönen gekleidet waren. Die Fingerkuppen der Brautjungfern waren rot vom Henna, da sie die Nacht davor meine Liebste im Zeichen Radschas gezeichnet hatten. Die glücklich verheirateten Frauen, allen voran unsere Mütter, rieben unentwegt die Zuckerstangen über uns auf, dass die Süße ihrer Ehe auf uns herabfahre. Dennoch gab es einen kleinen Eklat als ihre Tante diesen Dienst verweigerte, da sie nicht glücklich in ihrer eigenen Ehe zu sein schien und uns so nicht mit Zucker segnen konnte.
Mir wurden drei Fragen gestellt, wirst du sie auf Händen tragen auch wenn sie selbst palmyranische Schönheiten vor Neid erblassen lässt und Ruhe bewahren, wenn eure 2x9 Kinder in Ungeduld ihre Stimme erheben. Lachend und dennoch entschieden bejahte ich. Umso ernster als mir die Frage gestellt wurde, ob ich sie heiraten wolle. Meine Braut dagegen, antwortete nicht, sie ist Blumen pflücken, sie ist geflohen als sie ihn bei Tag sah, antwortete unsere Gäste stattdessen. Aber auch sie beantwortete die letzte Frage, ob sie mich heiraten wollte mit einem sicheren Ja, während sie meine Hand hielt und in meine Augen blickte. Die Augen meines Vaters dagegen, füllten sich, während er die Fragen meiner Braut stellte, mit heißen Tränen und Kor der Grimmige verzeih, auch ich, der ich nur beim Tod meines Großvaters meinen Vater mit Tränen sah, konnte meine Tränen nicht zurückhalten. Besiegelt wurde die Ehe als wir den jeweils anderen vom Honig kosten ließen und den Eid vor den Göttern bekräftigten. Fortan sollten unsere gemeinsamen Tage voll von Süße und Lebensfreude erfüllt sein.
Als die Geschenke ausgerufen wurden, empfingen wir diese als Paar und verteilten Süßigkeiten als erste gemeinsame Handlung an unsere Gäste. Währenddessen ermahnte mein Vater, doch die beste Freundin meiner Geliebten das Kissen härter zu besticken, was von unseren Müttern in gemeinsamer Übereinkunft mit hochgezogenen Augenbrauen quittiert wurde. Dann begaben wir uns zum Essen und allerlei Kostbarkeiten wurden serviert. Unserer Eltern und wir ehrten die Bräuche der Gastfreundschaft und gingen durch die Reihen, so dass uns selbst nur wenig gemeinsame Zeit vergönnt war. Erst als die Süßigkeiten serviert wurden, trafen wir uns wieder und betrachteten den Tanz des Messers mit dem das Baghlava angeschnitten werden sollte, gemeinsam. Shanya sal Yeshanna, der Stern Khunchoms selbst vollzog das Radschenwerk. Ihr Tanz schlug uns so sehr in Bann, dass wir nicht anders konnten als sie mit Ahn'Alanzina selbst zu vergleichen. Gesegnet soll diese Meisterin des Tanzes sein, denn ihr Schauspiel war so schön, dass es schien als wäre es nicht für uns Menschen gemacht. Ihr in Kunstfertigkeit nicht nachstehend war Azina, die trotz ihrer Jugend die Räumlichkeiten mit den Sagen- und Heldengestalten der Vergangenheit dermaßen gekonnt füllte, dass uns schien als hätte sie Al'Mahmoud selbst überlistet. Und so war das Fest erfüllt vom Zauber und prächtigen Farben und allerorten erhallte das Lachen und die Freude der Tanzenden, Radscha zum Gefallen. Mehdi Keyvani, aus dem berühmten Shaya al'Laila Zorgans, der von Alef Aytan Berührte, wandelte mit seiner mächtigen Trommel durch die Reihen der rauschhaft Tanzenden und erhitzte die Nacht mit seinen feurigen Klängen bis in die späten Stunden.
Unsere Väter waren freigiebig wie der Mhanadi und ließen die extra in Aranien bedruckten Geldscheine unter die Tanzenden regnen, wie der Kirschbaum seine Blüten im Zeichen Peraines. Unter den Tanzenden war auch die beste Freundin meiner Mutter, die viel eher ihre Tochter im Gewand meiner Braut gesehen hätte und mit einem minderen Geschenk beim Ausruf sich selbst beschämt hatte. Doch nun zeigte sie Großmut und legte das feurig, rubinere Herz der Erde, gefesselt in lauterem Silber um den nicht minder silberneren Hals meiner Liebsten und versöhnte sich im Tanze mit ihr.
Doch wisse al'Mahmoud neidet uns Sterblichen die schöne Zeit und so vergingen die drei Tage wie im Flug. Doch seine liebliche Tochter bewahrte unsere Freude in ihren Seiten beschrieben mit dem Glück unserer Erinnerungen.
Ich verbrachte die letzte Nacht bei meinen Eltern, wie es die Tradition gebot und lauschte den Erzählungen meines Vaters, von seinem Vater und den Vätern vor ihnen. Traurig nahmen er und meine Mutter mich das letzte Mal in den Arm in ihrem Haus, den fürderhin oblag es mir selbst über meine eigene Familie zu wachen. Am nächsten Tag suchte ich meine geschätzte Schwiegermutter auf und beschenkte sie mit Blumen und Gebäck, hatte sie doch die schönste Blume ihres Gartens nun vertrauensvoll in meine Hände gelegt. Erneut pries ich ihre Erziehung, die meine Frau mit einem Blumenstrauß an Tugenden bedacht hatte und deren Schönheit einem selbst die Götter neideten, als ich dann schließlich mich in mein eigenes Haus begab, in dem ich meine Liebste antraf. Es dauerte nicht lange, und sie schenkte mir das größte aller Geschenke, meinen ersten Spross, einen Sohn, schön und schlau, avesgleich, der nun meinen alten Worten lauschen mag und dessen Glück meins umso reicher erscheinen lässt...

Madan al'Khorasan Gorestani zu seinem jungen Sohn, Mhanadistan, neuzeitlich

@Chephren, @die Galante, @Farmelon, @Horasischer Vagant
In der Erzählung ist eine kleine Hommage an unserer Charaktere/Zeit im Shaya enthalten. Falls euch das stört, gibt mir gerne Bescheid, dann passe ich die Namen an.

P.S.: Eine etwas ausführlichere (wenn auch leider noch nicht vollständige) Ausführung der Bräuche, kann man hier nachlesen

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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 20.01.2020 19:36

@Shirwan Stört überhaupt nicht! :)
Besuche mit Deinem Helden das Shaya´al´Laila in Zorgan (offenes RP)

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Ungelesener Beitrag von Farmelon » 20.01.2020 20:37

Stört mich nicht, aber ich hab auch keine direkte Anspielung auf meine SCs gelesen beim Überfliegen. Gefällt mir!^^

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