DSA4 Firnelfen und Bardoc

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natas666
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Firnelfen und Bardoc

Ungelesener Beitrag von natas666 » 05.12.2019 01:43

Nepolemo ya Dolvaran hat geschrieben:
04.12.2019 23:31
Gerade die Waldelfensippen am Rande der Salamandersteine zögern nicht auf Eindringlinge ohne Warnung zu schießen - der Vergleich hinkt ziemlich und passt vllt besser zu Tsa-Geweihten.
Da hast du natürlich recht. Im Übrigen diskutiere ich hier nicht, um argumentativ zu gewinnen, sondern hoffe auf ertragbringende Lektüre. Hier habe ich schon viel über die Elfen gelernt und hoffe, dieses Wissen eines Tages im RP einsetzen zu können.

Zum Thema
Übrigens wurde das Konzept schon lange vor ALuT erfunden. Es gab davor schon eine Spielhilfe, und zwar "Dunkle Städte, Lichte Wälder", wo sehr viel nicht direkt gesagt und in Regeln gefasst, sondern in aventurischen Zitaten aus sehr unterschiedlichen Quellen beschrieben wurde. Ich fand das sehr ansprechend, aber offenbar hat es viele Elfenspieler ratlos zurückgelassen, wie sie ihren Elf nun "richtig" spielen "müssten", was dazu führte, dass in ALuT ausführlich versucht wird, das Konzept irgendwie zugleich verständlich aber nicht spielbehindernd zu machen.
Ja, diese Spielhilfe (Dunkle Städte, Lichte Wälder) habe ich in meinem Besitz (so zwecks haben oder sein oder mein Schatzzz ;-)), wo die provokante These, die ich selber immer verteidige, aufgestellt wird, dass Elfen in der Regel nur Meisterpersonen sein sollten. Elfen sind selten, und dem sollte das Rollenspiel auch Rechnung tragen. Die Elfen im Rollenspiel sind eine Gratwanderung von Kitsch und Kunst und Kommerz, daher ist die - wenn es schon ein Elf im RP sein muss - individuelle Geschichte des SC entscheidend. Das ist aber nur meine subjektive Meinung. Denn: In Aventurien ist Platz für das Elfenbild aller Rollenspieler!
Badoc ist Gier, Streben, Wollen. Nicht nur Habgier, sondern auch Eifersucht (jemanden für sich haben wollen), Streben auch nach Höher-Weiter-Besser-Schöner-Toller. Nicht zufrieden sein ist badoc.
Badoc ist also die kapitalistische Leistungsgesellschaft :devil: Nein, ernsthaft, ich will hier nicht einen Verweis für OFF-Topic bekommen, ich finde deine Definition erstklassig, du könntest - glaub ich - in der DSA-Redaktion arbeiten. Jetzt beginne ich schön langsam badoc zu erahnen...
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chizuranjida
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Firnelfen und Bardoc

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 05.12.2019 03:29

natas666 hat geschrieben:
05.12.2019 01:43
Ja, diese Spielhilfe (Dunkle Städte, Lichte Wälder) habe ich in meinem Besitz
Dann brauchst du ALuT absolut nicht, außer du willst alle NPCs und ein paar kleinere Neuentwicklungen dorther kennenlernen, zB Oblarasim nach dem Goldrausch. Aber was Badoc ist, wie Elfen drauf sind, das hat sich an sich nicht geändert zwischen diesen beiden Spielhilfen.
natas666 hat geschrieben:
05.12.2019 01:43
Elfen sind selten, und dem sollte das Rollenspiel auch Rechnung tragen.
Waldmenschen und Utulus sind noch seltener, meine ich. Sollten die deswegen auch unspielbar sein? Gleiches Problem bei Fjarninger, Trollzackern, ...

Ich finde eigentlich, dass das Badoc-Prinzip Elfenspielern eine wunderbar einfache Möglichkeit bietet, wenn man sich mal bewusst macht, dass Badoc zwar für Elfen schlimm ist, nicht aber für Spieler.

Der völlig unschuldige Wildnis-Elf, der einer Heldengruppe begegnet und dadurch so badoc ist, dass er seine Sippe für immer verlassen muss - der geht doch mit der Heldengruppe mit. Er hat ja sonst keinen. Und auch sonst keine Aufgabe.
Er kann niemals zurück, das würde seine Sippe mit badoc anstecken.
Man braucht also nicht für jedes einzelne Abenteuer einen Grund zu finden, warum der da mitgeht und nicht zurück zu seiner Sippe reist - er kann ja gar nicht zurück.
Das ist unglaublich bequem. Als unschuldiges Naturkind, das von Geld und Gegenseitigkeit keine Ahnung hat, Käse und Herbergszimmer widerlich findet, und all das, kann man ihn immer noch spielen.
Aber er ist ab da Abenteurer, weil das alles ist, was ihm bleibt. Und damit in die meisten Abenteuer ganz gut zu integrieren.
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 05.12.2019 08:51

Das Elfen den Geruch von gegorenem nicht ertragen können, ist gerade bei Au- und Waldelfen eine absolut bescheuerte lebensferne Setzung. Die damaligen Autoren waren offenbar noch nie in einem Urwald oder an einem unbegradigten Flussufer. Oder auch nur an einem Strand, wo Seetang rumlag. Und über die "Unfähigkeit Geld und Besitz" wurde auch schon oft genug diskutiert. Die Waldelfen sehen den Wald durchaus als ihr Revier an und verjagen oder töten "Eindringlinge". Sie mögen das nur in grösseren Gruppen notwendige Konzept von Geld nicht kapieren (weil sie es in ihren kleinen Sippen nicht brauchen), aber Besitz kennen sie durchaus. Und von Eifersucht frei sind sie auch nicht, es sind ja keine besseren Menschen. Aber das ist ja nur eine Tangente...
Wenn ein Elf badoc wird, dann bekommt er durchaus regeltechnische Nachteile - er verliert nämlich die Fähigkeit zum Salasandra mit seiner Sippe. Ich finde die Setzungen aus aLuT daher großteils unglücklich und nur für arrogante, abgehobene Meisterpersonen tauglich, nicht aber für eine funktionierende, in der Natur lebende Gemeinschaft, die spielbare Helden hervorbringt, die auch mit anderen Rassen können. Ich finde es daher praktikabler, wenn man Badoc regeltechnisch erst ansetzt, wenn aus dem Sein und Streben eine schlechte EIgenschaft wie z.B. Goldgier, Rachsucht, Arroganz etc. wird.Wenn man schon das Salasandra in Regeln faßt und als GP-werten Vorteil an Kultur oder Profession klebt, dann sollten Spieler auch die Möglichkeit haben, es zu nutzen, ohne sich dem Spiel mit anderen Rassen zu verweigern.
Dreck vorbeischwimmen lassen

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