Borbarads Söldner

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Rastan
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Borbarads Söldner

Ungelesener Beitrag von Rastan » 09.07.2019 22:13

Hollo!

Kurze Vorgeschichte meinerseits:
Ich habe in den 1990er Jahren DSA gespielt und lese mich jetzt nach längerer Abstinenz wieder in Aventurien ein.
Da ist ja einiges passiert, seit der gute Kaiser Hal verschwand und Reichsverweser Brin die Schwarzpelze geschlagen hat.
Mittlerweile habe ich mir einen einen groben Überblick über die größeren Ereignisse bis zum Sternenfall verschafft.

Was bleibt sind Detailfragen, die mich interessieren. Ich habe daher beschlossen meine lieben Forumskollegen damit zu löchern.

Hier meine ersten Fragen:

Wer waren die Söldner Borbarads als die Invasion begann?
Geheimnisvolle Riesländer? Heerhaufen die von Schergen Borbarads unter falschen Vorwänden in die Schlacht geführt wurden?
Gibt es dazu kanonisches Wissen?

Dank und Gruß vom großen Fluss,
Rastan

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chizuranjida
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Borbarads Söldner

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 09.07.2019 22:20

Ein paar zusammengetrommelte Ostküsten-Banditen, die sonst dazu dagewesen wären, Heldengruppen am Wegesrand aufzulauern, und 2W20 Alt-Answinisten aus irgendeiner Kerkerfestung. Der Rest: redaktionell für vorhanden erklärt. Als Bösewicht hat man halt Söldner. (... die auch bei mieser Proviantlage und mitmarschierenden Untoten niemals desertieren würden.)

Möglicherweise hast du da ein Fass aufgemacht.

Willkommen zurück übrigens. :6F:
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Denderajida_von_Tuzak
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Borbarads Söldner

Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 09.07.2019 22:59

Aus die Schwarze_Horde kannst du dir ein bisschen was zusammenreimen...

Wenn Söldner nicht einfach so aufpoppen sollen, kommt man möglicherweise auf ein Konglomerat aus
- Söldnern, die im Khomkrieg sehr wahrscheinlich auf alanfanischer Seite kämpften, bspw. Stian Zornbrecht
- Söldnern, die im Khomkrieg eher auf novadisch-khunchomer-bornischer Seite kämpften (wahrscheinlich in Fasar und Khunchom rekrutiert)
- Söldnern und Milizen, die im mittelreichischen Bürgerkrieg auf answinistischer Seite kämpften (nicht nur die in Rulat inhaftierten anführer)
- Söldnern aus dem Svelltschen (nach dem Orkensturm vor den Orks geflohen)
- Söldner/ehem. Widerstandskämpfer/ehem. Reichstruppen aus Maraskan
- möglicherweise enttäuschte Goldsucher aus Nordaventurien
- kleinere Söldnergruppen aus Brabak und dem Rest von Südaventurien
- kleinere Söldnergruppen aus dem Bornland (v.a. Festum), bspw. Ingolf Notmarker
Zuletzt geändert von Denderajida_von_Tuzak am 09.07.2019 23:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Esgaroth
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Borbarads Söldner

Ungelesener Beitrag von Esgaroth » 09.07.2019 23:30

Ich würde auch Truppen aus den tulamidischen Staaten nicht außen vor lassen. Da geht man ja mit Dämonen und Magie oft recht entspannt um. Zumal man ein gewisses Reservoir an sachlichen und materiellen Altlasten annehmen kann und man spätestens auf Maraskan einen Dämon im Berg hat, der nicht nur sprichwörtlich Gold scheißt.

Aber klar war das damals weniger Hartwurst sondern mehr 'Bob braucht eine Armee... Söldner !'

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chizuranjida
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Borbarads Söldner

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 10.07.2019 00:31

Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
09.07.2019 22:59
Söldnern, die im Khomkrieg sehr wahrscheinlich auf alanfanischer Seite kämpften, bspw. Stian Zornbrecht
Warum? Bzw, was haben die in der Zwischenzeit gemacht? Wieso sind sie nicht entweder als Veteranen mit Aussicht auf gutbezahlte Posten nach Al'anfa zurückgekehrt, oder als Kriegsgefangene in einem khunchomer Bergwerk verreckt?
Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
09.07.2019 22:59
Söldnern, die im Khomkrieg eher auf novadisch-khunchomer-bornischer Seite kämpften
Haben da Söldner in größerer Zahl mitgekämpft? Wäre mir neu. Und auch da stellt sich die Frage, was sie in der Zwischenzeit getrieben hätten, also, wo Borbi sie abholt (und abtransportiert), abwirbt (und also ein besseres Angebot machen muss als wer?).
Esgaroth hat geschrieben:
09.07.2019 23:30
Ich würde auch Truppen aus den tulamidischen Staaten nicht außen vor lassen.
Das ist auch nicht so einfach, weil die Helden im Zuge der Kampagne ja recht viel dort rumlaufen und einige einflussreiche NSCs dort auch früh von der ganzen Sache erfahren und nach Kräften gegensteuern.
Mindestens müssten die Helden erfahren können, dass irgendwer dort alles anwirbt was Beine hat, und sich dahinterklemmen können, was vor sich geht. Das ist aber nunmal nicht vorgesehen.

Es ist aber auch einfach so, dass diese denkbaren "Exoten-Söldner" in größeren Kontingenten in der Kampagne nicht auftauchen, soweit ich mich erinnere. Die müsste der Meister dann erst einbauen und entsprechend erwähnen, wenn eine Schlacht ansteht, die Helden spionieren oder irgendwas. Mit dem ganzen Rattenschwanz der dranhängt, eben dass die Helden vielleicht versuchen werden, zB bei der Kor- oder Phexkirche in Fasar Stimmung gegen den mysteriösen Söldneranwerber zu machen, damit sie den Söldnern von dem Kontrakt abraten, oder dass die Helden direkt Anwerber aufspüren, umbringen, Transportschiffe aufbringen oder was auch immer.

Ich kann mich auch an dieses maraskanische Gold nicht erinnern.
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(Meintest du Endurium? Das wird er doch wohl nicht verkaufen? Und wenn, wer würde es von dem kaufen?) Ich fand damals interessant, wem gerade die berühmten tobrischen Silberminen gehörten, so von wegen Truppen bezahlen, aber auch das war kein größeres Thema in den Abenteuern.
Aber wie gesagt, selbst wenn man reichlich Geld hat - was nützt das einem Söldner, wenn er sich im verheerten und verseuchten Land davon nichts kaufen kann? Und wie sehr lockt das noch, wenn man die Untoten und leibhaftige Dämonen marschieren sieht, und ahnt was einem selbst bald blüht? Wie vielen reicht blankes Silber wirklich langfristig, um darüber hinweg zu sehen? Sollte die Rekrutierung nicht irgendwann stocken, wenn sich sowas rumspricht?
Auch das wurde halt nicht groß thematisiert. Bobbele hatte die notwendigen Truppen, und sie waren so motiviert und versorgt wie notwendig, auch ohne Nachschub.

Wenn man das anders haben will, wird man sicher einiges an Arbeit damit haben, und falls die Spieler darauf anspringen, wird man von der vorgesehenen Handlung möglicherweise abweichen müssen.
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Borbarads Söldner

Ungelesener Beitrag von Esgaroth » 10.07.2019 01:08

Naja, das Gold war ja nur Abfallprodukt von dem anderen Zeug, aber wenn er den A********* schonmal hat, könnte er sowas auch anderswo gewinnbringend einsetzen. Zudem, wer sagt denn, daß Borbel etwa nicht
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massiv in Maraskan Gelder der öffentlichen Hand zweckentfremdet hat, um auf dem Kontinent Söldner o.ä. zu bezahlen. Wer soll ihn davon abhalten, Fürst Herdin ?
Aber ja, das mit dem Gegensteuern und Hinterherforschen sollte für die Spieler drinsein. Zumindest plan ich das für meine, wenn 7G in die heiße Phase geht, da ist der genaue Handlungsstrang dann eben nebensächlich. Metaplot ist eh nur ein Vorschlag :P Also ja, muß man einbauen, hab ich aber auch vor.

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Borbarads Söldner

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 10.07.2019 03:21

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Esgaroth hat geschrieben:
10.07.2019 01:08
massiv in Maraskan Gelder der öffentlichen Hand zweckentfremdet hat, um auf dem Kontinent Söldner o.ä. zu bezahlen. Wer soll ihn davon abhalten, Fürst Herdin ?
Ist Maraskan mit dem Dauerkrieg nicht eher ein Geldgrab fürs Mittelreich, wo die ständig reinbuttern müssen, für Sold und Verwaltung? Ist da viel, was man an sich nehmen könnte? Aber selbst wenn: Dann muss er immer noch Werber schicken, die die Leute zusammentrommeln und da hin marschieren lassen bzw schippern wo er sie braucht. Das sollte auch auffallen.

Wenn man versucht, es stimmig hinzubiegen, würde ich tatsächlich in diese Richtung gehen, die du vorschlägst. Mal egal, wo das Geld her ist (direkt von Tasfarelel?), für eine große Söldnerarmee muss er mE in den bevölkerungsreichen Ländern rekrutieren, also Mittelreich und Aranien vor allem. Liebliches Feld ist etwas weit weg. Die tulamidischen Stadtstaaten haben nicht diese Masse, Südaventurien auch nicht, die geben das einfach nicht her.

Ich hatte damals die Vorstellung, dass Bobbele eigentlich das allerletzte Kroppzeug anwirbt. Alles was zwei Beine hat und eine Mistgabel halten kann. Bettler aus der Gosse, landlose Tagelöhner ohne Kampferfahrung, Einarmige, zahnlose Greise, Rauschkrautsüchtige - viele die kein normaler Heerführer als Söldner würde haben wollen.
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Aber er kann sie ja als Untote wiederverwenden, da is egal ob die vorher klapprig waren oder schon ein Arm ab.
Und von der Klientele gibt es vermutlich auch viele Unbedarfte, die bei einem Silbertaler große Augen kriegen und keine Ahnung haben, auf was sie sich einlassen.
Während gelernte, erfahrene und einigermaßen intelligente Söldner (intelligent genug, um Erfahrung gesammelt zu haben und am Leben zu sein) vermutlich skeptischer sein werden, sich besser informieren, und sich hoffentlich eher davon überzeugen lassen, dass es eine blöde Idee ist, da anzuheuern.

Es war natürlich egal, weil bei uns nach Heft gespielt wurde und die Helden daher nicht beeinflussen konnten, wie viele Truppen oder Materialien Borbi woher kriegte.
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Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 10.07.2019 08:34

Rastan hat geschrieben:
09.07.2019 22:13
Wer waren die Söldner Borbarads als die Invasion begann?
Geheimnisvolle Riesländer?
Die Idee finde ich eigentlich interessant. Ich habe selbst die G7 durchlitten (Ich mag Eisenbahnen nicht, der damalige Meister schon) und später auch ein wenig in Rakshazar bzw. dem Riesland geleitet. Riesländische Söldner, durch irgendwelche Dimensionsportale und Grauenspforten marschieren hätte was. Viele davon ließen sich allein durch eine vernünftige Stahlwaffe und Plünderungen motivieren. Vielleicht eine Legion aus befreiten Sklaven die sich gegen ihre Trollischen/Agrimschen oder Amhasischen Herren auflehnten und ihrem Messias Borbarad in den Westen folgen. Dazu eine Elitegarde über 2 Schritt Großer Broktar (Halbtrolle) mit Besessenen Klingen, ein paar Agrimsche Höllenmaschinen, unterworfene Marus und so weiter. Das hohe Magienieveau im Riesland dass theoretisch erlaubt dass dämonen auch einfach mal so vorbei schauen zur rechten Zeit dürfte dafür sorgen dass diese Barbaren keinerlei probleme haben an der Seite von Untoten oder Dämonen zu stellen, weil das halt göttliches Kroppzeug ist dass sie eh schon kennen. Hat halt den Nachteil dass das sämtliche Komunikation mit Borbis Schergen erschwert weil von denen kaum wer Aventurische Sprachen spricht, aber hey Sprachbarrieren werden meines Gefühls nach eh zu wenig tematisiert.
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Borbarads Söldner

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.07.2019 08:50

Die Söldner vom Borbele waren in den Abenteuern hochdisziplinierte Kämpfer, die etwa mit einem Pikenwall ganz profan den amazonischen Reiterangriff gestoppt haben. Soweit ich mich erinnere, kamen viele angeblich aus Maraskan. (Macht zwar keinen Sinn, weil es da eigentlich kaum mittelreichische Desertere gab, Haffax da seine Komturei hochzieht, wofür genug Überläufer dableiben müssen, und die Maraskaner im Anschluss als die Resistance par excellence hochgelobt werden... aber egal... man spielt die G7 nicht deswegen, weil sie Sinn macht.)
Eigentlich müsste das Sammeln und Ordnen eines so großen Heeres im kleinen Aventurien immens auffällig sein. Wenn man da mit Plausibilität rangeht, muss man schnell die ganze Kampagne aufbohren, das wäre eine Riesenarbeit. Warscheinlich ist es besser man sagt: Er hat die halt. Er hat sie wo angeheuert, wo ihr euch nicht umgehört habt. Es ist ja eine ganz wichtige Sache - ohne genug Stormtooper kann es keine epischen Massenschlachten geben, wo das Reichsheer mal wieder nutzlos verreckt. (jaja, das Fass ist auf... :oops: )
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Skalde
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Borbarads Söldner

Ungelesener Beitrag von Skalde » 10.07.2019 09:30

Am plausibelsten erscheint mir, dass Borbarad die Söldner einfach in ganz Aventurien angeheuert hat. Er hat halt ein Rekrutierungsnetzwerk von treu ergebenen Borbaradianern aufgebaut, die mit Versprechungen, Beherrschungsmagie und viel dämonisch gewonnenem Gold Leute angeheuert haben. Söldner von bestehenden Einheiten abwerben, einzelne Soldaten zur Desertion ermutigen, Tagelöhner anlocken und Räuberbanden zusammentrommeln. Gerne auch unter Zuhilfenahme von Beherrschungsmagie und Illusionen, wozu ist man schließlich Magier? Angenommen, Es gibt 40 solcher Agenten in ganz Aventurien. Wenn jeder von denen von 1016 bis 1019 20 Kämpfer rekrutiert, hat man schon mal 800 zusammen, ohne dass es vermutlich allzu auffällig ist. Den Rest kann man mit klassischen Söldnereinheiten, Piraten oder der gefangenen Mannschaft aufgebrachter Schiffe auffüllen.

Sobald man einen Kern von einigermaßen guten Leuten hat, können die den Rest ja drillen. Man sucht sich eine stille Bucht an der maraskanischen Küste, die man mit Illusionen oder Widerwille ungemach unsichtbar macht, und trainiert die Truppe, bis aus der Bande von Schlagetots eine brauchbare Armee geworden ist. Ja, es ist immer noch schwer vorstellbar, so eine große Truppe unbemerkt aufzustellen und zu versorgen, aber die dezentrale Rekrutierung und Blendung der Angeworbenen durch Geld und das Versprechen von noch mehr Geld scheint mir am plausibelsten. Oder sagen wir, am wenigsten unplausibel.
chizuranjida hat geschrieben:
10.07.2019 00:31
Aber wie gesagt, selbst wenn man reichlich Geld hat - was nützt das einem Söldner, wenn er sich im verheerten und verseuchten Land davon nichts kaufen kann? Und wie sehr lockt das noch, wenn man die Untoten und leibhaftige Dämonen marschieren sieht, und ahnt was einem selbst bald blüht? Wie vielen reicht blankes Silber wirklich langfristig, um darüber hinweg zu sehen? Sollte die Rekrutierung nicht irgendwann stocken, wenn sich sowas rumspricht?
Wahrscheinlich wäre das Mittel der Wahl, dass die Söldner halt am Anfang nichts davon mitkriegen. Da hängen sie in ihrem Lager rum, werden gut bezahlt, und von den Untoten ist noch nichts zu sehen. Vielleicht fanden sie die Dämonen unheimlich, aber dann haben sie (vielleicht auch bei den ersten Kaperungen mittelländischer Schiffe) gesehen, was für eine Unterstützung die Viecher sein können, und sich gedacht: "Na, ich bin froh, auf unserer Seite zu sein und nicht auf deren."

Ab dem Einmarsch in Tobrien ist man dann erst mal im Siegesrausch, wenn Stadt auf Stadt fällt und man nach Belieben plündern, vergewaltigen und brandschatzen kann. Natürlich wird es gruselig, sobald die Untoten auftauchen und immer mehr werden; die Bezahlung ist wahrscheinlich nicht mehr so gut, weil Xeraan alles an sich rafft, und viele fragen sich, worauf sie sich da bitte eingelassen haben - aber jetzt ist man im Feld, Deserteure werden vermutlich von Dämonen aufgespürt und zur Abschreckung in den endlosen Heerwurm eingereiht, und einige ihrer Kameraden haben entdeckt, was ein Dämonenpakt für Vorteile bringt. Söldner sind meist recht opportunistisch, also werden sie wohl einsehen, dass sie hier einfach weitermachen müssen. Die meisten wünschen sich vermutlich weit weg, trauen sich aber nicht, diesen Gedanken auch nur auszusprechen. Und um Frischfleisch muss man sich an dem Punkt wohl keine Sorgen mahr machen. Im Dreißigjährigen Krieg haben sich auch viele, die alles verloren hatten, aus nackter Verzweiflung den Landsknechten angeschlossen, weil sie nicht verhungern wollten. Klar, kein gutes Material, aber ein paar werden zu brauchbaren Kämpfern werden, und der Rest kann als Schwertfutter dienen und danach als Zombie recycelt werden.
"Bringt das Schiff in Position! Stellt es senkrecht!"

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Denderajida_von_Tuzak
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Borbarads Söldner

Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 10.07.2019 11:48

chizuranjida hat geschrieben:
10.07.2019 00:31
Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
09.07.2019 22:59
Söldnern, die im Khomkrieg sehr wahrscheinlich auf alanfanischer Seite kämpften, bspw. Stian Zornbrecht
Warum? Bzw, was haben die in der Zwischenzeit gemacht? Wieso sind sie nicht entweder als Veteranen mit Aussicht auf gutbezahlte Posten nach Al'anfa zurückgekehrt, oder als Kriegsgefangene in einem khunchomer Bergwerk verreckt?
Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
09.07.2019 22:59
Söldnern, die im Khomkrieg eher auf novadisch-khunchomer-bornischer Seite kämpften
Haben da Söldner in größerer Zahl mitgekämpft? Wäre mir neu. Und auch da stellt sich die Frage, was sie in der Zwischenzeit getrieben hätten, also, wo Borbi sie abholt (und abtransportiert), abwirbt (und also ein besseres Angebot machen muss als wer?).
- Es gab (exalanfanische und novadische) Söldner, die nach 1010 noch im Szintotal marodiert haben
- 1012 wurde die mengbiller Herrschaft über Port Corrad abgelöst, die beteiligten Söldner werden kurz danach neue kontrakte Suchen (oder rumräubern)
- Borbarad rekrutiert ab 1016; das sind also 3-5 Jahre die überbrückt werden müssen

laut Wiki war an der ersten Borbaradianerschlacht (Seeschlacht_von_Andalkan) u.a. Söldner vom "Schwarzen Bund des Kor" (Alanfa, unter Kommando von Zornbrecht und wahrscheinlich offiziell von Galotta angworben), Maraskaner und Piraten aus Charypso (Vrak, Xeraan) beteiligt, dazu zwei (ehemals) mittelreichische auf Maraskan stationierte Regimenter und aus dem lieblichen Feld geflohene Galahanisten (die möglicherweise auch noch Truppen mitgebracht haben).

Andwari
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Ungelesener Beitrag von Andwari » 10.07.2019 17:57

In aventurischem Maßstab sind schon die handvoll Regimenter an "Söldnern", die Borbarad für die Invasion gesammelt hat (d.h. 2-3tausend) eine bedeutende Menge - die monatelang auf Andalkan hocken sollen, ohne dass sie jemand vermisst? Wenn etwa 2000 z.T. fragwürdige Truppen des bekannten Reichs Al'Anfas den ganzen Süden im Khomkrieg aufmischen konnten und die größeren Reiche das interessiert beobachteten - wie kann dann einfach eine solche Größenordnung vom Schirm aller Beteiligter verschwinden?

Das inklusive aller Logistik, die gute Söldnereinheiten einfach brauchen - von Nahrungsbeschaffung bis hin zum Winterlager oder eigenen Sattlern?

Insbesondere im Mittelreich müsste eigentlich gerade gesteigerter Bedarf für Söldner sein - man hat sich nämlich im Dritten Orkensturm etwas blöd angestellt und tausende Soldaten/Söldner verschlissen, die ersetzt werden müssten, weil man ja 1018 BF nicht weniger Aufgaben für die hat als 1008 BF: Nebelstein, Orkenwall, Silkwiesen ... massig Jobs als Gardesoldat frei - und wenn die Aufgabe der bisherige Dorfbüttel erfüllen soll, ist dessen Posten nachzubesetzen. In Al'Anfa sieht es nach dem etwas länger zurückliegenden Krieg ähnlich aus: viele Söldner sind in der Wüste geblieben, Al'Anfa hätte aber noch Geld um gut zu zahlen und müsste seine Biremen, Plantagen und Aussenposten schützen, ganz zu schweigen vom Silberberg.

Leta
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Ungelesener Beitrag von Leta » 10.07.2019 19:53

In meinem Aventurien kann man in der Zivilisation, genügend Barschaft vorausgesetzt, überall Söldner anwerben. Natürlich nicht unbegrenzt, aber wenn man das breiter streut fällt das auch nicht wirklich auf. Und Borbarad hat ja seine Anhänger auf verschiedene Weise kontaktiert und instruiert.

Ich sehe auch kein Problem wenn man vorher Gerüchte hört das verschiedene Leute, mit offensichtlich größeren Finanziellen Möglichkeiten, scheinbar Söldner anheuern. Nichts Greifbares oder Zusammenhängendes, sondern nur vage Gerüchte.

Denderajida_von_Tuzak
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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 10.07.2019 20:27

sehe ich ähnlich wie Leta. Wenn Stian ein, zwei Kompanien vom schwarzen Bund aus Al'Anfa mitbringt, Galotta (als Magister der Universität) ein Expeditionsschiff ausrüstet und 20, 30 Söldner anheuert, die Galahanisten mit zwei, drei Schiffen samt Besatzung (u.a. je 20-25 Bordsöldner) aus Kuslik entkommen, in Brabak, Fasar, Khunchom, Festum, Uhdenberg, Perricum, Zorgan u.s.w. Strohleute jeweils Gruppen von 10-20 Mann anheuern und nach Andakan verschippern, ein wesentlicher Teil der Piraten aus Charypso (mit einer zweistelligen Schiffszahl) sich dem Vorhaben anschließt, dann kommen da schnell mal 1500-2000 Mann zusammen. Nimm dazu die übergelaufenen mittelreichischen Kommandeure, die ihren Leuten den ersten Einsatz einfach befehlen können (in der Seeschlacht werden die problemlos mitmachen, das geht ja nicht gegen das Mittelreich), und du bist bei den Truppenzahlen mit denen die Invasion in Tobrien angefangen hat.

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Ungelesener Beitrag von Leta » 10.07.2019 20:36

Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
10.07.2019 20:27
Galotta (als Magister der Universität) ein Expeditionsschiff ausrüstet und 20, 30 Söldner anheuert,
Und wenn er 100 Söldner mitbringt mag das in der Rückschau auffallen aber in der Situation selber ist das durch übertriebene Angst vor Piraten erklärt werden(Wenn die Zahl überhaupt öffentlich erfahrbar wäre). Gleiches gilt auch für die anderen Söldnertruppen.

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chizuranjida
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 12.07.2019 02:14

Ja gut, wenn der Zornbrechter und die Galahanisten gleich mit Schiffen voller Kämpfer ankommen, die nicht vom nächstgelegenen Hafen her anreisen, das bringt was, in Punkto Unauffälligkeit.
Dennoch braucht das auf Andalkan versammelte, für aventurische Verhältnisse große Heer weitere Lieferungen. Proviant, Zelte, sonstwas. Irgendwer liefert diesen Proviant an, immer wieder. Man kann das, wenn man sich Mühe gibt, sicherlich als mittelreichischen Heerhaufen ausgeben, aber absolut geheim, das ist schon schwieriger.

Aber dabei bleibt es doch auch nicht für immer. Sobald der Krieg begonnen hat, muss es doch Verluste geben. Okay,
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die Toten werden recycled
, aber man lässt auch Besatzungen in eroberten Festungen zurück und sowas. Ein paar desertieren vielleicht doch sobald sie können.
Wenn man gute, geübte Söldner will, muss man dann nicht nach-rekrutieren?
Und selbst wenn sie mit zwangsrekrutierten Tobriern auffüllen, brauchen sie doch eigentlich noch Nachschub an Essen, Pferden und diversem Krams. Was in den Abenteuern aber eben auch alles keine Rolle spielt.
Oder andersrum, wenn man sagt:
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Die brauchen keinen Nachschub, dann haben sie halt nur noch 3W20 Lebende und den Pikenwall machen die Untoten, dann könnten daraus doch auch andere Taktiken folgen (Wir erschießen den Nekromanten und die Untoten geben die Formation auf?).
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Baal Zephon
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Borbarads Söldner

Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 12.07.2019 07:57

Es gäbe so viele möglichkeiten der Versorgung die man bei sowas als erklärung hernehmen kann. Natürlich Highest Magic und wenig fürs teilweise "Bodenständige" Aventurien geeignet, aber Hey Big B. ist ein Leibhaftiger (Halb)Gott auf Deren der eh macht was er möchte.
Zum beispiel:Tiefseekarawanen unterseeischer Völker die den Erwählten der Herrin der Nachtblauen Tiefen zuliefern und sie mit Eisen und Nahrung versorgen können.
Oder Chtalnogi die sehr schmackhaftes Fleisch produzieren (Spezialisierte Schweinefleisch Varianten) oder oder oder, da bietet Magie genug möglichkeiten wenn man heftig genug mit den Händen wedelt.
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Andwari
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Borbarads Söldner

Ungelesener Beitrag von Andwari » 12.07.2019 15:40

In der Kampagne führt Borbarad mit seinen Söldnern jahrelang Krieg (und seine Nachfolger setzen das fort), ohne jemals Themen wie Moral, Versorgung, Transport, Informationsübermittlung usw. zu thematisieren - das funktioniert bei den Bösen einfach und die Guten kriegen das nicht zu Gesicht, können also da auch nie stören.

Sobald möglich geht bei DSA der Zoom auf das 5er-Grüppchen, genannt Heldengruppe - ein anderer taktischer oder gar strategischer Maßstab ist schlicht nicht vorgesehen oder so simplifizierend hingeklatscht, dass man geneigt ist, Regelvorschläge wie die EW-Seekampfregeln o.ä. lieber zu ignorieren.

Benutzer 20855 gelöscht
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Borbarads Söldner

Ungelesener Beitrag von Benutzer 20855 gelöscht » 15.07.2019 23:07

Ich stelle mir das ähnlich vor wie der Skalde.
Ich denke da an Randall Flag in Steven Kings, the Stand.
Er erscheint allen die böse und selbstsüchtig genug sind, alle Entäuschten, alle die sich hintergangen oder betrogen fühlen, alle die meinen ihnen stehe mehr zu..

Erst in Träumen, Visionen, die Stimme im dunklen. Umso konkreter alles wird, umso mehr nimmt Borbarad bei denen Gestalt an. Macht Versprechungen von Geld? Sicher, viele wollen Geld.
Aber auch von Macht, der Kaiser, was tut der denn für dich? Die Götter? Was habe die je für dich getan? Ihre Segen? Was haben die dir denn gebracht?

Wir erheben und, gegen deren Unterdrückung! Wir bringen dir bei Magie zu benutzen, die Magie, die Sie dir vorenthalten.. Wir geben dir Kraft/Macht/Gold/Anerkennung/den Titel/ Das Land was du begehrst..

Ja wir alle müssen Opfer bringen!
Es wird erst schlimmer, bevor es besser wird.
DIE zwingen uns doch dazu!! Wir wollen die Menschheit nur ins goldene Zeitalter bringen.. usw. bla bla...

Die müssen vermisst werden? Ja sicher, der Graf/Baron von xx meldet sich nicht mehr.
Was ist da los? Merkwürdig.. Ausgeflogen.
Hat seine 100 Reiter mitgenommen.
Hmm Geschäfte im Norden.

Die Überfälle am Dunklen Pass haben vor 2 Jahren aufgehört.. einfach so.. als wäre die Räuberbande verschwunden.

Hier, das Zimmer von Meister Eretrin, er war eh immer so zurückgezogen, dann brach er zum großen Konvent auf und Kam nicht zurück.

Auf Maraskan ist wohl fast alles übergelaufen. An Orten wie Al‘Anfa, Mengbilla, Tulamidenlande wo einzelne reiche Personen oft viele Leute haben fällt es vielleicht noch weniger auf.
Wenn ein Reicher Händler seine Söldner verlegt, fällt das vielleicht niemandem
auf..

Und wie schon erwähnt wurde, im Kampfgebiet, haben sicher viele keine Lust mehr. Dann gibt es Päkte, Gold, Versprechungen..
Und viele der Zweifler werden wohl als Zombies und Versuchsobjekte enden.

Das Borbarad 5 Jahre Zeit hat, sehe ich von Vorteil.
Viele sind vielleicht erst auf die letzte Sekunde los, damit es keiner merkt..


Ach ja, Versorgung.. mit Verbündeten in Al‘Anfa, Aranien, Bornland.. mit vielen Answinisten, da wird es schon möglich sein, Korn und andere Güter aufzutreiben... nicht vergessen, bald beginnt eh das goldene Zeitalter, wenn die Kornfelder alle dir gehören...

Benutzer 20855 gelöscht
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Borbarads Söldner

Ungelesener Beitrag von Benutzer 20855 gelöscht » 15.07.2019 23:13

„Informationsübermittlung“

Naja, da muss ich wirklich schmunzeln..

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 15.07.2019 23:17

@Nico211 : Wenn das so funktionieren sollte, dann würde es eigentlich eher eine "Sizilinische Vesper" geben als eine Invasion der Verdammten. Ausserdem: Die Enttäuschten, Missgünstigen etc. geben ganz miserable Gefolgsleute ab, da die meisten Missgünstigen und Enttäuschten vor allem egoistisch sind. Eigentlich brauchte es Begeisterte... die wissen, dass sie auf der Richtigen Seite stehen und für Das Gute und Den Erlöser kämpfen. Aber da stört dann wieder das ganze Untotenkroppzeg und die toxisch verstrahlenden Dämomen. Ist halt irgendwie unrund.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer 20855 gelöscht
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Borbarads Söldner

Ungelesener Beitrag von Benutzer 20855 gelöscht » 15.07.2019 23:28

Nun, das Joch der Götter abschütteln?
Unsterblichkeit erlangen?
Wir machen dich unbesiegbar?
Wir besiegen deine Feinde!
oder im Geiste unserer Zeit:
Wir mischen sie da oben mal richtig auf..
Heute zeigen wir es denen mal richtig!
:-P

Wer aufbricht, um die Herrschaft der „falschen Götter“ zu brechen wird schon motiviert sein..

Benutzer 20855 gelöscht
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Ungelesener Beitrag von Benutzer 20855 gelöscht » 15.07.2019 23:37

"Sizilinische Vesper", das musste ich zatsächlich erstmal googlen. :ijw:

Ja, wäre realistischer, aber da hätte er wohl gewonnen.
Naja, ein wenig muss man es wohl sehen, wie bei einem Kinofilm.
Es KANN nicht 100% realistisch sein, das Leben ist kein Film, weil die guten nicht gewinnen..

Man versucht galt gute Unterhaltung zu bieten, dass muss dann halt Dramaturgisch zusammengehen und irgendwie erklärbar sein. Es wird immer Logikbrüche geben. ;-)

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Na'rat
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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 15.07.2019 23:40

Nico211 hat geschrieben:
15.07.2019 23:13
nicht vergessen, bald beginnt eh das goldene Zeitalter, wenn die Kornfelder alle dir gehören...
Doof nur, dass die Leute vorher schon verhungert sind.
Nico211 hat geschrieben:
15.07.2019 23:13
Naja, da muss ich wirklich schmunzeln..
Was gibt es da zu schmunzeln? Klappt ja beim Mikromanager Borbard, immer. Der plant einen Heerzug um die Welt zu erobern, nebenbei noch die Spähren zu zerschmettern, eine Religion zu gründen, sich die Elite des Reiches zu unterwerfen, die Legatin des Namenlosen links liegen zu lassen, den Göttern eines auszuwischen, mit x-Pakten zu jonglieren, diverse magische Großtaten vollbringen, sich die Dämonenkrone zu unterwerfen, ein Rudel Unsterblicher zu kontrollieren, einen Haufen angeblich total mächtiger Dämonen zu knechten und sich um die drei Straßenschläger aus Honnigen kümmern, unter anderem.

Die Sache passt halt hinten und vorne nicht. Man stampft keine gewaltigen Heere aus dem Boden und keiner merkt was. Dafür ist Aventurien schlicht zu klein.
Borbarad ist halt kein Alexander, der mit einem harten Kern an Elitetruppen, von der Peripherie in das mächtigste Reich der bekannten Welt einfällt, ein paar Provinzgouverneure besiegt, die labile Struktur des Reiches ausnutzt und auf der Welle des Erfolgs weitermarschiert.
Borbarad ist einfach da, weil es der Plot will.
Lieber nicht darüber nachdenken.
Nico211 hat geschrieben:
15.07.2019 23:28
Wer aufbricht, um die Herrschaft der „falschen Götter“ zu brechen wird schon motiviert sein..
Und landet in einem Feldlager, in dem, wenn es überhaupt was zu fressen gibt, alles schlimmer ist als vorher. Früher konnte man nur sterben, Borbarad lässt einen nicht mal diese Option.
Nico211 hat geschrieben:
15.07.2019 23:37
Man versucht galt gute Unterhaltung zu bieten, dass muss dann halt Dramaturgisch zusammengehen und irgendwie erklärbar sein.
Was es eben nicht ist.

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chizuranjida
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 16.07.2019 02:51

Nico211 hat geschrieben:
15.07.2019 23:07
Die müssen vermisst werden? Ja sicher, der Graf/Baron von xx meldet sich nicht mehr.
Was ist da los? Merkwürdig.. Ausgeflogen.
Hat seine 100 Reiter mitgenommen.
Hmm Geschäfte im Norden.
Echt jetzt? Baron Alrik von Alriksheim hat überhaupt erstmal 100 Reiter zusammengezogen? Da müssten der Alrikshusener, der Niederalriksdorfer und die Alriksfurterin sich eigentlich seit drei Jahren (als er angefangen hat, die Pferde dafür zusammenzukaufen und auszubilden) regelmäßig zusammensetzen und sich darüber austauschen, wen von ihnen er wohl wird überfallen wollen.

Und dann zieht er aber friedlich ab (Juhuuu!), auf der Reichsstraße, nach Osten. Durch drei Städte und ein Dutzend Herbergen, wo er überall die Bediensteten zusammenstaucht, dass sie genug Pferdefutter zusammenraufen. Und dann sticht er von Perricum aus in See. Wie übrigens der Herr von Dunkelklamm, die Bösfolderin und der Niederg'meinheimer auch schon. Und das fällt üüüüüberhaupt nicht auf.
Nico211 hat geschrieben:
15.07.2019 23:07
An Orten wie Al‘Anfa, Mengbilla, Tulamidenlande wo einzelne reiche Personen oft viele Leute haben fällt es vielleicht noch weniger auf.
Vielleicht fällt es bei diesen Orten mit im Vergleich zum Mittelreich winziger Bevölkerung aber auch umso mehr auf, wenn da mal ein größeres Kontingent abreist.
Außerdem ist das Argument billig. Wieso sollten gerade aus Mengbilla massig Borbarad-Unterstützer anreisen? (Außer, wenn man zugeben muss, dass sie es aus dem Mittelreich eher nicht unbemerkt tun werden, und sich dann sagt: Mit dem unbespielten und weniger beachteten Mengbilla kann man's ja machen, das wird kein Spieler merken.)
Nico211 hat geschrieben:
15.07.2019 23:07
Ach ja, Versorgung.. mit Verbündeten in Al‘Anfa, Aranien, Bornland.. mit vielen Answinisten, da wird es schon möglich sein, Korn und andere Güter aufzutreiben...
Oron existierte noch nicht, und dass Al'Anfa oder das Bornland Getreide-Überschüsse hätte wäre mir neu. Auch Metallwaren muss zumindest Al'anfa importieren.
Es mag sein, dass Borbi seinen Proviant aus Aranien kriegen konnte. Aber konnte er ihn unbemerkt dorther bekommen? Und selbst wenn er das zeitweise konnte: Sobald jemand dahinter kommt, hat er eine angreifbare Nachschublinie. Die aber in den Abenteuern nicht vorgesehen ist.
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 16.07.2019 09:41

Wenn aus Aranien ein Getreideschiff mit Ziel "Brabak" oder "Alanfa" ausläuft und einen kurzen Zwischenstop auf Andalkan macht, wird das nicht auffallen. Bei einem Schiff mit Sauerkraut oder Kartoffeln aus Festum auch nicht. Und der Fang von einem Dutzend Fischkuttern wird auch ausreichen um 2-3 Tausend Personen zu versorgen. (Andalkan hat ja, im Gegensatz zu Gareth, den Vorteil an einem relevanten Gewässer zu liegen).

Tobrien wird während bzw. kurz nach der Erntezeit erobert - quasi der optimale Zeitpunkt, um direkt vom eroberten Land zu leben, zumindest solange die Mittelreicher keine Taktik der verbrannten Erde anwenden und Bobbele seine Jungs davon abhält alles abzufackeln. Nachschubprobleme sollten eigentlich erst im Nachfolgejahr auftreten, falls zu viele Leute geflohen sind und deren Arbeitskraft nicht ersetzt werden kann.

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Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 16.07.2019 10:14

Mit genug göttlichem Segen geht alles, sei es Fleisch von Mama Calijnaar, oder Fisch und Meeresfrüchte von der guten Gal'k'zuul. Papa Widharcal sorgt gemeinsam mit dem guten Zholvar für die Versorgung mit allerlei Metallwaren. Wo ist denn das Problem?
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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 16.07.2019 13:13

Baal Zephon hat geschrieben:
16.07.2019 10:14
Wo ist denn das Problem?
Das auch derlei Ressourcen kostet. Über die zu reden sich aber erübrigt, da Borbarad ohnehin alles unbegrenzt hat, bis der Plot es anders will.
Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
16.07.2019 09:41
Wenn aus Aranien ein Getreideschiff mit Ziel "Brabak" oder "Alanfa" ausläuft und einen kurzen Zwischenstop auf Andalkan macht, wird das nicht auffallen.
Wenn es leer ankommt schon.
Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
16.07.2019 09:41
Und der Fang von einem Dutzend Fischkuttern wird auch ausreichen um 2-3 Tausend Personen zu versorgen.
Was, für aventurische Verhältnisse, schon enormer Aufwand ist.

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Ungelesener Beitrag von Overator » 16.07.2019 15:42

Na'rat hat geschrieben:
16.07.2019 13:13
Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben: ↑
16.07.2019 09:41
Wenn aus Aranien ein Getreideschiff mit Ziel "Brabak" oder "Alanfa" ausläuft und einen kurzen Zwischenstop auf Andalkan macht, wird das nicht auffallen.

Wenn es leer ankommt schon.
Sofern es tatsächlich nach Brabak oder Al'Anfa weitersegelt und das nicht nur als vermeintliches Ziel beim Hafenmeister des Ausgangshafens angibt.


Die Rekrutierung sehe ich tatsächlich unkritischer, einerseits macht Kleinvieh auch Mist und andererseits kann man auch auf verschiedene Weisen locken. Die einen mit Gold, die anderen mit Rache gegen Reich/Graf/usw xyz. Und versprechen kann man ja auch viel, die meisten werden das nach den ersten Schlachten eh nicht einfordern können.
Zudem muss auch nicht jeder Werber sagen: "Hey willst du nicht für einen mehrfachen Paktierer wider die göttliche Ordnung kämpfen?".
Man kann auch unter falschen Vorwand aufstacheln, sich als Werber für einen Baron oä ausgeben, man lässt einen Haffax, einen Notmärker oder auch Baron Schnuffeltuff aus Hintertupfingen, mit dem man zusammenarbeitet, Teile anwerben lassen.

chizuranjida hat geschrieben:
10.07.2019 03:21
Und von der Klientele gibt es vermutlich auch viele Unbedarfte, die bei einem Silbertaler große Augen kriegen und keine Ahnung haben, auf was sie sich einlassen.
Während gelernte, erfahrene und einigermaßen intelligente Söldner (intelligent genug, um Erfahrung gesammelt zu haben und am Leben zu sein) vermutlich skeptischer sein werden, sich besser informieren, und sich hoffentlich eher davon überzeugen lassen, dass es eine blöde Idee ist, da anzuheuern.
Intelligenz/Informationen schützen nicht automatisch vor Geldgier, deshalb funktionieren nach wie vor Betrugsmaschen im Internet. Häufig kommt da ja auch der Gedanke, mich trifft das nicht oder ich bin schlauer^^
Zu Maraskan, das ist zwar ein Geldgrab fürs MR aber vllt genau wegen der Korruption, Geld das "umgeleitet" wird. Möglicherweise sind die Ausgaben ja auch erst die Jahre vor Bobo sukzessiv gestiegen...


Problematisch sehe ich da tatsächlich die Versorgung, sowie langfristig auch die Moral (wobei ich die bei einer Siegessträhne tatsächlich vernachlässigen würde), besonders nachdem Dark Bobo weg ist.
Zudem sollte man in der Spielwelt schon auch mal bemerken, dass die Söldner x oder die Banditen y fort sind etc. Die Gründe dafür mögen ja offen bleiben, aber auch wenn man es nicht groß zur Kenntnis nimmt, sollte doch immer mal wieder auffallen, dass da jemand fehlt ;-)
"Ich glaub ich hau dir mal ein paar aufs Maul."
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Denderajida_von_Tuzak
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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 16.07.2019 18:16

Na'rat hat geschrieben:
16.07.2019 13:13
Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
16.07.2019 09:41
Wenn aus Aranien ein Getreideschiff mit Ziel "Brabak" oder "Alanfa" ausläuft und einen kurzen Zwischenstop auf Andalkan macht, wird das nicht auffallen.
Wenn es leer ankommt schon.
Aber nur, wenn die in A (bspw. Al'anfa) auch wissen, dass es in XYZ (bspw. Zorgan) Korn geladen hat, um es nach A zu bringen. Ansonsten ist es einfach ein Schiff das in den Hafen einläuft... aber rein wirtschaftlich wäre es schon sinnvoller, in der Nähe von Andalkan neue Fracht aufzunehmen.

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