DSA4 Ritter - spielbar machen

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
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Darjin
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Ritter - spielbar machen

Ungelesener Beitrag von Darjin » 14.01.2019 08:06

Ich spiele gerade mit dem Gedanken eine eigene Profession "Ritter" zu bauen um ihn einigermaßen konkurrenzfähig zu machen. Ein Spruch den ich hier öfter lese ist in etwa "Ritter ist ein High-SO-Sozializer mit guten Grundlagen im Kampf". Daran möchte ich mich etwas orientieren ohne ihn komplett gegen Krieger oder Schwertgesellen untergehen zu lassen.

Ideen soweit sind erst mal:

- KEINE AA-Krieger
- Verpflichtungen aus dem Paket heraus lösen (eher weniger wegen Hintergrund, sondern eher um die Kosten zu optimieren)
- Prinzipientreue bleibt (natürlich)
- adelige Abstammung als Auto-Vorteil (hatte kurz über Amtsadel nachgedacht, aber als Schwertadel steht man doch irgendwie darüber)
- Verbilligungen auf grundlegende Nahkampf-SFs ergänzen
- Großteil der Unterschiede aus "Ritter" und "Ritter alten Schlags" in Auswahlgruppen packen (bspw. "Tanzen oder Zechen +2", "Ringen oder Raufen +3, das andere +1", etc...)

Das Paket wird damit zwar erst mal teurer, sollte aber Kosteneffizienter werden, sobald man das alte RKP+adelig gegen ein entsprechendes RKP+Verpflichtungen vergleicht.

Anregungen und Meinungen sind gerne willkommen.
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Skalde
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Ritter - spielbar machen

Ungelesener Beitrag von Skalde » 14.01.2019 09:09

Darjin hat geschrieben:
14.01.2019 08:06
Verpflichtungen aus dem Paket heraus lösen
Das sehe ich ein bisschen kritisch, da man als Teil der Lehenspyramide nun mal gewisse Verpflichtungen hat. Auch wenn der Ritter/die Ritterin nicht als Erbe des heimatlichen Gutes vorgesehen ist, hat er/sie immer noch die Pflicht, die dort lebenden Menschen zu beschützen, den Familienbesitz zu verteidigen und natürlich in einem Krieg jederzeit an der Seite des Landesherrn bzw. der Kaiserin zu stehen.
Darjin hat geschrieben:
14.01.2019 08:06
Daran möchte ich mich etwas orientieren ohne ihn komplett gegen Krieger oder Schwertgesellen untergehen zu lassen.
Die Aufgabe, die er auf dem Schlachtfeld erfüllt, ist zunächst die der schweren Reiterei, und die dafür nötigen Sonderfertigkeiten bekommt er bereits. Ich stimme dir allerdings darin zu, dass WdH-Standard-Ritter abgesessen erst mal eher mau sind. Linkhand und Schildkampf kriegen sie ja schon, aber Wuchtschlag, Finte, sowie je nach Belieben Ausfall oder Meisterparade würden das Paket an der Stelle praktischer machen.
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CearD
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Ungelesener Beitrag von CearD » 14.01.2019 09:52

Gatsu @ Ritter mit autom. Vorteil Adlige Abstammung

Gatsu hat da echt gute Arbeit geleistet, würde ich mir mal angucken.
Ilarist
Rasputin hat geschrieben:
06.10.2018 18:24
Kurz gesagt sind Elfen in DSA eine Mischung aus Hippie auf LSD und brutalen wilden Barbaren die ohne Probleme auf unbewaffnete schießen.

Darjin
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Ritter - spielbar machen

Ungelesener Beitrag von Darjin » 14.01.2019 11:50

CearD: danke - ich wusste, dass ich einfach nur zu doof war die SuFu richtig zu bedienen und schon irgendwer dieses Problem angegangen ist. Dankenswerterweise sind die Ansätze weitestgehend überdeckend - allerdings würde ich dann gleich noch nen Schritt weiter gehen und die Grauzone zwischen modernen Ritter und Ritter des alten Weges durch verwischen einer klarer Abgrenzung zwischen zwei Gesamtpaketen gleich mit abdecken - und die Form des Dienstverhältnisses(dort via Aufsätze 'erbberechtigt' bzw. 'ungebunden' ) auch nicht in die Prof-gestaltung mit reintragen.

skalde: wenn man solch einen verwurzelten Ritter spielen will (was ich durchaus je nach Szenario nachempfinden könnte) steht es einem immer noch frei wie bei einem ähnlich verwurzelten Schwertgesellen, Höfling oder Krieger den Nachteil "Verpflichtungen" zu wählen. Oder um die Vorzüge aus einer solchen Verwebung mit der Umwelt auch "Verbindungen" zu kaufen. Da es aber im Grunde einem unmöglich machen würde einen fahrenden Ritter zu spielen wenn man dieses Nachteil konsequent mit der Prof verbinden würde (und dank der merkwürdigen Generierungsregeln sich dies zu nachteilig auf die Kosten der Prof auswirkt) ist es eines der großen Anliegen, 'das Ding da raus zu bekommen'.
Nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Kosten-Nutzen-Optimierung bin ich dagegen zu viele Nachteile in eine Prof zu stopfen - Vorteile nimmt man immer gerne mit, aber Nachteile sollten schon eine bewusste Entscheidung sein.
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Skalde
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 14.01.2019 13:50

Das hat weniger mit Verwurzelung oder Fernweh zu tun, sondern damit, dass auch ein fahrender Ritter einen (möglicherweise sogar gesegneten) Lehnseid geschworen hat, der ihn unauflöslich an seinen Landesherrn und indirekt auch die Kaiserin bindet. Also zumindest, wenn das offizielle Lehenssystem noch ansatzweise berücksichtigt werden soll. Die größtmögliche Freiheit hat man als Ritter eigentlich schon, wenn man nicht Erbe des elterlichen Gutes ist (also nur adelige Abstammung und nicht adeliges Erbe hat) und sich somit relativ frei entscheiden kann - außer, der Lehnsherr ruft seinen Vasallen. Dann aber hat man ohne wenn und aber zu gehorchen. Ein Ritter ganz ohne diese Verpflichtungen kann sich dem natürlich entzogen haben, dann würde ich ihm aber "Schlechter Ruf" zumindest in seinem heimatlichen Herzogtum verpassen, da der Bruch eines Lehnseides schon ein krasses Vergehen ist.
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Ritter - spielbar machen

Ungelesener Beitrag von Eadee » 14.01.2019 14:03

Ich würde nach Möglichkeit die Sonderfertigkeiten des Ritters rausnehmen und sie stattdessen verbilligen, dadurch spart man deutlich mehr GP als man in AP dann investieren muss um sie verbilligt zu kaufen.

Adeliges Erbe finde ich auch unpassend, weil ein Ritter typischerweise durch eine Schwertleite in sein Amt kommt und dieses nicht einfach an seine Familie vererben kann (und es dementsprechend auch nicht geerbt haben kann) Amtsadel ist da der richtige Vorteil.

Die Talentboni würde ich weitgehend so lassen, lediglich die Kampftalentboni müssen meiner Meinung nach nicht so hoch sein (7 ist ja der durcschnittliche Gesellen-TaW und es muss auch unterdurchschnittliche Ritter (zB TaW 5) geben, sonst wäre 7 nicht der Durchschnitt. Lieber da die GP drücken so dass man sich Veteran als Vorteil leisten kann wenn man die Talente extrem pushen will.

Dann die Ausrüstung: Dem Ritter standardmäßig aus Pferd und eine leichte Plattenrüstung zuzuschreiben bedeutet dass man ihm einige GP in Besonderem Besitz spart verglichen mit anderen Professionen wie Krieger oder Schwertgeselle.
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Ungelesener Beitrag von X76 » 14.01.2019 15:59

Darjin hat geschrieben:
14.01.2019 08:06
adelige Abstammung als Auto-Vorteil
Auch wenn fast alle Ritter aus einem Adelshaus stammen, ist es nicht zwangsweise nötig. Den korrekten Vorteil "Adelig" oder besser "Ritter" gibt es in DSA 4 noch nicht. Anders als die Kinder von Adeligen (adelige Abstammung) haben Ritter einen echten Adelstitel inne. Im Gegensatz zu den einfachen "Familienadeligen" haben sie einen Platz in der Lehenspyramide, eine Krone, besondere Rechte und dergleichen mehr.

Regeltechnisch sollte man den Vorteil "Ritter" auf jeden Fall wie das adelige Erbe behandeln. Dies hat zudem den großen Vorteil, dass eine "Rittermäßige" Ausstattung (besonderer Besitz) auch gleich gewährleistet ist.

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Ungelesener Beitrag von Jeordam » 14.01.2019 23:19

Ritter nehmen, Verpflichtungen raus, Adlige Abstammung rein, Kinkerlitzchen-Talente um 15 GP kürzen, fertig.

Das Problem am Ritter sind diese vollkommen überteuerten +1, +2, +3, meistens noch mit Aktivierungsfaktor mit drin, die obendrein gerne auch in der Kultur das zweite Mal aktiviert werden.
Von nur mit 0,3 angesetzten Autonachteilen, aber voll zu bezahlenden Pflichtvorteilen abgesehen.

Verpflichtungen gibt es nur gegen Lehenseid - angetretenes Adeliges Erbe. Genau dieser Austausch von gegenseitigen Verpflichtungen ist der Schwur zur Lehensfolge.
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 15.01.2019 09:49

Jeordam hat geschrieben:
14.01.2019 23:19
Verpflichtungen gibt es nur gegen Lehenseid - angetretenes Adeliges Erbe. Genau dieser Austausch von gegenseitigen Verpflichtungen ist der Schwur zur Lehensfolge.
"Der fahrende Ritter hingegen lebt nicht am Hof eines Adligen, obwohl natürlich auch er einem Herrn oder einer Herrin seine Treue geschoren hat." Schild des Reiches, S. 6

Das kann man in seinem eigenen Aventurien natürlich noch mal umgestalten, offiziell ist es aber nun mal so, dass Adel verpflichtet.

Edit: Geschworen natürlich. :oops: Naja, wenigstens konnten sich ein paar Leute drüber amüsieren.
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Ungelesener Beitrag von Andwari » 15.01.2019 16:12

Das "Paket" Ritter ist schlicht dadurch 'schwach', dass notwendige Vorteile nicht automatisch drin sind (AA) und Nachteile (Verpflichtung als Auto-Nachteil) schon.

Ein (nominell teureres) Paket mit enthaltenem AA und herausgenommenem Verpflichtungen, bei dem man dann die Verpflichtungen direkt wieder zukauft , kostet für exakt denselben Inhalt insgesamt einfach weniger GP.

Genau solche Absurditäten mit den Paket-Berechnungen waren ja ein echter Kritikpunkt an 4.1 und für DSA5 ein guter Ansatzpunkt, warum man denn was ändern soll. Der 4.x-Ritter ist dabei zusätzlich durch fehlende AkA (gegenüber anderen sozial hochgestellten Kämpfern), selten einsetzbare aber teure Reiterkampffähigkeiten, viel "TaW+ für GP" - Geplänkel mit schlechtem Kosten-Nutzen-Verhältnis gestraft.

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Lokwai
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 15.01.2019 17:38

Gibt es hier im Forum eine Professionspaket-Kostenliste in der die AutoVor- und Nachteile 1:1 gerechnet sind?
(und das es viele unnütze TAW 1 und 2 Talente bei allen Professionen gibt, gleicht es ja einigermaßen aus - außer bei D Talenten)

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