Wege der Vereinigungen

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chizuranjida
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Wege der Vereinigungen

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 05.07.2018 21:52

Noch eine ganz andere Frage: Der Thread zum Super-Hausdiener ( Aventurien Sucht den Super Hausdiener ) brachte mich auf das Thema Eunuchen. In welchen Kulturen/Gegenden und zu welchem Zweck werden wohl Leute kastriert, und wenn, dann eher als Knaben oder ausgewachsen? (Dass es passiert ist gesetzt: Mautaban.) Man mag da an Haremswächter denken, was aber eigentlich nicht nötig sein sollte, weil es in Aventurien ja kämpfende Frauen gibt, die man zu dem Zweck einstellen könnte.

Ich wüsste sonst keine Quellen dazu und habe mir vorher auch nie groß Gedanken darüber gemacht, aber wo es nun so ein Werk gibt bin ich neugierig: Steht in WdV was dazu?
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
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bluedragon7
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Ungelesener Beitrag von bluedragon7 » 05.07.2018 22:03

Ja, incl Regeln zum Eunuchensein und der Profession Haremswächter.
AT + 17
buntgrauer Phase3-Spieler

Nachricht der Moderation

Moderatorenpostings von mir sehen so aus

Benutzer 20334 gelöscht
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Ungelesener Beitrag von Benutzer 20334 gelöscht » 05.07.2018 22:30

Wir haben uns auch einige Gedanken dazu gemacht, warum Eunuchen gelegentlich die bessere Wahl als Frauen sind, um auf Haremsdamen aufzupassen.
und wenn, dann eher als Knaben oder ausgewachsen
Wohl sehr unterschiedlich. Wie viel wegfällt, kann man über den Nachteil Verstümmelt (Eunuch I/II) festlegen.

Mindergeist
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Ungelesener Beitrag von Mindergeist » 05.07.2018 22:43

Nathan Fürstenberg hat geschrieben:
05.07.2018 20:41
Was hat ihnen denn gefehlt? Was haben Sie von dem Buch erwartet?
Seit wann wird sich denn in einem Forum gesiezt?

Was mir an dem Buch nicht gefallen hat:
1. Die Regeln! Es sind viel zu viele, sie sind dysfunktional, lieblos und langweilig. Das hier sind keine Regeln um das Spiel zu unterstützen sondern Regeln um der Regeln willen. Wenn man sie anwendet, hat man solche Würfelorgien (höhö) dass das Rollenspiel auf der Strecke bleibt.

2. Der Fluffteil: Das Buch ist derart politisch korrekt glattgebügelt dass es wirklich gar nichts mehr gibt, woran sich jemand stören könnte. Leider wurde es dadurch ebenfalls langweilig und generisch. Es gibt keine Ecken und Kanten mehr, keine Eigenheiten und kein Konfliktpotenzial. Und es passt nicht zu Aventurien sondern wirkt wie unpassend übergestülpt. Denn Aventurien ist nicht als politisch korrekte Regenbogenwelt konzipiert und als solche nicht plausibel. Das ist glaube ich das mutloseste Buch dass ich je gesehen habe.

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Halbblut
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Ungelesener Beitrag von Halbblut » 05.07.2018 22:51

chizuranjida hat geschrieben:
05.07.2018 21:52
Man mag da an Haremswächter denken, was aber eigentlich nicht nötig sein sollte, weil es in Aventurien ja kämpfende Frauen gibt, die man zu dem Zweck einstellen könnte.
Im Kulturraum der Novadi sind Harems als auch Eunuchen als Haremswächter vorhanden. Bei den Novadi ist abseits der Blutrache eine kämpferische Profession bei Frauen eher unüblich. Da macht die Kombination aus Eunuch und Haremswächter halt sinn.

Benutzer 20334 gelöscht
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Ungelesener Beitrag von Benutzer 20334 gelöscht » 05.07.2018 22:59

In DSA4-Büchern wurde der Leser gesiezt. Das finde ich eine gute Tradition. Halte ich in meinen Foren auch so. In den neuen DSA5-Werken bin ich bereit für ein Abweichen von dieser Regel.

Die Regeln betreffend: Lassen Sie sie einfach weg. Es sind Fokusregeln. Insbesondere, da sie ein Typ 1-Spieler sind (meine Interpretation). Allgemein ist es aber selbstredend nicht gut, sich Bücher mit Inhalten zu kaufen, die einen nicht gefallen. Das Regeln enthalten sind, war bekannt.

Ihren zweiten Punkt verstehe ich nicht. Wollen sie quasi ein Aventurien der Diskriminierung der sexuellen Orientierungen haben? Muss das in jeder Fantasy-Welt so sein? War es zu viel Homoerotik? Oder hat es Sie gestört, dass wir uns andere Geschlechter durchweg positiv dargestellt haben?

Mit Andergast und einigen novadischen Sippen gibt es genug Möglichkeiten, auch verachtenswerte Diskriminierung auszupacken, wenn einem das in seinem persönlichen Aventurien gefällt.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 05.07.2018 23:25

Halbblut hat geschrieben:
05.07.2018 22:51
chizuranjida hat geschrieben:
05.07.2018 21:52
Man mag da an Haremswächter denken, was aber eigentlich nicht nötig sein sollte, weil es in Aventurien ja kämpfende Frauen gibt, die man zu dem Zweck einstellen könnte.
Im Kulturraum der Novadi sind Harems als auch Eunuchen als Haremswächter vorhanden. Bei den Novadi ist abseits der Blutrache eine kämpferische Profession bei Frauen eher unüblich. Da macht die Kombination aus Eunuch und Haremswächter halt sinn.
Ja, ich weiß. Novadische Achmad'sunni sind sehr selten, und die werden dann nicht gerade eine Anstellung als Haremswächter suchen. Aber eine im Khomkrieg versklavte al'anfanische Söldnerin, oder eine in Almada angeworbene Ebensolche, das würde gehen und ist nicht unbedingt so selten wie die Achmadsunni. Von daher sehe ich den novadischen Bedarf an Eunuchen sehr klein, es sei denn, es muss unbedingt ein Rechtgläubiger sein, der auf das Weibsvolk aufpasst. (Dieses Problem hat der viel kopfstärkere und wegen mehr reicher Städter wohl mit mehr Harems ausgestattete tulamidische Kulturkreis aber nicht.)

Naja ist ja egal, ich wollte ja nur wissen, ob das berücksichtigt ist - ist es.
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Sumaro
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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 05.07.2018 23:29

Eunuchen sind bei den Tulamiden (nicht nur den Novadi) im Einsatz, weil sie dort als asexuell gelten. Was natürlich zeigt, dass Aventurien eben nicht tolerant ist, sobald man die einführenden Texte verlässt. Das ist einer der größten Kritikpunkte, die ich auch habe, abseits davon, dass ich die geschmackliche Richtung nicht teile, in die es sich entwickelt hat (zu unerotisch geschrieben, zu viel peinlicher, vulgärer Humor, der jeden Anflug von Erotik zertrümmert usw.), das Buch ist nicht mal in sich selbst stringent. Es beschreibt Gleichbehandlung, setzt sich aber nicht damit auseinander, wie ein Aventurien mit gleichberechtigten Frauen und gleichbehandelten Frauen aussehen würde, sondern macht es sich einfach und transportiert viele Klischees, die man vorher negiert hat, wieder hinein in die Spielwelt (scheinbar auch unreflektiert). Zudem hat man sich keinerlei Gedanken gemacht, wie man Weiblichkeit gleichberechtigen könnte. Stattdessen hat man gleichgemacht. Frauen sind Männer mit Brüsten und ohne Schwänze. Sie verhalten sich wie Männer (der Beitrag zum Slutshaming macht das absolut deutlich) und werden nicht als Frauen, mit eben anderen Verhaltensweisen, Instinkten und gleichberechtigten und ebenso schätzenswerten Eigenschaften aufgenommen sondern eben maskulinisiert. Das ist eine total vergeudete Chance.

Dazu kommt, dass man eben die ganze Zeit über gegen deine eigenen Prämissen verstößt. Sprich, man erzählt das eine und zwei Seiten weiter im Fließtext, steht wieder was ganz anderes.
Der gesamte tulamidische Bereich ist dabei natürlich extrem rückständig (z.B. wird in einem der Fließtexte eine Streunerin hingerichtet, die sich in einen Harem gestohlen hat). Und zwar nicht bei den Novadi, sondern irgendwo in Mhanadistan. Es ist ohnehin immer sehr fraglich, ob man sich irgendwo von den Rollenklischees lösen konnte. In den meisten Fällen hat man sie übertüncht und dann in den Geschichten wieder ausgepackt.

Zum Thema Homoerotik sage ich lieber nichts. Die ist grottig. Der "anregende" Text zu zwei Männern die sich lieben ist das billigste Groschenroman-Pulver, was man verschießen könnte. Und ohnehin gibt es für Männer, die Männer mögen nicht viel zu sehen. Das Cover von diesem Abenteuerband ist da das einzige, welches wirklich mal ansprechend ist. Aber auf ein ansprechendes Bild kommen ein Dutzend Bilder die von "geht so" bis "was sollte das denn?" laufen.

Was mich wundert ist, dass man als Autor nicht erkennt, wie weit man hinter dem Potential, welches man selbst erreichen wollte, zurückgeblieben ist. Bedauerlich. Denn das erschreckendste ist für mich, dass es mir faktisch nichts neues über Aventurien erzählt, sondern nur Dinge noch absonderlicher und skurriler macht, ohne Mehrwert zu generieren. So viel vergeudete Zeit und so viel verschwendetes, kreatives Potential (ich bin mir sicher, die Autoren hätten bedeutend besser andere Texte schreiben können als solche zur Erotik und zur sozialen Haltung in Aventurien).

Mir graut es ein wenig vor den Kurzgeschichten, in Anbetracht der Verbalerotik dieses Bandes.
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Madalena
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Ungelesener Beitrag von Madalena » 06.07.2018 01:46

Nathan Fürstenberg hat geschrieben:
05.07.2018 22:59
Ihren zweiten Punkt verstehe ich nicht. Wollen sie quasi ein Aventurien der Diskriminierung der sexuellen Orientierungen haben? Muss das in jeder Fantasy-Welt so sein? War es zu viel Homoerotik? Oder hat es Sie gestört, dass wir uns andere Geschlechter durchweg positiv dargestellt haben?

Mit Andergast und einigen novadischen Sippen gibt es genug Möglichkeiten, auch verachtenswerte Diskriminierung auszupacken, wenn einem das in seinem persönlichen Aventurien gefällt.
Ich finde ein Aventurien am besten, in dem die Mehrheitsmeinung tolerant genug ist, dass Diskriminierung die Ausnahme ist, nicht die Regel - aber trotzdem bespielbare Räume für negative Behandlung gegeben werden.

Am meisten erlebe ich es auch, dass nicht der Meister den Spielern vorsetzt "du Weib/Schwuler/Transe/... wirst jetzt diskriminiert", sondern dass Spieler das selbst in ihren Hintergrund wählen, weil sie genau diesen Konflikt reizvoll finden. Ob diese Erfahrung verallgemeinerbar ist, weiß ich natürlich nicht.

Aber von daher finde ich es grundsätzlich spannend, wenn der Hintergrund das wohldosiert abbildet.

@Sumaro Ich kenne ja nur die "Teaser", aber zumindest ein Bild von einem Fest (der Freude?) mit zwei Männern war dabei, dass ich echt gelungen fand. Stilvoll-sinnlich, ohne zu sehr ins Explizite zu gehen.

Und Erotikliteratur ist in meinen Augen allgemein etwas, was so gut wie niemandem liegt bzw. extrem abhängig vom Geschmack ist. Von daher wäre ich ja schon beeindruckt, wenn ich nicht völlig enttäuscht würde. :ijw:

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Sumaro
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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 06.07.2018 12:37

Madalena hat geschrieben:
06.07.2018 01:46
Ich kenne ja nur die "Teaser", aber zumindest ein Bild von einem Fest (der Freude?) mit zwei Männern war dabei, dass ich echt gelungen fand. Stilvoll-sinnlich, ohne zu sehr ins Explizite zu gehen.
Das ist das Cover von Sinnesfreuden xxx, also eine Anthologie, leider kann kein Bild im Inneren damit mithalten. Wie gesagt, Cover top, der Rest solala.

Naja, es gibt, wie ich finde, schon ein paar Dinge, die in Erotik recht gut allgemein funktionieren und auch für eine breite Masse. Es ist natürlich auch Geschmackssache, aber es gibt eben auch Dinge, die sind eher... plump. Wer DSA-Bücher dazu liest, wird schnell fündig was das betrifft. DSA hat nie mit Sex gespart, auch wenn die Erotik meistens doch recht flach war.

Aber Erotik sucht man in dem Band ohnehin vergebens. Das war nie Zielsetzung, denke ich, einen Band zur Erotik mit erotischen Inhalten rauszubringen, sondern einen Komplex mit Regeln und Ausrüstung, die erlauben Erotik am Spieltisch totzuwürfeln. "Ich würfel dich zum Orgasmus bis du schreist!" scheint da eher die Devise zu sein. xD
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Tjorse
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Ungelesener Beitrag von Tjorse » 06.07.2018 17:29

@Nathan Fürstenberg
Eine mögliche Beschreibung von Perfektion lautet: "Wenn man nichts mehr weglassen kann!"

Vorab: Ich habe das Produkt selbst nicht gelesen (mit Ausnahme der im Rahmen des Crowdfundings und der Werbung veröffentlichten Auszüge). Die Wahrscheinlichkeit, das ich das Produkt kaufe, liegt bei 0 (nicht gerundet, sondern mathematisch präzise 0). Meine Eindrücke sind also ausdrücklich nicht auf Basis der kenntnis des Produktes!! Ich wage daher den Schuss ins Blaue, was mir vermutlich nicht gefallen hätte, wenn ich Geld für dieses Buch ausgegeben hätte.

Ich gehe davon aus, das die von Sumaro zitierte Regel zum Thema Verletzungsrisiko bei [sexuellen Praktiken] tatsächlich aus dem Buch WdV stammt. Und wenn ich das lese, frage ich mich ernsthaft, ob es wirklich auch nur eine einzige Rollenspielgruppe auf der Welt gibt, die sich auch nur einmal gedacht hat "boah, dafür sollte mal jemand Regeln herausgeben, diese Situation lässt sich sonst einfach nicht händeln." ... insofern, auf die obige mögliche Definition von Perfektion zurückzukommen: Regeln zu Sexualpraktiken braucht keiner. Es mag Leute geben, die sie benutzen, weil sie da sind, aber wirklich gebraucht hat sie wirklich niemand. Ich glaube auch nicht, das schonmal jemand die Möglichkeit vermisst hat, die Größe/Form/Farbe der Geschlechtsmerkmale des Charakters auswürfeln zu können. Alleine die Existenz einer Penistabelle und einer Regel zum Verletzungsrisiko bei verschiedenen Sexualtechniken macht auf mich jedes Mal den Eindruck eines spätpubertierenden Schülers, der sich mit hochrotem Kopf darüber schlapplacht, das sein "Held" aufgrund von Würfelglück schon mehr "Sex" hatte, als der Spieler selbst.

Penistabelle und Verletzungsrisiko bei [sexuellen Praktiken] sind aus meiner Sicht für ein Rollenspiel so wichtig wie das Auswürfeln der Konsistenz des Stuhlgangs oder die Farbgebung des Eiters von Wundbrand. Sicherlich ist Sex schöner als Wundbrand oder der Gang zum Klo, aber am Spieltisch erlebe ich glücklicherweise nicht die Schmerzen meines Charakters mit, der grade kurz vorm Sterben ist... ich erlebe aber auch nicht sein Glücksgefühl, wenn er grade bei einer Rahja-Orgie 5 glückliche "Treffer" mit seiner Python gelandet hat. Insofern finde ich solcherlei Würfelei und Tabellenkrams einfach nur peinlich.

Kurzum, von dem ausdrücklich sehr beschränkten und voreingenommenem Eindruck, den ich von WdV habe, wurde hier Energie auf Unfug (freundlichste Wortwahl, die mir dazu einfällt) verschwendet, die besser in die Inhalte der sozialen Aspekte des Buches gegangen wäre, bei denen es ja nach Meinung mehrerer Leute, die das Werk gelesen haben, durchaus mangelt.

Edit: Formulierungen entschärft (siehe [])
Zuletzt geändert von Tjorse am 07.07.2018 10:19, insgesamt 1-mal geändert.

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chizuranjida
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 07.07.2018 02:06

Sumaro hat geschrieben:
05.07.2018 23:29
Eunuchen sind bei den Tulamiden (nicht nur den Novadi) im Einsatz, weil sie dort als asexuell gelten. Was natürlich zeigt, dass Aventurien eben nicht tolerant ist,
Hat wer behauptet, Aventurien sei durch die Bank und allem gegenüber tolarant? Ich fände das langweilig, und verschenktes Konfliktpotential.

Was Eunuchen angeht habe ich zu Haremswächtern oben schon was gesagt. Wenn man sich die irdische Geschichte anschaut, mag man außerdem an wegen ihrer wunderbaren Singstimmen kastrierte Chorknaben denken (Farinelli). (Wenn man albern veranlagt ist wie ich, auch an gewisse Piratenfilme.)
Zumindest in historischen Romanen kommen auch kastrierte Sexsklaven vor.

Wie hätte denn ausgerechnet die tulamidische Kultur für dich in diesem Fall tolerant sein sollen?
Zudem hat man sich keinerlei Gedanken gemacht, wie man Weiblichkeit gleichberechtigen könnte. Stattdessen hat man gleichgemacht. Frauen sind Männer mit Brüsten und ohne Schwänze. Sie verhalten sich wie Männer (der Beitrag zum Slutshaming macht das absolut deutlich) und werden nicht als Frauen, mit eben anderen Verhaltensweisen, Instinkten und gleichberechtigten und ebenso schätzenswerten Eigenschaften aufgenommen sondern eben maskulinisiert.
Da sind wir wieder in dem vieldiskutierten Bereich, in welchem Maß ein "weibliches Verhalten" angeboren ist und das so sehr und unbestreitbar, dass es auch in eine Rollenspielwelt übernommen werden MUSS, woran sich auch SoziologInnen hauptberuflich abarbeiten könnten, wenn sie jemand dafür bezahlen würde.
Der gesamte tulamidische Bereich ist dabei natürlich extrem rückständig (z.B. wird in einem der Fließtexte eine Streunerin hingerichtet, die sich in einen Harem gestohlen hat). Und zwar nicht bei den Novadi, sondern irgendwo in Mhanadistan.


Was ist daran schlimm?

Und wie definierst du überhaupt rückständig? Du setzt offenbar voraus, dass es in Aventurien über die Zeit hinweg eine gesellschaftliche Veränderung gegeben hat. Womöglich von unterdrückter zu gleichberechtigter Frau? Aber ist das so? Oder waren Bosparanerinnen immer schon gleichberechtigt, Tulamidinnen aber nicht? Thorwalerinnen waren es immer, da bin ich ziemlich sicher. Achaz, glaube ich, auch.
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Sumaro
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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 07.07.2018 03:06

Ich messe das Buch an seinem eigenen Anspruch und vergleiche was es aussagt, wie Aventurien so tickt und dann was es umsetzt. Es predigt Gleichberechtigung und Toleranz an allen Ecken (außer Novadis und Andergaster) und im nächsten Kapitel findet man kastrierte Männer in den Tulamidenlanden und Väter, die ihre Töchter an ihren Bruder verheiraten, damit kein Fremder in die Familie kommt.

Was ich erwarten würde, wäre das die Tulamidenlande ein diverseres Bild abgeben und zwar schon aus dem Grund, dass man in Fasar mit dem Kult der Radscha Uschtammar und mit Aranien als Nachbarland, Einflüsse hat, die das Patriarchat im Endeffekt aufweichen müssten. Sprich, ich wünsche mir differenzierte Darstellung und vor allem Begründungen und Herleitungen, woher die Tulamiden ausgerechnet ihren Männerkult haben, während nichts in der aventurischen Geschichte darauf hinwirkt.

Zudem würde ich auch davon ausgehen, dass eben ein "weibliches" Verhalten in einer toleranten Welt akzeptiert werden sollte, nein sogar komplimentiert werden sollte. Aber darüber hat man sich keine Gedanken gemacht, stattdessen sind aventurische Frauen eben Männer mit Brüsten geworden, ebenso getrieben auf der Suche nach Sex, ebenso eroberungswütig und ebenso prahlerisch damit. Ist zumindest ganz normal.

Von mir aus braucht es keine Gleichberechtigung in allen Bereichen, aber ich messe das Buch an seinem eigenen Anspruch und seinen eigenen Aussagen und die sind widersprüchlich und eben auch hanebüchen. Denn genau die irdische Geschichte will man ja nicht kopieren. Dafür hat man zwar seltsamerweise Traviapriester, die sich auf irgendwelche "Traditionen" berufen, die es doch eigentlich nie gegeben haben kann, aber gut...

Es geht nicht um die generelle kulturelle Prägung Aventuriens sondern konkret um die Umsetzung in Wege der Vereinigung.
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Ungelesener Beitrag von Zornbold » 07.07.2018 09:47

Nachricht der Moderation

Mit reichts langsam hier Leute. Das ist der Bewertungsthread für ein Regelwerk und nichts anderes.

Da der Wert des Threads als solcher wertvoller als einige sind, die hier glauben eine sinnbefreite Privatunterhaltung führen zu müssen, werden ggf. notwendige Maßnahmen nach dieser Warnung nicht in Form einer Threadschließung erfolgen, sondern gegen Accounts.

Für allgemeine Themen zu diesem Produkt gibt es einen Thread im Newsbereich oder bei spezielleren Dingen auch entsprechende Foren, in denen man sein Anliegen vortragen kann.
Zudem solltet ihr es vermeiden, hier irgendwelche pornografischen Dinge zu thematisieren, auch wenn sie so im Produkt stehen, unsere Forenregeln sind da eindeutig, hier gibt es auch minderjährige! (Dahingehend werde ich den Thread noch mal abgrasen und ggf. wenn nötig zensieren.

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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 08.07.2018 15:50

In Beantwortung von @karlis vielleicht ernstgemeinten Fragen beim Verhaltenskodex-Thread:
karli hat geschrieben:
08.07.2018 11:42
weil ich mich seit Bekanntwerden der ersten Textauszüge frage, ob den geneigten Lesern von WdV erklärt wird a) wovon jeweils die Rede ist b) was ein Patzer bedeutet und vor allem c) warum jemand etwas Bestimmtes eigentlich tun sollte?
a) Das Kapitel "Sexpraktiken" (S. 100-105) erläutert 14 verschiedene Sexpraktiken, mit einem kurzen erklärenden Text, etwas mehr Regeltechnik (die jeweils natürlich leicht unterschiedlich ausfällt), Dauer, Voraussetzungen (meist das Vorhandensein gewisser Körperteile oder Gegenstände, etwa "aktiver Teilnehmer verfügt über Finger") und dem Ergebnis einer misslungenen Probe.
Je nach körperlichen Merkmalen, Vor-/Nachteilen und Sonderfertigkeiten sind verschiedene Varianten unterschiedlich beliebt bzw. schwierig durchzuführen.
b) Kapitel "Kritische Erfolge und Patzer beim Liebesakt" (S. 108-110) enthält genau das was die Überschrift verspricht.
c1) Rahjagefällig ist das Kapitel "Ekstatischer Höhepunkt" S. 105, durch den man sich etwas aus dem Kapitel "Verzückende Belohnungen" 105-106 aussuchen kann.
c2) Das Travia und Tsa gefällige Kapitel "Zeugung und Empfängnis" (S. 111-115), dass aber nur je nach Wahl aus a) sowie abhängig vom Einsatz von Liturgien, Kräutern oder anderem zum Einsatz kommt.
c3) Das Mishkara-gefällige Kapitel "Geschlechtskrankheiten" (S. 116-118)

Damit die bis zu 12 Durchgänge mit den verschiedenen Praktiken nicht zu einer zu langweiligen Würfelorgie verkommen, gibt es noch eine zusätzliche Tabelle, da wird noch mehr gewürfelt:
WdV S. 95 hat geschrieben:Damit auch Störungen oder andere Ereignisse während des Liebesspiels bedacht werden und es nicht nur zu einer eintönigen Abfolge von Fertigkeitsproben verkommt, wird am Ende jedes Durchgangs auf die Tabelle Ereignisse während des Liebesspiels gewürfelt.
Also ja, der Regelteil ist sehr ausführlich und detailliert. Ohne die Mechanismen ausprobiert zu haben traue ich mich aber zu sagen, dass mir das wahrscheinlich keinen Spass macht und etwa so erotisch ist wie ein DSA-Kampf. :lol:

Regentänzer
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Ungelesener Beitrag von Regentänzer » 09.07.2018 11:58

Ich finde das Buch Top :6F: . Finde damit ist es möglich meiner Rahja Geweihten noch mehr tiefe zu geben und die Aspekte der Göttin besser auszuspielen.

Die neuen Vor/Nachteile sind auch gelungen allerdings stelle ich es mir schwer vor einen Exhibitionisten in Aventurien zu spielen auch finde ich das für diesen Nachteil zu wenig AP erstattet werden, ist aber einer der wenigen Punkte die ich kritisiere.

Fenia_Winterkalt
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 09.07.2018 22:39

Nachricht der Moderation

Den ganzen Off Topic verschoben nach: [DSAnews.de] Crowdfunding zu Wege der Vereinigungen startet!
Wer die Spielhilfe nicht gelesen hat braucht hier gar nicht schreiben, denn folglich kann er sie auch nicht rezensieren

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