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[MI] Aarenstein-Kampagne: Saya, Pardona und die Dramaturgie

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R. Farrerson
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[MI] Aarenstein-Kampagne: Saya, Pardona und die Dramaturgie

Ungelesener Beitrag von R. Farrerson » 25.03.2018 21:41

Einen wunderschönen guten Abend zusammen,
momentan meistere ich für meine Gruppe (liebe Aachen-Gummersbacher: jetzt! ist der richtige Zeitpunkt, nicht mehr weiterzulesen) die Aarenstein-Kampagne, in klassischer Manier als Parallelstrang zur G7 mit frischen Helden.

Durch "Unter dem Adlerbanner" sind wir mit gewissen Anpassungen recht zügig durch gekommen (wenn gewünscht, kann ich gerne meine Handouts und Ausarbeitungen in einem separaten Thread zur Verfügung stellen). Die Helden (Lowanger Verwandler, Tjolmarer Leibwächter-Söldner, HESindegeweihter Draconiter, Vinsalter Krieger) haben sich bereits in Chalinba des verlassenes Castello des Dom Piro sowie des Unterschlupfs der Fraternitas Uthari angenommen.

Dabei kamen Sie auf die Spur eines gewissen "Dornfelders", seines Zeichnens Hauptantagonist des inoffiziellen Abenteuers Auf der Spur des Vergessenen.

Wer dieses Abenteuer nicht kennt: Dort trifft man in den Goldfelsen auf eine inoffizielle Vorgeschichte zur Unsterbliche_Gier, quasi Pardonas Testlauf mit dem Kessel. In Auf der Spur des Vergessenen werden die Helden von Pardona als Aufräumkommando missbraucht, das ihre ehemaligen Verbündeten abserviert, komplett mit Flashback-Sequenzen und Gedächtnislöschungen.

So weit so gut, aber nun gibt's in der Aarenstein-Kampagne ja mit Saya di Zeforika bereits eine Hauptantagonistin. Diese habe ich bereits in "Unter dem Adlerbanner" auftreten lassen (wenn auch nur ultrakurz und maximal mysteriös).

Und nun steh ich vor einer Herausforderung: ein guter Spannungsbogen involviert ja Begegnungen mit dem Antagonisten, die mit einem temporären Rückschlag oder nur einem Teilerfolg für die Helden enden. Saya will ich zum Angst-, Hass- und Endgegner aufbauen, da muss sie auftauchen und ordentlich austeilen.

Da Spieltermine für unsere Seniorenrunde eine ziemlich rare und finite Ressource sind, enthält der Erstentwurf für unsere Sitzung von Auf der Spur des Vergessenen eben das Auftauchen von zwei ziemlich mächtigen, von Plot-Armor geschützten Magiewirkerinnen, die aber (weil ich die Helden auch noch brauche) mit ihrem Essen quasi nur spielen können. Und da bin ich echt nicht sicher, ob das meine Spieler noch als genussvollen Termin wahrnehmen, wenn die beiden quasi vom Himmel fallen, die Helden piesacken und nicht besiegt werden können.

Folglich stehe ich vor drei Optionen:
a) Saya und Pardona auftauchen lassen (erfordert halt Railroading, Plotrüstung, NSC-Watching, kurz: katastrophal wenig player engagement) und Spielerfrust riskieren.
b) Saya rausnehmen, und damit dem Erzbösewicht der Kampagne vor dem Finale nur einen einzigen, sehr kurzen Auftritt gönnen. Dramaturgisch wirklich nicht schön.
c) Pardona rausnehmen, damit eine wunderbare Verknüpfung zur Hauptline der G7 wegfallen lassen. Darüber stell' ich mir den Moment, in dem den Spieler quasi aus dem Nichts gewahr wird, dass Sie von einem Wesen mit Gletscherwurm-Adlerschwinge missbraucht wurden, zu cool vor, um ihn nicht ausspielen zu wollen.

Was würdet ihr als erfahrene SpielleiterInnen an meiner Statt tun?

Natürlich freue ich auch über völlig andere Ideen, diesen gorischen Knoten zu zerschlagen.

Euch noch einen schönen Abend!

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sagista
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[MI] Aarenstein-Kampagne: Saya, Pardona und die Dramaturgie

Ungelesener Beitrag von sagista » 01.04.2018 03:31

R. Farrerson hat geschrieben:
25.03.2018 21:41
Da Spieltermine für unsere Seniorenrunde eine ziemlich rare und finite Ressource sind, enthält der Erstentwurf für unsere Sitzung von Auf der Spur des Vergessenen eben das Auftauchen von zwei ziemlich mächtigen, von Plot-Armor geschützten Magiewirkerinnen, die aber (weil ich die Helden auch noch brauche) mit ihrem Essen quasi nur spielen können. Und da bin ich echt nicht sicher, ob das meine Spieler noch als genussvollen Termin wahrnehmen, wenn die beiden quasi vom Himmel fallen, die Helden piesacken und nicht besiegt werden können.
Eins vorweg, ich kenne dieses inoffizielle Abenteuer nicht. Scheint mir aber auch nicht nötig zu sein, eine Vorgeschichte für Unsterbliche Gier zu spielen, insbesondere wenn eure Spieltermine eh sehr rar gesät sind. Da erscheint mir ein Abend mit "Plot-Armor geschützten Magiewirkerinnen", die "mit ihrem Essen quasi nur spielen" irgendwie nicht sehr berauschend, zumal die Aarenstein-Kampagne mit Saya eine ziemlich coole Antagonistin hat. Daher rate ich zu Variante c); ich denke, Pardona würde die Aarenstein-Kampagne deutlich überfrachten.

Todeshörnchen
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[MI] Aarenstein-Kampagne: Saya, Pardona und die Dramaturgie

Ungelesener Beitrag von Todeshörnchen » 08.04.2018 14:04

Saya ist ja schon eine harte Gegnerin, die am Ende wahrscheinlich auch noch entkommen wird. Das Auftreten von Pardona am Ende von "Unsterbliche Gier" ist doch eine riesen Überraschung soweit ich mich erinnere, da sollte man das vielleicht nicht vorwegnehmen.
"Sehen wir uns nicht in dieser Welt, dann sehen wir uns in Bielefeld!"

R. Farrerson
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Ungelesener Beitrag von R. Farrerson » 23.05.2018 19:49

Um das Thema hier mal abzuschließen, hier mein "Lösungsvorschlag", so wie er in unserer Gruppe "gemeistert" wurde:

TL,DR: Saya und Pardona treten kaum in Erscheinung. Pardona lotst die Helden in Richtung Ythario, dieser ruft Saya zur Hilfe. Diese macht den Helden den Hintern heiß, aber muss fliehen, als Pardona in Form eines Gletscherwurms auftaucht und zur Jagd auf die ihr verhasste Borbaradianierin bläst.

Und hier die Langfassung:

1. Bezüglich der jüngeren Vergangenheit wird gesetzt, dass Pardona ihre erste Gehversuche bezüglich des Kessels der Urkräfte hier im liebliche Felde durchführte, wo man - verglichen mit der Weidener Provinz - bedeutend einfacher an seltene Schrifte und Materialien herankommt. Ihr zur Hand ging Ythario, der Direktor des Sanatoriums. Dieser hat seit jeher ein Interesse an Chimärologie. Nach erfolgreichem Testlauf (inklusive Vampir) hinterging die Legatin des Namenslosen (wie könnte es auch anders sein) Ythario, stahl den Kessel und ward nimmer gesehen. Dies trieb Ythario ob des gewaltigen Aufwands, den er getrieben hatte, erst in die Verzweiflung und dann in den Pakt mit Asfaloth sowie zur Zusammenarbeit mit der Fraternitas Uthari. Diese geht in unserem Aventurien einer...interessanten Übersetzung/Deutung der Al'Anfanischen Prophezeihungen nach und will SEINE Rückkehr beschleunigen, in dem sie prophezeiten Zustände einfach selber herbeiführt. Daher versucht sich Ythario vergeblich an Chimären mit Meckerdrachen ("Wenn sich Drachenblut mit Menschenblut auf einem Berg von Gold verbindet" - wir sind ja bekanntlich hier in den Goldfelsen..) unter Benutzung eines primitiven Nachbau jenes geraubten Kessels - neuerdings aber unterstützt durch die Verwendung asfalothischen Unmetalls.

2.
Sein Schriftverkehr mit den anderen Mitglieder der Fraternitas bringt die Helden auf seine Spur. Weiterhin erhalten sie Kunde von einem Brief, den eine gelbäugige, wunderschöne Frau ( :grübeln: )den Autoritäten überbracht hat. In diesem wird dem Directore des Sanatoriums in den Goldfelsen Untätigkeit bei der Bekämpfung von nicht näher spezifierten Umtrieben vorgeworfen.

3.
Die Helden stehen also wenig später beim Sanatorium (dass ich nördlich von Cophirya am Sikram verortet habe) auf der Matte und stellen Nachforschungen an. Ein örtlicher Tsa-Schrein ist entweiht worden, vor zwei Jahren litten die jungen Männer und Frauen der Umgebung an einer ermattenden Krankheit (mit komischem Ausschlag am halse), der Directore hat für sehr viel Gold Arkanium gekauft, etc.

Zwischendurch gibt eine Schäferin (die gerade ihre Schafe zählt, "elf, zwölf, und da ist das letzte" - :grübeln: ) mit gelben Augen ( :grübeln: ) den Helden einen Schubs in die korrekte Richtung.

4.
Irgendwann kommt es dann zur Konfrontation der Helden mit Ythario. Nach einigen Schweinerein aus der Trickkiste der Herzogin des wimmelnden Chaos ist der Kesselnachbau gefunden und der Frevler erschlagen. Vor seinem Tod schreit er er irgendwas davon, dass "La Donna" ( :grübeln: ) ihn verraten hätte, ihm den Kessel geraubt hätte etc. Gerädert stolpern die Helden zurück ans Tageslicht - wo Saya auf sie gewartet hat und ihnen ordentlich Saures gibt.

5.
Gerade, als Saya zum entscheidenen Schlag ausholt, taucht am Himmel ein Gletscherwurm mit tellergroßen, leuchtenden, goldenen Augen ( :grübeln: ) auf und macht Jagd auf sie. Saya bleibt nur die Flucht.


Alles in allem war die Kinnladenverklappung meiner Spieler in diesem Moment den Aufwand wert. Und da es ein inoffizielles Abenteuer ist, waren sogar die beiden G7-Veteranen der Gruppe einigermaßen baff.

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Salix Lowanger
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Ungelesener Beitrag von Salix Lowanger » 24.05.2018 14:22

Prinzipiell eine nette Idee, es ist aber sehr deutlich Geschmackssache, ob die Spieler den Deus-Ex Machina so toll finden: Ein NSC verjagt den Endgegner... :grübeln:
Terroristen sind NIEMALS Gläubige.Terroristen sind IMMER kranke Arschlöcher!
- Ralf Ruthe

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