Culinaria Aventurica

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Olvir Albruch
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Culinaria Aventurica

Ungelesener Beitrag von Olvir Albruch » 29.04.2015 14:53

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte der im November 2014 erschienenen Spielhilfe Culinaria Aventurica.

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Culinaria Aventurica
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Cifer
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Re: Culinaria Aventurica

Ungelesener Beitrag von Cifer » 29.04.2015 16:44

Tja, was soll man sagen? Schade um die verpasste Gelegenheit.

Im Prinzip sehe ich drei mögliche Wege, wie aus der Culinaria etwas Gutes hätte werden können.

Es hätte ein gutes historisches Kochbuch sein können, in etwa so wie das Kochbuch zu Game of Thrones (Achtung, Amazonlink). Dem stehen allerdings Gerichte mit "Pizzagewürz" eher entgegen.
Es hätte ein gutes modernes Kochbuch sein können. So wie die Rezensionen samt Testgerichten von Orkenspaltertv und Nandurion ausfallen, ist das auch nicht so recht passiert.
Oder es hätte ein guter Überblick über die aventurische Küche werden können. Leider bekommt man dann Dinge wie die Paella, die als typische Puniner Speise eingeordnet wird. Entweder handelt es sich hier um eine clevere Vorbereitung zu dem Plot der großen Puniner Lebensmittelvergiftung oder die Autoren haben nicht bedacht, dass das aventurische Spanienäquivalent halt leider ein paar hundert Meilen vom Meer entfernt liegt.

Summa summarum weiß ich nicht so recht, für welche Zielgruppe die Culinaria nützlich sein soll und kann darum auch nur einen Punkt vergeben.
Freiheit aus Schmerz.
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Zohltan
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Re: Culinaria Aventurica

Ungelesener Beitrag von Zohltan » 30.04.2015 08:53

Ich weiß auch nicht so recht, was das sein soll. Im Prinzip hat man das Gefühl, dass einfach ne Mail an X Rollenspielrunden raus ging, doch mal ihre liebsten Rollenspielrezepte zu schicken. So nach dem Motto: " Was esst ihr den so zum Rollenspiel?".

Das Buch funktioniert weder raw. Das heißt die Rezepte lassen sich nicht 1:1 nachkochen ohne Gefahr einer Katastrophe (im Sinne von: ekelig) und das erwartet man nicht von einem Kochbuch. Da ist Chefkoch.de mal besser... ist man in der Lage zu reagieren und kennt sich aus mit dem Kochen, dann könnte man inspiriert sein.

Der Rest ist auch so lala und irgendwie passt alles nicht zusammen. Ich hatte ein Kochbuch erwartet, das sich neben die anderen Stellen kann, wie eben das von Game of Thrones. Aber leider ist dieses "Kochbuch" nicht mal in Farbe.

DSA Merchandising at its best.

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Jatrono
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Re: Culinaria Aventurica

Ungelesener Beitrag von Jatrono » 30.04.2015 12:13

Total unnötig ! So was interessiert doch keinen !

genauso gut geht auch Hammelkeule (schmeckt den Helden besser :lol: :lol: ). fertig!!!
Mehr brauch man nicht die gerichte sind in Reallife ungeniessbar also im Rollenspiel auch!!

obwohl es gar keine so schlechte Idee ist.
:???:

Brandolin
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Re: Culinaria Aventurica

Ungelesener Beitrag von Brandolin » 30.04.2015 13:16

Schlecht, Schlechter, :kotz:

Was sich beim Lesen einiger Rezepte dem geübten Hobbykoch schon ankündigt, bestätigt jeder Umsetzungsversuch. Hält man sich an die Kochanleitungen, erhält man Abführmittel bester Güte, die zuweilwn auch in beide Richtungen gleichermaßen funktionieren.
Versucht man die größten Katastrophen mit beherztem Eingriff zu verhindern, kommt zwar etwas prinzipiell Essbares heraus, bekömmlich oder gar gutschmeckend wird es aber dennoch nicht.
Entweder hat die Redaktion schlicht gelogen, als sie von ausgibigen Tests schrieb, oder aber sie ist mit einem Magen gesegnet, welcher jedes Mastschwein und jede Müllverbrennungsanlage stolz machen würde. Auch bei Sinnesschärfeproben auf Geschmack und Geruch muss zuweilen gepatzt worden sein.

Herausgekommen ist eine schwer bekömmliche Kreation, die weder zum IT-Kochbuch, noch zum OT-Kochbuch noch zum Hintergrundband noch zu sonst etwas außer zur Regalbeschwerung taugt.

LG,
Brandolin

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Sarafin
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Re: Culinaria Aventurica

Ungelesener Beitrag von Sarafin » 30.04.2015 14:17

Mich würde wirklich interessieren, welche Rezepte ihr genau ausprobiert habt.
Ich besitze die Culinaria selbst nicht, aber ich weiß - aus erster Hand - dass ein nicht geringer Teil der Rezepte tatsächlich von jemandem geschrieben und probegekocht wurde, dessen Fähigkeiten weit über den Hobbykoch hinausgehen.

Ich will die Culinaria nicht in Schutz nehmen - anscheinend ist hier massiv Potential veschenkt worden. Ich gewinne aber den Eindruck, dass total über einen Kamm geschoren wird, was die Qualität der tatsächlich enthaltenen Rezepte angeht.
„Nimm niemals Böswilligkeit an, wenn Dummheit hinreichend ist.“
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Re: Culinaria Aventurica

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 30.04.2015 14:28

@Sarafin: Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man nach 1-3 Versuchen, bei denen kompletter Schrott rauskommt auf weitere Experimente verzichtet...

Ich hab sie nicht einmal gelesen, aber eine Rezension, die sehr danach klang - war das die von Nandurion?
Zuletzt geändert von Gorbalad am 30.04.2015 14:31, insgesamt 1-mal geändert.

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Cavia
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Re: Culinaria Aventurica

Ungelesener Beitrag von Cavia » 30.04.2015 14:30

Wenn du mal in die Rezension bei Nandurion guckst, die Cifer verlinkt hat (und ich geschrieben, weshalb ich hier auch nicht nochmal was zur Culinaria an sich schreiben will), hast du da z. B. 3 Rezepte, die ich getestet habe. Bei der Rezi bei Teilzeithelden gab es auch glaub ich 3 Gerichte, die ausprobiert wurden und nur teilweise lecker wurden. Bei der oben verlinkten OrkenspalterTV-Sendung ist auch eins der Gerichte fast angebrannt, weil im Rezept entweder die Temperatur des Ofens zu hoch war oder der Hinweis auf einen Deckel fehlte. Letztendlich wurden 3 x willkürlich Gerichte rausgesucht und getestet und 3 x gingen sie zumindest teilweise schief.

Ich denke auch nicht, dass alle Gerichte in dem Buch totaler Mumpitz sind. Gerade bei den Supereinfachgerichten wie Tsatsiki oder Pfannkuchen oder so kann man ja eigentlich nix falsch machen (weshalb sowas für mich auch eher nicht in ein Kochbuch gehört).

Aber manche Sachen sind einfach, so vermute ich, unglücklich gelaufen, wenn z. B. bei der Käsesuppe drin steht, man soll sie abkühlen lassen, ehe man den Käse reintut, und wenn man das dann macht, löst er sich nicht auf. Gemeint war hier vermutlich, dass die Suppe nicht mehr kochen soll, aber das wird aus dem Rezept halt nicht klar. Da liegt der Fehler dann eher daran, wie das Rezept formuliert ist und womöglich ist das bei einem Testkochen nie aufgefallen, weil der Koch halt wusste, wie es gemeint ist.

Ohnehin schwankt die Qualität der Rezepte ziemlich. Manche klingen wirklich sehr lecker und auch durchaus wie von jemandem geschrieben, der Ahnung hat. Aber sehr vieles ist halt entweder supersimpel und nicht kochbuchwürdig (imho) oder schon auf den ersten Blick sehr WTF - wie die von mir getestete Semmeltorte.

Wobei der größte Kritikpunkt für mich ja immer noch ist, wie toll so ein Buch hätte werden können und wie lieblos hingeklatscht es am Ende nun bei mir ankommt.
Because no one else here will save you.

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Sarafin
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Re: Culinaria Aventurica

Ungelesener Beitrag von Sarafin » 30.04.2015 15:05

Die Rezensionen bei Nandurion und den Teilzeithelden kenne ich. :)
Cavia hat geschrieben:Ich denke auch nicht, dass alle Gerichte in dem Buch totaler Mumpitz sind. [...]
Wobei der größte Kritikpunkt für mich ja immer noch ist, wie toll so ein Buch hätte werden können und wie lieblos hingeklatscht es am Ende nun bei mir ankommt.
Danke, das klingt für mich schon deutlich differenzierter und das kann ich auch absolut nachvollziehen. Wofür man Pfannkuchen oder Tzaziki in ein Kochbuch schreibt, ist mir ebenfalls ein Rätsel! Und über das Endergebnis irgendwie traurig bin ich ebenfalls. Als ich gehört habe, wer daran schreibt, dachte ich, dass das ein sicherer Kauf wäre.
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Re: Culinaria Aventurica

Ungelesener Beitrag von Olvir Albruch » 30.04.2015 18:28

Sarafin hat geschrieben:Ich besitze die Culinaria selbst nicht, aber ich weiß - aus erster Hand - dass ein nicht geringer Teil der Rezepte tatsächlich von jemandem geschrieben und probegekocht wurde, dessen Fähigkeiten weit über den Hobbykoch hinausgehen.
Vermutlich liegt hier der Hund begraben. Ich möchte auch mit einem Kochen-TaW <4 irgendeine genießbare Mahlzeit produzieren können, was aber zumindest laut Zohltan oben und einigen anderen nicht wirklich machbar ist.
Immerhin befindet man sich damit dann wieder sehr nah am DSA4-Regelwerk. :censored:

MfG,
Olvir Albruch
Leitet gerade:
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Sibylla
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Re: Culinaria Aventurica

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 04.05.2015 11:35

Ich habe der Culinaria nur zwei Punkte gegeben, da ich es als ausgesprochen lästig und nervtötend empfinde, die benötigten Zutaten erst "übersetzen" zu müssen. Tut mir Leid, aber die Geduld und das Engagement besitze ich einfach nicht. Wenn ich Kiwis benötige, möchte ich gleich Kiwis im Rezept stehen haben und nicht irgendwas anderes, das ich jedes Mal nachschlagen oder mir die Übersetzung wie Vokabeln neben die Zutatenliste schreiben muss.

Nette Idee - reiht sich in die Liste anderer Kochbücher zu Serien, Phantasy-Welten wie "Nanny Oggs Kochbuch" usw. - aber das hier ist für mich nicht nutzbar.

Die zwei Punkte gibt es von mir nur für das gelungene Design und die Qualität des Materials.
LG,
Sibylla

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DaliavonHarben
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Re: Culinaria Aventurica

Ungelesener Beitrag von DaliavonHarben » 21.06.2015 14:28

Grüße euch,

ich hab mir die Culinaria gekauft, da ich jeden Sasmtag für meine Gruppe koche und mehr Nähe zur DSA Welt herstellen wollte !

Zuerst muss ich erwähnen, dass ich bisher noch nichts aus dem Buch gekocht habe. Ich habe es nur überflogen. Geplant war es aber !


Ich hatte mir gewünscht bzw. erwartet, dass es mehr Einblick in die Küche, regionale Eigenheiten, Spezialitäten usw gibt. Es muss ja nicht immer nur Strohsuppe sein. Getränke wären auch passend gewesen, schließlich befassen sich viele Regionen mit Weinbau (Almada, Aranien usw.) oder mit dem Bier brauen (da fände ich den Vergleich Menschen/Zwerge angebracht), diverse Tee's oder ähnliches.Davon kann ich nichts bis wenig Hilfreiches finden.
Zum Beispiel wird in Aranien laut Schatten aus dem Abgrund Kürbis erfolgreich angebaut, davon merkt man in der Culinaria nichts. Dafür aber Eierlikör - den ich regional unpassend finde wenn man bedenkt, dass Vorformen oder ähnliche Formen aus den portugisisch/spanisch besiedelten Gebieten stammen, die ja eindeutig nicht an Aranien erinnern. (Was sich mit Cifers Aussage über Paella und Punin sicherlich deckt). Und klar jeder aranische Bauer hat ein Pack Eiswürfel für Eistee dabei. Immer.

Es werden teilweise Zutaten beschrieben, die es noch gar nicht gibt oder regional unpassend sind - als Beipsiel dafür muss ich den ' Maraskanischen Feuereintopf' nennen. Meines Wissens nach gibt es keinen Kaffee in Aventurien (siehe dazu Wiki) bzw. wenn ich das richtig verstanden habe,kam der erste Kaffee aus Uthuria über Belhanka nach Aventurien (siehe dazu Uthurisches Gebräu erreicht Horasreich). Das lässt mich an der Authentizität zweifeln. Klar, die Maraskaner sind verrückt - aber eine Korrespondenz mit den Uthuriern und erfolgreicher Handel der vor aller Augen verborgen bleibt. Oder hat Borbi da seine Finger im Spiel? Wer weiß aber Spaß beiseite.

In dem Buch gibt es mehrere kleine Geschichten und/oder Anekdoten die teils sehr witzig zu lesen sind. Es sind aber meines Erachtens nach zu wenige, ich hätte mich über einen tieferen Einblick in Travias Künste erfreut. Zum Beispiel:
1. die Tulamiden machen weniger Fleisch wegen der Hitze und wenn Fleisch dann so und so und so.
2.Da nur begrenzte Sorten Obst bei den Bornländern wachsen und man sich über Export hilft machen die Köchinnen das und das
3. Wenn wegen des Regens keine Minze zu finden ist nimm das und das

(Nur als Beispiel)
Stattdessen liest man, dass irgendwelche Tische frei sind und einem gleich Gebäck, Tee und Obst gebracht wird, oder dass sich Kinder eine Stärkung verdient haben. Was bringt mir das in einen KOCHBUCH?!!!!
Es gibt aber auch positive Beipsiele wie beim Eierlikör:
"Süß, starker Eigengeschmack, beliebt zur späteren Stunde. Ideal für Giftbeimischung."
Das ist klasse, das hat Stil, das bringt mich zum Schmunzeln. Warum nicht mehr davon? Es wirkt leider immer wieder halbherzig.

Dann liest man Witze wie Tsa-ziki. Echt jetzt? Gings nicht auch noch ein bisschen flacher? Es zeugt nicht von viel Recherche, wenn man bestehnde Gerichte wie Tzatziki oder Arme Ritter versucht durch andere Namen neu zu erfinden oder aufzupimpen.

Alles in allem finde ich sehr enttäuschend. Ich hatte mir von den Rezepten mehr erwartet, von dem Buch mehr Einblicke. Ich bin gespannt auf die Kochbarkeit. Nachdem ich weitere Rezensionen gelesen habe werde ich wohl ein Probekochen im stillen Kämmerlein machen bevor ich das an einem Samstag auftische :rolleyes:

Ich habe dem ganzen 2 Punkte gegeben.

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Jyivindar
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Culinaria Aventurica

Ungelesener Beitrag von Jyivindar » 24.04.2018 14:10

Habe dem Kochbuch eine 2 gegeben.

Bin zu Weihnachten damit beschenkt worden und habe mich natürlich gleich mal eingelesen.

Der Aufbau ist katastrophal daneben und hat eine unglaublich fragwürdige Zusammenstellung. Hier einfach zu sagen "kleine Gerichte, große Gerichte..Alphabetisch" - Ach komm.. das iss DSA. Hier müsste jede Kategorie noch 10 Unterkategorien haben und mit Sonderseiten auf denen beschrieben wird warum die Unterkategorien existieren. :lol: Somit.. Kann man wesentlich besser gliedern!
Vorteil war.. kann man sich gut drüber lustig machen "haha.. hey schau mal das an! Suppe, nächste Seite Pilze, nächste Seite Suppe, dann Brot und wieder Suppe.. und da .. gleich 2 Chili Rezepte! Warum?? "

Aufmachung iss ganz hübsch eigentlich. Es gibt eine Einteilung der Gerichte nach Schwierigkeit, Vegetarisch usw.. die aber im Seitenlayout verschwimmt und mir erst beim 3.ten mal durchblättern aufgefallen ist. Das sind 2 paar Stiefel und kann man besser machen bzw. besser weg lassen.

Die Gerichte sind an sich garnicht mal so schlecht. Nehmen wir die 2 Chilis mal als Beispiel .. hier werden tatsächlich Zutaten verwendet die in orig. Texas-Chilis eingesetzt werden und der Durchschnittsleser wohl niemals in ein Chili packen würde (Schokolade, Kaffee, Bier EDIT1: Zimt iss falsch, Lorbeer meinte ich, iss aber beides top da drin ^^). Das kommt auch bei anderen Rezepten vor, dass eben etwas interessantere Kombinationen aufgezeigt werden. Dafür gibt es den Punkt der zu der 2 führt. Hat mich als Hobbykoch echt überrascht.
Es sind ein paar Gerichte dabei die auch wirklich anreizen "hey, probier ich mal wieder" und dann gibts auch Sachen da denkt man sich.. boah.. warum??

Zum Aventurien-Bezug:
Die Geschichten sind alle ganz ok, aber haben mit dem Werk an sich nicht viel zu tun. Ich weiss schon gar nicht mehr worum es eigentlich ging.
Edit2:[ Es gibt noch eine Übersicht nach Region welches Gericht wo hin gehört und eine Umsetzung Irdisch<->Aventurisch.]
Wie schon geschrieben wurde .. man hätte sich an Aventurien mehr anlehnen sollen. Fischgerichte aus Nostria.. vielleicht im Salzmantel. Oder Stockfisch für Thorwal. Regionale Spezialitäten durch Irdisches ersetzen. Optionen aufzeigen was dem 0815 Bauern in Andergast zur Verfügung steht und wie man es deutlich schmackhafter machen könnte. Wie schaut ein Proviantpaket bei den Tulamiden aus, wie bei nem Norbardischen Händler... das hätte ich mir gewünscht.
Vielleicht das ganze als Reisebericht eines Kulinarisch interessierten Traviagweihten darstellen wie er durch Aventurien zieht und z.B. Zitate/Erfahrungen der Bevölkerung zu deren Speisen mit einbauen. Einfach interessanter gestalten.
Aber nein.. hier wurde der Weg anders herum gewählt. Man hat irdisches Essen gesucht und irgendwie ne Aventurische Region gesucht wo das halt rein passt. Name Ändern und ab zum Druck.

Ich blätter zwar immer mal wieder doch gerne durch aber es ist schade dass so viel Potential verschenkt wurde.

Wie man es richtig macht kann man an dem hervorragenden Game of Thrones Kochbuch sehen das 6 Punkte verdienen müsste und selbst das reicht noch nicht.
Zuletzt geändert von Jyivindar am 25.04.2018 19:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 25.04.2018 02:09

Es ist vielleicht nicht im Sinn des Threads, aber könnte mir ein Kundiger verraten, was in etwa für Maraskan empfohlen wird, und was für Al'anfa? (Der berühmte Asado alanfano vom Hund wird's ja wohl nicht sein?) Danke schonmal!

Edit: Und sind zB Achaz berücksichtigt? Elfen? Goblins? Nivesen?

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Jyivindar
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Ungelesener Beitrag von Jyivindar » 25.04.2018 19:55

Marskan ist mit 2 Rezepten vertreten :
- Maraskanischer Feuertopf (Chili Con Carne mit Rotwein)
- Kutjajiar (Kutja) - (süße Getreidesuppe, eigentlich Russisch)

Südaventurien (Al'Anfa)
- Bobotie von den Zimtinseln (Bobotie mit Hackfleisch)
- Hôt-Alemer Erdnusstopf (Erdnusscurry)
- Sklavenfraß (Gemüsepolenta)
- Meridianisches Jambalaya (Jambalaya mit Garnelen)
- Grandenmilch (Obstmilch)
- Al`Anfaner Frühstückssuppe (Reissuppe)
- Brabaker Baummelonen (Überbackene Papayas)

Achaz, Elfen, Goblins und Nivesen (Svelltal wäre drin) sind nicht aufgeführt sondern nach Regionen.

Was ich noch anmerken wollte.. Die Geschichten und Anekdoten die unter den Rezepten stehen sind teils ganz gut eigentlich.
Viele so lala, aber wie es aussieht sind die explizit für das Buch angefertigt (erfunden) worden... zu denen die ich nachgeforscht habe, habe ich keine Hinweise in anderen Publikationen gefunden ob das nun stimmt oder nicht. Seis drum.. werde wohl eh nie ein Kochbuch als Quellenangabe verwenden :lol:
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 26.04.2018 03:07

Allerherzlichsten Dank, in Travias Namen!

Mich würde offenbar ein anderer Ansatz reizen:
Erst recherchieren, was in den verschiedenen Spielhilfen dazu steht, was die Leute dort essen, und dann halbwegs passende Rezepte dazu suchen, oder nötigenfalls erfinden.
Da würde ich dann auch eher auf Vollständigkeit gehen, auch wenn weidener Hofküche (gekochter Keilerkopf?) oder Lagerfeuer-Eintopf der Nivesen vielleicht nicht so spieltischtauglich wäre. Aber hey, wenn man sich ein bisschen anstrengt - blutiges Steak für den Aikar Brazoragh, oder Mettbrötchen für die svellttaler Orks, oder Carpaccio mit Quark für Ferkinas, das geht bestimmt irgendwie. :)

Jambalaya für den Süden, das ist auch einer meiner Favoriten.

Bei Maraskan glaube ich seit langem, dass man völlig eigene Rezepte erfinden müsste, nach den vier Geschmacksrichtungen: zu scharf, zu süß, zu sauer und zu bitter. :lol:
Das kombinieren mit vier oder acht Zubereitungsweisen (gekocht, gebacken, gegrillt, ... roh? frittiert? gebraten? geräuchert? eingesalzen?), und wir kommen zu ganz seltsamen Festtagsessen namens "vierfache Speisung", vielleicht aus sauer-scharfer Suppe (szechuan-Suppe), süß-bitterem Salat (chicoree mit Mandarinen), scharf-süßen Grillspießen (Saté) und bitter-saurer Limonade oder sowas.

Ich finde es schön, dass DSA nun auch ans Kochen denkt.

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