A 125.2 Boronsfurcht (Questadores)

Hier können DSA-Abenteuer bewertet und bereits bewertete Abenteuer eingesehen werden.
Antworten

Wie hat dir das Abenteuer

sehr gut (5 Sterne)
2
6%
gut (4 Sterne)
1
3%
zufriedenstellend (3 Sterne)
15
45%
geht grad so (2 Sterne)
7
21%
schlecht (1 Stern)
8
24%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 33

Benutzeravatar
Robak
Posts in diesem Topic: 4
Beiträge: 12106
Registriert: 28.08.2003 14:10
Wohnort: Hessen
Kontaktdaten:

Errungenschaften

A 125.2 Boronsfurcht (Questadores)

Ungelesener Beitrag von Robak » 19.02.2008 11:19

Dieser Thread ist zur Bewertung und Diskussion der Inhalte des Abenteuers A125.2 Boronsfurcht von Perry Steven und Anja Jäcke vorgesehen, das 2004 im Band A125 "Questadores" erschienen ist.

Bild

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps oder Fragen oder möchtest einfach nur allgemein deine Meinung zum Abenteuer kundtun oder deine Bewertung begründen. Der Thread ist deshalb auch zur Diskussion des Abenteuers vorgesehen.

Ansonsten gilt:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!

Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Abenteuer in einigen Monaten und du möchtest dann abstimmen.

Wie hat dir das Abenteuer "Boronsfurcht" gefallen?
  • sehr gut (5 Sterne)
  • gut (4 Sterne)
  • zufriedenstellend (3 Sterne)
  • geht grad so (2 Sterne)
  • schlecht (1 Stern)
PS: Hier gelangst du zur Übersicht über alle anderen bisher durchgeführten Bewertungen.
Zuletzt geändert von StipenTreublatt am 09.06.2013 15:10, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bildlink + Link auf Wiki korrigiert

Benutzeravatar
Boris Skulkov
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 151
Registriert: 21.02.2007 13:26
Wohnort: Wien

Errungenschaften

Ungelesener Beitrag von Boris Skulkov » 20.02.2008 11:23

Habe dieses Abenteuer als Intermezzo von "Der widerspenstigen Rettung" gespielt, in dem ich das Schiff der Helden durch einen Sturm zum Halten in dem Kemikaff zwang. Der Plot hat mich nicht unbedingt vom Hocker gerissen, zumal die Helden ewig recherchieren um dann sowieso erst im letzten Moment das Attentat zu verhindern. Ausserdem bleiben die Hintergründe für die Helden doch stark im Verborgenen. Sollte es jemals ein AB geben, dass sich mit dem Corvikanerbund auseinandersetzt, wäre Boronsfurcht ein guter Einstieg, so gibt es von mir nur 2PUnkte.

(PS: hab das Ab aber jetzt grad nicht bei mir, kann also sein das mein Erinnerungsvermögen mich trügt)

Heldi
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 11117
Registriert: 27.08.2003 15:55
Wohnort: Kleinstadt, Westf.

Auszeichnungen

Errungenschaften

Ungelesener Beitrag von Heldi » 23.02.2008 17:13

Habe das AB damals bei Mysti an der Seite von Armleuchter und einem weiteren Spieler gespielt, der hier mWn nicht aktiv ist.

Mit ist nicht mehr viel in Erinnerung. Vielleicht wäre das AB einprägsamer gewesen, wenn wir uns mehr Zeit für die düstere Stimmung in dem Dorf und die Konflikte im Khemi-Reich genommen hätten. Das AB war aber in der obigen Spieler-Konstellation nur als Hinführer zu Piratenabenteuern gedacht. Soweit ich den Plot noch in Erinnerung habe ist er ja (hinsichtlich der Handlungsoptionen und der Vorgehensweisen der Helden) sowohl simpel als auch originell (der Hintergrund der Geschichte) und relativ frei (die Möglichkeiten in der Stadt). Durch die Konstellation zweier Schlüsselcharaktere konnten wir das AB entscheidend abkürzen und sind damit zu dem vorgesehenen "Intrigenteil" in der Khemi-Hauptstadt gar nicht richtig gekommen.

Ich gebe daher im Ergebnis aus den Bruchstücken meiner Erinnerung 2,4 Punkte!

Benutzeravatar
Oceansoul
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 383
Registriert: 13.03.2005 14:54
Wohnort: Wien

Ungelesener Beitrag von Oceansoul » 24.02.2008 10:44

Nachdem ich mich ebenfalls nicht mehr genau an dieses Abenteuer erinnern kann, sagt dass vielleicht auch ein wenig darüber aus...
Nichtsdesto trotz fand ich das Abenteuer aber ganz nett, weil der Plot recht simpel war und Möglichkeiten gelassen hat, den Süden usw. zu entdecken und kennen zu lernen. Nachdem ich nicht geleitet habe, weiß ich nicht, wie viel da angegeben war, aber ich denke mit ein wenig Aufwand lässt sie da sicher einiges machen um den - nicht allzu beeindruckenden, aber okayen - Plot durch eine spannende Umgebung aufzubessern.
Insgesamt von mir also eine 3, weil das Abenteuer (in meiner Erinnerung) weder allzu große Schwächen noch Stärken hatte und - obwohl es nicht mit anderen Abenteuern mithalten kann - uns einige spannende Stunden bereitet hat.

Benutzeravatar
bluedragon7
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 10469
Registriert: 03.02.2004 16:44
Geschlecht:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Ungelesener Beitrag von bluedragon7 » 20.06.2008 11:55

Hab das AB gelesen in Vorbereitung auf eine Piratenkampagne im Süden und mich hat es nicht überzeugt, aber irgendwie ist mir das Kemireich eh etwas fremd, das ist früher eifach so aus dem nichts in den Anhängen einiger Abenteuer aufgetaucht und war dann Auslöser für Kriege, irgendwie habe ich das Gefühl behalten daß es einfach nur unpassend in Aventurien eingefügt wurde.

Benutzeravatar
Na'rat
Posts in diesem Topic: 2
Beiträge: 24278
Registriert: 11.02.2005 21:14
Kontaktdaten:

Errungenschaften

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 20.06.2008 20:43

2 Punkte. Habe das AB auch eher schwach in Erinnerung.

Lag wohl hauptsächlich daran was der Plot möglich (ein unbedarfte junge Frau soll jemanden schwerbewachtes töten) oder unmöglich (die Frau vor dem Attentat zu stellen) machte.

Benutzeravatar
Amat von Lowangen
Posts in diesem Topic: 3
Beiträge: 1537
Registriert: 28.08.2003 12:41
Wohnort: Köln

Ungelesener Beitrag von Amat von Lowangen » 11.07.2008 02:07

Trahelien stinkt ohne Ende! Warum sollte es irgendjemanden interessieren, wer dort durch was stirbt?

Unsere Helden waren allesamt so desinteressiert, dass unser Schiff schon vor dem eigentlichen Attentat wieder ablegte. Ein Punkt.

Benutzeravatar
Satinavian
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 3848
Registriert: 30.03.2007 11:53

Errungenschaften

Ungelesener Beitrag von Satinavian » 11.07.2008 11:13

Ich fand es in Ordnung. Nicht gerade wirklich erinnerungswert aber ohne große Schwächen. Positiv in Erinnerung ist mir, dass man jemandem, der ständig entkommen soll, auch das Handwerkszeug dazu mit auf den Weg gegeben hat.

3 Punkte

Benutzeravatar
Robak
Posts in diesem Topic: 4
Beiträge: 12106
Registriert: 28.08.2003 14:10
Wohnort: Hessen
Kontaktdaten:

Errungenschaften

Ungelesener Beitrag von Robak » 11.07.2008 12:06

Also ich finde es eigentlich nicht schwer die Helden zu motivieren.

Da plant jemand einen Anschlag auf die horasische Vizekönigin des Südmeeres. Selbst eine tulamidische Söldnerseele sollte davon ausgehen, dass es eine super Belohnung gibt wenn man ihr das Leben rettet.

Wenn die "Helden" keine Lust haben jemanden reichen und mächtigen vor einem Anschlag zu bewahren und sich dessen immerwährende Dankbarkeit zu versichern, dann ist das ihr Problem.
Interessanterweise habe ich noch nie jemanden bei einem Anschlag im Neuen Reich sagen hören, dass den Helden das Schicksal des Grafen x einfach egal war.

Edit: Der Fehler des Abenteuers liegt eher darin, dass das Finale festgelegt ist. Damit ist klar, dass die Helden keine Erfolge bei der Suche nach dem Täter haben dürfen. Damit ist es leider wieder ein Pseudo-Detektivabenteuer bei dem die Helden eigentlich nur dem Plot zuschauen ihn aber nicht selbst vorantreiben dürfen. Aus diesem Grund bekommt das Abenteuer von mir auch nur 3 Punkte.

Gruß Robak

Benutzeravatar
Amat von Lowangen
Posts in diesem Topic: 3
Beiträge: 1537
Registriert: 28.08.2003 12:41
Wohnort: Köln

Ungelesener Beitrag von Amat von Lowangen » 02.09.2008 12:15

Robak hat geschrieben:Wenn die "Helden" keine Lust haben jemanden reichen und mächtigen vor einem Anschlag zu bewahren und sich dessen immerwährende Dankbarkeit zu versichern, dann ist das ihr Problem.
Interessanterweise habe ich noch nie jemanden bei einem Anschlag im Neuen Reich sagen hören, dass den Helden das Schicksal des Grafen x einfach egal war.
Weil eben das Mittelreich, im völligen Gegensatz zu Trahelien, nicht ohne Ende stinkt!
"Die horasische Vizekönigin des Südmeers aus Trahelien" vereint so viel hassenwerte Elemente in sich, dass es in all unseren Heldengruppen nur zwei oder drei (von dreißig) Helden gäbe, die überhaupt in Erwägung ziehen würden, sich da einzumischen. Und selbst die hätten es ja nicht geschafft, weil das AB es eben so will.

Benutzeravatar
Na'rat
Posts in diesem Topic: 2
Beiträge: 24278
Registriert: 11.02.2005 21:14
Kontaktdaten:

Errungenschaften

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 02.09.2008 12:49

Na ja, unsere Piraten haben es wegen der Belohnung gemacht, die aus einen schicken Orden für die Offiziere (mit dem man bei Horasiern Eindruck schinden kann) und einem Kaperbrief (mit dem man eine Partei weniger fürchten muss) bestand.

Da sich der Kapitän als horasischer Patriot versteht war es klar das der eingreifen wollte, die Mannschaft hat er aber nur mit Aussicht Belohnung motiviert.

Benutzeravatar
Robak
Posts in diesem Topic: 4
Beiträge: 12106
Registriert: 28.08.2003 14:10
Wohnort: Hessen
Kontaktdaten:

Errungenschaften

Ungelesener Beitrag von Robak » 02.09.2008 13:19

@ Amat:
die Kritik erscheint mir alles andere als Objektiv.
Zum einen ist es nicht die "Die horasische Vizekönigin des Südmeers aus Trahelien" sondern die "Die horasische Vizekönigin des Südmeers die sich im Moment in Trahelien aufhält."
Zum zweiten findet sich eigentlich für so gut wie alle Charaktere außer solchen ausgeprägter Feindschaft zu Horasiern eine passende Motivation.
Jede Söldnerseele kann sich ausrechnen, dass es ziemlich lukrativ ist reichen und mächtigen Leuten das Leben zu retten und die menschenfreundlichen Charaktere sollten einen Mord per see ablehnen.

Natürlich ist es nicht sonderlich sinnvoll mit Spielern die eine "Region X ist dämlich"-Einstellung haben unbedingt Abenteuer in der Region X erleben zu wollen. Das führt leicht zu einer bewussten Sabotage des Abenteuers. Man kann sicher auch mit Elfenhassern Vermächtnis der Völker spielen, aber dann sollte sich kein Teilnehmer wundern, dass da kein gutes Abenteuer draus wird.

Gruß Robak

Benutzeravatar
Amat von Lowangen
Posts in diesem Topic: 3
Beiträge: 1537
Registriert: 28.08.2003 12:41
Wohnort: Köln

Ungelesener Beitrag von Amat von Lowangen » 02.09.2008 14:34

Guter Punkt. Aber nachdem Trahelien eine der völlig zu Recht meist gehassten Regionen Aventuriens ist, sollte man auf AB generell verzichten, in denen man den Traheliern helfen soll.

Benutzeravatar
Robak
Posts in diesem Topic: 4
Beiträge: 12106
Registriert: 28.08.2003 14:10
Wohnort: Hessen
Kontaktdaten:

Errungenschaften

Ungelesener Beitrag von Robak » 02.09.2008 14:36

Welchem Trahelier hilft man denn?

Gruß Robak

Benutzeravatar
rillenmanni
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 365
Registriert: 18.09.2007 11:59
Wohnort: Deibelherg

Errungenschaften

Ungelesener Beitrag von rillenmanni » 05.09.2008 11:36

Aber nachdem Trahelien eine der völlig zu Recht meist gehassten Regionen Aventuriens ist
??

Weder die Aussage noch die darauf basierende Schlussfolgerung sind nachvollziehbar.

Ein bißchen weniger Emotion wäre der Sache gewiß hilfreich.

Herr der Nacht
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 67
Registriert: 21.03.2009 22:57

Re: A 125.2 Boronsfurcht (Questadores)

Ungelesener Beitrag von Herr der Nacht » 22.12.2009 12:37

Im Endeffekt eine Schnitzelsuche mit vielen Hindernissen welche den Spielern Zeitdruck suggerieren soll, letztendlich jedoch auf ein gescriptetes Ergebnis hinaus läuft und ihnen bis dahin keinen Erfolg gönnt.

Und dass die Antagonistin im letzten Moment versagt mildert selbst dieses finale Erfolgserlebnis, immerhin hätten sie auch nicht dabei sein können und dass Ergebnis wäre dass selbe gewesen.

Meiner Meinung nach ein Paradebeispiel wie man eine "Entlarvt den Attentäter-Schnitzeljagd" eben nicht aufbauen sollte.

Zwar könnte man mit Änderungen hier und dort den Plot etwas aufbessern und Handlungsfreiheit geben, aber dabei wird einem weder von dieser Abenteuervorlage geholfen noch ist dies bewertungsrelevant da ich nur bewerte was mir auch tatsächlich vorliegt.
Daher gibt es von meiner Seite 1 Punkt.

Benutzeravatar
Thallion
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 2103
Registriert: 24.10.2007 08:41
Wohnort: Oberhausen
Geschlecht:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Re: A 125.2 Boronsfurcht (Questadores)

Ungelesener Beitrag von Thallion » 13.07.2010 14:46

Ich schließe mich Herr der Nacht an, vergebe jedoch knappe 2 Punkte.

Gruß
Thallion

Benutzeravatar
totoschka
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 14
Registriert: 11.04.2009 03:27

Re: A 125.2 Boronsfurcht (Questadores)

Ungelesener Beitrag von totoschka » 16.01.2011 13:42

Abgesehen von der Tatsache, dass die Helden keine reale Möglichkeit haben einzugreifen (ist ja auch schon zur Genüge erwähnt worden)fand ich den Abschnitt in Merkem sehr problematisch:
1. Es ist durchaus nicht einfach eine Heldengruppe zu motivieren in einem Dorf Nachforschungen anzustellen, das bis in die Haarwurzeln fremdenfeindlich ist.
2. Die Helden sehen die Mitverschwörer in der Nacht. In einem Dorf ist es kein Problem diese wiederzufinden und zu verhören, wobei sie schon an alle wesentlich Informationen (Gift im Süden und Händler im Norden Khefus) gelangen.
Meine Wertung pendelt daher zwischen 2 - 3 Punkten. Positiv ist anzumerken, dass dem Abenteuer mehrere Illustrationen zum austeilen beiliegen.

totoschka

PS: Ich habe nicht verstanden warum in einer Stadt, die über Jahrhunderte dem Mittelreich angehörte und über eine echsische Minorität verfügt, ein Rastullah - Bethaus stehen muss.

Yramis
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 367
Registriert: 12.08.2007 15:00

Re: A 125.2 Boronsfurcht (Questadores)

Ungelesener Beitrag von Yramis » 03.06.2013 11:21

Ich leite zur Zeit dieses Abenteuer.

Hinter dem Abenteuer steckt eine interessante Idee, zumal es meines Wissens sehr wenige Abenteuer gibt, die im Kemi-Reich spielen. Allerdings hat es auch einige Nadelöhre, durch die die Helden hindurch gehen müssen.

Das fängt schon mal damit an, die Helden überhaupt in Merkem von Bord zu bekommen, wenn der Kapitäm ihnen sagt, daß die Leute dort nicht besonders aufgeschlossen sind. Dann sollen die Helden im Ort bleiben, nachdem der Abt seien Hassrede auf Fremde gehalten hat und die Helden den einen oder anderen feindseligen Blick der Zuschauer geerntet haben. Wenn dann noch eine Heldin oder auch ein Held aus dem Horasreich dabei ist, die die Verschwörung mitanhören ("Die Chesti aus Horasia soll sterben"), dann stellt sich die Frage um so mehr, ob man sich nicht doch lieber auf dem Schiff verbarrikadiert und auf die baldige Abreise wartet, anstatt Nachforschungen anzustellen - zumal es ja eine "Hintergrundaufgabe" gibt, die die Helden überhaupt auf das Schiff gelotst hat. Auch und gerade wenn die Helden nicht direkt betroffen sind, ist die Frage, in wie weit sie (als typische Questadores oder was sich sonst dort im Süden herumtreibt) dafür interessieren, was mit irgendeiner Horasiern passiert - mehr Information erhält man nur bei Neugier und unter Eingehen von nicht unbeträchtlichen Risiken. Wenn die Helden aber in Merkem keine Nachforschungen anstellen, haben sie in Khefu keine Anhaltspunkte, in welcher Richtung sie ihre Untersuchungen anstellen können - das Ende ist dann immer noch möglich, wenn sie zumindest den gewagten Schluß machen, daß das Attentat der Vizekönigin gelten könnte; eigentlich ist das vorgeschlagene Ende dann sogar beinahe glaubhaft, nur muß leider der interessante Mittelteil in Khefu entfallen, was dem Abenteuer den großen Reiz nimmt. Es gibt viele Stellen, an denen die Nachforschungen in eine Sackgasse ohne Wendemöglichkeit laufen können, insbesondere, wenn die Helden die Capitanya noch nicht zu ihrer Verbündeten gemacht haben - und leider ist die Spurensuche so angelegt, daß sie nur linear funktioniert.

Im Endeffekt hängt viel davon ab, ob die Helden motiviert genug sind, einer vermeintlichen Verschwörung gegen eine eventuell nicht allzu beliebte Vetreterin eines nicht unbedingt beliebten Reiches nachzugehen, nachdem sie eine oder mehrere Stellen gewarnt haben und auf Unglauben und Misstrauen gestossen sind, und ob sie erhebliche Resourcen dafür aufbringen möchten (es werden erhebliche Bestechungsgelder genannt, die sich in Größenordnung der finanziellen Belohnung am Ende bewegen. Sollten die Helden auch noch besonders gut oder schlecht sein und ein unspektakuläres Ende erzwingen, dann entgeht ihnen wahrscheinlich ein Gutteil der Anerkennung und sie werden eventuell Schwierigkeiten haben, ihren Erfolg wirklich als Erfolg zu verkaufen - den Helden wurde ja klargemacht, daß es jeden Monat 5-10 Wichtigtuer gibt, die für eine Belohnung von einem Mordkomplott berichten. Von daher funktioniert auch die Motivation über die erwartete "Belohnung" nicht so richtig gut, sobald die Helden die Rückantwort der Gesandschaft bekommen haben.
So, wie es geschrieben ist, ist das Abenteuer eigentlich nicht für echte Questadores geeignet, die sich vor allem für ihren eigenen Vorteil interessieren.

Eine Sache ist mir dabei auch noch aufgefallen: Es gibt einen Zeitplan, der vorgibt: "3. Tag, nachmittags; Ankunft der Horaslob in Khefu."
Der Vorlesetext dazu startet mit:
"Es ist kurz nach Sonnenaufgang, als ihr endlich die Stadtmauern ..." :-)

Da ich die ganze Stimmung drumherum mag und das Abenteuer ja modifiziert werden kann, schwanke ich, genau wie totoschka, zwischen 2 und 3 Punkten - ich werde wohl abstimmen, wenn wir zum Ende gekommen sind.
Eine misslungene AT bedeutet nicht, daß man daneben geschlagen hat (WdS S. 59).

Benutzeravatar
Gumbald
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 87
Registriert: 01.01.2011 23:23

Errungenschaften

Re: A 125.2 Boronsfurcht (Questadores)

Ungelesener Beitrag von Gumbald » 04.05.2015 16:15

Ich habe dieses Abenteuer als Spieler erlebt und muss zusammenfassend sagen: War OK, aber jetzt auch nicht der Hit.

Wir hatten das Problem, dass wir noch in Merkem herausgefunden haben, dass die Attentäterin in Kefû bei einem angesehenen Händler Unterschlupf suchen wird. Daher war die Option, offensiv die Behörden zu informieren, nie wirklich von uns in Betrach gezogen worden, da wir befürchteten, dass der Händler gut vernetzt ist und uns so schnell auf die Schliche kommen würde. Somit fehlte uns hier (anscheinend, wie man so liest) ein wichtiger Ansprechpartner.
Wir hatten ledigliche im Boron-Tempel eine Person, die wir später ins Vertrauen gezogen haben. Die Horaische Botschaft wurde dann auch informiert, war aber auch nicht sehr hilfreich.
Somit stolperten wir ein wenig ziellos durch das Abenteuer, fanden aber den Händler und einen geheimen Eingang in sein Haus, vermasselten dann aber doch in letzter Sekunde den Zugriff auf die Attentäterin.
Daher lief es bei und auch auf das gescriptete Ende hinaus.
Unser Spielleriter war abschließend auch der Meinung, dass das Abenteuer einige logische Brüche aufwies, die ihm aber leider erst im Spiel aufgefallen sind ("Ja.. stimmt.. wie sollen die da jetzt eigentlich drauf kommen? VERDAMMT") und den Plot somit etwas zäh gestalteten.
Das Setting ansonsten war aber durchaus nett, somit kein Totalausfall und 3 Punkte.

Antworten