Schiffsfahrt in Aventurien

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Cattivo von Aravanadi
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Schiffsfahrt in Aventurien

Ungelesener Beitrag von Cattivo von Aravanadi » 17.12.2007 16:04

Ich bin am überlegen, wie man mit einem Boot von Festum nach Havenna kommen könnte. Die erste Etappe, die mir "Schwierigkeiten" macht, scheint die Blutige See zu sein.
wiki-aventuria hat geschrieben:Die Blutige See ist ein Teil des Perlenmeeres. Sie umgibt Maraskan und reicht von Vallusa im Norden bis nach Jilaskan im Süden. Entstanden ist die Blutige See im Laufe der Borbaradkrise, als mehr und mehr Charyptorothpaktierer das Meer zwischen Maraskan und dem Festland pervertierten. Hauptursache hierfür sind vor allem die als Dämonenarchen bekannten Ma'hay'tamim.

Die Blutige See dürfte wegen der dortigen Dämonen, charyptoiden Kreaturen und der pervertierten Natur, eins der gefährlichsten Gewässer Aventuriens sein. Seit einiger Zeit befinden sich die chaotischen Effekte, die vor Jahren mit Gewalt über das Perlenmeer hereingebrachen, latent im Rückgang, so als fänden elementare und chaotische Kräfte ein Gleichgewicht.
Kann man Maraskan an der Ostseite umfahren? Oder kommt man durch die blutige See in einem Konvoi "halbswegs" sicher hindurch?

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 17.12.2007 16:11

Ja, man kann östlich an Maraskan vorbei kann, man ist aber nicht wirklich ungefährlicher. Konvois haben den Nachteil das deren Routen recht bekannt sind.
Hier zum nachlesen:

http://www.dasschwarzeauge.de/index.php?id=114

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Ungelesener Beitrag von Varana » 17.12.2007 19:11

Östlich an Maraskan vorbei, ist eher gefährlicher als auf bekannten Routen - dort sind die diversen Unheiligtümer, und der einzige Verkehr sind Schwarze.
Was heißt denn "Boot"? Für ein Schiff böte sich sicherlich die Möglichkeit, sich einem Konvoi anzuschließen - auch zur Zeit der Blutigen See fahren die Bornländer regelmäßig (einmal im Jahr hin, einmal zurück) nach Süden (Mhanerhaven, Kannemünde und Pt Stoerrebrandt). Ist man einmal im Golf von Perricum, gibt es aber auch andere Handelsfahrer - ein paar Mittelreicher, Aranier, Khunchomer, Maraskaner Schmuggler...
Die Blutige See gehört zu den gefährlichsten Etappen, aber ist nicht unbefahrbar (zumal man sie in neueren Publikationen etwas abgeschwächt hat).

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Auribiel
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Ungelesener Beitrag von Auribiel » 17.12.2007 21:59

@Cattivo:

Laut der Aussage von Stefan Küppers und Michael Masberg (?) auf der diesjährigen Ratcon, hat sich der Schrecken der blutigen See mehr auf die offene See hinausverlagert, so dass die Küsten wieder halbwegs sicher sind und man nicht beständig Gefahr läuft, von einer Dämonenarche attackiert zu werden. Damit wurden auch bisherige Beschreibungen revidiert. Scheint die Setzung zu sein, die nun künftig von redaktioneller Seite umgesetzt werden soll. Von daher ist diese Gefahr wohl auch nicht mehr dringlicher als die üblichen Piraten Südaventuriens usw.

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Ungelesener Beitrag von Olvir Albruch » 17.12.2007 22:00

@Cattivo Also wenn es dir nicht nur ums Prinzip geht, würde ich diese Strecke doch lieber über Land absolvieren, da bist du um einiges schneller, kürzer und billiger bedient!;)

MfG,
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Ungelesener Beitrag von Gulmond » 17.12.2007 22:28

Vielleicht sicherer, aber nicht schneller oder billiger. Im meistschirm sind Tabellen für Reisezeiten und ich bin recht sicher, das man mit dem Schiff besser dran ist
Ansonsten ist hinzuzufügen, das Orons staatliches Ende die Seefahrt wieder erleichtert hat. Man fährt nicht mehr zwischen Scylla und Charyptis, wenn man durch den Maraskansund muss.

Wirklich gefährlich ist in der Tat nur noch die Gegend nahe bei Rulat und die Region östlich und südöstlich von Maraskan.
Bleibt man nahe am aventurischen Festland, ist man relativ sicher.

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 18.12.2007 01:59

Auribiel hat geschrieben:Laut der Aussage von Stefan Küppers und Michael Masberg (?) auf der diesjährigen Ratcon, hat sich der Schrecken der blutigen See mehr auf die offene See hinausverlagert, so dass die Küsten wieder halbwegs sicher sind und man nicht beständig Gefahr läuft, von einer Dämonenarche attackiert zu werden. Damit wurden auch bisherige Beschreibungen revidiert. Scheint die Setzung zu sein, die nun künftig von redaktioneller Seite umgesetzt werden soll. Von daher ist diese Gefahr wohl auch nicht mehr dringlicher als die üblichen Piraten Südaventuriens usw.
Und wo kann man das bitte nachlesen? Efferds Woge ist ja schon raus.

Habe ich schon erwähnt das mich solches Gewurschtle nervt?

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Ungelesener Beitrag von Gulmond » 18.12.2007 08:11

Dann versuch es doch mal ebenda. S. 30 zum Beispiel

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 18.12.2007 12:46

Gulmond hat geschrieben:Dann versuch es doch mal ebenda. S. 30 zum Beispiel
Und wie wird das begründet das die Blutige See plötzlich weniger blutig ist?

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tele
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Ungelesener Beitrag von tele » 18.12.2007 14:28

Steht auch in "Land der ersten Sonne", S. 137. Eine echte Begründung wird nicht gegeben, sondern nur erwähnt, dass sich die dämischen und elementaren Kräfte quasi ausgeglichen haben.

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 18.12.2007 14:35

tele hat geschrieben:Steht auch in "Land der ersten Sonne", S. 137. Eine echte Begründung wird nicht gegeben, sondern nur erwähnt, dass sich die dämischen und elementaren Kräfte quasi ausgeglichen haben.
Tolle Begründung. :rolleyes: Warten wir mal ab ob das auch mit den restlichen Schwarzen Landen passiert.

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Ungelesener Beitrag von Cattivo von Aravanadi » 18.12.2007 14:45

Seereise - zweiter Teil

Wenn man es nun - von Festum kommend - geschafft haben sollte, die Blutige See zu überwinden, dann dürfte die nächste echte Herausforderung das Perlenmeer und die Halbinsel von Al´Anfa sein.

Gibt es dort - außer Piraten - noch weitere Hindernisse, die man regeltechnisch kennen sollte?

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Ungelesener Beitrag von tele » 18.12.2007 14:52

Wenn man küstennah fährt, hat man im Selemgrund Sandbänke & Untiefen.

In Brabak werdet ihr wohl das Schiff und den Kapitän wechseln müssen, da zumindest die meisten Schiffe und Kapitäne auf "ihrer" Seite von Kap Brabak bleiben. Eine Quelle habe ich dazu leider grad nicht zur Hand, zumindest war es schonmal nicht in der gepgraphia s. 131 :-(
Vielleicht in Meridiana im Kapitel für Brabak?

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 18.12.2007 15:18

Cattivo von Aravanadi hat geschrieben:Gibt es dort - außer Piraten - noch weitere Hindernisse, die man regeltechnisch kennen sollte?
Al'Anfaner die spontan festgelegte Zölle kassieren.

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Ungelesener Beitrag von Praiokles » 18.12.2007 15:43

Na'rat hat geschrieben:
Cattivo von Aravanadi hat geschrieben:Gibt es dort - außer Piraten - noch weitere Hindernisse, die man regeltechnisch kennen sollte?
Al'Anfaner die spontan festgelegte Zölle kassieren.
Falls die Helden vorhaben größere Mengen an Waren mitzunehmen, sollten sie nachrechnen, ob Transportgebühren, und Zölle und möglicher Verlust durch Nässe und Ungeziefer den Gewinn nicht auffressen. Wie hoch die Zölle sind, weiß ich nicht, aber wenn grade ein neues Monument gebaut werden muss und der Hafenbeamte schlechte Laune hat, können das schon... ich sag mal: bis zu 20% sein. Wobei der Wert in Al´Anfa angenommen wird und nicht der Einkaufswert in Festum.

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Ungelesener Beitrag von Cattivo von Aravanadi » 18.12.2007 15:50

Praiokles hat geschrieben:Falls die Helden vorhaben größere Mengen an Waren mitzunehmen, sollten sie nachrechnen, ob Transportgebühren, und Zölle und möglicher Verlust durch Nässe und Ungeziefer den Gewinn nicht auffressen.
So schlimm sollte man es nicht darstellen. Denn dann würde kein Handel mehr getrieben werden. Was aber die Stoerrebrandt wiederlegen. Und das Intro zu Klar zum Entern schreibt z.B. ausdrücklich, dass Seefahrt sich lohnt.

Aber auch ein Totalverlust im Einzelfall ist bei Sinken der in Folge von Piraterie sicherlich möglich.

Regelmäßige existenzvernichtende Steuern sind spieltheoretisch unmöglich. Denn sie vernichten auch die Existenz des Steuereintreibers bzw. des Steuererhebers. Selbst wenn solche Steuern im Einzelfall erhoben werden, muss es doch statistisch die Ausnahme bleiben.

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Ungelesener Beitrag von Praiokles » 18.12.2007 15:58

Damit meine ich eher, dass die Helden darauf achten was sie mitnehmen wollen. Da muss ganz klar kalkuliert werden, welche Waren sich lohnen, also genug Gewinn abwerfen.

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Gregon
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Ungelesener Beitrag von Gregon » 18.12.2007 16:07

Cattivo von Aravanadi hat geschrieben:Regelmäßige existenzvernichtende Steuern sind spieltheoretisch unmöglich. Denn sie vernichten auch die Existenz des Steuereintreibers bzw. des Steuererhebers. Selbst wenn solche Steuern im Einzelfall erhoben werden, muss es doch statistisch die Ausnahme bleiben.
Ich erspare mir langatmige, besserwisserische Ausführungen über den Sinn und Unsinn von Besteuerung im Mittelalter, und fasse mich kurz: Es gab und gibt immer wieder Beispiele, wo mehr als 100% vom Umsatz als Steuer abzuführen ist. Derart die Wirtschaft einschränkende Steuern (in erster Linie Zölle, Steuern sind eine andere Geschichte) waren im Mittelalter durchaus verbreitet, deutlich mehr als heutzutage. Trotzdem lohnte sich Handel in den meisten Fällen... die Verkaufspreise müssen halt nur entsprechend hoch sein.

Ach ja: Mittelalterliche Seefahrt ist fast immer günstiger als ein Landtransport (bei Reisen kann es anders aussehen). Bis zur Erfindung der Eisenbahn war es fast immer günstiger, Transporte per Schiff zu erledigen statt über Land. Grob konnte man den Kostenunterschied je Meile und Tonne mit etwa 1:100 ansetzen (genauer: 12:1000 - wenn mich mein Gedächtnis nicht trübt, da es schon eine Weile her ist, dass ich mich da mal reingelesen hatte). Das heißt, es war günstiger 100 Meilen über See zu transportieren statt 1 Meile über Land. Selbst Flussauf war bei weitem günstiger als der Landweg.
PS: Die Angabe fürs Land hängt natürlich stark vom Gebiet und Jahreszeit ab - mit Straßen ausgebaute, flache Ebenen oder verschneites Gebirge.

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Ungelesener Beitrag von Cattivo von Aravanadi » 18.12.2007 16:24

Gregon hat geschrieben:Es gab und gibt immer wieder Beispiele, wo mehr als 100% vom Umsatz als Steuer abzuführen ist.

Trotzdem lohnte sich Handel in den meisten Fällen... die Verkaufspreise müssen halt nur entsprechend hoch sein.
Irgendetwas muss ich im Mittelteil nicht mitgekriegt haben. Wenn ich
  1. mehr als 100% vom Umsatz abführen muss, dann können
  2. die Verkaufspreise so hoch sein, wie sie wollen.
Überschuss (Verkaufspreis/Umsatz ./. Steuern+Abgaben) erziele ich dann nie. Da will ich von dem Einkaufspreis und sonstigen Kosten gar nicht reden.

Damit sich soetwas für den Händler lohnen kann, muss die Steuerwahrscheinlichkeit < 100 % sein. Entweder fällt die Steuer nicht immer an (Willkür oder Ausnahmen), oder sie wird strukturell und erfolgreich hinterzogen.

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muskel-michi
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Ungelesener Beitrag von muskel-michi » 18.12.2007 18:02

Als ungefähre Annäherung kann man doch die feinen Seezonen-Regeln im Arsenal nutzen.

Und vermutlich ist oben nicht >100% vom Umsatz, sondern vom ursprünglichen Einkaufspreis gemeint. :wink:

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Ungelesener Beitrag von Cattivo von Aravanadi » 18.12.2007 18:39

muskel-michi hat geschrieben:Als ungefähre Annäherung kann man doch die feinen Seezonen-Regeln im Arsenal nutzen.

Und vermutlich ist oben nicht >100% vom Umsatz, sondern vom ursprünglichen Einkaufspreis gemeint. :wink:
In dem Fall wäre eine Manipulation recht leicht. Gerade im Mittelalter, wo es an einem geordneten Belegwesen fehlt. Die Einkaufspreise würden halt entsprechend "angepasst" werden. Was ich mit meiner statistischen Wahrscheinlichkeit und der Steuerquote < 100 % meinte. Nicht jeder Fall wird (vollständig) der Steuer unterlegt.

Nur Luxusgüter dürften einen Verkaufspreis von (EK + 100 % steuern + Transportkosten + Streuverluste) erwirtschaftet haben. Aber es dürfte auch Handel mit Gütern gegeben haben, die nicht als Luxusgüter bezeichnet werden können. Dasselbe sollte auch in Aventurien gelten.

Das Arsenal habe ich (leider) nicht. Was steht denn da ungefähr?

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Gulmond
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Ungelesener Beitrag von Gulmond » 18.12.2007 18:59

Na'rat hat geschrieben:
Gulmond hat geschrieben:Dann versuch es doch mal ebenda. S. 30 zum Beispiel
Und wie wird das begründet das die Blutige See plötzlich weniger blutig ist?
Das hat mehrere Gründe. Der Untergang Orons zum Beispiel sorgt für ein Abflauen von Charyptorothritualen an der elburischen Küste. Das schwächt die blutige See.
Helden waren hier eben erfolgreich, die Kirchen haben gut zusammen gewirkt und den Feind langsam geschwächt.
Außerdem ist der Splitter nicht mehr in Küstennähe lokalisiert, sondern eben an Bord der Plagenbringen auf hoher See.
Die blutige See ist nicht unbedingt nur schwächer, sondern hat ihren Schwerpunkt von der aventurischen Küste weg nach Osten auf die Hochsee verlegt.

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Robak
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Ungelesener Beitrag von Robak » 18.12.2007 22:36

Cattivo von Aravanadi hat geschrieben: So schlimm sollte man es nicht darstellen. Denn dann würde kein Handel mehr getrieben werden. Was aber die Stoerrebrandt wiederlegen. Und das Intro zu Klar zum Entern schreibt z.B. ausdrücklich, dass Seefahrt sich lohnt.

Aber auch ein Totalverlust im Einzelfall ist bei Sinken der in Folge von Piraterie sicherlich möglich.

Regelmäßige existenzvernichtende Steuern sind spieltheoretisch unmöglich. Denn sie vernichten auch die Existenz des Steuereintreibers bzw. des Steuererhebers. Selbst wenn solche Steuern im Einzelfall erhoben werden, muss es doch statistisch die Ausnahme bleiben.
Ahmen!

Wenn man Wert auf eine halbwegs funktionierende Welt legt, dann können Reisen gar nicht so gefährlich sein wie es manche Abenteuer gerne verklickern würden.

Wenn die Gefahr zu hoch ist, dann gibt es einfach niemanden mehr der da lang fährt und damit auch nichts was Piraten interessieren könnte.
Die alte blutige See ist genauso wie Glorania und der Dschungel im inneren Maraskans ein Setting, bei dem sich die Autoren zu sehr in die Tödlichkeit ihres Settings verliebt haben und es so tödlich gemacht haben wie die Antarktis. Doch die Antarktis ist nicht nur der tödlichste sondern eben auch der langweiligste Ort unserer Erde (Zumindest was Ereignisse mit Menschen angeht).

@ Na'rat:
Du solltest schon wissen was du willst.
Entweder willst du, dass die Redaktion Fehler erkennt und korrigiert, dann muss man ihr nach der Korrektur die von der Bundeswehr bekannte Erzieherische Maßnahme (Lob) zukommen lassen und sollte sie nicht dafür kritisieren, dass sie die Änderung vorgenommen hat, oder aber man will, dass sich nichts ändern, dann sollte man aber auch aufhören die Setzung zu kritisieren. Macht man beides, dann ist das irgendwie unstatthaft. (Zumindest meiner Meinung nach).

Ich für meinen Teil freue mich, dass die blutige See mit ldES als deutlich weniger gefährlich beschrieben wurde. Bei der alten Blutigen See konnte man ja schon froh sein wenn das eigene Schiff nur von einer Seeschlange und nicht von der Plagenbringer versenkt wurde.
Der Untergang Orons bietet auch eine gute Ingame Begründung für die verringerten Gefahren zumal man in Aventurien ja viel Küstenschifffahrt betreibt. Die Sprengung des Belagerungsrings um Beilunk und die Befreiung der Grafschaft Misamund haben den Griff den Zugriff der Schwarzen Lande auf die aventurische Festlandsküste doch recht stark eingeschränkt. Die Länge der zu den Schwarzen Landen gehörenden aventursichen Festlandsküste wurde quasi halbiert.

@ Gregon:
Ich erspare mir langatmige, besserwisserische Ausführungen über den Sinn und Unsinn von Besteuerung im Mittelalter, und fasse mich kurz: Es gab und gibt immer wieder Beispiele, wo mehr als 100% vom Umsatz als Steuer abzuführen ist. Derart die Wirtschaft einschränkende Steuern (in erster Linie Zölle, Steuern sind eine andere Geschichte) waren im Mittelalter durchaus verbreitet, deutlich mehr als heutzutage. Trotzdem lohnte sich Handel in den meisten Fällen... die Verkaufspreise müssen halt nur entsprechend hoch sein.
Genau das sagt doch Cattivo.

Vor allem muss einem klar sein, dass 100% Steuern auf den Verkaufspreis eben nicht bedeutet, dass der Preis zu 100% aus Steuern besteht. Sowohl Zigaretten als auch Benzin haben im Moment einen hohen Steuersatz, der zu einem Aufschlag von weit mehr als 100% auf den Verkaufspreis besteht. Das ändert aber nichts daran, dass sich der Handel mit diesen Gütern immer noch rentiert.

Beispiel: Wenn der Maharadscha von ... auf den Verkauf von Pfeffer an Potugisische Händler 900% Steuern verlangt, dann kann das immer noch sehr lohnend sein wenn die Gewinnspanne entsprechend hoch ist. Gerade Pfeffer wuchs in Indien quasi wie bei uns Wein während man es in Europa fast mit Gold aufwog. Die Gewinnspannen waren gewaltig. Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Verkaufspreis 100 mal so hoch war wie der Einkauspreis.

Bei den Transportkosten stimme ich Dir hingegen vollständig zu. In der Regel ist der Transport per Schiff immer preiswerter als jede andere Transportmöglichkeit.
Ein Schiff wie eine Potte kann man mit relativ wenig Seeleuten bewegen, während man für die gleiche Menge von Waren bei einem Landtransport extrem viele Wagen bzw. Lasttiere benötigt.
Eine Hansekogge kommt auf eine Traglast von 80 bis 200 Tonnen bei einer Besatzung von knapp 20 Mann. Für eine Traglast von 100 Tonnen benötigt man zu Land mehr als 200 Kamele.
Der große Unterschied liegt auch in den Laufenden Kosten. Last- oder Zugtiere müssen fressen und eignen sich damit nur sehr begrenzt für den Transport von Massengütern wie Nahrungsmitteln. Hinzu kommt, dass Schiffe pro Tag in der Regel viel weitere Strecken zurück legen. Der Landweg lohnt sich eigentlich nur dann wenn ein Seeweg nicht möglich ist und die Güter so wertvoll sind, dass man auch dann noch am Markt bestehen kann wenn man die Transportkosten auf den Preis aufschlägt.

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Ungelesener Beitrag von Gregon » 18.12.2007 23:13

Cattivo von Aravanadi hat geschrieben:
Gregon hat geschrieben:Es gab und gibt immer wieder Beispiele, wo mehr als 100% vom Umsatz als Steuer abzuführen ist.

Trotzdem lohnte sich Handel in den meisten Fällen... die Verkaufspreise müssen halt nur entsprechend hoch sein.
Irgendetwas muss ich im Mittelteil nicht mitgekriegt haben.
Dann will ich das Rätsel mal auflösen: A bezieht sich auf gelegentliche Situationen, nicht auf den Standard. Hier würde ein getreuliches Befolgen der Gesetze (mehr als 100% vom Umsatz) zu einem Verlust unter allen Umständen führen. B hingegen bezieht sich auf den Regelfall - nämlich dass sich Handel fast immer gelohnt hat (unabhängig von unsinnigen, aber schwer durchsetzbaren Gesetzen). Somit sind A und B nicht aufeinander bezogene, sondern voneinander getrennte Aussagen. ;)

Cattivo: Tatsächlich wurden im Mittelalter aufgrund der hohen Transportkosten (selbst zur See) in erster Linie Luxusgüter gehandelt, mit zunehmenden Seehandel (=bessere Schiffe und geringere Transportkosten) auch Güter der Mittelklasse. Nahrungsmittel, Erze und dergleichen wurden eigentlich nur in außergewöhnlichen Situationen gehandelt (z.B. bei lokalen Dürren mit entsprechend hohen Nahrungspreisen - es lebe der Markt).

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Ungelesener Beitrag von muskel-michi » 19.12.2007 00:04

Cattivo von Aravanadi hat geschrieben:Das Arsenal habe ich (leider) nicht. Was steht denn da ungefähr?
Da werden die Meere (und auch die Landstriche) in Zonen aufgeteilt und bei jeder überquerung einer Zonengrenze steigt der Preis um ungefähr ein fünftel an. Da es ungefähr ein halbes Dutzend solcher Grenzen auf der Strecke Festum-Havena zu überschreiten gibt, steigt der Preis (Der aktuelle, lokale Wert) der Ware ohnehin schonmal auf mehr als den doppelten Einkaufspreis. Dann werden noch mehrere Zonen (v.a. die Blutige See natürlich) als relativ oder sehr gefährlich eingestuft, was, auch wenn man die Gefährlichkeit inzwischen runterstuft, nochmal mehr als verdoppelt. Es ist also eine Preissteigerung von weit mehr als 200 Prozent.
Mit den selben Regeln ist der Landweg übrigens noch ein gutes Stück teurer. Als eine Alternativmöglichkeit wird noch der Weg durchs Nivesenland bis Riva und von da aus mit dem Schiff durchs Nordmeer aufgeführt, was in etwa ebenso teuer/lukrativ wie der Seeweg kommt (mit deiner Frage aber wenig zu tun hat :lol: )

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Ungelesener Beitrag von Robak » 19.12.2007 00:22

@ Gregon:

Schon in der Antike erfolgte die Versorgung Roms mit Nahrung über See. Zuerst aus Sizilien und später dann aus Ägypten.
Gerade bei Erzen würde ich sehr stark davon ausgehen, dass sie Transportiert werden mussten. Noch viel stärker als bei Nahrungsmitteln liegen hier nämlich Einsatzort und Förderort auseinander.

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Ungelesener Beitrag von Praiokles » 19.12.2007 00:31

Aranischer und Khunchomer Pfeffer wird wie Kakao mit 1-9 Silber pro Unze fast wie Gold aufgewogen. Teurer als Gold kann Kurkum-Safran und echter Güldenenländer Curry sein. In Festum lädt man am besten gutes Holz und Pelze und tauscht die in Khunchom gegen Pfeffer, um die wiederum teuer in Havena zu verkaufen. In Alanfa kommt noch Seide hinzu.

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 19.12.2007 00:32

Robak hat geschrieben:Gerade bei Erzen würde ich sehr stark davon ausgehen, dass sie Transportiert werden mussten.
Womit du richtig liegst, auch wenn es hauptsächlich daran lag das Kupfer, Zinn und Eisen nicht überall zu bekommen waren.

http://ina.tamu.edu/capegelidonya.htm

Gulmond
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Ungelesener Beitrag von Gulmond » 19.12.2007 08:19

Praiokles hat geschrieben:Aranischer und Khunchomer Pfeffer wird wie Kakao mit 1-9 Silber pro Unze fast wie Gold aufgewogen. Teurer als Gold kann Kurkum-Safran und echter Güldenenländer Curry sein. In Festum lädt man am besten gutes Holz und Pelze und tauscht die in Khunchom gegen Pfeffer, um die wiederum teuer in Havena zu verkaufen. In Alanfa kommt noch Seide hinzu.
Wobei solche Gedwürzpreise völlig übertrieben sind. Ok, Edelmetalle kommen in Aventurien wohl inflationär vor. Wenn in Lissabon im 15. Jhdt. der Pfefferpreis auf fast 50 venezianische Dukaten pro Zentner stieg, galt das als ungewöhnlich teuer und verstärkte die Bemühungen der Portugiesen, um Afrika herum nach Indien zu gelangen.
Wirklich extrem teuer waren Gewürznelken von den Molukken

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Cattivo von Aravanadi
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Ungelesener Beitrag von Cattivo von Aravanadi » 19.12.2007 09:00

Gregon hat geschrieben:Nahrungsmittel, Erze und dergleichen wurden eigentlich nur in außergewöhnlichen Situationen gehandelt (z.B. bei lokalen Dürren mit entsprechend hohen Nahrungspreisen - es lebe der Markt).
Das wage ich so zu bezweifeln. Wobei ich zugeben muss, dass sich meine laienhafte Kenntnisse mehr auf Frühgeschichte und Antike, als auf das Mittelalter beziehen.
  • Aber bereits in der Frühgeschichte wurde nachweislich mit Erzen gehandelt. Diese wurden über erhebliche Entfernungen verschickt. Und hierfür in halbwegs genormte, transportable "Barren" gegossen.
  • Auf die Nahrungsversorgung in der Antike hat Robak bereits hingewiesen. Sizilien war eine ganze Zeit die Kornkammer Roms. Ernteausfälle dort führten zu Versorgungsengpässen in Rom.
  • Die Hölzer des Libanons waren in biblischen Zeiten ebenfalls ein sehr begeehrter Rohstoff. Die Ägypter, die keine einheimischen Bäume kannten, haben insoweit leidenschaftlich mit den Griechen gehandelt.
Inner Aventurisch darf z.B. damit gerechnet werden, dass Endurium und sonstige seltene Metalle auch über erhebliche Strecken gehandelt werden.
  • [OT]
    Interessanterweise werden die Einkaufspreise für Güter seit jeher "unzweckmäßig" durch die Anbieter ermittelt. Der Einkaufspreis bestimmt sich aus

    (a) Kosten_der_Erzeugung + (b) Gewinnspanne_des_Erzeugers

    Leider wird immer übersehen, dass die Erzeugung auch Folgekosten verursacht. In Form der Versalzung landwirtschaftlicher Flächen, Erosion abholzter Wälder oder Vergiftung der Umgebung bei der Gewinnung von Erzen. Diese Folgekosten (c) werden jedoch, da sie erst langfristig wirken, bei der Ermittlung der Erzeugerpreise/Einkaufspreise nicht mit berücksichtigt.

    In einem interessanten Buch, dass ich gerade lese, wurde über die Metallgewinnung in Montana (USA) geschrieben, dass es aus Sicht des Staates Montana in der Summe günstiger gewesen wäre, kein Metall zu gewinnen, es aus Chile zu importieren und die Umweltprobleme den Chilenen zu überlassen.
    [/OT]
@Muskel-Michi
Die Darstellung der Kosten erscheint halbwegs stimmig. Und da DSA ein Spiel und keine Wirtschaftssimulation ist, sollte dies auch tatsächlich ausreichen.

@Topic
Gibt es auf der Strecke zwischen Festum und Al´Anfa sonstige Geographischen oder politischen Hindernisse, die man regeltechnisch kennen sollte?

\\// Lebe lang und erfolgreich
Cattivo

... it´s better to die on your feet than to live on your knees

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