A118.2 Der Reigen der fünf Schwestern

Hier können DSA-Abenteuer bewertet und bereits bewertete Abenteuer eingesehen werden.
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JR
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A118.2 Der Reigen der fünf Schwestern

Ungelesener Beitrag von JR » 06.05.2007 19:25

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte des Abenteuers "Der Reigen der fünf Schwestern" von Saša Stanišić aus dem Band A118 "Fluch vergangener Zeiten" (erschienen 2002) bestimmt.

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps, Fragen oder Meinungen zu dem Abenteuer. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread das Abenteuer auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Nutzer zu geben.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!

Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Abenteuer in einigen Monaten und du willst dann abstimmen, könntest es aber nicht mehr, wenn du schon abgestimmt hättest, ohne das Abenteuer zu kennen.

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Fystanithil
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Ungelesener Beitrag von Fystanithil » 07.05.2007 11:54

Das Abenteuer hat einige nette Ansätze und ist auch schön geschrieben, ich fand' es beim meistern aber ein wenig unübersichtlich (die Gliederung).

Es weisst einen groben Logikfehler auf (den bekomme ich aber gerade nicht mehr zusammen, es gibt hier aber einen Thread dazu, hat etwas mit der Zeugungsunfähigkeit des männlichen Nachkommen zu tun), den man aber beheben kann.

Ansonsten aber ganz schön und mit der entsprechenden Vorbereitung auch nett zu spielen, ich hab es bisher zweimal gemeistert und ich denke die Spieler waren zufrieden. 3 Punkte.

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Robak
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Ungelesener Beitrag von Robak » 07.05.2007 12:16

Der Logikfehler besteht darin, dass die Baronie für die Hintergrundgeschichte in weiblicher Linie vererbt worden sein muss. Damit ist aber der Baron nur der Regent an Stelle seiner Tochter und nicht der vom Reich selbst belehnte Baron.
Das erlaubt der Baronin bei erreichen ihrer Volljährigkeit in voller Souveränität über ihn Lehen zu entscheiden. Sie braucht also nicht zu fliehen. Sie kann einfach ihren Vater des Landes verweisen und ihren Geliebten ehelichen.

Der Logikfehler mag den Spielern zwar nicht auffallen, doch dafür gibt es praktisch keine Möglichkeit ihn zu korrigieren.

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Carragen
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Ungelesener Beitrag von Carragen » 07.05.2007 12:20

Ich hab es damals sogar ohne große Vorbereitung geleitet und es dann in einem Abend durchspielen lassen.
Wie schon gesagt ist es zum Teil recht unübersichtlich und beim Finale fand ich mich als (unvorbereiteter) Spielleiter etwas allein gelassen (meine Helden haben es dann auch nicht geschafft die Tochter zu retten, einfach eine alte Hexe umzuhauen war dann doch zu wenig um den Fluch zu beenden), aber die NSCs waren schon recht schön zu spielen.
Deswegen von mir auch 3 Punkte.

Gruß Carragen

Moebius
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Ungelesener Beitrag von Moebius » 07.05.2007 15:14

Das Ebenteuer hat Logikfehler, ist aber von der Atmosphäre sehr hübsch und bietet einen netten Mix zwischen Kämpfen, detektivischen Passagen und etwas Magie. Ich habe an das Meistern des Abenteuers gute, wenn auch nicht überragende Erinnerungen. 4 Punkte von mir.

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Goldfeder
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Ungelesener Beitrag von Goldfeder » 13.05.2007 00:24

Ich hab den einen Punkt vergeben.
Das Abenteuer ist einfach nur schlecht. Ich hab es als Spieler erlebt, fand es grottig, obwohl unser Meister sich echt Mühe gegeben hat, und danach hab ich's mir noch durchgelesen.

Von oben erwähntem Logikfehler abgesehen, der unsere Gruppe vollständig verwirrt hat, über eine vollkommen unsinnige und abstruse Geschichte der Antagonistin, die dafür über mehrere Seiten erzählt werden muss, bis hin zu der absolut offensichtlichen und daher nicht besonders stimmungsvollen "Rhymeo & Yallya" Geschichte einfach nur Käse. Mal davon abgesehen, dass der Versteinerungsfluch nicht regeltechnisch abgedeckt ist.

Ich frage mich echt, wie das Abenteuer damals irgendeinen Preis gewinnen konnte...

*kopfschüttel*

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Robak
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Ungelesener Beitrag von Robak » 14.05.2007 14:55

Also ich gebe dem Abenteuer 3 Punkte.
Obwohl es ein stimmiges Flair verbreitet hat es doch einige Fehler.
Zum einen die schon oben erwähnte Logiklücke.
Zum zweiten erkennt der Vater nicht, dass seine Tochter hochschwanger ist (und das obwohl sie Zwillinge zur Welt bringen wird und sonst ja eher zierlich ist)
Zum dritten steht man beim Finale als SL schon ein wenig im Regen, was die praktische Umsetzung angeht. Die Vorstellungen des Autors lesen sich sehr schön sind aber als SL nur schwer umzusetzen.
Zum vierten ist der magietheoretische Hintergrund des Abenteuers kaum mit dem DSA System zu erklären.

Zu guter letzt wird das Abenteuer auch nicht wirklich von den Ermittlungen der Helden voran gebracht sondern von Ereignissen, die die Helden kaum beeinflussen. Das ist zwar kein grobes Railroading aber bei einem Detektivabenteuer würde ich mir schon wünschen, dass die Ermittlungen der Helden zur Lösung des Abenteuers führen.

Gruß Robak

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Max Power
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Ungelesener Beitrag von Max Power » 15.05.2007 19:03

Salut,

dieses Machwerk ist meiner Ansicht nach mit einem Punkt immer noch zu gut weggekommen!

Die platte Story und miese Figuren haben dafür gesorgt, dass es ungespielt im Papierkorb gelandet ist.
Ich habe es mir damals zugelegt weil ich meinen Spielern eine kurzweiligen Abend ohne das ganz große Kino bieten wollte, aber dieses "Abenteuer" hätte ich bestenfalls um die Ohren gehauen bekommen.

Ich bin immer noch fassungslos, dass es diese Ab es in den Verkauf geschafft hat!
Es ist das einzige Dsa Produkt bei dem ich mich wirklich ärgere Geld dafür ausgegeben zu heben :(

Bis denne

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Goldfeder
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Ungelesener Beitrag von Goldfeder » 15.05.2007 21:04

Hmm, Robak, bei deinen vielen Kritikpunkten wundere ich mich ja über die immerhin 3 Punkte... :???:

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Robak
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Ungelesener Beitrag von Robak » 15.05.2007 21:20

Kritikpunkte bleiben besser im Gedächtnis als die Dinge die geklappt haben.
Das Abenteuer war in meine Gruppe kein Reinfall. Es ist ganz zufriedenstellend gelaufen. Nicht jeder Kritikpunkt bedeutet gleich, dass man das Abenteuer weit abwerten muss.

Der erste Punkt ist keinem Spieler aufgefallen.
Den zweiten habe ich mit Verdrängung erklärt und die Spieler haben nur ein wenig die Stirn gerunzelt.
Beim dritten Punkt habe ich einfach die Angaben im Abenteuer ignoriert und mich an die DSA Kampfregeln gehalten.
Beim vierten Punkt kam mir entgegen, dass der S&S Magier nicht viel Ahnung vom Analys hatte.
Den letzen Punkt bemerkt man als Spieler nicht ganz so leicht.

Schlechter als zufriedenstellend war das Abenteuer nicht, deshalb bekommt es auch keine schlechtere Note.

Gruß Robak

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Goldfeder
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Ungelesener Beitrag von Goldfeder » 17.05.2007 11:41

Naja, aber nur weil du mit deiner Gruppe trotzdem durchgekommen bist, macht das das Abenteuer an sich, universell gesehen, doch nicht besser, oder? Makel sind eben Makel... darum geht's doch hier.

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Robak
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Ungelesener Beitrag von Robak » 17.05.2007 13:36

Das Abenteuer ist ja auch nicht gut sondern eben nur zufriedenstellend.
Ich fand das Abenteuer Zufrieden stellend und habe es so beurteilt. Es war nur zufriedenstellen wegen und trotz der Fehler. Die Fehler haben das Abenteuer nicht unspielbar gemacht.
Ich bewerte ein Abenteuer erst dann mit "geht grad so" wenn es mit sehr viel Umarbeitungsaufwand verbunden war, oder keinen Spaß gemacht hat.
Schlecht gibt es dann für Abenteuer die man liest und bei denen man denkt was für eine Schund.

Gruß Robak

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Scoon
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Ungelesener Beitrag von Scoon » 20.05.2007 17:46

Ich habe das Ab ebenfalss gemeistert und vergebe, wie Robak, ein zufriedenstellend. Zwar ist das bei meinen Spielern damals nicht ganz so gut angekommen, aber ich fand den Ansatz nicht so schlecht. Die Romeo und Julia - Anlehnung nervte jedoch. Die Logiklücken wurden ja bereits erwähnt. Hinzu kam das die Gruppe für den Abend zusammengewürfelt und mit einem Chaosmagier und einem adeligen Praioten versehen war. Dadurch wurde der Abend recht eigenrotationsträchtig. Nimmt man jedoch all diese Komponenten weg, ist es halbwegs brauchbar.

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Uta
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Ungelesener Beitrag von Uta » 21.05.2007 13:01

"Geht gerade noch so... Bei uns endete das Abenteur in einem Desaster und alles was versteinert werden konnte, wurde auch versteinert. Zwischendurch herrschte bei allen Helden echte Verwirrung. Ich glaube als Meister muss man superfit sein, damit die Helden da noch durchsteigen....Logiklücken und viele Fehler.

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Ungelesener Beitrag von Tassillio » 10.01.2008 02:48

Ich habe das Abenteuer als Spieler erlebt und unsere Gruppe war am Ende sehr frustriert, da wir keine großen Handlungsmöglichkeiten hatten. Der Ausgang des Abenteuers konnte nur sehr gering von uns beeinflusst werden.

Abenteuer, die die Spielerhelden nur zum Zuschauen degradiert, sind immer schlecht.
Auch der Logikfehler war nicht hilfreich. Wir haben uns während (und auch nach dem Abenteuer) die Köpfe zerbrochen, wie das Puzzle nun zusammen gesetzt werden kann. Dazu brauchen wir einige Hilfe vom Meister, und trotzdem war es irgendwie merkwürdig!!!

Ein schlechtes Abenteuer...

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Ungelesener Beitrag von Mysticus » 10.01.2008 04:03

Unlogisch, recht langweilig, keine Integrität zum sonstigen Aventurien. 2 Punkte.

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Ungelesener Beitrag von Fystanithil » 10.01.2008 10:46

Tassillio hat geschrieben:Ich habe das Abenteuer als Spieler erlebt und unsere Gruppe war am Ende sehr frustriert, da wir keine großen Handlungsmöglichkeiten hatten. Der Ausgang des Abenteuers konnte nur sehr gering von uns beeinflusst werden.
Das wundert mich ehrlich gesagt ein wenig, denn der Autor hat das Finale bewusst sehr frei gestaltet, aber es ist Eigeninitiative der Spieler gefragt. Dort steht etwas wie 'Lassen sie ihre Spieler mal machen und stellen sie sich unorthodoxen Lösungsmöglichkeiten nicht entgegen' oder so, er favorisiert allerdings nicht gerade die Variante mit Feuer und Stahl - was ich aber durchaus begrüße, dass ihr nichts machen konntet lag dann eher an eurem SL oder daran, dass ihr eben nicht gehandelt habt (dann sollte man als SL mMn die Szene auch so weiterlaufen lassen), als am Abenteuer selbst.

Den Logikfehler kann man recht einfach beheben, wenn man sich vor dem meistern einen Stammbaum der Familie zurechtlegt, wie ich weiter oben bereits geschrieben habe.

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Ungelesener Beitrag von Scoon » 10.01.2008 11:40

Das Problem ist, dass die Spieler wissen müssen, dass sie den Reigen unterbrechen müssen.

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Ungelesener Beitrag von Fystanithil » 10.01.2008 11:50

Naja, ein magisches Ritual zu unterbrechen, von dem sie wissen, dass es nichts Gutes bringt, ist ja nicht gerade eine der aussergewöhnlichsten Sachen in einer Heldenkarriere

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Ungelesener Beitrag von Boris Skulkov » 24.02.2008 01:16

Wenig Handlungsfähigkeit und vor allem eine seitenlange Hintergrundgeschichte hinter die die Helden wohl nie kommen werden! Verschwendeter Platz! Ich erinner mich dass ich den ratlosen Spielern dann einfach alles von Meister zu Spieler erzählt hab... (nach dem Finale)

Ein weiterer Kritikpunkt: Da streiten sich zwei Adlige um einen Baum... EINEN KIRSCHBAUM! Muss ich da noch mehr sagen? 1 Punkt

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Wurm
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Ungelesener Beitrag von Wurm » 25.02.2008 10:55

Ein äußerst übles Machwerk; gut das setting an sich ist schon nicht so meins, aber auch die Ausführung lässt alles zu wünschen übrig. Dazu die bereits genannten Fehler. Ich fand es so schlecht, dass ich es lieber nicht geleitet habe.

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Ungelesener Beitrag von Satyr » 25.02.2008 15:28

Bah, was für ein Dreck. Manchmal hat man den Eindruck, dass in den Anthologiebänden hauptsächlich Abenteuer verarbeiet werden, die für einen eigenen Abenteuerband zu schlecht wären; Dieses Abenteuer wäre geradezu ein Paradebeispiel dafür. 1 Punkt, und pures Unverständnis, wie man diesem Abenteuer all zu viel positives abgewinnen mag.

Moebius
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Re: A118.2 Der Reigen der fünf Schwestern

Ungelesener Beitrag von Moebius » 20.01.2010 16:48

Gegen den allgemeinen Trend empfand ich den "Reigen" als ein sehr hübsches kleines Detektivabenteuer, bei dem man sich durch ein paar Scheinprobleme durchkämpfen muss, um zum Kern der Sache vorzudringen. Ich habe es dreimal geleitet und jedesmal gutes Feedback auch für die Abenteuerwahl bekommen. Der einzige echte Haken war für mich die zu kitschige Liebesgeschichte (gebt den beiden bloß anderen Namen, "Rhymeo und Yallya" geht wirklich gar nicht), ansonsten aber ein gutes Kleinabenteuer für zwischendurch und für noch recht junge Helden. Von mir gibt's 4 Punkte.

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myrkur
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Re: A118.2 Der Reigen der fünf Schwestern

Ungelesener Beitrag von myrkur » 10.10.2010 11:45

Entschuldigt, dass ich das wieder ausgrabe, aber ich brauche Rat.
Unerschrocken von ein bisschen Kitsch und albernen Streitereien zwischen Adligen, hab ich mir dennoch vorgenommen dieses Abenteuer jetzt mal zu meistern.
Einige der angesprochenen Kritikpunkte hier kann ich bereits nach dem ersten durchlesen schon nachvollziehen, glaube aber, dass das mit meiner Gruppe dennoch ein spaßiges Erlebnis werden könnte.
Nur der angesprochene grobe Logikfehler macht mir Sorgen, da ich meinen Spielern durchaus zutraue, dass ihnen so etwas auffällt und wir damit Probleme bekommen könnten.

Die Frage wäre daher grundsätzlich: Gibt es einen eleganten Lösungsansatz dafür?

Dazu kommt, dass ich grade ein wenig Schwierigkeiten habe nachzuvollziehen, wieso dies ein logischer Fehler sein soll.
Dann wird die Baronie eben in weiblicher Linie vererbt, na und?!
Der Baron hat also in die Familie derer von Rotengrund eingeheiratet, seine Frau war die regierende Baronin, die jedoch jung Meisterinformationen: versteinert wurde, als die Tochter gerade geboren war und noch nicht regierungsfähig gewesen ist.
Ist es nicht üblich, dass der Ehegatte in diesem Fall das Lehen übernimmt?
Schließlich ist er der nächststehende (wenn auch eingeheiratete) Verwandte?
Oder ist ein solcher Vorgang im Mittelreich unüblich?


PS: es wurde hier ja auch angesprochen, dass es bereits einen Thread geben soll, der dieses Thema behandelt, konnte aber grade in der SuFu nix finden.
Wenn die Lektüre desselbigen hilfreich ist, lasse ich mich natürlich gern darauf verweisen. Ein Link dazu wäre nett.

Edit:
Ich hab mittlerweile den entsprechenden Thread gefunden und werd mir das Ganze nochmal durch den Kopf gehen lassen.
Evtl lass ich die Sache mit der Meisterinformationen: Zeugungsunfähigkeit der männlichen Nachkommen einfach raus.
Schätze die Sache lässt sich auch ohne aufziehen. Meisterinformationen: Schließlich ist es Fluch genug, wenn die jeweilige Tochter der Familie spurlos verschwindet sobald sie ihr Kind geboren hat.
Zuletzt geändert von myrkur am 10.10.2010 20:52, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: A118.2 Der Reigen der fünf Schwestern

Ungelesener Beitrag von Robak » 12.10.2010 11:58

Nein wenn der Baron nur eingeheiratet ist, dann ist er nicht der Erbe der Baronie. Lehen werden meines Wissens nach in Blutlinie vererbt. Erben können die Kinder des Erblassers oder (so diese nicht vorhanden sind) andere Blutsverwandte (Geschwister, Vettern, etc.). Die Ehepartner sind meiner Einschätzung nach keine möglichen Nachfolger. Immerhin ist das Ziel der Adeligen Familien ja in der Regel, dass die Herrschaft in der Familie bleibt.

Entsprechend ist der Baron nicht wirklich der Herrscher der Baronie sondern verwaltet diese nur bis zur Volljährigkeit der legitimen Erbin. Diese Position (quasi ein Regent) ist schon sehr mächtig endet aber eben mit der Volljährigkeit des Erben. Das Problem liegt aber nun darin, dass die Tochter ja in allernächster Zeit volljährig wird. Mit dem erreichen der Volljährigkeit verliert der Vater seine Herrschaft an die Tochter.
Demzufolge hat er eigentlich gar kein Druckmittel mehr gegen seine ungehorsame bald volljährige Tochter die mit der Volljährigkeit die Herrschergewalt über die Baronie übernehmen kann und (wenn sie möchte) durchaus ihrem Vater den Stuhl vor die Tür setzen kann.

Das Druckmittel existiert nur wenn der Baron wirklich Baron und nicht bloß Regent ist. Ist dies der Fall müsste man aber den Fluch in die Blutlinie des Barons (und nicht in die seiner Gemahlin legen). Macht man dies, so muss man aber auch den Fluch komplett umstricken, da dann entweder die nicht verwandte Gemahlin des Barons verflucht würde (was dem Konzept des Generationenfluches widerspricht), oder aber man wählt eine Schwester des Barons als letztes Fluchopfer. Dann müsste aber der Baron unfruchtbar sein und die "Tochter" zur Tochter seiner Schwester umdefiniert werden.

Letzteres könnte funktionieren. Man hat dann einen zeugungsunfähigen Baron und seine Schwester die immer Zwillinge bekommt (Bruder(unfruchtbar) und Schwester) und dann verschwindet. Nach dem Verschwinden ist der Baron weiter Baron, irgendwann werden die beiden Kinder erwachsen, das Mädchen bekommt wieder Zwillinge (Junge(unfruchtbar) und Schwester) und verschwindet dann. Irgendwann stirbt der (zeugungsunfähige) Baron (ohne direkte Nachkommen) und vererbt seine Baronie an seinen zeugungsunfähigen Neffen (wenn dessen Schwester schon verschwunden ist). Anschließend übernimmt der Neffe die Baronsrolle und die Sache geht wie oben beschrieben weiter.

Einzige Hacken an dieser Lösung gegen über der Originallösung ist, dass noch eine offene unbesetzte Vaterrolle hinzu kommt. Dies kann man aber letztlich beliebig lösen. (Sei es, dass dieser Vater in einem Krieg gestorben ist oder sei es, dass er unstandesgemäß war). Man sollte nur darauf achten, dass der Vater nicht mehr vorhanden ist und somit der Baron (als Onkel) die Vaterrolle übernimmt.

Gruß Robak

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Fridolin
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A118.2 Der Reigen der fünf Schwestern

Ungelesener Beitrag von Fridolin » 25.10.2019 22:08

Der Abenteuerautor Saša Stanišić hat sich übrigens nach seiner DSA-Karriere zum Deutschen Buchpreisträger gemausert:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sa%C5%A1a ... %A1i%C4%87

Schade, dass er nicht mehr für DSA schreibt
Günstige Miniaturen zum DSA-Spielen: How-To: Mit Miniaturen für DSA einsteigen

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A118.2 Der Reigen der fünf Schwestern

Ungelesener Beitrag von Alrik Normalpaktierer » 28.04.2020 18:18

Gut gefallen hat mir, dass es eine "kleine" Geschichte mit klassischen Fantasy- und Märchenmotiven ist, die auch ausdrücklich frei verlegt werden kann und sich im Steineichenwald genauso erzählen lässt wie im Finsterkamm.
Etwas unklar ist, warum die Nebenfiguren so wenig beschrieben werden - denn was es an Figuren-Beschreibung gibt, finde ich ganz großartig. Den Vogel schießt dabei wohl "Engin" ab, ein Helfer der Antagonistin, von dem aber weder Motivation, noch Beschreibung, noch Funktion im Dorf in Erfahrung zu bringen sind.

Die Struktur des Abenteuers ist versagt völlig dabei, den Spielleiter anhand den detektivischen Teilen entlang zu führen oder überhaupt zu beschreiben, wie sie auf die Spur des Fluche kommen (was mit Gerüchten im Dorf, Aufzeichnungen auf der Burg und Beobachtungen am Steinkreis ohne weiteres möglich ist, aber eben komplett ausgearbeitet werden muss).

Als Gebrauchstext ein Punkt, den ein paar wirklich schöne atmosphärische Ideen und große Handlungsfreiheit auf zwei Punkte retten.

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Ungelesener Beitrag von Alrik Normalpaktierer » 24.05.2020 18:15

Ich würde meine Bewertung gern um einen Punkt nach oben korrigieren (was technisch leider nicht möglich scheint?).
Ich habe behauptet, dass die Informationen für die Spielleitung unübersichtlich aufbereitet wären. Inzwischen ist meine Zweitgruppe fast durch. Beim Spielen hat sich herausgestellt, dass ich beim Lesen zwar verwirrt war, die Infos aber wundersamerweise tatsächlich da sind, wo ich sie beim Spiel jeweils brauche. Da das ein zentraler Kritikpunkt war, reicht es für eine Neubewertung.

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