R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

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Ghorio
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R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Ghorio » 16.03.2010 11:08

Dieser Thread dient zur Diskussion der Inhalte des im Juni 2001 erschienenen und mittlerweile überarbeiteten Romans Das zerbrochene Rad: Dämmerung von Ulrich Kiesow.

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Dämmerung
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Devorian von Daerlun
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Devorian von Daerlun » 16.03.2010 11:50

Schon lange her, dass ich die beiden Bände gelesen habe! Das wichtigste im Sinne einer Kaufberatung:

Wer die G7 noch spielen will, sollte tunlichst die Finger von diesem Buch lassen!

Ansonsten fand ich das Buch durchweg angenehm zu lesen!

4*

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Nightcrawler
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Nightcrawler » 16.03.2010 11:58

Ich fand es furchtbar langweilig und es hat jede Menge Nebenstränge, die so rein gar nichts mit der Haupthandlung zu tun haben. Die sind zwar ganz nett, wenn ich sie auch damals nicht weiter dolle fand, hätten aber besser separat als Kurzgeschichten oder Novellen veröffentlich werden sollen, als in ein Buch mit diesem Setting eingegliedert zu werden.
Gilia tritt am Anfang auf, fand ich super (ich habe das Buch damals nur gelesen, weil da eine gefallenen Amazone mitspielen sollte - von Borbarad hatte ich da noch nie gehört^^), und dann ist sie bis zum Ende des Buches nicht wieder aufgetreten, fand ich gar nicht gut.

2 von 5 zerbrochenen Rädern, weil es einfach viel zu lang und für mich zu zäh und zu unspannend ist.

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Ghorio
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Ghorio » 16.03.2010 12:58

@Nightcrawler: Also Gilia ist sicher kein Hauptakteur der Bände aber taucht viel öfter als nur am Anfang und am Ende auf. Im Buch wird sehr schön der Verlauf von der Gefallenen zur neuen Königin beschrieben.

Meisterinformationen: 1. Bruch mit dem Elfen am Anfang
2. Kampf im Wirtshaus
3. Reise mit dem "Scharlatan" und seiner Kriegerin
4. Leben auf Geestindskoje
5. Weiterreise nach Festum und Kampf
6. Übergabe des Amazonensäbels in Festum ?!?
7. Säbel wird neu geschmiedet
8. Kampf gegen den Karmoth

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Nightcrawler
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Nightcrawler » 16.03.2010 13:24

@Ghorio: Gilia spielt im 1. Kapitel und dann im letzten Kapitel mit. Dazwischen liegen (in meiner Ausgabe) über 430 Seiten, in denen nicht einmal darauf eingegangen wird, was in den 6 Monaten dazwischen mit ihr geschieht (obwohl das 1. Kapitel an einer sehr spannenden Stelle aufhörte. Diese Ereignisse erzählt sie selber nur kurz nachträglich und auch das erst im Band "Nacht"). Dafür gibt es jede Menge weniger interessanter Episoden über Personen, die keine besondere Funktion haben.

Meisterinformationen: Die Reise mit Gerion und Selissa, Übergabe Valarings, das Zusammenrufen von Kämpfern,. der Kampf gegen Karmoth - geschieht alles erst in "Nacht", nicht in "Dämmerung".
Zuletzt geändert von Nightcrawler am 16.03.2010 13:24, insgesamt 1-mal geändert.

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Ghorio
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Ghorio » 16.03.2010 15:01

Du hast damit Recht, das alles erst in Nacht spielt, ich wollte aber nur zeigen das Gilia nicht nur am Ende dabei ist, sondern im ganzen 2. Band eine Rolle spielt.

Gruß Ghorio :)

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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Nightcrawler » 16.03.2010 15:30

Das habe ich auch nicht in Frage gestellt (es ist ja auch mit ein wichtiger Grund, warum mir der 2. Band mit besser gefällt, zusammen mit dem Umstand, dass da mehr an relavnten und interessanten Ereignissen passiert).
Nur geht es hier um den ersten Band, und da kann ich nur bewerten, was drin steht, und nicht, was erst im zweiten zum tragen kommt. Den zweiten bewerte ich ja nicht ohne Grund anders.

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Robak
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Robak » 18.03.2010 18:11

Naja es war aber ursprünglich nur ein Buch, dass 1997 erschien und erst 4 Jahre später geteilt wurde um ihn als Taschenbuch vermarkten zu können.

5 Punkte für den ersten Teil eines Buches, dass das Bornland in all seinen Facetten ausleuchtet.

Gruß Robak
Zuletzt geändert von Robak am 18.03.2010 18:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Gefjun » 19.03.2010 15:24

Ich habe es bis zum Ende gelesen (und beziehe mich auch auf beide Teile) und es ist definitiv eines von den besseren DSA-Büchern. Die Charaktere haben mir alle gut gefallen, aber es war einfach stellenweise zu langatmig (und ich habe Tolkiens kompletten Abschnitt über Pfeifenkraut gelesen...). Ich habe trotzdem nur 3 Punkte vergeben. Im Vergleich zu anderen DSA-Büchern wären es eigentlich 4 gewesen, aber im Vergleich zu anderen, nicht-DSA-Büchern, sind es eben nur 3.
Zuletzt geändert von Gefjun am 19.03.2010 15:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Harteschale
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Harteschale » 21.03.2010 23:35

Zustimmung Gefjun.
Schön sind die Details und oftmals die Plastizität sowie Nachvollziehbarkeit aller Charakterhandlungen.
Kritisch sehe ich die doch recht deutlich hervorstechende Moral des Autors, der extra noch ein geistig behindertes Kind einbaut etc. pp., da würde dem Buch nichts fehlen ließe man es weg.
Neu überarbeitete Dämonenregeln: Die Kunst der Invokation

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Arlisin
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Arlisin » 22.03.2010 23:34

Fand den ersten Teil besser als den 2. Wahrscheinlich weil ich nicht so sehr auf Schlachten stehe.
Charaktere echt super Story schlüssig und spannend.
5 von 5

Senebles
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Senebles » 28.03.2010 11:44

Das zerbrochene Rad erzählt vom Freiheitskampf des Bornlandes und einem sehr breit angelehnten Stil (der Autor war ja bekanntermaßen ein Freund von Tolstojs: Krieg und Frieden).

BB bezeichnete den Roman auf Vinsalt einmal als "längsten Botenartikel aller Zeiten" und diese Kritik ist meines Erachtens berechtigt. Geschehnis reiht sich an Geschehnis. Eine Entwicklung der Hauptpersonen oder gar die Notwendigkeit, folgenschwere Entscheidungen zu treffen, gibt es nicht.

Noch drei Punkte.

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Whyme
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Whyme » 04.04.2010 20:53

Ich habe die volle Punktzahl vergeben. Sicherlich einer der besten DSA-Romane, die ich kenne. Der Spannungsaufbau ist gut gelungen und wenn man das Buch als Gesamtwerk betrachtet, merkt man auch, wie schön sich alles am Ende zusammenfügt.

LG
Whyme
Die zwei wichtigsten Tage in deinem Leben sind der, an dem du geboren wurdest
und der, an dem Du weißt, wofür.

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Der Wanderer
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Der Wanderer » 05.04.2010 20:00

Meine Bewertung bezieht sich auf den ganzen Roman, aber man beide ohnehin nicht getrennt betrachten sollte und ich auch keine Qualitätsänderung auf der Strecke bemerkt habe:

Kiesow ist ein großartiger Erzähler, der speziell in diesem Roman Aventurien sehr lebendig werden lässt - weitaus mehr als dass dies andere DSA-Romane geschafft haben. Das gilt für die "großen" Personen - Thesia von Ilmensteinen, Gilia von Kurkum, Uriel von Notmark etc. -, als auch für die "kleinen", die Bauern und Soldaten. Gerade, dass die Erzählung nicht nur eine straffe Heldengeschichte darstellt, sondern sich auch Nebenschauplätzen widmet, finde ich großartig. Ohne diese wäre der Roman um einiges ärmer.

Daher: Volle 5 Punkte. Besser kann ein DSA-Roman kaum sein. Höchstens noch anders.

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Auribiel
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Auribiel » 29.04.2010 02:38

Da ich mir DEN DSA-Roman zur G7 nicht entgehen lassen wollte, habe ich mich tapfer durchgequält um später noch den zweiten Teil lesen zu können, wirkliche Spannung kam allerdings nicht auf (kann auch daran liegen, dass mich das Bornland wenig anspricht). 2 Punkte.

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Theaitetos
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Theaitetos » 29.04.2010 08:11

Auch hier volle 5 Punkte. Die ganzen "kleinen Nebengeschichten" die angeblich nicht der Handlung dienen gehören mEn erst recht in das Buch, da sie eben verschiedene Teile der Gesellschaft, unterschiedliche Vorstellungen und deren Interatktion beleuchten sollen - wenn man es nicht als actionbeladenes Geschichtsbuch voller Handlung wie die Hollywoodfilme über die Antike (Alexander, Troja, ...) betrachtet, sondern als das was es ist, wird es seinem Anspruch gerecht.

Moebius
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Moebius » 10.10.2010 17:46

Ich habe mir die Romane im Zusammenhang mit meiner Leitung der Borbarad-Kampagne gekauft. Es sind die einzigen DSA-Romane, die ich gelesen habe, insofern vergleiche ich in der Bewertung nur mit anderen Büchern und stelle die Ansprüche, die ich an normalen Lesestoff stelle. Meine Bewertung gilt für beide Teile, weil ich es schwer finde, sie zu trennen.

Positiv:
+ Sprachlich und technisch sauber geschrieben.
+ Erzählt etwas über einen Abschnitt der aventurischen Geschichte, der mich interessiert.

Negativ:
- Die Charaktere in dem Buch sind wenig ausdifferenziert, sondern bleiben unglaubwürdige Schablonenzeichnungen - trotz der vielen Buchseiten, die der Autor zur Verfügung hat. Teilweise sind die Figuren schon von ihrer Anlage her reichlich überzogen (z.B. Thesia von Ilmenstein: Eine faltenlose Schönheit, obwohl Mitte 50, edel bis in die Haarspitzen, dabei meisterlich in Schwertkampf, Taktik, Politik...).
- Auch die Handlungsweise der Charaktere ist oft nicht richtig glaubwürdig und ergibt sich nicht aus dem Charakter und der Situation heraus. Teilweise sind Aktionen grotesk überzeichnet, sei es bei Gilia "Ich-töte-was-immer-mir-vor's-Schwert-läuft" oder bei Uriel "Ich-bin-böse-also-wähle-ich-immer-die-böse-Handlungsoption" (gilt auch für andere Bösewichte). Die Handlung erinnert mich oft an Railroading in Abenteuern: "Ich Autor will, dass etwas Bestimmtes genau so passiert, also tut es das auch, egal ob es sich glaubwürdig aus der Ausgangskonstellation ergibt oder nicht." Das stört das Eintauchen ins Buch doch ungemein.
- Der vorhandene Inhalt wird überdehnt und oft sehr langatmig erzählt. Und das sage ich als jemand, der Robert Jordans "Wheel of Time" auch durch "Winter's Heart" und "Crossroads of Twilight" hindurch treu geblieben ist.
- Ich mag den Scheibstil nicht, stellenweise wird es unerträglich kitschig und/oder schwülstig.
- Das Buch versucht oft, literarisch zu sein, anstatt dem zu folgen, was es ist: Ein Fantasyroman eben. Das wirkt auf mich teilweise unfreiwillig komisch (gerade die Dächsin ist ein Paradebeispiel).

Fazit: Kann man lesen, um mehr über die Ereignisse im Bornland 1020-21 BF und die Schlacht auf den Vallusanischen Weiden zu erfahren. Ein Lesegenuss war es für mich nicht. Knappe 2 Punkte, da nicht völlig unerträglich.
Zuletzt geändert von Moebius am 10.10.2010 17:48, insgesamt 1-mal geändert.

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Curthan Mercatio
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Curthan Mercatio » 19.02.2014 16:33

Insgesamt ein sehr gutes Buch. Für die Handlung gibt es in jedem Fall 5 Punkte. Mir gefallen die unterschiedlichen Handlungsstränge, im besonderen der Blickwinkel der einfachen Bevölkerung. Nur die immer wiederkehrende Dächsin hätte es nicht gebraucht.

Einen Punkt Abzug gibt es dann für einige nicht ganz so spannende Kapitel, vor allem aber für die teilweise übertriebene Darstellung der Charaktere. Die Mary Sues Nahema/Lamertien (ernsthaft??) und mehr noch die wunderschöne, liberale, meisterlich schwertfechtende geliebte und gefürchtete Thesia von Ilmenstein haben teilweise den Lesespaß getrübt.

Daher gibt es von mir 4 Punkte.

(Das Umschreiben Tjeikas auf eine fette Schurkin finde ich ebenfalls ziemlich mies, aber das hat keine Auswirkungen auf dieses sehr gute Bucht selbst und geht daher nicht in die Bewertung ein.)
Neu: Jahresrückblicke - Reaktionen auf Ilaris und Wo wir es verkackt haben.

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Baaderan
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Re: R056: Das zerbrochene Rad: Dämmerung

Ungelesener Beitrag von Baaderan » 17.04.2014 01:14

Ich habe 3 Punkte vergeben (übrigens auch für den gesamten Roman), weil ich ein wenig hin- und hergerissen bin. Immerhin habe ich als Jugendlicher das Buch gelesen und vor kurzem noch mal das Hörbuch gehört (ich meistere gerade G7 :wink: ) und als Jugendlicher war ich tatsächlich sehr beeindruckt von der vermeintlichen Komplexität aufgrund der vielen Handlungsstränge. Als Hintergrundquelle für den zeitlichen Abschnitt und das Bornland ist es auch heute noch recht schön, aber beim 2. mal hat die Geschichte doch arg an Faszination verloren. Für mich liegt dies zuallererst an dem ziemlich aufdringlichen "moralischen" Unterton, der insbesondere am Ende des Buches kaum mehr zu ertragen ist. Meisterinformationen zu: "": Ganz schlimm fand ich z.B. die Sterbeszene von Mengbilla, die sogar noch damit kommentiert wird, dass diese Katharsis angeblich vom Leser gewünscht sei...
Die fehlende Figurenentwicklung wurde auch schon angesprochen, da habe ich nicht viel hinzuzufügen, ausser vielleicht der Beobachtung, dass die Einteilung in "Gut" und "Böse" im Einzelfall wie z.B. Tjeika fast ausschliesslich von der Erzählerebene vorgenommen wird, so dass sämtliche Handlungen der Person dann stets bereits "rollengerecht" einsortiert werden. Das gibt mir ein sehr unangenehmes Gefühl des Belehrtwerdens...

Da ich aber mit 14/15 meinen Spaß damit hatte und ich die Hintergrundinfos noch immer recht spannend finde, gibt's dann eben die 3 Punkte.
leite auch gerade 7G... schon laaaaaange Zeit ;o)
aktuelles Abenteuer: Schatten im Zwielicht (bisher: 2 Sitzungen)

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