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Brut der Niederhöllen

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Thallion
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Brut der Niederhöllen

Ungelesener Beitrag von Thallion »

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte der Spielhilfe Brut der Niederhöllen.

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Brut der Niederhöllen

Vielleicht hast du Erfahrungen mit der Spielhilfe gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps, Fragen oder Meinungen zum Band. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread die Spielhilfe auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Nutzer zu bieten.

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Madara Thiralion
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Brut der Niederhöllen

Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion »

Okay, ich habe mir die Spielhilfe kürzlich als PDF gekauft und über die letzten Tage mal durchgearbeitet. Dämonen sind eines meiner Steckenpferde, insofern bin ich grundsätzlich schon mal begeistert, dass es eine weitere Spielhilfe zu den Kräften der Siebten Sphäre gibt.

Ich werde die Inhalte der Spielhilfe mal in derselben Ordnung durchgehen, in der sie Spielhilfe stehen, und meine Ansicht dazu zusammenfassen.

Zunächst, die Dämonen. Von den 162 Seiten der PDF von Brut der Niederhöllen sind die Seiten 8 bis 97 - also exakt 90 Seiten - den neuen 45 Dämonen gewidmet, mit zwei Seiten je Dämon. Mit "neue" Dämonen ist gemeint, dass diese Dämonen nicht in den DSA5-Spielhilfen Aventurisches Pandämonium und Aventurisches Pandämonium II aufgetaucht sind, und nicht unbedingt, dass die Dämonen völlig neu sind. Der Ab'balryghoq wurde zum Beispiel bereits in der Anthologie Göttersplitter publiziert, die ich hier bereits rezensiert habe. Auf wie viele andere Dämonen dies zutrifft, kann ich nicht beurteilen, da ich bei weitem nicht jedes neue DSA5-Abenteuer kaufe und lese. Unabhängig davon, ob es jetzt streng gesehen neue Inhalte sind, ist es ja auch sinnvoll, alle Dämonen in Sammelbänden wie diesem zu konzentrieren. Andere Dämonen wurden aus DSA4.1 oder Myranische Magie übernommen und ein wenig angepasst (Taifelel, Nekhatheth, Yar’Yuraam, Yish’Azrhi, Pershirash, Khidma’kha’bul, Agribaal, Gregorroth, und ein paar mehr), oftmals auch erstmals umfassender verregelt (Turgoth, Beel’Ymash, Amrifas). Das ist grundsätzlich zu begrüßen, auch wenn die konkrete Umsetzung der Adaption nicht in allen Fällen meinen Gefallen findet.

Zu den einzenen Dämonen, nach Erzdämonen geordnet.
Blakharaz: Arbancin ist mehr oder minder ein Kopfgeldjäger, gefällt mir durchaus, aber der Name stört mich - ist noch mehr Verwirrung um die Entität Arkan'Zin wirklich notwendig? Gotongoroth ist nicht so meins, da habe ich eine bessere Dämonin in einer ähnlichen Rolle selbst entworfen, aber das Artwork gefällt. Taifelel ist jetzt wesentlich körperlicher und weiblicher als früher - ich bin allerdings unsicher, ob es sinnvoll ist, ihn zu einem Rudel-Dämon zu machen?
Belhalhar: Ras’Nafath ist mehr Hintergrund als nützlich im Spiel, aber ganz nett. Yex’Vragor hingegen gefällt mir sehr, vm Konzept bis zum Artwork.
Charyptoroth: Ich war nie ein Fan davon, Ma’Hay’Tamim als beschwörbare Dämonen zu führen, anstatt als unter besonderen Umständen geschaffene Kreaturen, aber sei's drum, hat Wege der Zauberei schließlich auch schon gemacht. Turgoth ist nett umgesetzt.
Lolgramoth: Nekhatheth, Yar’Yuraam und Yish’Azrhi sind alle drei aus DSA4 übernommen. Soweit ich das sehe ändert sich nicht viel durch die Adaption, aber wir bekommen neues Artwork. Kann man nichts gegen sagen.
Thargunitoth: Aketun und Nekroth sind beide gute, weitgehend neue Dämonen. Aketun war in Myranische Magie drin, aber nur sehr knapp. Meine persönliche Erweiterung unterscheidet sich stark von der in Brut der Niederhöllen, vermutlich muss ich die umbenennen, wenn ich den Aketun in meine eigene Sammlung einarbeite.
Amazeroth: Der Neugierige Erzdämon hat mit Abstand die meisten neuen Dämonen erhalten. Der Vogel Ab’balryghoq ist eine willkommene Ergänzung von Amazeroths Arsenal. Die neue Beel’Ymash ist hingegen nicht so mein Geschmack, vor allem das Artwork nicht. Bha’Levek ist eine Erweiterung des alten Migräne-Dämons und erfüllt, was er verspricht. Mhek’Thagor ist definitiv interessant und das Artwork macht was her, aber die Setzung, dass eine Bannung UNMÖGLICH sein soll, so etwas finde ich eher unsinnig. Tasgul’Golin ist gut adaptiert und Timoroth mein persönliches Highlight aus dieser Kategorie - niedlich, nützlich und dennoch chaotisch, wunderbar. Wir brauchen mehr Dämonen dieser Art.
Belshirash: Kharz’Oreel und Pershirash sind beide aus früherer Edition übernommen. Nichts dran auszusetzen, besonders gut gefallen mir das Artwork und der Ingame-Text beim Pershirash.
Asfaloth: Zwei komplett neue Dämonen, und beide gefallen mir sehr gut. Ich persönlich hätte Beel-Arkanael nicht einzigartig gemacht, aber ansonsten - sehr schöne Dämonen.
Tasfarelel: Ashta’suul als Anti-Phexensjünger ist mir sehr sympathisch. Khidma’kha’bul war zu erwarten, ich war ehrlich gesagt sehr überrascht, dass es DER TSF-Dämon nicht schon in einen der anderen beiden Bände geschafft hatte. Uul’Rikh ist etwas merkwürdig und wirft Fragen auf, inwieweit man Dämonen beschwören kann, die bereits in der dritten Sphäre weilen.
Belzhorasch: Barabuul und Ubpa-Hayka sind beide komplett neu und ekelhaft genug, um gute Mishkhara-Dämonen abzugeben. Ich persönlich mag die ganze Domäne nicht so wirklich, aber die Dämonen sind trotzdem gut gemacht und die Bilder sehen definitiv dämonisch-widerwärtig aus.
Agrimoth: Agribaal finde ich schwer zu verregeln, weil er die Artefaktmagie berührt und allein deswegen zwei Dutzend Seiten an Regelwerk rechtfertigen würde. Für zwei Seiten ist die Umsetzung in Brut der Niederhöllen nicht übel. Amrifas und Vel’Maayeth sind beide solide adaptiert.
Belkekel: Gregorroth ist passend adaptiert und das Bild gefällt. Pyt’Kur ist erneut ein EInzigartiger Dämon, bei dem ich mir nicht sicher bin, wieso er unbedingt einzigartig sein muss, aber ansonsten eine solide Erweiterung im Repertoire der Belkelel, die ja sonst leider fast nur Sex-Dämonen bekommt.
Aphasmayra: Pry’Adha - nett, insbesondere wo ich Inspiration als Konzept mag, aber wieso einzigartig?
Aphestadil: Oschin-Jabba gefällt als Konzept, aber das Artwork ist nicht meins.
Heskatet: Zuul’odox hat ein bisschen viel Sci-Fi, aber ansonsten ein großartiges Wesen, gerade wo es sehr schwer ist, niedere Dämonen für Heskatet zu entwerfen.
Namenloser: Dur-Kalameth als Bruder des Maruk-Methai gefällt. Bei Nudru’Dhaba hingegen bin ich mir nicht sicher - "Der Dämon kann sich sogar längere Zeit in Tempeln und auf geweihtem Boden aufhalten" - das könnte als Präzedenzfall noch Ärger machen...
Unabhängige: Am’Iketezoth ist quasi Feng-Shui als Dämon, ich hätte mir nur mehr verrückte Einrichtungsvorschläge gewünscht. Azzir-Trath’tok wirkt wie eine Nervensäge, die am Spieltisch eher nicht so gut käme. Balkabireth ist großartig - Chaos und die Verwendung des menschlichen Mitleids gegen die gutgläubigsten unter den Menschen, und auch das Artwork ist gut. Ghorong soll scheinbar der Fuß-(Flügel-)Soldat des Dämonensultans sein, ist aber leider als arg chaotisch und dumm beschrieben, was seinen Nutzen einschränkt - dennoch ein gutes Artwork. Zu Hiai’Saad komme ich separat weiter unten. Qu’Anoth - da hat jemand The Last of Us geschaut, mhm? DIe Umsetzung gefällt mir, insbesondere dass darauf geachtet wurde, den Dämon regional zu begrenzen, um das Setting nicht zu gefährden. Shzz’Zharr klingt nach Heskatet-Paktgaben mit zusätzlichen Risiken, und wieso die sich als als einzigartige und zweigehörnte erfolgreich aus Heskatets Gefolge löser konnte, ist mir nicht klar. Tah’Qi’Li ist eine nette Stratega des Dämonensultans, aber ich persönlich hätte da fast noch ein oder zwei Hörner draufgesetzt.

Der Abschnitt zur Geschichte der Dämonologie ist okay, hat aber - ähnlich wie die Infos zu bedeutenden Beschwörern etwas später - relativ redundant mit den Listen in Aventurisches Animatorium und Aventurisches Transmutarium. Die Infos zum Dämonensultan, dem Namenlosen und Tagesherrschern sind hingegen sehr hilfreich, da hat jemand mal alles bisher gesetzte zusammen recherchiert, nett aufbereitet und gut ergänzt. Gute Arbeit.

Dann der beschriebene dämonische Ort - Burg Widderhorn. Die Burg dreht sich mehr oder weniger komplett um die Dämonin Hiai’Saad, daher gehe ich hier auf sie ein. Grundsätzlich finde ich die Idee gar nicht übel, einen Dämon zu setzen, der sich gezielt nützlich und sympathisch gibt und auf lange Zeit spielt. Es gibt allerdings eine ganze Menge Ungereimtheiten: Im Fließtext zur Dämonin stehen Dinge - etwa die Immunität gegen profane Waffen oder die Regeneration - die es dann nicht in den Regelblock geschafft haben. Zugleich versucht die Dämonin auf Burg Widderhorn, ein Insanctum für sie persönlich zu erschaffen und ein eigenes Unmetall erschaffen zu lassen - wenn das ginge (für eine ZWEIgehörnte!), dann hätte das deutliche Konsequenzen für Unabhängige Dämonen, insofern bin ich mir nicht sicher, ob ich das mag. Außerdem sind auf der Burg direkt mehrere einzigartige Dämonen präsent, obwohl sie da eigentlich nichts sinnvolles tun (deswegen wäre mir lieber, wenn die nicht einzigartig wären). Das Artwork zur Dämonin ist aber definitiv eines meiner liebsten aus dem ganzen Band.

Zuletzt meine obligatorische DSA5-Politik-Beschwerde über geschlagene 34 Seiten Anhang, die zum größten Teil mit einmal mehr wiedergekäuten Zauberregeln und anderen Doppelungen gefüllt wurden. Bei einer PDF ist das das eine, aber das ganze in Farbdruck ist sicherlich nicht billig. Bitte mehr Inhalte und weniger Wiederholungen.

Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Punkten. Viel Material ist "nur" aufbereitet aus älteren Editionen und etwa 20% des Buches ist mMn Füllmaterial ohne großen Mehrwert, aber das soll mitnichten die Tatsache überschatten, dass wir hier eine solide Menge an neuen Dämonen bekommen haben, darunter einige echte Perlen, und eine ganze Reihe guter Artworks.

PS:
Ich muss fragen, falls der/die Autor/in des Balkabireth hier mitlesen sollte: Die "Söldnerin Madara T.", deren Verhöraussage den Ingame-Text für die Dämonin bildet - ist das ein Easter Egg mit meinem Forennamen? "Madara" ist jedenfalls kein Vorname, der in in Aventurische Namen geschafft hat, auch wenn es laut Wiki eine einzige NPC dieses Names gibt (Madara aus Brandthusen).
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PRAios
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Ungelesener Beitrag von PRAios »

Madara Thiralion hat geschrieben: 18.03.2024 19:07 Dann der beschriebene dämonische Ort - Burg Widderhorn.

Wie viel Seiten gehen denn drauf für die Ortsbeschreibung?
Ich persönlich finde es furchtbar, dass Ulisses bei all dem Copy&Paste auch immer noch die Frechheit besitzt, die Publikationen mit sinnlosem Inhalt wie ebend einer Burg füllt, die eigentlich in ein Abenteuer gehört. Im Aventurischen Nekromantheum sind es auch ganze 8 Seiten, obwohl die DSA5 Spielhilfen es nie schaffen auf 200 Seiten zu kommen und das bei all dem Copy&Paste, den großen Bildern, den ständigen Regelwiederholungen oder den 20 Seiten Archetypen und das für den immer gleichen unverschämten Preis.

Wenn man dann noch liest, dass sie auch wieder Regeln wiederholen, obwohl sie Aventurische Magie I, Aventurische Magie II, Aventurische Magie III, Kodex der Magie, Aventurisches Pandemonium I, Aventurisches Pandemonium II, Grimorium Cantiones haben, die bereits Regeln enthalten, ist es nochmal umso frecher.

Und nachdem man nun also "Aventurisches Pandemonium I", "Aventurisches Pandemonium II" und daraus dann den Sammelband "Archiv der Dämonen" gemacht hat, tue ich mich schwer, dass sie wieder die "dummen" Sammler fangen wollen und halt dann neben den drei Büchern einfach nochmal "dasselbe" herausbringen.
Ich frage mich, warum das Archiv kein Archiv wurde und man alles hineingepackt hat, denn die Infos zu Brut der Niederhöllen existierten ja schon.

Aber bei dem "Archiv der Ausrüstung" haben sie ja die DSA 5 Spieler auch wieder abgespeist mit halbgarem Mist und nicht eine Regionalspielhilfe mit einfließen lassen um nochmal einen Sammelband herauszubringen oder die Regionalkammern verkaufen kann...ich weiß es natürlich nicht.

Da ist wirklich ganz ganz böse Tasfarelel am Werk und deshalb sollte man aus Prinzip 2 Sterne von der Bewertung abziehen, wegen immerwährender Wiederholungen.
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Madara Thiralion
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Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion »

PRAios hat geschrieben: 21.03.2024 10:03 Wie viel Seiten gehen denn drauf für die Ortsbeschreibung?
Vier Seiten.
Die Burg an sich ist jetzt kein Geniestreich, aber durchaus okay - immerhin sind es neue Inhalte. Meiner Meinung nach sollte sowas zwar in ein Heldenwerk-Szenario oder so, aber das sieht Ulisses wohl anders. Naja. Aber bei den sich wiederholenden Regeln und Preisen stimme ich dir zu. Aber das hat weniger mit dem Band als solchem als vielmehr mit der gesamten Publikationsphilosophie von DSA5 zu tun. Ich weiß schon, wieso ich persönlich DSA 4.2 spiele...
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Phox
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Ungelesener Beitrag von Phox »

Würdet ihr sagen, dass es auch für 4.1 Spieler zu gebrauchen ist? Ein paar neue Dämonen finde ich ja nicht schlecht ...

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Aryador
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Ungelesener Beitrag von Aryador »

PRAios hat geschrieben: 21.03.2024 10:03 Wie viel Seiten gehen denn drauf für die Ortsbeschreibung?
Ich persönlich finde es furchtbar, dass Ulisses bei all dem Copy&Paste auch immer noch die Frechheit besitzt, die Publikationen mit sinnlosem Inhalt wie ebend einer Burg füllt, die eigentlich in ein Abenteuer gehört. Im Aventurischen Nekromantheum sind es auch ganze 8 Seiten, obwohl die DSA5 Spielhilfen es nie schaffen auf 200 Seiten zu kommen und das bei all dem Copy&Paste, den großen Bildern, den ständigen Regelwiederholungen oder den 20 Seiten Archetypen und das für den immer gleichen unverschämten Preis.
Ich finde es immer wieder leicht verwunderlich, dass man davon ausgeht, Inhalte, die in eine Publikation extra reingeschrieben werden, seien in irgend einer Weise der Versuch, Geld zu sparen oder eine Mogelpackung zu gestalten, anstatt einfach mal davon auszugehen, dass diese Inhalte Teil der Produktion sind, damit die Publikation attraktiver wird.

Glaubst du wirklich, vier Seiten Abenteuerplatz-Beschreibung sind jetzt in irgend einer Weise günstiger, als nochmal zwei Doppelseiten Dämonen hinzuzufügen? Die Antwort ist selbstverständlich Nein, Autoren werden normalerweise eh nach Zeichen oder Seiten bezahlt, und für die Art Direktion ist ein eigenes Layout für einen extra Abschnitt sicherlich mehr Aufwand, als nochmal zwei Doppelseiten "wie vorher" hinzuzufügen.

Die Idee von Abenteuerschauplätzen ist doch sicherlich, dass der spielerische Nutzen eines solchen Buches direkt erhöht werden soll. Dass der Spielleiter weiß, er bekommt nicht nur einfach X Dämonen, sondern auch gleich noch eine Idee, wie er sie einbinden kann.

Wer sich einen solchen Band kauft, der tut es ja vermutlich, um eigene Abenteuer zu gestalten. Für Kauf-Abenteuer brauche ich keine Quellen-Hintergrund-Bände. Und dann hat er eben direkt für seine eigenen Abenteuer noch einen ausgearbeiteten Schauplatz, den man abändern, benutzen, verwenden kann, als Ideensteinbruch oder als schnelle Spontan-Vorlage.

Sicherlich kann das nicht jeder gebrauchen. Mir persönlich sind möglichst spezifische Orte auch lieber, als generische Schablonen. Aber Menschen sind halt verschieden. Es gibt sehr viele Dinge dort draußen, die brauche ich nicht, und trotzdem kaufen sie sich Menschen und sind glücklich.

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Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion »

Phox hat geschrieben: 24.03.2024 20:14 Würdet ihr sagen, dass es auch für 4.1 Spieler zu gebrauchen ist? Ein paar neue Dämonen finde ich ja nicht schlecht ...
Ja und Nein. Für die Ideen schon, aber die Werte sind natürlich etwas anders und müssen angepasst werden. Ich bin momentan dabei, dies für mein Daimonicon zu tun, aber ich glaube nicht, dass ich die Ergebnisse veröffentlichen dürfte, rein rechtlich.
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Ungelesener Beitrag von WeZwanzig »

Madara Thiralion hat geschrieben: 25.03.2024 14:53 aber ich glaube nicht, dass ich die Ergebnisse veröffentlichen dürfte, rein rechtlich.
Was gehen sollte wäre eine Veröffetnlichung in Form von Patchnotes, also z.B.:

Dämon A:
Alle Werte wie in Brut der Niederhöllen mit folgenden Änderungen:
LeP ersetzen durch 60
PA verdoppeln
Beschwörungsschwierigkeit ersetzen durch -8
usw...

Solange du nur deine eigenen Änderungen veröffentlichst, dürfte nach meinem Laien-Verständnis nichts dagegen sprechen.
Mir ist natürlich klar, dass das gehörig Aufwand bedeuten würde
“Protection and power are overrated. I think you are very wise to choose happiness and love.”
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Ungelesener Beitrag von PRAios »

Aryador hat geschrieben: 25.03.2024 14:46 Glaubst du wirklich, vier Seiten Abenteuerplatz-Beschreibung sind jetzt in irgend einer Weise günstiger, als nochmal zwei Doppelseiten Dämonen hinzuzufügen?
Nein, das habe ich auch nie behauptet. Ich will damit ausdrücken, dass es mich nervt, dass diese Bücher für fast 50€ herausgeballert werden, also vom Preis her wie ein wissenschaftliches Fachbuch, aber man keine 200 Seiten bekommt. Die wenigen Seiten werden dann auch noch mit Wiederholungen von Zaubern aus den anderen 6 Bänden über Magie gefüllt, anstatt man weitere Informationen zum Thema hinzufügt. Abgerundet wird Rest der spärlichen 164 Seiten dann noch mit Archtypen und Orten.

Das Transmutarium hat das gut gemacht. nur einen Archetyp, keine Orte. Wenn sie die 2 Seiten sich wiederholende Zauber weggelassen hätten, dann müsste man nur über den spärlichen Umfang von unter 200 Seiten etwas schimpfen oder die Bücher wären etwas günstiger.
Aryador hat geschrieben: 25.03.2024 14:46 Für Kauf-Abenteuer brauche ich keine Quellen-Hintergrund-Bände.
Das ist falsch und kann nur bedeuten, dass du noch nie ein Kaufabenteuer gesehen hast oder Kaufabenteuer 1:1 bespielst wie sie vor dir sind. Ich spiele fast nur Kaufabenteuer und brauche immer wieder einen bestimmten Quellenband oder ein Regelbuch.
Aryador hat geschrieben: 25.03.2024 14:46 anstatt einfach mal davon auszugehen, dass diese Inhalte Teil der Produktion sind, damit die Publikation attraktiver wird.
Würde ich ja auf jeden Fall, aber ich habe ebend ein Problem mit dem Preis/Leistungsverhältnis. Ihre leeren Pappschuber kosten zum Beispiel mehr als Abenteuer.
Die Spielhilfen werden eigentlich alle zerstückelt und kosten dann mehrfach großes Geld. Und wenn man sich eh schon fragt, warum es 3 Magiebücher geben musste und dann dazu noch zusätliche Magielektüre (Transmutarium, Nekromathäum,...) mit Wiederholungen oder ebend Schauplätzen für Abenteuer aufgebläht werden, dann macht es das für mich nicht attraktiver, im Gegenteil sogar.
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Ungelesener Beitrag von Aryador »

PRAios hat geschrieben: 26.03.2024 09:23
Aryador hat geschrieben: 25.03.2024 14:46 Glaubst du wirklich, vier Seiten Abenteuerplatz-Beschreibung sind jetzt in irgend einer Weise günstiger, als nochmal zwei Doppelseiten Dämonen hinzuzufügen?
Nein, das habe ich auch nie behauptet. Ich will damit ausdrücken, dass es mich nervt, dass diese Bücher für fast 50€ herausgeballert werden, also vom Preis her wie ein wissenschaftliches Fachbuch, aber man keine 200 Seiten bekommt. Die wenigen Seiten werden dann auch noch mit Wiederholungen von Zaubern aus den anderen 6 Bänden über Magie gefüllt, anstatt man weitere Informationen zum Thema hinzufügt. Abgerundet wird Rest der spärlichen 164 Seiten dann noch mit Archtypen und Orten.
Mag sein, dass du das ausdrücken willst, geschrieben hast du aber das hier:
PRAios hat geschrieben: 21.03.2024 10:03 Ich persönlich finde es furchtbar, dass Ulisses bei all dem Copy&Paste auch immer noch die Frechheit besitzt, die Publikationen mit sinnlosem Inhalt wie ebend einer Burg füllt, die eigentlich in ein Abenteuer gehört.
Sprich, du hast dich sehr konkret über den Abenteuerschauplatz aufgeregt, und das neben den anderen Wiederholungen als "Frechheit" bezeichnet. So, als wäre der Abenteuerschauplatz eine bewusste Täuschung des Käufers. Das ist er aber nicht.

Der überwiegende Rest der Diskussion gehört eigentlich den Publikations- und Strategie-Thread. Jedenfalls halte ich es für müßig, an dieser Stelle die mehrfach diskutierte Sache mit den Wiederholungen fortzusetzen. Da sind mittlerweile alle Sichtweisen ausgetauscht und alle Argumente für und wider gemacht, und es ist auch jedes Mal dieselbe Diskussion.
PRAios hat geschrieben: 26.03.2024 09:23
Aryador hat geschrieben: 25.03.2024 14:46 Für Kauf-Abenteuer brauche ich keine Quellen-Hintergrund-Bände.
Das ist falsch und kann nur bedeuten, dass du noch nie ein Kaufabenteuer gesehen hast oder Kaufabenteuer 1:1 bespielst wie sie vor dir sind. Ich spiele fast nur Kaufabenteuer und brauche immer wieder einen bestimmten Quellenband oder ein Regelbuch.
Möglicherweise spielen und leiten wir unterschiedlich, aber wenn ich ein vorgefertigtes Modul spiele, dann brauche ich keinen eigenen Quellenband mit 40 verschiedenen Dämonen. Ich brauche eventuell den passenden Regionalband, um mir mehr Inspiration für den Schauplatz zu holen. Kreaturen-Bände aber sind für mich dazu da, um aus den vorgestellten Wesen normalerweise komplett eigene Abenteuer zu entwickeln, in denen eines dieser Wesen im Vordergrund steht. Alternativ wären sie zur Ausgestaltung eines SC da, wenn ich spiele statt leite, also in diesem Fall eines Dämonenbeschwörers.

Wir sind ja hier im Thread des Niederhöllen-Bandes. Meine Aussage bezog sich also logischerweise darauf.
PRAios hat geschrieben: 26.03.2024 09:23 mit Wiederholungen oder ebend Schauplätzen für Abenteuer aufgebläht werden, dann macht es das für mich nicht attraktiver, im Gegenteil sogar.
Wie gesagt, wo genau siehst du bei den Schauplätzen die "Aufblähung"? Die Alternative ist eben, anstelle der Schauplätze noch 4-6 Seiten weitere Kreaturen hinzuzufügen, also in dem Fall zwei Dämonen mehr.

Und die Verlagslogik ist offenbar, dass es Käufer vielleicht dann doch mehr interessiert, nochmal was anderes als nur einfach Wesen, Wesen, Wesen im Buch zu haben. Mag ja sein, dass das einige Käufer anders sehen, aber es ist halt weder eine "Aufblähung", noch eine "Frechheit", sondern eine bewusste Entscheidung, die im Publikationsprozess auch nicht günstiger oder schneller zu haben ist, sondern anscheinend getroffen wird, um das Buch bestimmten Käufern schmackhafter zu machen.

Du darfst ja gerne den Standpunkt vertreten, dass du das nicht brauchst.

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WeZwanzig hat geschrieben: 25.03.2024 15:07 Was gehen sollte wäre eine Veröffetnlichung in Form von Patchnotes [...]
Solange du nur deine eigenen Änderungen veröffentlichst, dürfte nach meinem Laien-Verständnis nichts dagegen sprechen.
Mir ist natürlich klar, dass das gehörig Aufwand bedeuten würde
Tjaaah... mein Daimonicon ist momentan 675 Seiten lang (DIN A4, zweispaltig, 11p Schrift, über 330 Dämonen). Tendenz geht deutlich zum Wachstum, allein weil ich Brut der Niederhöllen noch nicht einmal zur Hälfte eingepflegt habe und auch noch lange nicht am Ende meiner eigenen Ideen angelangt bin.
Meine komplett selbst erstellten Dämonen oder die anderen Fan-erstellten Dämonen mit Erlaubnis der Autoren zu veröffentlichen ist das eine, das mache ich ja mit meiner Encyclopaedia Daemones hier im Forum bereits. Aber Pachnotes für weit über HUNDERT offizielle Dämonen - das wären Monate an extra Arbeit, und am Ende müsste jemand, der sie anwenden will, den Prozess anders herum erneut durchführen.
Das ist echt so ein Fall, in dem es sich schlichtweg nicht lohnt, das Urheberrecht "legal" zu umgehen.
Shinxir vult!

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