DSA5 Publikationsstrategie von Ulisses

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
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Der Kaising
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Ungelesener Beitrag von Der Kaising »

Damit ich nicht missverstanden werde: ich möchte keinesfalls DSA4.1 Spielenden auf die Füße treten. Ich würde selbst mit meiner Gruppe 4.1 spielen, wenn es dies denn im vernünftigen Umfang von Ulisses supportet für Foundry geben würde. Aber das ist nicht mein Punkt. Fakt ist DSA 4.1 ist eine veraltete Edition des Spiels und Ulisses lebt davon, dass das System sich zweck Abverkaufs und Erschließung neuer Spielergruppen weiterentwickelt.

Daher sehe ich keinen Sinn darin als Publikationsstrategie auf alte Die-Hard-Fand abzuzielen und auch noch zu fordern Ulisses müsse ein fast zwanzig Jahre altes Produkt mit neuen Publikationen unterstützen und hier rar gesäte Ressourcen hineinstecken. Neue Spieler gewinnt man dadurch meines Erachtens nicht. Vielmehr manifestiert man damit das Problem, dass man zunehmend Umsatz durch gutverdienende Alt-Spieler generiert, anstatt sich der Frage zuzuwenden, warum DSA so wenig junge Spieler generiert.

Als ich vor zwei Jahren nach langer Pause zu DSA zurückkehrte, sah ich mich erstmal mit massiver Gegensprache der Alt-Spieler gegenüber DSA5 konfrontiert. Und das hat mich - unabhängig von der berechtigten Kritik an DSA5 - erstmal abgeschreckt. Ich denke, dass der Ansatz "wir halten als Nostalgie-Spieler mit unserem Geld das Spiel für die Neuen am Leben" fehl geht.

Ich persönlich hab mich halt stark geärgert, dass mitten in einer Edition nun die Bücher anders aussehen und anders aufgeteilt und aufgebaut sind und ich nun als Meister zukünftig ständig hin und her überlegen darf, welche RSH ich in nun in welcher Form besitze. Es ist für mich unästhetisch und unpraktisch. Und die Idee richtet sich an Spieler, die das heutige Spiel Scheiße finden und im Gegensatz zu mir nicht finanziell unterstützen. Möchte ich jetzt Einheitlichkeit zumindest in meinen PDFs, darf ich die RSHs nach Print, PDF und Foundry Modul zum vierten Mal kaufen. Wobei nicht gesichert ist, ob und wann je nach Rentabilität die alten RSH überhaupt noch in der neuen Form erscheinen werden. Da fühle ich mich, der ich DSA5 mit tausenden Euro unterstützt habe - pardon - verarscht.

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Der Kaising
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Ungelesener Beitrag von Der Kaising »

Gerwulf_Treublatt hat geschrieben: 10.02.2024 01:23 Dass die Regionalspielhilfen aber regelfrei erscheinen, finde ich ausgesprochen gut. Wenn jetzt noch der Inhalt besser wird, als das, was meine Gruppe produziert, würde ich auch wieder DSA 5 kaufen.
Hättest du bei gutem Inhalt denn auch die DSA5 RSHs in ihrer bisherigen Form gekauft?

Die neuen Bände sind halt eben keine DSA5 Publikationen mehr, sondern editionsbereinigte. Der Nachteil jetzt noch Zusatzprodukte erwerben zu müssen, um den alten Umfang zu haben, liegt allein bei den treuen Kunden des heutigen(!) Produktes.
Zuletzt geändert von Der Kaising am 13.02.2024 07:14, insgesamt 2-mal geändert.

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Funau
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Ungelesener Beitrag von Funau »

Hallo liebe DSA Freunde. Ich für meinen Teil hoffe einfach, da ich ja erst letztes Jahr wieder eingestiegen bin, dass die RSH durchweg nun im einheitlichen Gewand veröffentlicht werden. Klingt etwas egoistisch, aber da hab ich evtl Glück gehabt und musste nicht 10 Jahre die bisherigen RSH kaufen um dann festzustellen, dass mit Erscheinen der Winterwacht alles über Bord geworfen wird. Wenn ich die letztes Beiträge hier lese, war es scheinbar aber auch von der Community auf gewisse Weise gefordert. Die Aufmachung der Regelfreien RSH Variante finde ich persönlich gelungen. Dennoch in das Gesamtbild (als Sammler) passt es irgendwie nicht hinein. Ulisses hätte hier doch auf das bestehende Drachenschuppenlayout, zumindest Äußerlich setzen sollen. Wie gesagt, ich hoffe einfach dass Ulisses nun an dieser Aufmachung festhält, bis endlich mal GANZ AVENTURIEN veröffentlicht ist.

Gruß Funau

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sagista
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Ungelesener Beitrag von sagista »

Der Kaising hat geschrieben: 11.02.2024 14:10
sagista hat geschrieben: 10.02.2024 01:23 Dass die Regionalspielhilfen aber regelfrei erscheinen, finde ich ausgesprochen gut. Wenn jetzt noch der Inhalt besser wird, als das, was meine Gruppe produziert, würde ich auch wieder DSA 5 kaufen.
Hättest du bei gutem Inhalt denn auch die DSA5 RSHs in ihrer bisherigen Form gekauft?

Die neuen Bände sind halt eben keine DSA5 Publikationen mehr, sondern editionsbereinigte. Der Nachteil jetzt noch Zusatzprodukte erwerben zu müssen, um den alten Umfang zu haben, liegt allein bei den treuen Kunden des heutigen(!) Produktes.
Das Zitat ist nicht von mir, sondern von @Gerwulf_Treublatt. Bitte darauf achten, dass korrekt zitiert wird.
Phox hat geschrieben: 11.02.2024 10:16 Ich kaufe als dsa 4 Spieler jedenfalls keine dsa 5 Bücher. Sind die RSH dagegen regelneutral, sieht das schon ganz anders aus.
Das Argument verstehe ich nicht. Aber ich verstehe ohnehin nicht, warum es als großer Fortschritt angepriesen wurde, dass die neuen RSH "regelneutral" sind. Das bezieht sich ja wohl am ehesten auf NSC-Wertekästen. Die kann man ja auch anpassen oder ignorieren; dass sie nun nicht mehr enthalten sind, stellt keinen Gewinn dar. Dass nun die unzähligen Regelredundanzen fehlen, sehe ich allenfalls als notwendige Korrektur, nicht aber als Meilenstein an.
Zelemas hat geschrieben: 10.02.2024 17:58 Im Gegensatz dazu spiele ich in mehreren Gruppen nur 4.1. Und wie alle haben das Problem gehabt (oder gefühlt, das mag auch so sehen), das wir keine aktuellen RSHs kaufen wollten, weil uns der reine DSA 5 - Anteil, der nun mal mit bezahlt werden musste, abgehalten hat.
Na ob sich das gelohnt hat :grübeln:
Die Flusslande (2018): 39,95 €, 192 Seiten.
Die Flusslande (2023): 34.95 €, 128 Seiten.
In Flusslande (2023) fehlen nun die Mysterien und die Helden. Gut, die Helden mögen verzichtbar sein, da ihr euch nicht für die DSA 5-Regeln interessiert, aber die Mysterien kosten nun nochmal 29,95 € für 96 Seiten.
War also eher kein so guter Deal, möchte ich meinen.
Der Kaising hat geschrieben: 11.02.2024 13:19 Ich persönlich hab mich halt stark geärgert, dass mitten in einer Edition nun die Bücher anders aussehen und anders aufgeteilt und aufgebaut sind und ich nun als Meister zukünftig ständig hin und her überlegen darf, welche RSH ich in nun in welcher Form besitze. Es ist für mich unästhetisch und unpraktisch.
Das sehe ich genauso und sehe das auch als sehr unfreundlichen Akt gegenüber der Stammkundschaft. Ich fühle mich zwar nicht "bestraft", aber das ist schon ein Aspekt von vielen, was ich als sehr schlechte DSA-5-Publikationsstrategie ansehe. Man fühlt sich halt ausgenommen und das steigert sicherlich nicht die Kundenzufriedenheit.

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Muahahaha
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sagista hat geschrieben: 11.02.2024 23:35 Na ob sich das gelohnt hat
Die Flusslande (2018): 39,95 €, 192 Seiten.
Die Flusslande (2023): 34.95 €, 128 Seiten.
In Flusslande (2023) fehlen nun die Mysterien und die Helden. Gut, die Helden mögen verzichtbar sein, da ihr euch nicht für die DSA 5-Regeln interessiert, aber die Mysterien kosten nun nochmal 29,95 € für 96 Seiten.
War also eher kein so guter Deal, möchte ich meinen.
Das ist definitiv ein Punkt. Was so dramatisch an paar Seiten war, die man vllt nicht 1:1 verwenden kann, wenn man 4.1 spielt, hab ich auch nie verstanden.
Persönlich vermute ich da ein wenig einen ideologischen Editionskampf dahinter als das es nüchtern betrachtet soviel Sinn ergibt. Definitiv stimme ich zu, das es für diejenigen, die wirklich einfach nur damit arbeiten wollen, jetzt schlimmer/teurer geworden ist. Zumindest für den Meister. Denn die Mysterien sind schon immer nice und die gibts jetzt nur noch mit dem, nunja, eben Mysterienband, wo man gleich für das AB mitbezahlt.

Mir persönlich gefällt die Aufteilung deutlich besser. In den einen Band dürfen meine Spieler reingucken, in den anderen nicht. Fertig. Rein optisch hab ich bei den RSHs auf die grünen Bände gesetzt, dadurch siehts jetzt im Regal nicht dramatisch anders aus, nur dünner. Verstehe aber den Ärger.

In jedem Fall kann man ja an der Veröffentlichungsrate der RSHs ablesen, das die sich bisher für Ulisses nicht so wirklich gelohnt haben, sonst gäbs ja jetzt schon mehr. Zumindest nicht alle. Denke das ganze war ganz simpel die Erkenntnis, da da draussen hoffentlich haufenweise 4.1-Anhänger, egal aus welchen Gründen, die Dinger nicht kaufen. Und dann halt die Hoffnung, eben die jetzt zu motivieren, die Teile zu kaufen. Einfach so als jucks und dallerei stellt man sowas nich um, wenn man sich ausrechnen kann, das es einige der Stammkunden wenig glücklich machen wird. Also was auch immer jedermanns Gründe waren dafür, bisher das Geld stecken zu lassen, kann man ja nur hoffen, das die sich jetzt bei genügend Leuten soweit erledigt haben, das es da mehr Absatz gibt. Weil dann kriegen wir vllt auch endlich mal RSHs in einer vernünftigen Rate. Persönlich wär ich schon dafür wenn sie Aventurien durch hätten, bevor ich in 25 Jahren in Rente geh. Okay, bis dahin sagen wir in 30 Jahren.

P.S.: Hat einer mal ne Liste gemacht welche eigentlich noch fehlen?

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sagista
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Ungelesener Beitrag von sagista »

Muahahaha hat geschrieben: 12.02.2024 01:56 In jedem Fall kann man ja an der Veröffentlichungsrate der RSHs ablesen, das die sich bisher für Ulisses nicht so wirklich gelohnt haben, sonst gäbs ja jetzt schon mehr. Zumindest nicht alle. Denke das ganze war ganz simpel die Erkenntnis, da da draussen hoffentlich haufenweise 4.1-Anhänger, egal aus welchen Gründen, die Dinger nicht kaufen.
Ich könnte mir vorstellen, dass mögliche Absatzprobleme - keine Ahnung ob es diese wirklich gibt - auch an der bisherigen Auswahl der RSH liegt. Es ist jetzt natürlich nur meine persönliche Meinung, aber so wirklich inhaltlich interessant war für mich bislang nur Aranien. Andere Regionen, die mich besonders interessieren, sind das nördliche Horasreich, das zentrale Mittelreich, Almada, Al'Anfa und die Tulamidenlande, v. a. Khunchom.
Ich vermute, dass ich mit diesen Präferenzen nicht allein bin und dass Nichtsammler eher spezifisch nach Interesse kaufen.

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Gerwulf_Treublatt
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Ungelesener Beitrag von Gerwulf_Treublatt »

Der Kaising hat geschrieben: 11.02.2024 14:10 Hättest du bei gutem Inhalt denn auch die DSA5 RSHs in ihrer bisherigen Form gekauft?
Ja, definitv. Ich kaufe DSA5 nicht aufgrund der Regeln, sondern weil die gebotenen Inhalte abseits der Regeln absolut keinen Mehrwert für mein Spiel bringen. Für mich sind regelfreie Fluff-Bände ein nettes Bonbon, mehr aber auch nicht. Ich könnte jetzt eigennützig behaupten, dass mich die Seiten mit den Regeln im Lesefluss stören, aber das stimmt einfach nicht. Regeln in Fluff-Bänden nehme ich als Ballast wahr, der je nach Argumentation auch seinen berechtigten Stellenwert hat. Mehr ins Gewicht fällt für mich die Annahme, dass der Wegfall der Regeln eigentlich mehr Platz für Beschreibungen, die mir auch Mehrwert liefern könnten, einräumen sollte.
Und für den sehr theoretischen Fall, dass ich jemals mit DSA5-Regeln spielen sollte, hätte ich wiederum ganz andere Probleme mit der Darbietung, ergo die Streuung der Regeln über fast alle Bände. ^^

Zordan von Bethanstrand
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Ungelesener Beitrag von Zordan von Bethanstrand »

Was die Preise anbelangt, mal der Versuch einer groben Einordnung, wobei mir klar ist, dass man immer irgendwo ein Buch findet, dass in den letzten Jahren nicht teuerer geworden ist oder bei dem die Erhöhungen anders ausgefallen sind. Man muss aber bedenken, dass Romane aufgrund der geringen Illustrationsdichte und des einfachen Layouts anderen Kosten ausgesetzt sind als Rollenspielbücher:

Asterix Sammelband 14 - 36 €
Asterix Sammelband 15 - 60 €

Shadowrun-Abenteuer (Softcover) bis März 2022 - 9,95 €
Shadowrun-Abenteuer (Softcover) danach - 14,95 €
Shadowrun-Quellenband (Hardcover) bis März 2022 - 19,95 €
Shadowrun-Quellenband (Hardcover) danach - 29,95 €

Flusslande (alte Version) + Ketten der Ewigkeit (begleitendes Abenteuer) - 192 Seiten + 48 Seiten = 240 Seiten - 39,95 € + 12,95 € = 52,90 €
Flusslande (neue Version) + Mysterienband (inklusive des Abenteuers) - 128 Seiten + 96 Seiten = 224 Seiten - 34,95 € + 29,95 € = 64,90 €

Wenn man die Seitenzahlen von 240 Seiten um etwa 10% reduziert, um auf grob 224 Seiten zu kommen, und dann den Verkaufspreis auf grob geschätzte 47 € reduziert (nach unten abgerundet), wäre ein 50%-Aufschlag wie bei Shadowrun 70,50 €, ein 67%-Aufschlag wie bei Asterix 78,49 €. Niemand bestreitet, dass die Preise gestiegen sind, aber das liegt an gestiegenen Kosten und ist branchenüblich. Und wir diskutieren hier nicht den Zeitraum von 2022 bis 2024, wie bei Shadowrun oder Asterix, sondern von 2017 bis 2024.

PS: Shadowrun arbeitet mit anderen Querkalkulationen, nutzt teilweise Übersetzungen, bei denen Illustrationen nicht angefertigt werden müssen, hat ein SW-Layout, erscheint mit deutlich geringerem Produktausstoß als DSA, was mit einer kleineren Anzahl festangestellter Verantwortlicher führt (oder umgekehrt) usw.

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Gerwulf_Treublatt
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Zordan von Bethanstrand hat geschrieben: 12.02.2024 10:25 Flusslande (neue Version) + Mysterienband (inklusive des Abenteuers) - 128 Seiten + 96 Seiten = 224 Seiten - 34,95 € + 29,95 € = 64,90 €
Ich finde, dass dies ein angemessener Preis für ein Produkt ist, das offensichtlich ganz gut ist. Aber, und das ist für mich gravierend, dieses Paket bietet aus meiner Sicht kaum einen Mehrwert, der meiner Spielerweise oder der meiner Gruppe hilft.

Engor hat es in seiner Rezension ziemlich gut beschrieben: Obwohl die Veränderungen in der RSH tiefgreifend und gut sind, obwohl die Mysterien auch wirkliche Mysterien sind und obwohl das Winterwacht-Paket insgesamt gelungen ist - es bleibt der schale Beigeschmack, dass ausgerechnet beim wichtigsten Mysterium nur vage Beschreibungen vorliegen und man sich deshalb, durchaus nicht unberechtigt, fragen kann, ob der Produktausstoß der Ideenschmiede vorauseilt. Setzt sich dieser Trend fort, kann ein zukünftiges DSA-Produkt so gut sein wie es will, aber eine RSH, die das zentrale Thema der jeweiligen Region aufgrund fehlender Umsetzung nicht handfest beschreiben kann, ist leider ziemlich nutzlos für eine Gruppe, die auf ein sich entwickelndes Aventurien schielt. Zum einen fehlt schlicht ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung und zum anderen sorgt dies für unschöne Erinnerungen an eigentlich gute Plots und Beschreibungen, die dann jahrelang nicht beachtet wurden. Ich persönlich kann mich in dem Fall also nicht darauf verlassen, dass das "Erwachen" weiter behandelt wird.

Im konkreten Fall bedeutet dies für mich: Eine durchaus gelungene RSH mit einem netten Layout für 35€, die mir im Endeffekt als SL nichts bringt, weil ich für das eigentliche Spiel mit Metaplot und eventueller Kampagne den Mysterienband benötige. Jetzt ist das "Erwachen des Bornlandes" im Mysterienband aber ziemlich untergegangen und ich habe nach mehrmaligem Durchlesen eine ähnlich Meinung wie Engor. Gut, die RSH ist wirklich gelungen, aber 35€ für ein bisschen "schauen was so passiert ist"? Mit dem Mysterienband verhält es sich ähnlich. Ja, die Mysterien sind spannend und das Abenteuer ist mehr als solide. Aber auch hier wieder, warum 30€ für ein Produkt, bei dem aus meiner Sicht ein ganz wesentlicher Bestandteil fehlt?
Das ist bei mir eben der Unterschied zwischen "Bedenkenlos kaufen!" und "Ganz nett, aber warum eigentlich?". Eine gute RSH und ein Mysterienband, der wirklich Fakten schafft - ich wäre sofort dabei. Aber so mache ich mir eben Gedanken, warum ich Produkt A überhaupt kaufen soll, wenn ich Produkt B dafür benötige, dieses aber nicht tut was es soll. Und schlussendlich frage ich mich halt, wieso ich mir überhaupt etwas besorgen soll, auf dem "Winterwacht" steht.
Wenn ich damit in der Unterzahl bin, geschenkt. Das ist nur eine Einzelmeinung. Wenn es aber die Regel ist, dass der Funke auch bei einem augenscheinlich schönen Produkt nicht so recht überspringen will, würde ich mir Gedanken machen.

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DnD-Flüchtling
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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling »

Gerwulf_Treublatt hat geschrieben: 12.02.2024 11:04 Gut, die RSH ist wirklich gelungen, aber 35€ für ein bisschen "schauen was so passiert ist"?
Also, so als Außenstehender kommen mir 35€ für 128 Seiten nicht besonders teuer vor, wenn es um eine rein deskriptive RSH auch ohne Mysterienteil geht - zumindest unter der Voraussetzung, dass der deskriptive Teil tatsächlich eine vernünftige Regionalbeschreibung abliefert - inflationsbereinigt entspricht das letztlich nur dem, was schon immer für RSHs über den Tisch ging (Ich müsste die natürlich jetzt erstmal lesen um genau zu wissen, ob sie diesen Standard wirklich erfüllt - und, naja, ob die Formatierung nicht wie üblich dermaßen großzügig ist, dass man auch ohne weiteres 30% der Seitenzahl abziehen kann, wenn man es auf DSA 2/3/4-Gegenstücke überträgt.)

Der Mehrwert ist natürlich gering für diejenigen, die bereits die RSH aus der DSA4-Ära ihr eigen nennen, aber für etwas neuere Spieler, die keine 15 Jahre alten Inhalte im Regal haben, sieht das ja anders aus.

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Gerwulf_Treublatt
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Ungelesener Beitrag von Gerwulf_Treublatt »

@DnD-Flüchtling Die RSH ist keinesfalls schlecht - im Gegenteil, ich finde sie wirklich gut - und meiner Meinung nach wären auch 40€ gerechtfertigt. Aber wie bereits erwähnt, mein Nichtkauf resultiert nicht aus der Qualität der RSH, sondern aus der Summe der Umstände, die mir Probleme bereiten. Ich gebe ungern so viel Geld für eine Beschreibung aus, bei der ich befürchten muss, dass sie nicht in einem Maße weiterverwendet wird, die mich zufriedenstellt.

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Arathorns Sohn
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Ich sehe das Erwachen-Problem auch. Vielleicht sollte die Redax in diesem Fall oder bei anderen Mysterien sagen: "Eure Runde füllt das aus, hier liefern wir nichts mehr." Wobei das Erwachen speziell wahrscheinlich zu sehr Story-Flaggschiff für ein System mit <Metaplot als Selling Point> ist, um dies zu machen.
Zuletzt geändert von Arathorns Sohn am 12.02.2024 12:27, insgesamt 1-mal geändert.

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sagista
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Ungelesener Beitrag von sagista »

Ich finde die RSH Winterwacht + die Mysterien der Winterwacht so weit in Ordnung. Dazu noch das Kartenset und fertig ist die Laube. Das ist in meinen Augen eine sinnvolle Konzeption.
Genau wie ich auch die Kodexe und Archive absolut in Ordnung finde.

So hätte ich es mir von Anfang an gewünscht, bzw. ich habe nicht verstanden, warum man das nicht direkt so gemacht hat, eben weil man ganz genau wusste, was in DSA 4 und 4.1 gut funktioniert hat und was nicht gut angekommen ist. Aber was hat man gemacht? Man hat das, was nicht gut angekommen ist, auf die Spitze getrieben. Das finde ich ärgerlich.

Ich werde nie vergessen, wie ich mich zu Beginn geärgert habe, als wir für die Theaterritterkampagne eine Bornland-Themengruppe bilden wollten und ich einen Magier aus Neersand bauen wollte. Ein Vorhaben, das zum Scheitern verurteilt war, weil der Magier aus Neersand erst in dem Magieband II oder III erschien. Ich habe dann auf Grundlage Fasar ein wenig gebastelt und das Ergebnis war dann auch ok, aber es war halt ärgerlich und hat den Einstieg in DSA 5 massiv erschwert. Aber das nur als kleine Episode.

Was das Erwachen-Phänomen betrifft: Das ist wirklich seltsam. Genau wie die "Neue Bedrohung" in der Khom nach einem Abenteuer quasi visibilisiert wurde.

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Muahahaha
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Meine persönliche vermutung ist, das sie den „Fehler“ der Borbarad-Kampagne nicht wiederholen wollen, die einfach so umfangreich alles mögliche beeinflusst hat, und selbst jetzt nicht wieder final der Ausgangszustand erreicht wurde.
Sicherlich, es hatten genügend Leute auch Spaß an G7. Wir sind da irgendwie drum herumgelaufen. Ich stehe jetzt vor einem totalen Scherbenwerk an Quellen, die die G7 hinterlassen hat. Überall was verändert aber wie es da jetzt aussieht, wann genau ist was passiert, wer hat wo gekämpft, wer is jetzt wo noch übrig? Totales Chaos. Je nach Jahr siehts auch komplett anders aus. Viele ABs machen nur sinn im Kontext des Nachhalls der G7, JdF, Splitterdämmerung. Das gehört ja alles zusammen. Wir haben NIX davon gespielt. Wenn eine entsprechende Region seit dem nicht neu beschrieben wurde in DSA5, so wie so ziemlich genau alle regionen die beeinflusst wurden, bis auf Aranien, dann hab ich null peil wies da jetzt aussieht und null Zugriff auf die ganzen ABs. Ich hab teile der ganz alten G7 in heftchen. Wow. Die neueren kosten nen 1000er bei ebay. Und das wär nur G7. Die alten 4.1 RSHs gibts auch nicht wirklich alle mehr.

Also ja, kann man alles geil finden, mir gehts tierisch auffn Senkel. Wenn wer seine große, alles verändernde Kampagne will, dann soller sie bitte selbst schreiben. Ich mach das auch. Das verhindert dann auch, das zich Publikationen nix mehr wert sind.

Mir gefällt das was Ulisses da macht super gut. Sie geben dir nen AB das was ändert, ein einzelnes, keine Kampgne, liefern direkt die RSH die das Ergebnis/den Zustand danach beschreibt dieekt mit und überlässt das weiter entwickeln dem jeweiligen Meister. Wenn der was drau machen will, gut, wenn nicht wird er auch nicht durch Aventurien umspannende Ereignisse dazu gezwungen wie bei G7 usw.

Ich hab Theaterritter nicht gespielt, drum fass ich auch die RSH nicht an, ich weis auch nix was da sonst passiert ist, aber wenns wie bei der Khom Sache war, dann finde ich das Klasse.

Nur weil irgendwer ne große Kampagne will gleich alle anderen Gruppen mit reinzuziehen find ich blöd. Nicht nochmal bitte. Schreib dir deine aventurien umstürzenden ABs bitte selbst.

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Ungelesener Beitrag von sagista »

Entweder man möchte einen Meta-Plot oder man möchte keinen.
Man kann sein Aventurien natürlich gestalten wie man möchte, aber dann muss man damit leben, dass das eigene Aventurien mit dem offiziellen Aventurien nicht mehr zusammenpasst.

Nehmen wir mal an, jede Gruppe spielt nun die Bedrohung aus der Khom selbst aus. In dem einen Aventurien spielt es dann keine Rolle, in einem anderen bedroht es Unau, kann aber zurückgeschlagen und in einem anderen setzt es sich in Mherwed fest und gründet dort ein Silithiden-Reich.
Kann man natürlich machen, nur wie soll dann die nächste RSH aussehen?

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CAA
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Ungelesener Beitrag von CAA »

Der Metaplot ist halt die Stärke von DSA, die es von anderen Spielen absetzt. Aber ja, die Verfügbarkeit der Abenteuer und Regionalbeschreibungen ist ein ziemliches Ärgerniss. Dass Ulisses nicht aktiv das Wiki Aventurica mit Inhalten befüllt, macht es natürlich auch nicht besser.
Campaigns can be as simple as "find your way home" or as complicated as "find your way home"

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Ungelesener Beitrag von sagista »

Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, warum insbesondere diese großen Kampagnen wie G7 oder JdF nicht gelegentlich mal neu aufgelegt werden. Dass man jetzt nicht jeden Kleinkram immer wieder neu auflegt, klar, kann ich verstehen, aber G7 oder JdF sind ja DIE weltverändernden Kampagnen gewesen und es ist eine Schande, dass diese Kampagnen so vielen Spielern vorenthalten werden.
Wenn ich mich daran erinnere, was es mich an Mühe und Geld gekostet hat, an die JdF-Bände zu kommen und das ist nun auch schon über zehn Jahr her...
Aber wahrscheinlich stecken da wieder irgendwelche Lizenzprobleme oder sowas hinter.

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Gerwulf_Treublatt
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Ungelesener Beitrag von Gerwulf_Treublatt »

Mir ging es bei meinen, durchaus als Kritik zu verstehenden, Anmerkungen weniger um das Ausbleiben epochaler Kampagnen, sondern vielmehr darum, dass die Welt "Aventurien" seit mehreren Jahren gefühlt stillsteht. Ja, im Kleinen verändern sich durchaus Dinge. Hier wird eine Stadt eingeebnet, dort wird eine neue Person Herrscher*in o. ä. und da drüben fällt ein unbedeutendes Reich unter fremde Herrschaft.
Ja, das ist alles schön und gut, aber das reicht doch nicht aus, um ein lebendiges Aventurien darzustellen. Es gibt unzählige offene Handlungsfäden, die nicht einmal als Kurztext zu Ende gebracht werden. Und damit beginnen dann die Probleme: Buchstäbliche Anachronismen überleben nicht nur sich selbst, sondern jedwede Logik, weil einfach keine Struktur in den Konzepten herrscht.
Genau das hatte ich vor fast sieben Jahren schon mal bemängelt und ich finde es nicht nur erschreckend, sondern vor allem auch traurig, dass diese Konzeptlosigkeit noch immer nicht abgestellt wurde. "Oberflächlich" bleibt nach wie vor mein Prädikat. Die momentane Publikationsstrategie fasse ich dahingehend als "Verwalten" auf, nicht als "Weiterentwickeln".

Edit: Rechtschreibung

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Harteschale
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Ungelesener Beitrag von Harteschale »

Was hier schon mehrmals geschrieben wurde lieber Gerwulf: Mit welchem Personal soll das denn gemacht werden? Ein lebendiges Aventurien bedeutet unglaublich viele Arbeitsstunden, die man schlecht alle bezahlen kann. Im Zuge der Professionalisierung von DSA unter Ulisses hat man ja die "alten Zöpfe abgeschnitten" (ich sehe das nicht so positiv), aber ohne solche Mengen an Leuten geht es nicht zu stemmen.
Zudem ist Ulisses eine marktwirtschaftlich orientierte Firma. DSA 5 mit mehr Oberflächlichkeit, weniger aventurieninhaltlichkeit und mehr verstreuten Regeln und mehr bunten Bildern hat gute Verkaufszahlen. Muss einem nicht gefallen, aber das ist erstmal so. Solange die Kunden mit dem Geldbeutel abstimmen, dass sie Ulisses bei ihrem Kurs unterstützen, wird Ulisses wohl kaum den Kurs dramatisch ändern.
Harteschales Hausregeln - frei fair funktional! Neu 2023: LIBER CANTIONES DELUXE - hunderte Zauber, unzählige Rituale, one-stop-shop für Magie!

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Ungelesener Beitrag von Gerwulf_Treublatt »

Mir ist die Effektivität dieser Art von Produkten durchaus bewusst, keine Sorge.
Aber soweit mir bekannt, ist P&P entgegen dem üblichen Trend eine Tätigkeit mit eher langfristiger Ausrichtung. Zumindest ist das bei größeren Welten wie DSA der Fall. Ob man den Vertrieb dieser Marke durch genau die Konzepte erhöht, die du benennst, wage ich in Anbetracht der durchaus drastischen Veränderungen (Stichwort "Regelfreie RSH") dann doch zu bezweifeln. Ulisses als marktwirtschaftlich orientiertes Unternehmen wird diese Veränderungen nicht aus Nächstenliebe vorgenommen haben.
Und was hindert den Verlag daran, einmal nicht den gefühlt zehnten Dämonenband zu veröffentlichen, sondern ein "Aventurisches Jahrbuch 1041 BF"? Wenn man keine Kampagnen möchte, die einen Großteil der Spielwelt verändern oder dies, wie du schriebst, nicht (mehr) möglich sei, könnte es doch eine Alternative sein, dass wichtige Ereignisse in einem Band zusammengetragen werden (Stichwort "Redundanzen erzeugen") und offene Handlungsstränge erzählerisch beschrieben werden. So viele Stunden frisst das Kopieren von Textstücken und das erzählerische Schließen einiger Stränge auch wieder nicht.

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Zelemas
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Gerwulf_Treublatt hat geschrieben: 12.02.2024 15:30 Und was hindert den Verlag daran, einmal nicht den gefühlt zehnten Dämonenband zu veröffentlichen, sondern ein "Aventurisches Jahrbuch 1041 BF"?
Naja, evtl. die Tatsache, das es Mitte der 2010er Jahre eben diese aventurischen Jahrbücher (für 1035, 1036 und 1037 BF.) gab, die Reihe aber - soweit ich mich erinnere - aufgrund mangelndem Interesses der Käufer wieder eingestellt wurde.... :grübeln:
Ich habe aber gerade keine Ziege da, meine schwarze Kutte ist in der Wäsche und das letzte Mädel, das meinte sie wäre noch Jungfrau, war keine mehr. Also bitte mal konstruktive Vorschläge jetzt...

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Gerwulf_Treublatt
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Ungelesener Beitrag von Gerwulf_Treublatt »

Mea culpa, falls ich das falsch in Erinnerung habe. Nach meinem Kenntnisstand liefen die Bände gar nicht mal so schlecht. Andererseits wäre auch möglich, dass sie sich gerade jetzt, also in Ermangelung einer echten voranschreitenden Erzählung der Welt, besser verkaufen könnten. Aber gut, ich gestehe gerne ein, dass das reine Spekulation ist. Also nichts, worauf sich ein Verlag im P&P-Geschäft verlassen sollte.

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Zelemas
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Ungelesener Beitrag von Zelemas »

Gerwulf_Treublatt hat geschrieben: 12.02.2024 15:47 Mea culpa, falls ich das falsch in Erinnerung habe. Nach meinem Kenntnisstand liefen die Bände gar nicht mal so schlecht.
Es mag auch sein, das sie eingestellt wurden, weil zu dem Zeitpunkt ja DSA 5 rauskam, und man seine personellen Rescourcen anderweitig benötigt hat. Das Jahrbuch für 1037 BF kam ja im März 2015 raus, und dann hört es auf....

Genau weiß ich es auch nicht... und wir werden es auch eher nicht erfahren fürchte ich :ijw:
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Ungelesener Beitrag von Asleifswasserträger »

Gerade weil Ulisses nicht die Manpower hat, die ganzen offenen Handlungsstränge zu bearbeiten (und ich rede nur von den Punkten die Ulisses selber aufgemacht hat), sollte es doch in ihren Interesse liegen, eine Rote Linie zu verfolgen und die ist nicht wirklich vorhanden und nein, ich bezweifle ganz Stark dass bei Ulisses ein riesiger Masterplan existiert.

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Muahahaha
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Ungelesener Beitrag von Muahahaha »

Ich vermute die alten Sachen kommen wegen irgendwelcher Lizenzgeschichten nicht nochmal. Ulisses sieht ja auch die Preise bei Ebay. Gerade G7 wäre dann sicher schon längst wieder draussen. Ich hätt auch kein Problem damit den Kram zu kaufen und halt nachzulesen, aber wie gesagt, die Welt aktuell baut auf ABs auf, dies nimmer gibt. Das einfach shit.

Die Jahresbände waren genial, echt schade das ds damit aufgehört hat.

Ich verstehe schon den Wunsch nach Metaplot, die Frage ist wie weltumstürzend muss der sein und wie lange muss der nachwirken. Metaplot ist erstmal alles was die Welt voran treibt. Nach 25 Jahren hätt ich gern endlich mal eine saubere, allumfassende Aventurienbeschreibung, die nicht 3-4 aventurische Jahre nach ABx wieder hinfällig ist. Metaplot ABs sind geil vllt wenn man sie hat und zeitnah spielen kann. Sonst nicht.

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MoonDaughter
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Ungelesener Beitrag von MoonDaughter »

MoonDaughter hat geschrieben: 07.12.2023 17:58 Same. Ich hab auch bei einem anderen Händler bestellt, weil man beim F-Shop nicht einfach per Überweisung zahlen kann sondern eine Kreditkarte oder Paypal oder sowas braucht.
Mein Liber Cantiones ist gerade angekommen. Wie kann ich schnell erkennen, ob es die "korrekte" Version ist?
Meiner Einschätzung nach passieren die meisten Fehlannahmen und Missverständnisse bezüglich Aventurien durch die Grundannahme, dass Aventurien irgendetwas mit dem irdischen Mittelalter zu tun hat.

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Ungelesener Beitrag von Varkung »

MoonDaughter hat geschrieben: 13.02.2024 14:07
MoonDaughter hat geschrieben: 07.12.2023 17:58 Same. Ich hab auch bei einem anderen Händler bestellt, weil man beim F-Shop nicht einfach per Überweisung zahlen kann sondern eine Kreditkarte oder Paypal oder sowas braucht.
Mein Liber Cantiones ist gerade angekommen. Wie kann ich schnell erkennen, ob es die "korrekte" Version ist?
Seitenzahl.
Der neue hat um die 330, der alte ziemlich genau 300.

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AlrikAlrik
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Ungelesener Beitrag von AlrikAlrik »

Ich lese hier viel, dass der Metaplot der USP ist, aber ich sehe hier eine weitere Facette. Meiner Meinung nach ist der phantastische Realismus und der simulationistische Ansatz von DSA auch ein guter Grund für das Regelwerk. DSA hat eine eher "realistische" Herangehensweise an Fantasy mit viel Anleihen aus der realen Geschichte und viele Möglichkeiten für einen simulationistischen Spielstil. Kulturen werden hier nicht einfach durcheinandergeworfen, sondern jede wird im Detail ausgestaltet und ermöglicht eine eigene Sichtweise. Selbst die "bösen" Al'Anfaner kann man sehr facettenreich spielen mit Grautönen und inneren Konflikten.
Der simulationistische Stil wird z.B. durch die wahnsinnig vielen Talente ermöglicht, die viele Aktionen jenseits des Kampfes ermöglichen. Sowas bieten wenig andere (größere) Rollenspiele. Leider geht Ulisses da ein bisschen zurück mit dem Nachfolger.

Mein Problem mit DSA5 ist die fehlende Sinnhaftigkeit. Mit 4.1 ist so viel gutes Material schon draußen, dass man eigentlich alles in Aventurien spielen kann, es ist die definitive Version sozusagen. Der Nachfolger kann da nicht anknüpfen. Viele Argumente für DSA 5 lese ich eher aus der mangelnden Verfügbarkeit von DSA 4.1-Produkten.

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Muahahaha
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AlrikAlrik hat geschrieben: 13.02.2024 16:33 Mein Problem mit DSA5 ist die fehlende Sinnhaftigkeit. Mit 4.1 ist so viel gutes Material schon draußen, dass man eigentlich alles in Aventurien spielen kann, es ist die definitive Version sozusagen.
Hehe naja das kannst du natürlich für dich so sehen. Ich persönlich empfinde die DSA4.1-Regeln als Grausam übertrieben und viel zu detailliert und würde nicht damit spielen wollen. Hab ich auch nur sehr wenig. Wir haben damals lieber unsere eigenen Regeln genutzt. DSA5 ist aber gut genug gewesen, zu den offiziellen zurück zu wechseln.

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MoonDaughter
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Varkung hat geschrieben: 13.02.2024 14:18 Seitenzahl.
Der neue hat um die 330, der alte ziemlich genau 300.
Okay, danke. Hab das neue. Und scheinbar wurde das Inhaltsverzeichnis nicht angepasst.
Meiner Einschätzung nach passieren die meisten Fehlannahmen und Missverständnisse bezüglich Aventurien durch die Grundannahme, dass Aventurien irgendetwas mit dem irdischen Mittelalter zu tun hat.

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