Baldurs Gate 3 Early Access - Erste Erfahrungen

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Denderan Marajain
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Baldurs Gate 3 Early Access - Erste Erfahrungen

Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 19.11.2020 07:58

Liebes Forum,

wer Interesse hat an meinen Erfahrungen mit Divinity Original Sins 3.. äh Baldurs Gate 3 darf hier gerne weiterlesen :) Bei allen anderen entschuldige ich mich vorweg dafür Ihre Zeit gestohlen zu haben ;)

Groß war meine Freude als ich hörte, dass es ein Baldurs Gate 3 geben wird. Ich habe BG 1 und BG2 Vanilla (jeweils 1x) und dann mit dem Big World Setup unzählige male durchgespielt und habe aufgrund dessen sofort den EA erworben.

Larian macht auch einen guten Job das Spiel sieht grafisch top aus ob allerdings der Einstieg für Level 1 Helden mit Ilithiden, Drachen die deren Schiff verfolgen, Githyanki Kriegern etc. vom Hintergrund Sinn macht kann ich nicht beantworten, da meine einzigen Berührungspunkte mit DnD Baldurs Gate und Pathfinder Kingmaker als PC Spiele sind.

Der Level Cap ist 4 und man kann quasi den gesamten 1. Akt spielen und hier kommt auch schon mein erster großer Kritikpunkt… Warum Level Cap bei 4? Meine XP reichen aus um Level 5 wenn nicht gar Level 6 zu erreichen. Das ist dann doch eher enttäuschend. Auch die Nachricht, dass ein Maximal Level von 10 geplant war erscheint mir wenig durchdacht wenn man davon ausgeht, dass es nur Akt 1 ist und noch weitere folgen….Ich befürchte Probleme wie bei anderen Vertretern (Pillars of Eternity und co), dass man zu früh das Maximum erreicht haben könnte.

Mein nächster Kritikpunkt betrifft Proben. Dauern hat man aktive (hier sieht man den Würfel sich drehen) sowie passive Proben und nicht alle sind aus meiner Sicht vom Ergebnis logisch nachvollziehbar.

Von der Charakterauswahl her sind noch nicht alle Klassen implementiert aber Ranger, Rogue, Wizard, Warrior, Cleric und Warlock sind bereits spielbar mit Unterklassen. Als Vorlage dienen die Regeln zur 5 Edition DnD

Der Kampf ist interessant gemacht allerdings ist es leider leider ein Larian Spiel. Man glaubt nicht Baldurs Gate 3 zu spielen sondern Divinity Original Sins 3 und das zieh sich über den gesamten ersten Akt. Ich kann die Umgebung manipulieren, Öl mit Flammenpfeil entzünden, Ölfässer in die Luft jagen und Gegner (die KI ist einfach dumm und bleibt dort stehen) gleich mit, Ich kann mit Kerzen meine Pfeile und Schwerter mit zusätzlichen Feuerschaden versehen etc.
Vor allem die Fässer und Stealth machen das Spiel irgendwie lächerlich einfach (ich habe sogar einen Solo Durchlauf mit einem Wood Elf Ranger gemacht… sollte aus meiner Sicht nicht funktionieren)
Für mich fühlt es sich nicht nach Baldurs Gate 3 an und das finde ich schade vor allem weil WotC ein Auge darauf haben …

Abschließend noch die Charaktere die man als Companions gewinnen kann. Hier wäre ein wenig Abwechslung gut gewesen
  • Ein Elf Rogue der gleichzeitig ein
    SpoilerShow
    Vampir
    ist
  • Eine Elfe (Cleric) die allen anderen die Hoffnung nehmen will weil sie ein bisschen enttäuscht ist
  • Ein Wizard (ok der ist halbwegs normal zumindest hat er bislang keine Persönlichkeitsstörung gezeigt)
  • Eine Githyanki Warrior die ständig allen mit dem Tod droht
  • Ein Warlock der nur Sex mit Succubus hat und ansonsten ebenfalls ein paar komische Ansichten vertritt.
Ich bin ja kein Fan von strahlenden Helden aber ein bisschen etwas in die Richtung hätte es schon sein dürfen. Die obige Auswahl sieht aus wie eine „Heldengruppe“ aus den schwarzen Landen“

Habt ihr schon Erfahrungen mit diesem Spiel gesammelt? Wenn ja teilt eure Eindrücke :)

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Alecto
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Baldurs Gate 3 Early Access - Erste Erfahrungen

Ungelesener Beitrag von Alecto » 19.11.2020 09:55

Zwar bin ich noch nicht ganz durch den ersten Akt durchgedrungen, bin aber IMHO weit genug um einen ersten, natürlich tief subjektiven Eindruck abzugeben. Meine Gedanken in ungeordneter Reihenfolge:
  • Die Ähnlichkeit mit Divine Divinity ist natürlich eklatant. Da das ein gutes und bewährtes Konzept ist habe ich damit aber keine wirklichen Probleme.
  • Early Access ist hier sehr ernst zu nehmen: Ich bin noch über zahlreiche Bugs gestolpert, davon die allermeisten aber unwichtiger Natur wie nicht übersetzte Textpassagen,"zappelnde" Tote wenn man den Gegner umgehauen hat, etc
  • Die Grafik ist toll und gefällt mir ausnehmend gut. Insbesondere in die Charaktermodelle wurde viel Zeit und Mühe investiert. Das ganze läuft ruckelfrei flüssig. Nur habe ich, insbesondere in Dungeons oft ein wenig mit der Kameraperspektive zu kämpfen um tatsächlich das zu sehen was ich sehen will.
  • Sprachausgabe/Synchronsprecher sind professionell und sind gut zur jeweiligen Sprechenden Person adaptiert
  • Die Atmosphäre ist in sich schön stimmig, die Spielwelt reagiert (mit ein paar wenigen Ausnahmen) logisch konsequent
  • Wäre ich nicht in die D&D-Regeln eingearbeitet, dann hätte ich Probleme einen sinnvollen Charakter zu erstellen, das ist ohne Erklärung dann doch sehr komplex
  • Ein großer Fokus liegt auch darin Nicht-Kampf-Talente und -Zauber im Hohen Maße ins Spiel einzubinden. Plötzlich haben Zauber wie "Feather-Fall", "Speak with Dead" und dergleichen einen hohen Wert.
  • Die Cinematics sind beeindruckend
  • Das rundenbasierte Kampfsystem funktioniert gut, erschließt aber seine interne Logik vor allem dann wenn man mit den D&D-Regeln einigermaßen vertraut ist. Ingame werden da kaum Erklärungen geliefert.
  • Dinge wie Schleichen, Springen, Sprinten und das Ausnützen der Umgebung machen plötzlich sehr viel Sinn
  • Die Gefährten sind in der Tat ziemlich exotisch - Das ist aber auch der Tatsache geschuldet, daß diese später auch als Haupt-SC wählbar/spielbar sin sollen, so dass man das Spiel aus der Sicht von Lae'zel, Gale oder Wyll bestreiten kann
Kurz Zusammengefasst: Das Spiel macht auf mich einen tollen Eindruck, wirkt aber noch gewaltig unfertig und überarbeitungsbedürftig. Bisher hatte ich sehr viel Spaß damit.


[EDIT]
Denderan Marajain hat geschrieben:
19.11.2020 07:58
[...] ob allerdings der Einstieg für Level 1 Helden mit Ilithiden, Drachen die deren Schiff verfolgen, Githyanki Kriegern etc. vom Hintergrund Sinn macht kann ich nicht beantworten, da meine einzigen Berührungspunkte mit DnD Baldurs Gate und Pathfinder Kingmaker als PC Spiele sind.
Man hält sich tatsächlich an den offiziellen Hintergrund. Die Illithiden-Schiffe (sog. Nautiloiden) tauchen bei D&D allgemein sehr selten auf, sind aber offizieller Hintergrund. Die Githyanki, ihres Zeichen Todfeinde der Illithiden, die das Schiff angreifen, tun dies offenbar um eigene Gefangene zu befreien. Diese haben durch ihren Pakt mit Tiamat auch die Möglichkeit auf Hilfe von Drachen zurückzugreifen. Insofern gibt es hier keinen Bruch zum offiziellen Hintergrund. Auch die Illithiden-Larven existieren ganz offiziell seit Jahrzehnten. Die Verwandlung setzt aber normalerweise ziemlich schnell ein. Warum das bei den Überlebenden des Nautiloiden-Absturzes merkwürdigerweise nicht so ist, das ist ja unter anderem Kern der Geschichte.
Natürlich sind all diese Kreaturen keine Gegner für Stufe-1-SCs. Im Prolog geht es aber erst mal nicht darum direkt gegen so etwas zu kämpfen, sondern nur darum irgendwie lebend aus der Sache herauszukommen.
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Baldurs Gate 3 Early Access - Erste Erfahrungen

Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 20.11.2020 14:59

@Alecto

Nächste Woche werde ich noch etwas ausführlicher schreiben aber nur eines vorweg.... es ist lächerlich wenn man die Spider Matriarch zu Tode schubsen kann. Von Ihren 132 Leben hat sie kein einziges durch einen Spell, Angriff oder ähnliches verloren.... Genauso lächerlich wie bei Auntie Ethel....

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Baldurs Gate 3 Early Access - Erste Erfahrungen

Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 24.11.2020 14:11

@Alecto
wie angedro... äh angekündigt eine längere Anwort ;)


Die Ähnlichkeit mit Divine Divinity ist natürlich eklatant. Da das ein gutes und bewährtes Konzept ist habe ich damit aber keine wirklichen Probleme.
Ich habe D:OS 2 auf Tactician mehrmals durchgespielt. Ich finde das Konzept dort sehr gut allerdings habe ich meine Zweifel ob dies zu einem BG Spiel passt. Ist auch beim Rundenmodus so ein Thema


Die Atmosphäre ist in sich schön stimmig, die Spielwelt reagiert (mit ein paar wenigen Ausnahmen) logisch konsequent

Hiezu kann ich als nicht DnD Spieler wenig bis gar nichts sagen (Atmosphäre) allerdings reagieren viele NPC mehr als unlogisch
Wäre ich nicht in die D&D-Regeln eingearbeitet, dann hätte ich Probleme einen sinnvollen Charakter zu erstellen, das ist ohne Erklärung dann doch sehr komplex
Kannst du da genauer werden ? Ich bin wahrlich kein DnD Kenner aber Probleme .... eher zu viele MinMax Optionen (Wizard mit Strength 18, Intelligence 18 und Heavy Armor)

Ein großer Fokus liegt auch darin Nicht-Kampf-Talente und -Zauber im Hohen Maße ins Spiel einzubinden. Plötzlich haben Zauber wie "Feather-Fall", "Speak with Dead" und dergleichen einen hohen Wert.
Ist das bei anderen Spielen wirklich anders? Ich kenne das eigentlich nicht anders:)


Das rundenbasierte Kampfsystem funktioniert gut, erschließt aber seine interne Logik vor allem dann wenn man mit den D&D-Regeln einigermaßen vertraut ist. Ingame werden da kaum Erklärungen geliefert.
Da bin ich aber gespannt was das Kampfsystem mit DnD Regeln so gut macht (Logik) und was an einem System wie BG 1+2 verkehrt gewesen wäre? Würde mich hier über eine Erklärung deinerseits freuen :)



Dinge wie Schleichen, Springen, Sprinten und das Ausnützen der Umgebung machen plötzlich sehr viel Sinn
Wenn Sie nicht so broken umgesetzt wären wäre Stealth interessant. Springen finde ich teilweise albern. Von Dip, Shove und co rede ich da gar nicht :rolleyes:
Die Gefährten sind in der Tat ziemlich exotisch - Das ist aber auch der Tatsache geschuldet, daß diese später auch als Haupt-SC wählbar/spielbar sin sollen, so dass man das Spiel aus der Sicht von Lae'zel, Gale oder Wyll bestreiten kann
Exotisch ist ein schöner Euphemismus. Die wählbaren SC sind allesamt Fälle für die Noiniten :lol:

Man hält sich tatsächlich an den offiziellen Hintergrund. Die Illithiden-Schiffe (sog. Nautiloiden) tauchen bei D&D allgemein sehr selten auf, sind aber offizieller Hintergrund. Die Githyanki, ihres Zeichen Todfeinde der Illithiden, die das Schiff angreifen, tun dies offenbar um eigene Gefangene zu befreien. Diese haben durch ihren Pakt mit Tiamat auch die Möglichkeit auf Hilfe von Drachen zurückzugreifen. Insofern gibt es hier keinen Bruch zum offiziellen Hintergrund. Auch die Illithiden-Larven existieren ganz offiziell seit Jahrzehnten. Die Verwandlung setzt aber normalerweise ziemlich schnell ein. Warum das bei den Überlebenden des Nautiloiden-Absturzes merkwürdigerweise nicht so ist, das ist ja unter anderem Kern der Geschichte.
Natürlich sind all diese Kreaturen keine Gegner für Stufe-1-SCs. Im Prolog geht es aber erst mal nicht darum direkt gegen so etwas zu kämpfen, sondern nur darum irgendwie lebend aus der Sache herauszukommen.
Den Hintergrund habe ich gar nicht angezweifelt nur aus BG2 weiß ich die kamen alle erst so ab Stufe 14+ vor daher finde ich es, auch wenn man sie nicht aktiv bekämpft (was nicht ganz stimmt denn es kann passieren dass ein Mind Flayer doch aufsteht wo man selber Level 2 ist und dieser Level 5), ein bisschen too much ist ?

Jetzt wo sie auch noch den Level Cap von 10 im Spiel raufsetzen wollen kann man sich schon vorstellen wo die Reise hingeht

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Ungelesener Beitrag von Djembo » 24.11.2020 15:27

Denderan Marajain hat geschrieben:
24.11.2020 14:11
Da bin ich aber gespannt was das Kampfsystem mit DnD Regeln so gut macht (Logik) und was an einem System wie BG 1+2 verkehrt gewesen wäre?
Das ist ein Missverständnis. Das System in BG 1+2 IST das D&D-System (also von Advanced D&D), aber man merkt das nicht so sehr außer darin, dass die Charaktere manchmal in der Gegend herum stehen und nichts machen oder dass ein Charakter dreimal zuschlägt in der Zeit, in der der andere zweimal zuschlägt. Ein Rundenmodus vereinfacht das Ganze, wenn man die Regeln kennt und weiß, was man tut.
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Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 24.11.2020 15:50

Djembo hat geschrieben:
24.11.2020 15:27
Denderan Marajain hat geschrieben:
24.11.2020 14:11
Da bin ich aber gespannt was das Kampfsystem mit DnD Regeln so gut macht (Logik) und was an einem System wie BG 1+2 verkehrt gewesen wäre?
Das ist ein Missverständnis. Das System in BG 1+2 IST das D&D-System (also von Advanced D&D), aber man merkt das nicht so sehr außer darin, dass die Charaktere manchmal in der Gegend herum stehen und nichts machen oder dass ein Charakter dreimal zuschlägt in der Zeit, in der der andere zweimal zuschlägt. Ein Rundenmodus vereinfacht das Ganze, wenn man die Regeln kennt und weiß, was man tut.
Ein Rundenmodus frisst einfach unheimlich viel Zeit und das zwischenzeitliche pausieren der Echtzeit war wirklich angenehmer als hier darauf zu warten wieder dranzukommen.

Und was vereinfacht der Rundemodus denn genau? Vor allem kann man AD&D überhaupt mit der 5 Edition vergleichen?

Und das öfters zuschlagen war doch in BG 1+2 eindeutig Haste geschuldet ;)

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Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 24.11.2020 16:28

Warum muss die KI immer so dämlich sein oder "wenn eine Goblin Armee ihren Perception Wurf verhaut"

Das ist auch einer meiner Hauptkritikpunkte an diesem Spiel. Man sollte die Klasse Barrelmancer einführen ;)

Ein Steamuser hat ein paar Dinge nett zusammengefasst
  • I want spell scrolls can only be cast by the classes that have the spells on their spell lists
  • I want the abundance of special arrows and grenades to be toned down
  • I want the insane range/stealth combo to not break the game and make melee builds pointless
  • I want the AI to react to being attacked by stealthed characters
  • I want the AI to not always target the lowest AC/HP characters
  • I want disengage as an action except for rogues
  • I want shove as an action to counter the hieght advantage, not as a bonus action, and to put it as a bonus action back onto shieldmaster.
  • I want them to fix the long rest/savescumming exploits
  • I want them to remove the stupid hit% numbers, and just put in a simple "A" for advantage "N" for normal and "D" for disadvantage. That % number just confuses players who do not want all the maths involved

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Baldurs Gate 3 Early Access - Erste Erfahrungen

Ungelesener Beitrag von Alecto » 24.11.2020 18:16

@Denderan Marajain
Vorneweg: Vieles was Du hier ansprichst ist eine Frage des Geschmacks, welchen man schwerlich diskutieren kann. Darunter fallen z.B. Dinge wie die recht exotischen Gefährten/SCs in spe oder auch der Rundenmodus (welcher hier im Vergleich zu BG 1+2 nur etwas offensichtlicher ist). Zudem ist das Spiel hinten und vorne noch nicht fertig, da wird sich noch extrem viel ändern. Wie Larian selbst verkündet hat ist der Early Access ein großer Testballon für die verschiedensten Dinge, bei denen man sich noch in keinster Weise festgelegt hat. Darunter fallen Dinge wie der Schwierigkeitsgrad, der laut eigenen Angaben aktuell extra recht leicht gewählt ist. Auch Dinge wie der LVL-Cap bei 10 sind aktuell lediglich Gedankenspiele (Stufenbegrenzungen gab es bei BG 1+2 nebenbei bemerkt ebenfalls). Die Gegner-KI ist auch noch unter Entwicklung. Auch war von Anfang an klar kommuniziert dass Larian mit BG3 sein eigenes Ding macht und sich nur marginal an die Vorgänger von BioWare halten wird.
In kurz: Wir diskutieren hier in sehr vielen Aspekten über ungelegte Eier.
Denderan Marajain hat geschrieben:
24.11.2020 14:11
Kannst du da genauer werden ? Ich bin wahrlich kein DnD Kenner aber Probleme .... eher zu viele MinMax Optionen (Wizard mit Strength 18, Intelligence 18 und Heavy Armor)
Nehmen wir als Beispiel nur mal den Unterschied zwischen Wizard und Warlock. Direkt bei der Erschaffung wirken beide extrem ähnlich - Dass beide unterschiedliche Schwerpunkte setzen und sich später in deutlich unterschiedliche Richtungen entwickeln ist nicht ersichtlich. Auch der Fluff-Unterschied zwischen den beiden, welcher im Spiel ja tatsächlich berücksichtigt wird ist alleine aus BG3 nicht ersichtlich. Hier war die Vorkenntnis von D&D mehr als hilfreich.
Der von Dir geschilderte Wizard mit Strength 18, Intelligence 18 und Heavy Armor wäre nebenbei bemerkt ein schlechter Build.
Denderan Marajain hat geschrieben:
24.11.2020 14:11
Ist das bei anderen Spielen wirklich anders? Ich kenne das eigentlich nicht anders:)
Oh ja! Schau dir z.B. Icewind Dale 1+2 an. Oder Neverwinter Nights und seine Nachfolger. Oder die gesamte Dragon Age Reihe. Oder Jade Empire. Oder...... Auch Bei BG 1+2 fristeten die Nicht-Kampf-Talente ein sehr stiefmütterlich behandeltes Dasein.
Denderan Marajain hat geschrieben:
24.11.2020 14:11
Da bin ich aber gespannt was das Kampfsystem mit DnD Regeln so gut macht (Logik) und was an einem System wie BG 1+2 verkehrt gewesen wäre? Würde mich hier über eine Erklärung deinerseits freuen
Das hat Djembo schon größtenteils beantwortet: BG1+2 verwendeten das damals aktuelle AD&D als Regelgrundlage, welches stellenweise ziemlich holperig und schwer balancierbar war. Stellenweise sogar grottendämlich (Nur Diebe können Fallen finden, das missratene Multi-Class-System, etc). BG3 greift nun auf eine etwas modifizierte Version der aktuellen D&D-Regeln zurück. Seit AD&D hat man versucht insbesondere die Kampfregeln stärker zu systematisieren und balancieren, worauf offensichtlich Tabletops und auch MMORPGs einen hohen Einfluß hatten. So finden sich hier viele Schere-Stein-Papier-Designs und Buffer-Healer-Striker-Tank-Konstrukte. Nicht das D&D-5 in irgendeiner Weise ideal wäre, aber seit AD&D hat sich extrem viel gebessert.
Denderan Marajain hat geschrieben:
24.11.2020 14:11
Den Hintergrund habe ich gar nicht angezweifelt nur aus BG2 weiß ich die kamen alle erst so ab Stufe 14+ vor daher finde ich es, auch wenn man sie nicht aktiv bekämpft (was nicht ganz stimmt denn es kann passieren dass ein Mind Flayer doch aufsteht wo man selber Level 2 ist und dieser Level 5), ein bisschen too much ist ?
JA, Larian hat im Prolog schon einmal ganz ordentlich "auf die Kacke gehauen". Zu dick aufgetragen? Das ist mal wieder Geschmackssache. Illithiden, Cambions und Konsorten sind selbst noch für hochstufige Charaktere eine große Bedrohung. Ich sehe das als Ausblick darauf, mit wem man sich im Laufe der Geschichte noch alles im wahrsten Sinne des Wortes herumschlagen darf. D&D zielt auf High-Fantasy. Und insbesondere Baldurs Gate 2 und Throne of Baal waren in dieser Beziehung auch absolut keine Waisenknaben.


Zusammenfassend: Bisher bin ich von BG3 recht positiv angetan und bin auch der Meinung dass Larian da gerade dabei ist ein gutes Spiel zu produzieren. Vom tatsächlichen Endprodukt sind wir aber noch ziemlich weit entfernt.
Und um ehrlich zu sein: Noch ein Baldurs Gate auf Basis der alten Engine mit den alten Regeln hätte zumindest mich nicht wirklich gelockt. Da ist die Zeit mittlerweile einfach deutlich weiter.
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Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 25.11.2020 08:27

@Alecto

Danke für deine Antworten :) Ich habe noch ein paar Antworten ;)
Vorneweg: Vieles was Du hier ansprichst ist eine Frage des Geschmacks, welchen man schwerlich diskutieren kann. Darunter fallen z.B. Dinge wie die recht exotischen Gefährten/SCs in spe oder auch der Rundenmodus (welcher hier im Vergleich zu BG 1+2 nur etwas offensichtlicher ist). Zudem ist das Spiel hinten und vorne noch nicht fertig, da wird sich noch extrem viel ändern. Wie Larian selbst verkündet hat ist der Early Access ein großer Testballon für die verschiedensten Dinge, bei denen man sich noch in keinster Weise festgelegt hat. Darunter fallen Dinge wie der Schwierigkeitsgrad, der laut eigenen Angaben aktuell extra recht leicht gewählt ist. Auch Dinge wie der LVL-Cap bei 10 sind aktuell lediglich Gedankenspiele (Stufenbegrenzungen gab es bei BG 1+2 nebenbei bemerkt ebenfalls). Die Gegner-KI ist auch noch unter Entwicklung. Auch war von Anfang an klar kommuniziert dass Larian mit BG3 sein eigenes Ding macht und sich nur marginal an die Vorgänger von BioWare halten wird.
In kurz: Wir diskutieren hier in sehr vielen Aspekten über ungelegte Eier.
Die Gefährten hätten schlicht ein wenig durchmischter sein können. Aktuell hat man eine Soziopathen Aufstellung. Das ist mein Kritikpunkt :)
Der Rundenmodus passt aus meiner persönlichen Sicht nicht zu BG. Ich weiß schon, dass diese Entwicklung aktuell en vogue ist aber auch bei Pathfinder Kingmaker und Pillars of Eternity ist der Rundenmodus ein graus. Auch bei BG 3 ist dieser Modus eher hinderlich denn von Vorteil.

Der Level Cap von 10 ist eh schon gefallen was aber nicht verwundert wenn man sich den Story Verlauf ansieht und man schon in Akt 1 Level 6 wäre. Das geht sich dann mit dem Rest nicht mehr ganz aus ;). Und die Stufenbegrenzung war auch nur bei BG1 ein Thema denn mit BG2 + Thron des Bhaal war man, je nach Klasse, bei Level 25+ .

Larian wird aus meiner Sicht nicht mehr viel von der Grundstruktur ändern wenn der EA von D:OS 2 als Vergleich herhalten darf. Da war es gleich :(

Nehmen wir als Beispiel nur mal den Unterschied zwischen Wizard und Warlock. Direkt bei der Erschaffung wirken beide extrem ähnlich - Dass beide unterschiedliche Schwerpunkte setzen und sich später in deutlich unterschiedliche Richtungen entwickeln ist nicht ersichtlich. Auch der Fluff-Unterschied zwischen den beiden, welcher im Spiel ja tatsächlich berücksichtigt wird ist alleine aus BG3 nicht ersichtlich. Hier war die Vorkenntnis von D&D mehr als hilfreich.
Der von Dir geschilderte Wizard mit Strength 18, Intelligence 18 und Heavy Armor wäre nebenbei bemerkt ein schlechter Build.
Ein wenig mehr Informationen wären tatsächlich besser gewesen obwohl bei der Erschaffung zumindest das mit den Zaubern klar ist. Der Rest offenbart sich erst beim Stufenanstieg.

Der von mir geschilderte Wizard Build mag im realen D&D schlecht sein im Spiel BG3 ist er einer der Besten, da er Wizard Solo erlaubt. Aber warum ist er schlecht?

Oh ja! Schau dir z.B. Icewind Dale 1+2 an. Oder Neverwinter Nights und seine Nachfolger. Oder die gesamte Dragon Age Reihe. Oder Jade Empire. Oder...... Auch Bei BG 1+2 fristeten die Nicht-Kampf-Talente ein sehr stiefmütterlich behandeltes Dasein.
Wasteland 2+3, PoE 1+2.... ;) sind da eindeutig anders. Aber ja das haben die alten Kaliber nicht gut gemacht

Das hat Djembo schon größtenteils beantwortet: BG1+2 verwendeten das damals aktuelle AD&D als Regelgrundlage, welches stellenweise ziemlich holperig und schwer balancierbar war. Stellenweise sogar grottendämlich (Nur Diebe können Fallen finden, das missratene Multi-Class-System, etc). BG3 greift nun auf eine etwas modifizierte Version der aktuellen D&D-Regeln zurück. Seit AD&D hat man versucht insbesondere die Kampfregeln stärker zu systematisieren und balancieren, worauf offensichtlich Tabletops und auch MMORPGs einen hohen Einfluß hatten. So finden sich hier viele Schere-Stein-Papier-Designs und Buffer-Healer-Striker-Tank-Konstrukte. Nicht das D&D-5 in irgendeiner Weise ideal wäre, aber seit AD&D hat sich extrem viel gebessert.
Das kann ich schwer beurteilen fand es aber in BG 1+2 nicht hinderlich sondern eher bereichernd, dass du mehrere Aspekte gebraucht hast ... Gut damals hatte man ja noch 6 Leute in der Party....... Aktuell kann ja jeder fast alles machen. Ist aus meiner Sicht auch nicht ideal
JA, Larian hat im Prolog schon einmal ganz ordentlich "auf die Kacke gehauen". Zu dick aufgetragen? Das ist mal wieder Geschmackssache. Illithiden, Cambions und Konsorten sind selbst noch für hochstufige Charaktere eine große Bedrohung. Ich sehe das als Ausblick darauf, mit wem man sich im Laufe der Geschichte noch alles im wahrsten Sinne des Wortes herumschlagen darf. D&D zielt auf High-Fantasy. Und insbesondere Baldurs Gate 2 und Throne of Baal waren in dieser Beziehung auch absolut keine Waisenknaben.
BG2 hat aber schon mit anderen Stufen begonnen ;)

Zusammenfassend: Bisher bin ich von BG3 recht positiv angetan und bin auch der Meinung dass Larian da gerade dabei ist ein gutes Spiel zu produzieren. Vom tatsächlichen Endprodukt sind wir aber noch ziemlich weit entfernt.
.
Ich auch aber es ist halt kein BG Feeling aus meiner Sicht da fehlt echt etwas und wie gesagt Larian wird so etwas nicht mehr ändern



Aber jetzt täte mich echt interessieren ob in DnD Oil, Firewine und Powder Keg tatsächlich so inflationär vorkommen oder ob das nur ein feuchter Larian Traum ist :)
Und auch ob die Umsetzung wirklich DnD 5 e ist

The game in this stage of development is broken. Nothing is balanced, classes dont matter, AC doesn't matter, Magic doesn't matter, when you can brreeze through the game as a wood elf ranger abusing stealth and bow to circumvent encounters where enemies stand in their own blood and whatever surface effect arrow you stole from the druid trader.

But hey - this is tactical genious for some of you.

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Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 27.11.2020 14:42


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