Andergaster Ritter

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
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Gorbalad
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 06.10.2015 14:19

@BenjaminK: Richtig. Nur will DSA4.1 eben etwa gleich starke Helden:
WdH S. 7 hat geschrieben:Damit alle aventurischen Helden zu Beginn ihrer Laufbahn etwa gleich stark sind, erhalten sie alle 110 Generierungspunkte.
Damit wird die Illusion geschaffen, dass das dabei rauskäme, was aber eben ganz und gar nicht passiert.

Bei einer transparenten Generierung könnte man dann eben gamistisch-fair alle Helden mit den gleichen Punkten generieren (dann hat man eben frischgebackene Krieger und Magier neben Veteranen-Bettlern) oder eher hintergrundkonform manchen Heldentypen mehr Ressourcen (GP/AP) zuschanzen.
Aber man hätte die Wahl.

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Andwari » 06.10.2015 14:22

@BenjaminK
Beim Ritter kostet die Ausgestaltung "Adelig, Profession, Verpflichtungen zum Lehensherrn" 28GP (7+21+0), beim Krieger aus Baliho dito nur 23 GP (7+28-12). Dafür ist im billigeren Paket Baliho dann deutlich mehr drin.

Es steht nirgendwo, dass es quasi immer was bringt, das an sich teurere Professionspaket zu nehmen statt dasselbe mit frei kaufbaren Vorteilen zusammenzustellen = hier ist in DSA4.1 "Premium" mit "Premiumprofession" deutlich leichter zu erreichen als ohne. In einem fairen System gingen beide Wege.
Für "realistisch" hielte ich ein System, das bei fairen Preisen einem gewollten "Premium-Ergebnis" mehr Punkte gibt. Strahleheld = 150GP, Abenteurer aus dem Querschnitt der Bevölkerung = 100GP.

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von TrollsTime » 06.10.2015 14:27

@BenjaminK
Ich bin mir sicher, dass die Mehrheit der Spieler tendenziell eher "gleich starke" (im Saldo) Charaktere haben wollen.
Wie sich diese Charaktere dann aus Profession und "frei wählbarem" zusammenstellen sollen, ist sicher Glaubenssache.

Aber es ist eine Unsitte zu sagen "Nimm den Krieger, dann hast du den besseren Charakter!".

Denn dadurch werden mehr Charakterkonzepte benachteiligt, als wenn ich nur den Krieger in seiner Auswahl an freien Fähigkeiten "verknappe".

WENN, wohlgemerkt WENN ich "realistische Konzepte" haben will, ja DANN sage ich das so. (Bzw der Meinung bin, dass ein Bettler bei GP=X einfach unrealistisch gut wäre)

Das ist allemal besser, als "Premiumprofessionen zu günstigen Preisen! Spielen sie hier!" anzubieten.

Eine Premiumprofession ist besser, deshalb ist sie teurer.
Gerne darf man das subventionieren, um ein "Gefälle" in der Gruppe zu simulieren, aber DAS ist Sache der Gruppe.

Der Mumpitz bei DSA4 führte nur dazu, dass manche Professionen fast gar nicht gewählt wurden und "Krieger und Magier" überproportional häufig.

Ich komme mir jedes Mal verarscht vor, wenn dann gesagt wird:
"Bei DSA4.1 waren das die beliebtesten Professionen!"
Na, kein Wunder, wenn man zu günstigen Preisen so viel bekommt...

@Gorbalad und Andwari
Danke, ihr wart schneller und weniger hitzig
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 06.10.2015 14:38

Gorbalad hat geschrieben:Bei einer transparenten Generierung könnte man dann eben gamistisch-fair alle Helden mit den gleichen Punkten generieren (dann hat man eben frischgebackene Krieger und Magier neben Veteranen-Bettlern) oder eher hintergrundkonform manchen Heldentypen mehr Ressourcen (GP/AP) zuschanzen.
Erzähl ich das nicht die ganze Zeit? Entweder gamistisch-fair oder hintergrundkonform, aber beides zur selben Zeit geht nicht. Deswegen muss jede Gruppe für sich entscheiden, welcher Aspekt ihnen wichtiger ist.

Und wenn ich hintergrundkonform-unfair aufsetzen will, dann muss ich entweder die individuellen Ressourcen verändern (Profession geschenkt, unterschiedliche GP Basis) beim richtigen Verhältnis von Kosten und Nutzen, oder ich muss das Verhältnis von Kosten und Nutzen (zB Paketrabatte) verändern.
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 06.10.2015 14:46

Wenn ich Paketrabatte einführe, verschleiere ich.
Der richtige Weg ist daher mMn eine transparente, faire Generierung ohne irgendwelche Rabatte. Dann kann ich eben immer noch dem Magier x AP extra geben. Nur sieht dann eben jeder, was da passiert.

Somit kann ich auch mit einem Generierungssystem beide Stile bedienen. Wenn es Paketrabatte gibt, kann ich nur den Hintergrund-Stil bedienen (wie gut das DSA4 gelingt, kann man auch noch diskutieren...).

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Andwari » 06.10.2015 14:50

@TT
Ich bin mir nicht sicher, ob alle immer gleich starke Helden wollen - das Bauerngaming der 90er war ja eine bewusste Abkehr davon.

In DSA4.1 macht allerdings Powergaming keinen Spaß, weil es zu einfach ist und man kaum eine Herausforderung für den Powergamer findet: für die Zahl der Kombinationsmöglichkeiten ist das immer gleiche Ergebnis (für einen nichtbarbarischen Kämpfer) "Rassethorwaler, mittelländisch geprägt, Krieger oder SG" halt stinklangweilig, da helfen auch keine Blutgruben.

Es ist einfacher, Leuten etwas dazuzugeben als etwas wegzunehmen - will man also gemeinsam mit dem nichtverkrüppelten Krieger aus der Eliteschule spielen, müsste sich das benachteiligte Konzept "Bettler" schon arg strecken. Dass da kein 0815-Bettler rauskommt, ist klar.
Ich halte es für einfacher, in einem "fairen" System eine Absprache auf das gewünschte Niveau (Erfahrung und Heldigkeit als zwei Komponenten) zu treffen als das alles vom Regelwerk auf faire 110 zu nivellieren. Natürlich müsste dann weiterhin drüberstehen, "das ist ein typischer Baustein für Summe 130" oder "für 90" - also die bisherigen GP-Werte, nur halt ohne Verschleierung.

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 06.10.2015 14:53

Ich hab doch gar nicht gewertet :)

Im 'anderen' Thread hab ich meine Wertung abgegeben; Paketrabatte rausrechnen, Professionen "schenken" bzw. Start-GP um die Professions-GP erhöhen, dann sieht jeder den 163GP-Char und den 110GP-Char direkt.
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von TrollsTime » 06.10.2015 15:09

@ BenjaminK (alt)
So ist es verständlicher, aber nicht destotrotz ist "Plastizizät" immer gut.
Und dieser Rabattwahn ist nicht plastisch.

Und über die Hintergrundkonformität mancher Paketrabatte ließe sich auch trefflich streiten...

Dann schon lieber Kostenechtheit und die Frage in die Hände der Gruppe legen.
Zumal dann die "Professionen" (sofern unterschiedlich, aber kostenecht bepreist) ja immer noch "hintergrundkonform" sind, lediglich der daraus erstellte Charakter ist "ein etwas außergewöhnlicher Krieger" (Premiumprofession plus kleiner Bonus) oder "ein überaus außergewöhnlicher Bettler" (schäbige Profession plus großer Bonus).

Und bei Kostenechtheit sind auch "verkorkste" Professionen bzw "da fehlt was"-Professionen kein Problem mehr, weil ich die ohne Mehrkosten oder Rabatte "entkorksen" kann.
Kostenechtheit sei Dank.

Gorbalad war wieder schneller.

@ Andwari
Im Zweifel immer.
Es gibt kaum ein Spiel, wo man sich nicht an unterschiedlichen Voraussetzungen stört.
In einem Rollenspiel etwas weniger, keine Frage, aber stark unterschiedliche Charaktere (nicht zwingend = Professionen) bei gleichem Invest, empfinden viele eher als Frechheit.

Definiere "Bauerngaming"
A) Bodenständig und erdig -> Dann uU Schräglage in den Professionen, aber nicht zwingend. Im Zweifel werden Premiumprofessionen einfach verboten
B) "Wir spielen alle Bauern o.ä."-> Dann keine Schräglage
C) "Wir kommen alle aus dem gleichen Dorf!" -> Dann lediglich beschränkte Auswahl, wenig Exoten. Schräglage auch hier oft unerwünscht
D) Mit wenig Fähigkeiten -> Dann GP/AP runter schrauben UND AUF GAR KEINEN FALL RABATTE
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Mithrandir » 06.10.2015 15:11

Bauergaming war/ist, salopp gesagt:

"Ich spiele eine total bodenständige, schwache und ggf. unnütze Profession, die aber fluffig ist"

Einen "BAuergamer" stört nicht, das der "Ritter" oder "Krieger" oder "Magier" stärker ist.

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von TrollsTime » 06.10.2015 15:18

Mithrandir hat geschrieben:Bauergaming war/ist, salopp gesagt:

"Ich spiele eine total bodenständige, schwache und ggf. unnütze Profession, die aber fluffig ist"

Einen "BAuergamer" stört nicht, das der "Ritter" oder "Krieger" oder "Magier" stärker ist.
Doch stört mich :lol:

Das eine schließt das andere nämlich nicht aus.

Ich fand es ja schon genial, dass DSA 4.1 überhaupt "den Bürger" endlich spielbar gemacht hat (und auch DSA2 und 3 waren "fluffiger" als die Konkurrenzprodukte).
Ich fand aber vieles immer noch erstaunlich "hakelig" und "unausgewuchtet", was insbesondere an den Rabatten lag, die die einen in ihrem Kernbereich hatten und die anderen nicht...

Ich bevorzuge den "Fluss" zwischen verschiedenen Charakterkonzepten und der gelingt eher bei Kostenechtheit.

Zumal zwischen "Bauerngamer" und "Powergamer" oft noch eine immense Grauzone an anderen Spielern sich befindet und zumindest DIE sind meist angepisst, wenn der "Powergamer" so stark bevorzugt wird.
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Mithrandir » 06.10.2015 15:34

Dann bist du kein klassischer "Bauergamer" TT :P

http://www.larpwiki.de/BauerGamer

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 06.10.2015 15:41

TrollsTime hat geschrieben:Und über die Hintergrundkonformität mancher Paketrabatte ließe sich auch trefflich streiten...
Ja, das kann man sicherlich. Aber vorher muss doch erstmal die Entscheidung getroffen werden, dass man hintergrundkonform-unfair generieren möchte und DANN kann man sich Mittel und Wege überlegen. Und wenn man DANN Paketrabatt als das Mittel der Wahl sieht, erst dann kann man streiten, bei welcher Profession welcher Rabatt kommen sollte. Bei der Erhöhung der individuellen Ressourcen ist auch die gleiche Entwicklung: Erst Entscheidung für hintergrundkonform-unfair, dann als Mittel angepasste Ressourcen, dann die Feinjustierung welche Profession welche Vorteile oder welche Auswahl welche Anpassung der Ressourcen bringt.

Aber dann kommt der Trugschluss:
Zumal dann die "Professionen" (sofern unterschiedlich, aber kostenecht bepreist) ja immer noch "hintergrundkonform" sind[...]
Denn das haut nicht hin. Denn gleiche Ausgangsressourcen und kostenechte Preise sorgen für gleichstarke Ergebnisse. Habe ich vorher definiert, dass es ungleichstarke Ergebnisse geben soll, weil verschiedene Lebensläufe unterschiedlich viel "Glück" im Leben haben, dann widerstrebt das. Wenn der Ritter stärker ist als der Bettler, weil er bessere Nahrung hat, bessere Bildung, bessere medizinische Versorgung etc. dann hat er im Saldo einfach mehr. Wenn dafür der Bettler genau so viel Glück haben 'muss', indem er dann auf einmal herausragend klug ist oder besonders zäh oder auf mehr Dukaten zurückgreifen kann....dann ist man wieder beim nivellierten Einheitsmaß angekommen.
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von TrollsTime » 06.10.2015 15:49

Mithrandir hat geschrieben:Dann bist du kein klassischer "Bauergamer" TT :P

http://www.larpwiki.de/BauerGamer
Der Bauergamer

Der Bauergamer bevorzugt einfache Ambienterollen. Er spielt Landvolk, Bauern, Diener, Knappen, einfache Waffenknechte, Handwerker. Und das nicht nur, weil er durch zuwenig Punkte dazu gezwungen wäre, sondern weil er auch in diesen Rollen seine Gelegenheit zum Charakterspiel findet und seine Bestätigung eher im OT-Lob für seine Darstellung sucht, als darin, IT eine besonders tolle Rolle innezuhaben.
Der Satz enthält soviele "Auchs" und "Ehers", dass meine Definition darunter auch noch subsumiert werden kann.

Es ist eine irrige Annahme, dass ein Bauerngamer per se oder auch nur grundsätzlich "wie der Depp durchs Abenteuer stolpern will".

Wenn ich den DSA4.1-Bauern mit dem - Krieger vergleiche,
hat man dem Bauern nicht nur - zurecht - das Recht auf Schuhe abgesprochen, sondern ihm auch noch die Füße zertrümmert und dem Krieger hat man nicht nur schöne Reitstiefel - soweit so gut - spendiert, sondern auch noch ne schöne Sprungmechanik eingebaut.

Und die meisten Spielertypen sind halt eben nicht "klassisch", gerade deshalb macht das "Powergamer vs Bauerngamer" eines unausgewogenen Rabattsystems so wenig Sinn.

Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster:
"Kostenechtheit" macht weniger Leute unglücklich als "Kostenunechtheit".

Und die meisten, die ich bei DSA 5 habe meckern hören, waren die Spieler, vormaliger "Premium"-Professionen... teilweise zu recht, aber hier "Befangenheit" vorzuwerfen, ist nicht weit hergeholt...

Gab es einen Spieler einer Bauernprofession, der sich beschwert hat, dass sein Konzept plötzlich "zu gut" wird???
Zuletzt geändert von TrollsTime am 06.10.2015 15:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Andwari » 06.10.2015 15:51

@TT
Dann bist Du halt kein Bauerngamer, wenn Dich das stört. Es gibt ein Dasein außerhalb des Bauerngaming. Der "Bürger" hatte doch schon in "Mit Mantel Schwert und Zauberstab" seine Werte und die Berufs-Spezialfertigkeit "Brot- und Zuckerbäcker" gab es da auch schon. War halt nur ab DSA-Urzeiten klar als "Niete" erkennbar, wenn man nur den Abenteurer spielen durfte, weil es zu nix anderem gereicht hat.

Dass DSA in den 90ern viele schöne fluffige Beschreibungen geliefert hat (mit denen viele von uns ins Rollenspiel eingestiegen sind und daher gar nicht objektiv beurteilen), ist unbestritten. Die Beschreibung des Tagesablaufs der Schankmaid macht die aber nicht zum "besseren" Spielerchari. Man könnte das Leben von Krieger Konrad genauso bunt malen.

Schlecht fürs gemeinsame Spiel sind z.B. die unintuitive Kompliziertheit der DSA4.1-Regeln - das trennt halt in Leute, die sich da reinfuchsen wollen und die, denen das zu viel Aufwand ist. Wenn der SL zu letzterer Gruppe gehört, hat man ziemlich fix auch die Tendenz zu handwedelndem Spiel mit amateurhaften Abenteurern, die weit unter ihren regeltechnischen Möglichkeiten bleiben. Wenn da ein Magier oder Krieger dazwischenkommt, bemerkt man die aufgestellten Beschränkungen, die die Truppe aus Schließer, Kurtisane und Rollkutscher nicht mal bemerken muss.

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von TrollsTime » 06.10.2015 15:58

Schließer und Kurtisane sind beispielsweise durchaus nützliche Charaktere.
Schade nur, dass der Krieger oder gar umgekehrt viel eher deren Bereiche mal ebenso "mit berücksichtigen" kann als andersrum.

Das hat mit "reinfuchsen" nicht viel zu tun.
"Exploit", "Nobrainer" und "Lazy Picks" treffen da schon eher oder sind zumindest die Folge des "Reinfuchsens".

Da lebe ich lieber mit nem "Über-Bader"* in der Runde, als mit dem 158. "Kriegerweilisthaltdasbesteundmirvielnichtsanderesein".

(* der dann aber von der Fähigkeitssumme geleichwertig mit den anderen Charakteren ist)
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 06.10.2015 16:06

Bauerngaming zeichnet aus, dass die Figur völlig unabhängig von Effizienz in den Werten läuft. Mit anderen Worten darf es einen Bauerngamer nicht stören, dass andere besser/toller/stärker sind, denn er möchte mit diesem einen Charakter ganz intensive, menschliche(?) Erfahrungen machen und eben nicht den Wettstreit mit jemand anderem gewinnen. Sobald sich der Bauerngamer auf der Skala der Effizienz umsieht, muss er nach oben schauen. Wie weit nach oben ist egal....und wenn es ihm nicht egal ist, ist er ein Gruppentyrann ("Mein Char ist schwach, ihr müsst auch alle schwache Chars nehmen! Und nein, ich werde diesmal sicherlich auch nicht 100 GP in Eigenschaften packen! 81 reichen dicke!") oder er ist gar kein Bauerngamer :)

Wenn dich, TrollsTime, das auch stört, aber es gibt Schubladen :) öfter mal zu hinterfragen, ob die Welt wirklich schwarz und weiß ist, ist gerechtfertigt, denn oftmals ist sie in Wirklichkeit grau. Aber manchmal ist sie eben schwarz und weiß.

Entweder mir ist der Powerunterschied zu den anderen egal weil ich Bauerngaming machen möchte, oder mir ist er nicht egal. Kein Grau. Ein Höchstmaß an "Tier-Stufen-Unterschied" erzeugt nur Frust.
Entweder möchte ich manchen Lebensläufen zielgerichtet einen (unfairen) Powerboost geben oder nicht. Kein Grau. Ein Powerboost, den jeder andere gleichermaßen holen kann, ist nicht fairer, sondern kein Powerboost mehr.
Und entweder möchte ich Powerboosts transparent haben oder nicht. Kein Grau.

PS: Und ich finde es eine herausstellenswürdige Eigenschaft, erst einmal gegen schwarz-weiss zu arbeiten, also nicht falsch verstehen :)
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Andwari » 06.10.2015 16:20

Genau der "NoBrainer" ist für Powergamer unattraktiv - es wäre hingegen interessant, eine Auswahl an möglichen Kombinationen zu testen, die für die Kompatibilität mit Nicht-Powergamern auch gar nicht doppelt so fähig sein müssen, ein kleines "mehr" an Möglichkeiten reicht dem Powergamer doch.

Vergleich mit Rolemaster: Dort habe ich verschiedene Kämpfercharis, die sind eben nicht nur eine Profession, sondern ich kann dieselbe Idee z.B. mit "Fighter", "Rogue", "Swashbuckler", "Scout" oder "Pure Arms Priest" angehen (alles profane Charis) oder für etwas "Übernatürliches" noch "Armsmaster", "Paladin", "Warrior Mage", "Semi Priest", "Magent" (alles quasi Viertelzauberer) dazu nehmen und habe dabei noch Pakete, die nicht ganz in meine Richtung gehen, wie z.B. Barbar oder Ranger rausgelassen. Ich hab die bis auf den Paladin alle schon gespielt und weiß nicht, ob und welcher in unseren Gruppen inhärent stärker ist.
Die obigen Rolemaster-Professionen sind weniger als die DSA-Professionen - für einen Vergleich müsste man eher RM-Profession+Ausbildungspaket mit den DSA Kultur+Profession vergleichen.

DSA schafft es durch die vorgetäuschte Gleichwertigkeit, dass sich Anfänger statistisch wahrscheinlich einen eher schwachen Chari bauen - ich würde gerade Anfängern hingegen eher was aus der Oberliga basteln, den nur 90% effizient spielen, weil man was vergisst kriegen die selbst hin, 110% geht nicht - und wer dann kein reiner Bauerngamer ist, wundert sich halt irgendwann, warum andere so erkennbar besser sind.

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Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 16.10.2020 22:53

Für den König!

Achtung: Threadnekromantie und An-Sich-Reißung

Ihr Lieben, ich hatte jüngst eine Idee für einen Andergaster Ritter und möchte diese mit euch besprechen - Regeledition ist DSa4.1:

Als Andergaster bekommt man ja die Auto-SF Meister der Improvisation. Um diese benutzen zu können, benötigt man FF 12.
Von der Lore her sind die Andergaster eine extrem ländlich geprägte Kultur, die durch handwerkliches Geschick und Wildnis-Tauglichkeit besticht.

Wenn ich mich richtig erinnere, hatten die Andergaster auch ein verhältnismäßig ungezwungenes Verhältnis zu ihren Untertanen - was nicht mit Kumpelhaftigkeit verwechselt werden darf, aber dass ein Ritter seinen Bauern auch mal auf dem Feld oder bei der Reparatur des Karrens hilft, kommt durchaus vor.

Jetzt hatte ich mir überlegt, wie man diese ehr ländliche Kultur, die Voraussetzung von FF12 für Meister der Improvisation und diese grundlegende Kenntnis der andergaster Ritter mit dem Berufsfeld ihrer Untertanen adecken könnte?

In WdH gibt es als Variante des Bauern den Gutsherrn, der die Voraussetzungen SO 7 und adlig hat.
Da kam mir als (wie ich finde ganz possierliche) Idee der Gedanke: Was macht eigentlih ein Ritter, der als Herrscher eines Lehens eingesezt ist? Der kann ja weder als Abenteuer in den Krieg ziehen, noch sich selbst ständig um jeden Ork oder Nostrianer Räubertrupp kümmern?

Also kam mir die Idee, einen Ritter mit adligem Erbe zu generieren, der BG Bauer: Gutsherr hat, weil ich mir so in etwa vorstelle, wie ein Ritter die ersten 6 Jahre seiner Regentshaft verbracht hat: Nachdem er zum Ritter geschalgen wurde, musste er nun lernen, was es heißt, Aus und Hof, Bauern und Knechte zu verwalten.

Dadurch entsteht:

R: Mittelländer
K Andergast
P Ritter, Ritter alten Schlags BgB Bauer: Gutsherr
SO 8 (durch +1 durch A.Erbe)

Die Eigenschaften...

MU 14
KL 10-11
IN 14
CH 10-11
FF 12
GE 12
KO 12-13
KK 14
SO 8 (durch +1 durch A.Erbe)

Was haltet ihr davon?
Ist das eine fluffige Idee, oder doch zu viel des Guten?

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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 16.10.2020 23:43

a) würde ich noch nicht als Konzept begreifen, da gehören noch Vorteile/Nachteile, wichtige Talente und SFen (mit ausgeglichenem GP-Budget) dazu, sowie ein bisschen mehr Hintergrundstory

b) Ritter/Großbauer kann man machen (da schreit die Stimmigkeit nicht)... würde einen NSC vielleicht schon so erstellen, einen SC eher nicht: mir fällt mit den GP meist besseres ein, als die in AP umzuwandeln und dafür den Charakter einige Jahre älter sein zu lassen... finde es sinnvoller, das Alter und die AP direkt zu erspielen (zumals das bei dem Betrag ja relativ schnell geht).

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Ungelesener Beitrag von Satinavian » 17.10.2020 09:15

Sieht unproblematisch aus.

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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 17.10.2020 10:28

Satinavian hat geschrieben:
17.10.2020 09:15
Sieht unproblematisch aus.
Was heißt denn unproblematisch? 😅

Dass es (loretechnisch) stimmig ist?

Also, @Satinavian , meinst du mit unproblematisch, dass das ein plausibler Werdegang eines Andergaster Ritters sein kann, oder dass das Konzept trotz der extrem ineffizienten BGB trotzdem spielbar ist?

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Ungelesener Beitrag von Darjin » 17.10.2020 22:00

Ich glaube, die meisten sind gespannt, wie du das weiter generieren willst bis ein theoretisch spielfertiger Char daraus entstanden ist.
Ritter an sich ist schon leider wirtschaftlich schwer vorbelastet (ich persönlich erspiele mir den Ritterschlag lieber und fange irgendwelche verunglückten Knappen/Edelknechte als Char an) und die BGB dazu bedeutet noch mehr zusätzliche GP die man finanzieren muss.

Und du hast dir hier mittlerweile einen Ruf erarbeitet...
*schonmal Popkorn bereit leg und Wette darauf abschließ, wann hier wegen Regelfickerei wieder auf andere Threads verwiesen wird*
„Man muß uns, glaube ich, nie so viel Verachtung zeigen, wie wir verdienen.“
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Ungelesener Beitrag von Satinavian » 17.10.2020 22:17

Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
17.10.2020 10:28

Was heißt denn unproblematisch? 😅
Würde in einer typischen mittelaventurischen Nichtthemengruppen DSA-Runde höchstwahrscheinlich als Charakter zugelassen werden, wenn einer so was spielen wollte.

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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 18.10.2020 00:03

Darjin hat geschrieben:
17.10.2020 22:00
Ich glaube, die meisten sind gespannt, wie du das weiter generieren willst bis ein theoretisch spielfertiger Char daraus entstanden ist.
Ritter an sich ist schon leider wirtschaftlich schwer vorbelastet (ich persönlich erspiele mir den Ritterschlag lieber und fange irgendwelche verunglückten Knappen/Edelknechte als Char an) und die BGB dazu bedeutet noch mehr zusätzliche GP die man finanzieren muss.

Und du hast dir hier mittlerweile einen Ruf erarbeitet...
*schonmal Popkorn bereit leg und Wette darauf abschließ, wann hier wegen Regelfickerei wieder auf andere Threads verwiesen wird*
Also, ich mag mein Aventurien ja etwas romatisch-idealisierter.

Andergast hat ja den Rat der 12, dessen Oberhaupt, der König, Recke PRaios genannt wird.

Es ist also nicht abseits jeglicher Lore, dass (m)ein Ritter aus Andergast Praios und Rondra als besonders wichtig erachtet.

Dazu kommt, das Andergaster ja sehr nationalistisch sind.

Autoritätsgläubig, ggf. sogar über 6, wäre meiner Ansicht nach passend und die Prinzipientreue von 10 auf 12.

Gleichzeitig aber hat der SC ja entschieden, dass ihm das Leben als besserer Bauer zu langweilig wird, also stelle ich mir Neugier auch plausibel vor.

Als Alternative (oder Ergänzung) zu Neugier könnte ich mir bei einem so armen Schlucker auch Goldgier (aber nicht höher als 5) vorstellen, als eine Art fast schon verzweifeltem Bedürfnis, Reichtum anzuhäufen um sich einen höheren Lebensstandard leisten zu können.
WdH und UdW sagen, dass ein Nostergaster quasi nichts wegwirft und gelernt hat, aus fast allem ein Werkzeug, improvisierten Klebstoff, usw. zu machen: Vielleicht wäre also statt des Bedürfnisses nach einem höheren Lebensstandard umgekehrt eher Geiz passend?

Passend ist ja natürlich Vorurteile gegen Nostianer und Nostria - die Andergaster Kampfakademie hat das ja als Auto-Vorteil drin, ergo empfindet die Redax das als nicht so unglaublich selbstverständlich, dass das keine GP Wert wäre.

Wenn der SL es zulässt, dass man mehrere Prinzipientreuen haben kann, würde ich für 3GP die Prinzipientreue "Pflicht zur Bekämpfung bestimmter Gruppen wie Orks oder Untoter (3 bis 5 GP)" dazunehmen.

Ich denke, es wird erst einmal Zeit, für eine Zwischensumme...

Ich gehe davon aus, dass dieser Held so wie seit geraumer Zeit alle meine Helden in allen meinen Gruppen mit 120GP + 50GP in Nachteilen = bis zu 170GP generiert wird.

R Mittelländer 0GP
K Andergast 6GP
P Ritter alten Schlags 21GP + bgb Gutsherr 14 GP.
= 41GP

Vprteile:
Adliges Erbe 13GP*
BB: Erprobtes Reitpfert mit Sattel, Zaumzeug und Kriegslanze (auto durch A.erbe).

Macht 54 GP.

34GP müssen ausgeglichen werden.

Autoritätsgläubig 8 -4GP
Neugier 5 -5 GP
Prinzipientreue 10 -> 12 -2GP
Prinzipientreue 3 -3GP
Verpflochtungen (auto)
Vorurteile gegen Nostrianer und Nostria 6 -3GP

fehlen noch 17 GP. Uff...

Da gehen mir ehrlich gesagt die Ideen aus.

Allerdings hausregeln wir etwas, was auch in der Diskussion zum weidener Ritter hier im Forum auf eine gewisse Gegenliebe gestoßen ist, nämlich, dass der Ritter den Vorteil Adlig verbilligt als Auto-Vorteil erhält.

Das wären bei A.Erbe 4GP

13-4= 9GP ersparnis

Würden noch 17-9 = 8GP fehlen.

Mit Goldgier 5+ Geiz 6 wäre das ausgeglichen, aber ich hab Angst, dass der Ritter trotz meiner - hoffentlich plazsublen - Begründungen für diese Nachteile trotzdem zu einem Söldner mit besserer Etikette verkommen würde...

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Satinavian
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Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Satinavian » 18.10.2020 08:42

Schulden wären sehr plausibel, da der Ritter problemlos versprochen haben kann, Dinge zurückzuzahlen, wenn er sein Erbe antritt. Ansonsten gibt es haufenweise Nachteile, die nicht explizit mit der Hintergrundgeschichte zu tun haben, ihr aber auch keinesfalls wiedersprechen.Viele sind natürlich Geschmackssache.
Zuletzt geändert von Satinavian am 18.10.2020 10:23, insgesamt 1-mal geändert.

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Seidoss-Anima von Seelenheil
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Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 18.10.2020 09:56

Aberglaube wäre ja mega passend, aber dazu müsste ich nochmal UdW ganz präzise lesen.

Erst hatte ich an fettleibig gedacht, aber der Held arbeitet ja, für einen Ritter, oft auf den Feldern mit.

Entsprechen ungeeignet sind Arroganz, Eitelkeit und Reinlichkeitswahn.

Wegen der großen Prestige der Druiden wäre Vorurteile gegen Zauberei unangebracht, oder?


Ich habe jetzt folgende Idee...


Der Ritter ist der Erbe eines Ritterguts, das zur Freifrauschaft Theshkal gehört, allerdings zu denjenigen, die den westlichen Rand Theskaliens bilden, sodass die Kultur die aufsatzlose Andergast-Kultur ist.

Da es immer mal wieder zu Überfällen von Orks kommt und die Felder gegen wilde Tiere verteidigt werden müssen, kann der amtierende Ritter, Wendolyn von Fassbender, jeden starken Arm gebrauchen. Also bleibt der Sohnemann Wenzelslaus (unser SC) nach seiner Schwertleite erst einmal daheim, anstatt sich in der Welt da draußen (dem Andergaster Wald...) die Hörner abzustoßen.

Da der SC aber ja mal das Rittergut erben soll und nicht jeden Tag, an dem es mal keinen Überfall gibt, mit Schattenkämpfen oder Liegestütze verbringen kann, weist der Vater ihn direkt in die Bürden der Verwaltung und Bewirtschaftung eines Rittergutes ein und lässt seinen Sohn, wo nötig, auch mal auf den Feldern mitarbeiten.

Dies geht dann 6 Jahre so, was durch BGB Gutsherr ausgedrückt wird.
Inzwischen ist der jüngere SOhn auch Krieger oder RItter geworden, während der SC zwar schon einiges über die Verwaltung eines Ritterguts gelernt hat, aber seine Fähigkeiten in der ritterlichen Kampfkunst sich nur spärlich entwickeln.

Oh weh! Er ist doch noch keine dreißig Götterläufe alt: Soll er wirklich jetzt schon den Rest seines Lebens auf diesen Feldern versauern? Oh Praios sei gnädig! (Nachteil Neugier)

Doch dann ist es soweit: Als das altehrwürdige Turnier zu Andrafall die Ritter des Landes ruft, ist es ihm vergönnt, seine Familie zu vertreten.

Voller Vorfreude und dem Drang, sich zu beweisen zieht er mit seinem treuen Ross, dem Theshkaler Hasufel, Richtung Andrafall, nicht ahnend, dass das der Beginn eines langjährigens Lebens voller Abenteuer werden würde...

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