DSA4 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.

Wie bewertet ihr die Weiterentwicklung von DSA seit 2011?

überwiegend Positiv
72
26%
Unverändert
32
12%
überwiegend Negativ
172
62%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 276

Perceval
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5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Ungelesener Beitrag von Perceval » 16.06.2020 15:57

Halb-Vampirassassine trifft es gut. Das gefällt mir :6F:

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Timonidas
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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 16.06.2020 16:19

Kendor hat geschrieben:
16.06.2020 14:57
Naja, das Horasreich hat ja zusätzlich zum wesentlich moderneren politschen System auch moderene Technologien. Die Seefahrt ist hier der allergrößte Ausreißer. Aber auch das Manufrakturwesen ist hervorzuheben.

Interessanterweise hat die mit weitem Abstand modernste aventurische Institution - Der Aventurische Bote - seinen Sitz allerdings in Gareth.
Nein auch da sind die horasischen Zeitungen weit voraus.

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Skalde
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 16.06.2020 16:21

Der Marbo-Kult bedient halt den häufig auftretenden Snowflake-Edgelord. Die Spieler, deren Helden immer was gaaaaaanz besonderes, natürlich mit einem düsteren edgy Touch sein müssen. Da dieser Typ eher bei Neueinsteigern verbreitet ist und sich DSA5 hauptsächlich an diese richtet, ist es wirtschaftlich wirklich nur logisch.

Edit: Für diesen Spielertyp hält das eher bodenständige DSA-Setting halt nur wenig bereit. Das ist dann nochmal eine gefüllte Lücke.

Sollte nicht eigentlich jeder Inquisitor, der etwas auf seine Berufsehre gibt, diesen blutsaufenden Vampirkult verfolgen und jeden seiner Anhänger den reinigenden Flammen überantworten? Wobei, die haben im offiziellen Aventurien ja immer woanders hingeschaut, wenn das dem Plot im Weg gewesen wäre.
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Ungelesener Beitrag von Grinder » 16.06.2020 18:40

Perceval hat geschrieben:
16.06.2020 15:15
An meiner auch nicht. Steht bei mir auf der Beliebtheitsskala auf Höhe des Mörderhobo-Korgeweihten. Scheint nach meiner Erfahrung auch den gleichen Spielertyp anzusprechen.
Als versierter Murderhobo-Spieler kann ich nur sagen, dass ich eine tiefe Abneigung gegen edgy-Vampir-Asssassinen-Dingsbums verspüre.
Die Menschen sind kompliziert. ;)
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Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 17.06.2020 06:52

Was darf man den unter Murderhobo genau verstehen?

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 17.06.2020 07:06

"Da ist ein Problem... Waffen raus! Wir bringen es um!"


https://en.wiktionary.org/wiki/murderhobo

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Ungelesener Beitrag von Grinder » 17.06.2020 11:36

Denderan Marajain hat geschrieben:
17.06.2020 06:52
Was darf man den unter Murderhobo genau verstehen?
Bild
These things are romanticized, but in the end they're only colorful lies.

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Ungelesener Beitrag von Grinder » 17.06.2020 17:08

Das ist nicht unbedingt der in der DSA-Spielerschaft bevorzugte Spielstil. :ijw:
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 18.06.2020 12:24

Arcademodus vs Kampagnespiel ^^

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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 18.06.2020 12:52

Nachricht der Moderation

Bitte zurück zum Topic

Perceval
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Ungelesener Beitrag von Perceval » 18.06.2020 17:14

Das ist schon on topic: Nämlich die Frage, ob „die gute alte Redax“ auch so fragwürdige Designentscheidungen getroffen hätte.

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 19.06.2020 15:48

Denderan Marajain hat geschrieben:
17.06.2020 06:52
Was darf man den unter Murderhobo genau verstehen?
Im Grunde steckt es im Namen drin: "Mord-Landstreicher". Also der Spielstil, bei dem die Charaktere nichtsesshaft durch die Welt ziehen und überall Leute umbringen.

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Ungelesener Beitrag von Morgel » 20.06.2020 13:11

Meine Bewertung des topics stellt voran, dass keine bisherige DSA Redaktion alles richtig gemacht hat. Auch die DSA 4.1 Redaktion hat solche Machwerke wie die Drachenchronik "verbrochen", hat dafür gesorgt, dass man als Meister den Zauberspeicher hasst, aber als Spieler liebt oder dass defensiv ausgerichtete Kampfstile ab einer gewissen Stufe zu frustrierend langen, nicht gebalancten Würfelschlachten geführt haben. Trotzdem habe ich DSA 4.1 über eine Zeitraum von 12 Jahren hinweg gerne gespielt. Die DSA 5 Redaktion hat vieles richtig gemacht, ist aber ebenfalls für gewisse "Sünden" verantwortlich, wie zB die befremdliche Teilprobenerleichterung, den anfänglichen Wust von gamistischen Sammelproben in Abenteuern (der sich inzwischen zum Glück etwas gelegt hat) oder den Nerf von Gildenmagiern, der für meinen persönlichen Geschmack etwas über das Ziel hinaus geschossen ist. Zu den Marbo-Vampire-Assassins-Superhoschis kann ich nur sagen, dass ich das Konzept nicht perse schlecht finde, aber es zumindest etwas misstrauisch beäuge. Das ist wohl dem Zeitgeist, der Popkultur oder wie man das nennen mag geschuldet. So wie es in den Achtzigern obskure Vermischungen mit Sci-Fi gab, gibt es heutzutage eben andere Ansätze, die gerade cool sind. Das hat für mich im Endeffekt keine Bedeutung, die darüber hinaus geht.
Das Konzept von DSA 5 geht für mich in die richtige Richtung. Die Regeln fühlen sich für mich geschmeidiger an, es wird mehr Wert auf gutes Artwork gelegt (nein, nicht jede Illustration ist deswegen gut) und mit dem Sternenfall finde ich für mich eine interessante neue Grundlage des Metaplots, die tolle Geschichten verspricht. Aus meiner Tätigkeit als Autor weiß ich, dass viele Projekte in Arbeit sind, die ich lieber gleich als später haben möchte. Darauf freue ich mich. Die Publikationspolitik mit der Aufteilung in verschiedene Bände hat für mich den entscheidenen Nachteil, dass es leider sehr unübersichtlich ist. Dagegen hilft mir nicht die Regelwiki (die ja eine tolle andere Quelle darstellt, aber damit noch keine Bücher übersichtlicher macht), sondern nur das regelmäßige Schmökern in den "DSA 5-Fragmenten". Aus Verlagssicht habe ich dennoch Verständnis dafür, denn es ist schlicht ein wirtschaftlicher Aspekt, der dahinter steckt. Die Qualität der Bücher schwankt noch, aber gerade zuletzt mit Herbarium und Pandämonium sind da echt gute Sachen rausgekomen, die mir Spaß machen.
Alles in allem hat der Wandel in der Redax sicherlich nicht zu Perfektion geführt, aber Anderes und Gutes hervorgebracht. Gleichwohl will ich nicht unerwähnt lassen, dass ich den Abgang einiger echt talentierter Schreiber durchaus vermisse, denn Autoren der Riege von Wieser, Weste oder Masberg lassen sich nicht einfach so ersetzen.
Fazit: Wir spielen immer noch regelmäßig DSA, seit 2,5 Jahren in der 5. Ed., und wir haben regelmäßig Spaß dabei.
VG!
»Eines Tages wird der Namenlose auch dir ein Angebot machen, dem du nicht widerstehen kannst.«
—ein verheißungsvolles Wispern, neuzeitlich

https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Bernd_Ochs

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Ungelesener Beitrag von Jasper Stoßenheimer » 30.07.2020 16:00

Verstehen tue ich die Publikationspolitik nicht.
Eben ist mir aufgefallen,dass die Dschungel Regionalbeschreibung raus ist und im August erscheint.
Die Thorwaler für die eine große Kickstarterkampagne gelaufen ist, lassen immer noch auf sich warten. Man sollte meinen die hätten Priorität, aleine schon weil man hier Verbindlichkeiten geschaffen hat.

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Ungelesener Beitrag von Eldoryen Gammensliff » 30.07.2020 16:09

Würdest du verstehen dass du z.B. auf deinen neue bestellten Golf Kombi noch 2 Monate warten muss während dein Nachbar seinen neuen Skoda bereits in der Garage stehen hat?

Es sind unterschiedliche Teams unter ein und der selben Firma.

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Harteschale
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Ungelesener Beitrag von Harteschale » 30.07.2020 16:24

Das kann man ja trotzdem kritisieren - gerade weil die Finanzierung mit Kickstarter obwohl Branchenplatzhirsch ohnehin schon kritisch betrachtet wird von einigen Leuten.
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Timonidas
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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 30.07.2020 16:54

Harteschale hat geschrieben:
30.07.2020 16:24
Das kann man ja trotzdem kritisieren - gerade weil die Finanzierung mit Kickstarter obwohl Branchenplatzhirsch ohnehin schon kritisch betrachtet wird von einigen Leuten.
Naja kann man, ist aber bisschen deplatziert. Da ist auch der Hinweis richtig dass das nichts mit der "Publikationspolitik" zu tun hat, sondern dass da einfach zwei unterschiedlich schnell arbeitende Teams dahinter standen, und das eines gerade wegen dem extrem erfolgreichen Kickstarter einfach viel mehr zu tun hat.

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Harteschale
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Ungelesener Beitrag von Harteschale » 30.07.2020 17:18

Viel mehr zu tun hat? Sie bekommen dafür auch wesentlich mehr Geld.
Zudem sind gute Teile des Kickstarters auch Aufkleber (2.500 € je Aufkleber) oder ein weiterer ausgedruckter Charakterbogen (2.500 € je weiterem Charakterbogen), welche ich gemessen am Geld für doch recht übersichtlich in der Arbeit halte.
Zumal mir nicht einleuchtet, warum mehr Geld das die Kunden zahlen zwingend mit mehr Wartezeit einhergehen soll - für diese Summen sollten doch definitiv Gelder da sein, notfalls weiteres Personal anzuwerben um zeitnah das Projekt abzuschließen.
Ich gönne jedem seine Produkte und kann verstehen dass man unterschiedliche subjektive Maßstäbe anlegt. Aber dass die Kritik abwegig ist, sehe ich nicht.
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Ungelesener Beitrag von Aryador » 30.07.2020 19:01

Manche Probleme kann man aber nicht mit mehr Personal lösen. Und manche Probleme entstehen erst durch mehr Personal. Je mehr unterschiedliche Autoren an einem Buch beschäftigt sind, desto größer ist eventuell anschließend die Arbeit für den Redakteur, die Sachen unter einen gemeinsamen Hut zu bringen.

Je mehr Geld du ausgeben kannst, um schicke Bilder ins Buch zu bringen, desto mehr potenzielle Problemstellen hast du, weil plötzlich ein Bild zu groß oder zu klein geraten ist, oder das Layout nachgebessert werden muss, was dann plötzlich wieder Änderungen am Text oder gar Kürzungen verlangt.

Ein (professionelles) Printprodukt ist ein extrem komplizierter Prozess aus sehr vielen Arbeitsschritten, und von vielen davon haben normale Menschen noch nie gehört. Erwartet auch niemand, ich muss als Autofahrer auch nicht kapieren, wie die Kabel in meinem Auto verlegt wurden. Aber es ist halt nicht ganz so einfach, und Ulisses ist, so wie ich das einschätze, kein Großkonzern, der sich an allen Ecken und Enden modernste automatisierte Abläufe leisten kann.

Ein Buch, erst recht eines mit Bildern und Artwork, ist eben an allen Ecken und Enden noch sehr viel manuelles Handwerk, sowohl von Texter-, als auch von Grafiker-, als auch von Layout-Seite. "Mehr Geld" beschleunigt die Prozesse nicht zwangsläufig, und du kannst auch nicht problemlos einfach so im Prozess einen Autor gegen einen anderen austauschen, falls einer ausfällt oder schwächelt. Im Zweifelsfall hat der erste Autor sich schon Monate lang vorher auf den Regionalband vorbereitet, spezifisch individuell Dinge geplant und Sachen im Kopf, in die sich ein anderer Autor komplett neu einarbeiten müsste. Vielleicht hat der Alternativ-Autor auch viel weniger Ahnung von Thorwal. Oder hat zwar Ahnung von Thorwal, aber noch nie für DSA5 gearbeitet. (Ich habe keine Ahnung, was da konkret bei dem Band alles gelaufen ist und gehe nicht davon aus, dass da ein Autor ersetzt wurde, aber das nur mal als Beispiel für dein Argument, dass man da "mehr Personal anwirbt", um ein Projekt abzuschließen).

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Ungelesener Beitrag von Farmelon » 30.07.2020 19:50

Na ja, es sieht eben schon so aus als hätten die Kritiker von Beginn der ganzen Crowdfunding-Angelegenheit mehr oder weniger recht behalten. Leider. Die CFs binden offenbar so viel Arbeitskraft das anderes hinten weg fällt das kein CF ist. Zumindest wirkt es so und Timmonidas Erklärung, die ich eher als Verteidigung der Umstände sehe, stützt das auch noch. Zumindest meiner Sichtweise nach.

Zu viel Kickstarter, zu wenig der regulären Regionalhilfen. Wenn ich nach der Wiki gehe gibt es inzwischen mehr CFs als erschienene Regionalspielhilfen für DSA5. Wobei Havena und Gestade des Gottwals sicher streitbar wären, das sind ja RSHs die übers CF laufen.
Wirtschaftlich gesehen macht das voll Sinn, CFs generieren sehr viel Umsatz, als DSA-Fan hab ich eine andere Sicht darauf.

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Ungelesener Beitrag von Aryador » 30.07.2020 19:57

Ich habe ja erst 2020 wieder zu DSA zurück gefunden, insofern: Was waren denn die Bedenken gegenüber Crowdfunding und inwieweit bindet das mehr Arbeit, als ein klassisch finanziertes Projekt?

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Ungelesener Beitrag von Farmelon » 30.07.2020 20:27

Das alles zusammen zu fassen führt zu weit. Die Diskussionen gingen über mehrere Foren zu mehreren Produkte, aber hier mal was die Suchfunktion spontan auswirft, oder zumindest eine Auswahl davon:
Faras Damion @ [DSAnews.de] Havena Crowdfunding startet am 23. Mai!
Ulisses Crowdfunding, allgemeine Diskussion, abseits WdV
[DSAnews.de] Crowdfunding zu Wege der Vereinigungen startet!
[DSAnews.de] Wege der Vereinigung kommt als Crowdfunding [Update]

Ansonsten selber mal die Suchfunktion nutzen, im Orkenspalter gibt es auch noch einiges, in Tanelorn ebenso glaub ich. ich übernehme keine Garantie das ich alle wichtigen Diskussionen erwischt habe, ich hab keine Lust über 20 Seiten Suchergebnisse zu filtern.^^
Grob hab ich ja schon gesagt, neben CFs leidet anderes oder das CFs Überhand nehmen weil die lukrativer sind als anderes.

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Ungelesener Beitrag von bluedragon7 » 30.07.2020 20:27

Für ein normales Produkt wie eine Regionalspielhilfe werden das Hauptprodukt und Nebenprodukte geplant und fertig gestellt. Und sobald man weit genug ist wird es als Produkt angekündigt und dann wenn es keine Verzögerungen gibt eine Weile später ausgeliefert.
Bei einem CF Produkt ist man bei Verkündigung schonmal naturgemäß weiter hinten, insbesondere weil es wesentlich mehr Nebenprodukte gibt die teilweise erst nach Abschluss des CF angefangen werden.
Von daher ist es nicht verwunderlich daß ein CF eben, insbesondere gefühlt, länger dauert.
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Ungelesener Beitrag von Mikal Isleifson » 30.07.2020 21:44

Ich frage mich an dieser Stelle, wie viel Einfluß das mir langsam immer unangenehmer werdende "Zerstückeln" in Unterprodukte á la DLC auf die Zeit hat, die das Produkt bis zur Marktreife braucht. Mal sehen, wir können über 150€ bequem für die angekündigte Regionalspielhilfe lassen. Da sind bei das Buch, evtl. limitiert in Kunstleder, d.h. es gibt 3 Buchvarianten, die fertig werden müssen. Dazu sinnvollerweise Spielkarten, die die Regeln redundant noch mal erwähnen, ein Kartenset, was nicht mehr in der Hilfe selber drin ist, ein Einstiegsabenteuer (Kobaltblau oder wie?), eine CD mit Musik, die zum Thema passt, dazu Goodies, die es im Kickstarter versprochen gab. Habe ich etwas vergessen? Ach ja: Rüstkammer auch.

Bei DSA 4.1 war es "nur" ein SW-Buch im Hardcover, was fertig werden musste. Ich denke mal, der gesunde Menschenverstand sagt mir da, dass ein Produkt fertigstellen, leichter ist als eine Handvoll Produkte, die sich eine gemeinsame Deadline teilen und ggf. - im Falle von Abenteuer und RSH - bestimmt abkoordiniert werden müssen.

Das man das Spiel so derbe in Komponenten zerpflückt hat, erweist sich mMn nicht als Segen hier - von den Kosten für den interessierten Spieler ganz zu schweigen.

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Ungelesener Beitrag von Aryador » 30.07.2020 22:16

Mikal Isleifson hat geschrieben:
30.07.2020 21:44
Habe ich etwas vergessen? Ach ja: Rüstkammer auch.
Und das "Heldenbrevier", also der literarische Fluff-Teil, der teilweise auch noch Dinge aus der RSH aufgreift oder sogar etwas Plot vorantreibt.

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Ungelesener Beitrag von Mikal Isleifson » 30.07.2020 22:35

Ich muss zugeben, dass ich die Breviere optisch mag. Bin da gebranntes Kind, da ich mir das Brevier des reisenden Magiers kaufte und - naja - Leerband für 15€, was war ich da sauer! Die kleinen Bücher sehen auch im Regal gut aus - warum ich das zwölfgöttliche Brevier allerdings nur haben kann, wenn ich alle anderen Bände kaufe, ist mir schleierhaft. Aber ich habe mich dabei an die Vademecums gehalten. Von den Regionalbreviers habe ich kein einziges und weiß auch nicht, ob ich die überhaupt will. Wenn ich in mein Regal schaue, bin ich glücklich über den Anblick der grünen und blauen Bände - die roten sind bis auf Wege der Entdecker, Wege des Meisters und Wege der Alchemie mittlerweile eingemottet. Jedes dieser Bücher war in sich stimmig und irgendwie komplett.

Ganz ehrlich? Lieber bei schwarz-weiß bleiben und ein auch gerne dickeres Buch, in dem aber dann auch ALLES Relevante drin steht.
Eigentlich möchte ich z.B. nicht jedesmal eine Rüstkammer kaufen müssen (wobei dann noch Platz für redundante Regelerwähnungen drauf geht. Mal in den Havenaband geschaut? Grauenhaft!), weil ich der Meinung bin, das gehört einfach in die RSH. Genauso wie die Karten, die man aber auch separat verkaufen kann, ja. Früher war das alles in einer Box und gut. Selbst der Heldenbrevier - wieso geht das nicht mit in die RSH? Gut, ich will auch keine marktwirtschaftliche Antwort auf diese Frage - das ist mir selber klar, dass mehr Produkte = mehr Geld vom Melkv...ähm Kunden bedeutet.
Wozu die Musik-CDs? Die sind a) teuer und b) was leisten die, was die Literatur- und Musikempfehlungen vorher nicht geleistet haben? Im Zweifel hält das das Gesamtprojekt auf, weil ja auch was im Studio eingespielt werden muss. Wozu die Spielkarten? Die grenzen mittlerweile an Beutelschneiderei.

Mit dem Umstieg auf DSA5 wurden einige Dinge aktualisiert, was gut ist. Neues kam hinzu und einige Regeln wurden vereinheitlicht, was auch gut ist. Gut, Artefaktmagie und generell "Crafting" von Gegenständen durch die Helden ist dank absurder Zeitinvestitionen und Ausbeuten sowie absurden "Balancingbestreben" regeltechnisch getötet worden. Zum Leidwesen von Khunchomer Magiern, Heilern, Druiden, Schmieden, Alchemisten und was weiß ich noch.

Und dann zerpflückt man alles als wäre das ein PC-Spiel und wir hätten 2010 - ein Hoch auf die Mikrotransaktion! Ich bin mittlerweile mehr als nur zwiegespalten über die Entwicklung.

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Ungelesener Beitrag von Jasper Stoßenheimer » 31.07.2020 00:46

Also ich sehe das irgendwie anders.
Durch das Kickstarter hat man sehr viel Kunden an sich gebunden die per Vorauskasse !!! ordentlich Geld gelatzt haben.
Hieraus ergibt sich für mich eine Verpflichtung auch zu liefern und zwar zeitnah. Corona kann da nicht gelten, der Dschungelband mit seinen ganzen Nebenprodukten kommt ja auch im August.

Zur Not hätte man den Dschungelband eben nach hinten schieben müssen, da der für eine unspezifische Kundengruppe ist die auch noch nicht gezahlt hat. Ein Angebot also, dem es nicht weh tut wenn es geschoben wird.

Für mich hat das eher den Geschmack von: "Können wir nach hinten schieben die Idioten haben ja schon gezahlt, lieber erst noch den Weizenanbau Band für Hinterhuppelsburg rausbringen mit der CD Bauerntänze für zwischendurch".

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Ungelesener Beitrag von bluedragon7 » 31.07.2020 01:37

Nochmal: abgesehen von einigen spezifischen Arbeitsschritten sind an den beiden RSHs ganz andere Leute relevant beteiligt.

Ich lese hier sehr viele Vorschläge die einfach unheimlich Naiv sind was Projektarbeit angeht.
Ja, man kann immer alle verfügbare Arbeitskraft auf ein Projekt konzentrieren und alles anderes stehen und liegen lassen. Das ist aber vom Projektmanagement her ziemlich doof. Die einzelnen Arbeitspakete typischer Projekte kann man nicht beliebig parallelisieren. Und nicht jeder Mitarbeiter ist für jeden Arbeitsschritt gleich geeignet.

Wer gerade mit Hingabe Dschungelpflanzen im aventurischen Süden beschreibt kann nicht mal eben stattdessen das fehlende Kapitel über die Zauberschmiede des Nordens schreiben und dabei einen vergleichbar passenden Text abliefern.
Von daher macht es für jedes Unternehmen mit multiplen Produkten wesentlich mehr Sinn immer mehrere Produkte parallel zu bearbeiten. Ideal staffelt man die soweit daß die tasks die den gleichen Mitarbeiter erfordern nicht gleichzeitig angefragt werden. Bei Thorwal und Dschungel sind die Erscheinungsdaten so verschieden daß z. B. Der Layouter nicht wegen dem einen weniger Zeit fürs andere hat.
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Ungelesener Beitrag von Aryador » 31.07.2020 09:22

Jasper Stoßenheimer hat geschrieben:
31.07.2020 00:46
Für mich hat das eher den Geschmack von: "Können wir nach hinten schieben die Idioten haben ja schon gezahlt, lieber erst noch den Weizenanbau Band für Hinterhuppelsburg rausbringen mit der CD Bauerntänze für zwischendurch".
Es ist bei Projektaufträgen und Großaufträgen überhaupt nicht ungewöhnlich, dass der Kunde zumindest eine Teilmenge im Voraus zahlt. Wenn du glaubst, dass alleine diese Tatsache dazu führt, dass ein Unternehmen die Füße hochlegt und sich ins Fäustchen lacht, sagt das, finde ich, mehr über dich und deine Weltsicht aus, als über den speziellen Fall bei Ulisses.

Ich nehme mal an, dass Ulisses keinen Investor und keinen Mutterkonzern im Rücken hat, und Rücklagen auf der Bank können bei unvorhergesehenen Ereignissen schnell aufgebraucht sein. Für ein mittelständisches Unternehmen ist Crowdfunding, was für mich nichts anderes ist als die Vorauszahlung der Kunden, plus gepaart mit dem medialen Anreiz-Hype, der dadurch entsteht, einfach eine sinnvolle Sache, was die finanzielle Sicherheit angeht. Ansonsten geht ein Verlag bei jeder Publikation ja immer in Vorleistung: Mitarbeiter und Druckkosten müssen erst einmal bezahlt werden, bevor anschließend etwas eingenommen werden kann.

Man könnte die Kritik genauso gut umdrehen: Die klassische Art der Verlagsarbeit kann zu hastig fertig gestellten Produkten führen, die dringend auf den Markt müssen, um an frisches Geld zu kommen.

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Hina
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Ungelesener Beitrag von Hina » 31.07.2020 09:48

Es fuehrt aber auch zu Produkten, die mehr darauf angelegt sind, den besagten Medienhype zu generieren als wirklich ein lebendiges Spiel zu unterstuetzen.

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