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Wie lukrativ ist Heldentum?

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Tarak
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Ungelesener Beitrag von Tarak » 14.02.2020 01:12

Naja Magie halt^^
Meisterhandwerk +Unterstützung des Spieler-Schmiedes durch Druide, Magier und Elf - da kannste die Werte anständig pushen.
Wenn die AsP weg sind machste halt Pause und lädst Dich wieder auf.

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Wolfio
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 14.02.2020 01:21

Naja... für TP+1 AT+1 ist die Erschwernis +8... vor etwaigem Werkzeug ab einem TaW 15.
Für TP+2 sind es +6 ab einem TaW ab 8.

Also wenn ein Spieler sagt, er hat Grobschmied auf 7 oder 8 und würde gerne mit einer verbesserten Waffe starten... Besonderer Besitz ist das nicht.

Xeledonius Spareios
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Ungelesener Beitrag von Xeledonius Spareios » 14.02.2020 23:46

Jadoran hat geschrieben:
12.02.2020 12:44
Ich kenne kein grössere Abenteuer, das positiv in Betracht zieht, dass Helden Verbindungen haben könnten, höchstens wird abgeblockt: "Sollte einer ihrer Helden anführen, xy gut zu kennen, so sagen sie ihm, der sei grad nicht da...".
Naja, wie will man die 1000+ NSC Möglichkeiten als Abenteuerautor*in auch im Blick haben? Die Bandbreite bei Verbindungen ist ja immens - ähnlich wie beim Nachteil "Feind". Es kann ja vom einfachen Bettler*in über den Schmied*in bis zum Kaiser*in alles sein ;)

Soweit ich mich aber auch erinnere müssen Verbindungen und Feind sowieso mit dem Spielleiter*in abgesprochen werden - ein mehr Aufwand ist also vorhanden.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 15.02.2020 00:44

Es ist aber auch nicht gerade Rocket Science. In Schleierfall wird etwa davon ausgegangen, dass zumidnest eine der Heldinnen zur Wesira von Llanka wird. Aber das bleibt ein leerer Titel. Nirgends in dem Modul wird darüber nachgedacht, was die Heldin qua Amt bewegen könnte, sondern das Abenteuer geht da weiter davon aus, dass 3-6 Typen die ganzen Aufgaben händisch erledigen. Delegation wird soweit wie möglichverhindert. Auch VeG oder die Herren von Chorhop, die ja eigentlich "Regierungsherausforderungen' bieten wollen, geben da kaum Hilfestellung.
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AngeliAter
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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 15.02.2020 14:22

Jeder Spielerfürst weiß aus Erfahrung das alles, was kein Held ist, bei so ziemlich alles versagt. Dann wäre es gradzu Irrsinn da was zu delegieren und irgendwelche NSC los zu schicken.
Der einfachste Weg, um auf die Party eines Obervampirs eingeladen zu werden, besteht darin, sich über seinen Akzent lustig zu machen.

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Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 16.02.2020 19:44

AngeliAter hat geschrieben:
15.02.2020 14:22
Jeder Spielerfürst weiß aus Erfahrung das alles, was kein Held ist, bei so ziemlich alles versagt. Dann wäre es gradzu Irrsinn da was zu delegieren und irgendwelche NSC los zu schicken.
Kann ich so nicht nachvollziehen. Das liegt dann auch an der Darstellung seitens SL. Wenn ein spielerfürst bei mir Soldaten schickt um eine Aufgabe zu erledigen die sie können sollten "treibt steuern ein, vermöbelt den Dieb, räuchert die Goblinbande aus" dann machen die das sinnvoll kompetent. Wenn das nicht schaffbar ist erstatten sie halt Bericht.
Normale NSC sollten keine wunderwuzis sein (dafür gibt es SC) aber das was in ihrem Aufgabenprofil steht sollten sie können. Besonders wenn der Spieler auerksamkeit und Mühe investiert und die NSC selbst ausbildet/ausbilden lässt.
Die Gefahr dass dann die Spieler nichts mehr tun sehe ich ehrlicherweise nicht. Weil, zumindest hab ich es so erlebt, die ja was tun wollen. Entsprechend darf Heldentum sich gerne auszahlen, Delegiert wird nur was man selbst nicht kann/mag und offen gestanden verstehe ich es wenn der Spieler des Adligen Praiosgeweihten lieber im Phextempel Infos kauft als selbst wo einzubrechen (Phexorakel sind super, die liefern teilweise schon belastende Beweise mit ;) )
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Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 17.02.2020 08:08

In „Rabenblut“ klappt das mit dem Delegieren recht gut. Die Autorin geht davon aus, dass die Helden eben nicht alles selbst machen. Meine Spieler setzen das auch schön um - fast schon zu sehr, so dass ich manchmal Schwierigkeiten habe sie in die Action zu kriegen: „Lass das mal Khala machen, die schickt da ein paar Spione und dann ist gut.“

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Ungelesener Beitrag von vilembard » 06.03.2020 16:32

Danke mal für die nützlichen Tipps ! :)
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Ungelesener Beitrag von Irike » 18.03.2020 08:19

AngeliAter hat geschrieben:
15.02.2020 14:22
Jeder Spielerfürst weiß aus Erfahrung das alles, was kein Held ist, bei so ziemlich alles versagt. Dann wäre es gradzu Irrsinn da was zu delegieren und irgendwelche NSC los zu schicken.
Dss sehe ich auch nicht so. Wir haben da schon den ein oder anderen NPC dabei gehabt, der uns teilweise den Ar*** gerettet hat. :wink: Kommt halt darauf an, wie der SL mit dem NPC umgeht und wie er ihn führt.

Aber mal zurück zu dem Thema, dass man im Prinzip mit keiner / zu wenig Kohle startet und zur Lukrativität des Heldengeschäftes

Wenn man es so nicht mag, dass der Held zu Beginn keine / zu wenig Kohle hat, schreit das doch nach einer Hausregel. M. E. ist alles erlaiubt, was Spaß macht. Man muss es halt nur in der Gruppe kommunizieren und abklären.
Als Beispiel: Ich spiele derzeit eine reiche Adlige, die in Geld keinerlei Motivation sieht. Wenn sie Gold für irgendetwas bekommt, ok. Aber der Hauptgrund, warum sie die Dinge tut, die sie tut, liegt in ihrem Moralkodex (oder weil Weisungsbefugte ihr sagen, dass sie es tun soll, schließlich ist sie nicht auf einer Stufe mit dem Kaiser).
--> Das Setting wäre dann die Ironman- / Superman-Analogie.

Auf der anderen Seite spiele ich einen armen Type, der als Sklaven geborenen wurde. Der ist scharf auf jeden Dukaten, den er kriegen kann. Zwar funktioniert das bei ihm als Motivation, dennoch hat er es in den Abenteuern, die er bereits erlebt hat, kaum zu Reichtum gebracht. Also: Wenig lukrativ, was er da so macht. :ijw: Hat aber glücklicherweise noch ein paar andere Gründe, trotzdem weiter durch die Weltgeschichte zu tingeln und Zeug zu erleben.

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Foxfire
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Ungelesener Beitrag von Foxfire » 18.03.2020 14:20

:doppelvisier: Wenn es um harte Dukaten geht ist die vorgeschriebene Belohnung meist lächerlich im Vergleich zum Aufwand.
Ich persönlich vergebe als SL recht großzügige Belohnungen wenn es "nur" um Dukaten geht.

Allerdings sorge ich auch immer wieder für Gelegenheiten um Geld auszugeben.
Bauvorhaben/Projekte/Spenden/der Verpflichtungen Nachteil/Teilhaberschaft an Geschäften vom SC oder seinen Freunden.
Anmerkung: Hat dein Held sowas nicht ist er wahrscheinlich ein Murderhobo, in dem Fall viel Glück für deinen SL.

Um den Machtzuwachs mittels Ausrüstung etwas einzudämmen beschränke ich lieber das Angebot... nur weil du dir etwas Leisten kannst heißt das nicht das Helden generell im Heros 'r' us Megastore einkaufen können.
Leute die Toshkriel oder Schwarzstahl bearbeiten können sind meist schon Reich, da ist Geld nur der Anfang der Verhandlung.
Auch betrachte ich Wertsachen generell als Freiwild. Auch edle Heroen werden beklaut.
Gut, Waffen und Rüstungen und andere persönliche Sachen packe ich nur äußerst selten an... ist auch schwerer zu verhöckern für den Dieb.
Wenn ich das personalisierte Schwert vom Krieger klaue rechnet jeder Dieb mit KL über 9 damit das der besagte Krieger dem Ding hinterherjagt und dem Dieb...
Dukaten , Edelsteine ,etc schon eher, gerade in Großstadten ist sowas schonmal unwiederbringlich verloren.

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Wolfio
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 18.03.2020 16:17

Foxfire hat geschrieben:
18.03.2020 14:20
Ich persönlich vergebe als SL recht großzügige Belohnungen wenn es "nur" um Dukaten geht.
Bitte auch immer dran denken, dass es in die Welt passen muss.
Ich finde es gibt nichts lächerlicheres, als wenn das Bauerndorf, dass seit Monaten von der Räuberbande ausgepresst wird, den Helden nach der Rettung pro Nase 10 Dukaten oder mehr zahlt. Selbst 2-3 wären da schon skurril.

Dragenreyter
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Ungelesener Beitrag von Dragenreyter » 18.03.2020 17:36

Aus aktuellem Anlass zum Vergleich aus meinen derzeitigen Homebrew Runden:
- Mein mittelstufiger bürgerlicher Händler in Andergast darf schwer arbeiten und braucht ordenlich phexisches Glück, um mal 100 Dukaten in Belohnungen oder durch Handelstätigkeit über ein Jahr, nach Steuern, Abgaben und Unkosten, zusammenzukratzen.

- Mein niedrigstufiger, brückenadliger, Bornländer Söldnerhauptmann musste sich kürzlich für eine Handelsexpedition gen Norden weit unter Wert verdingen. Statt den 8 - 10 Silber pro Tag, die er als Doppelsöldner und Veteran üblicherweise verlangen kann, bekommt er das nun pro Woche für eine mehrmonatige Reise (plus ausgehandelte situationsabhängige Boni). Er wird kaum als wohlhabender Mann am Ziel ankommen und hat sich auch überhaupt nur auf solch einen Handel eingelassen, weil er damit viel weitreichendere und profitablere persönliche Interessen verfolgt.

- Mein zwergischer Mechanikus, als gefragter Spezialist und Edelhandwerker kaum am Hungertuch nagend, ist kürzlich durch eine glückliche Fügung des Schicksals (und einen folgenschweren indirekten Genozid) nahe Xorlosch an knapp 10 Tonnen Gold, nochmal so viel Silber und nochmal wesentlich mehr Bronze, Stahl und sonstige interessante Rohstoffe gekommen, von dem er mit Gefährten Anspruch auf ein Drittel hat. Bei erfolgreicher Bergung winken ihm gut und gerne etwas in der Richtung von 50.000+ Dukaten Lohn, kurz gesagt, ein ordentliches Vermögen. Der wäre dann erstmal ein gemachter Zwerg und könnte sich damit leicht seinen Traum von einer eigenen Werkstatt im Horasreich erfüllen.

- Mein hochstufiger Stoerrebranter Magister ist als hochrangiger Vertrauter des Hauses Stoerrebrandt von Natur aus wohlhabend und Geld ist für ihn nur von sekundärer Bedeutung, trotzdem lässt er keine sich bietende Gelegenheit aus, sich entsprechend zu bereichern, denn das wäre unphexisch!
Ein paar hundert Golddukaten Belohnung wären für ihn lediglich ein Taschengeld, prestigeträchtige magische Artefakte von Meisterhand oder besondere Privilegien im Wert von tausdenden von Dukaten dagegen stellen schon eher einen praktischen Anreiz für ihn dar. Von der Wertsteigerung seiner Dienste durch entsprechenden Ruf mal ganz abgesehen.
Momentan hat er das Problem, eine enorm zaubermächtige Armee aus alter Zeit, gerüstet in insgesamt knapp 1 Tonne Enduriumstahl, in Gorien zu bezwingen. Die Beute die er dabei potentiell machen könnte, wäre selbst für seine Verhältnisse von enormen Wert, bei entsprechendem Risiko. Der Lohn den er sich dabei bei lokalen Herrschern verdienen würde, wäre jedoch kaum minder reizvoll. Der Ansehensgewinn innerhalb der Aventurischen Magierzunft, besonders mit Hinblick auf den bald bevorstehenden Allaventurischen Konvent, Signifikant. Ihm steht nun der potentiell profitabelste, aber auch riskanteste Kampf seines Lebens bevor. Zum Glück hat er sich um machtvolle Verbündete bemüht.

4 sehr unterschiedliche Helden von unterschiedlichem Stand in sehr verschiedenen Situationen. Entsprechend unterschiedlich sind ihre Einkommensaussichten, Lohnerwartungen oder Lebensstandards.

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Ungelesener Beitrag von Korwarin » 18.03.2020 18:22

Hallo!

Ich empfinde die monetären Belohnungen vor allem in offiziellen Abenteuern oft als viel zu niedrig.
Deswegen bin ich ebenfalls eher großzügig als SL, wenn es mal dazu kommt.

Dazu mal ein kleines Rechenbeispiel, dass mir bei dem Thema im Kopf rumgeistert (TL;DR am Schluss):
Angenommen, ein Held besitzt kein Eigenheim, Nutztiere aller Art oder eine andere festgelegte Einkommensquelle müsste er sich völlig nach Marktpreisen versorgen.
Nehmen wir an, er isst dreimal am Tag und trinkt etwa 3 Liter Flüssigkeit und kommt für seine Unterbringung täglich auf.
Außerdem nehme man einen Preis pro Getränk von 5 Kreuzer, einen Preis pro Mahlzeit mit etwa 2 Heller und eine Übernachtung mit 6 Heller an, was in etwa einfachen Eintopfmahlzeiten mit Dünnbier und Übernachtungen im Schlafsaal entspricht.
Daraus ergeben sich tägliche Kosten von 15 Heller.

In diversen Abenteuern sind mir monetäre Belohnungen im Bereich von etwa 50-100 Dukaten begegnet, wovon bei gleicher Aufteilung einem Helden vielleicht ungefähr 20 Dukaten bleiben.
Nehmen wir das einfach einmal an. Dann könnte sich dieser Held genau ein neues Schwert kaufen.

Würde er sich allerdings entscheiden, davon erstmal zu leben, dann würde ihm das Geld für 200/1.5 = 133 Tage genügen.

Selbst bei einfachsten Mahlzeiten und karger Ruhestatt könnte er sich gerade einmal ein Drittel eines Jahres versorgen.

TL;DR:
Sowohl Belohnungen in Abenteuern, als auch die Preise für hochwertige (Nicht magische) Ausrüstung ist imho viel zu niedrig. Erstere, weil sie in der Regel nicht mal ausreichen, um Grundbedürfnisse abzudecken, geschweige denn Reisekosten, die auf jeden Helden auf Wanderschaft zukommen.

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Wolfio
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 18.03.2020 18:54

Korwarin hat geschrieben:
18.03.2020 18:22
Würde er sich allerdings entscheiden, davon erstmal zu leben, dann würde ihm das Geld für 200/1.5 = 133 Tage genügen.

Selbst bei einfachsten Mahlzeiten und karger Ruhestatt könnte er sich gerade einmal ein Drittel eines Jahres versorgen.
Für 1-2 Wochen (in der Regel gehen ABs ja selten länger) Arbeit ist das wohl mehr als fürstlich....
Wir sprechen hier immerhin von 1/3 des Jahres nur im Gasthof faulenzen und Bier+Eintopf vernichten.
Also kein weiteres Arbeiten oder IRGENDWAS sinnvolles nebenher tun, im Gasthof mithelfen, etc.


Mal als Gegenbeispiel:
Tagessatz Hartz 4 sind 13.50€
Das heißt, jedem Helden stehen für diesen 1 Auftrag etwa 1800€ zu.
Und in der Regel gehen davon weder Steuern noch ähnliches ab, da Helden auf der Walz sowas ja eher weniger zahlen. Außer sie sind in einer Zunft oder Gilde.

Nehmen wir mal an, das AB dauerte 14 Tage (was it schon verdammt lang ist für ein AB...): dann haben wir hier einen Tagessatz von etwa 130€ pro Tag Arbeit. Bei 8 Stunden Arbeit pro Tag sind wir hier also bei mehr als 16€ je Stunde Arbeit.
Und wie gesagt: Pro Person.

Korwarin hat geschrieben:
18.03.2020 18:22
Sowohl Belohnungen in Abenteuern, als auch die Preise für hochwertige (Nicht magische) Ausrüstung ist imho viel zu niedrig. Erstere, weil sie in der Regel nicht mal ausreichen, um Grundbedürfnisse abzudecken, geschweige denn Reisekosten, die auf jeden Helden auf Wanderschaft zukommen.
Sehe ich beides anders. Wenn man einmal vergleicht, was für ein TP+2-Schwert benötigt wird... ist der Preis hier fast schon zu hoch angesetzt. Was aber (wie bei Heiltränken) schlicht daran liegt, dass die Ökonomie möglichst Spieler-Geld-vernichtend ausgelegt sind. Dinge, die für Helden in Abenteuern wichtig sind, sind deutlich teurer, als weniger benötigte Dinge, die aber eigentlich für die Allgemeinheit zwingend nötig sind. Ich sag nur: Guck mal ins ZooBot und guck dir da die Preise für Rohpflanze und die für Produkt an. Und teilweise ist die Verarbeitung sowas wie "Wirf es ins Wasser" oder "Trockne es".

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Ungelesener Beitrag von Jeordam » 18.03.2020 19:24

Wolfio hat geschrieben:
18.03.2020 18:54
Korwarin hat geschrieben:
18.03.2020 18:22
Würde er sich allerdings entscheiden, davon erstmal zu leben, dann würde ihm das Geld für 200/1.5 = 133 Tage genügen.

Selbst bei einfachsten Mahlzeiten und karger Ruhestatt könnte er sich gerade einmal ein Drittel eines Jahres versorgen.
Für 1-2 Wochen (in der Regel gehen ABs ja selten länger) Arbeit ist das wohl mehr als fürstlich....
Wir sprechen hier immerhin von 1/3 des Jahres nur im Gasthof faulenzen und Bier+Eintopf vernichten.
Also kein weiteres Arbeiten oder IRGENDWAS sinnvolles nebenher tun, im Gasthof mithelfen, etc.


Mal als Gegenbeispiel:
Tagessatz Hartz 4 sind 13.50€
Das heißt, jedem Helden stehen für diesen 1 Auftrag etwa 1800€ zu.
Und in der Regel gehen davon weder Steuern noch ähnliches ab, da Helden auf der Walz sowas ja eher weniger zahlen. Außer sie sind in einer Zunft oder Gilde.

Nehmen wir mal an, das AB dauerte 14 Tage (was it schon verdammt lang ist für ein AB...): dann haben wir hier einen Tagessatz von etwa 130€ pro Tag Arbeit. Bei 8 Stunden Arbeit pro Tag sind wir hier also bei mehr als 16€ je Stunde Arbeit.
Und wie gesagt: Pro Person.
130€ ist ein ziemlich erbärmlicher Tagessatz. Auch für jemanden ohne jede Ausbildung. Auch wenn er zweihundert Arbeitstage im Jahr faktoriert. Ohne Lebensgefahr. Oder Spesen.
Für alle meine Aussagen bezüglich des Kampfsystems von DSA 4 gelten folgende Axiome:
1. Ein professioneller Kämpfer kann die in seiner Ausbildung gelernten Sonderfertigkeiten sinnvoll einsetzen.
2. Die Stochastik von DSA-Würfelergebnissen entspricht der Stochastik gleichverteilter Würfel.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 18.03.2020 19:32

130€ Tagessatz sind 3900€ Netto im Monat... Weiß ja nicht, was du arbeitest, aber für "Ich tu mal paar Tage was und den Rest des Monats lieg ich im Hotel auf dem Bett...." schon ok.

Zumal ich hier wie gesagt mit Hartz 4 Tagessatz von 13.50 pro Tag als Grundlage gerechnet habe.
Also explizit ein Satz mit dem "3 Malzeiten in einem Motel/Hotel für 4 Monate...." wohl definitiv auch eine Frechheit wäre, oder?

Und nochmal verdeutlicht: Aufs Jahr gerechnet:

Du arbeitest von Neujahr bis Mitte Februar. (6 Wochen)
Den gesamten restlichen Monat kannst du im Gasthof auf Mindeststandard leben, ohne IRGENDWAS tun zu müssen. Weder irgendwie arbeiten, noch mithelfen, noch sonst irgendwas... Das sind 50 Wochen blau machen, für "geregelt Frühstück, Mittag, Abendessen mit Bier/Saft und Unterkunft"

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 18.03.2020 19:53

In Aventurien und auch irdisch historisch arbeitete ein sehr großer Teil der Bevölkerung knochenhart, um sich überhaupt auf "Harz IV Niveau" zu halten, selbst wenn niemand sie ausbeutete. Mutter Dere ist eben nicht freundlich, sondern ein ausgemachtes Miststück, das versucht, einen umzubringen. Der Anspruch, dass das aventurische Harv-IV-Äquivalent das Minimum darstellen sollte, unterhalb dessen sich ein Aventurier das Arbeiten spart, ist sehr postmodernistisch, und eine "quasi-mttelalterliche" Welt wird unglaubwürdig, wenn man mit einem ungelernten Halbtagsjob ein gemütliches Leben führen kann.

Nun spielt man natürlich einen Helden, um den sozialen Aufstieg zu schaffen und zu verdientem Ruhm und Reichtum gelangen. Und da es ein Heldenspiel ist, möchte das ja auch nach und nach gelingen.

Als SL sollte man seinen Spielern die Möglichkeit geben, durch Herausforderungen und gegen Widrigkeiten das auch zu schaffen, und zwar Etappenweise.
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Ungelesener Beitrag von Jeordam » 18.03.2020 19:55

Nein, 130€ Tagessatz sind 2600€ Brutto im Monat, Budgets werden mit zwanzig Arbeitstagen gerechnet. Keine Übergangszeit, keine Versicherungen, keine Spesen, kein Werkzeug, keine Fortbildung. Dafür arbeitet noch kein (freiberuflicher) Kloputzer.

Was ich arbeite? Als jemand, dessen Arbeitgeber Rechnungen mit Tagessätzen schreibt. Ohne Lebensgefahr und mein berufliches Verletzungsrisiko beschränkt sich auf einen plattgesessenen Hintern und zu viel Koffein.
Für alle meine Aussagen bezüglich des Kampfsystems von DSA 4 gelten folgende Axiome:
1. Ein professioneller Kämpfer kann die in seiner Ausbildung gelernten Sonderfertigkeiten sinnvoll einsetzen.
2. Die Stochastik von DSA-Würfelergebnissen entspricht der Stochastik gleichverteilter Würfel.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 18.03.2020 19:58

Jeordam hat geschrieben:
18.03.2020 19:55
Nein, 130€ Tagessatz sind 2600€ Brutto im Monat, Budgets werden mit zwanzig Arbeitstagen gerechnet. Keine Übergangszeit, keine Versicherungen, keine Spesen, kein Werkzeug, keine Fortbildung. Dafür arbeitet noch kein (freiberuflicher) Kloputzer.
Schön, dass das im realen Berufsleben der Fall ist, war hier aber für die Rechnung nicht der Fall.
Zumal auch die wenigsten Helden sowas wie Versicherungen, etc bezahlen, oder?

Wie viel ein Fremder in einer Stadt an Steuern zahlt, in der er als quasi-Wanderarbeiter lebt, ist ne andere Frage.

Für 1 Abenteuer/Auftrag 1/3 des Jahres in der Herberge mit 3 Mahlzeiten inkl. Getränk leben zu können...
Zuletzt geändert von Wolfio am 18.03.2020 20:01, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von Korwarin » 18.03.2020 19:59

Hallo!

Nun ja, der Punkt an den Belohnungen ist imho, dass sie nicht für Allerweltsaufgaben vergeben werden. Hier wird ja kein Klempner bezahlt, sondern in der Regel ein hochkompetenter Spezialist für heikle und teilweise akut lebensgefährdende Aufgaben, der zudem auch noch, wie jeder andere "Freischaffende" während der Zeit, die er unterwegs ist, Kundenaquise betreiben muss, um nicht nach dem Aufbrauchen seines Honorars wieder vor der Armut zu stehen.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 18.03.2020 20:06

Korwarin hat geschrieben:
18.03.2020 19:59
Hallo!

Nun ja, der Punkt an den Belohnungen ist imho, dass sie nicht für Allerweltsaufgaben vergeben werden. Hier wird ja kein Klempner bezahlt, sondern in der Regel ein hochkompetenter Spezialist für heikle und teilweise akut lebensgefährdende Aufgaben, der zudem auch noch, wie jeder andere "Freischaffende" während der Zeit, die er unterwegs ist, Kundenaquise betreiben muss, um nicht nach dem Aufbrauchen seines Honorars wieder vor der Armut zu stehen.

Korwarin
Ich tippe mal: Wenn du in der realen Welt einen Job erledigen willst, der dir für etwa 2 Wochen Arbeit ein ganzes Jahresdrittel, genauer mehr als 4 Monate, das Leben in einem einfachen Hostel mit Frühstück+Mittag+Abendessen und dazu Bier/Wasser/Saft sichert, dann wird das auch nicht unbedingt der Klempnerjob bei Tante Helga sein....

Und Kunden anwerben hat man in den über 4 Monaten Freizeit ja doch mehr als genug Zeit. Man tut ja sonst nichts.
Selbst wenn du einen gesamten Monat wegstreichst für sowas wie neue Kleidung, doppelte Essensrationen, Badehaus und sonstige Ausgabe... bleiben immer noch mehr als 3 Monate, in denen du nichts tun müsstest, als auf dem Bett im Gasthof zu liegen.


Oder mal anderes gerechnet: Mal angenommen (rein theoretisch): Das Abenteuer geht über die Zeit von 1 Monat und gibt am Ende 20 Dukaten für jeden. Das wäre vermutlich nen Auftrag wie die Kopfgeldjagd für das arme Mütterchen Gundel, da wir hier bei einem Tageslohn von unter 1 Silber liegen.

Dann wären das im Jahr 240 Dukaten, wenn wir jeden Monat 1 solchen Auftrag annehmen.
20 Dukaten reichten nach deiner Rechnung für etwa 133 Tage. Das Jahr hat 360+5, also reichen und etwas unter 60 Dukaten um das Jahr zu überleben. Nicht in Luxus, aber mit solider Hausmannskost im Gasthof bei Wirt Alrik. Dadurch bleiben 180 Dukaten für sonstige Jahresausgaben. Und wir sind hier wie gesagt deutlich unter dem Preis von 1 Silber pro Tag, was man für einfache Söldner zahlt.

Wir haben also 180 Dukaten + die Einnahmen, die wir in den restlichen 9 Monaten verdienen.
Steuern zahlen wir wenn nur die Kopfsteuer, da wir ja kein Gewerbe betreiben. Dazu kommt noch der Kirchenzehnt an eine der Kirchen... den man aber gut durch "Können wir euch irgendwie zur Hand gehen, euer Gnaden" abarbeiten/umgehen können. Sagen wir, dafür arbeiten wir 1 Monat im Tempel mit. Recht sicher stellt man uns dabei entweder Unterkunft oder etwas zu essen zur Verfügung. Und Kunden können wir damit locken, dass wir fromme Menschen der Götter sind, da wir ja immerhin im Tempel gearbeitet haben.

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Ungelesener Beitrag von Jeordam » 18.03.2020 20:22

Wolfio hat geschrieben:
18.03.2020 19:58
Jeordam hat geschrieben:
18.03.2020 19:55
Nein, 130€ Tagessatz sind 2600€ Brutto im Monat, Budgets werden mit zwanzig Arbeitstagen gerechnet. Keine Übergangszeit, keine Versicherungen, keine Spesen, kein Werkzeug, keine Fortbildung. Dafür arbeitet noch kein (freiberuflicher) Kloputzer.
Schön, dass das im realen Berufsleben der Fall ist, war hier aber für die Rechnung nicht der Fall.
Zumal auch die wenigsten Helden sowas wie Versicherungen, etc bezahlen, oder?

Wie viel ein Fremder in einer Stadt an Steuern zahlt, in der er als quasi-Wanderarbeiter lebt, ist ne andere Frage.

Für 1 Abenteuer/Auftrag 1/3 des Jahres in der Herberge mit 3 Mahlzeiten inkl. Getränk leben zu können...
Nein, Helden müssen ihr Wirselkraut und ihre Altersvorsorge selbst erledigen und können das nicht bequem auf 40 Berufsjahre verteilen. Und zumindest Zölle betreffen sie.

Haben deine Helden eigentlich Abenteuer direkt nacheinander? Von 15 bis 75 Jahren? Auf Rattenfänger-SO? Und warum reden wir dann von Helden statt von Karriereversagern?
Für alle meine Aussagen bezüglich des Kampfsystems von DSA 4 gelten folgende Axiome:
1. Ein professioneller Kämpfer kann die in seiner Ausbildung gelernten Sonderfertigkeiten sinnvoll einsetzen.
2. Die Stochastik von DSA-Würfelergebnissen entspricht der Stochastik gleichverteilter Würfel.

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Wolfio
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Wie lukrativ ist Heldentum?

Ungelesener Beitrag von Wolfio » 18.03.2020 20:30

Jeordam hat geschrieben:
18.03.2020 20:22
Nein, Helden müssen ihr Wirselkraut und ihre Altersvorsorge selbst erledigen und können das nicht bequem auf 40 Berufsjahre verteilen. Und zumindest Zölle betreffen sie.

Haben deine Helden eigentlich Abenteuer direkt nacheinander? Von 15 bis 75 Jahren? Auf Rattenfänger-SO? Und warum reden wir dann von Helden statt von Karriereversagern?
Das wüsstest du, wenn du den Post zur Berechnung gelesen hättest.
Und nein, haben meine Helden nicht... aber irgendwann setzen sie sich zur Ruhe und werden sesshaft.
Der Magier sucht sich dann einen Posten an einer Akademie oder als Privatgelehrter, der Krieger an einer Akademie, etc.


Und was das Wirselkraut und Co angeht... Rate doch mal, warum die meisten Menschen Aventuriens einem geregelten Beruf nachgehen, Mitglied in einer Zunft/Gilde werden, eine Familie gründen, etc.

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Ungelesener Beitrag von Korwarin » 18.03.2020 20:37

Wolfio hat geschrieben:
18.03.2020 20:06
Ich tippe mal: Wenn du in der realen Welt einen Job erledigen willst, der dir für etwa 2 Wochen Arbeit ein ganzes Jahresdrittel, genauer mehr als 4 Monate, das Leben in einem einfachen Hostel mit Frühstück+Mittag+Abendessen und dazu Bier/Wasser/Saft sichert, dann wird das auch nicht unbedingt der Klempnerjob bei Tante Helga sein....


Und Kunden anwerben hat man in den über 4 Monaten Freizeit ja doch mehr als genug Zeit. Man tut ja sonst nichts. (...)
Das mag sein, einen Auftrag anzunehmen, der mir das vierfache Monatsgehalt innerhalb von wenigen Tagen einbringt, würde ich auch nciht ablehnen.

Allerdings sind Aufträge, die eine entsprechende Gewinnsumme versprechen, ja auch sehr rar gesät. Die "Kundenaquise" gestaltet sich entsprechend schwierig und das Risiko, dem die Helden ausgesetzt sind, ist auch um Dimensionen höher, als es für mich je sein könnte.

Ich erinnere mich da an ein prominentes Beispiel, das imho besser auf deren Situation passt, das im Rahmen von Irak- und Afghanistan- Kriegen relevant wurde: da wurden Kopfgelder von mehreren Tausend bis Millionnen auf bestimmte Terroristen ausgeschrieben.
Um solche Kopfgelder einzutreiben, musste man sich allerdings in schlagkräftigen Gruppen organisieren, entsprechende Ausrüstung besorgen, viel Geld vorab investieren und, am allerwichtigsten, der erste sein, der den betreffenden findet.

Dasselbe, abgemildert, galt für die "Contractors" etwa bei Blackwater, die sehr gut entlohnt wurden (teilweise das vielfache vom Gehalt eines Militärangehörigen, der im Endeffekt denselben Job macht), aber dafür auch in die Zonen eingesetzt wurden, wo die größten Risiken bestanden, den Tag nicht zu überleben.
Diese "Contractors" mussten selbst wiederum sehr gut ausgebildete Spezialisten sein und konnten nicht unbedingt damit rechnen, sofort wieder eingesetzt zu werden.

Abgesehen davon waren zumindest die Abenteuer, in denen mein Held entsprechend entlohnt wurde, keine Arbeit von wenigen Tagen, sondern oft mit langwierigen Reisen verbunden, was relativ gesehen den Verdienst wieder mindert.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 18.03.2020 20:43

Korwarin hat geschrieben:
18.03.2020 20:37
Abgesehen davon waren zumindest die Abenteuer, in denen mein Held entsprechend entlohnt wurde, keine Arbeit von wenigen Tagen, sondern oft mit langwierigen Reisen verbunden, was relativ gesehen den Verdienst wieder mindert.
Hier der Tipp meines Alchemisten: Jungelchen, such dir ne Beiladung. Es gibt immer wen, der Briefe oder Ladungen in die Richtung schicken muss/will.

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Ungelesener Beitrag von Korwarin » 18.03.2020 20:49

Hallo!

Nun ja, da muss man allerdings vom Spielleiter auf das entsprechende Entgegenkommen hoffen. Wenn etwa Abenteuer in die Schwarzen Lande gehen, dann lässt sich schwerlich ein Nebenauftrag erledigen.
Damit kann man jedenfalls nur schwer rechnen und die Entlohnung für Botengänge steht ja auch wiederum immer in Relation zum Risiko und zum Umfang:
Einen Brief über die Reichsstraße von Gareth nach Perricum bringen: Erwartbarer Lohn im Silbertaler-Bereich.
100 Sklaven von Al'Anfa ins Horasreich schmuggeln: da sollten mehrere hundert Dukaten schon drin sein.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 18.03.2020 20:53

Korwarin hat geschrieben:
18.03.2020 20:49
Nun ja, da muss man allerdings vom Spielleiter auf das entsprechende Entgegenkommen hoffen. Wenn etwa Abenteuer in die Schwarzen Lande gehen, dann lässt sich schwerlich ein Nebenauftrag erledigen.
Wenn es nicht eh eine Kundschafter-Mission ist, zahlt der Herzog in Perainefurten oder die Truppen in Kleinwartstein, etc gutes Gold für Informationen von Jenseits der Grenze :)

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Ungelesener Beitrag von Jeordam » 18.03.2020 20:55

Wolfio hat geschrieben:
18.03.2020 20:30
Und was das Wirselkraut und Co angeht... Rate doch mal, warum die meisten Menschen Aventuriens einem geregelten Beruf nachgehen, Mitglied in einer Zunft/Gilde werden, eine Familie gründen, etc.
Weil ihnen Lebenserwartung wichtiger als Einkommen ist?

Wenn ein Held für Heldentaten eine niedrigere Entlohnung als ein Söldner der billigsten Kategorie (hat Puls und eigenen Knüppel) für reine Anwesenheit hat - dann macht er es als Hobby neben seinem eigentlich Beruf. Tony Stark oder Bruce Wayne wären Beispiele dafür.
Aber dann brauchen wir nicht von Einkommen reden.
Für alle meine Aussagen bezüglich des Kampfsystems von DSA 4 gelten folgende Axiome:
1. Ein professioneller Kämpfer kann die in seiner Ausbildung gelernten Sonderfertigkeiten sinnvoll einsetzen.
2. Die Stochastik von DSA-Würfelergebnissen entspricht der Stochastik gleichverteilter Würfel.

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Ungelesener Beitrag von Korwarin » 18.03.2020 21:04

Hallo!
Wolfio hat geschrieben:
18.03.2020 20:53
Wenn es nicht eh eine Kundschafter-Mission ist, zahlt der Herzog in Perainefurten oder die Truppen in Kleinwartstein, etc gutes Gold für Informationen von Jenseits der Grenze :)
Das kann man so spielen, sicherlich. Wäre ich allerdings Spielleiter in dieser Situation, würde ich für Informationen eher weniger Geld herausrücken.
Werden die Helden von Autoritäten angestellt, um dezidiert Informationen zu beschaffen, ist Belohnung für Informationen bereits in der Vergütung inbegriffen.
Wenden sich die Helden unabhängig von ihrem Auftrag an die Autoritäten, ist von Seiten der Autoritäten imho Vorsicht geboten: solange die Informationen nicht leicht überprüfbar sind - wodurch sie wiederum weniger wert wären - muss es eine Bestätigung durch eine weitere Partei geben, was wiederum Zeit und Geld kostet.

Aber das sind imho Detailfragen, über die sich reichlich und reichlich fruchtlos diskutieren lässt. Ich sehe meinen Punkt weiterhin nicht entkräftet. Meiner Erfahrung nach stehen die vorgegebenen Belohnungen von ABs oft in keinem Verhältnis zu, Aufwand und zum Risiko für die Helden.

Was sind denn deine bisherigen Erfahrungen?
Können sich denn deine Helden durch reine Abenteuerbelohnungen ihr Leben (und wichtige Ausrüstung wie Waffen, Rüstungen, Heiltränke, etc.) leisten?

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Ungelesener Beitrag von Irike » 19.03.2020 09:07

Korwarin hat geschrieben:
18.03.2020 21:04

Aber das sind imho Detailfragen, über die sich reichlich und reichlich fruchtlos diskutieren lässt. Ich sehe meinen Punkt weiterhin nicht entkräftet. Meiner Erfahrung nach stehen die vorgegebenen Belohnungen von ABs oft in keinem Verhältnis zu, Aufwand und zum Risiko für die Helden.


Korwarin
Dem stimme ich zu. Man muss da m. E. als SL schon mal etwas "gewinnbringend" eingreifen.

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