DSA5 Objektweihe in DSA5 und Schadenspotential gegen das Rollenspiel.

Von A wie Aves bis Z wie Zholvar: Alles über (mehr oder weniger) anbetungswürdige Kräfte, ihre Diener & Schergen.
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ocz
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Objektweihe in DSA5 und Schadenspotential gegen das Rollenspiel.

Ungelesener Beitrag von ocz » 20.08.2019 23:09

Ich bin müde und das wurde einfach zu lang...Show
...deswegen habe ich es jetzt noch in eine Spoilerklammer gesetzt und die Frage verkürzt. Das Folgende ist nur der Vollständigkeit halber noch da und nicht gelöscht:

Also ich bastle gerade an einem Kor-Geweihten. Anfangs dachte ich schon, dass das etwas dröge mit den überschaubaren Segen, Liturgien und Zeremonien wird. Aber mit den allgemeinen Götterwirken sind doch eine Menge Möglichkeiten zusammengekommen. Und jetzt bin ich auf die mächtige Zeremonie der Objektweihung gestoßen und da liegt auch schon der Hase im Pfeffer. Gehört diese Zeremonie wirklich in die Hand eines Spielercharakters?

Diese Zeremonie ist wirklich mächtig wirkungsvoll im Endergebnis. So wie ich das verstehe, wird Kor wohl fast jede Waffe als gefällig ansehen. Und ich könnte wohl auch versuchen jede Waffe einer Gruppe (wie auch immer die aussehen könnte) zu weihen. Wenn das aber so einfach wäre, müsste dann aber nicht auch der Markt mit Kor-geweihten Waffen gesättigt sein? Naja, vielleicht nicht gesättigt, aber für einen Obolus müsste es dann doch auch möglich sein, zu einem Kor-Tempel zu gehen und sich seine Waffe weihen zu lassen. Geweihte Waffen erhalten schließlich nur einen Bonus gegen das Übernatürliche, wie Dämonen, und töten Unschuldige nicht schlechter, aber auch nicht besser, als wenn sie profan bleiben. (In DSA5 steht nix von unzerstörbar durch eine Weihe). Das nimmt aber doch die ganze Dramatik aus "und nur wahren Gläubigen ausgehändigt werden."

Wenn ich eine Waffe weihen könnte, aber mein Abenteuerkamerad jetzt der totale Frevler in den Augen meiner Entität ist, dann kann ich ihm doch unmöglich eine geweihte Waffe aushändigen, ohne das besagte Entität mächtig sauer auf mich wird. Und wenn ich Kors schöne Weihe an jeden Baumkuschler, jedes Weichei oder jeden Bauernschänder aushändige (auch wenn es schönes Kor-gefälliges Gold dafür gibt), dann kann das doch nicht in Ordnung sein. Ich will jetzt nicht auf eine Quest gehen müssen, meine eigenen Teamkameraden einen nach den anderen Niederjagen zu müssen, um wieder Kors vertrauen zurück zu gewinnen.

Kurzum, wie habt ihr objektgeweihe Waffen und die eigene Gruppe gehandelt? Was ist in Ordnung? Wie viel ist zu viel? Und kommt ein Kor-Geweihter mit Weihwaffenmassenproduktion durch oder sagt der Einfach: "Nix da. Nur für Kor-gläubige Witwenmacher." Ist das so einfach? (Da das eher eine Rollenspielfrage ist, geht sie natürlich auch an DSA1-4-Spieler.)
Kurzfassung: Kann mein SC als Kor-Geweihter einfach munter mit "Objektweihe" Waffen weihen und an ungläubige Freunde verteilen oder sage ich denen eiskalt: "Anschauen ja. Anfassen und womöglich noch behalten wollen, nein. Nur für mich und meine Brüder. Interessiert mich nicht in wie vielen Abenteuern wir schon waren."

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Assaltaro
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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 21.08.2019 00:25

Also in 4.1 war das noch so, dass eine Waffe oder anderer Gegenstand die Weihe verliert, wenn der Träger gegen die Prinzipien der jeweiligen Gottheit verstößt. Das würde ich für 5 wohl auch wieder so übernehmen.

In der Spielpraxis benutze ich die Objektweihe schon hin und wieder. Es wird aber nicht jeder Mitheld damit ausgerüstet. Kor hab ich noch nie gespielt, sondern bisher vorallem Rondra. Da mach ich die Objektweihe aber auch erst wenn ich weiß jetzt geht es gegen was Unheiliges und weihe auch nur die Waffen der Gläubigen und rondragefälligen (wobei ich ne Salutaristin spiel)
Es hat sich auch noch keiner beschwert wenn am Ende nur der Ritter und evtl noch der Weiß Magier (laut Salutaristen durchaus rondragefällig) eine Geweihte Waffe bekommen
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Shirwan
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Ungelesener Beitrag von Shirwan » 21.08.2019 01:01

Ich halt mich mal angesichts der Zeit etwas kurz:
DSA 5 Basisregelwerk Seite 316 hat geschrieben:Kein Geweihter segnet oder weiht leichtfertig. Nur Gegenstände und Orte die der Gottheit gefällig sind, werden hierfür ausgewählt und ausschließlich wahren Gläubigen überantwortet.
Persönliche Meinung: Ich handhabe das ähnlich wie @Assaltaro. Wenn es allerdings gegen einen Dämon geht, hab ich eigentlich keine Bedenken jedem aus meiner Gruppe die Weihe zu spendieren (wenn das mein Karma und die Vorbereitungszeit zulässt). Die temporäre Weihe bekommt man in DSA 5 aber glaube ich erst mit einem höheren TaW hin oder?
Von der Satzung sich an die Prinzipien der Gottheit zu halten, sonst ist die Weihe weg, hielt ich noch nie was (Paktierer greift nach der Waffe --> ätschibätsch Weihe weg...). Bin froh, dass das mit DSA 5 abgeschafft wurde.

Edit: Wurde allerdings bewusst gegen die Prinzipien der Gottheit verstoßen und dass auch noch mit einer gewissen Regelmäßigkeit, da hat dann die Weihe des Gegenstands bei uns "geruht", war also für diese Person nicht nutzbar.
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Ungelesener Beitrag von Faras Damion » 21.08.2019 08:39

Interessante Frage!

In DSA5 hatten wir noch keinen Geweihten für den das eine Rolle gespielt hätte.

Die APs sind für Geweihte besonders knapp und ich wüsste nicht, dass schon irgendwo der Fluff zu Objektweihe beschrieben wurde.

Daher würde ich die DSA4-Regeln übernehmen. Waffenweihe nur für würdige Träger. Grobe Verletzung des Moralkodexes führt zum Verlust der Weihe. Außerdem ist jeder geweihte Gegenstand ein gefragtes Paraphernalium und man muss gut darauf aufpassen.

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Ungelesener Beitrag von bluedragon7 » 21.08.2019 08:45

Statt “Verlust der Weihe” sollte man sagen “bringt dem Frevler keinen Nutzen”
Damit umgeht man das Problem daß es zu einfach ist etwas zu entweihen.
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ocz
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Ungelesener Beitrag von ocz » 21.08.2019 18:00

Shirwan hat geschrieben:
21.08.2019 01:01
Die temporäre Weihe bekommt man in DSA 5 aber glaube ich erst mit einem höheren TaW hin oder?
Und da haben wir es. Liturieerweiterung "Schwächere Weihe". Ab FW8 erlernbar. Hält nur ein QS-viele Tage und kostet keine pKaP, genau wie beim Zauberklinge Geisterspeer. Also ich hätte das ja umgekehrt gemacht. Damit hat sich aber das Problem der Weihe für Kumpels erledigt.
Shirwan hat geschrieben:
21.08.2019 01:01
Edit: Wurde allerdings bewusst gegen die Prinzipien der Gottheit verstoßen und dass auch noch mit einer gewissen Regelmäßigkeit, da hat dann die Weihe des Gegenstands bei uns "geruht", war also für diese Person nicht nutzbar.
bluedragon7 hat geschrieben:
21.08.2019 08:45
Statt “Verlust der Weihe” sollte man sagen “bringt dem Frevler keinen Nutzen”
Hat beides aber das Problem, dass wenn ein Frevler oder zumindest übler Ungläubiger gegen einen Dämonen kämpft, sich die Gottheit schon überlegen muss, was ihr wichtiger ist. Denn Frevler/Ungläubigen zu bestrafen oder den Dämonen aus der 3. Sphäre raus zu kicken. Wenn es ein Kampf gegen einen Geist oder Elementar ist, ja dann....zählen geweihte Waffen eigentlich als magische Waffen im Kampf gegen Elementare? Andererseits ist der Verlust der Weihe und der pKaP schon hart. Ich würde dem Unwürdigen bei Handkontakt, der zum Kämpfen gegen nicht-Dämonen dient, vielleicht wie einem Dämonen 1W3 SP zufügen lassen. Nur wenn die Waffe richtig entweiht worden ist, indem man eine schandhafte Tat mit ihr begangen hat, sollte sie ihre Weihe verlieren. Man stelle ich vor man durchbohrt einen Jünger des Dreizehnten und der Lacht einem aus: "Ha, ha, ha. Ihr habt mich vielleicht besiegt, aber..*bluthust*... auch durchbohren gilt RAW als Berührung. Wenigstens ist jetzt eure schöne Waffe im A*sch. Heheheh...*krampfhaft-Lufthol*...eheheee..hee..eee....."

Ich halte den Rest mit der dauerhaften Weihe jetzt so, wie @Assaltaro, @Shirwan, @Faras Damion, eigentlich ihr alle, es gesagt habt: Keine dauerhafte Weitergabe an Ungläubige. Muss mein Kor-Pfaffe den Leuten halt Blut schmackhaft machen.

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Shirwan
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Ungelesener Beitrag von Shirwan » 21.08.2019 19:00

Ja ich hätte es auch andersrum gemacht.

Ich hab nochmal nachgeguckt wegen Entweihung bei DSA5 (war tatsächlich nur kurz hinter der von mir zitierten Passage).
Da reicht kein kurzer Kontakt. Muss schon länger oder häufiger stattfinden.
Dass ein unbekehrbarer Frevler von einem Dämon besiegt wird, weil die Weihe weg ist....tja schlechtes "Karma" :lol: (nicht ganz Ernst gemeint).
Und nein die Weihe bringt nichts gegen Elementare. In DSA 4 hatten die sogar eine Resistenz dagegen.

Ob Paktierer oder Frevler Schaden durch geweihte Gegenstände erleiden, müsste ich selber nachgucken. Bei Paktierern bin ich mir fast sicher.
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Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 21.08.2019 19:58

Ich würde es vielleicht so definieren: wird einem der Gegenstand gegeben (und man ist zumindest initiiert) dann funktioniert er solange man sich würdig erweist.
Nimmt man sich einfach ungefragt die Waffe, wirkt sie nicht. Ist man aufgrund fehlender Initiation oder Frevlertum sowieso vom Nutzen von Liturgien ausgeschlossen ebenso. Aber dann reagiert das Objekt auch nicht mit Entweihung, sondern überhaupt nicht. Wenn man Entweihung will, muss man aktiv etwas mit dem Objekt tun, wie einen Geweihten der passenden Gottheit erschlagen oder so.

Und das mit der intelligenten Weihe, die selbstständig erkennt, warum wer das Objekt nutzen will würde ich ganz seinlassen.
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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 22.08.2019 10:37

Hesindian Fuxfell hat geschrieben:
21.08.2019 19:58
Nimmt man sich einfach ungefragt die Waffe, wirkt sie nicht.
Das würde ich jetzt auch nicht machen. Ich hatte mal den Fall, Kampf gegen was Untotes. Der Golgarit ging bewusstlos und ein anderer Gläubiger Charakter hat sich dann einfach den Boronschnabel des Golgariten gegriffen, fand ich da durchaus passend, dass er jetzt trotzdem den doppelten Schaden wegen der geweihten Waffe macht.

Dagegen seh ich kein Problem jetzt ner rondrageweihten Waffe die Weihe zu entziehen, wenn der Träger damit Unschuldige abschlachtet oder auch nur jemanden der sich bereits ergeben hat. Es ist klar gegen Rondras Prinzipien also weg. Ich mach es dann halt schon so, dass er gerade aktiv mit der Waffe dagegen verstoßen muss.
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Ungelesener Beitrag von bluedragon7 » 22.08.2019 11:26

MMn kommt es auch immer auf den persönlichen Moralkodex der Person an die die Weihe durchführt. Honoren, Salutaristen und Amazonen haben sehr unterschiedliche Vorstellungen.
Ich stelle mir die Weihe so vor daß der Weihende quasi seine Ansichten mit einspeichert und der geweihte Gegenstand daran die Würdigkeit des Trägers misst.
Analog zu beseelten Artefakten sind geweihte Gegenstände quasi immer mit einer „Artefaktseele“ ausgestattet, gespeist aus dem Moralkodex des Weihenden.
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Ungelesener Beitrag von ocz » 22.08.2019 18:59

Ich habe mir jetzt bezüglich der geweihten Waffen folgende Erklärung zurecht gelegt. In wieweit die aber den schon gegebenen Hintergründen widerspricht, lasse ich mal dahingestellt. Man darf mich aber auch gerne Verbessern.

Die KaP des Geweihten sind nicht seine eigenen, sondern die Gemeinschafts-KaP seiner Gottheit und seiner gesamten Sekte. Wenn sich sein Karma also auffüllt, dann mit frischen KaP, die an seine Seele gehaftet werden. Er fungiert als Zwischenspeicher neben den freien vollen KaP. Wenn er eine Liturgie wirkt, dann braucht er Kraft der gesamten Glaubensrichtung auf und zwar den Teil, den er gespeichert hat. Diese verbrauchten KaP werden dann in den Kreislauf seiner Gemeinschaft freigesetzt und wieder langsam mit Glauben gefühlt, was dauern kann. Er selbst bekommt inzwischen frische KaP regeneriert. Jede Einheit KaP, egal ob gerade leer oder gefüllt, jeder dieser Container stellt eine wertvolle Ressource dar. Diese Container wachsen auch nur langsam in ihrer Gesamtanzahl.

Wenn ein Geweihter also pKaP investiert, z.B. durch eine permanente Weihe, dann gibt er nicht nur einen Teil seiner Speicherfähigkeit ab, sondern entfernt auch einige KaP dauerhaft aus dem Kreislauf! Das ist an sich etwas schlechtes, kann aber für die Glaubensrichtung und die Gottheit sehr sinnvoll sein. Nun ist klar, dass eine Waffe mit pKaP nicht in die Hände irgendeiner Person gehört, die womöglich einfach nur geweihte Gegenstände sammelt und in den Schrank oder an die Wand tut, sondern in die Hände einer Person, die mit diesen festgesetzten pKaP soviel zum Wohle der Gottheit ausrichten kann, wie möglich. Also jemanden, der diese pKaP zum arbeiten bringt. Daher auch die strengen Vorschriften geweihte Waffen nur an Gläubige, die sich verdient gemacht haben auszuhändigen.

Deswegen und weil durch einer schandhafte Tat die gespeicherten KaP permanent beschädigt und zerstört werden. Sie sind also für die Sekte verloren, was einen langanhaltenen Verlust darstellt, der nur langsam wieder regeneriert wird. Das ist der zweite Grund für die Regelung.

Also soweit, wie ich mir das jetzt so vorstelle.

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Ungelesener Beitrag von Eldoryen Gammensliff » 22.08.2019 23:56

Ist auf jeden Fall ein super Gedanke. Und so genau kann man das bei Karma eh nicht sagen. Niemand weiß wo es herkommt und wie es entsteht. Man weiß nur dass es von Götter nicht geschaffen aber von ihnen gelenkt wird (WdG). Und dass es ungefärbt ist. Es also erst beim benutzen durch/mit einem Göttlichen Prinzip seine Prägung erhält (HA).

Dazu weiß man, dass nur eine Primordiale Macht (DSA4) bzw. ein Unsterblicher (DSA5) es sammeln und benutzen kann, und nur eine Primordiale Macht ersten Ranges (DSA4) bzw. ein Gott (DSA5) sie zusätzlich auch noch an andere weitergeben kann (man nennt sie daher auch potenziell Karma spendende Entitäten - kurz: pKsE).

Man weiß auch das Karma nicht gleichmäßig verteilt ist sondern v.a. in Alveran sehr viel davon vorkommt. Man kann es aber überall sammeln und es scheint auch außerhalb Alverans zu entstehen. Die Großen Drachen können es z.B. sammeln, selbst wenn sie als Alte Drachen "nur" auf Dere hausen (Pyrdacor sammelte Karma).

Bei der Weihe verändert der Gott persönlich die Seele eines Sterblichen und befähigt diesen zum benutzen von Karma. Kein Sammeln, kein weitergeben oder sonst was. Das verschenkte Karma gehört dann aber dem Geweihten ganz alleine. Er kann damit tun und lassen was er möchte. Der Gott kann lediglich den Karmahahn abdrehen (direkter Eingriff auf Dere [ = großes Wunder] mal außen vor).

Das Karma ist also sowieso "verschwendet", aber in Alveran kommt unendlich viel nach. Im Prinzip ist Karma nur "wirkfähiges Nayrakis". Und wenn ein Geweihter sein Karma benutzt dann verändert er das Nayrakis ( = Ordnung der Welt) an Ort und Stelle im Sinne der Ordnung ( = nayrakisches Prinzip) seiner Gottheit. Damit mehrt der Geweihte das Prinzip seiner Gottheit und das gefällt ihm. Und für diesen Eingriff braucht er das Karma.

Was passiert also bei einer OBJEKTWEIHE? In der Waffe wird das Prinzip der Gottheit erzeugt. Es ist immer noch eine Waffe, und damit zum Kämpfen gedacht, aber eben eine die jetzt nicht mehr "allgemein" ist sondern "gerichtet". Eine praiosgefällige Waffe ist eine Waffe um die Ordnung und Gerechtigkeit zu verbreiten und gegen Magie zu schützen. Eine rondragefällige Waffe ist dazu geschaffen um mehr Ehre und Ruhm zu verbreiten, usw.
Abegesehen von dieser "Sondereigenschaft" ist es immer noch eine Waffe. Wer also "wertefrei" kämpft kann die Weihe erhalten. Wenn ich mich z.B. mit einer hesindegeweihten Waffe gegen einen Räuber zur Wehr setze dann hat das nichts mit Wissen oder Magie zu tun sondern ist einfach ein profaner Waffengebrauch. Wenn ich jetzt aber die Waffe dazu benutze Bücher oder Gelehrte/Magier zu töten die vielleicht andere Ansichten haben als ich, dann habe ich damit, willentlich, die Ordnung dieser Waffe zerstört. Einfach durch die Aktion an sich. Da greift auch kein Gott ein, es ist auch keine Seele drin (sonst wäre sie ja beseelt). Stell es dir wie ein Paddel aus Holz vor. Du kannst damit geil Wasser paddeln aber es ist ein becknackter Schürhaken.

Und der Grund warum man es nur an Gläubige oder verantwortungsvolle Personen weiter gibt ist einfach. Das Karma der Geweihten soll die Ordung der Götter mehren. Dann gebe ich es natürlich auch nur Leuten die genau das auch tun. Sonst kann ich das Karma auch zum Fenster raus werfen. Ich bastel mir ja auch keine 100 Holzpaddel nur um sie dann ins Feuer zu werfen.

Und wenn ein Geweihter auf die Idee kommt mit seinen Fähigkeiten Geld zu machen und solche Waffen verscherbelt dann bekommt er bestenfalls ähnliche Probleme wie die katholische Kirche mit dem Ablasshandel oder schlimmstenfalls (und über kurz oder lang ganz sicher) wird ihm der Gott den Karmahahn zudrehen.

Gruß.

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Ungelesener Beitrag von E.C.D. » 27.08.2019 18:30

1. sind im Regeltext nicht irgend welche Schwerter genannt, die Rondra wohl gut findet, sondern die typischen Ritualwaffen.
Dass auch 'profane' Waffen geweiht werden können ist bereits eine nicht gesicherte Annahme von @ocz .
"ausgewählte gefällige Waffen" ≠ "gefällige Waffen". Also laut Regeltext funktioniert bei Kor eigentlich nur der Korspieß. (und dessen eigentliche Verwandlung in einen Korspieß wiederum nur mit der zusätzlichen SF Zeremonialgegenstände erschaffen).
2. Die Herausgabe an wahrhaft Gläubige (ich postoliere: >>...des weihenden Kultes<<, sonst würde ja in letzter Instanz auch an wahrhaft gläubige Pastafari ausgehändigt) schließt für mich die mitreisenden Verehrer einer anderen Gottheit aus. Selbst wenn der Rondrapriester schließlich den Anderthalbhänder seines Ritterfreundes für 2KaP permanent weihen wollte und könnte, fände ich das von der Immersion her nicht verwerflich.
Dass der Geweihte hingegen in die Lage versetzt wird im Falle einer verloren gegangenen Zeremonialwaffe sich ein "Ersatzstück" zu weihen, ist sowie vollkommen in Ordnung.
3. Eine oft geforderte Grundhaltung beim Regeldesign ist: mit den Regeln müssen auch ((fast)alle) NSC darstellbar sein. Also muss es die Objektweihe sogar geben. Sie könnte einen höheren Schwierigkeitsgrad haben, aber letztlich sollte jeder höhere Geweihte in der Lage sein, die Waffenweihe seines Kultes vorzunehmen, und zwar i.d.R. im ersten Versuch.

Wenn die Anwendungsauflagen 'ausgewählt wohlgefällig' und 'wahrhaft Gläubige' als limitierende Faktoren ignoriert werden, und wenn man es lustig findet, schneller-Brüter-mäßig gebuffte Waffen für seine AP zu kaufen und dann zu verscherbeln und wenn der SL das zulässt (oder heimtückisch: zunächst zulässt, die Weihe aber in den falschen Händen abplatzen lässt, was die Kundschaft sehr zornig machen könnte), ist doch der Spieler des Geweihten wahrscheinlich auch glücklich, und nur dafür sind Regeln ja da.

Ich sehe kein Problem mit der Zeremonie.
ocz hat geschrieben:
20.08.2019 23:09
oder sage ich denen eiskalt: "Anschauen ja. Anfassen und womöglich noch behalten wollen, nein. Nur für mich und meine Brüder. Interessiert mich nicht in wie vielen Abenteuern wir schon waren."
Ja, genau das. Prinzipientreue ist ein regeltechnischer Nachteil.

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Ungelesener Beitrag von Eldoryen Gammensliff » 27.08.2019 23:38

Ich verstehe den Text glaube ich jetzt nicht 100% aber ich denke doch schon, dass es
zwischen "OBJEKTWEIHE" und "OBJEKTWEIHE+SF Zeremonialgegenstände erstellen" einen Umterschied geben muss, es macht ja keinen Sinn zwei Regelelemente zu installieren die (ausschließlich) das gleiche bezwecken.

Drum ist z.B. bei Rondrageweihten die erste Variante für (die meisten) Waffen und die zweite Variante nur für die Rondrakämme. Bei den anderen Kirche lasse ich es mir eingehen das Waffen nicht grundsätzlich als geeigneter Gegenstand gelten sondern nur die speziellen (Sonnenzepter, Rabenschnabel, Basiliskenzunge und co.), für die dann wiederum die zweite Variante gilt.

Das Problem mit den "wahren Gläubigen" ist glaube ich eher ein Problem des GRWes. Es ist klar das ich für die Geweihten-Professionen die Möglichkeit enthalten muss ihre eigene geweihte Waffe herzustellen wenn die Prämisse war(!) nur mit dem GRW spielen zu können. Denn richtig ist auch, dass ein Rondrianer im Angesicht des Kampfes gegen Dämonen und co. selbstverständlich (temporär) die Waffen seiner Leute weiht - ob es nun der phexische Kunchomer, die perainegläubige Bauernsturmsense oder der korgläubige Zweihänder ist. Und für diese Variante (leider in einem anderen Band) muss der Grundtext freilich ebenso gelten, weswegen die Formulierung bewusst so schwammig bleibt.

Blöd ist nur das der Neuling von diesen Dimensionen nichts weiß. Aber eigentlich auch nicht. Soll der Neuling sich doch ausprobieren und "rummachen", sich "geil" fühlen und v.a. Spaß haben. Bis er in den Fängen von DSA ist und nie mehr raus kommt. Genau das ist doch der Plan von "The new dark eye". Später kann man das immer noch klar stellen (und ein paar Fragen ja bei den Methusalems in den Foren nach). Man muss sich nur an die eigenen Anfänge erinnern und wer hatte nicht Gepäck von 200 Stein aufwärts oder sonstigen Unfug in seinen Anfängen getrieben? Jetzt sind wir da angekommen uns über die OBJEKTWEIHE dezidiert zu unterhalten. Eigentlich voll der Hammer. 😁

Gruß.

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Ungelesener Beitrag von E.C.D. » 30.08.2019 17:11

Ich sage nichts anderes:
Der Geweihte wird seinem rondrianischen Kumpel das normale Schwert weihen.
Wenn er denn #schwächere Weihe und #mehrere Ziele beherrscht, wird er vor dem Kampf gegen Gezücht auch seinem ganzen Haufen die Waffen buffen. (weil: das kostet keine pKaP) (Ausnahme: natürlich Horst der Rondrianer, weil er das allein erledigt...)

Die Ausgangsfrage war aber...
ocz hat geschrieben:
20.08.2019 23:09
Und ich könnte wohl auch versuchen jede Waffe einer Gruppe (wie auch immer die aussehen könnte) zu weihen. Wenn das aber so einfach wäre, müsste dann aber nicht auch der Markt mit Kor-geweihten Waffen gesättigt sein? Naja, vielleicht nicht gesättigt, aber für einen Obolus müsste es dann doch auch möglich sein, zu einem Kor-Tempel zu gehen und sich seine Waffe weihen zu lassen.
... gibt es einen regeltechnischen Grund, warum nicht haufenweise geweihte Waffen existieren sollten?

Ich sehe in den Auflagen einerseits und in dem Nachteil Prinzipientreue andererseits eine deutliche und balancierte Beschränkung der Zeremonie-Anwendung. Mehr wollte ich nicht ausdrücken. *kontrollblick* - mehr hab ich auch nicht gesagt.

Puh... ist die Formulierung 'wahrhaft Gläubige' denn wirklich so arg schwammig?
Im Angesicht eines Zantrudels und bei der Fragestellung einer temporären Weihe sind die Mitstreiter, Helfer in anderen Questen, - vielleicht sogar Baumkuschler und Wüstenketzer darunter - unter dem gnadenvollen Blick eines erfahrenen Geweihten 'wahrhaft Gläubige'.
Im Angesicht einer Marktanalyse für wirklich permanent geweihte Waffen durch den eben gesalbten Jungfuchs, sind zahlungswillige irgendwelche-Helden-oder-NSC keine 'wahrhaft Gläubigen' - selbst wenn es sich um exakt dieselben Leute handelt.
Wie wenig Instinkt und Spielgefühl den (anderen) Menschen immer zugetraut wird...

[zynisch]Eine weniger schwammige Formulierung hätte ja auch gut & gerne eine Tabelle enthalten können, ob der "Kunde" aus welcher Kultur, wie verbunden mit welcher Religion, wieoft spendend, wieoft betend in welchen Situationen [Gefahr/anw. Geweihte/günstiger Zeitpunkt u. Ort] wie permanent oder temporär eine Waffenweihe erhalten kann. Es sollte dann auch regelseitig abgebildet sein, was mit der darauf liegenden Weihe passiert, wenn der Praios-geweihte Krummsäbel des Baburiner-Diebes versehentlich im Hause Yakuban vergessen und von dessen dem Einen huldigenden Unterwesir im Kampf gegen brave Anchopalbefreier verwendet wird. Also... das sollte man nicht einfach handwedeln...![/zynisch]

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 30.08.2019 17:47

Eldoryen Gammensliff hat geschrieben:
27.08.2019 23:38
Das Problem mit den "wahren Gläubigen" ist glaube ich eher ein Problem des GRWes. Es ist klar das ich für die Geweihten-Professionen die Möglichkeit enthalten muss ihre eigene geweihte Waffe herzustellen wenn die Prämisse war(!) nur mit dem GRW spielen zu können. Denn richtig ist auch, dass ein Rondrianer im Angesicht des Kampfes gegen Dämonen und co. selbstverständlich (temporär) die Waffen seiner Leute weiht - ob es nun der phexische Kunchomer, die perainegläubige Bauernsturmsense oder der korgläubige Zweihänder ist. Und für diese Variante (leider in einem anderen Band) muss der Grundtext freilich ebenso gelten, weswegen die Formulierung bewusst so schwammig bleibt.
Also so habe ich das nie verstanden. Im Gegenteil muss das wahrhaft Gläubiger schwammig bleiben, denn es liegt im Ermessens des Geweihten zu entscheiden ob der andere ein wahrhaft Gläubiger ist. Irgend eine explizite Definition oder Regel würde einfach das Spiel eines Geweihten stark vereinfachen und jegliches Rollenspiel tilgen. Es gilt als Geweihter eben immer abzuschätzen, ob das Gegenüber die göttliche Kraft (in Form einer Liturgie) "verdient" hat. Im Grunde sollte man diese Überlegung doch bei jeder Liturgie treffen die andere zum Ziel haben. Es gibt ja auch einige Buffliturgien, die man nicht nur auf sich selbst sprechen kann, für die gilt eig ziemlich das gleiche wie für geweihte Waffen. Ist der andere würdig die göttliche Gabe zu empfangen oder nicht. Den Ketzer, der ständig gegen die Götter wettert beleg ich sicher auch nicht mit dem "Segen der stählernen Stirn" (ein DSA5 Beispiel fällt mir grad nicht ein)
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