Sind Pferde nutzlos?

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
Luna
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Sind Pferde nutzlos?

Ungelesener Beitrag von Luna » 05.08.2019 19:09

Moin Leute^^

Da ich Pferde im Allgemeinen mag, dachte ich mir, dass ich mal mir ein Charakter erstelle, welches auch ein Pferd besitzt.
Dabei ist mir aufgefallen, dass die recht teuer sind. besonders, wenn man ein loyales und starkes Pferd haben will.
Zwar war es recht schön mit dem Pferd durch die Gegend zu reisen, aber irgendwie war es nie wirklich sinnvoll.

Relativ nach dem Anfang vom Abenteuer starb mein Pferd durch ein fleihendes Mosnter, dass ich zuvor in einer Höhle bekämpft habe. (fande selbst der Meister blöd, da er ihn direkt danach wiederbelbt hat durch ein random druide XD)
Da habe ich mich schon gefragt, wie sehr muss ich mein Pfer bemuttern, dass der nicht stirbt, gestohlen wird oder gar einfach abhaut.
Z.B. wenn ich in einem gasthof übernachte der kein Stall besitzt.

Zumal können sie nur beschränkte Wege gehen. Ein Abenteuer davor hätte ich mein Pferd zurücklassen müssen, da es nur einen Weg nach draußen führte, über eine lange Leiter.
In Höhlen bsp. muss ich ich Ihn auch zurücklassen, in der Hoffnung, dass er noch da ist, wenn ich zurückkehre, falls ich da wieder zurückkehre und nicht ganz woanders raus komme

Mit dem Pferd schneller zu reisen ist eh egal, weil es größtenteils eh geskipt wird. Oder man teleportiert sich hin und her.
Dazu haben die anderen Spieler auch selten ein eigenes Pferd.

Und Kämpfen ist auch bedingt sinnvoll, weil um es effektiv zu halten, muss man scheinbar Das Talent Reiten hoch machen, Man braucht Reiter Kampf und am besten noch ein Pferd haben, dass nicht sofort flieht und die sind nochmal teurer. Wenn man sowas wie Lanzen benutzt, müsste man die auch noch hoch skillen. (könnt mich korriegieren, bin recht neu in DSA unterwegs^^)

Das einzig sinnvolle ist wohl Last zu tragen, aber da kann ich mir gleich ein Esel holen. SOweit ich weiß sidn die billiger und können besser ziehen/tragen.

Naja, eure Meinung und Erfahrungen würde mich wirklich mal interessieren^^
Ich bin so ein DSA Anfänger, dass ich die Fragen zur DSA Anmeldung so oft verkackt habe, dass sie dann ganz verschwunden sind :x

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Tjorse
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Ungelesener Beitrag von Tjorse » 05.08.2019 19:25

So dicht besiedelt wie Aventurien ist, darf man sich wirklich fragen, wozu man ein Pferd braucht, jedenfalls nicht als Reitpferd. Packpferde hingegen sind immer eine praktische Sache.

Ausserdem gilt natürlich immer der Grundsatz: "Gib deinem Pferd keinen Namen, du weisst nie, wann du es essen musst."

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Ungelesener Beitrag von Jeordam » 05.08.2019 19:42

Ja.

Warum? Weil DSA 1984 von D&D abgeschrieben worden ist und das kerkerstürmende Team aus Murderhobos vor Augen hatte. Die haben gefälligst arm zu sein, kämpfen eins gegen eins zu Fuss mit dem Ork und haben keine Pferde zu haben.
Das hat sich in Preisen, Regeln und Abenteuern über 35 Jahre niedergeschlagen und wird aus mangelnder Innovationsfreude beibehalten.
Für alle meine Aussagen bezüglich des Kampfsystems von DSA 4 gelten folgende Axiome:
1. Ein professioneller Kämpfer kann die in seiner Ausbildung gelernten Sonderfertigkeiten sinnvoll einsetzen.
2. Die Stochastik von DSA-Würfelergebnissen entspricht der Stochastik gleichverteilter Würfel.

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Ungelesener Beitrag von FrumolvomBrandefels » 05.08.2019 19:44

Da habe ich mich schon gefragt, wie sehr muss ich mein Pfer bemuttern, dass der nicht stirbt, gestohlen wird oder gar einfach abhaut.
Normalerweise ist es nicht so schlimm. :)
Mit dem Pferd schneller zu reisen ist eh egal, weil es größtenteils eh geskipt wird.
Bei uns kommt es manchmal auf die Zeit draufan. Da sind Pferde schon sehr praktisch.
Dazu haben die anderen Spieler auch selten ein eigenes Pferd.
Wir beachten schon recht gerne was wer dabei hat und welches Gewicht all das hat. Manches ist auch sperrig. Zusätzlich müssten Helden je nach Reisegerät am Abend unterschiedlich erschöpft sein.
Aber der Genügsamkeit halber werden bei den Sache zumeist zwei Augen zugedrückt.

Ein weiterer Aspekt welcher auch selten zu beobachten ist: Mit einem Pferd zu reisen ist auch ein Statussymbol. D.h. Hlden mit Pferd oder gar mit einem Pferd+Wagen werden doch auch respektabler behandlet wie Irgendwelche dahergelaufenen Helden mit abgenutzter Kleidung.

Lange Rede kurzer Sinn: ein Pferd hat durchaus viele Vorteile, jedoch werden die am Spieltisch selten thematisiert.

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Ungelesener Beitrag von Luna » 05.08.2019 19:48

Tjorse hat geschrieben:
05.08.2019 19:25
So dicht besiedelt wie Aventurien ist, darf man sich wirklich fragen, wozu man ein Pferd braucht, jedenfalls nicht als Reitpferd. Packpferde hingegen sind immer eine praktische Sache.

Ausserdem gilt natürlich immer der Grundsatz: "Gib deinem Pferd keinen Namen, du weisst nie, wann du es essen musst."
Nun, deshalb heißt jedes Pferd von mir Plötze :D
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Ungelesener Beitrag von Luna » 05.08.2019 19:57

Ein weiterer Aspekt welcher auch selten zu beobachten ist: Mit einem Pferd zu reisen ist auch ein Statussymbol. D.h. Hlden mit Pferd oder gar mit einem Pferd+Wagen werden doch auch respektabler behandlet wie Irgendwelche dahergelaufenen Helden mit abgenutzter Kleidung.
Hab aber auch mal die Erfahrung gemacht, dass ich deswegen herabgewürdigt wurde, im sinne von: "Typisch adliger" oder "Muss erstmal auf sein Hohen Rost steigen" XD
(Hab da ein Ritter gespielt ^^)

und die Sachen mit der Müdigkeit und dergleichen wird bei uns auch kaum thematisiert.
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Ungelesener Beitrag von Feuer! » 05.08.2019 20:05

Mir scheint, dass dein Problem in allererster Linie eine unterschiedliche Einstellung von dir und deinem SL ist. Denn ein Pferd in Aventurien ist immer genau so nützlich oder nutzlos, wie es angespielt / thematisiert wird (dazu gehört auch, welche Art Abenteuer gespielt werden). Und deine Beschreibungen erwecken bei mir den Eindruck, dass dein Meister dein Pferd als gelungene Einladung sieht, dir das Leben schwer zu machen. Da solltest du zunächst einmal das Gespräch mit deinem Meister suchen (nicht während der Spielzeit, sondern zu gesonderter Gelegenheit). Denn solange dein Meister da nicht mitzieht, wird ein Pferd für dich wohl immer nutzlos und verschwendetes Geld sein ...

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Ungelesener Beitrag von Skalde » 05.08.2019 20:11

Sind Pferde nutzlos? Ich würde sagen, nein. Zumindest nicht wenn man die nötigen SFs (bis hin zu Kriegsreiterei) beherrscht.

Anmerkung: Ich kann nur für DSA 4 sprechen. Keine Ahnung, wie es DSA5 mit dem Kampf hoch zu Ross hält.

Zunächst hat ein Pferd natürlich den Vorteil, dass es schnell ist und man ihm einen Teil seiner Last aufbürden kann. Und im Kampf ist es ziemlich gut zu gebrauchen. Ein Lanzentreffer aus vollem Galopp onehitted eigentlich alles außer Drachen und gehörnten Dämonen, und auch wenn man die Lanze danach loslassen muss, sind Sturmangriff und Niederreiten danach noch sehr praktisch, wenn man es mit mehreren Gegnern zu tun hat.
Luna hat geschrieben:
05.08.2019 19:09
Und Kämpfen ist auch bedingt sinnvoll, weil um es effektiv zu halten, muss man scheinbar Das Talent Reiten hoch machen, Man braucht Reiter Kampf und am besten noch ein Pferd haben, dass nicht sofort flieht und die sind nochmal teurer. Wenn man sowas wie Lanzen benutzt, müsste man die auch noch hoch skillen.
Man kann sich halt nicht einfach auf ein Pferd setzen und von da aus versuchen, zu kämpfen. Ohne fundierte Ausbildung liegt man da nach 3 Metern am Boden. Da sollte man von Anfang an eine Profession wählen, die einen hohen Reiten-TaW und zumindest die SF Reiterkampf mitbringt, also z. B. Ritter, Schlachtreiter oder Steppenelf-Kämpfer. Ansonsten wird das eine sehr AP-intensive Angelegenheit.
Luna hat geschrieben:
05.08.2019 19:09
Dabei ist mir aufgefallen, dass die recht teuer sind. besonders, wenn man ein loyales und starkes Pferd haben will.
Das ist historisch sogar halbwegs akkurat. Ein brauchbares Pferd war im Frühmittellter so viel wert wie 12 Kühe, weshalb fast nur Adelige die Reiterei stellten. Für normale Menschen war so ein Tier unerschwinglich. Man kann es jetzt gut oder schlecht finden, dass das so nach Aventurien importiert wurde.
Luna hat geschrieben:
05.08.2019 19:09
In Höhlen bsp. muss ich ich Ihn auch zurücklassen, in der Hoffnung, dass er noch da ist, wenn ich zurückkehre, falls ich da wieder zurückkehre und nicht ganz woanders raus komme
Wenn man hauptsächlich Dungeoncrawls spielt und Kämpfe unterwegs auf "3 Meter neben euch springen 2W6 Räuber aus dem Gebüsch" hinauslaufen, ist ein Pferd (außer als Packtier) wirklich verzichtbar. Es kommt stark auf den Spielstil an. Wenn man Feinde auch mal von weitem sehen und auf offener Ebene statt im letzten Raum des Dungeons stellen kann, kann ein Streitross gute Dienste leisten.

Edit:
Luna hat geschrieben:
05.08.2019 19:57
Hab aber auch mal die Erfahrung gemacht, dass ich deswegen herabgewürdigt wurde, im sinne von: "Typisch adliger" oder "Muss erstmal auf sein Hohen Rost steigen"
In was für nem Aventurien spielt ihr, wenn Leute in einer Feudalgesellschaft derart frech zu Adeligen sind? Wenn bei mir jemand so mit einem Ritter spräche, könnte er sich glücklich schätzen, wenn es bei einer Schelle mit dem Panzerhandschuh bleibt.
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Sind Pferde nutzlos?

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 05.08.2019 20:27

Bei uns sind Pferde schon oft praktisch. Die Gruppe kommt deutlich ausgeruhter am Zielort an, zumindest die Reiter. Klar Reiten ist auch anstrengend, aber nicht so sehr wie ein langer Fußmarsch.
Wenn es mal Verfolgungsjagden auf offener Fläche gibt sind Pferde gold wert, hatte ich jetzt durchaus schon öfter. Egal ob die Helden noch Fliehende einholen wollen oder selbst fliehen müssen.
Den Reiterkampf konnte ich jetzt mit meiner Amazone auch sehr häufig nutzen, aber ich glaube wir waren in der ganzen Kampagne nur einmal in nem Dungeon und sonst gab es Kämpfe eher in geräumigeren Flächen (kann natürlich sein, dass der SL das erst so eingerichtet hat nachdem er gesehen hat, dass jemand unter anderem auf Kampf zu Pferde skillt)

Aber abgesehen davon hol ich mir sehr oft ein Pferd einfach wegen dem Stil. Wie schaut denn ein Ritter oder eine Rondra Geweihte ohne Pferd aus, irgendwie gehört es für mich da einfach zum Bild, dass die beritten sind, außer man spielt einen verarmten Ritter.
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Sind Pferde nutzlos?

Ungelesener Beitrag von Luna » 05.08.2019 20:38

Feuer! hat geschrieben:
05.08.2019 20:05
Mir scheint, dass dein Problem in allererster Linie eine unterschiedliche Einstellung von dir und deinem SL ist. Denn ein Pferd in Aventurien ist immer genau so nützlich oder nutzlos, wie es angespielt / thematisiert wird (dazu gehört auch, welche Art Abenteuer gespielt werden). Und deine Beschreibungen erwecken bei mir den Eindruck, dass dein Meister dein Pferd als gelungene Einladung sieht, dir das Leben schwer zu machen. Da solltest du zunächst einmal das Gespräch mit deinem Meister suchen (nicht während der Spielzeit, sondern zu gesonderter Gelegenheit). Denn solange dein Meister da nicht mitzieht, wird ein Pferd für dich wohl immer nutzlos und verschwendetes Geld sein ...
Das stimmt wohl, je nachdem wie das Abenteuer gestrikt ist, ist ein Pferd mal mehr und mal weniger sinnvoll. Und die Laune des Meisters XD
Besonders wenn man richtig spielt, im sinne vom Status, Sperrigkeit von Last und Erschöpfung, wie es FrumolvomBrandefels schon schrieb.
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 05.08.2019 21:11

Luna hat geschrieben:
05.08.2019 20:38
Das stimmt wohl, je nachdem wie das Abenteuer gestrikt ist, ist ein Pferd mal mehr und mal weniger sinnvoll.
Dann sprich doch mal mit deinem SL, ob er euch nicht mal ein pferdefreundlicheres Abenteuer vorsetzen kann. Vielleicht würden ja andere Mitglieder deiner Gruppe auch gerne mal strahlende Ritter oder Kriegerinnen auf weißem Pferd sein und die Orkhorden unter den Hufen ihrer Schlachtrösser zermalmen.

Oder ihr spielt ne längere Reise mit sehr simulationistischen Regeln (Wege des Entdeckers schlägt da recht gute Regeln zu Erschöpfung und Verletzungen durch Überlastung auf Reisen vor.) Dann werden auch die anderen Helden Pferde wollen. Ganz abgesehen davon, dass man nichht alle nötigen Vorräte für mehrere Wochen im Rucksack transportieren kann.
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Ungelesener Beitrag von Leta » 05.08.2019 21:23

Wobei ich als Meister kein Problem hätte im Falle eines Pferdes das „bemuttert wird“ für dieses Lösungen anzubieten für Abenteuerteile bei denen es im Weg ist. Gasthöfe/Bauern/lokale Pferdezüchter/Auftraggeber/Tempel würden, in meinem Aventurien, gegen einen Vorschuss, durchaus ein Pferd für einige Tage/Wochen/Monate bei sich unterstellen. Im Zweifel ist das Pferd so viel Wert das niemand einen Schaden hat wenn der Held aus der „Höhle des Untergangs“ nichtmehr zurück kommt.

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Sind Pferde nutzlos?

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 05.08.2019 22:32

Ich nehme an, dass die weitaus meisten Gasthöfe in Aventurien einen Stall oder sonst eine Möglichkeit (Hinterhof, Innenhof, umzäunte Weide in der Nähe) haben, um Pferde und andere Tiere unterzubringen. Wo sich ein echter Gasthof lohnt, muss es viele Reisende geben. Davon werden immer welche mit Pferd, Packesel, Ochsenkarren, Kutsche oder sowas unterwegs sein, und die Viecher müssen immer irgendwo hin über Nacht.

Natürlich gibt es Abenteuer, wo man mit einem Pferd absolut nichts anfangen kann. Seereise, Yetiland-Expedition, oder eine Wüstenreise, die nur Kamele schaffen. Aber in halbwegs zivilisierten Gegenden sollte es kein Hindernis sein.

Ab einem gewissen Stand und einer gewissen Erfahrung/Bekanntheit ist es auch einfach lächerlich, wenn man überall zu Fuß hin latschen will.
("Ihr wollt Ritter Alrik sein, der Ogertöter, der Sieger im Turnier von Andergast, Bezwinger von Raubritter Neidhardt dem Grimmigen? Und kommt auf Schusters Vielgeflickten auf der Landstraße daher wie ein Söldner oder Tagelöhner?")
Luna hat geschrieben:
05.08.2019 19:09
Ein Abenteuer davor hätte ich mein Pferd zurücklassen müssen, da es nur einen Weg nach draußen führte, über eine lange Leiter.
Da sollte man als Meister vorher einen Hinweis geben, dass es besser wäre, das Pferd für einen Tag im Gasthof zu lassen.
("Herr, Ihr wollt zur Burgruine auf der Steilwand? Wir danken Euch alle sehr, Herr, dass Ihr Euch den Schrecken stellen wollt. Ihr seid gewiss ein Held, aber verzeiht, ich möcht' nicht so tun, als könnt' ich Euresgleichen Rat erteilen, aber Ihr seid fremd hier ... Wisst Ihr, dort hinauf führt nur ein schmaler stein'ger Pfad, kaum für ein Maultier gangbar schon zu bess'rer Zeit, und nun lang nicht mehr instand gehalten. ...")
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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Ungelesener Beitrag von Berto » 05.08.2019 22:36

Skalde hat geschrieben:
05.08.2019 20:11
In was für nem Aventurien spielt ihr, wenn Leute in einer Feudalgesellschaft derart frech zu Adeligen sind? Wenn bei mir jemand so mit einem Ritter spräche, könnte er sich glücklich schätzen, wenn es bei einer Schelle mit dem Panzerhandschuh bleibt.
Ohne es abwertend meinen zu wollen: die TE liest sich noch vglw jung. Wenn ich Recht habe, legt die Gruppe vll altersbedingt keinen allzu großen Wert auf die üblichen Gepflogenheiten von Fäntelalter-Simulationisten.

ad topic:
Pferde können hart praktisch sein, wenn die Gruppe wert darauf legt. Ansonsten sind sie einfach nettes Beiwerk. So wie der Magier halt über seinen Büchern hockt, kümmert sich die Ritterin um ihr Pferd. Ernsthafte Auswirkungen hat das in vielen Gruppen, die ich kenne, tatsächlich nie gehabt.
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Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 05.08.2019 22:43

Man könnte mit dem SL über eine Vereinbarung reden, wenn das pferd in seinen Abenteuern selten nützlich ist, oder er eine Situation einplant wo das Vieh nicht mit können wird, darf das pferd Plotschutz bekommen. Ich meine wenn es schon plötze heißt sollte es auch an die unmöglichsten stellen alleine teleportieren können :wink:
Vor allem wenn das Tier über besonderer Besitz angeschafft wurde, sollte das eh dabei sein.
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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 05.08.2019 22:51

Bei mir haben so Begleittiere meist "Plotschutz" außer der SC kümmert sich so gar nicht darum. Oft ist es ja einfach Teil des Charakters und das Tier zu töten kommt fast anderen "Verstümmelungen" des Konzeptes gleich, die in vielen Gruppen nicht gern gesehen sind.

Nicht ohne Grund war in der unendlichen Geschichte die traurigste Stelle, als das Pferd von Atreju stirbt. Das sollte also auch im pnp nicht so "im Vorbei gehen" passieren. (nur meine Meinung)
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 05.08.2019 22:54

chizuranjida hat geschrieben:
05.08.2019 22:32
"Ihr wollt Ritter Alrik sein, der Ogertöter, der Sieger im Turnier von Andergast, Bezwinger von Raubritter Neidhardt dem Grimmigen? Und kommt auf Schusters Vielgeflickten auf der Landstraße daher wie ein Söldner oder Tagelöhner?"
Ich glaub, Ritter Alrik der Ogertöter hätte noch ein weiteres Problem, wenn er per pedes reist: Wenn er eine leichte Platte oder etwas Ähnliches sein Eigen nennt, ist das zu Fuß mehr als unpraktisch. Nicht unbedingt wegen des Gewichts, sondern wegen der dicken, wollenen Unterkleidung, die er ja darunter tragen muss. Entweder er marschiert den ganzen Tag in Rüstung und schwitzt wie ein Schwein unter seinem Gambeson; oder er zieht den Harnisch aus und darf sich zusätzlich zu anderem Marschgepäck noch mit einem Haufen sperriger Blechteile herumschlagen. Das ist nicht nur unwürdig, das ist anstrengend und nervig. Ein Pferd kann entweder die Rüstung in Satteltaschen oder gleich den ganzen stolzen Besitzer tragen. Hat vermutlich den netten Nebeneffekt, dass man viel weniger von Räubern belästigt wird und solches Gesindel zur Not im Galopp abhängen kann.
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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 06.08.2019 07:42

In meiner aktuellen Gruppe spielen Pferde eine eher untergeordnete Rolle. Zumeist wird mit einem kleinen Heldenschiff* gesegelt oder mit einer Reisekutsche gefahren oder zu Fuß gegangen. Als Packtiere werden bei uns gerne Esel verwendet, wenn auch von Zeit zu Zeit Packpferde Anwendung finden. In letzter Zeit sind Pferde bei uns aufgrund bevorstehender Wagenrennen und vor allem dem Donnersturm-Rennen interessant geworden.
Warum Pferde in der aktuellen Gruppe nicht im Vordergrund stehen mag vielleicht auch daran liegen, dass die Charaktere nicht die absolut typischen Reiter sind: Thorwaler, Zwerg, Magier etc.
Daran, dass Pferde gestohlen werden oder unglücklich zu Tode kommen, liegt es jedenfalls nicht.
In meinen voran gegangenen Gruppen spielten Pferde immer eine sehr große Rolle – und sie waren vor allem auch ein großes Prestigeobjekt!

Heldenschiff*
Das Heldenschiff ist ziemlich praktisch mittels eines gereimten Zauberspruchs verwandelt es sich in ein Flaschenschiff und ist somit leicht transportabel.
Besuche mit Deinem Helden das Shaya´al´Laila in Zorgan (offenes RP)

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Ungelesener Beitrag von Boudicca » 06.08.2019 11:27

Klare Antwort: Es kommt darauf an. :P
Unsere SL sagen immer an, ob es sinnvoll ist, ein eigenes Pferd mitzunehmen. Wenn das AB von vornherein darauf ausgelegt ist, dass es in einen Dungeon geht oder sonstwohin, wo das Pferd dann zurückgelassen werden muss, oder es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dann gibt es dazu mehr oder weniger deutliche Hinweise vom SL. Das übliche Risiko, dass ein Pferd gestohlen wird oder stirbt, trägt aber natürlich der Spieler. Allerdings wird auch nicht in jedem Gasthaus geklaut, denn ansonsten hätte es sich bereits herumgesprochen und da würden keine Gäste mehr einziehen.
Empfehlenswert ist dazu auch die Szene aus der Neuverfilmung "True Grit", als Mattie sich bei dem Stallbesitzer über mangelnde Sicherung beschwert und Schadensersatz einfordert, dafür sogar mit einem Anwalt droht. :lol:
https://www.youtube.com/watch?v=qpRxj0QwgjY

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Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 06.08.2019 11:44

Wichtig ist hierbei auch, dass DSA üblicherweise ein Gruppenspiel ist. Und irgendwer kann immer nicht reiten, daher sind die allermeisten AB nicht darauf ausgelegt, dass geritten wird. Dass das Pferd historisch an sehr vielen Orten der Welt nicht nur nützlich, sondern sogar unverzichtbar war, wird dabei leider völlig ausgeblendet.

Am besten, du sprichst outgame einmal mit deinem Meister. Die meisten Probleme lassen sich noch immer so aus der Welt schaffen.

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Ungelesener Beitrag von Myratel » 06.08.2019 11:49

Mir ist es lieber, wenn die Spieler keine Pferde oder Tiere im allgemeinen haben. Es gibt einfach zu viele Situationen wo es einfach nicht passend ist, wenn sie damit auftauchen, oft bleibt dann nichts anderes übrig als sie zu ignorieren. Wobei Pferde zumindest in zivilisierten Gegenden üblicherweise kein Problem sind, hingegen im dichten Wald oder gar in Dungeons ein Problem darstellen.

Pferde sind teuer, nicht nur in der Anschaffung sondern auch im Unterhalt. Grasen lassen allein ist zumindest für hochgezüchtete Streitrösser nicht ausreichend.

Bei uns kommt es öfter vor, dass Pferde für eine Überlandreise gekauft, und anschließend mit etwas Verlust wieder verkauft werden. Ist zwar auch oft unlogisch, dass in einem kleinen Kaff jemand 5 Pferde kauft, aber was solls, Simulation wollen wir nicht unbedingt spielen. Meist wirds eh darauf geachtet und in größeren Städten gehandelt.

In der aktuellen Runde haben wir einen Ritter, der ist ohne Pferd nur schwer vorstellbar. Das Pferd wurde als besonderer Besitz gekauft. Es würde den Spieler jetzt zurecht anzipfen, wenn ich es ihm einfach so wegnehmen würde. Natürlich kann dem Pferd mal was passieren, aber ich werde kein Abenteuer konstruieren, wo das Pferd unweigerlich weg kommt. Abenteuer wo er das Pferd nicht nutzten kann, kömmen hingegen schon vor. Da muss er öfter mal das Pferd wo unterstellen . Wenn er Warnung ignoriert oder (unheimliches) Pech hat dann könnte das Pferd schon mal weg sein.

Wir haben auch schon NSCs als Pferdewache eingesetzt.

lg Myratel

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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 06.08.2019 13:09

Myratel hat geschrieben:
06.08.2019 11:49
Wir haben auch schon NSCs als Pferdewache eingesetzt.
Das ist glaube ich der "klassische" Weg! :)
So passiert NSC´s und Pferden nichts! :wink:
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Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 06.08.2019 13:22

Bei uns sind Pferde gerne gesehen und wertvoll. Gasthäuser haben natürlich Ställe, selbst in größeren Städten, da gerade die berittenen Reisenden oder gar Kutsche fahrenden die besser zahlende Kundschaft ist, die will man doch nicht verprellen. Höchstens die Spelunken am Hafen und in den dunkleren Gassen haben keinen Stall für größere Tiere dabei.

Aber die Gefahr des Verlusts ist bei Spielern immer im Hinterkopf. Letztens eine Schifffahrt für die Helden gestellt. Es ging mit einer kleinen Flotille von Khunchom nach Vallusa. Das Angebot: Auf dem Schiff auf dem die Helden mitfahren ist kein Platz, aber auf einem anderen können sie Tiere unterbringen. Die Spieler haben gleich vermutet, dass das Schiff untergehen soll und haben ihre Pferde in Khunchom zurückgelassen. Was ist aber passiert:
Ihr Schiff ist untergegangen (gezielte Aktion der anderen Seite) und da ich ihnen die Pferde nicht wegnehmen wollte und ein Wechsel der Tiere vom sinkenden Schiff auf ein intaktes auf hoher See für unmöglich erachte, wollte ich die Tiere nicht auf ihrem Schiff unterbringen. Da haben sie es - aus der Vergangenheit von DSA vorbelastet - falsch vermutet und reagiert. Wobei Vergangenheit: Im Originalabenteuer war nur ein Schiff vorgesehen, was ich für die Passage bei immer noch bestehender Blutiger See aber als relativ unrealistisch empfand...
Der dessen Name nicht getanzt werden darf.
wenn Tom Riddle an einer Waldorfschule gewesen wäre

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Ungelesener Beitrag von Vasall » 06.08.2019 14:55

Bei uns sind vor allem Pferde aber auch andere Packtiere oder Karren eigentlich immer dabei.

Zumeist ist mindestens ein SC von Stand dabei und damit ist die standesgemäße Mobilität der Heldengruppe und ihr Einsatzspektrum schon quasi vorgeschrieben.
Die wenigsten Auftraggeber lassen z.B. den Magier, den sie engagieren ohne Pferd losziehen und für die Zwerge treibt der Senneschall des Grafen auch noch schnell nen Karren auf.
Oft gibt es ja Verfolgungsjagden, oder unter Zeitdruck Ausrüstung zu transportieren etc. da brauchts dann sowieso Packtiere.

Verlorene Tiere werden in der Regel zudem ersetz, wenn man sein Gesicht waren will, es sei denn der Auftrag ging komplett schief.

Myratel
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Sind Pferde nutzlos?

Ungelesener Beitrag von Myratel » 06.08.2019 14:59

Von wem werden sie ersetzt? Vom Autraggeber?

Vasall
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Sind Pferde nutzlos?

Ungelesener Beitrag von Vasall » 06.08.2019 15:12

Ja, oder auch vom Wirt, der sie hüten sollte, oder vom nächsten Auftraggeber der mobile Helden braucht.

Nur wenig ist doofer als teure/seltene Spezialisten, die nicht zur rechten Zeit am rechten Ort sind und denen jeder Scherge abhaut, weil sie nur eingeschränkt mobil sind.

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Horasischer Vagant
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Sind Pferde nutzlos?

Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 06.08.2019 15:21

Vasall hat geschrieben:
06.08.2019 15:12
auch vom Wirt, der sie hüten sollte
Für Garderobe und Ausrüstung sowie Pferde und Packtiere wird nicht gehaftet! steht dann wohl bald an der Wirtshaus- oder Tavernentür! :lol:
Besuche mit Deinem Helden das Shaya´al´Laila in Zorgan (offenes RP)

Myratel
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Sind Pferde nutzlos?

Ungelesener Beitrag von Myratel » 06.08.2019 15:24

Ok, so kann mans auch sehen, nur bei mir sind die Helden oft auf eigene Rechnung unterwegs. Vielleicht sollte ich das Verhältnis von Lohn zu gefunden Schätzen etwas verschieben.

Und jetzt in der neuen Kampagne haben sie sich noch nicht den Status als teure Spezialisten erarbeitet.

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Sind Pferde nutzlos?

Ungelesener Beitrag von Taipan » 06.08.2019 16:10

WdS S.180 sieht ab einem SO von 10 ein eigene Pferde als Teil des Lebensstils vor. Wenn man denn mit dem SO-abhängigen Lebensstil spielt sollten also zumindest die laufenden Kosten für ein Pferd gedeckt sein. Wir machen uns das ganze dann ziemlich einfach und inkludieren im Zweifel auch Überführungskosten, bzw. die Verluste für Pferd verkaufen und bei Bedarf ein neues kaufen im Lebensstil.
Somit haben zumindest Charaktere von höherem Stand eigentlich immer ein Pferd zur Verfügung (zumindest in zivilisierten Gegenden). Das Gesindel kann wahrscheinlich eh nicht reiten und ist im Notfall auf gutmütige Auftraggeber die für diesen Auftrag ein Pferd zur Verfügung stellen angewiesen. Oder muss sich mit Packeseln begnügen und laufen...
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Sind Pferde nutzlos?

Ungelesener Beitrag von Djembo » 06.08.2019 20:20

Bei uns waren Pferde meistens ein Mittel, kurzfristig lange Reisen zu machen. Klar, ein adeliger Charakter reist eher zu Pferde, aber das bedeutet ja nicht, dass er das Pferd nicht gelegentlich zurück lässt. Im letzten Almhaus vor dem Anstieg ins Hochgebirge wird der Almbauer eben gebeten - gegen einen angemessenen Obolus, denn auch das gehört zur Repräsentation eines Adeligen - das Pferd zu versorgen. Und wenn die Gruppe ein Jahr braucht, um zurückzukehren, dann ist das Pferd eben ein wenig verweichlicht (wegen fehlendem Training und weil der Bauer es nicht wagte, es zur Almarbeit heranzuziehen), damit muss man leben. Oder der Almbauer hat es verkauft, weil er dachte, dieser hohe Herr wurde bestimmt von den Berggoblins gefressen. Auch eine Gelgenheit zum Rollenspiel! Wird der Adelige wie der hinterletzte Tyrann den Almöhi sofort bestrafen? Oder wird er ihn vor Gericht bringen? Wird er ihm vergeben? Mit sowas haben wir mal einen ganzen Spielabend zugebracht, der hohe Herr belehrt den Bauern, der ist stur und verweist auf den harten Winter, Beleidigungen, Wortgefechte, eine Klage beim örtlichen Adeligen, eine Gerichtsverhandlung, eine harte Strafe für den Almbauern (die ihn seine Existenz gekostet hätte), Mitleid, ein Kompromiss, ein verärgerter Landesherr ("wieso habt ihr mcih überhaupt damit behelligt, wenn ihr ihm eh vergebt?") und so weiter.
EDIT:
Was ich damit sagen will: Pferde sind abenteuertechnisch meistens eher wenig nützlich, eben weil sie nicht überall hin können, aber wie jedes teure Eigentum geben sie Gelegenheit zu schönem Rollenspiel
“I sound my barbaric yawp over the roofs of the world.”

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