Was versteht man unter Turnierfreiheit?

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Eadee
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Was versteht man unter Turnierfreiheit?

Ungelesener Beitrag von Eadee » 26.07.2019 11:45

Hallo zusammen,

in Kürze werden die Spieler meiner Runde am großen Turnier zu Gareth im Jahr 12 Hal (1005 BF) teilnehmen.

Erstmals bin ich auf den Begriff Turnierfreiheit hier gestoßen.

Leider ist mein Google-Fu schwach und ich habe keine Definition des Wortes Turnierfreiheit finden können. Nur das es anscheinend üblich war dass der Landesherr die Turnierfreiheit 1-2 Wochen vor und nach dem Turnier gewährleisten musste und dass die Turnierfreiheit gewisse gesetzesähnliche Regelungen und auch konkrete Strafen zu beinhalten scheint. Ich habe interpretuert dass normale Gesetzeswerke durch sie ausgesetzt werden könnten und eventuell sogar eine Art "diplomatische immunität" für Turnierteilnehmer gilt, d.h. dass ein feindlicher Ritter für die Dauer des Turniers anwesend sein könnte (plus 1-2 Wochen) ohne Gefahr zu laufen als Kriegsgefangener zu enden.

Leider habe ich wie gesagt keine konkrete Definition gefunden und bitte daher die Schwarmintelligenz um Unterstützung. Weiß jemand von euch mehr zum Thema? Und wenn ihr nichts darüber wisst, könnt ihr euch so eine Regelung als Glaubwürdig vorstellen?

Konkreter Fall: Brin von Gareth wird am Turnier teilnehmen.
Ich würde gerne den Sohn von Denderan von Boran (Fürst von Boran, der letzten unbesetzten Stadt Maraskans) inkognito anreisen lassen, so dass er sich dann offenbart sobald die Turnierfreiheit ihn schützt, und dass er versucht Brin im Turnier zu schlagen, um einen symbolischen Sieg des Freien Maraskans gegenüber den mittelländischen Besatzern zu erringen.

Solange er nicht gegen das Turnierrecht verstößt und Brin nur im ehrenwerten Kampf gegenüber tritt wäre er quasi unantastbar. Nach dem Turnier müsste er sich halt irgendwie unbemerkt rausschmuggeln bevor die Turnierfreiheit endet.

Was haltet ihr davon? Glaubwürdig?

P.S. nein, ich lege im vorhinein nicht fest ob er im Turnier auf Brin treffen wird, oder welcher der beiden gewinnen wird, das hängt dann vom Spielverlauf ab.
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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 26.07.2019 12:01

Ich kenne die Tunierfreiheit auch nur als einem Zeitraum vor- und nach einem Tunier wo ein jeder Teilnehmer ohne Gefahr durch verfeindete Partein teilnehmen kann.
Ob mir sowas glaubwürdig vorkommt? Definitiv ja. Effektivität wie unsere Zeit ist bedeutungslos, was gilt, ist die eigene Ehre. Und wenn die eigene Ehre vorschreibt das jeder Ritter am Tunier teilnehmen darf der seine eigene Ehre nicht verloren hat, dann muss man ihnen auch die Teilnahme zusichern (und selbst ehrlose Ritter dürfen mitunter als "Schwarze Ritter" mit Blankoschild teilnehmen).
Auch bin ich mir sicher das Brian gerne ehrenhaft gegen einen verfeindeten Ritter kämpfen/verflieren möchte.. es hat halt auch etwas von einem sportlichen Wettstreit an sich (und es wäre ja auch nicht das erste mal das ein feindlicher Ritter dann das Lager wechseln würde oder bei der nächsten Schlacht mal aushilft).
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 26.07.2019 12:19

Ich halte es auch für glaubwürdig. Bei einem Turnier reisen ein Haufen einflussreiche, schwerbewaffnete Leute mit ihrem Gefolge an. Da muss klar sein, dass Frieden herrscht und nicht alte Rechnungen abseits der Turniergassen beglichen werden.
Gleichzeitig sind Turniere für alle wichtig. nciht nur ist es wirtschaftlich wichtig und großartige Unterhaltung, es ist auch so etwas wie ein Manöver, wo die Kämpfer des Reches sich kennenlernen, einschätzen lernen. Man kann sich also nomalerweise drauf verlassen, das ist für alle wichtig. Jedes Adligenhaus hat irgendwelche offenen Rechnungen, und wenn "Turnier" funktionieren soll, dann muss auch "Turnierfreiheit" funktionieren.

Aber im Einzelfall könnte es natürlich trotzdem sein, dass jeamd denkt, er käme damit durch,w eil ja niemand damit rechnet... wobei sicher erhebliche Sicherheitsvorkehrungen bestehen. Rondrageweihte patroullieren durchs Turnierlager, Strafen für Aufruhr und Ruhestörung sind verdoppelt, zusätzliche Gardisten angeheuert, durch Praoiten unetrstützte Schiedsstellen für Streitigkeiten, Schwören auf den Turnierfrieden durch die Teilnehmer bei Ankunft etc...
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 26.07.2019 12:41

In Die Streiten den Königreiche S. 75 steht, das es eine lange Tradition hat das die verfeindeten Reiche gegenseitig Turniere besuchen. Die Streiter stehen dann unter Königsfrieden und werden oft sogar vom einem Herold begleitet der diesen Schutz einfordert.

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Sarafin
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Ungelesener Beitrag von Sarafin » 26.07.2019 13:57

Ich kenne den Begriff als "Turnierfrieden". Da finde ich mit Google zum Beispiel diesen Artikel aus einem LARP-Wiki. Da steht auch was zur konkreten Umsetzung und den Strafen bei Verstoß. Könnte man vermutlich für das Turnier von Gareth einfach so übernehmen.

Die von dir geschilderte Situation halte ich ebenfalls für glaubwürdig - und für eine coole Idee. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Denderan nicht mal inkognito anreisen muss. Der Turnierfrieden hat in einer Runde bei uns nicht nur die Anwesenheit beim Turnier betroffen, sondern auch die komplette An- und Abreise durch das gesamte Hoheitsgebiet des entsprechenden Reiches - natürlich ohne Umwege. Eine meiner Heldinnen hat unter dem Schutz des Turnierfriedens an einem Turnier in ihrer Heimat teilnehmen können, obwohl sie dort wegen Hochverrats gesucht wird. (Und die ist Praiosgeweihte, die hätte sich halt auch nicht verkleidet.) Veranstalter war in dem Fall mitnichten der Herzog der Nordmarken, der ihrer gerne habhaft würde, sondern ihre (Barons-)Familie, deren Lehen nicht an einer Grenze liegt. Dennoch war es ihr möglich unbeschadet in die Nordmarken einzureisen. (Gut, man nimmt dann eher ein Schiff den großen Fluss entlang und bindet auch nicht jedem auf die Nase, wer man ist. Aber rechtlich war sie sicher.)
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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 26.07.2019 14:35

Ehen, ein wichtiger Grund dafür. Man trifft auf Tunieren Jungadlige welche vor Kraft strotzen, sich einen Platz in der Welt erstreiten wollen und mitunter noch ehelich ungebunden sind. Ich würde sogar soweit gehen das ein Tunier auch als Heiratsmarkt herhalten könnte.
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Ungelesener Beitrag von Eadee » 26.07.2019 15:58

Vielen Dank euch, eure Beiträge haben mir sehr weiter geholfen. Der Begriff "Turnierfrieden" scheint tatsächlich das zu sein was ich für mein Google-Fu gebraucht habe. :rohal:

Ich vermute jetzt mal nachdem ich nochmal gelesen habe dass der Turnierfrieden allgemeingültig ist und dass die "Turnierfreiheit" individuell ist, d.h. solange ein Adeliger seiner Ehre nichts zu Schulden hat kommen lassen genießt er "Turnierfreiheit" und kann daher an Turnieren teilnehmen und ist durch den Turnierfrieden geschützt. Hat er aber seine Ehre ruiniert genießt er keine Turnierfreiheit mehr, muss also mit harten Strafen rechnen wenn er trotzdem versucht an einem Turnier teilzunehmen.

Es ist denke ich trotzdem sinnvoll dass der Sohn von Denderan inkognito anreist und wartet bis Brin sich zum Turnier angemeldet hat bevor er seine Identität offenbart und sich selbst anmeldet. Auf dem Heimweg hat er dann keinen Grund seine Identität zu verhehlen, wenn ihm der Turnierfrieden Sicherheit bis nach Hause zusichert.

Als Wappenlos anzutreten und dann erst während dem Turnier seine Identität zu offenbaren wenn er Brin gegenübersteht halte ich dagegen für fragwürdig. :doppelvisier:


Noch eine Bonusfrage:
Ein Spielerheld der Runde ist ein mitlerweile geadelter Gildenmagier (Reichsritter und Baron) und Mitglied des ODL. Er hat auf Empfehlung des Kaisers und des ODL von der Grauen Gilde einen Dispens zum führen einer standesgemäßen Waffe erhalten und will teilnehmen am Turnier.

Der Schwertkampf ist kein Problem... aber...

Beim Tjosten wäre es Selbstmord ohne Gestechsrüstung anzutreten und es würde in meiner Wahrnehmung auch irgendwie die Ehre des Turniers ankratzen in Spitzhut und Wanderrobe anzutreten.

Meint ihr der Codex Albyricus wird in solchen Fällen von den Regeln des Turnierfriedens übertrumpft? Oder sind Gestechsrüstungen eh vom Kodex unberührt weil es sich ja nur um "Sportgerät" handelt, welches niemand bei Verstand im echten Kampf nutzt, wodurch es keine "Rüstungen" sind? Oder würdet ihr das Tragen der Gestechsrüstung beim Tjost als Bruch des Kodex sehen der auch angeklagt und verfolgt würde? :grübeln:
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Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 26.07.2019 16:10

Ich würde die Turnierrüstung im Zuge eines Turniers wirklich als „Sportgerät“ werten.
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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 26.07.2019 16:38

Für eine Teilnahme am Tunier würde ich einen solchen adligen Magier notfalls einfach einen Dispenz erteilen, bei Beschwerden von anderen Akademien wird dann einfach an dem kaiserlichen Hof verwiesen welcher ja die Teilnahme von Adligen am Tunieren gestattet hat. Soll dieser sich damit herumplagen.
Oder, blöde gesagt, ich würde einen Spieler nicht vom Spaß ausschließen nur weil er dummerweise magisch begabt ist... eigentlich wäre ich für Spieler dankbar die bereit sind, anzutreten.
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Ungelesener Beitrag von Eadee » 26.07.2019 18:46

Ich bin da ganz bei euch!

Es ist der Spieler selbst der irgendwie auf den Trichter kam in Magiergewand und Armatrutz antreten zu wollen und meinte, dass er wegen dem Kodex auf keinen Fall eine Gestechsrüstung tragen dürfe, das Argument mit dem Sportgerät fand er nicht schlüssig.

Ob er sich nur das Geld für die Rüstung sparen will oder insgeheim hofft unter diesem Vorwand die Tjoste ganz ausfallen lassen zu können ohne schief angesehen zu werden weiß ich nicht :???:
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 26.07.2019 19:19

Mal anders rum gefragt: Warum will/soll er im Lanzengang antreten? Die Gestechrüstung (abgesehen davon, dass die, genau wie das Schlachtross) sauteuer ist, bringt seine magische Regeneration durcheinander. Dann: Wie hoch ist sein Taw in Lanzenreiten und Reiten? Wie unfähig muss ein Gegner sein, um ihn nicht im ersten Durchgang vom Pferd zu holen? Ich schätze mal, beim Tunrier in Garteh tritt kein Ritter an, der nicht wenigstens Reiten 11+ und Lanze 10+ hat. Und die fälligen SG's natürlich.
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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 26.07.2019 19:40

Der Oberchefe überprüft am Anfang die Ausrüstung der Teilnehmer, wer da ohne Kettenhemd und wenigstens einer Brustplatte antritt wird eh nicht zugelassen.
Man kann sich doch nicht darauf verlassen das es nur bei einem Armatrutz bleibt (Magieverbot und sowas) oder gar das mutwillige Ableben eines Tunierteilnehmer ins Kauf nehmen nur weil der Armatrutz doch nicht so lange hielt wie erhofft.
Würde sagen: er kann gerne teilnehmen aber dann auch richtig dem Regeln entsprechend und das heißt dann auch dicke Platte.

@Jadoran
Die magische Regeneration sollte egal sein, man geht ja nicht auf einem Tunier um am nächsten Tag wieder fröhlich Monster tot zaubern zu können (wir lassen uns normalerweise auch nicht volllaufen um dann zwei Stunden später wieder auf der Arbeit zu erscheinen).
Das der Magier eigentlich keine Chancen haben sollte (außer er hat ein sehr ungewöhnliches Vorleben gehabt) sollte wohl klar sein aber selbst dann ist er immer noch "Teilnehmer des Großen Tuniers zu Gareth" was auch einen gewissen Wert in der Damenwelt hat.
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Ungelesener Beitrag von Eadee » 26.07.2019 20:44

Ich mach da keinem Spieler Vorschriften dass er teilnehmen soll oder nicht, aber in der Runde haben halt 4/5 Spielern gesagt sie wollen aktiv teilnehmen am Turnier und da diese auch Adelstitel tragen (teils ab Generierung, teils durch Heldentaten errungen) haben sie eben auch das Recht an den ritterlichen Disziplinen teilzunehmen.

In dem Turnier werde ich eine ganze Reihe an erfahrenen und unerfahrenen Recken teilnehmen lassen. Nach dem Abenteuer Die Verschwörung von Gareth wird es so ablaufen dass die unerfahreneren Teilnehmer das recht haben zuerst einen Feind zu fordern. Wer einmal getjostet hat kann in derselben Runde nicht erneut gefordert werden, bis alle Teilnehmer einen Tjost hinter sich haben. Ich lasse die Spieler als Turnierneulinge daher zu Beginn die Gegnerwahl. Mit einer gelungenen Probe auf Heraldik gebe ich ihnen auch eine grobe Einschätzung der TaWs der Gegner die sie herausfordern können.
Auf diese Weise können all jene Turnierneulinge die ein bisschen heraldisches Verständnis haben sich zunächst leichte Gegner herauspicken und fliegen so nicht unbedingt in der ersten Runde raus. Daher habe ich auch keine bedenken dass der Magier mit seinem effektiven Lanzenreiten-TaW von 7 und Reiten-TaW von 14 gleich komplett untergeht.

In der nächsten Runde dürfen zuerst all jene Teilnehmer herausfordern die zuletzt selbst gefordert wurden, hier besteht also das Risiko dass ein erfahrener Turnierteilnehmer sich einen der Spieler vorknöpft, aber in der ersten Runde kann (wenn die unerfahrenen ihre Gegner schlau gewählt haben sind aber eh schon 50% der meisterlichen Tjoster in der ersten Runde ausgeschieden). Von Runde zu Runde wird also das Risiko größer auf einen wirklich gefährlichen Tjoster zu treffen. Insgesamt gibt es 5 Runden, also 32 Teilnehmer (20 habe ich davon ausgearbeitet, die Spieler können ja eh maximal auf 15 NSCs treffen).

Den Mechanismus zum Lanzenreiten habe ich leicht abgewandelt um Würfelei zu sparen und um es etwas glaubwürdiger zu gestalten.
Unser Mechanismus zum TjostShow
Regeltechnisch relevante Fähigkeiten und Umstände:
  • Turnierreiterei: erleichtert die Lanzenreiten-AT um -5
  • Entfernungssinn: erleichtert Lanzenreiten-AT um -2
  • Einäugig: erschwert Lanzenreiten-AT um +4
  • Linkhand/Schildkampf I/Schildkampf II: Erleichtert Reiten-PA um -1/-3/-5
  • Pferd - Unerfahrenes/Erprobtes/Geschultes: Reiten-PA modifiziert um +3/0/-3
  • Reiterkampf/Kriegsreiterei: Erschwernisse beim Reiten ½/¼ (Betrifft auch die eBE)
Optional: MU-Probe
Üblicherweise wenden die Teilnehmer einer Tjoste ihren Kopf in letzter Sekunde ab um zu verhindern dass Splitter der Lanzen in ihr Visier geraten können. Besonders wagemutige Recken können ihren Feind bis zuletzt im Blick behalten, riskieren dabei aber ihr Augenlicht.
  • Kritischer Erfolg: eigene Lanzenreiten-AT erleichtert um -4
  • Gelingen: eigene Lanzenreiten-AT erleichtert um -2
  • Misslingen: eigene Reiten-PA erschwert um +2
  • Patzer: keine Ansage erlaubt, bricht auch nur eine der beiden Lanzen sind Splitter ins Visier geraten, automatische Kopfwunde (Auge) und 10 SP (der Teilnehmer erleidet in folgenden Durchgängen +8 Erschwernis auf die Lanzenreiten-AT und auf die Reiten-PA, erst nach Behandlung der Wunde sinkt die Erschwernis auf +4. Ohne übernatürliche Heilung wird ein solcherart beschädigtes Auge niemals heilen: Nachteil Einäugig.)
Lanzenreiten-AT (+7 für Zielansage und Bewegung): Kann mit Ansage (Finte oder Wuchtschlag) versehen werden.
  • Kritischer Erfolg: 6w6+8 TP(A), schon wenn gegnerische Reiten-PA misslingt fliegt er aus dem Sattel.
  • Gelingen: trifft das Schild mit 3w6+4 TP(A).
  • Misslingen: verfehlt das Schild (keine Reiten-PA nötig).
  • Patzer: Lanze im Boden, wenn eigene Reiten-PA misslingt fliegt man selbst aus dem Sattel.
Reiten-PA: (+13 inklusive Behinderung) ggf erschwert um Finte des Gegners
  • Kritischer Erfolg: gegnerische Lanze gleitet ab ohne zu brechen, der Schaden wird auf 0 reduziert.
  • Gelingen: der Schaden der gegnerischen Lanze wird reduziert um die TaP*.
  • - werden mindestens die Hälfte der TP(A) reduziert, gleitet die Lanze ab ohne zu brechen.
  • - werden weniger als die Hälfte der TP(A) reduziert, bricht die Lanze am Schild.
  • Misslingen: die Lanze bricht am Schild.
  • Patzer: der Reiter wird aus dem Sattel gehoben.

Ich spare mir also die initiale Reitenprobe und auch die abschließende Probe um im Sattel zu bleiben (dass ein Ritter in Gestechsrüstung wirklich aus dem Sattel gehoben wird sollte die Ausnahme bleiben. Dafür reichen Krits und Patzer vollkommen aus). Dafür habe ich die optionale MU-Probe eingebaut (ein Fleißsternchen für jeden der weiß aus welcher Quelle die Idee dafür stammt).

Aus zehn W20 je Lanzengang und Teilnehmer habe ich also vier bis fünf w20 gemacht.
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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 26.07.2019 21:31

Wegen deiner Lanzenreitenregeln würde ich noch einen timer einbauen. Weil theoretisch könnten deine Duellpartner unbegrenzt oft aufeinander prallen ohne das jemand vom Pferd fällt. Keine Ahnung, vieleicht einfach für jede Runde die Parade steigenend um 2 Punkte erschweren oder sowas.
Oder ein KO-Verfahren, bis zu 3 Ritte gegeneinander, dann wird die Anzahl der zerbrochenden Lanzen (und damit kräftige Treffer) gezählt, bei Gleichstand halt so lange weiter bis jemand einmal eine Lanze mehr hat, quasi wie beim Elfmeterschießen).
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Ungelesener Beitrag von Eadee » 26.07.2019 21:57

Ah! ja, der Modus besteht aus 3 Lanzengängen gegeneinander, wer mehr Lanzen bricht hat gewonnen. Bei Gleichstand gibt es einen weiteren Lanzengang so lange bis nur eine Lanze bricht. Wer aus dem Pferd gehoben wird hat sofort verloren (und verliert sein Pferd an den Gegner, schon allein deshalb sollte das nicht zu oft passieren).
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Ungelesener Beitrag von Vasall » 27.07.2019 14:53

Naja, eine Turnierrüstung vor allem in den Schildlanden oder in Nostragast ist vom Feldharnisch in der Regel nicht zu unterscheiden einfach weil die normalen Ritter und Krieger alles aufbringen müssen, um sich überhaupt eine voll einsatzfähige Rüstung zusammen zu stellen.

Der Feldharnisch besteht dann laut RSHs üblicherweise aus Kettenpanzer und Helm, bei reicheren Rittern ggf. Plattenteile zur Verstärkung > Leichte Platte.
Nur die wenigsten können sich einen extra Turnierharnisch leisten und dementsprechend dürften die meisten Turniere hier nicht so strenge und teure Vorraussetzungen ausrufen.

Zur Turnierfreiheit dürfte in Schild des Reiches noch was stehen. Da wird auch auf die Möglichkeit als Schwarzer Ritter anzutreten eingegangen.

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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 01.08.2019 12:53

Eadee hat geschrieben:
26.07.2019 20:44
Daher habe ich auch keine bedenken dass der Magier mit seinem effektiven Lanzenreiten-TaW von 7 und Reiten-TaW von 14 gleich komplett untergeht.
Zieht der tatsächlich eine Metallrüstung an? Hat der eine nicht-Bann-des-Eisensrüstung? Was ist mit dem CA?

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Ungelesener Beitrag von Eadee » 01.08.2019 13:06

Gorbalad hat geschrieben:
01.08.2019 12:53
Zieht der tatsächlich eine Metallrüstung an? Hat der eine nicht-Bann-des-Eisensrüstung? Was ist mit dem CA?
lies ab diesem Post:
Eadee @ Was versteht man unter Turnierfreiheit?
Eadee hat geschrieben:
26.07.2019 15:58
Noch eine Bonusfrage:
Ein Spielerheld der Runde ist ein mitlerweile geadelter Gildenmagier (Reichsritter und Baron) und Mitglied des ODL. Er hat auf Empfehlung des Kaisers und des ODL von der Grauen Gilde einen Dispens zum führen einer standesgemäßen Waffe erhalten und will teilnehmen am Turnier.

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Ich nehme auch gerne weiter Meinungen zu dem Thema an :)

Und nein, er hat zwar eine Iryanlederrüstung für draussen aber im Tjost die Gestechsrüstung wäre vermutlich aus normalem Stahl.
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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 01.08.2019 13:19

Hmm, in der Tat spannende Fragen.
Weltlicher Dispens erscheint mir möglich, die Bann-des-Eisens-Auswirkungen kann er ja in Kauf nehmen.
Armatrutz sehe ich auch als unzulässig. Wenn viele Brandschutzgesetze schon den Flim-Flam verbieten, glaube ich nicht, dass die Turnierordnung großartig zwischen Armatrutz, Attributo und Blitz-dich-find auf den Gegner oder dessen Pferd unterscheidet.
Skeptisch bin ich, was die Gildenseite angeht. Standpunkte wie "Der CA verbietet das Tragen solch einer Rüstung, egal als was Ihr sie deklariert." und "Ein Magier hat beim Turnier nichts zu suchen, egal was er an hat, wenn er unbedingt mitmachen will, soll er zum Stockfechten."erscheinen mir da durchaus möglich. Ebenso hämische Kommentare bei den nächsten Interaktionen mit Gilden/Akademien/sonstigen Magiern.
Denkbar ist natürlich auch, dass er sich mit dieser Frage an die zuständigen Gildenämter wendet, und die mit der Antwort so lange brauchen, dass das Turnier vorbei ist. :grübeln:

Das würde aber wohl auch für eine Metallrüstung gelten, die nicht dem Bann des Eisens unterliegt (Endurium oder sowas), da für diese kein Passus im CA vorgesehen ist.

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Ungelesener Beitrag von Xoltax » 01.08.2019 13:26

Die "Gestechsrüstung " im Arsenal und co ist nicht wirklich das high tech Sportgerät wie es am ende des Mittelalters dafür gab.
man hatte da nämlich einen angebauten Schild auch Targè genannt oder wie man sie schreibt



Das wäre wirklich ein Sportgerät.
Alles im Arsenal kann man auch zum Gefecht anziehen Theoretisch zumindest.

Nachricht der Moderation

falsche Bildeinbettung entfernt - Fenia

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Ungelesener Beitrag von Xoltax » 01.08.2019 14:15

Hier nochmal der Versuch mit dem Bilm zum Sportgerät

https://www.landshuter-hochzeit.de/reit ... piele.html

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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 01.08.2019 14:18

Unsicher, ob wir da dort landen, wo Du uns haben willst.

Ich denke, Du meinst hochspezialisierte Rüstungen in dieser Art:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stech-_und_Rennzeug
https://de.wikipedia.org/wiki/Turnierr% ... estung.jpg

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Ungelesener Beitrag von Xoltax » 01.08.2019 14:42

https://de.wikipedia.org/wiki/Stech-_un ... oeheim.jpg
So wenn ddas Bild davor nicht aussagekräftig genug ist.

Benutzer 9587 gelöscht

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Ungelesener Beitrag von Benutzer 9587 gelöscht » 01.08.2019 17:20

Aloha,

historisch gesehen gab es einen Turniermarschall der mit seinen Gehilfen streng auf die Einhaltung der Tunierregeln achtete und auch ein "Züchtigungsrecht" gegenüber allen Teilnehmern hatte. Zumindest formal.

Ohne eine ordentliche Gestechrüstung lies man selten jemanden antreten, denn sonst gabs sehr schnell Schadensersatzvorderungen bei Toten.
Das reine Lanzenstechen wie aus "Ritter aus Leidenschaft" ist auch eine eher späte Entwicklung, zuvor war das Kolbentunier und (oder in Verbindung damit) der Buhurt beliebter.
Dabei traten zwei "Mannschaften" gegeneinander an, sowohl zu Pferd, zu Fuß oder auch gemischt. Da gab es die Besonderheit, dass auch Ungerüstete mitmachten, die dann aber aufgrund der ritterlichen Ehre weder direkt angeriffen werden durften, noch selbst eine Waffe tragen durften, die waren sozusagen "Blocker" für die anderen "Spieler".

Es wäre also durchaus denkbar, dass der Magier als solch ein Blocker fungiert auf einem wendigen Pferd, das ist nach ritterlichem Weltbild eine höchst ehrenhafte Tätigkeit.

Schöne Grüße

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Was versteht man unter Turnierfreiheit?

Ungelesener Beitrag von Sarafin » 01.08.2019 17:51

Gegenfrage: Warum will der Magier-Spieler, dass sein Charakter am Turnier teilnimmt? Was verspricht er sich davon? (Also außer dem Meta-Grund, dass er ansonsten ein paar Stunden gelangweilt daneben sitzt.)

Ich sehe das so: Man kann ihn sicherlich ins Turnier reinkriegen, wenn er das unbedingt möchte. In jedem Fall ohne magische Verstärkung jedweder Couleur, das versteht sich von selbst. Ein Armatrutz ist absolut unfaire Bevorzugung, weil die keinen BE hat im Vergleich zu anderen Rüstungen.
Falls er also bei dem Spektakel mitmacht und früh fliegt, ist er sich des Spotts aller sicher - "Schuster bleib bei deinen Leisten" werden ihm seine Kollegen und die anderen Teilnehmer vorhalten. Falls er - wider Erwarten - bei den oberen Plätzen mitspielt, hat er sich damit vielleicht Respekt der anderen Teilnehmer erarbeitet. Für viel wahrscheinlicher halte ich es jedoch, dass sie sauer sind, weil so ein "Sesselpuper" ihnen "ihren" Sieg weggenommen hat. 'Was sucht der überhaupt auf dem Turnierplatz? Der hat da nichts verloren!' Möglicherweise wird er sogar beschuldigt geschummelt zu haben und muss erstmal langwierig beweisen, dass er nicht gezaubert hat. Der Vorwurf wird aber sicher haften bleiben. Man muss sich immer vor Augen halten, dass Magier und Magie für einen großen Teil der aventurischen Bevölkerung sehr mit Aberglauben belegt ist - und der Adel gehört da mit dazu. Und ob die gute Leistung im Turnier ihm bei seinen Kollegen mehr als nur Spott einbringt, sie dahingestellt.

Daher einfach die Frage: Warum will er eigentlich mitmachen? Er hat quasi nichts zu gewinnen, aber viel zu verlieren.
Gut, du willst deinen SCs nix verbauen, aber die Entscheidung kam ja vom Spieler, das wird ja einen Grund haben. Falls es wirklich nur darum geht, nicht blöd daneben zu sitzen und am Spieltisch was zu tun zu haben, gäbe es ja immer noch die Option einen NSC zu würfeln.

Aber konstruktiv zu dem Problem der Gestechrüstung: Als wir am Anfang von SidW das Turnier von Gareth gespielt haben, ist jede*r Teilnehmer*in am Anfang durch ein Tor geritten, wo Schilde befestigt waren, die für jede Disziplin standen. Der*die Teilnehmer*in hat seine*ihre Waffe benutzt und gegen die Schilde geschlagen, an deren Disziplin er oder sie teilnehmen wollte. Entsprechend war es auch problemlos möglich den Buhurt ausfallen zu lassen.
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Was versteht man unter Turnierfreiheit?

Ungelesener Beitrag von Eadee » 01.08.2019 19:12

Gorbalad hat geschrieben:
01.08.2019 13:19
Weltlicher Dispens erscheint mir möglich, die Bann-des-Eisens-Auswirkungen kann er ja in Kauf nehmen.
Armatrutz sehe ich auch als unzulässig. Wenn viele Brandschutzgesetze schon den Flim-Flam verbieten, glaube ich nicht, dass die Turnierordnung großartig zwischen Armatrutz, Attributo und Blitz-dich-find auf den Gegner oder dessen Pferd unterscheidet.
Sarafin hat geschrieben:
01.08.2019 17:51
In jedem Fall ohne magische Verstärkung jedweder Couleur, das versteht sich von selbst. Ein Armatrutz ist absolut unfaire Bevorzugung, weil die keinen BE hat im Vergleich zu anderen Rüstungen.
Da bin ich zu 100% bei euch. Kein Magieeinsatz im Turnier.
Gorbalad hat geschrieben:
01.08.2019 13:19
Skeptisch bin ich, was die Gildenseite angeht. Standpunkte wie "Der CA verbietet das Tragen solch einer Rüstung, egal als was Ihr sie deklariert." und "Ein Magier hat beim Turnier nichts zu suchen, egal was er an hat, wenn er unbedingt mitmachen will, soll er zum Stockfechten."erscheinen mir da durchaus möglich. Ebenso hämische Kommentare bei den nächsten Interaktionen mit Gilden/Akademien/sonstigen Magiern.
Ich kann mir schlicht nicht vorstellen dass es offizielle Konsequenzen haben wird von Gildenseite. Der Magier ist ein Ogerschlachtveteran der sich danach wiederholt für das Reich verdient gemacht hat und dafür dieses Jahr vom Gottkaiser Hal persönlich in den Adelsstand erhoben wurde. Ihn dafür zu belangen, dass er an einem Turnier teilnimmt das seinem Stand entspricht (Reichsritter und Baron) kommt quasi dem Gleich dem Gottkaiser zu unterstellen er hätte sich geirrt dabei diese Person in den Adelsstand zu erheben.

Dass es hier und da ein bisschen Spott geben mag auf einem Konvent, gekauft, das ist dann aber keine offizielle Anklage sondern eher der Club der Neider, welche sich unfair behandelt fühlen.

Die Graue Gilde (der er angehört) erzwingt den Kodex ja auch nicht in den Tulamidenlanden, mit welchem Recht also sollten sie ihn anklagen wenn die weltliche Gerichtbarkeit/Turniergerichtbarkeit ihm das ganze erlaubt?
Gorbalad hat geschrieben:
01.08.2019 13:19
Denkbar ist natürlich auch, dass er sich mit dieser Frage an die zuständigen Gildenämter wendet, und die mit der Antwort so lange brauchen, dass das Turnier vorbei ist.
Ja, wenn er so dumm ist vorher zu fragen dann ist er selber schuld :D
Darwosch hat geschrieben:
01.08.2019 17:20
Ohne eine ordentliche Gestechrüstung lies man selten jemanden antreten, denn sonst gabs sehr schnell Schadensersatzvorderungen bei Toten.
Das reine Lanzenstechen wie aus "Ritter aus Leidenschaft" ist auch eine eher späte Entwicklung, zuvor war das Kolbentunier und (oder in Verbindung damit) der Buhurt beliebter.
Dabei traten zwei "Mannschaften" gegeneinander an, sowohl zu Pferd, zu Fuß oder auch gemischt. Da gab es die Besonderheit, dass auch Ungerüstete mitmachten, die dann aber aufgrund der ritterlichen Ehre weder direkt angeriffen werden durften, noch selbst eine Waffe tragen durften, die waren sozusagen "Blocker" für die anderen "Spieler".

Es wäre also durchaus denkbar, dass der Magier als solch ein Blocker fungiert auf einem wendigen Pferd, das ist nach ritterlichem Weltbild eine höchst ehrenhafte Tätigkeit.
Die Turnierdisziplinen werde ich 1:1 aus Die Verschwörung von Gareth übernehmen, sowohl Tjost als auch das Ringstechen ist da dabei.
Und ein Baron der Blocker macht... nein, damit blamiert er sich weit mehr als wenn er als Magier ohne Spitzhut antritt. Mit so einer Aktion wäre er ziemlich sicher unten durch beim gesamten Adel.
Sarafin hat geschrieben:
01.08.2019 17:51
Gegenfrage: Warum will der Magier-Spieler, dass sein Charakter am Turnier teilnimmt? Was verspricht er sich davon? (Also außer dem Meta-Grund, dass er ansonsten ein paar Stunden gelangweilt daneben sitzt.)
Vermutlich hofft er darauf den Einhandwaffen-Kampf zu gewinnen. Er ist ziemlich gut aufgestellt mit seinem Schwerter-TaW von 18 (und BHK II) Klar, das Flammenschwert muss er stecken lassen und wie jeder andere mit Turnierwaffen (TP (A)) antreten.
Ansonsten vermute ich mal das er das ganze auch als PR-Aktion im Adel nutzen will "Guckt mal, ich bin nicht nur zum Spaß zum Ritter/Baron ernannt worden, ich beweise meine Befähigung für diesen Stand und dass ich ehrenhaft antreten kann (und mich dabei auch nicht schlecht schlage). Seine Nachbarbarone werden ihn halt sonst als "Den komischen Magier der ein Lehen bekommen hat" abtun und die ehrenhafte Teilnahme am Turnier bietet die Möglichkeit ihnen zu zeigen dass er nicht zu unrecht geadelt wurde.
Das ist zumindest meine Einschätzung des Spielers, ich habe ihn seine Motivation nicht im Detail darlegen lassen.
Sarafin hat geschrieben:
01.08.2019 17:51
Falls er also bei dem Spektakel mitmacht und früh fliegt, ist er sich des Spotts aller sicher - "Schuster bleib bei deinen Leisten" werden ihm seine Kollegen und die anderen Teilnehmer vorhalten. Falls er - wider Erwarten - bei den oberen Plätzen mitspielt, hat er sich damit vielleicht Respekt der anderen Teilnehmer erarbeitet. Für viel wahrscheinlicher halte ich es jedoch, dass sie sauer sind, weil so ein "Sesselpuper" ihnen "ihren" Sieg weggenommen hat. 'Was sucht der überhaupt auf dem Turnierplatz? Der hat da nichts verloren!' Möglicherweise wird er sogar beschuldigt geschummelt zu haben und muss erstmal langwierig beweisen, dass er nicht gezaubert hat. Der Vorwurf wird aber sicher haften bleiben. Man muss sich immer vor Augen halten, dass Magier und Magie für einen großen Teil der aventurischen Bevölkerung sehr mit Aberglauben belegt ist - und der Adel gehört da mit dazu. Und ob die gute Leistung im Turnier ihm bei seinen Kollegen mehr als nur Spott einbringt, sie dahingestellt.
Es kommt doch stark darauf an gegen wen man "früh fliegt", wer in Runde 1 gegen Raidri im Schwertkampf fliegt ist sicher nicht der Spott der Leute.
Ich rechne wie gesagt damit, dass er im Schwertkampf recht weit kommt und im Tjost eher früher rausfliegt. Eine Teilnahme sehe ich aber keineswegs als Schande (in der angemessenen Rüstung) sondern eher als Beweis der Sportlichkeit.
Sarafin hat geschrieben:
01.08.2019 17:51
Daher einfach die Frage: Warum will er eigentlich mitmachen? Er hat quasi nichts zu gewinnen, aber viel zu verlieren.
Das sehe ich wie gesagt anders. Zu verlieren hat er nur etwas wenn er sich unehrenhaft verhält oder wirklich in allen Disziplinen blamiert. Gewinnen kann er den Respekt des Adels der ihn halt bisher eher nicht ernst nehmen wird.
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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 01.08.2019 19:29

Eadee hat geschrieben:
01.08.2019 19:12
Ihn dafür zu belangen, dass er an einem Turnier teilnimmt das seinem Stand entspricht (Reichsritter und Baron) kommt quasi dem Gleich dem Gottkaiser zu unterstellen er hätte sich geirrt dabei diese Person in den Adelsstand zu erheben.
Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist. Aber die Gilden lassen eh alles mit sich machen, vor allem die Weiße und die sollten in Gareth ja die Hausmacht haben.

Am Turnier zu Gareth darf eh alles und jeder teilnehmen, ist also nicht sonderlich prestigeträchtig, da tummelt sich der Abschaum und eben auch halscher Neuadel.

Will man diplomatisches Dingens vermeiden, tritt man eh als Schwarzer, Grüner oder Weißer Ritter an.
Eadee hat geschrieben:
26.07.2019 20:44
Ich mach da keinem Spieler Vorschriften dass er teilnehmen soll oder nicht, aber in der Runde haben halt 4/5 Spielern gesagt sie wollen aktiv teilnehmen am Turnier und da diese auch Adelstitel tragen (teils ab Generierung, teils durch Heldentaten errungen) haben sie eben auch das Recht an den ritterlichen Disziplinen teilzunehmen.

...
Gewinnen kann er den Respekt des Adels der ihn halt bisher eher nicht ernst nehmen wird.
Nö, Ritter, als die welche die Knappschaft durchlaufen haben uns so, haben das Recht auf ritterliche Disziplinen.

Es gibt aber auch genug inoffizielle Mittel solche Leute aus dem Verkehr zu ziehen, zufällig von irgendwelchen betrunkenen Landsknechten verprügelt, die Pferde abgestochen, auf der Abschlußliste von jedem, beklaut, Knappe krankenhausreif geprügelt, eine Weiße Gilde welche plötzlich Dienst nach Vorschrift macht, weil die Grauen den ihren mal wieder alles durchgehen lässt und einfach mal die soziale Ausgrenzung von allen anderen Teilnehmern.
Hat zwar gewonnen, verachtet wird er trotzdem, so als halscher Neuadel, magischer Günstling, Betrüger (wird ihm ja keiner Glauben nicht gezaubert zu haben) und frecher Emporkömmling.
Und, wie gesagt, ist ein Turnier an dem alles und jeder teilnehmen darf nicht sonderlich prestigeträchtig, weil eben alles und jeder teilnehmen darf. Was ja auch dem Umstand geschuldet ist, dass auch jeder dahergelaufene SC teilnehmen können soll.

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Ungelesener Beitrag von Sarafin » 01.08.2019 19:56

Eadee hat geschrieben:
01.08.2019 19:12
Das sehe ich wie gesagt anders. Zu verlieren hat er nur etwas wenn er sich unehrenhaft verhält oder wirklich in allen Disziplinen blamiert. Gewinnen kann er den Respekt des Adels der ihn halt bisher eher nicht ernst nehmen wird.
Das sehen wir dann wohl unterschiedlich. Ist ja nicht schlimm. :)

Im Prinzip geht es dir also nur um die Frage, ob er eine Gestechrüstung tragen darf?
Er kann sich ja vorher bei der Gilde erkundigen, ob die das verfolgen würden. Meine Antwort des Verantwortlichen wäre da ein ungläubiges: "Du willst was bitte machen? Also ... du meinst das ernst? Eine Metallrüstung? Also ... eine Gestechrüstung?", es ihm im Endeffekt aber gutmütig erlauben: "Na du weißt selbst am besten, wie dich das auch in den nächsten Tagen einschränkt. Wenn du dir das wirklich antun willst ... einen Turnierdispens kannste haben. Als Präzedenzfall taugt das maximal dafür, wie verrückt du bist." Und dann ein freundlicher Schulterklopfer. Oder so.
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Ungelesener Beitrag von Andwari » 01.08.2019 20:27

Ja, Hal hat Edle und so manchen Baron ge-see-adlert. Reto hingegen hat Provinzfürsten gechasst, seine Revoluzzer-Kumpels in höchste Ämter gehieft, Grafschaften umgekrempelt, die komplette althergebrachte Heeresverfassung über den Haufen geworfen. Den Verlust Araniens, Khunchoms usw. haben beide nicht verhindert.

Das Turnier 1005 wird noch unter dem Eindruck des Ogerzuges stehen - gerade ein ausgewiesener Held dieser Schlacht wird sich da nicht rechtfertigen müssen, es wurden schon Leute für viel unsinnigere Dinge geadelt/belohnt. Viele der gerade jetzt zu bestätigenden oder taufrischen Neubelehnungen (auch von alteingesessenen Adelsfamilien) dürften daher kommen, dass Mama oder der große Bruder jüngst von einer Ogerkeule zermatscht wurde. Gut gegen Vergreisungserscheinungen so ein Kriegszug. Da gibt es vllt. wen, der sich für genau die Baronie des Magiers Hoffnungen machen durfte - aber viele andere sind in sehr ähnlicher Situation wie der SC.

Einen nicht als klassischen Ritter oder wenigstens Krieger ausgebildeten Adeligen wird man mMn nicht zum Tjost zwingen - in Weiden müsste er vllt. ran, in Gareth gibt es viele die da nur lächerlich wirken oder sich wehtun würden.

Was die Gegnerauswahl angeht: Kein junger Heißsporn profitiert davon, gegen andere ebenso unbekannte Typen in Runde 1-3 anzutreten. Bekannte Recken werden schon in Runde 1 heiß-begehrte Gegner sein. Selbst wenn man gegen diese verliert, ist man gegen einen bekannten Namen ausgeschieden - und das Publikum hat hingeschaut. Wer es da schafft, vllt. mehrere Durchgänge bis zur Entscheidung ordentlich auszusehen, kriegt mMn mindestens so viel Respekt wie einer, der in Runde 1+2 gegen "irgendwen" gewonnen und in Runde 3 gegen "irgendwen" ausgeschieden ist. Die Turnier-Veranstalter werden vmtl. so was wie eine Setzliste haben, damit nicht in Runde 1 zwei wirklich starke Gegner sich gegenseitig ausschalten (die den Unterhaltungswert des ganzen Turniers in den folgenden Runden heben, wenn sie beide dabei sind).
=> In Runde 1 könnten z.B. 8 bekannt gute Recken gesetzt sein - von den anderen 24 haben 8 dann die Ehre, sich einem von denen stellen zu dürfen, während die anderen 16 gegeneinander müssen. In Runde 2 treffen die Sieger der 8 "gesetzten" Erstrunden auf die anderen 8 Sieger - und in Runde 3 sind damit wirklich nur acht solche Kämpfer übrig, die heute gut in Form sind. Vmtl. 6-8 von der Setzliste.

Wenn es fürs Kaiserturnier keinen Dispens gibt, wofür denn dann bitte?

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Ungelesener Beitrag von Eadee » 01.08.2019 21:08

Na'rat hat geschrieben:
01.08.2019 19:29
Nö, Ritter, als die welche die Knappschaft durchlaufen haben uns so, haben das Recht auf ritterliche Disziplinen.
Das sieht Die Verschwörung von Gareth anders. Ein Krieger darf an allen ritterlichen Disziplinen teilnehmen, ganz ohne adelig zu sein. D.h. ich muss davon ausgehen dass Kriegerbrief, Schwertgesellenring und/Oder Adelstitel ausreichen um teilnehmen zu dürfen. Knappschaft optional.
Na'rat hat geschrieben:
01.08.2019 19:29
Es gibt aber auch genug inoffizielle Mittel solche Leute aus dem Verkehr zu ziehen, zufällig von irgendwelchen betrunkenen Landsknechten verprügelt, die Pferde abgestochen, auf der Abschlußliste von jedem, beklaut, Knappe krankenhausreif geprügelt, eine Weiße Gilde welche plötzlich Dienst nach Vorschrift macht, weil die Grauen den ihren mal wieder alles durchgehen lässt und einfach mal die soziale Ausgrenzung von allen anderen Teilnehmern.
Ja, ich bin mir sicher, dass alle anderen Turnierteilnehmer durch die Bank weg nicht auf Rondras Gunst hoffen oder angewiesen sind. Den Kaiser als Hausherren respektieren sie sowieso nicht und überhaupt wen interessiert es schon wenn der eigene Ruf ruiniert wird beim Versuch einen Neuadeligen zu blamieren? :dance: das ist es bestimmt wert!

Na'rat hat geschrieben:
01.08.2019 19:29
Hat zwar gewonnen, verachtet wird er trotzdem, so als halscher Neuadel,
Und alle adeligen haben dieselbe Meinung. Pauschal ist es niemandem davon etwas wert wenn der Kerl ehrenhaft teilnimmt, ohnehin sind alle außerhalb des Kaiserhauses doch eh Answinisten. :6F:
Na'rat hat geschrieben:
01.08.2019 19:29
Und, wie gesagt, ist ein Turnier an dem alles und jeder teilnehmen darf nicht sonderlich prestigeträchtig
Es mag nicht elitär sein, prestigeträchtig ist es trotzdem nach offizieller Setzung (ob vielleicht doch nicht alle Adeligen gleich sind und ein paar von ihnen vielleicht doch was auf die Tugenden geben, selbst wenn der Stammbaum nicht perfekt ist? :grübeln: )

[Tante Edith]
Nein im Ernst. Diejenigen denen es nur um Abstammung geht, die auf den halschen Neuadel und den Verfall der Sitten schimpfen, die finden den Magier doch ohnehin doof, ganz egal ob er teilnimmt oder nicht, da gibt es nix zu verlieren. Aber die Adeligen denen eben die Ehrenhaftigkeit oder die Leistungen einer Person mehr wert sind (also grob all diejenigen die Rondra wirklich verehren und nicht nur pro Forma mal zu ihr beten) als nur der Geburtsstand, bei denen kann er durch (ehrenhafte) Teilnahme punkten.

In Belangen des Heiratsmarktes ist es natürlich deutlich besser von adeliger Abstammung zu sein, aber darum geht es ihm (glaube ich) nicht primär.[/Edith]


Sarafin hat geschrieben:
01.08.2019 19:56
Im Prinzip geht es dir also nur um die Frage, ob er eine Gestechrüstung tragen darf?
Ja, es geht quasi darum ob die Aussage "Der Turnierfriede ersetzt alle weltlichen Gesetze" auch den CA betrifft, oder ob das Argelionsrecht nicht als weltliches Recht gesehen wird und deswegen nicht übertrumpft werden kann.
Sarafin hat geschrieben:
01.08.2019 19:56
Er kann sich ja vorher bei der Gilde erkundigen, ob die das verfolgen würden. Meine Antwort des Verantwortlichen wäre da ein ungläubiges: "Du willst was bitte machen? Also ... du meinst das ernst? Eine Metallrüstung? Also ... eine Gestechrüstung?", es ihm im Endeffekt aber gutmütig erlauben: "Na du weißt selbst am besten, wie dich das auch in den nächsten Tagen einschränkt. Wenn du dir das wirklich antun willst ... einen Turnierdispens kannste haben. Als Präzedenzfall taugt das maximal dafür, wie verrückt du bist." Und dann ein freundlicher Schulterklopfer. Oder so.
Wie gesagt, ich glaube nicht dass er fragt (in Gareth könnte er ohnehin nur beim ODL nachfragen, gibt ja keine graue Akademie im Ort). Aber ich erwarte eben auch nicht dass er eine Vorladung vors Gildengericht bekommt sobald er den Turnierplatz verlässt.
Andwari hat geschrieben:
01.08.2019 20:27
Das Turnier 1005 wird noch unter dem Eindruck des Ogerzuges stehen - gerade ein ausgewiesener Held dieser Schlacht wird sich da nicht rechtfertigen müssen, es wurden schon Leute für viel unsinnigere Dinge geadelt/belohnt. Viele der gerade jetzt zu bestätigenden oder taufrischen Neubelehnungen (auch von alteingesessenen Adelsfamilien) dürften daher kommen, dass Mama oder der große Bruder jüngst von einer Ogerkeule zermatscht wurde. Gut gegen Vergreisungserscheinungen so ein Kriegszug. Da gibt es vllt. wen, der sich für genau die Baronie des Magiers Hoffnungen machen durfte - aber viele andere sind in sehr ähnlicher Situation wie der SC.
Da ist was wahres drann, tatsächlich sind im Teilnehmerfeld eine Hand voll Ogerschlachtveteranen und auch einige Neulinge (neben den alten Turnierhasen).
Andwari hat geschrieben:
01.08.2019 20:27
Einen nicht als klassischen Ritter oder wenigstens Krieger ausgebildeten Adeligen wird man mMn nicht zum Tjost zwingen - in Weiden müsste er vllt. ran, in Gareth gibt es viele die da nur lächerlich wirken oder sich wehtun würden.
Zwingen tu ich wie gesagt keinen Spielerhelden, nur antreten in Iryanleder und Armatrutz ist halt nicht drin.
Andwari hat geschrieben:
01.08.2019 20:27
Was die Gegnerauswahl angeht:
Naja, ein Kampf von einem Neuling gegen einen Favoriten ist nicht spannend. Und wenn der Favorit sich 4 Runden durch Neulinge prügelt bevor er dann im Finale auf einen ernsthaften Gegner trifft sind das sehr langweilige 4 Runden. Wenn aber von Anfang an die Möglichkeit besteht dass etwa gleich Fähige gegeneinander antreten bleibt es von Runde zu Runde spannend. Klar, es gibt bestimmt ein paar Neulinge die gerne gegen den Favoriten in Runde 1 ausscheiden, aber andere werden eben lieber leichte Gegner wählen um sich im Turnier beweisen zu können. Ich glaube das kommt auf den Charakter des einzelnen an.

Ich ermögliche es auf diese Weise ja auch den Spielerhelden sich in Runde 1 den Favoriten rauszupicken, es kommt halt drauf an wie man sich dann anstellt ob man am Ende der unerschrockene Neuling oder der sich selbst überschätzende Neuling ist.
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