Hobbys ?!

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
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chizuranjida
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Hobbys ?!

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 04.07.2019 22:41

Assaltaro hat geschrieben:
04.07.2019 10:53
Es kommt schon immer wieder mal vor, dass man Plan x entwirft und ihn erst nachts durchführen will. Da kommt dann schon die Frage und was tun die Helden den restlichen Tag über?
Der eine oder andere Badehausbesuch wird immer wieder empfohlen. Dafür muss man das nicht gleich zum Hobby deklarieren.
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Bluthandel
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Ungelesener Beitrag von Bluthandel » 05.07.2019 19:58

Mega wichtiges Thema! :)
Wie ein Freund auf dieses Thema hin bemerkte, sind Hobbys im neuzeutlichen Sinn wohl eher etwas für Leute mit großem Wohlstand - also Adelige, Magier etc. . Für HeldInnen womöglich mitunter auch, die sind ja auch irgendwie privilegiert mit ihrem Vagabundenleben. Wenn man das Ganze als "Neigungen" oder "Marotten" interpretiert, dann kommt wohl noch mehr bei raus.

Bei meinen mehr oder wenigen aktiven Chars sieht´s so aus:

Duridanya Terbysios - Dämonologin aus Brabak (Simyala) -> Schneidern, Mode und alles, was damit zu tun hat (sie ist eine absolute Autodidaktin und nicht besonders gut, hat aber immer Stoffe dabei, zwischen denen sie sich auf dem Boden kriechend, wild mit Nadel und Faden experimentierend, die Nächte um die Ohren schlagen kann); mit Freunden was unternehmen; feiern; tanzen; Gedichte (horasische Poesie für den gestrengen Papa sammeln) und Malerei

Cassia Gloriana Algunde von Grötz-Garlischgrötz - Weißmagierin Kuslik, incr Elenvina (Rabenblut) -> lesen; Schundromane lesen (guilty pleasure :oops:); noch mehr lesen; gute Gespräche mit klugen Menschen führen/mit Collegae disputieren; schlafen (gerne im eigenen Bett); Abendspaziergänge bei angenehmem Wetter

Faelinn Stewir - Halbfirnelfische Schützin der (ex-) Wehrheimer Garde (Von eignen Gnaden) -> Waffen (Messer im Besonderen); Saufen und mit guten Kameraden einen drauf machen; mit sich selbst alleine sein (beim Schießen oder anderem Selbsttraining); früher hat sie gerne Trophäen gesammelt, aber irgendwie kickt sie das nicht mehr so

Estrelle "Akapukohuca"/"Dar-Chiwawaca" - Darna-Stammes"kriegerin" (Quanionsqueste) -> Beten - und "Natur"!

Noraleth/Feydakin (aus) Düsterhag - halbauelfische Sumupriesterin aus Albernia (OneShot Char) -> ihr Beruf ist Berufung genug, bei Tag und bei Nacht

Etilia Topfenstrudel - Diebin aus Andergast (Friedlos) -> Schwätzen; Pläne aushecken; Räuberbanden gründen; Gaukeleien/Menschen unterhalten und beobachten; entrechteten Frauen helfen

Hartmann Prutzmayr - Jäger aus Andergast (OneShot Char) -> reichliches Essen und Freunde; kleine Memorabilia von Abenteuern sammeln und prahlerische Geschichten dazu erzählen; "Hesinde" (er hat sich vor längerer Zeit in eine Hesindegeweihte verguckt, die den - zwar netten und handwerklich geschickten - Horst mit dem Hinweis, er solle erst mehr Hesindes Gaben erkunden, vorerst abwies...)

Valayar Gryffon von Yaquirquell - Weißmagier und KGIA-Agent, Rommilys, incr SuS Beilunk (Char für eigene Endgame-Kampagne) -> Zwanglose (!) Empfänge; seine Familie ... eigentlich gibt es keine Hobbies nur angenehmere Pflichten... :x

Pauro (Fock) Galahan - Hofkünstler/Maler (OneShot Char) -> die schönen Künste und die Frauen sind seine Obsession, sowie alles Abseitige

Mein Thorwaler Skalde (tm) (Themenrunde) -> Thorwaler sein!
Meistere: Postapokalyptisches DSA 1027 BF; Weiden 645 BF; Weiden 261 vBF (DDZ)
Spiele: Friedlos; VeG; & back to QuanionsQueste (u. immer noch nicht ausgebrannt)
Not enough mana!

Numaron
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Ungelesener Beitrag von Numaron » 07.07.2019 00:59

Mein Bärentierkrieger schnitzt ganz gerne, wenn er nicht grade am Saufen ist oder sich mit seinem Grimmbären beschäftigt. Das schnitzen ist nicht so prall, da FF 7, aber wenn man sich Mühe gibt, kann man meist das Geschnitzte als Bär erkennen. Seit er einen Bären hat um den er sich kümmern muss, fließt da der Großteil seiner Zeit rein.

Mein Olporter Magier (Halbelf) forsch viel im Bereich der elfischen Magie und ansonsten Zeichnet er gerne Sachen, die er sieht. Hier vor allem Landschaften und Panoramas. Ab und an singt er auch und seine Begleiter sind immer überrascht, wie gut sich das anhört, grade weil er es so selten macht.

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Wolfio
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 07.07.2019 04:06

Mein Andergaster Magier hatte als Hobby lange Zeit technische Skizzen und Zeichnungen.
Entsprechend fasziniert war er, als er dann auf Zauberzeichen stieß :) Teils war ein großer Reiz an
Abenteuern für ihn, neue Farben und Lacke zu finden (leidenschaftlicher Alchemist... aber das war
eher Nebenberuf zum Kampf/Offiziersmagier.

Mein tobrischer Magier (Ausbildung in Festum) geht gerne auf die Jagd, Meditiert und streift ziellos durch die Wälder.
Als Tobrier ist er Firun und Ifirn halt doch sehr verbunden. Er hat aber auch eine große Vorliebe für Abenteuerromane.
Lieblings-Reihe von Erzählungen sind die Romane der Reihe "Drachen und Verließe - Die Abenteuer des Ritter Eisenstolz"

Herakleon
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Ungelesener Beitrag von Herakleon » 07.07.2019 21:14

Mein Krieger hat seinen Wissensdurst während seiner Reisen entdeckt, was dazu führt, dass er viel ließt oder sich im enträtseln oder entschlüsseln von Codes und versteckten Botschaften wiederfindet :grübeln:

Finwie
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Ungelesener Beitrag von Finwie » 09.07.2019 11:06

Meine Kriegerin strickt/stickt auch gerne.

die Resultate tauscht sie gegen neue Wolle und aus Reststücken werden Kindersocken gemacht, die sie im Tempel spendet.

Irgendwas muss man ja machen, bei Nachtwache oder wenn man mal wieder Ruhe verordnet bekommen hat.

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Pfeiltänzer
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Ungelesener Beitrag von Pfeiltänzer » 11.07.2019 11:55

chizuranjida hat geschrieben:
04.07.2019 22:41
Der eine oder andere Badehausbesuch wird immer wieder empfohlen. Dafür muss man das nicht gleich zum Hobby deklarieren.
Meinen thorwalschen Firungeweihten führt sein erster Weg (nach dem Tempelbesuch) in der Zivilisation immer zuerst in ein Badehaus. Das kennt er so von Zuhause. Insofern könnte man das schon als Hobby bezeichnen. Ansonsten sammelt er wo es geht wilde Minze, die er kaut (was ich selbst exzessiv tue, zumindest in der käuflichen Variante von Wrigley´s). Und er leiht sich gerne Bücher vom Nandusgeweihten der Gruppe aus, um sie zu lesen. Ansonsten noch saufen, man ist ja schließlich immer noch Thorwaler. Das aber auch nur in der Zivilisation, niemals in der Wildnis, da lebt er völlig abstinent.
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Darwosch
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Ungelesener Beitrag von Darwosch » 11.07.2019 12:37

Da Hobbys im eigentlichen Sinn (unentgeldliche Tätigkeiten, die als einzelnes den Großteil der Freizeit ausfüllen) eine ganz neuzeitliche Sache sind (Freizeit an sich auch eigentlich, die meisten "Freizeitaktivitäten" waren eingebunden in ein enges Zunft- und Bündewesen und eben nicht frei verfügbar), beschränkt sich mein Rhodensteiner auf gelegentliches Schnitzen von potentiell Nützlichem. Aktuell, kleine hölzerne Harpunenspitzen für ein mögliches Speerfischen in der Toss.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 11.07.2019 12:47

So neuzeitlich ist das nicht. Im antiken Rom hatten die Badehäuser ja auch noch einen Sportplatz dabei. Allgemein ging der Besuch im Badehaus über das bloße "sauber werden" hinaus, was man also schon durchaus als Hobby oder Freizeitaktivität bezeichnen könnte, es wurde nur damals einfach nicht so genannt.
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Ungelesener Beitrag von Darwosch » 11.07.2019 15:53

Danke für deinen Einwurf, Assaltro. Ich sehe das etwas anders, das war normal eingebundenes Sozialleben.

Bei Commodus wäre ich bei dir, wobei der ja kein normaler Bürger war, aber sich leidenschaftlich dem Gladiatorenkampf als Aktiver widmete.

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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 11.07.2019 16:18

Darwosch hat geschrieben:
11.07.2019 12:37
Da Hobbys im eigentlichen Sinn (unentgeldliche Tätigkeiten, die als einzelnes den Großteil der Freizeit ausfüllen) eine ganz neuzeitliche Sache sind (Freizeit an sich auch eigentlich, die meisten "Freizeitaktivitäten" waren eingebunden in ein enges Zunft- und Bündewesen und eben nicht frei verfügbar), beschränkt sich mein Rhodensteiner auf gelegentliches Schnitzen von potentiell Nützlichem. Aktuell, kleine hölzerne Harpunenspitzen für ein mögliches Speerfischen in der Toss.
Das stimmt eher nicht. Es gab bereits im Mittelalter, Brett-, Karten- und Würfelspiele. Auch Sport wurde betrieben und zwar nur selten (wenn überhaupt) professionell. Jagd war ebenfalls ein Hobbie der Oberschicht, genau wie Bücher lesen und schreiben.

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Ungelesener Beitrag von Darwosch » 11.07.2019 16:38

Wie ich bereits schrieb, war dies bis auf eine winzige Oberschicht nicht selbstbestimmt und auch dann nicht frei wählbar (Karl der Große hätte nicht Sticken als Hobby wählen können) und somit nur eine Aktivität, heute "Freizeitaktivität".
Geh mal an wirklich alten Gasthäusern vorbei, die wirst überall Gildezeichen oder anverwandte Hauszeichen sehen; kein Kaufmann hätt Mitte des 14ten Jahrhunderst einen Gerber in seinem "Clubhaus" geduldet. Das war alles fremdbestimmter Teil des Soziallebens.

Eine (Freizeit)aktivität ist kein Hobby.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 11.07.2019 16:39

Assaltaro hat geschrieben:
11.07.2019 12:47
So neuzeitlich ist das nicht. Im antiken Rom hatten die Badehäuser ja auch noch einen Sportplatz dabei.
Nero hat gedichtet und Harfe gespielt. Andere unterbeschäftigte Römer, die sich's leisten konnten, haben gegärtnert (oder vielmehr ihren Sklaven entsprechende Anweisungen gegeben und für teuer Geld exotische Pflanzen importieren lassen, zB Lucullus soll die Kirschen in Italien eingeführt haben) oder Fische gezüchtet. Wer so ein Steckenpferd hatte, hat dann mitunter auch ein Buch dadrüber geschrieben: Landwirtschaft, Geschichte, Architektur. Was sich an Themen so gehörte. Da Bücher mühsam abgeschrieben werden mussten und nicht in großen Stückzahlen kursierten, und zB ein Steinmetz oder Bauer nicht unbedingt lesen konnte, waren, denke ich, viele Bücher eher ein Hobby-Werk von Aristokraten "Seht her, ich habe ein Buch geschrieben! Ich bin ein Experte!"

Die Priesterkollegien im alten Rom waren meinem Eindruck nach eher sowas wie Vereine. Leute mit Geld traten einem "Tempel-Verein" bei und zahlten dann eher für den Unterhalt, als dass sie was dafür kriegten. Außer dem Kontakt zu anderen Vereinsmitgliedern natürlich. (So wie "Der Bürgermeister und ich sind im Vorstand vom Karnevalsverein".) Oder sie putzten selber, sangen in Chören, organisierten Feste, lasen aus den Sternen oder was so anlag.
Analog könnte man vielleicht eine Akoluthentätigkeit auch als Hobby bezeichnen, wenn jemand zwischen den Abenteuern im Tsatempel Blumenkränze bindet, im Traviatempel Suppe austeilt oder Waisenkindern Imman beibringt.

Aber man kann ja auch in anderen Kulturkreisen wildern. Vielleicht macht der aranische Rosenritter Ikebana, und der novadische Schwertgeselle malt, und designed Porzellantassen?
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 11.07.2019 16:44

Darwosch hat geschrieben:
11.07.2019 16:38
Karl der Große hätte nicht Sticken als Hobby wählen können)
Sicher? Wenn er behauptet hätte, ihm sei ein Engel erschienen und habe ihm befohlen, als Buße für seine neuesten Frauengeschichten ein Altartuch zu besticken? :lol: :devil:
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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 11.07.2019 16:58

Darwosch hat geschrieben:
11.07.2019 16:38
Eine (Freizeit)aktivität ist kein Hobby.
Diese Abgrenzung und Unterscheidung ist wohl das eigentliche Thema dieser Diskussion. Wo ist für Dich der Unterschied?

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Ungelesener Beitrag von Darwosch » 11.07.2019 22:45

Bis vor wenigen Jahren war der Unterschied sprachlich überall bewusst, die social media haben da wohl viel aufgelöst.
(Der Begriff Hobby hatte frühe sogar eine negative Konnotation im bürgerlichen und Arbeitermilieu, weil er eben keine Produktivität ausdrückt.)

Eine Freizeitaktivität ist etwas, halt gern mal macht, auch öfter, wie kochen, lesen, Spaziergänge etc.
Der Begriff des Hobbys hingegen steht für eine ausfüllende Tätigkeit in hohem Umfang, der allein einen Großteil der Freizeit ausfüllt mit einem gewissen Spezialisierungsgrad.

Beispiel:
-ich gehe zweimal am Tag mit dem Hund raus: Freizeitaktivität.
-ich verbringe jede freie Minute mit meinem Hund und trainiere mit ihm Agility, bin ständig auf Wettkämpfen etc.: Hobby

-ich gehe zwei, dreimal die Woche ins Fitnessstudio: Freizeiaktivität.
-ich bin an 5 Tagen die Woche (oft auch zweimal) im Fitnessstudio und richte mein restliches Leben nach meinem Training aus: Hobby

-ich gehe gern ma Wandern bei schönem Wetter: Freizeitaktivität
-ich bin eigentlich jeden Tag im Wald, übernachte an Wochenenden dort und baue Lehmhütten u.ä.: Hobby

etc.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 11.07.2019 22:53

Hm ich glaube die Trennung ist aber zu hart.
Ich würde z.b. bei mir Ski fahren durchaus als Hobby sehen, aber es erfüllt kaum deine Definition, denn a) muss dafür Schnee liegen und b) muss man dafür schon mal mehrere Tage am Stück in richtiges Gebirge fahren (unser Lieblingsgebiet ist immerhin 4 Stunden entfernt)
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Ungelesener Beitrag von Madalena » 11.07.2019 23:00

Wenn ein Held ein *Steckenpferd* hat, und man Spaß daran hat dem eigenen Charakter damit Farbe zu verleihen (und es sich problemlos ins Abenteuer einbauen lässt), ist es dann nicht wurscht wie man es nennt, oder ob es historisch akkurat ist? ;)

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Ungelesener Beitrag von Darwosch » 12.07.2019 01:44

Du hats natürlich Recht, Madalena.

Tatsächlich gings mir ursprünglich weniger um das Wort, sondern eher meine Auffassung einer vorindustriellen Welt und der dortigen zeitlichen Aufwänden für Daseinsführsorge und Gemeinschaftsteilhabe, die in meinem (und nur dort) Aventurien eben nur einer sehr kleinen Oberschicht überhaupt Freizeitaktivitäten nach eigenem Gusto ermöglicht.
Aber das möchte ich natürlich niemandem aufdrücken und bin jetzt still.;)

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 12.07.2019 09:04

Die üblichen Helden führen aber eh allesamt ein recht besonderes Leben und sind kaum in die normale Arbeiterschicht eingebunden.
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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 12.07.2019 09:22

Darwosch hat geschrieben:
11.07.2019 16:38
Eine (Freizeit)aktivität ist kein Hobby.
Duden Definition von Hobbie:
als Ausgleich zur täglichen Arbeit gewählte Beschäftigung, mit der jemand seine Freizeit ausfüllt und die er mit einem gewissen Eifer betreibt
Eine Freizeitaktivität die mit einem gewissen Eifer betrieben wird.

Wenn es keine Hobbies ausserhalb der Berufszünfte gegeben haben soll wie erklärst du dir dann die Existenz von Kegelgilden im Mittelalter?

https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag8958.html

Abgesehen davon gab es Brettspiele wie Schach und Boggia, zahlreiche Würfelspiele, Kartenspiele und Sport war ebenfalls eine beliebte Freizeitbeschäftigung, vor allem Wurfsportarten wurden im Mittelalter viel betrieben. Da ist für jede Gesellschaftsschicht was dabei dem sie sich in ihrer Freizeit mit einem gewissen Eifer widmen konnten. Dazu kommen noch "Adeligenhobbies" wie lesen, schreiben, jagen, Falknern, Reiten usw.
chizuranjida hat geschrieben:
11.07.2019 16:39
Wer so ein Steckenpferd hatte, hat dann mitunter auch ein Buch dadrüber geschrieben: Landwirtschaft, Geschichte, Architektur. Was sich an Themen so gehörte. Da Bücher mühsam abgeschrieben werden mussten und nicht in großen Stückzahlen kursierten, und zB ein Steinmetz oder Bauer nicht unbedingt lesen konnte, waren, denke ich, viele Bücher eher ein Hobby-Werk von Aristokraten "Seht her, ich habe ein Buch geschrieben! Ich bin ein Experte!"
Genau so sehe ich das auch. Übrigens kommt das Wort Hobby vom englischen hobby horse was Steckenpferd bedeutet. :D
chizuranjida hat geschrieben:
11.07.2019 16:39
Aber man kann ja auch in anderen Kulturkreisen wildern. Vielleicht macht der aranische Rosenritter Ikebana, und der novadische Schwertgeselle malt, und designed Porzellantassen?
Im Land des Schwarzen Bären gibt es eine kleine Aufzählung und einen Hinweis darauf das es zahllose "Vereine" in Festum gibt die sich bestimmten Freizeitaktivitäten widmen, meistens ist das jedoch nur ein Vorwand sich maßlos zu besaufen. Unter anderem ein "wissenschaftlicher" Verein der Alkohol erforscht indem ein Mitglied jeden Abend alle Ereignisse protokolieren muss während der Rest sich abschießt.

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Ungelesener Beitrag von Vasall » 12.07.2019 13:12

Naja, die oben genannte Gilde hat wenig bis nichts mit individualisierter, freier Freizeitgestaltung zu tun.
Ball-, Sport und Brettspiele finden zur Entspannung im häuslichen Rahmen, aber genau so gut auch begleitend eben zu Gelagen statt, die wiederum sozialen, nicht individualisierten, oft schon politisierenden Charakter haben, wie in diesem Fall.

Gilde kommt von Gelage, ähnlich wie Symposium, und als ich weiter vorne ganz unbedarft die 'Hobbies' meiner Krieger und Ritter aufführte (ganz ohne Anspruch daran ob das nun als Hobby oder Aktivität zu werten wäre) wurde das garnicht als Freizeit betrachtet.

Da besteht also schon eine Diskrepanz in der Wahrnehmung; ich wollte das aber nicht vertiefen um das Thema nicht zu trollen;
und bin ja bisher auch der Einzige dessen Hobbies nicht gelten :censored:
Wie Darwosch, finde ich Hobby und individualisierte Freizeit in einer Welt in der selbst das Lichtanmachen in der Regel über drei Minuten dauert und spürbar Ressourcen kostet schwierig zu fassen, beschäftige mich aber auch sehr viel mit irdisch mittelalterlichem Alltag.

Am besten gefällt mir bisher 'Hobby' einfach als Erholung/Steckenpferd/Interesse egal ob individuell oder in Gruppe zu sehen und da dürften meine Vorschläge auch rein passen. Muße fasst das vielleicht noch besser.
Aber das nur zur Erklärung meiner Angaben, ansonsten halte ich es nämlich wie @Madalena

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Ungelesener Beitrag von Rahn » 12.07.2019 13:52

Puh, mal sehen.

Mein Eiselementarist hat kein Hobby im eigentlichen Sinn, hat aber den Nutzen körperlicher Aktivität erkannt und übt sich derweil im Fechten, was mit einer Unfähigkeit Kampf gar nicht so leicht ist. Darüber hinaus ist er inzwischen ein herausragender Steuermann und zieht eine große Freude aus dem Führen eines Schiffes. Zur Entspannung hat er ein Teezimmer, in dem er Wasserpfeife, Früchtetees und Premer Feuer genießt.

Mein adliger Rondra-Geweihter sammelt und trinkt gerne teure und seltene Weine. Ansonsten spielt er leidenschaftlich den Pfeifenbalg.

Mein maraskanischer Verwandler hat eine besondere Vorliebe für die Kreation neuer Teegetränke und versteht überhaupt nicht, warum im Kosch nur so wiederliche Kräutermischungen gereicht werden.

Den meiner Meinung nach aber schönsten Zeitvertreib hat eine Gjalsker Tierkriegerin aus meiner Runde, die nach ihrer ersten Begegnung mit Hühnern begonnen hat diese abzurichten. Bisher hat sie es mit einem (inzwischen verspeisten) Huhn mehr oder weniger geschafft, dass es gehorcht, bei einem 3m großen Laufvogel waren die Bemühungen leider umsonst.

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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 12.07.2019 14:34

Vasall hat geschrieben:
12.07.2019 13:12
Ball-, Sport und Brettspiele finden zur Entspannung im häuslichen Rahmen, aber genau so gut auch begleitend eben zu Gelagen statt, die wiederum sozialen, nicht individualisierten, oft schon politisierenden Charakter haben, wie in diesem Fall.
Ballspiele und Sport als Entspannung oder begleitend zum Gelage? Wie bitte? Und was hat das mit "politisierend" zu tun? Ein Hobby ist eine mit Eifer betriebene Freizeitaktivität, das kann alles mögliche sein solange man Freude dabei hat und man es nicht Hauptberuflich macht.

Traene
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Ungelesener Beitrag von Traene » 14.07.2019 09:44

Was für ein schönes Thema.

Schade, dass ein großer Teil dafür draufgeht, dass der Begriff Hobby von verschiedenen Leuten verschieden definiert wird.
Kann man seine Debattierleidenschaft nicht bei einem anderen Thema ausleben? Wo die Spucke und die Zeit sich dann auch lohnen? Das wäre schön. Bitte!

Bei meinen verschwimmen Hobby und Profession schnell.
Mein dicker jähzorniger Traviageweihter: Schnitzereien und Reliefarbeit an Holz. Das kann dazu führen, dass er auch quasi im Vorbeigehen das Travia-Symbol in Bäume meißelt. So ne Art Tag. Travia was here.

Hoarsischer Soldat/Entdecker: Kinderlieder unterschiedlicher Länder/Dörfer einüben und aufschreiben. Das ist natürlich auch Entdecker-Professionsinhalt -- halt ein kultureller.

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Ungelesener Beitrag von Vraak » 14.07.2019 09:58

Als gut zu spielendes Hobby für Helden hat sich bei mir Brett- und Kartenspiel erwiesen. In den klassischen Kneipen/Herbergen Plots für fast alle Heldentypen/Professionen immer gut in die Abenteuer einzubauen.
Meine kämpferisch ausgerichteten Helden bekommen das fast immer.
Nur wenn ein Held dann auch noch Goldgier oder Spielsucht oder Neid hat, könnte es die Spielgruppe aber eher aufhalten.

Auch Holzbearbeitung -> Schnitzen habe ich da als gut spielbar in Erinnerung und oft selbst gewählt.

Bei (Hoch)adligen Helden und Abenteuer die "bei Hofe" spielen, währe auch ausreiten passend und stimmungsvoll.
-----------
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Ungelesener Beitrag von Nria » 14.07.2019 15:20

Mein Taugenichts spielt Flöte (nicht so gut, wie ich es gern hätte - mir war bei der Charaktererstellung nicht klar, wieviele Talentpunkte man für die ordentliche Beherrschung einer Tätigkeit braucht ;)), zeichnet gern und interessiert sich sehr für Höhlentiere. Leider hat sie Angst vor Insekten und die meisten Höhlentiere sind Insekten oder Spinnentiere (auch das war mir bei der Charaktererstellung irgendwie nicht klar :ijw: ).

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Ungelesener Beitrag von Esgaroth » 14.07.2019 15:30

Meine Magierin zeichnet und spielt (wenig standesgemäß) Boltan.
Wenn es wirklich schlimm wird, kritzelt sie irgendwelche langen komischen Symbole und Reihen irgendwohin. 'Höhere Mathematik' nennt sie das, oder wie sie 'normalen' Leuten gerne sagt 'Rechnen für Erwachsene'.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 14.07.2019 15:31

Nria hat geschrieben:
14.07.2019 15:20
interessiert sich sehr für Höhlentiere. Leider hat sie Angst vor Insekten und die meisten Höhlentiere sind Insekten oder Spinnentiere (auch das war mir bei der Charaktererstellung irgendwie nicht klar ).
Ok das ist irgendwie witzig, da es sich doch ziemlich mit der Realität decken dürfte. Zumindest Spinnen lieben ja dunkle und feuchte Ecken.
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Ja ich betreibe "Blümchen"-Rollenspiel und ich steh dazu.

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Nria
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Ungelesener Beitrag von Nria » 15.07.2019 11:47

Assaltaro hat geschrieben:
14.07.2019 15:31
Nria hat geschrieben:
14.07.2019 15:20
interessiert sich sehr für Höhlentiere. Leider hat sie Angst vor Insekten und die meisten Höhlentiere sind Insekten oder Spinnentiere (auch das war mir bei der Charaktererstellung irgendwie nicht klar ).
Ok das ist irgendwie witzig, da es sich doch ziemlich mit der Realität decken dürfte. Zumindest Spinnen lieben ja dunkle und feuchte Ecken.
Ja, genau. Es hat sich in unserer Runde etabliert, dass ich vorm Start immer mein "Höhlentier der Woche" präsentiere (man muss ja doch immer ein paar Minuten rumkriegen, bis der letzte eingetrudelt ist) und dabei ist mir dann mal aufgefallen, dass lustige Molche und blinde Fische irgendwie ziemlich in der Unterzahl sind gegenüber all den Krabbeltierchen. Aber das dürfte meinem Charakter schlicht ganz genauso passiert sein :lol:

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