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Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
Jadoran
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Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 17.06.2018 12:26

Nehmen wir das letzte Heldenwerk Abenteuer[/i

... spielt in Tulamidien, wo eigentlich Gleichberechtigung und Gleichverteilung herrscht.
Der böse Tyrann: männlich, ältlich, übergewichtig. Kann weg.
Seine rechte Hand: männlich, grausam. Kann weg.
Der gute Räuberhauptmann: weiblich, einfühlsam, muss überleben.
Die zu rettende prinzessin: weiblich, jung, hübsch, schüchtern, muss überleben
Der Erbe des Reiches: jung, hübsch, männlich, muss überleben.
Die angreifenden Räuber: männlich, entbehrlich (Ferkina. Aber es mussten keine Ferkina sein, es hätten auch ganz normale Wegelagerer sein dürfen)

Soviel zur Gleichverteilung.

Oder die Heptarchen:
Glorana: Sieht toll aus, weiblich, überlebt immer noch.
Dimiona: Sieht toll aus, weiblich, soll überleben
Galotta: männlich, hässlich, tot
Xeraan: männlich, hässlich, tot
Rhazzazor: Drache - fällt raus
Skrechhu: weiblicher Oberkörper, darf weiter machen
Haffax: männlich, sah einigermassen aus, wurde trotz Protest entsorgt

Überlebensrate: Frauen 3, Männer 0: Soviel zur "Gleichverteilung".

Das liesse sich mühelos seitenweise fortsetzen. Die Rollenverteilung von Schurken und Guten ist in DSA vorhersagbar wie in einem deutschen Fernsehkrimi. Wenn man diesen Wortschatz nutzen will, ist DSA also männerfeindlich sexistisch: Das Leben von Männern ist im Schnitt deutlich weniger wert, Männer werden viel öfter als Täter dargestellt, und Gewalt, insbesondere von Frauen, gegen Männer wird viel öfter als angebracht oder gar bewunderswert dargestellt. (Das paßt alles ins klassische Hollywood-Erzählmuster, ist also jetzt keine "insbesondere DSA" anzulastende Sache. Es stört mich daher auch nicht besonders. Was mich aber stört, ist das scheinheilige Behaupten, es wäre nicht so und das damit verbundene Rosinenpicken).

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chizuranjida
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 17.06.2018 12:31

spielt in Tulamidien, wo eigentlich Gleichberechtigung und Gleichverteilung herrscht.
Seit wann denn dieses? :???:

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Wizkatz
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Ungelesener Beitrag von Wizkatz » 17.06.2018 12:51

Ich wollte auch sagen - die Mhanadistanis und Stadtstaaten halten zwar nicht sonderlich viel vom Adelsstand und vererbten Privilegien und legen mehr Wert auf persönliche Fähigkeiten und Reichtum, aber WdH S.52 sagt schon:
Die Tulamidenvölker sind für Patriarchat und Vielehe bekannt. Der Mann darf so viele Frauen haben, wie er ernähren kann [...] Üblich ist auch, dass Braut und Bräutigam einander als Kinder, ja, bisweilen sogar vor der Geburt versprochen werden.
Insofern ist schon alles südlich-südöstlich von Almada vom Basisfluff nicht mehr wirklich gleichberechtigungsaffin, ganz ohne die Novadis da zu involvieren...

(Ändert nichts daran, dass ich Jadoran in mancher Hinsicht prinzipiell recht gebe, was die Quote an getöteten/überlebenden Antagonisten und Ähnliches angeht.)

Andwari
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Ungelesener Beitrag von Andwari » 17.06.2018 13:09

@Jadoran
"gleichberechtigtes Tulamidistan" ist klar ein Fehler (falls das so behauptet wird) - allerdings ist das mMn so gesetzt, dass die tulamidische Kultur zwar patriarchalisch ist, aber das eben nicht "problematisiert" wird. Ähnliches gilt auch für die Sklaverei dort - die immer nur *rosaplüsch* rüberkommt.

- nach LdES S.64 ist das Patriarchat weitaus weniger ausgeprägt als bei den Novadis, aber mache sich bemerkbar = gummiweich.
- die verdeutlichenden Sätze danach sind allerdings hammerhart = wenn jeder (?!) Tulamide selbst bei erkennbaren Nichttulamidinnen ständig nach dem männlichen Beschützer/Vormund suchen würde, kann es mit dem Bewusstsein um fremde Kulturen nicht weit her sein. Das trotz Jahrtausenden Mittelreich-Okkupation in vielen Gebieten und trotz des städtischen, handelsorientierten Charakters vieler Gebiete?

Besonders das benachbarte Aranien mit seiner 180° gedrehten Rollenverteilung müsste da eigentlich sensibilisierend wirken - weil wie bitte soll der Khunchomer Händler eine/n Aranier von einer/m Südgorierin unterscheiden? Und dann noch die ganzen anderen Völker dazwischen?
Afaik werden ernsthafte Probleme für weibliche, "güldenländisch" auftretende Reisende eben nicht für die normalen Tulamidenlande beschrieben - da ist Andergast noch problematischer, oder? - sondern stets im Zusammenhang mit Rastullahgläubigen, Ferkinas o.ä. = den extremen Randgruppen.

Wie schon weiter oben angemerkt - wenn Schurken und Schergen ohne besonderen Sex-Appeal als weiblich dargestellt werden würden, hätten auch die Autoren eine "Gleichberechtigung" verinnerlicht.

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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 17.06.2018 13:54

Ja und die arabischen Gebiete grenzen nun auch schon seit Jahrtausenden an der westlichen Kultur an und trotzdem wird erst der männliche Begleiter einer Fau gesucht.
"Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden."
Christopher Hitchens

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Ungelesener Beitrag von Madalena » 17.06.2018 14:45

Jadoran hat geschrieben:
17.06.2018 12:26
Oder die Heptarchen:
Glorana: Sieht toll aus, weiblich, überlebt immer noch.
Dimiona: Sieht toll aus, weiblich, soll überleben
Galotta: männlich, hässlich, tot
Xeraan: männlich, hässlich, tot
Rhazzazor: Drache - fällt raus
Skrechhu: weiblicher Oberkörper, darf weiter machen
Haffax: männlich, sah einigermassen aus, wurde trotz Protest entsorgt
Galotta, Xeraan, Haffax und Glorana stammen ja allesamt mehr oder weniger aus der Frühzeit von DSA, wo die Geschlechter meist nach Klischee verteilt wurden. Will heißen, männlich solange kein triftiger Grund (Hexe) vorliegt.

Dimiona (die ich übrigens hässlich fand) musste als Verführerin/Kampf-Domina klischeemäßig natürlich eine Frau sein :rolleyes: - immerhin passt es aber nach Aranien (wobei sich die Frage stellen lässt ob es bloßer Zufall war, sie in Aranien zu platzieren).

Drachen scheinen bei DSA sowieso fast immer männlich zu sein, warum auch immer. Und die Skrechu - keine Ahnung.

Zur Entsorgung enthalte ich mich mal der Meinung, weil ich über JdF hinaus zuwenig darüber weiß.

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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 17.06.2018 15:03

Jadoran hat geschrieben:
16.06.2018 01:13
Es kann vorkommen, dass eine Zeichnerin einfach den Gesichtsausdruck nicht trifft, oder man feststellt, dass sie einfach keine Hände zeichnen kann. Aber das eine Zeichnerin sozusagen einfach nicht das malt, was bestellt wurde, ist mir noch nie vorgekommen.
Sie oder er hat doch geliefert, was bestellt wurde - einen "Indian dancer". Dass das leider keine eindeutige Angabe war, steht auf einem anderen Blatt.

Bei DSA1 zu Yüces Zeiten war es mW so, dass die inhaltliche Verantwortung und auch die für die Innenillustrationen, beim Redaktionsteam lag, und die für die Cover lag beim Vertreiber (Schmidt Spiele) - der aber wiederum sich nur grob mit dem Inhalt laut Angabe auseinandergesetzt hat.

Ergebnis waren halt die bekannten Cover - aber irgendwie hatten die ja auch was. :ijw:
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Ungelesener Beitrag von Madalena » 17.06.2018 15:23

Rhonda Eilwind hat geschrieben:
17.06.2018 15:03
Sie oder er hat doch geliefert, was bestellt wurde - einen "Indian dancer". Dass das leider keine eindeutige Angabe war, steht auf einem anderen Blatt.
Naja, die Indianer sind ja heute eigentlich eher native Americans. ;)

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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 17.06.2018 15:28

Ist korrekt - man weiß aber nicht, inwiefern der Illustrator das wusste.

Meiner Erfahrung nach sind auch diejenigen, mit denen man auf Englisch kommuniziert, nicht immer "native speakers".

Als der GöGa noch Computerspiele mit entwickelt bzw. vertrieben hat, kamen die Illustrationen dafür (also, für die Verpackung, die Booklets und Handbücher usw.) meist aus Ungarn - und ich meine, bei der einen DSA 4.0-Box, die hier steht, war es ein Team aus Tschechien. Das spielt bei solchen Missverständnissen sicher auch oft eine Rolle.
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 17.06.2018 15:44

War ebenfalls Ungarn: Zoltán Boros/Gábor Szikszai.

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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 17.06.2018 15:47

Ah, danke... - vielleicht waren es dann sogar dieselben! :)
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

Vasall
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Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV

Ungelesener Beitrag von Vasall » 17.06.2018 23:08

Gibt es eigentlich mittlerweile ne konkrete Textstelle zu dieser Mär von der Gleichverteilung?

Ich lese in den Regel- und Hintergrundbänden immer nur von Gleichberechtigung, und davon das Frauen auch in typischen Männerberufen (ja die gibt es) deutlich präsent sind, aber nicht davon, dass Frauen und Männer gleiche Eignung für Alles hätten und gleichverteilt die Berufe wahrnehmen würden, eher im Gegenteil.
Hier noch ein Beispiel:
Basisregelwerk, S. 72 hat geschrieben:In den auelfischen Sippen ist die bei Menschen übliche Aufgabenteilung und Berufsgliederung wesentlich weniger streng. So sind nicht nur Männer und Frauen gleichberechtigt, sondern in aller Regel ist jeder dazu fähig, jegliche Aufgabe innerhalb der Gemeinschaft zu übernehmen.
Wir spielen jedenfalls auch eher mit so ner 20/80 oder 10/90-Quote um den Einfluss der Gleichberechtigung was typische Berufe angeht darzustellen. Ich denke nicht, dass das falsch ist.

Ich glaube nicht dass die Ursprüngliche Idee der DSA-Macher war Frauen einfach nur den Männern physisch und mental anzugleichen. Es ging schon einfach um Möglichkeiten der Gleichberechtigung.

Von daher geben die Illustrationen auch kein falsches Bild wieder.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 18.06.2018 00:30

Andwari hat geschrieben:
17.06.2018 13:09
@Jadoran
"gleichberechtigtes Tulamidistan" ist klar ein Fehler (falls das so behauptet wird) - allerdings ist das mMn so gesetzt, dass die tulamidische Kultur zwar patriarchalisch ist, aber das eben nicht "problematisiert" wird. Ähnliches gilt auch für die Sklaverei dort - die immer nur *rosaplüsch* rüberkommt.
Habe ich nie so wahrgenommen. Ja, in Aranien ist die Sklaverei dadurch entschärft, dass man dort nur als Schuldner oder Verbrecher in Sklaverei geraten kann, nicht (oder zumindest rechtlich gesehen nicht) indem man auf der Straße von Räubern gefangen wird, oder dass Eltern ihre Kinder verkaufen, wie das für die restlichen Tulamidenlande und Meridiana beschrieben wurde.

Im Tulamidenland fehlen die Plantagen und Galeeren, die Al'anfa hat, und damit zwei klassische und eher brutale Sklaverei-Settings. Bergwerke haben sie aber.
Das Dasein als Haussklave wird oft als "weicher" dargestellt und ist es sicher in der Regel auch, verglichen mit Galeere oder Bergwerk. Wenn man andererseits bedenkt, dass die Haremssklavin sich nicht aussuchen kann, was im Bett passiert (die tulamidische Ehefrau allerdings ebensowenig), und dass der männliche Haussklave bei Tulamiden vermutlich nicht selten kastriert wird, ist das auch eher kein Zuckerschlecken.

Bei den Novadis ist es dann wieder in Raschtuls Atem weichgespült worden durch die sehr starke Betonung, dass das Ehrgefühl dem Novadi gebiete, Sklaven gut zu behandeln, eher wie Familienmitglieder.
(Woran einen Khunchomer, Fasarer oder Al'anfaner ja auch niemand hindert. Sie sind nur nicht dazu verpflichtet.)

(Lustig finde ich als überzeugter Al'anfaner, wie UdWW sich so nah wie möglich an Sklaverei in Thorwal rangetastet hat, mit den Trällar oder wie das heißt, was dort natürlich auch total Plüsch ist und überhaupt kein Problem.)
Wie schon weiter oben angemerkt - wenn Schurken und Schergen ohne besonderen Sex-Appeal als weiblich dargestellt werden würden, hätten auch die Autoren eine "Gleichberechtigung" verinnerlicht.
Sehe ich auch so. Zudem fehlt es, wie auch andere schon sagten, an hässlichen Prinzessinnen, unattraktiven Amazonen, und an verweichlichten Prinzen, die gerettet werden müssen.
Hinzu kommen auch reine Nebenfiguren, wie zB der fette Wirt, der immer mit dem schmierigen Lappen über den Tresen wischt. Der kann sich auch mal von seiner nicht minder korpulenten Frau vertreten lassen.

Zum Thema Gleichberechtigung und Gleichverteilung sagt zB die DSA4-Basisbox dies:
Ein sehr wichtiger (und schwer wiegender) gesellschaftlicher Unterschied zum irdischen Vorbild ist sicherlich die in vielen Teilen Aventuriens herrschende Gleichberechtigung der Geschlechter (was bedeutet, dass Frauen auch in typischen 'Männerberufen' wie Schmied oder Fuhrmann deutlich präsent sind und Offiziersränge bei den Armeen oder höchste Kirchenämter im Zwölfgötterkult innehaben). Weit ausgeprägter als auf der Erde dürfte auch die Toleranz gegenüber Fremdkulturen, -rassen und -spezies sein. (Wobei jedoch Tulamiden oder Elfen etwa von einem durchschnittlichen Bornländer immer noch misstrauisch und abergläubisch beäugt werden).
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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AngeliAter
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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 18.06.2018 13:24

chizuranjida hat geschrieben:
18.06.2018 00:30
Bei den Novadis ist es dann wieder in Raschtuls Atem weichgespült worden durch die sehr starke Betonung, dass das Ehrgefühl dem Novadi gebiete, Sklaven gut zu behandeln, eher wie Familienmitglieder.
(Woran einen Khunchomer, Fasarer oder Al'anfaner ja auch niemand hindert. Sie sind nur nicht dazu verpflichtet.)

(Lustig finde ich als überzeugter Al'anfaner, wie UdWW sich so nah wie möglich an Sklaverei in Thorwal rangetastet hat, mit den Trällar oder wie das heißt, was dort natürlich auch total Plüsch ist und überhaupt kein Problem.)
Da man als Novadi jetzt eher keine großen Plantagen besitzen wird sondern, als Normadenvolk, dann eher die Sklaven direkt bei der eigenen Familie mitarbeiten lässt (Wasser tragen, Tiere satteln, Kinder unterrichten...) wäre es definitiv sinnvoll, diese auch nicht als Verbrauchsware sondern als unmündige Familiemitglieder zu behandeln.. die schlafen sogar im eigenen Zelt und es wäre blöd wenn der einen jetzt umbringen möchte.
Natürlich, für ungläubige sieht es natürlich anders aus, denen darf man nicht vertrauen.

Und was Thorwal angeht, ja, eine Sklaverei auf Zeit um sein eigenes Verbrechen zu büßen. Aber halt ein Zustand den er selbst verschuldet hat indem er die Werte der Gemeinschaft verrät.
Bei den Al´Anfanern hingegen wird man im Regelfall unverschuldet zum Sklaven, man ist nicht schnell genug weggerannt wo die Jäger kamen, man hatte die falschen Eltern.. ein kleiner aber wichtiger Unterschied.
"Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 18.06.2018 14:19

Auch in Al'Anfa dürfen nicht einfach Leute von der Strasse weg versklavt werden. Straf- und Kriegsgefangene schickt auch das Mittelreich in die Steinbrüche oder zum Strassenbau.
Die "falschen" Eltern gehabt zu haben war immer schon Pech. Immer und überall. Aber das Kind einer Haussklavin hat in Al'Anfa mehr Aufstiegschancen als das Kind einer Leibeigenen im Bornland oder in Weiden. Viele haben auch einen besseren Lebensstandard und ein sicheres Leben.
Das ist jetzt kein Plädoyer für die Sklaverei, nur der Appell, sich nicht von hehren Begriffen blenden zu lassen und Al'Anfa = Böse zu sezten (weil: Die haben ja Sklaven!) Auch der hübsche "freie" Gärtnerbursche in Vinsalt kann es sich kaum erlauben, seine wohlbeleibte Dienstherrin abzuweisen - ganz zu schweigen der blonde knackige junge Leibeigene in Gradnochsjepenkurken die Bronjarin. Machtgefälle bleibt Machtgefälle, egal wie man es bezeichnet. Selbst die Grandentochter mag vom Familienoberhaupt "zu ihrem und der Familie Besten" mit einem Kerl verheiratet werden, den sie nicht riechen kann, und den sie zumindest solange ranlassen muss, bis die vertraglich/gesellschaftlich erwartete Anzahl als legitim anerkannter Nachkommen da ist. Und für ihren Ehemann gilt dasselbe und muss auch nicht unbedingt ein Spaß sein. Und wenn auf dem Dorf zwei "wohlhabende Großbauerfamilien sich einigen, wer wohl am besten wen heiratet, dann ist das kein einklagbarer Zwang, aber doch ein ganz erheblicher (und sanktionsbewehrter) Erwartungsdruck auf Braut und Bräutigam, der beinahe auf dasselbe hinausläuft.

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Ungelesener Beitrag von Andwari » 18.06.2018 20:43

@Vasall
Für "Gleichverteilung" kenne ich keine Textstelle - die ja auch in DSA-typischen Aussagen kaum zu erwarten ist = finde mal überhaupt einen DSA-Satz der nicht relativierbares Weichgeschwurbel ist?!

Das letzte Zitat würde ich eher auf "berufliche Spezialisierung" münzen denn auf eine geschlechtermäßige Aussage bei Menschen. Also: Bei Menschen gibt es Schmiede/Schmiedinnen die nicht weben oder gärtnern können - der/die Elfe ist eher Jack-of-all-Trades.

Eine physiologische Angleichung war mMN wohl nie konsequent beabsichtigt - wobei DSA afaik nie Körpergröße und Gewicht (auswürfeln?!) einen Unterschied zwischen Geschlechtern gemacht hat. Dass bei (DSA3) Größe (163+2W20) halt genauso oft auch massive Kriegerinnen wie entsprechend gebaute Krieger rauskommen, die dann auch entsprechend viel auf die Waage bringen, war wohl kein Zufall = der/die Krieger sollten im Vergleich zu dürren Jägern/Jägerin halt den Türrahmen ausfüllen.


Bei "mental" angleichen wird es mMn schwierig - also der Gardistin bei gleichen Eigenschaften generell andere Qualitäten zuzuschreiben als dem Gardisten daneben? Das führt ganz schnell zu unterschiedlichen Eignungen.
Ich denke, dass die DSA-Macher das von Anfang an da bewusst einen anderen Weg gegangen sind = dass Gleichberechtigung aventurisch schon immer etabliert ist, war mehrfach an prominenter Stelle formuliert und hat auf mich nicht den Eindruck gemacht, ein blasser "mit männlichen Formulierungen sind auch die paar Mädels gemeint" - Disclaimer zu sein.

Illustrationen, die die Rondrageweihte im Kettenhemd so zeigen, dass sie auf Stöckelschuhen stehen muss {Ausbauspiel, Buch der Regeln II, S.11} (oder gerade zum Balletttanz ansetzt?) halte ich lieber für im Detail schlechte Illustration als das zu versuchen, in ein stimmiges Aventurien einbauen zu müssen. Gleiches gilt für allzu attraktive Oger - und ich unterstelle einfach, dass Alrikes Flügelhelm vom DSA2-Cover (Basis-Spiel, Die Helden des schwarzen Auges) eigentlich genauso prächtig sein soll wie der von Alrik in der DSA3-Version.

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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 18.06.2018 21:30

chizuranjida hat geschrieben:
18.06.2018 00:30
Wie schon weiter oben angemerkt - wenn Schurken und Schergen ohne besonderen Sex-Appeal als weiblich dargestellt werden würden, hätten auch die Autoren eine "Gleichberechtigung" verinnerlicht.
Gabs da nicht in der G7 so'ne Söldnerführerin? Lutisana von irgendwas (das wie eine Biersorte klang)?

Die kam mir wenig sexy vor. Auch nicht übermäßig "feminin" - oder "maskulin". Aber sehr söldnertypisch.

Die würde ich - von dem wenigen, was ich bisher über sie gelesen habe - als gelungen verbuchen. Und zB Salkya Firdayon eigentlich auch.

Nur fallen solche Leute evtl. nicht weiter auf?

Edit:

So, nee: Ich meinte "Lutisana von Perricum" - die Frau mit dem "Biernamen" war Lutisana von Kullbach ( -> Kulmbach), aber die ist ja nun schon etwas länger nicht mehr...
Zuletzt geändert von Rhonda Eilwind am 18.06.2018 21:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 18.06.2018 21:35


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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 18.06.2018 21:40

@Gorbalad

Danke, hatte selbst gerade nochmal nachgeschaut. :)

Die Lutisana von Perricum meinte ich. - Ich bin auf irgendeiner DSA-Seite zur G7 mal über eine Personenbeschreibung gestolpert und fand sie interessant, weil sie, anders als viele andere prominente weibliche NSCs "von früher" in erster Linie eine Frau war, die gut in ihrem Job war - und nicht eien Frau, die ne supertolle supersexy besonders begabte Superheldin und darum toll bei egal was sie macht und natürlich auch ihrem augenblicklichen Job ist (so Thesia von Ilmenstein-mäßig. oder wer da sonst noch so rumsprang. Yppolitta (von Kurkum) usw usf etc pp.)
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 18.06.2018 22:54

Jadoran hat geschrieben:
18.06.2018 14:19
Auch in Al'Anfa dürfen nicht einfach Leute von der Strasse weg versklavt werden.
In der Stadt und direkt kontrollierten Gebieten nicht. Obwohl - wer guckt da wirklich drauf, was mit Bettlerkindern oder besoffenen Ausländern in dunklen Hintergassen passiert? Phex mit denen, wenn sie nachher einklagen wollen, dass eine Verbrecherbande sie illegal verkauft hat. Zumal die betreffenden Banditen sicherlich fünf Zeugen bringen können, dass der/die Versklavte ihnen von den Eltern übergeben wurde bzw seine Wettschulden nicht zahlen konnte.

Fürs Hinterland von Charypso ist es aber zB beschrieben, dass die Reisbauern in den Dörfern da ein Problem mit Piratenüberfällen zum Zweck der Versklavung haben. Sowas wird es vielerorts geben, wo Recht und Ordnung nicht so durchgesetzt werden, auch im wilden Mhanadistan, an der Küste des Yalaiads etc. Die Chirakah (zumindest teils nominell Horasier) leiden unter Yahosh-Dey, die sie in Chorhop verkaufen wollen. Novadische Räuber, die Karawanen überfallen, verkaufen auch gelegentlich ihre Gefangenen. Novadis aus Amhallassih überfallen almadanische Dörfer.
Was die Piratenüberfälle zum Zweck des Sklaven-Machens angeht folgt das auch antikem Vorbild. (Selbst Julius Cäsar war mal Gefangener von Piraten; der hatte immerhin das Kleingeld um sich freizukaufen. Kaufleute und Matrosen hatten damals sogar genossenschaftliche Versicherungen zum Freikauf von Piraten.) Ebenso mittelalterlichem - auf den Balearen stehen noch die Wachtürme, von denen aus nach arabischen Piraten geschaut wurde. Arabische Sklavenhändler sind bis Haithabu gereist, und - Jahrhunderte später - zum Direkteinfang mindestens einmal bis nach Island. So gesehen könnten auch mal Al'anfaner nach Thorwal ...

Edit: Al'anfaner bis Thorwal auf der Suche nach Gladiatoren oder Imman-Trainern - es klingt immer verlockender. Falls noch wer außer der lieben Rhonda hier reinschauen wollte würde ich mich freuen: chizuranjida @ Kaiser-Reto-Pokal
Orgien, Orgien, wir brauchen Orgien! Äh, Reviews meine ich.


Ansonsten Zustimmung.
AngeliAter hat geschrieben:
18.06.2018 13:24
Da man als Novadi jetzt eher keine großen Plantagen besitzen wird sondern, als Normadenvolk, dann eher die Sklaven direkt bei der eigenen Familie mitarbeiten lässt (Wasser tragen, Tiere satteln, Kinder unterrichten...) wäre es definitiv sinnvoll, diese auch nicht als Verbrauchsware sondern als unmündige Familiemitglieder zu behandeln.. die schlafen sogar im eigenen Zelt und es wäre blöd wenn der einen jetzt umbringen möchte.
Stimmt auffallend. Das ist bei Haussklaven in tulamidischen, al'anfanischen oder mengbillaner Haushalten aber nicht anders, wird aber gerade in Al'anfa gern anders beschrieben, wo häufiger als in anderen Regionen die Grausamkeit betont wird.
Und was Thorwal angeht, ja, eine Sklaverei auf Zeit um sein eigenes Verbrechen zu büßen. Aber halt ein Zustand den er selbst verschuldet hat indem er die Werte der Gemeinschaft verrät.
Werden nicht auch Kriegsgefangene so versklavt?
Rhonda Eilwind hat geschrieben:
18.06.2018 21:40
Die Lutisana von Perricum meinte ich. - Ich bin auf irgendeiner DSA-Seite zur G7 mal über eine Personenbeschreibung gestolpert und fand sie interessant, weil sie, anders als viele andere prominente weibliche NSCs "von früher" in erster Linie eine Frau war, die gut in ihrem Job war - und nicht eien Frau, die ne supertolle supersexy besonders begabte Superheldin und darum toll bei egal was sie macht und natürlich auch ihrem augenblicklichen Job ist (so Thesia von Ilmenstein-mäßig. oder wer da sonst noch so rumsprang. Yppolitta (von Kurkum) usw usf etc pp.)
Ja, danke, sowas in der Art. (Obwohl ich eigentlich gegen brilliante Heerführer allergisch bin, aber das ist eine andere Geschichte.) :devil:

Gerade die rundum perfekte Thesia hab ich nie leiden können, zumal sie dadurch, dass sie in allem selber toll war, auch Helden die Arbeit wegnahm.

Ich könnte mir andersrum auch einen Kerl vorstellen, der hässlich ist wie Uriel die Warzensau von Notmark, aber irgendwie nett. Aber ich kann mir ja auch sympathische Praioten vorstellen ...

Aber es müssen, finde ich, auch nicht immer gleich die großen Kaliber sein, von denen man ja nur wenige hat, um Klischees aufzubrechen. Das geht auch mit der Straßenräuberin und ihrer gemischtgeschlechtlichen Bande, oder dem molligen Halbelf.
Zuletzt geändert von chizuranjida am 18.06.2018 23:26, insgesamt 3-mal geändert.
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
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Rhonda Eilwind
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Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV

Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 18.06.2018 23:00

chizuranjida hat geschrieben:
18.06.2018 22:54
Werden nicht auch Kriegsgefangene so versklavt?
Die wären dann ja auch selbst Schuld! :P
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Rhonda Eilwind
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 18.06.2018 23:05

chizuranjida hat geschrieben:
18.06.2018 22:54
Ich könnte mir andersrum auch einen Kerl vorstellen, der hässlich ist wie Uriel die Warzensau von Notmark, aber irgendwie nett.
Ganz ursprünglich war sein Sohn mal so gesetzt. Als das dann wieder ad acta gelegt wurde, weil, wer von so einem Schuft abstammt, nuir ebenfalls als Schuft auskommen kann, fand ich das irgendwie enttäuschend.
chizuranjida hat geschrieben:
18.06.2018 22:54
Aber ich kann mir ja auch sympathische Praioten vorstellen ...
Ach ja. Das fand ich eigentlich gar nicht so schwer. Man muss es nur wollen... :P
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 18.06.2018 23:32

Rhonda Eilwind hat geschrieben:
18.06.2018 23:00
chizuranjida hat geschrieben:
18.06.2018 22:54
Werden nicht auch Kriegsgefangene so versklavt?
Die wären dann ja auch selbst Schuld! :P
Ja gut, aber das gilt dann genauso für Bornländer, die blöd genug sind, sich von al'anfanischen Korsaren aufbringen zu lassen.
Rhonda Eilwind hat geschrieben:
18.06.2018 23:05
chizuranjida hat geschrieben:
18.06.2018 22:54
Ich könnte mir andersrum auch einen Kerl vorstellen, der hässlich ist wie Uriel die Warzensau von Notmark, aber irgendwie nett.
Ganz ursprünglich war sein Sohn mal so gesetzt. Als das dann wieder ad acta gelegt wurde, weil, wer von so einem Schuft abstammt, nuir ebenfalls als Schuft auskommen kann, fand ich das irgendwie enttäuschend.
Schau an, das hab ich so gar nicht mitgekriegt, oder nicht so verfolgt. Ja, wirklich schade.
Es würde mich freuen, wenn zB Rezzan Zornbrecht die Kurve kriegen und deutlich facettenreicher werden würde als Großonkel Nareb (oder was der war). Er kann ja gern arrogant, brutal und kaltherzig sein, aber irgendeine liebenswerte Marotte ... (Wie zB Imman-Förderung ... :wink: )

Edit: Wenn ich drüber nachdenke hatte Uriel von Notmarks Sohn aber nunmal das Problem, in Notmark zu sitzen und damit der prominenteste Vertreter der üblen, brutalen Leibeigenen-Schinder (Sklavenschinder sind sie ja nicht) von Sewerien zu sein. Wenn der das nicht machen würde, sondern nett wäre, hätte man woanders einen fiesen solchen Typen setzen müssen. Das wäre umständlicher gewesen.
Zuletzt geändert von chizuranjida am 19.06.2018 01:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 18.06.2018 23:56

chizuranjida hat geschrieben:
18.06.2018 23:32
Ja gut, aber das gilt dann genauso für Bornländer, die blöd genug sind, sich von al'anfanischen Korsaren aufbringen zu lassen.
So gesehen... :P :ijw:
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Eldoryen Gammensliff
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Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV

Ungelesener Beitrag von Eldoryen Gammensliff » 19.06.2018 16:43

Hallo zusammen.

Möchte mal wieder auf das Thema zurück kommen. Ich finde es wird mit zu großem Eifer und Ernst angegangen.

Ja es gibt die "Volksmeinung" ein dunkelhäutiger Mensch hätte einen größeren Penis als ein hellhäutiger. Das führt zu einem gewissen Maß an "Objektisierung". Das passiert meiner Meinung nach aber ständig und in viele Richtungen. Klar könnte es bei dunkelhäutigen Menschen noch eine zusätzliche geschichtlich-völkische Dimension haben, wenn man von der amerikanischen Kolonialzeit, über die NS-Zeit bis in unsere Zeit ein ungebrochen tradiertes Rassismuskontinuum annimmt. Meiner Meinung nach ist das aber nicht gegeben.

Exotik war in der Erotik schon immer faszinierend und beliebt. Im römischen Kaiserreich war's der Germane und aus unserer Perspektive sind es "Südländer", im weitesten Sinne und Asiaten. Das ist natürlich aus einer objektiven Sicht betrachtet dumm und unreflektiert. Es ist aber meiner Meinung nach nicht rassistisch im eigentlichen Sinne (ok bei den Römern schon aber da kommen noch andere Faktoren hinzu und es waren andere Zeiten). Jetzt mit irgendwelchen altkolonialen Schreckensbildern zu kommen halte ich nicht wirklich für zeitgemäß. Ich empfinde den "Rassismus" der heute auf dem Vormarsch ist weniger völkisch-rassisch als national-xenophob. Mit überdimensionalen Schwänzen und Kulturwilden hat es weniger zu tun.

Ich halte die Verknüpfung "Schwanzvorurteil" und "Volks-/Kulturrassismus" daher für maßlose Übertreibung. Um überhaupt verlässlich darüber zu urteilen fehlen meiner Ansicht nach genaue Daten. Es gibt dazu keinerleih verlässliche Studien. Man kann also weder sagen ob es stimmt dass dunkelhäutige Menschen besser bestückt sind noch ob es definitv nicht stimmt. Es "geistern" eben immer wieder "Fakten" über Penes herum. Ich hab schon so manches gelesen. In meiner Junged hieß es der Durchschnitt wäre ca. 15 cm, kürzlich ließt man von einer "verlässlichen repräsentativen Messung" von ca. 13 cm. Sind die Lümmel geschrumpft? Meiner nicht. Ich hörte auch schon von (weltweit) Kongo am größten, Japan am kleinsten oder (europaweit) Frankreich am größten und Griechenland am kleinsten. Und vieles mehr. Wenn jetzt die Leute auf solchen "urbanen Legenden" ihre Meinung begründen sind sie meiner Meinung nach einfach nur unreflektiert (und oberflächlich) aber sicher keine Rassisten. Ich wüsste nicht mal wie man verlässliche Studien in so einem intimen Bereich bekommen kann? Kann man Leute dazu zwingen? Oder muss ich nicht eher erwarten dass die kleinschwänzigen Männer bei so einer Studie gar nicht teilnehmen? Ich persönlich weiß es nicht.

Ich erzähl mal ne Anekdote. Hab ne Zeit lang aushilfsmäßig im Sexshop gearbeitet (eine der beiden "großen Ketten" - also kein Schmuddelladen sondern eher "Boutique", auch für Frauen und Paare). Wir hatten natürlich auch DVDs/Videos. Und eine Frau (dürfte heute um die 50/60 sein) kam zur Kasse mit ner DVD-Hülle die sie verkehrt herum auf den Tresen gelegt hat damit ich das Cover nicht sehen kann (klar ich muss ja auch nicht die DVD raussuchen und die Hülle 100 mal in die Hand nehmen :-P). Was war es? Schwarze Männer mit Riesenschwänzen. Die Frau war sehr peinlich berührt und wortkarg und es war eigentlich sehr niedlich, wie ein schüchternes Mädchen. Es fällt mir verdammt schwer hier mit dem verkopften Anti-Rassismus-Zeigefinger zu wedeln den hier einige im Forum vor sich her tragen. Die Frau stand halt auf dunkelhäutige Männer mit großen Penes. Warum auch immer. Deine sexuelle Orientierung und Präferenz bekommst du nicht mehr los. Dein Leben lang. Bei Homosexuellen ist man mittlerweile auch schlauer und versucht sie nicht mehr zu quälen oder zu beleidigen. Da kann man doch auch den Dom im Kon lassen und das Schwänzeklischee nicht zum globalen Rassismusproblem aufbauschen. Den betreffenden ist es oft peinlich genug. Echten Rassisten oder Überzeugungstäter (die dann auch abwerten) ist es nicht peinlich. "Ich bin kein Nazi, aber..." darf man ja dem Sommermärchen und der AfD sei dank wieder stolz geprellter Brust sagen.

Ich empfände daher ein +1 als ein lustiges harmloses Augenzwinkern über immer noch existierende Klischees. Sollte sich das wirklich an der Kultur festmachen ist es eher vom Regeldesign zu kritisieren als vom moralischen Standpunkt. Zwar sind die (irdischen) Rassen zweifelsfrei widerlegt das heißt aber nicht, dass regionale (Groß)Gruppen keine unterschiedlichen physiologischen Eigenschaften oder Merkmale haben können die natürlich immer noch in der normalen Varianz einer Spezies liegen. Je mehr die Genetik raus bekommt umso komplexer wird auch das Bild. Meiner Meinung nach bremst das eher den Rassismus aus als dass es ihn unterstützt. Aber dass ist natürlich ein anderes Thema. Ich halte es daher für nicht schlimm selbst wenn man als Fokusregel unterschiedliche Phänotypen der Spezies Mensch einführt und sei es nur für Penis- oder Brustgröße. Ach ja bei den Unterschieden die es laut "irdischen Quellen" geben soll bzw. von welchen man halt immer hört handelt es sich auch meist nur um ne Varianz von ein zwei Centimentern. Und ich weiß nicht ob es dann nicht schon egal ist ob man einen "weißen 20 cm Dong" hat oder einen "schwarzen 21 cm Dong". Es gibt ja auch Menschen die schlicht den Kontrast der Hautfarben sexy finden. Wer das mag kann ja mal in den Avatar-3D-Porno reinkucken. :lol:

Zur Al'Anfa-Sache mag ich noch beisteuern dass ich die Alanfaner steht's als inhomogene Mischrasse (DSA4 Terminus) verstanden habe. Für mich sind Alanfaner keine "Weißen Massas". Klar sind mal "reinweiße" dabei aber eher in der deutlichen Unterzahl. Waldmenschen waren für mich eher amerikanische Ureinwohner mit leicht afrikanischem Anschlag. An Fackeln im Sturm hab ich aber nie gedacht.

Soweit meine Gedanken.

Gruß.

Eldoryen

P.S. ich finde es mutig so einen Band zu publizieren. Auch wenn ich vermute dass es ebenso biss- und harmlos wie das Rahjasutra werden wird. Aber ich würde mich ja mal freuen wenn ich nicht enttäuscht werde. DSA5 war ja in dem Punkt nicht so nett zu mir.

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Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV

Ungelesener Beitrag von karli » 19.06.2018 18:17

Eldoryen Gammensliff hat geschrieben:
19.06.2018 16:43
Klar könnte es bei dunkelhäutigen Menschen noch eine zusätzliche geschichtlich-völkische Dimension haben, wenn man von der amerikanischen Kolonialzeit, über die NS-Zeit bis in unsere Zeit ein ungebrochen tradiertes Rassismuskontinuum annimmt. Meiner Meinung nach ist das aber nicht gegeben.
Völlig richtig, weil das nicht der richtige Pfad ist.
Der US-Rassismus hat nämlich außer über den berüchtigten Dreieckshandel mit dem Euro-Rassismus nicht so viel zu tun. Der funktioniert nämlich auch ohne Amerika ganz gut, weshalb wir heutigen Deutschen noch immer ein Problem mit Namibia haben.
Exotik war in der Erotik schon immer faszinierend und beliebt.
Das dachte sich manche deutsche Frau nach dem ersten und nach dem zweiten Weltkrieg, obwohl man sie auf Plakaten mit Abbildungen tierähnlicher Besatzungssoldaten gewarnt hatte. Dummerweise waren deutsch-francoafrikanische Kinder und deutsch-afroamerikanische - so genannte Besatzungskinder - nicht populär. Ihre Mütter auch nicht. In der BRD sprach man dann zwar nicht mehr von Rassenschande, aber als Schande wurden solche Verbindungen dennoch angesehen.
Ich halte die Verknüpfung "Schwanzvorurteil" und "Volks-/Kulturrassismus" daher für maßlose Übertreibung.
Kannst du so sehen, ist aber falsch.
Um überhaupt verlässlich darüber zu urteilen fehlen meiner Ansicht nach genaue Daten. Es gibt dazu keinerleih verlässliche Studien.

Wie kommst du denn darauf? Es gibt eine Bekleidungsindustrie, die sich für so etwas interessiert. Es gibt auch eine Verhütungsmittelindustrie. Ja, und es gibt auch Mediziner, etwas Urologen.
Wenn jetzt die Leute auf solchen "urbanen Legenden" ihre Meinung begründen sind sie meiner Meinung nach einfach nur unreflektiert (und oberflächlich) aber sicher keine Rassisten
Was glaubst du denn, wie Rassismus funktioniert? Auf Grund von langem und gründlichem Nachdenken? Es ist völlig egal, wie die zahlreichen afrikanischen Völker beschaffen sind. Für einen Rassisten sind alle gleich und "der" Afrikaner hat dann auch genau die Eigenschaften, die man ihm zuweist.

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Ungelesener Beitrag von StipenTreublatt » 19.06.2018 18:41

Eldoryen Gammensliff hat geschrieben:
19.06.2018 16:43
Möchte mal wieder auf das Thema zurück kommen.
Danke dafür. Auch wenn ich mit deiner Meinung überhaupt nicht übereinstimme.

Nachricht der Moderation

Die peinlich-rückständige "Frauen sind in Aventurien nicht für alle Berufe geeignet weil sie es irdisch auch nicht sind"-Diskussion bitte in einem anderen thread austragen.
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Ungelesener Beitrag von Sahib » 19.06.2018 19:01

Lustigerweise, also nach dem was ich gefunden habe (https://www.laenderdaten.info/durchschn ... oessen.php), haben "Schwarzafrikaner" tatsächlich gute Bestückung. (So wie überraschenderweise Südamerikaner, was auf die Sklaverei (Die in Südamerika noch stärker war als in Nordamerika.) zurückzuführen sein könnte, aber natürlich nicht muss.)
StipenTreublatt hat geschrieben:
19.06.2018 18:41
Nachricht der Moderation
Die peinlich-rückständige "Frauen sind in Aventurien nicht für alle Berufe geeignet weil sie es irdisch auch nicht sind"-Diskussion bitte in einem anderen thread austragen.
Im Übrigen halt ich die negative Wertung der Moderation anmaßend und verfälschend weil es nie um "Eignung" ging.

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Ungelesener Beitrag von karli » 19.06.2018 19:28

Sahib hat geschrieben:
19.06.2018 19:01
Lustigerweise, also nach dem was ich gefunden habe (https://www.laenderdaten.info/durchschn ... oessen.php), haben "Schwarzafrikaner" tatsächlich gute Bestückung. (So wie überraschenderweise Südamerikaner, was auf die Sklaverei (Die in Südamerika noch stärker war als in Nordamerika.) zurückzuführen sein könnte, aber natürlich nicht muss.)
Aber mit den Franzosen und Niederländern können nur ganz wenige mithalten.

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Eldoryen Gammensliff
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Geschlechtsmerkmale nach Kultur/Spezies in WdV

Ungelesener Beitrag von Eldoryen Gammensliff » 19.06.2018 19:34

@karli

Ich habe nicht den Rassismus geleugnet noch bin ich ein Beführworter. Es geht mir lediglich darum zu differenzieren. Und zwar zwischen Rassismus bezogen auf das Menschsein. Rassenschande hat NICHTS mit Penisgröße zu tun sondern lediglich mit der Fortpflanzung zwischen fälschlich vermuteter Rassen. Wenn eine Frau sich von einem 12 cm G.I. hat schwängern lassen war es genauso Rassenschande wie wenn der G.I. einen mit 21 cm hatte. Und alles was an Abwertung in der Folge kam war durch diese "Vermischung" motiviert und nicht durch die Penisgröße. Und bei Hass und Unmenschlichkeit wird der Mensch mit unter sehr kreativ und blumig. Frag doch mal einen Mann der von seiner Frau Hörner aufgesetzt bekommen hat. Egal was die "Rasse" ist werden die Fragen: "Na, [beischläft] er gut/besser?" oder "Hat wohl nen größeren Schwanz?!" relativ beliebte Vermutungen sein.

Noch mal ich leugne keinen Rassismus und auch keine Abwertungen die auch auf die Geschlechtsteile ZIELEN. Aber der Rassismus STARTET nicht vom Penis aus. Meiner Meinung nach. Höchstens Nein. Wenn ich zusätzlich auch noch Rassist bin ist die Verbindung schnell gezogen. Bin ich kein Rassist und mein Nebenbuhler ist ein dunkelhäutiger Mann wird es auch nicht zum Rassismus kommen.

Und "ist aber falsch," klingt mir zu absolut um wirklich ohne Quellen darauf einzugehen. Ich nehme es als ein "ist deiner Meinung nach falsch".

Und zu den Studien. Das mag sein. Ich kann jedem Mann auch nur mySize Kondome empfehlen. Und ich bewege mich im "Konsumentenfeld". Ich wüsste nicht wo ich ne gute Studie her bekomme.

Und wenn die Quelle von Sahib so eine Studie ist dann verstehe ich nicht wieso die Wahrheit Rassismus sein soll...

Gruß.

Eldoryen

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