A207 Schloss Strobanoff

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Robak
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A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von Robak » 21.11.2014 21:48

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte des im November 2014 erschienenen Abenteuers A207 Schloss Strobanoff von Lars Heitmann und Oliver Overheu bestimmt.

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Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps, Fragen oder Meinungen zu dem Abenteuer. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread das Abenteuer auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Nutzer zu bieten. Hier gelangst Du zur Übersicht über alle anderen bisher durchgeführten Bewertungen.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!

Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Abenteuer in einigen Monaten und du willst dann abstimmen, könntest es aber nicht mehr, wenn du schon abgestimmt hättest, ohne das Abenteuer zu kennen.

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Engor
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Re: A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von Engor » 23.11.2014 17:10

Für mich stellt "Schloss Strobanoff" ein ziemlich gelungenes Abenteuer da. Für mich ist das ingesamt eine runde Sache, das verlassene Schloss ist eine schöne Kulisse, die Hintergrundstory ist zwar etwas lückenhaft, bietet aber mit dem ehemaligen Abenteurer Strobanoff auch originelles Identifikationspotential, zeigt es doch Höhen und Tiefen einer solchen Karriere.
Wichtigster Punkt sind für mich die konkurrierenden Gruppen, hier haben die Autoren nicht nur darauf geachtet, individuelle Gegner zu schaffen, sondern auch jeweils die Gruppendynamik zu berücksichtigen, was Zusammenhalt, Loyalität, Stärken und Schwächen usw. betrifft.
Wenn der Meister das anspruchsvolle Mangement hinbekommt, so viele Personen halbwegs glaubhaft zu führen, kann das verdammt spannend werden, wenn das ganze immer mehr auf ein Wettrennen hinausläuft, spätestens wenn man in die Rätselkette eingestiegen ist und dann nacheinander einzelne Fraktionen die Segel streichen müssen. Interessant wird dann auch die Frage, mit wem man denn ggf. ein Bündnis eingehen kann/will.
Meine ausführliche Kritik findet sich hier: http://engorsdereblick.blog.de/2014/11/ ... -19727819/
Ich gebe volle 5 Punkte.

Clemens
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Re: A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von Clemens » 27.11.2014 14:53

Wie gut lässt sich das Ganze auf Splittermond portieren?

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Olvir Albruch
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Re: A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von Olvir Albruch » 27.11.2014 15:27

Ich kenne mich mit Splittermond nicht aus, denke aber, dass das grundsätzlich machbar ist. Bei der Übertragung in eine andere Welt gehen v.a. die Referenzen an den aventurischen Hintergrund wie bekannte NSC u.ä. verloren und auch die Ereignisse der Hintergrundgeschichte wird man sicherlich anpassen müssen. Das Schloss selber sollte aber mit einigen Ausnahmen (das eine oder andere aventurische Rätselelement) generisch verwendbar sein.

MfG,
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gralkor
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Re: A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von gralkor » 29.11.2014 16:14

Ich freue mich, dass es da draußen noch DSA-Fans gibt, die bei Ulisses Abenteuer veröffentlichen.

Das Abenteuer ist sehr schön weltenneutral, wenn man ein paar Kleinigkeiten weglässt.
Nahema und ihre Ideen kann man (wie fast immer) getrost streichen. Die soll weiterhin mit ihrem Kettenhemd irgendwo in den Ogerzähnen klettern, das macht sie ganz gut ;)

Wenn man noch die Referenzen an den Papa Aventuriens und den Echsenforscher durch Generika ersetzt, ist sowohl die Verschiebung in eine beliebige Zeit, Setting oder System sehr einfach.

Es ist schön geschrieben, keine groben Plotfehler und Rechtschreibung passt auch.

Es wirkt eher wie eine LARP-Idee, die an: "Ok, wir haben kein Schloss mieten können, um das per LARP zu bespielen" gescheitert.

Beim dritten Lesen ist mir eins aufgefallen: Die meisten Rätsel funktionieren nicht! Ich habe die mit Kollegen, die keine Rollenspielerfahrung/Interesse aber kleine Kinder haben, mit denen sie gern rätseln, ausprobiert. Im Ersträtsel kamen jede Menge Worte auf, nur nicht die "plotrelevanten".

Die Indiana Jones-Verweise waren ok, ich hab mich da herrlich amüsiert drüber, könnte jedoch nicht bei Jedem so rüber kommen (und ich hab mal wieder Lust, meinen (inzwischen phexgeweihten) Hauslehrer/Grabräuber mit Fedora, Peitsche und Balestrina wieder auszupacken)

Was fehlte mir?
- Zeitablauf, was machen die "Gegenparteien"
- was passiert, wenn die Helden "versagen"
- Interaktionsideen mit den anderen Gruppen

Vor dem Hintergrund, was Ulisses sich so in den letzten zwei Jahren alles geleistet hat, vergebe ich 4 von 5, weil es mal wieder ein Abenteuer ist, wie ich Abenteuer für DSA liebe.
Es hat mich aber nicht vollständig glücklich hinterlassen, da hier viel Arbeit vom Meister noch reingesteckt werden muss.

G.
---
Wir suchen noch Mitspieler in Halle/Saale und Umgebung

Clemens
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Re: A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von Clemens » 01.01.2015 13:13

Olvir Albruch hat geschrieben:Ich kenne mich mit Splittermond nicht aus, denke aber, dass das grundsätzlich machbar ist. Bei der Übertragung in eine andere Welt gehen v.a. die Referenzen an den aventurischen Hintergrund wie bekannte NSC u.ä. verloren und auch die Ereignisse der Hintergrundgeschichte wird man sicherlich anpassen müssen. Das Schloss selber sollte aber mit einigen Ausnahmen (das eine oder andere aventurische Rätselelement) generisch verwendbar sein.

MfG,
Olvir Albruch
Danke. Der aventurische Hintergrund ist ja sicherlich kein Verlust. Hört sich gut an!

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Grinder
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Re: A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von Grinder » 13.01.2015 17:05

These things are romanticized, but in the end they're only colorful lies.

Antarigo
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Re: A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von Antarigo » 24.01.2015 22:04

Wir spielen gerade Schloss Strobanoff. Hier mal ein paar Anmerkungen wie ich es umgesetzt habe:
Meisterinformationen:
Zuerst habe ich mich für die Variante „Verfluchtes Schloss“ entschiede. In Festum sind also alle Informationen entsprechend den Ideen vorhanden und konnten von meinen Helden (Zwei Festumer Raufbolde aus besseren Kreisen, die sich jetzt im Widderorden verdient haben, ein gestrandeter Rondrageweihter und ein Gjalskarländer) gefunden werden. Sie sind im Auftrag ihrer Großtante unterwegs (die Abenteurerin, welche den Sarg nach Festum gebracht hat und selbst gerade an einer seltsamen Version der Schlafkrankheit leidet) und sollten eigentlich nur das Lagerhaus bewachen. Aber dort sind sie auf die verschwundenen Untoten aufmerksam geworden und haben auf eigene Faust nach Strobanoff herumgefragt.
Ich habe keine anderen Gruppen mitgenommen. Vor Ort sind nur die Goblins – die ihr Revier verteidigen wollen, die Verlorenen – die auf ihre Chance warten den Kopf wieder zu bekommen und meine Helden mit dem Zwerg als Sidekick.
Das Schlossgelände ist in einem verwilderten Zustand – mehr als es auf Grund der Zeit sein sollte – und die Umgebung gerade um den See ist schon sehr Sumpfig.
Aktuell stehen wir nach einer ersten „Schnell“-Durchsuchung des Hauses vor der Erkundung des Sees. Zwischenzeitlich sind schon mal die Goblins aufgetaucht und haben heimlich gute Gebrauchsgegenstände aus dem Lager entwendet und gerade versuchen sie die Spuren eines Untoten (?) in den Sumpf am See zu verfolgen. Zwei Helden tauchen gerade nach dem Zeichen und werden gleich Probleme mit ein paar Riesenspringegeln bekommen. Unser Gjalskarländer ist ca. 100 Schritt entfernt und wird gleich auf einen oder zwei „Untote“ stoßen. Ghulshev holt gerade seine Rüstung, da die Helden damit nichts anfangen konnten/wollten und baut sich mal für den Endkampf auf.
Mein Ziel – und das scheint gerade aufzugehen – ist das ganze sehr gruselig zu gestalten und auf einen finalen Kampf um die Krone/Kopf zuzuspitzen, den bei mir die Untoten nicht selbst finden können sondern den die Helden finden müssen. Dann wäre noch ein finaler Kampf unsere Rondrageweihten mit Ghulshev und für die anderen bleiben seine Diener bzw. Sharanbel. Ach ja, wenn mein Geweihter nicht aufpasst und sich um die Gräber kümmert, die noch nicht eingesegnet sind, dann kommen noch 25 Zombies dazu – vielleicht auch noch der Geist des Druiden.
Evlt. kommt zur Verstärkung gerade rechtzeitig noch ein Trupp Draconiter oder Zauberer. Aber das versuche ich erst mal zu vermeiden.

Soweit nach zwei Spieleabenden.

s.ungeziefer
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Re: A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von s.ungeziefer » 23.02.2015 11:18

Schloss Strobanow ist ein ganz passables Abenteuer, das in den Händen eines guten SL durchaus brillant sein kann. Leider betrifft das nur den Rohbau des Abenteuers. Hier wurden 20 Seiten Abenteuer mit 100 Seiten Fülltext geschaffen. Meine Meinung nach hat der Autor seine Hausaufgaben schlecht gemacht - die Erklärung dazu enthält den einen oder anderen Spoiler, also weiterlesen auf eigene Gefahr.

Das ganze Vorspiel in Festum könnte ohne inhaltlichen Verlust auf 2 Seiten zusammengestrichen werden. Hier kann man das berühmte Salami-Rollenspiel betreiben. Denn entscheidende Informationen werden nicht geliefert.

Trotz der Fülle der Seiten fehlen entscheidende Dinge. Nahezu alles ist minutiös aufgeführt, aber der Plan des Gewölbes fehlt (ich weiß das er variabel ist, na und? Macht man halt verschiedene Versionen). Das was am meisten benötigt und dem SL wirklich helfen würde, fehlt: Ein Zeit/Orts-Ablaufplan der NSC. Darunter muss nicht die kreative Freiheit leiden, sondern einfach nur darstellen was die NSC machen solange die SC nicht aktiv eingreifen. Selbst ein ungefähres Vorgehen wäre schon hilfreich gewesen.

Die alte Krankheit der Meisterwillkür ist auch nicht ausgemerzt. Beim ersten Blick auf der Übersichtskarte (ohne den Text zu lesen) war mir eigentlich schon des Rätsels Lösung klar. Wäre ich als Spieler meinem Bauchgefühl gefolgt, so hätte ich das Abenteuer entweder in einer Stunde gelöst, oder wie es das Buch vorschlägt, solange vom SL madig machen lassen bis ich es aufgegeben hätte und den "richtigen" Pfad genommen hätte. Willkommen im finsteren Mittelalter des Spielleitens.

Auch inhaltlich ist alles nicht so proper. Der harte bornische Winter wird erwähnt, aber das ganze Schloss hat nur einen Kamin und keine Öfen. Auch die Wasserleitungsführung (Brunnen/Wasserturm?) ist nicht erklärt (oder das Obergeschoss scheisst einfach auf die Parterre). Die angepriesenen Fallen sind 08/15 Standard. Da hätte man im Kontext wirklich mehr erwartet. Der Rätselpfad ist auch mehr was für eingefleischte Fans (insbesondere da er nur Tünche ist).

Die NSC werden ausführlich beschrieben, das sie der Kern des Abenteuers sind. 32 Seiten lang. Eine kernige Zusammenfassung hätte es auch getan.

Ich sag es noch ein Mal: Es ist kein schlechtes Abenteuer, aber man hätte es mit (ein wenig) Mühe deutlich besser machen können.

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Olvir Albruch
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Re: A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von Olvir Albruch » 23.02.2015 15:05

Hallo s.ungeziefer,
s.ungeziefer hat geschrieben:Das was am meisten benötigt und dem SL wirklich helfen würde, fehlt: Ein Zeit/Orts-Ablaufplan der NSC. Darunter muss nicht die kreative Freiheit leiden, sondern einfach nur darstellen was die NSC machen solange die SC nicht aktiv eingreifen. Selbst ein ungefähres Vorgehen wäre schon hilfreich gewesen.
Wäre schön gewesen, da gebe ich dir Recht. Ist aber mMn kaum bis nicht umsetzbar, da hier zu viele Variablen in den Ablauf hineinspielen, die von der konkreten Ausgestaltung in der einzelnen Runde abhängen. Was nützt dem SL ein Ablaufplan, in dem bspw. die Magier eine Schlüsselrolle einnehmen, er auf diese aber in seiner Runde verzichtet? Selbst wenn man mit allen Parteien spielt, so können die Helden - und somit außerhalb des Einflussbereichs des SLs - kinderleicht jeglichen Plan obsolet machen, einfach indem sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtige Sache tun.
Zum groben Vorgehen der Parteien findest du allerdings sowohl bei deren Beschreibungen im Anhang als auch an verschiedenen Stellen im Abenteuer ausführliche Informationen. Diese zu koordinieren ist (leider?) eine der größten Herausforderungen an den SL in diesem Abenteuer.
s.ungeziefer hat geschrieben:Die alte Krankheit der Meisterwillkür ist auch nicht ausgemerzt. Beim ersten Blick auf der Übersichtskarte (ohne den Text zu lesen) war mir eigentlich schon des Rätsels Lösung klar. Wäre ich als Spieler meinem Bauchgefühl gefolgt, so hätte ich das Abenteuer entweder in einer Stunde gelöst, oder wie es das Buch vorschlägt, solange vom SL madig machen lassen bis ich es aufgegeben hätte und den "richtigen" Pfad genommen hätte. Willkommen im finsteren Mittelalter des Spielleitens.
Kannst du das etwas deutlicher ausführen? Ich kann mir zwar vorstellen, wo du hinwillst, dir dabei aber nicht folgen.
s.ungeziefer hat geschrieben:Die NSC werden ausführlich beschrieben, das sie der Kern des Abenteuers sind. 32 Seiten lang. Eine kernige Zusammenfassung hätte es auch getan.
Lieber zu viel als zu wenig. ;)
Wer auf Details wie bspw. den Hintergrund verzichten möchte, kann das beinahe problemlos tun. Wer hingegen wie vorgeschlagen die diversen NSC enger mit der Gruppe verzahnen möchte, sowohl im Vor- wie auch Nachspiel des Abenteuers, wird wahrscheinlich für zusätzliche Informationen dankbar sein.
Es ist ja auch hier wieder dem Spielleiter überlassen, inwiefern er die Meisterpersonen einbindet - und eine halbe bis dreiviertel Seite finde ich für einen zumindest potentiell wichtigen NSC eigentlich nicht zu viel.

MfG,
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s.ungeziefer
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Re: A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von s.ungeziefer » 26.02.2015 14:00

Danke für deine Kommentare.
Spoiler
Als ich auf die Karte blickte sagte ich zu mir selbst: Im Irrgarten ist der Schatz und da keine Notwendigkeit besteht den Rätselpfad zu durchlaufen, wäre der Hinweis der Statuen für mich schon ausreichend gewesen dort zu buddeln.
Gemäß SL Hinweis sollte das unterbunden werden bzw. fliegende Charaktere davon abgebracht werden. Für mich persönlich ist ein solcher Hinweis nichts als Schikane gegenüber Spieler. Meine Lösung der Problematik ist ein Zahlenschloss an der Zugangstür zum Verlies, die mit den Zahlen des Rätselspfads geöffnet werden kann. Hat eine(oder mehrere) der anderen Parteien die Zahlen, ja dann wird es richtig spannend.

/Spoiler

Was die NSC anbetrifft...
Spoiler
Bei der Fülle der Beschreibung fehlt der Bezug der NSC zu Strobanoff auf persönlicher Basis. Alle haben abstraktere Gründe (selbst die untoten wollen keine persönliche Rache). Wo ist der leidenschaftliche Fan? Die Exgeliebte(n)? Der Loyale Diener? Die Exkumpanen? Der große Konkurrent?
/Spoiler

Je länger ich über den Plan brüte desto mehr stören mich die Details. Warum ist der Wildhüter in einem ummauerten Areal? Außerdem...
Spoiler
Beim triangulieren werden die Felder als Bezugspunkt gesetzt. Welcher Punkt? Das Schild in der Karte? Das ist viel zu vage an dieser Stelle, das die Schmiede getroffen wird ist reine Glückssache.
/Spoiler

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Olvir Albruch
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Re: A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von Olvir Albruch » 26.02.2015 15:30

Es ist im Bewertungs-Thread eines Abenteuers nicht nötig, Spoiler zu eben diesem Abenteuer zu verbergen.
s.ungeziefer hat geschrieben:Gemäß SL Hinweis sollte das unterbunden werden bzw. fliegende Charaktere davon abgebracht werden. Für mich persönlich ist ein solcher Hinweis nichts als Schikane gegenüber Spieler.
Ich denke, das siehst du falsch. Soweit ich weiß, gibt es im Abenteuer keine Aufforderung dazu, die Helden zwingend und unbedingt von irgendetwas abzuhalten (und ich könnte nicht einmal mit dem Finger darauf zeigen, aus welcher Stelle du das herauszulesen meinst).
Sicherlich gibt es Vorschläge dazu, wie man den Helden Knüppel zwischen die Beine werfen könnte - wenn man denn wollte -, aber das beruht lediglich auf der Zielsetzung, Spielleitern jeglichen Spielstils möglichst viele Optionen anzubieten.
Bei der Fülle der Beschreibung fehlt der Bezug der NSC zu Strobanoff auf persönlicher Basis. Alle haben abstraktere Gründe (selbst die untoten wollen keine persönliche Rache). Wo ist der leidenschaftliche Fan? Die Exgeliebte(n)? Der Loyale Diener? Die Exkumpanen? Der große Konkurrent?
Das sind sehr coole Ideen, die gefallen mir gut! :)
So exponierte Charaktere kollidieren natürlich ein wenig mit dem Ansatz, möglichst generische NSC-Gruppen anbieten zu wollen, sowie ggf. auch der Spielvariante, Iljan Strobanoff und sein verwunschenes Schloss als Mysterium zu behandeln.
Kann man aber natürlich gerne einbringen, wenn es einem als Spielleiter gefällt: Nadjescha Bornski bietet sich als Fan an, die alle Reiseberichte gelesen hat, Ugo wird zum großen Konkurrenten (á la Duck vs. Mc Moneysac) und als ehemaligen Gefährten könnte man sogar den angesprochenen Uribert von Kieselburg verwenden.
Gerade Ghulshev sinnt im Übrigen vollkommen nach Rache - ist nur leider etwas schwieriger, wenn die betreffende Person bereits verstorben ist. ;)

Würde ich das Abenteuer irgendwann noch einmal leiten und hätte Gelegenheit, ein paar Abende/Abenteuer lang Vorarbeit zu leisten, würde ich glaub ich solche Charaktere einbauen - diese Form von Drama, Baby, Drama! gefällt mir.

MfG,
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Fridolin
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Re: A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von Fridolin » 14.12.2016 21:43

Habe mir das Abenteuer jetzt durchgelesen und komme mir als Spielleiter echt allein gelassen vor. Ich habe keine Ahnung wie ich das leiten soll.

Wie ich meine Spieler daran hindern soll, dass sie einfach durch das Abenteuer "durchspazieren", ist mir rätselhaft. Ich habe halt keinerlei Erfahrung mit Sandboxen. Hier wären mehr konkrete(!) Tipps imho wichtig gewesen.

Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass eine rivalisierende Partei das leerstehende Nachtlager der Spielerhelden plündert/verwüstet (entweder, um sie zu bestehlen oder um sie zum Abreisen zu bewegen). Aber solche kleinen Ideen stehen afaik als Hilfestellung leider nicht im Abenteuer drinnen (Wenn ich mich irre und sie überblättert habe, weist mich bitte darauf hin).

Fallen euch ähnliche Szenen ein?

Daher bin ich auch sehr stark an Spielberichten interessiert (gerne auch in einem Absatz zusammengefasst, wie es bei euch gelaufen ist) ;)

Gibt es eigentlich noch "Komplexität Meister" als Abenteuerattribut? Schloss Strobanoff wäre wohl sicherlich "hoch"?

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Xenographus
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Re: A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von Xenographus » 12.01.2017 13:44

Ich stecke derzeit auch in den Vorbereitungen zu Schloss Strobanoff. Bisher gefällt mir das AB sehr gut und ich bin gespannt, wie es bei meiner Gruppe ankommen wird. Den Rätselpfad finde ich gut ausgearbeitet und die Indy-Referenzen haben mir ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert :lol:

@Fridolin: Was meinst du mit "durchspazieren"? Ich habe diesbezüglich eigentlich keine Bedenken, denn das Areal ist doch recht weitläufig und die Spieler müssen ja auch erst mal auf den Rätselpfad aufmerksam werden und diesen dann auch bewältigen. Durch die anderen Gruppen kannst du zudem jederzeit den Helden bestimmte Hinweise vor der Nase wegschnappen, was sie vor zusätzliche Probleme stellen dürfte. Ich kann aber auch noch nicht einschätzen, wie sich meine Spieler schlagen werden und ob ich eher Hilfestellungen oder Stolpersteine einbauen werde.

Mal noch eine Frage meinerseits:
Meisterinformationen: Im Schloss finden die Helden ja auch den Stahlschrank von Iljan Strobanoff, der u.a. dessen Tagebucheinträge enthalten soll. Ich finde allerdings nirgends im AB, wo die Helden die Kombination für diesen erhalten können. Ich habe mir schon überlegt, ob ich diese beim Rechtsgelehrten in Festum, der auch das Testament verwahrt hinterlege, was jedoch den Nachteil hätte, dass die Helden erst nach Abschluß des Abenteuers an die Kombination kommen würden. Wie habt ihr das ins AB eingebunden?
Oder habe ich da etwas überlesen?

PS: Bewertung folgt, sobald wir mit dem AB durch sind.

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Re: A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von Olvir Albruch » 11.02.2017 11:09

Xenographus hat geschrieben:Mal noch eine Frage meinerseits:
Meisterinformationen: Im Schloss finden die Helden ja auch den Stahlschrank von Iljan Strobanoff, der u.a. dessen Tagebucheinträge enthalten soll. Ich finde allerdings nirgends im AB, wo die Helden die Kombination für diesen erhalten können. Ich habe mir schon überlegt, ob ich diese beim Rechtsgelehrten in Festum, der auch das Testament verwahrt hinterlege, was jedoch den Nachteil hätte, dass die Helden erst nach Abschluß des Abenteuers an die Kombination kommen würden. Wie habt ihr das ins AB eingebunden?
Oder habe ich da etwas überlesen?
Wer schreibt denn schon seine PIN oder Passwörter auf? :P
Der vermeintlich unknackbare Stahlschrank ist als Herausforderung für phexische Helden gedacht, die dafür auch entsprechend belohnt werden. Die Komplexität des Zahlenschlosses ist gleichzeitig jedoch so hoch, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Helden während des Abenteuers die Zeit haben werden, es en passant zu knacken (es sei denn, man hat einen Meister des FORAMEN dabei).

All das hindert dich jedoch nicht daran, die Zahlenkombination irgendwo zu hinterlegen, wenn die Helden keine entsprechenden Fertigkeiten mitbringen - sei es z.B. in Festum oder bei Strobanoff höchstselbst.

MfG,
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Watership
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Re: A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von Watership » 25.05.2017 20:46

Ich bereite gerade das Abenteuer als SL vor und bin mehr als angetan!

Insbesondere vor dem Hintergrund der Railroading-Beleidigungen die Ulisses normalerweise anbietet, ein echter Lichtblick.

Viel wurde bereits geschrieben, deshalb halte ich mich kurz.

(PRO)
- Ganz im Stile von "Namenlose Nacht" und "Blutige See" haben die Helden maximale Freiheit und endlose Möglichkeiten. An keiner Stelle muss der Meister gängeln, die Helden können sich, wenn sie wirklich mal in einer Sackgasse stecken, mit einer der anderen Parteien verbünden oder eben scheitern.
Gerade letzteres ist unserer Gruppe, vor allen Dingen, wenn solche Beträge und so heftige Artefakte im Spiel sind, wichtig.
- Super finde ich auch die Option sogar die Untoten zu spielen!
- Das Schlossgelände ist abwechslungsreich entworfen und das Schloss selbst übersichtlich beschrieben.

(CONTRA)
- Das Gedicht-Rätsel und diese Code-Entschlüsselung sind mMn völlig überzogen.
Erst Recht, weil die Worte ja noch nicht mal übereinander stehen und der Code den Spielern kaum ausreichend erklärt wird. Spielerfrustration vorprogrammiert.
- Wie in jeder Sandbox muss der SL mal wieder sehr viel Arbeit investieren, um das AB auf seine Gruppe zuzuschneiden.
Zudem finde ich das nahezu zeitgleiche zufällige Zusammentreffen mehrerer Gruppen am Schloss schon arg konstruiert. Die Goblins und der Druide oben drauf überfrachten das AB sehr. Hier gilt mMn Qualität vor Quantität. Ein, zwei Gegnergruppen plausibel zum Schloss geführt (eventuell durch die Recherche der Helden erst auf die Idee gebracht) sind da sicher genug, auch um wirklich nachhalten zu können, welche Fortschritte die Gruppen wann und wie machen, bzw. wer den Helden welches Artefakt schon weggeschnappt hat :-)

UMSETZUNG:
In meiner Umsetzung hat sich Ugo Strobanoff in den Kopf gesetzt das Schloss mit einem gefälschten Testament, in dem er von Iljan als Erben bestimmt wird, in Besitz zu nehmen. Auf der Hinreise kommt es zu einem tragischen Kutschenunfall. Die Helden finden in der Kutsche die Leiche des Mannes, Unterlagen und gefälschte Urkunden, etc., die seinen phexgefälligen Plan beleuchten, die Schätze Strobanoffs erwähnen und die Gruppe so in die Lage versetzen, selbst als Erbschleicher aufzutreten.
Das geht natürlich nur, weil ich meine phexgefälligen Spieler da gut kenne.
Als Gegner nehme ich Draconiter und Magier.

FAZIT:
Ich gebe vier von fünf Sternen!
Gerne mehr Sandboxing bei DSA! Und alte Züge eingemottet!

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Shanna
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A207 Schloss Strobanoff

Ungelesener Beitrag von Shanna » 03.06.2018 15:48

Ich kann dieses Abenteuer nur aus SL-Sicht bewerten und da bietet es eine Fülle an Möglichkeiten. Sehr gut gemachte Handouts für die Spieler, viele Möglichkeiten für den SL die Helden an Informationen kommen zu lassen, ohne die Gruppe zu sehr railroaden zu müssen. Die NSC sind gut ausgearbeitet und können, müssen aber nicht im AB eingebunden werden. Da kann man gut auf die Helden und ihre selbstgewählten Wege eingehen. So würde ich mir mehr Abenteuer wünschen, um als SL nicht noch ungemein recherchieren zu müssen. Wer das Bornland und Rätsel liebt ist meiner Meinung nach hier gut aufgehoben.
Deshalb 4 Sterne von mir.

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