Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Der Plot will es! Diskussionen und Anregungen zu offiziellen und inoffiziellen Abenteuern.
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Arberdon
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Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von Arberdon » 25.05.2014 20:52

Grüße,

wir haben soeben das oben genannte Abenteuer hinter uns gebracht.

Meisterinformationen: Mein adliger Taugenichts (SO12) kommt aus dem Horasreich, um genauer zu sein aus Grangor, und liebt sein Land, seine Stadt und Familie sehr (was sich in Verpflichtungen wiederspiegelt). Er ist zwar kein geweihter, dennoch jemand der die Zwölfe verehrt (für horasianische Verhältnisse). Leider gab es da 3 Götter die es mit der Zuneigung zu seiner Heimatstadt anders gesehen haben, und Grangor kurzerhand platt gemacht haben.

Wie würdet Ihr sein Verhalten zukünftig einschätzen, im Bezug auf diese 3 Götter?

Würde jemand, dem soetwas passiert ist, trotzdem denken dass das Handeln der Götter gerecht ist, oder würde er sie dafür Verachten und ihren Geweihten mit Spott und Hohn begegnen?

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Cyrilean
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Re: Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von Cyrilean » 26.05.2014 08:31

Die Vernichtung der Stadt Grangor war nicht grundlos, wenn auch eine extreme Machtdemonstration.

Die Zwölfe sind ja nicht nur "nett und kuschelig", eine barmherzige Göttervorstellung (wie im Christentum) gibt es nur bei wenigen von Ihnen. Rondra, Efferd und Ingerimm haben definitiv gestrenge und strafende Aspekte.

Darauf könnte dein Horasier auf unterschiedlichste Arten reagieren:

1) Stärkere Gläubigkeit - die Götter haben direkt eingegriffen und ihre Macht gezeigt. Ehre sei den Zwölfen.

2) Abfall vom Glauben - die Götter sind wankelmütig, grausam und kümmern sich nich um ihre Anbeter. Schluss mit Beten!

3) Hinwendung zum Namenlosen - schließich hat der ja keine Unschuldigen dahingerafft.

4) Zuwendung zu Praios - ihn anflehen, die anderen wohl etwas besser im Zaum zu halten.

5) Zuwendung zum Horas - nur er versteht die Nöte der Menschen und liebt seine Horasier

6) Zuwendung zu Travia - möge Sie uns vor dem Zorn der anderen beschützen.

7) Zuwendung zu den strafenden Göttern - schließlich hat der Held überlebt, also muss er wohl auserkoren sein.
*Sämtliche in diesem Post befindliche Aussagen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors.

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Djerun
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Re: Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von Djerun » 26.05.2014 09:10

Sehe ich ähnlich wie Cyrilean. So ein einschneidendes Erlebnis bringt immer beiderlei Reaktionen bei den Überlebenden. Manche sind danach in ihrem Glauben so sehr erschüttert, dass sie keinen Unterschied mehr zwischen den Göttern und den Erzdämonen sehen können. Andere widerum sind in tiefem Glauben daran, dass die Götter ihre Gründe hatten so gefestigt (nicht zuletzt auch durch den Untergang der Stadt an sich), dass sie auch - oder gerade nach so einem Ereignis noch fest und innig im Glauben verwurzelt sind.

Denke an die Argumentationen in der realen Welt. Da kommen oft Fragen auf, wie ein barmherziger Gott sowas Grauenvolles wie Kriege nur zulassen kann. Für manche ein Grund, an Gott zu zweifeln, für andere widerum völlig klarer Beweis für Gottes Barmherzigkeit und Größe.

Fazit: Such Dir aus, was Dir für Deinen SC gefällt. Eventuell kannst Du auch die oben von Cyrilean beschriebenen Ideen um eigene erweitern und dann den Würfel entscheiden lassen.

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Alam
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Re: Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von Alam » 27.05.2014 13:37

Wie Cyrilean sagt, ist es gut getroffen.
Nur würde ich noch Rache an den Göttern dazunehmen. Entweder zum Namenlosen, den Gegenerzdämonen oder dem Herrn der Rache

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Thrain
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Re: Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von Thrain » 28.05.2014 00:07

In der Auflistung fehlen noch mindestens eine Göttin und ein Gigant (ok, unwahrscheinlich), denen er sich nach dem Erlebnis zuwenden könnte. Dazu noch Phex und Hesinde (wegen der Talami Sora-Geschichte) und vielleicht Tsa.

Den Geweihten mit Spott und Hohn begegnen funktioniert nicht, weil ja nichts passiert ist und niemand davon weiß. Und die Geschichte kann man nicht mal eben jemandem auftischen.

Vielleicht ist er ein wenig vorsichtiger, was sein Vertrauen in die Interessen der Götter betrifft. Vielleicht versucht er, die Beweggründe der Götter nachzuvollziehen und kommt ihnen dadurch umso näher. Vielleicht hat er Lust, sich näher mit dem Hotspot... äh, ich meine der Geschichte seiner Heimatstadt zu befassen. Vielleicht freut er sich einfach, dabeigewesen zu sein - in einer Zeit, die fast niemand erlebt hat. Vielleicht wird er auch einfach alt und weise und stellt irgenwann fest, dass schon alles gut so ist, wie es war... wozu gibts denn Helden... oder so.

Sahiloran
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Re: Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von Sahiloran » 28.05.2014 07:43

Vielleicht fängt er nun auch an extrem die Leute zu missionieren, dass sie ein besseres göttergefälligeres Leben führen und die Götter in Zukunft keinen Grund mehr sehen sie so extrem zu strafen. Also eine eher echsische Einstellung (ich füchte die Götter, also versuche ich alles sie zu besänftigen).

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Nova
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Re: Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von Nova » 28.05.2014 12:19

Thrain hat geschrieben: Den Geweihten mit Spott und Hohn begegnen funktioniert nicht, weil ja nichts passiert ist und niemand davon weiß. Und die Geschichte kann man nicht mal eben jemandem auftischen.
Man würde dann natürlich auch eher allgemein über ihr Gottvertrauen spotten, und nicht gleich direkt mit den Ereignissen kommen, die passiert sind.

Also ich denke, es passt schon ganz gut, wenn man ob so eines Ereignisses seinen Glauben in bestimmte Götter verliert. Ich weiß gar nicht, warum quasi jeder Post in diesem Thread zu einem anderen Ergebnis kommen will. Klar, diese sind auch möglich - aber der Glaubensverlust ebenso.

Arberdon
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Re: Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von Arberdon » 29.05.2014 23:08

Danke für die vielen Meinungen.

Sein Glaube an diese 3 Götter wird auf jedenfall sogut wie unwiederruflich erschüttert sein. Mit einigen Göttern hat er jedoch positive Erfahrungen gemacht (Rahja, Phex) und weiß nun nicht mehr so ganz wie er all das einordnen soll. Er wird von nun an den Worten der Geweihten mit Skepsis begegnen und ihr Urteil anzweifeln und hinterfragen.

Zumindest fürs erste.

P.s Das mit dem Namenlosen wäre ich auch ne Interessante Idee jedoch wäre das für den Held (noch) etwas weit hergeholt, weil er Ihm wohl auch nicht unbedingt über den Weg traut.

Leta
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Re: Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von Leta » 30.05.2014 19:48

Götter die auch mal im Notfall direkt eingreifen um die Gesamtheit der Schöpfung zu bewahren finde ich persönlich ziemlich cool. Ja! Sterbt Sünder! Tötet sie alle, die Rechtgläubigen kann man auch noch anschließend Aussuchen. Wo gehobelt wird fallen Späne!
Wer liebevolle Haiahaia Götter will die niemandem etwas zuleide tun können sollte sich an Tsa wenden.

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Re: Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von milamber81 » 30.05.2014 22:16

Ne Glaubenskrise ist das noch lang nicht...
Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, mich mit einem ambosszwergischen Angroschgeweihten (Hüter der Wacht) in besagtem Abenteuer wiederzufinden...
Der einzige Grund, warum der Char nicht versucht hat, die Helden aufzuhalten, die sich gegen den Ratschluss Angroschs stellen, war der, dass ich als Spieler dem Meister nicht das Abenteuer sprengen wollte. Denn eigentlich hätte der Char das machen müssen...
Verarbeitet wurde das ganze nachträglich mit ner Antipathie gegen Horasier, die sich durch weitere Erlebnisse zu regeltechnischen Vorurteilen aufgewertet hat. Würde der Zwerg hören, dass das Horasreich in ner Sturmflut untergegangen wäre, täten ihm heute die dort lebenden Zwerge Leid. Die Menschen? Kein Stück...
Krieg ist nur die Fortsetzung der Staatspolitik mit anderen Mitteln.

Carl von Clausewitz (1780-1831)

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Re: Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von Olvir Albruch » 31.05.2014 11:10

Was ich noch in den Raum werfen möchte, ist die Achaz-Variante:

Der Held hat die Macht der Götter erkannt, gespürt und überlebt. Nun wird er alles daran setzen, möglichst nicht noch einmal ihre Aufmerksamkeit zu erregen und/oder sie zu besänftigen.

Das kann schnell in Paranoia oder Wahnvorstellungen enden, finde ich aber lustig. :)

MfG,
Olvir Albruch
Leitet gerade:
  • Schatten im Zwielicht (79 Std.)

Arberdon
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Re: Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von Arberdon » 31.05.2014 15:08

@milamber81

Mein Horasianer wird das gleiche Pflichtgefühl zu seiner Heimatstadt haben wie du du Ingrimm, so dass er anstatt die Stadt Untergehen lassen möchte, sie um jeden Preis zu retten möchte. Und somit Voruteile gegen Göttergläubige aufbauen.

Habe auch nochmal im "Reich des Horas" nachgelesen das die Loyalität und Hingabe zum Horasreich nur noch von den Hingabe zur eigenen Stadt/Bezirk/Familie übertroffen wird. Dazu noch mit der Verplichtungen Horasreich, muss sich mein Held eigentlich so Verhalten und das Fehlverhalten der Götter stärker ahnden als das seines Volkes.

Andromaxus
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Re: Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von Andromaxus » 31.05.2014 18:21

Die Götter in den ersten Abenteuern sind noch stark der griechisch-römischen Götterwelt angelehnt. Sie sind nicht der perfekte Onkel der einem seine Sünde vergibt, sondern ständig übelgelaunte Tyrannen, die jeden Fehler bestrafen. Demnach würde ein Aventurier auch über so eine Strafe nicht seinen Glauben an die Götter verlieren, das würde ja schließlich nur noch mehr Strafen herbeirufen.

Ein aktuelles Äquivalent wäre einer der US-Prediger, die Hurricane Katrina für eine Strafe Gottes für die Sündigkeit von New Orleans halten. Von denen bzw deren Anhängern kommt auch keiner plötzlich Satan anzubeten oder zum Hinduismus zu konvertieren. Vielmehr ist Gottes Strafe ein Anlass das eigene Verhalten zu relektieren und in Zukunft ein besserer Christ zu sein.

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Djerun
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Re: Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von Djerun » 01.06.2014 17:42

... nur dass der Glaube an eine Strafe Gottes in Gestalt des Sturmes Unfug ist, denn die Bibel spricht von einem Pakt zwischen Gott und den Menschen, in dem Gott versprochen hat, keine Katastrophen mehr über die Menschheit zu schicken. Gut, es ging dabei um die Sinntflut und die Auslöschung der gesamten Population, aber dennoch passt das nicht.

Ebenso, wie ich hier irdisch/ real oft der Meinung bin, dass viele Prediger bewusst oder aus fanatischer Blindheit Teile des überlieferten Glaubens weglassen/ vergessen, so kann man das auch aventurisch sehen. Wenn so etwas Erschütterndes passiert, so kann ein Gläubiger auch erstmal in sich gehen, für Außenstehende fast apathisch wirken. Irgendwann ist er dann entweder gefestigt im Glauben, wird fanatisch, oder fällt vom Glauben ab. Das liegt an den Einflüsterungen, denen er in der heißen Phase des Nachdenkprozesses unterliegt, genauso wie an seiner eigenen Geisteshaltung und seiner Schlussfolgerung aus dem Erlebten.

Warum auch wurde irdisch aus einem Mönch ein brutaler Hexenjäger, während ein anderer Mönch - vielleicht sogar aus dem gleichen Kloster - auf die Idee kommt, die Bibel zu übersetzen und 95 Thesen an eine Kirchentür zu schlagen? Zwei völlig unterschiedliche Interpretationen der gleichen Zeit, des gleichen Umfeldes und der gleichen Lehre.

Die Mehrheit wird sich radikalisiert entweder in den Dienst eines fanatischen Ordens stellen, oder ebenso radikalisiert eine Position gegen die Götter einnehmen. Aber daneben gibt es - besonders für herausragende Charaktere, also Helden - noch alle denkbaren Reaktionen... bis hin zum Schulterzuckenden "Die Götter werde schon wissen warum."

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Nova
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Re: Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von Nova » 01.06.2014 20:22

Leta hat geschrieben: Wer liebevolle Haiahaia Götter will die niemandem etwas zuleide tun können sollte sich an Tsa wenden.
Tja. Hört sich so an als könnte Arberdons Charakter genau das machen ;) Oder sich von allen Göttern abwenden. Und nach der Erfahrung die er gemacht ist das doch auch völlig legitim.

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Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von bLa9000 » 28.02.2018 13:53

Ich habe aktuell das gleiche Problem. Wir haben das Abenteuer durchgespielt, und mein rondrianischer Krieger ist ziemlich aufgewühlt was seinen Glauben angeht. Nicht nur das u.a. Rondra mitgeholfen hat die Stadt zu zerstören, ein Blitzschlag hatte meinen Helden getötet. Nun ist er ziemlich durch den Wind und weiß nicht so Recht was er von Rondra halten soll.

Den in seinen Augen haben die Götter den für sich einfachsten Weg gewählt, und das geht für ihn gar nicht klar.

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Dingleberry
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Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von Dingleberry » 28.02.2018 14:58

@bLa9000 Wenn du jetzt wissen willst wie sich das auf den Charakter deines ähh Charakters auswirkt kann ich gerne ein paar Vorschläge machen.

Man könnte bei sowas eine maltheistische Sichtweise adoptieren und auf die Götter schimpfen, würde aber der Gruppentauglichkeit schaden in den meisten Fällen.

Auch möglich wäre es vielleicht dem Rahjaglauben etwas näher zu kommen, schließlich hat sie die Stadt gerettet. Dann würde man vielleicht denken, dass die Götter grundsätzlich richtig gehandelt haben, aber man Rahja dankbar ist für ihre Gnade.

Als letztes würde mir einfallen in Zukunft eine wo-gehobelt-wird-fallen-Späne-Einstellung zu haben. Manchmal müssen für das größere Wohl auch Opfer gebracht werden. Sogar die Götter machen das so!
Auch bekannt als Alveraniar des Unnützen Wissens - Trivihal

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Ungelesener Beitrag von bLa9000 » 01.03.2018 14:31

Um den Meister noch etwas Einfluss zu ermöglichen, wir der Char wohl eine Art Pilgerreise unternehmen, um einerseits das Erlebte besser verarbeiten zu können, und dadurch auch eventuell ein für sich akzeptables Bild von Rondra zu erhalten. Ob er dadurch wieder Näher zu ihr kommt, bzw sich vllt doch eher anderen Göttern oder Denkrichtungen anschließt, liegt in der Hand des Meisters ^^

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Ungelesener Beitrag von Laske Hjalkason » 01.03.2018 15:05

bLa9000 hat geschrieben:
28.02.2018 13:53
ein Blitzschlag hatte meinen Helden getötet.
Hm welch Ehre, Du wurdest von Rondra im Zweikampf pulverisiert. :lol:
Die Vorschläge von Dingleberry finde ich richtig gut.

Wie sieht Dein Char denn Rondra eigentlich? Als Göttin des Zweikampfes oder als Kriegsgöttin? Das hat sich die Letzte ja etwas geändert.

Ich hatte damals auch Probleme mit der Handlungsweise der Götter. Allerdings war das für meinen damaligen Scharzmagier nicht so das Problem, sondern eher Wasser auf seine Mühlen. :wink:

Das Rondra Dich mit dem Blitzschlag, quasi persöhnlich pulverisiert hat sollte man ihr nicht krum nehmen. Das war ja schon eher eine spezielle Zuwendung, also wie gesagt eine große Ehre und ein Zeichen dafür, das sie Dich im Blick hat. Das lässt natürlich fürchten, das sie evtl. Großes mit Dir vorhat, oder von Dir erwartet. Das könntest Du ja so interpretieren, das sich Dich damit zu einem Auserwählten macht, Dich vielleicht sogar persöhnlich herrausfordert, wo wir schon bei der Göttin des Zweikampfes angekommen sind. Das scheint weniger problematisch, wollte ich aber nochmal zusätzlich hervorheben das Du quasi von einem Gott "berührt" wurdest.
Das die 3 einfach mal so eine komplette Stadt auslöschen ist wirklich glaubenserschütternd und sollte auch erspielte Konsequenzen haben. Ob es Dich von Rondra wegtreibt oder (evtl. über ein paar Um- und Irrwege) tiefer in ihre Arme, weißt Du ja selbst noch nicht. So eine Glaubenskrise bietet ja eben die Möglichkeit seinen Char besser kennenzulernen.
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Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von bLa9000 » 25.03.2018 11:51

Er wird sich auf jedenfall sehr intensiv damit auseinandersetzen. Das Verhalten der Götter zeigt auf ihm dass sich nur die Stakren behaupten können. Denn in den Augen der Götter waren die Leute aus Grangor einfach zu Schwach,um das Problem selbst zu lösen. Also muss mein Held eine Möglichkeit finden wie er in den Augen der Götter nicht mehr Schwach wirkt.
Das gnadenlose Verhalten Rondras passt auch überhaupt nicht in sein persönliches Bild von ihr. So ein Verhalten hätte er rher ihrem Sohn zugeschrieben.

Anfangen will er diese Queste damit, so bald als möglich, sich auf eine Art Pilgerreise der Rondra zu begeben, um mehr über das Wesen Rondras und ihres Wirkens auf Dere zu erfahren.

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Rhonda Eilwind
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 25.03.2018 15:56

Wir haben das Abenteuer vor Jahren selbst auch gespielt, und eine Glaubenskrise hatte tatsächlich keiner der Helden.

Unsere Gedanken waren übereinstimmend eher: wenn es so schlimm ist, dass die Götter lieber eine ganze Stadt vernichten, als das Artefakt des Namenlosen bestehen zu lassen bzw. sie dem Einfluss des Namenlosen zu überlassen, dann muss es wirklich schlimm sein.

Dass die Aktion als 'Strafe' im biblischen Sinne gemeint war, habe ich nicht mehr so in Erinnerung, ich habe das bei mir eher als massive, durchaus verzweifelte Aktion gegen den großen Gegenspieler abgespeichert.

Es wirkt für einen Gläubigen der Zwölfgötter in Aventurien, der ja nicht glaubt, sondern ziemlich sicher sein kann, am Ende des Lebens in eines der Zwölfgöttlichen Paradiese zu gelangen, wenn er nicht vom rechten Weg abgewichen ist, vielleicht auch gar nicht so gnadenlos, die Unschuldigen mit zu vernichten - immerhin gelangen die damit ohne Umweg ins Jenseits, und fallen nicht etwa der Verdammnis anheim.

Auf jeden Fall ist das auch ein Argument aus Sicht der Götter für die Vernichtung der Stadt, ehe der Namenlose noch mehr Einfluss gewinnt - so lassen sich immerhin die Seelen der bis dahin noch Unverderbten für die gute Sache sichern! Gerade Rondra, die ja ohnehin, wenn ich mich richtig erinnere, die Seelen der größten Recken für den letzten Kampf sammelt, sollte daran ein Interesse haben. Dann lieber eher zu sich holen, als drauf verzichten müssen...

Wenn dann Rahja persönlich sich an die Helden wendet und etwas anderes versuchen will, ist das auch kein Argument gegen 'die Götter als solche', und dafür, sich von denen abzuwenden. Mindestens eine ist an den Menschen interessier und will ihnen wohl.

Dass Rahja, die ja für viele diesseitige Aspekte des Lebens und vor allem seine schönen Seiten zuständig ist, das etwas anders sieht als die anderen drei, und eher bereit ist, aus Sicht der Sterblichen zu handeln und auch das Leben vor dem Ende für wichtig zu halten, finde ich konsjstent, es spricht aber auch aus aventurischer Sicht nicht gegen die Götter als solche oder unterstellt ihnen generell Desinteresse an den Sterblichen... Sie haben nur evtl. Jeweils andere Prioritäten.

Wir hatten damals einen Krieger aus Thorwal in der Gruppe, der sehr, sehr rondragläubig war, wenn auch auf eine sehr thorwalsche Art und Weise... (die Rolle von Swafnir für die Thorwaler war damals noch nicht so extrem definiert, wenn der überhaupt schon beschrieben war). Der hat Rondras Entscheidung als solche keinen Moment angezweifelt.

Dass Rahja persönlich sich aber an die Helden wandte und sie bat, mit ihre Hilfe im Sinne der Menschen noch etwas anderes zu versuchen, hat ihr ebenso tief beeindruckt, und immerhin war sie ebenfalls eine Der Zwölfe und hat sich persönlich die Mühe gemacht, u.a. Ihn um Hilfe zu bitten. Da stellt man sich nicht hin und mault., weil Rondra aber was anderes wollte... (außer vielleicht, man ist ein Zwerg und Angroschgeweihten, s.o.)

Sondern man respektiert den göttlichen Auftrag idealerweise so wie den jedes der anderen Zwölfe. Zumal es in darum ging, Rondras Plan zu verhindern, sondern ihn im Idealfall überflüssig zu machen. Hätten wir als Gruppe versagt, wären die Hardliner unter den Göttern zur Tat geschritten.

Man versucht also, das Beste draus zu machen und allen Seiten gerecht zu werden. Rondra hatte sicher ihre Gründe - aber die hat nicht ihn persönlich beauftragt. Hätte sie das (ebenfalls), hätte er u.U. Von Rahjas Aktion Abstand genommen.

So stellte sich die Frage aber nicht.

Und es kam bei ins auchnie der Eindruck auf, Rondra würde es Missfallen, was die Charaktere tun, oder sie würde das sabotieren. Rahja hatte eine Chance, das Unheil anzuwenden und das Problem anders zu lösen, und versuchte, das mit unserer Hilfe umzusetzen. Das sprach nicht gegen Rondra.

Eine Krise hätten die Beteiligten, wenn überhaupt, evtl dann gekriegt, wenn das anders gewesen wäre und Rondra aktiv gegen uns vorgegangen wäre - was wimre bei uns nicht der Fall war - oder wenn wir Erfolg gehabt hätten, und die anderen Götter, ob aus Strafbedürfnis oder Rechthaberei, die Stadt trotzdem vernichtet hätten. Haben sie aber nicht. Also, zumindest bei uns nicht.

Von daher war es so, wie es war, ok für uns.
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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bLa9000
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Glaubenskrise nach Kanäle von Grangor

Ungelesener Beitrag von bLa9000 » 15.05.2019 12:01

Was die Helden ja wenn überhaupt nur im geringen Maße ermessen können, ist die Tatsache, dass Rahja Satinav dazu gebracht hat eine Zeitmanipulation durchzuführen. Was an sich ja schon ziemlich heftig ist.

Aber die Antworten und Ideen der anderen haben mich zu folgender Ansicht gebracht:

- Die Götter sind wahrhaft allmächtig und ich durfte Zeuge ihrer Macht werden

- Rondra hat mich persönlich gerichtet, was bedeutet das sie mich im Auge hat

- Zum Wohle aller, kann nicht jeder gerettet werden, das große Ganze hat Vorrang

- Zeit ist das wertvollste Gut welches wir besitzen, wir sollten sie waise nutzen

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