Phex-Geweihter

Von A wie Aves bis Z wie Zholvar: Alles über (mehr oder weniger) anbetungswürdige Kräfte, ihre Diener & Schergen.
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Ryneld
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Phex-Geweihter

Ungelesener Beitrag von Ryneld » 22.07.2017 20:53

Moin!

Ich hab zwei kurze Fragen zu meinem (verdeckten) Phex-Geweihten:

1. Wie kann, wenn ich bspw. etwas Wertvolles gestohlen habe, etwas für Phex opfern? Passiert das in einem Tempel? Gebe ich das jemanden? Also das tue ich doch als Geweihter oder arbeite ich doch hauptsächlich zur eigenen Bereicherung?

2. Wie äußert sich Füchsisch. Klar, ist eine Möglichkeit um mit jemanden zu kommunizieren. Soweit klar. Aber es gibt ja auch allerlei Markierungen habe ich gelesen. Zum Beispiel bei Plätzen die sich lohnen oder so? Wie häufig kommt das so vor? Was sagen solche Markierungen aus?

3. Morden ist ja allgemein eher Mist. Wie steht es mit Orks? Phex hat da ja auch einen Konflikt mit Tairach. Ist also das Morden von Orks weniger ein Problem? Das ganze stilvoll zu gestalten wäre natürlich noch besser.

4. Wie würde mein Geweihter auf eine Hexe in der Gruppe reagieren? Offen?

5. Wie können Tempel von innen aussehen? Bei den offenen sind die laut WdG und Vademecum wohl häufig Markthallen wo wohl einiges angeboten wird. Und bei verdeckten? Wie kann man diese regeltechnisch finden? Also wie würdet ihr das gestalten? Einfache Gassenwisseproben?

6. Laut DSA5-Regeln habe ich ja Verpflichtungen gegenüber der Kirche. Dass ich nichts kostenlos mache, betrifft dann auch die innerkirchliche Arbeit, ja?



Sorry für meine vielen Fragen und danke im Voraus für die Antworten!

Liebe Grüße!

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Cifer
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Ungelesener Beitrag von Cifer » 22.07.2017 22:34

1. Wie kann, wenn ich bspw. etwas Wertvolles gestohlen habe, etwas für Phex opfern? Passiert das in einem Tempel? Gebe ich das jemanden? Also das tue ich doch als Geweihter oder arbeite ich doch hauptsächlich zur eigenen Bereicherung?
Im Tempel opfern (=der dortigen Sammlung hinzufügen) wäre wohl der Klassiker.
2. Wie äußert sich Füchsisch. Klar, ist eine Möglichkeit um mit jemanden zu kommunizieren. Soweit klar. Aber es gibt ja auch allerlei Markierungen habe ich gelesen. Zum Beispiel bei Plätzen die sich lohnen oder so? Wie häufig kommt das so vor? Was sagen solche Markierungen aus?
Wenn du weder Garethbox noch Phexvademecum hast (bin mir grad nicht sicher, ob sie in letzterem drinstanden), orientiere dich an den irdischen Gaunerzinken und Rotwelsch.
3. Morden ist ja allgemein eher Mist. Wie steht es mit Orks? Phex hat da ja auch einen Konflikt mit Tairach. Ist also das Morden von Orks weniger ein Problem? Das ganze stilvoll zu gestalten wäre natürlich noch besser.
Der wesentliche Punkt am Morden ist meines Erachtens das niedere Motiv, inklusive Habsucht. Wenn du also in der Nacht vor dem Orkenangriff aufs wehrlose Dorf mal einen kleinen Ausflug durchs feindliche Heerlager tätigst, hat da Phex sicherlich nichts dagegen.
4. Wie würde mein Geweihter auf eine Hexe in der Gruppe reagieren? Offen?
Schwierig einzuordnen. In erster Linie vorsichtig, denke ich - Phexgeweihte interagieren ja öfters mit den nicht ohne Grund verrufenen Mitgliedern der Gesellschaft.
5. Wie können Tempel von innen aussehen? Bei den offenen sind die laut WdG und Vademecum wohl häufig Markthallen wo wohl einiges angeboten wird. Und bei verdeckten? Wie kann man diese regeltechnisch finden? Also wie würdet ihr das gestalten? Einfache Gassenwisseproben?
Gassenwissen, Bestechung von Kriminellen, Ausschau halten nach entsprechenden füchsischen Zinken, ...

6. Laut DSA5-Regeln habe ich ja Verpflichtungen gegenüber der Kirche. Dass ich nichts kostenlos mache, betrifft dann auch die innerkirchliche Arbeit, ja?
Tut es, aber natürlich darf dir im Gegenzug die Kirche auch deine Ausbildung und Weihe in Rechnung stellen. Die abzuzahlen dürfte eine ganze Weile, wenn nicht gar ein Leben lang, dauern - darum: Verpflichtungen.
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Ryneld
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Ungelesener Beitrag von Ryneld » 22.07.2017 23:08

Dankeschön für deine Antworten!
Die haben mir sehr weitergeholfen!


Noch einen schönen Abend!

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Cloverleave
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Ungelesener Beitrag von Cloverleave » 23.07.2017 18:24

Ryneld hat geschrieben:
22.07.2017 20:53
2. Wie äußert sich Füchsisch. Klar, ist eine Möglichkeit um mit jemanden zu kommunizieren. Soweit klar. Aber es gibt ja auch allerlei Markierungen habe ich gelesen. Zum Beispiel bei Plätzen die sich lohnen oder so? Wie häufig kommt das so vor? Was sagen solche Markierungen aus?
In größeren Städten wird es solche Markierungen an allen lohnenswerten Häusern geben. Ansonsten ist Füchsisch vorallem das umdeuten von Worten und nutzen der Zweideutigkeit von Worten. "Der Hahn schreit dreimal, wenn die Taube Brotkrümel sammelt." könnte dann heißen "3 Stunden nach Mitternacht findet unser Einbruch statt."
Ryneld hat geschrieben:
22.07.2017 20:53
4. Wie würde mein Geweihter auf eine Hexe in der Gruppe reagieren? Offen?
Das kann ganz unterschiedlich sein. Auch dein Geweihter ist nur ein Mensch, der je nach Hintergrund, tolerant oder eher rassistisch sein kann. Im Sinne der Phexkirche wäre wohl vorsichtig bis aufgeschlossen und verbündend wahrscheinlich.
Ryneld hat geschrieben:
22.07.2017 20:53
5. Wie können Tempel von innen aussehen? Bei den offenen sind die laut WdG und Vademecum wohl häufig Markthallen wo wohl einiges angeboten wird. Und bei verdeckten? Wie kann man diese regeltechnisch finden? Also wie würdet ihr das gestalten? Einfache Gassenwisseproben?
Tempel des Phex sind sehr unterschiedlich. Ein offener (Handels)-Tempel wird wohl, wie du sagst, eine Markthalle haben, dazu eine Gebetshalle. Klassisch wäre eine mit (mehr oder weniger teuren) Edelsteinen bedeckte schwarze Decke als Abbild des Sternenhimmels. Oft werden kleinere Abteile mit dicken grauen Tüchern abgehängt, so dass man sich dort ungestört und ohne belauscht zu werden in Handelsdingen beraten kann.
Verdeckte Tempel können sich hinter jeder Fassade verstecken...im Hinterzimmer eines Gasthauses, im Keller eines Handwerksbetriebs, im oberen Geschoss eines Händlerkontors...
Finden kann man das wie schon angedeutet wurde, mit allem möglichem. Gassenwissenprobe sind die beste Art an Leute zu kommen, die einem weiterhelfen. Will man rein über Proben gehen bieten sich Gassenwissen, Überreden, Sich verkleiden, Klettern, Wissenstalente zum Lösen eventueller Rätsel an und weiteres an.
Ryneld hat geschrieben:
22.07.2017 20:53
6. Laut DSA5-Regeln habe ich ja Verpflichtungen gegenüber der Kirche. Dass ich nichts kostenlos mache, betrifft dann auch die innerkirchliche Arbeit, ja?
Eine Gegenleistung muss ja nicht unbedingt Geld sein.
Ansonsten heißt Verpflichtungen, dass du tust, was die Kirche verlangt, und eigene Belange dafür hinten anstellst. Auch wenn es bei der Phexkirche nur bedingt hierarchische Strukturen gibt.
Könnte also so aussehen:
Du planst eigentlich einen Einbruch irgendwo, als der Tempelvorsteher des örtlichen Phextempels zu dir kommt und verlangt, dass du in eine andere Stadt reist, um dort von einem Alchimisten etwas wichtiges zu stehlen. Im Gegenzug wird der Tempel dir hinterher bei deinem Einbruch helfen.
Du verlierst also nicht unbedingt durch die Verpflichtungen, musst aber eigene Pläne und Wünsche hinten anstellen.

Ryneld
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Phex-Geweihter

Ungelesener Beitrag von Ryneld » 23.07.2017 19:12

Danke auch für deine Antworten!
Ich glaube, so langsam kann ich mir ein Bild machen.. :)

Leta
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Phex-Geweihter

Ungelesener Beitrag von Leta » 23.07.2017 19:29

Ryneld hat geschrieben:
22.07.2017 20:53
6. Laut DSA5-Regeln habe ich ja Verpflichtungen gegenüber der Kirche. Dass ich nichts kostenlos mache, betrifft dann auch die innerkirchliche Arbeit, ja?
Wenn du jemand noch einen Gefallen schuldig bis kann es auch sein das du ohne direkte Gegenleistung etwas tun musst. So wird es auch mit den Verpflichtungen sein...

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Cifer
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Ungelesener Beitrag von Cifer » 23.07.2017 20:45

Cloverleave hat geschrieben:
23.07.2017 18:24
Ryneld hat geschrieben:
22.07.2017 20:53
4. Wie würde mein Geweihter auf eine Hexe in der Gruppe reagieren? Offen?
Das kann ganz unterschiedlich sein. Auch dein Geweihter ist nur ein Mensch, der je nach Hintergrund, tolerant oder eher rassistisch sein kann. Im Sinne der Phexkirche wäre wohl vorsichtig bis aufgeschlossen und verbündend wahrscheinlich.
Vorsichtig halte ich dabei für am wahrscheinlichsten und Rassismus (welche Rasse überhaupt?) hat damit nicht unbedingt was zu tun. Zwar haben die hexische und die phexische Weltsicht gewisse Gemeinsamkeiten (Ablehnung der äußeren Regeln), aber den durchwachsenen Ruf genießen Hexen nicht ohne Grund - nicht viele Traditionen haben eine eigene Ritualsparte entwickelt, die als einzigen Zweck hat, anderen Menschen möglichst großes Leid zuzufügen, und gleichzeitig noch eine Moralvorstellung, die den Einsatz dieser Rituale "wenn dir grad danach ist" gutheißt.
Insofern kann eine Hexe zwar unheimlich tolle Sachen, die sie zu einer guten Verbündeten machen können, aber durch ihre gefühlsbetonten Moralvorstellungen würde ich sie erstmal als potenziell unzuverlässig bis gefährlich einstufen. Eine Harmlose Gestalt ist bei der Infiltration des Grafenhauses zwar unglaublich nützlich, aber wenn die Gräfin dann die "Dienstmagd" über den Haufen rennt und letztere der hohen Herrin im Jähzornanfall direkt die nächste Warze auf die Nase hext, war's das dann auch schon wieder.
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Phex-Geweihter

Ungelesener Beitrag von Faras Damion » 24.07.2017 18:19

Wenn Du etwas Geld investieren willst, empfehle ich folgende Romane :

Nachtrichter:
http://www.ulisses-ebooks.de/product/104595
Kleine Geschichte. Hier geht es zwar um eine offene Phexgeweihte, aber ich fand die Darstellung von Göterdiensten und die Interaktion mit anderen Kirchen sehr inspirierend.

Auge des Morgens:
http://www.ulisses-ebooks.de/product/12 ... oad-kaufen
Eine nette Kurzgeschichte über einen erfahrenen Phexgeweihten, der in Metaplot-wichtige Ereignisse stolpert.

http://www.ulisses-ebooks.de/product/13 ... oad-kaufen
Der gleiche Phexgeweihte in einem epischen Abenteuer im Orkland.


1) Ein Phexgeweihter wird genügend Geld behalten, um angemessen leben zu können. Es existiert die Regel 2 Silber Phex zu geben, um Proben zu erleichtern. Wenn Du aber besonders viel Geld gewonnen hast oder Phex etwas zurückzahlen willst, ist eine Spende sicher gut. Wenn Du Lust hast, kannst Du dir auch Dinge ausdenken, um das Geld zu Ehren Phex zu verwenden. Zum Beispiel etwas Geld verstcken und eine Schatzkarte mit Rätseln unter die Leute bringen. Oder einen Wettkampf unter Strassenkinder anregen, mit einem Preis für den- oder diejenige, die sich besonders gut verstecken kann oder Tauschgeschäfte tätigt. dabei ist immer nett, die anderen Mitspieler einzubinden.

4) Rechtlich gesehen ist eine Hexe im Mittelreich geschützt, solange sie niemand mit Magie schädigt und mit ihrer Magie kein Geld verdient. Aber ein Phexgeweihter sollte mit regelbrüchen kein Problem haben, solange sie keine Dämonen beschwört. Im Gegenteil ist so jemand ein nützlicher Kontakt, der gepflegt werden sollte.

5) Man kann es über Würfelwürfe lösen oder ausspielen (z.B. Reden mit Kontakten), wobei ich letzteres nur machen würde, wenn die ganze Gruppe eingebunden ist, sonst kann es schnell langweilig für die Mitspieler werden.

6) Ich habe, dass immer so interpretiert, dass man sich um Schreine und Gottesdienste kümmert, wenn man in einer Stadt ist und Rabatte bei Aufträge von Geweihten gibt. Aber es ist tatsächlich nicht gut definiert.

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Ungelesener Beitrag von der.maekkel » 27.07.2017 14:53

Zu 3) Einfach so Orks zu töten ist nicht so prall, doch in der Verteidigung der zwölfgöttlichen Gemeinschaft gehen viele Phexensdiener skrupeloser vor als Korgeweihte.
- Aber Sabotage, Diebstahl im Orklager kann wohl als wohlgefällig gelten.

Zu 4) Das würde ich vom Hintergrund des Phexgeweihten ausmachen. Viele Phexgeweihte kommen ja aus ärmlichen oder ungebildeten Verhältnissen.
Zudem noch: Ist der Phexgeweihte abergläubisch, wie gut kennt er sich überhaupt mit Magie aus? Je nach Herkunft könnte er genauso Vorurteilshaft gegenüber Hexen sein wie ein praiotischer Bannstrahler. Immerhin ist ja auch Phex der die gefallene Mada bewacht. Nur die tulamadischen Feqz-Gläubigen sehen ihren Herrn auch als Gott der Magie.

Varaion
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Phex-Geweihter

Ungelesener Beitrag von Varaion » 08.08.2017 14:53

1.
Eigene Bereicherung... Naja. Du erhälst ja die Bereicherung der bestandenen Herausforderung :wink: . Ich würde es so machen: Wie sehr hat dir Phex deiner Meinung nach helfen müssen, damit du die Herausforderung überwinden konntest? Auch Phex macht das sicherlich nicht ohne Hintergedanken und will dafür eine Gegenleistung sehen. Was ist dir denn die zukünftige Hilfe deines Gottes wert? Er kann dir ja jederzeit den Karmahahn abdrehen oder statt dir Glück zukommen zu lassen die Gegenpartei begünstigen :phex:
4.
Hängt wie schon oft erwähnt von Gesinnung der Hexe und von dir ab. Ein Phexie tulamidischer Herkunft wird zB offener mit Hexen umgehen, als ein Garether Phexie, der womöglich mal eine außerordentlich interessante Unterhaltung mit einem Bannstrahler hattte...
3.
Sieht hier ähnlich aus. Ich würde behaupten ein Weidener Phexie wäre eher verleitet sich einem (in gewissem Maße) orkmordlüsternen Pulk anzuschließen, als ein Garether Phexie.
Des Weiteren kommt es mMn auch darauf an wo genau die Aktion stattfinden soll. Ein Kreuzzug der (vermutlich) in Richtung Orkenhort zieht wäre sicherlich verlockender, als ein Angriff des reinen Abschlachten wegens. Schließlich könnte man sich dann eventuell kurz mal entschuldigen.....
6.
Schon oft erwähnt, aber wie ich finde nicht oft genug:
Eine Gegenleistung kann auch ein Gefallen sein. Immer nur Geld zu Verlangen kann mMn, gerade im Zusammenhang mit hilfesuchender armer Bevölkerung, schnell Richtung Tasfarelel abdriften. Schließlich wäre es nicht in Phexens Sinne umsonst zu handeln, aber den Armen das letzte Geld zu nehmen würde er ebenso verabscheuen. Ein geschuldeter Gefallen hingegen ist eine gute Idee. Einerseits bietet es Möglichkeit zu späterem Spiel (Informationen aus der armen Bevölkerung kommen immer gut), andererseits muss man den Gefallen ja nicht unbedingt einfordern. Dennoch hat man eine Gegenleistung erhalten und weiß, dass man jederzeit darauf zurückgreifen kann!

Darjin
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Ungelesener Beitrag von Darjin » 08.08.2017 15:57

6. Gegenleistung muss auch nicht unmittelbar erfolgen. Wenn es zum Long-Con gehört, als spendable Person aufzutreten, kann man als Phexie ruhig auch erst mal richtig investieren/ausgeben mit der Aussicht, dass es sich am Ende rentieren würde.... (Gruppenintern genauso: jeder Gefallen an einen tumben Krieger oder einen inselbegabten Zauberer wird sich langfristig rentieren wenn man nachher auf ihre Zuarbeit vertrauen darf)
Ähnlich wird es sich wohl auch innerhalb des Kultes verhalten, auch wenn man hier noch viel weniger darauf vertrauen sollte, dass man am Ende derjenige ist, der lacht. Bspw. wenn dir jemand (nach sehr viel Überzeugungsarbeit und einem übertrieben abenteuerlich verkauften Raubzug) einen ganz besonderen Kniff zeigt, kann es durchaus sein, dass er dich damit nur als Drahtzieher all jener Coups darstellen will, die er selbst durchgezogen hat - und nachdem du auf Flucht vor der Garde die Stadt verlassen hast, kann er sich in Ruhe dem nächsten Meisterstück zuwenden.

Am Ende ist alles ein Geben und Nehmen (und so mancher Phextempel wahrscheinlich ein schlimmerer Hort der Intrigen als so mancher Palast) ;-)
„Man muß uns, glaube ich, nie so viel Verachtung zeigen, wie wir verdienen.“
Michel de Montaigne (1533-1592)

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Talasha
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Phex-Geweihter

Ungelesener Beitrag von Talasha » 16.08.2017 22:15

Cifer hat geschrieben:
22.07.2017 22:34
3. Morden ist ja allgemein eher Mist. Wie steht es mit Orks? Phex hat da ja auch einen Konflikt mit Tairach. Ist also das Morden von Orks weniger ein Problem? Das ganze stilvoll zu gestalten wäre natürlich noch besser.

Der wesentliche Punkt am Morden ist meines Erachtens das niedere Motiv, inklusive Habsucht. Wenn du also in der Nacht vor dem Orkenangriff aufs wehrlose Dorf mal einen kleinen Ausflug durchs feindliche Heerlager tätigst, hat da Phex sicherlich nichts dagegen.
Feqz soll den Tulaminden auch gegen die Echsen geholfen haben, bzw. gilt als Schutzpatron der Echsenbekämpfer.
Sir Isaac Newton ist der tödlichste Bastard im ganzen Weltraum!

Vasall
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Phex-Geweihter

Ungelesener Beitrag von Vasall » 17.08.2017 12:07

Hallo Ryneld,

da Du wenig zu Deinem Charakter schreibst antworte ich mal aus Sicht eines Phex-Geweihten Patriziers den ich öfter mal als NSC bespiele.

Drogomier Thyrmlin stammt aus einer Handelsdynastie in Nostria und wurde in Havena zum Krieger ausgebildet, um dann als Panzerreiter im Stadtaufgebot Nostrias zu dienen und die eigene Familie in Krieg und Fehde zu unterstützen.

In Havena konnte er sowohl gute Kontakte zum überregional vernetzten Adel wie auch zu den hier verkehrenden Handelshäusern knüpfen und immer wieder Geschäfte für seine Familie erledigen. Dabei wurde ein Phex-Geweihter Handelsherr des Tempels in Grangor auf ihn aufmerksam und führte ihn in die Lehren Phexens ein. Seither ist er in Nostria als Kauf- und Dienstmann seiner Familie tätig und nutzt seine militärischen und ökonomischen Fähigkeiten und Beziehungen um seinem Gott und dem Handel seiner Stadt zu dienen. Als offener Geweihter begleitet er dabei operativ die Handelsunternehmungen der nostrischen Schiffseignergesellschaften, die Kiellegung und genossenschaftliche Finanzierung neuer Koggen, und die Abwicklung von Fehden und Handelsstreitigkeiten, etc.

Fernziel ist die Erschaffung und Sicherung einer Nostrisch-Andergastschen-Transport-Option zur Sicherung des Handels zwischen den Ländern. Dieses militärisch-ökonomische Unternehmen, kurz NATO, weckt das Interesse weiterer Patrizier und Geweihter denen der Krieg die Geschäfte vermiest. :censored:
Ryneld hat geschrieben:
22.07.2017 20:53
1. Wie kann, wenn ich bspw. etwas Wertvolles gestohlen habe, etwas für Phex opfern? Passiert das in einem Tempel? Gebe ich das jemanden? Also das tue ich doch als Geweihter oder arbeite ich doch hauptsächlich zur eigenen Bereicherung?
Thyrmlin steckt zu ehren Phex viel des erwirtschafteten Geldes in seinen Kettenpanzer, Wappenrock und die Waffen. Auch schmückt er sein Haus, dass für Handelsabkommen den lokalen Händlern offen steht mit vorzeigbarem Prunk und Kunstwerken zu Ehren Phex. Außerdem spendet er phexgefällig beim Ausbau und Schmuck der öffentlichen Gebäude der Stadt.
2. Wie äußert sich Füchsisch. Klar, ist eine Möglichkeit um mit jemanden zu kommunizieren. Soweit klar. Aber es gibt ja auch allerlei Markierungen habe ich gelesen. Zum Beispiel bei Plätzen die sich lohnen oder so? Wie häufig kommt das so vor? Was sagen solche Markierungen aus?

Thyrmlin markiert damit v.A. Waren und Fässer auf seinen Koggen zu „bestimmten“ Zwecken.
3. Morden ist ja allgemein eher Mist. Wie steht es mit Orks? Phex hat da ja auch einen Konflikt mit Tairach. Ist also das Morden von Orks weniger ein Problem? Das ganze stilvoll zu gestalten wäre natürlich noch besser.
Die meisten Kriege brechen aus, weil Dieser was von Jenem kriegen will.
Die rechtmäßige Fehde ist für Städte und Kaufleute oft der einzige Weg ihre Ansprüche auf verpfändete Ländereien und Güter des Adels, auf Schiffe und Schiffsladungen von Handelskonkurrenten durchzusetzen und Thyrmlin macht von diesem Recht mit aller Macht und Professionalität gebrauch. Doch ohne dabei Rondras Gebote zu missachten. Er akzeptiert niemals Mord und Mordbrennerei unter seinen Truppen.
4. Wie würde mein Geweihter auf eine Hexe in der Gruppe reagieren? Offen?

Da ist Thyrmlin ganz offen.
5. Wie können Tempel von innen aussehen? Bei den offenen sind die laut WdG und Vademecum wohl häufig Markthallen wo wohl einiges angeboten wird. Und bei verdeckten? Wie kann man diese regeltechnisch finden? Also wie würdet ihr das gestalten? Einfache Gassenwisseproben?

Da schließe ich mich meinen Vorrednern an.
6. Laut DSA5-Regeln habe ich ja Verpflichtungen gegenüber der Kirche. Dass ich nichts kostenlos mache, betrifft dann auch die innerkirchliche Arbeit, ja?
Ja, gewiss! Alles ist ein Geschäft.

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Talasha
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Ungelesener Beitrag von Talasha » 17.08.2017 12:43

Vasall hat geschrieben:
17.08.2017 12:07
6. Laut DSA5-Regeln habe ich ja Verpflichtungen gegenüber der Kirche. Dass ich nichts kostenlos mache, betrifft dann auch die innerkirchliche Arbeit, ja?
Ja, gewiss! Alles ist ein Geschäft.
In Scharfrichter glaube ich steht am Anfang ein Bericht an die Phexkirche betreffs der Ereignisse in einem der vorrangegangen Bücher, schön phexisch im Stile einer Rechnung abgefasst. :lol:

Wie man allerdings bei einer Bande von Betrügern, Hochstaplern, Behumsern, Rosstäuschern, Schlitzohren und Schlawinern an seinen Lohn kommen soll weiß ich nicht.
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Varaion
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Ungelesener Beitrag von Varaion » 22.08.2017 22:04

Der Thread bietet sich gerade so an, daher auch eine Frage meinerseits:

Die Situation enthält ggf Spoiler für Teilnehmer der Kampagne "Von eigenen Gnaden".

Wie würde ein phexaffiner Charakter/Phexie wohl mit einem offensichtlichen, überführten Verbrecher umgehen?
Nehmen wir an, der besagte Herr hätte Söldner (darunter ein von einem Paktierer geführtes Banner) gegen eine Stadt in den Krieg geführt, vorher die Umgebung um Schutzgeld erpresst und die Kinder von nicht "zahlungswilligen" Menschen (die einfach nur nicht die Kohle hatten) verkauft... (Mord, zügellose Habgier, Menschenhandel, Unterstützung von Paktierern)
Er wurde für vogelfrei erklärt und ist damit zum Abschuss freigegeben. Was wäre gerechtfertigt?
Ich spiele mit mehreren Gedanken...
  • Der Herr wird direkt ohne Wenn und Aber am unter Augen sämtlicher interessierter Bevölkerung öffentlich am nächstbesten Baum dekorativ plaziert. Seine Leiche wird eine Weile unter Wachschutz gestellt, damit sie nicht plötzlich verschwindet (zB durch seine Familie abgenommen).
    => Theoretisch ohne weiteres möglich. Er ist vogelfrei, wäre eine normale Strafe, die Sache ist erledigt.
  • Der Herr wird zu seiner ehemaligen Heimat geschliffen und dann wie oben.
    => s.o.. Zudem wäre der "Showeffekt" größer.
  • Der Herr wird in die Mitte eines der am schwersten betroffenen Dörfer geführt, bevor seine Ketten entfernt werden. Seine ehemaligen Opfer dürfen ab diesem Moment alles mit ihm tun was sie wollen (vogelfrei und so), aber er hat die "Chance" zu fliehen ("Hilf dir selbst, dann hilft dir Phex").
    => Kann halt auch schnell dazu führen, dass sich unschuldige Bürger die Finger auf die falsche Art schmutzig machen. :grübeln: Wäre aber sicherlich in Sachen "Genugtuung" die größte Sache.
  • Der Herr wird auf dem nächstbesten Sklavenmarkt feilgeboten.
    => Für ihn die härteste Strafe, bringt aber kaum "Genugtuung"
Die Frage ist: Gibt die Vogelfreiheit das Recht, über die eigentlichen Prinzipien wie die Verabscheuung von Folter usw. hinwegzusehen? Oder würde man sich da im Allgemeinen dennoch dran halten? Schließlich ist ein Vogelfreier immer noch Teil der zwölfgöttlichen Gemeinschaft, sofern er nicht exkommuniziert wurde oder ein Frevlermal trägt, oder? Nach Phex-Vademecum ist Phex selbst sich da ja auch nicht sonderlich sicher. Mal vernichtet er Städte mit Sternen, mal schützt er die Menschheit vor der Vernichtung...

Mir persönlich ging der Herr halt schon stark in Richtung Tasfarelel und daher stünden mMn alle Türen offen!

Any ideas? Die Liste darf gerne erweitert werden... (Sollte ich bzgl Spoilergefahr iwas entfernen/weißen, einfach Bescheid sagen, bin noch nicht so lange hier... :oops: )

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Cifer
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Ungelesener Beitrag von Cifer » 23.08.2017 00:47

Varaion hat geschrieben:
22.08.2017 22:04
Die Frage ist: Gibt die Vogelfreiheit das Recht, über die eigentlichen Prinzipien wie die Verabscheuung von Folter usw. hinwegzusehen?
Die wesentliche Frage, die du dir bei derartigen Problemen beantworten musst, ist: Sind die Praktiken verboten, weil sie etwas mit deinem Opfer tun, oder weil sie etwas mit dir bzw. Phex tun? Ersteres kann dir bei bestimmten Zielen (Untote, Dämonen, Chimären, Golems, nicht-heilige Tiere, Nichtmenschen, Exkommunizierte, Frevler, Ungläubige, ...?) egal sein, letzteres offensichtlich nicht.
Leider gibt es diesbezüglich nur sehr wenige offizielle Antworten. Am Beispiel des Praioten und seines Gebots der Wahrhaftigkeit würde ich aber zum Beispiel sagen, dass man niemals eine Lüge aussprechen soll, egal gegenüber wem - das schlechte an der Lüge ist nicht, dass dein Gegenüber sie glaubt, sondern dass sie deine Seele beim Aussprechen beschmutzt und Praios' Wahrheit in der Welt mindert.
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Varaion
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Ungelesener Beitrag von Varaion » 23.08.2017 09:57

Hmm... Guter Punkt. :oops: Aber würde das im Umkehrschluss nicht auch bedeuten, dass ich grundsätzlich nicht töten dürfte? "[M]erke dir, dass Folter und Mord niemals dein Handeln bestimmen dürfen. Selbst und gerade wenn du sie scheinbar
benötigst, um an dein Ziel zu kommen." => Das würde bedeuten, dass ich grundsätzlich nicht töten dürfte. Wenn man jetzt mal offensichtlich Unheiliges wie Untote und Dämonen rauslässt, dürfte man auch Paktierer nicht kalt machen. Schließlich würde auch dieser Mord die eigene Seele "beflecken". :grübeln: Oder bezieht sich die Ablehnung von Mord in diesem Fall hauptsächlich auf Mord aus Habgier?

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Satinavian
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Ungelesener Beitrag von Satinavian » 23.08.2017 12:28

"Töten" und "Mord" sind verschiedene Worte mit unterschiedlicher Bedeutung- Rondrianer verabscheuen auch Mord in jedweder Form, würden aber nie auf die Idee kommen, ihr ehrenhaftes Handeln in der Schlacht dazuzuzählen. Was Mord ist und was nicht, darüber kann man lange diskutieren, aber üblicherweise geht es um die Methode, allgemeine Ehrvorstellungen, Wehrhaftigkeit (sowohl allgemein als auch speziell in der Situation) und die Rechtmäßigkeit. Wer das Opfer ist, ist nicht so besoders relevant. Soviel erstmal zum Mord.

Zum Paktierer sei gesagt, dass man eigentlich versuchen sollte, seine Seele zu retten, die dummerweise garantiert in den Niederhöllen landet, wenn man ihn tötet. Deshalb ist es eigentlich immer besser, Paktierer mit Exorzismen zu traktieren als sie (gleich) umzubringen. Man verzichtet darauf nur als Notlösung.

Varaion
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Ungelesener Beitrag von Varaion » 23.08.2017 12:55

Jetzt wo du es so sagst... Da hab ich ehrlich gesagt gar nicht drüber nachgedacht gehabt... Dann wird der Herr wohl einfach an den nächsten Baum getackert.
Der Paktierer ist ohnehin noch flüchtig, aber das ist eine andere Geschichte ;)

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