Auswirkungen und Umgang mit hochgerüsteten Charakteren

Von A wie Attacke bis Z wie Zeughaus: Alles über Schlachten, Scharmützel und den Waffengang.
Sodeil
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Ungelesener Beitrag von Sodeil » 11.07.2017 12:06

Wenn die die rüstung nicht mal zum schalfen ausziehen würde ich auch ganz klar den Punkt der Regeneration einbringen wollen:
Eine Rüstung (so ziemlich alle außer vielleicht Stoff) sind nicht sehr bequem. Und wirklich zu schlafen sind die einfach nicht gemacht. Klar kann man die mal zum schalfen anbehalten wenn man sich zum Beispiel mitten im Feindesland befindet und man da eventuell schnell sein Lager abbrechen oder schnell Kampfbereit sein muss.
Aber sonst vermeidet ein Wesen mit gesundem Verstand in seiner Rüstung zu schlafen.

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.07.2017 12:29

Wenn sie die Rüstung gar nicht mehr ablegen, dann besteht aus irgendeinem Grunde Paranoia. Das mit der sozialen Reaktion auf dauerhaft Kampfbereite und die verminderte Regeneartion für Rüstungsschläfer und Pferdemitnehmer stimmt alles, aber die Ursache liegt auf Spielerseite fast sicher in Verlustangst, und die muss irgendwo herkommen. Sprich es an, dann werden sie dir schon die Gründe sagen. Ansonsten laß die Umwelt angemessen drauf reagieren wie beschrieben. Wer aussieht, als wäre er zum Kampf bereit wird auch so behandelt. D.h. in viele Orte nicht hereingelassen. (Natürlich sollten dann auch nicht dauernd auf einmal vollgerüstete Gegner aufploppen oder Rüstungsdiebe ins Gasthaus einbrechen)

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Hesindian Fuxfell
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Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 11.07.2017 13:59

Also so allgemein mit Rüstung und schlafen würde ich es nicht sagen, in Kette kann man schon recht akzeptabel und erholsam schlafen, wenn es nicht gerade ne schwül-warme Nacht ist. Hab ich schonmal ausprobiert auf Con. Das ist auch der Grund, warum ich Kettenhemden für die tauglichste Reiserüstung halte.
Hakenpunkt dabei ist nur, wenn man dann nicht alle 2 Tage, besser täglich, duscht/badet verdient man sich ganz leicht den Nachteil "unangenehmer Geruch".

zum Rest ist schon genug gesagt worden, am besten wirklich mal OT besprechen, warum es so gemacht wird.

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Tjorse
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Ungelesener Beitrag von Tjorse » 07.08.2017 16:21

Ein großes Problem, das ich in der Aufrüstung Teile der Gruppe sehe, ist die immer größere Differenz zwischen kleinstem Rüstungswert der Gruppe und bestem Rüstungswert der Gruppe...

Als Spielleiter kenne ich nur das System Midgard, wo der maximale RS 5 beträgt und auch Zauberkundige üblicherweise mit RS 2 rumlaufen. Das ist ein relativ kleiner Unterschied. Bei AD&D ist das schon extrem anders. Wenn die Zauberkundigen da keinen magischen Schutz haben, kommt man Ruck zuck an den Punkt wo ein Gegner entweder die Kämpfer gar nicht mehr treffen kann, oder die Magier in jedem Fall trifft (Bei AD&D ist RS ja beknackterweise eine Frage des "getroffen werden" und nicht des "Schaden absorbieren")

Wenn jetzt bei DSA drei Kämpfer zu jeder Zeit einen Rüstungsschutz von 8+ haben, und der Magier aber zwangsweise bei 0 steckenbleibt, dann gibt es für den Spielleiter leichte Probleme aus der Logik des Kampfes:
1. die Gegner sind schwach genug, das sie den Magier nicht mit einem Schlag in Borons Reich schicken... dann kann der schwergerüstete Tank direkt dastehen und gefahrlos kämpfen, weil er schlimmstenfalls mal nen Kratzer abbekommt.
2. die Gegner sind stark genug, das sie auch den schwergerüsteten Chars gefährlich werden können, dann muss der Magier irgendwie verhindern, das er überhaupt getroffen wird, weil zweimal nicht parieren der Tod sein kann.
3. Die Gegner sind aus irgendwelchen Gründen so dämlich, das sie den Magier in Ruhe lassen, weil der ja nicht gefährlich wirkt?!.. das ist zutiefst unlogisch, denn Magier sind ja nunmal immer deutlich als solche erkennbar. Das funktioniert bei einer Hexe, die nicht aktiv oder nicht sichtbar in den Kampf eingreift, aber der Magier sollte doch für jeden vernunftbegabten Gegner ein Primärziel sein. Wenn man den 5 Aktionen in Ruhe rumzaubern lässt, ist doch eh alles zu spät.

Es bleibt also nur die Lösung, sich irgendwie zu einigen... und zwar auf Spieler-Spielleiter-Ebene, indem man irgendwie dafür sorgt, das es immer noch spannend ist aber eben nicht automatisch selbstmörderisch, wenn man eventuell auch einen Char spielen mag, der eben nicht bei jedem Schritt 10cm tiefe Spuren hinterlässt und so viel Metall bei sich trägt, das der Magier schon Probleme kriegt, wenn er neben ihm zaubern will. Hilfreich ist es da vielleicht, wenn man bestimmte Rüstungen als "Kriegsrüstung" definiert, die eben nur zu entsprechenden Anlässen oder mit entsprechenden Genehmigungen (die die Gruppe dann nicht hat) getragen werden dürfen.... und irgendwo sollte dann auch das Gentleman-Agreement sein, das ein Held, der bereitwillig auf seine Rüstung verzichtet indem er sie im Gasthaus zurück lässt, diese auch wiederfindet, wenn er Abends aufs Zimmer geht. Wenn schon beklauen, dann bitte nur Bares... wenn die Rüstung auffällige Gravuren trägt, würde ein Dieb sie doch eh nicht mitschleppen.

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Ungelesener Beitrag von Eadee » 07.08.2017 16:50

Ich denke die Lösung ist es bei aventurisch glaubwürdigen Gegnern zu bleiben und den "Gefahrenlevel" nicht mit den Helden mitskalieren zu lassen. Die Helden müssen sich selbst überlegen mit wem sie sich anlegen. Und nur weil die Helden Kampfmonster sind macht es keinen Sinn dass der generische Wegelagerer auf einmal auch eine Kampfmaschine ist.

Wenn die Helden sich dann mal härtere Kaliber an Gegnern aussuchen, sollten schlicht die Vollkämpfer ihren verdammten Job tun und den Nicht-Kämpfer-Teil der Runde beschützen. Wenn die Gruppe gut zusammenspielt ist eben nicht "das schwächste Glied der Kette" relevant, sondern die Taktik mit der man die Nicht-Kämpfer abschirmt.
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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 07.08.2017 16:54

Der Magier muss ja nicht bei 0 bleiben. Mit Gambeson oder Iryanrüstung kommt man profan schon mal ein Stück drüber, dazu kann man eigene Teile (Schienen, Helm, ...) aus CA-konformen/magiefreundlichen Werkstoffen definieren, es gibt Zauberzeichen, Armatrutz, ...

Magier haben ja meist ein paar Punkte Klugheit, die dürfen sich spätestens nach den ersten paar Kämpfen Gedanken machen, wie das nächstes Mal weniger Aua macht.

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Baal Zephon
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Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 08.08.2017 07:52

Das Magier immer und jederzeit erkennbar sind, ist vielleicht der feuchte Traum der Praioskirche, aber auf Reisen muss das nicht sein. Ein Kriegsmagus sollte halbwegs kämpfen können und per halbes Maß kann man den Stab im Rucksack verbergen wenn es durch potentiell wildes, Räuberinfestiertes Gebiet geht.
Andere Magier reisen eventuell eher in Händlerkluft (Da Händler manchmal Lösegeld wert sind und daher geschont werden könnten.) Wer blöd Genug ist im finsteren Wald in Reiserobe herum zu spazieren hat die 2-3 Bolzen/Pfeile aus dem Hinterhalt verdient.

Wohlgemerkt gilt dies für Wilde, unzivilisierte lande. In Reichweite von Dörfern und Ortschaften (Also in gebieten wo ab und an ein paar Büttel/Grenzreiter für Ordnung sorgen, da ist die Reiserobe durchaus angemessen, da sollten auch Räuberüberfälle sich in Grenzen halten.
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Ungelesener Beitrag von Ahnherr derer von und zu Durenald » 09.08.2017 00:03

Baal Zephon hat geschrieben:
08.08.2017 07:52
Das Magier immer und jederzeit erkennbar sind, ist vielleicht der feuchte Traum der Praioskirche, aber auf Reisen muss das nicht sein. Ein Kriegsmagus sollte halbwegs kämpfen können und per halbes Maß kann man den Stab im Rucksack verbergen wenn es durch potentiell wildes, Räuberinfestiertes Gebiet geht.
Andere Magier reisen eventuell eher in Händlerkluft (Da Händler manchmal Lösegeld wert sind und daher geschont werden könnten.) Wer blöd Genug ist im finsteren Wald in Reiserobe herum zu spazieren hat die 2-3 Bolzen/Pfeile aus dem Hinterhalt verdient.

Wohlgemerkt gilt dies für Wilde, unzivilisierte lande. In Reichweite von Dörfern und Ortschaften (Also in gebieten wo ab und an ein paar Büttel/Grenzreiter für Ordnung sorgen, da ist die Reiserobe durchaus angemessen, da sollten auch Räuberüberfälle sich in Grenzen halten.
Alles was einen in so unzivilisierten Landen mit 2-3 Bolzen/Pfeilen aus dem Hinterhalt angreifen würde, wäre entweder soweit von der menschlichen Zivilisation entfernt, daß der TEAM-Grundsatz (Target Elves And Mages) schlicht unbekannt ist - oder wurde von stärkeren und klügeren Banden aus zivillisierten Landen soweit in diese unzivilisierten Lande verdrängt, daß diese Jammerlappen sich beim Anblick eines Magiers ihre Armbrüste/Bögen so lange gegenseitig in die Hand drücken ("Schieß Du." "Nein, schieß Du.") bis dieser außer Sicht ist und sie ihre Hosen im nächsten Bach auswaschen können.
Die wirklich gefährlichen Räuberbanden lauern schließlich da, wo ab und an mal (nur) ein Büttel vorbeischaut, aber noch genug Reisende unterwegs sind, die gute Beute versprechen. Feindliche Elfen erwischen sowieso alle gleichzeitig, wenn sie aus dem Hinterhalt zuschlagen. Orks stehen eher nicht so auf Hinterhalte mit Fernwaffen. Goblins treffen einfach nicht gut genug.

Welchen Vorteil soll es in diesen ach so unzivilisierten Landen haben, nicht als Magier erkennbar zu sein?
Und welcher Magier gibt schon freiwillig seinen Stab aus der Hand?

Ich mag meine Gegenrede gerade überspitzt und unvollständig formuliert haben, aber ich kann Dir bei keinem Aspekt Deines Postes zustimmen.
... ich will doch nur spielen!

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Baal Zephon
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Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 09.08.2017 06:51

Musst du auch nicht Ahnherr, wozu sollte ich für meine Sicht der Dinge auch irgendjemandes Zustimmung brauchen :???:
Bei uns in der Gruppe ist es halt so. Und es geht durchaus auch um Reiserouten durch etwas wildere Gegenden wo immer noch Leute durch kommen (sonst ja keine Räuber wie du ja schon fest stellst) aber ich meinte eher in Sichtweite von Ortschaften (so 50-100 Meter maximal) wo man in Roben umläuft
Nebenfrage: bei euch sind Orks so nett nicht mit einer Salve Reiterbogenpfeile den Angriff zu eröffnen? Wie rechtfertigen eure Goblinjäger ihren Status bzw. Erledigen ihre Aufgabe wenn sie nicht mit Wurfspieß und Kurzbogen umgehen können? Am Ende erzählst du mir noch dass die ihre Pfeil- und Speerspitzen nicht mit Fäkalien präparieren wenn sie auf Glatthäuter losgehen. (Beim letzten wohlgemerkt nur Gobbos, Orks wollen ja ggf. Sklaven machen, daher hier eher keine Giftpfeile)
Ernsthaft, deinen Goblins und Orks möchten meine Charaktere viel lieber begegnen, als denen mit denen sie sonst zu tun haben.

Weitere Frage: Welchen Vorteil hat man in unzivilisierten Gegenden mit der Reiserobe? Ich meine halbwegs zivilisierten Gegenden, ok, da kann der Status was bringen, aber weit ab vom Schuss wo einen eh keiner außer eventuellen Gefährten die sowieso davon wissen bringt das ja nix. Und es gibt genug Gelegenheit in der Magier mal beide Hände brauchen und den Stab weg legen. Halbes Maß hat ja noch den Vorteil dass man den Stab an den Gürtel hängen kann und ihn so eher dabei hat.

Gerade bei Kampfmagiern ist es Sinnvoll nicht als solcher auf zu treten, sondern eher als leichter bis mittlerer Kämpfer. So rennen beispielsweise Flottenmagier Al'Anfas bei uns im Dienst wie die umgebenden Seesöldner in Tuchrüstung oder maximal Iryanleder herum, einfach weil sie den Gegnern nicht den Gefallen tun wollen sich als Primärziel für Scharfschützen zu präsentieren. Die Schwert und stabler sowie die Andergaster halten es sogar offiziell ähnlich (von wegen Gambeson/leichtes Leder)

So viel mal zur Erläuterung, ich finde das Thema jetzt schon spannend :)
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Satinavian
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Ungelesener Beitrag von Satinavian » 09.08.2017 08:12

Tuchrüstung, Gambeson, nichtgehärtetes Leder und sogar Iryanleder sind Magiern nach CA erlaubte Rüstungen. Nichts, aber auch absolut gar nichts hindert einen Magier daran, die Dinger zu tragen und trotzdem als Magier erkennbar zu sein. Man kann die sogar mit den Roben kombinieren, wenn man bei der Größenauswahl entsprechend aufpasst.

Und natürlich sollte ein Magier immer als Magier erkennbar sein, auch im Krieg.

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Baal Zephon
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Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 09.08.2017 08:36

Im Krieg und in der Liebe... :wink:
Natürlich, laut Kodex soll er erkennbar sein, auch im Krieg. Dass ihn das zum Primärziel des Gegners macht, ist halt sein Problem. Natürlich hat Erkennbarkeit auch Vorteile, um Truppen zu motivieren und an zu führen.... Moment, das sollen die Magier ja nicht....
Wenigstens kann man sich als Magier auf dem Schlachtfeld hinter einem dutzend schwer gepanzerter Veteranen mit Großschilden/Turmschilden verkriechen... nur das könnte man auch ohne Robe.
Das einzige was ich sagen möchte: Wenn der Magier als solcher erkannt werden möchte (was meist mehr vor als Nachteile bringt, zumindest in der Zivilisation) geht er laut Kodex, muss dann aber mit Konsequenzen rechnen die damit einher gehen. Stichwort TEAM. Oder er ist aus Entfernung unauffällig und wie ein normalo gekleidet, was ihn eher schont da eventuell resilientere Kumpanen als größere Gefahr angesehen werden.
Weil wenn ich zwei Typen mit Tuchrüstung, normaler Kleidung und Lederhelm mit je einem Sklaventod sehe... welcher ist der Magier?
Bis ich den Kurzen Stab sehe den der eine hinter dem rücken mit halben Maß stecken hat... tu ich mir schwer. Wenn der eine Roben trägt.... ich weiß aus 50 Schritt auf wen ich die Armbrust anlege.
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Ungelesener Beitrag von Eadee » 09.08.2017 08:47

Deswegen lässt man den Krieger der Gruppe eine Robe über der Gestechsrüstung tragen ;)
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Ungelesener Beitrag von Darjin » 09.08.2017 09:00

Also ich glaube, jeder Schwert und Stabler, der sich auf dem Schlachtfeld als Feigling enttarnt bekommt vom garstigen Oberweißmagierzwerg den Hintern gebrutzelt - und auch in den grauen Kriegsmagierakademien wird es (in meinem Aventurien) nicht viel besser (aber vielleicht etwas dezenter mit den Magiersymbolen auf der Rüstung) aussehen.

Magier haben gute Möglichkeiten sich gegen Angriffe auf ihre Weise zu schützen - Armatrutz sollte für jeden (Kampf-)magier fester Bestandteil sein, ebenso der Fortifex gegen Fernkämpfer (gerade Al'Anfaner Flottenmagier sollten den aus dem FF können - und ist nebenbei ein deutlich besserer Teamplayer als nur an seinen eigenen Arsch zu denken).
Sich feige und unrühmlich, gar standesschädlich zu verstecken, sollten Gildenmagier anderen Zauberprofessionen überlassen (Ausnahme vielleicht Fasarer Bannakad... ach, ich vergaß: keine GILDENmagier). Ingame würde ich solches Verhalten von SC-Magiern mal häufiger durch andere Gildenmagier oder Vertreter der (praiosnahen) Obrigkeit ansprechen - und für den Fall, dass der SC-Magier den Nachteil Feind oder Verpflichtungen (Kodex, Akademie oder Gilde) oder Prinzipientreue (Kodex) hat, diese Nachteile entsprechend ( bei Feind schwärzt an und macht Einfluss geltend -> Stress mit der Gilde) ausspielen.

Außerdem verstehe ich nicht, warum ich auf Reisen meinen Wandermagierstab im Rucksack verstauen sollte. :lol:
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Baal Zephon
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Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 09.08.2017 09:43

Stimmt, sie sind Team Player... Aber Magie kostet Energie... Und wenn sie weniger Energie in ihre Defensive stecken müssen, haben sie mehr Energie um sie in die Offensive zu stecken und mehr für ihre Mannschaft tun zu können. Eben weil er Team Player ist, denkt er vor allem daran am Leben und damit nützlich für seine Leute zu bleiben. Weil ehrlich, was bringt ein Magier der schon vor Beginn des Gefechts an Bolzen krepiert? Außer einem Einbruch der Moral der Mannschaft natürlich. Dazu kommt dass bei uns tapfere stolze Helden genau so erbärmlich im Krieg krepieren wie alle anderen auch, dass meist auch schneller (man muss glaube ich nicht erwähnen dass in der Schlacht die hinteren Reihen länger stehen als die vorderen)
Wenn bei euch die Heeresmagier Ärger bekommen weil sie sich nicht in die fordere Front stellen (von mir war das Wort verstecken vielleicht schlecht gewählt) dann ist es kein Wunder wenn sie von den Dämonenbetern eins auf den Latz bekommen. Am Schlachtfeld den Taktisch wertvollen Magier vielleicht eher in die 3.-4. Reihe zu stellen und scharf zu bewachen, sowie möglichst aus dem Getümmel heraus zu halten halte Ich Mal für Basistaktik. Immerhin ist es schwer zu Zaubern wenn auf einen eingeschlagen wird. Dazu sind bei uns zu mindest Magier, gerade die Kriegstauglichen, selten und wertvoll... Welcher Kommandant verzichtet schon gerne auf Feldartilerie, Magiabwehr und Kraftmultiplikation? Ich weiß im Norden haben sie sehr seltsame Vorstellungen... Aber das klingt nach rechtschaffen Blöd... Gut von Weiß Magiern erwartet man nichts anderes...
Oh und nebenbei... Al'Anfaner zumindest haben keine Prinzipientreue Standardmäßig... Verpflichtungen haben sie gegenüber der Akademie, aber da der Kodex im Imperium des Südens ohnehin nie anerkannt wurde... Wer sollte ihn weswegen wo anschwärzen?
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Ungelesener Beitrag von Satinavian » 09.08.2017 10:34

Wer sollte ihn anschwärzen ?

Nun, alle Leute, die ihn nicht leiden können und ihm eins auswischen wollen. Weiterhin alle Standesgenossen, deren guten Ruf er mit seinem schändlichen Tun besudelt. Und während seine Auftraggeber ihn wohl nicht anschwärzen werden, werden sie dennoch nicht erbaut sein, schließlich haben sie den Preis für einen Profi aus einer Eliteakademie mit gutem Ruf bezahlt und nicht für irgendeinen Scharlatan oder eine Hexe. Da wird er wohl erwarten, dass sich die Person standesgemäß benimmt.

Ein Magier, der sein Magiersein verbirgt, ist wie ein Reichsritter, der sich als Söldner tarnt oder wie der Rondrianer, der seinen Löwenumhang zu Hause lässt.
Sicher, macht einen zu einem weniger interessanten Ziel, aber die gesellschaftliche Ächtung, die man dafür bekommt, wird dadurch nicht ansatzweise aufgewogen.

Und nein, das heißt nicht, dass Magier in forderster Front kämpfen sollen. Hier geht es um die Kleidung.

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Ungelesener Beitrag von Darjin » 09.08.2017 10:54

Al'Anfaner gehen dabei von den Kriegs-/Kampfmagiern vielleicht den pragmatischsten Weg - wie die meisten Schwarzmagier (bzw. BdW). Was aber vielleicht auch den schlechten Ruf begründet und dass die etwas helleren (im Sinne von grau oder gar weiß) Kollegen hier je nach eigener Agenda ein wenig neidisch oder herablassend auf die pragmatischen (zumindest) Südländer schauen.
Da Al'anfas Seekriegsstärken immer noch der geruderte Rammangriff ist, kann ich mir vorstellen, dass der Fortifex der Seekriegsmagier besonders nützlich ist, feindlichen Beschussstärke zu mitigieren um die eigenen Stärken überhaupt ausspielen zu können.

Ein SuSler der vor der eigenen Kavallerie beim Gegner ankommt hatte ich nie im Sinn (und dafür sollte trotz moralisch blöd der Selbsterhaltungstrieb zu groß sein - höchstens eine katastrophal gepatzte (mit Kontrollwurf) Kriegskunst-Probe sollte jemanden auf solche Ideen bringen...). Trotzdem wird es auch für die eigenen Leute im Getümmel vorteilhaft sein, den eigenen Magier schnell zu erkennen um zu wissen, dass dies eine schützenswerte Person ist. Außerdem ist er zumindest Bannerträger/Leutnant und damit im Fall vom Fehlen jeglicher Befehlsgeber immerhin derjenige, der Befehle geben kann/sollte. Als sein Befehlshaber würde ich SuSler/Kampfmagier generell in meiner Nähe und zusammen mit ein paar Veteranen in Reserve halten. Aber das würde ich jetzt nur in den wenigsten Fällen als "verstecken" bezeichnen - wäre ja auch unrondraisch (*hüstel*).
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Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 09.08.2017 11:05

Womit beschmutzt so ein Magier den Ruf seiner Standesgenossen? Durch sein überleben, die Verteidigung seiner Leute oder militärische Erfolge?
Wenn ein Kriegsmagier im Krieg wie ein Kombatant und nicht wie ein Gelehrter herum rennt sehe ich das nicht als Standesschädlich an.
Ich verstehe nicht was daran schändlich ist an der Kleidung? Und der Vergleich mit dem Reichsritter (so gut gepanzert wie möglich) und dem Rondrianer ist der Vergleich von Äpfeln und Birnen. Die letztgenannten gehören ins Getümmel und sollen erkennbar sein weil sie die gemeinen um sich herum motivieren und führen sollen. Das sollen Magier nicht. Magier sollen feindliche Magie unterbinden, mit Magie die eigenen Leute unterstützen, die Gegnerische Moral brechen oder als Scharfschützen (Ignifax, 200 Meter aus dem Nichts gegen den gegnerischen Offizier, Adlerauge sei Dank) bzw. Feldartilerie (Sphäro im gegnerischen Schildwall bevor die eigenen Leute zuschlagen)
Nichts davon bedingt direkt als Magier erkennbar zu sein. Im Gegenteil, es ist sogar schädlich sobald man einen behirnten Gegner hat.
Wie gesagt, bei Nordländern eventuell noch (sogar die Mittelreicher sollten doch mittlerweile gelernt haben wie man Magie am Schlachtfeld effizient nutzt... Ernsthaft, ich stell den Rondrianer neben den S&Sler um aufploppende Jagddämonen weg kloppen zu können... Oder geben den Magier wachen gesegnete Waffen)
Aber sobald man in zivilisiertere, fortschrittlicherere Gebiete (südlich von Drol) kommt... Ach ich vergaß, die Leute dort waren intelligent genug den Kodex nicht an zu erkennen :wink:
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Ungelesener Beitrag von Satinavian » 09.08.2017 15:18

Baal Zephon hat geschrieben:
09.08.2017 11:05
Wenn ein Kriegsmagier im Krieg wie ein Kombatant und nicht wie ein Gelehrter herum rennt sehe ich das nicht als Standesschädlich an.
Ist es auch nicht.
Aber wenn er eine der erlaubten Rüstungen zu seiner Magiergewandung trägt, dann ist er bereits wie ein Kombattant gekleidet.

Um die Rüstung und den Schutz, den diese bietet, geht es ja gar nicht, sondern darum, den Stand zu verstekcne und sich als einfacher Todschläger zu verkleiden. Und selbstverständlich ist das absolut ehrlos und etwas, das den Ruf beschnutzt.

Sicher, mag die Überlebenschancen vielleicht leicht erhöhen. Wie viele andere feige Handlungen auch. Gut ankommen tut es trotzdem selten, Feigheit vor dem Feind zu zeigen.

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Ungelesener Beitrag von Armleuchter die Assel » 09.08.2017 15:39

Ich beziehe mich kurz auf die ursprüngliche Fragestellung.
Schon zu DSA3-Zeiten hat mir ein damaliger Spieleiter gesagt:

"Du brauchst nicht unbedingt die Gegner (Orks/Räuber) stärker machen, stell einfach MEHR auf."

Also anstatt den 4 kampferprobten Helden 4 "Räuber" mit (13/13) entgegen zu stellen,
kann man denen auch gerne 7 Räuber mit (11/11) und einen mit Kurzbogen entgegenstellen.

Wenn man als Spielleiter die Gegner geschickt einsetzt (unparierbarer Angriff im Rücken, 3 auf einen Helden) kann man die Helden genug ärgern, auch ohne die Werte zu erhöhen.

Dazu kommt:
4 Räuber=4 Attacken=4x Chance dass eine AT1 gewürfelt wird.
8 Räuber=8 Attacken=8x Chance dass eine AT1 gewürfelt wird.
Und eine AT1 des Gegners kann einem ganz schön die Laune verderben...

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Baal Zephon
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Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 09.08.2017 16:24

Satinavian hat geschrieben:
09.08.2017 15:18
Um die Rüstung und den Schutz, den diese bietet, geht es ja gar nicht, sondern darum, den Stand zu verstekcne und sich als einfacher Todschläger zu verkleiden. Und selbstverständlich ist das absolut ehrlos und etwas, das den Ruf beschnutzt.

Sicher, mag die Überlebenschancen vielleicht leicht erhöhen. Wie viele andere feige Handlungen auch. Gut ankommen tut es trotzdem selten, Feigheit vor dem Feind zu zeigen.
Ok, halten wir folgendes fest, einfache Soldaten/Söldner sind also Totschläger und sich unter die gemeinen Kämpen zu mischen zeugt im Kampf von Feigheit vor dem Feind und ist ehrrührig...

Es geht nicht darum den Kampf zu vermeiden, nur darum nicht sofort vom Gegner erkannt und ausgeschaltet zu werden in den Rest der Schlacht verwundet oder Tod oder sonstwie unnütz verbringen.
Zumindest meine Magier unterstützen lieber ihre Kameraden so lange wie möglich als vorzeitig Ehrenhaft zu krepieren. Und ein gegnerischer Magier der sich zu erkennen gibt vor der Schlacht... Der bettelt um die Flammenlanze von der Flanke, wenn er nicht hin sieht.
Es gibt einen Ort und eine Zeit für alles, für Magier Roben ist das im zivilen Leben vor und nach der Schlacht, für die Yrianrüstung ist es in der Schlacht und in der Wildnis.

Kor sei Dank gibt es noch Regionen und Gesellschaften wo Ergebnisse mehr zählen als die Art und Weise wie sie erreicht wurden, wo Geschichten von großartigen Strategen und nicht von strahlenden ehrenhaften Helden erzählt werden, wo ein Sieg und seine möglichst geringen Kosten wichtiger als ein abstraktes Ehrgefühl sind... Aber gut dass Anhänger des Nabels der Welt das anders sehen als die "ehrlosen" Bastarde im Süden (die andere gesetzliche und gesellschaftliche Auflagen haben)... Geschenkt
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Satinavian
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Ungelesener Beitrag von Satinavian » 09.08.2017 16:42

Ich spiele selbst vorrangig im Süden. Ändert aber wenig an meiner Meinung.

Alle möglichen Leute sind besonders wichtig in der Schlacht und deshalb vorrangiges Ziel. Und so ziemlich niemand von denen versteckt sich in der Masse gemeiner Soldaten und tarnt sich als solcher. Weißt du, mit was für prächtigen Prunkrüstungen sich Granden im Feld zeigen (wenn sie es denn überhaupt tun) ? Und wenn einer von denen weg ist, haben seine Leute auch wenig Grund, weiterzukämpfen.

Auch in Al'Anfa versteckt man sich nicht im Krieg, wenn man einer ist, der eine gewisse Wichtigkeit besitzt. Eher im Gegenteil, sich entsprechend zu präsentieren gehört zum guten Ton.

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Auswirkungen und Umgang mit Hochgerüsteten Charakteren

Ungelesener Beitrag von Salix » 09.08.2017 16:50

Vor allem wenn man als wichtige Person erkannt wird, steigen die Chancen enorm das man Gefangengenommen wird, anstatt getötet. Darüberhinaus kann es auch für den Feind schon einschüchternd sein, wenn man sieht das die Gegenseite mehrere Magier hat.

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Baal Zephon
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Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 09.08.2017 17:18

Alles Gründe die dafür sprechen, zugegeben. Aber Tarnung gehört im Krieg dazu...
Aber Einschüchterung funktioniert nur wenn man offensichtlich überlegen ist. Bei dem weg lassen der Roben geht es darum den initialschlag des Gegners zu überleben.... und gegebenenfalls selber härtere Schläge austeilen zu können als wenn man zu sehr auf seine Verteidigung achten muss.
Im Zweifelsfall ist es im Krieg besser ein Ass im Ärmel zu haben als mit offenen Karten zu spielen. Überhaupt ist wie meist ein Ansatz von gemischten Waffen am besten. Die Leib und defensiv Magier tragen Bunte Roben und Zielscheiben um gegnerisches Feuer an zu ziehen und die offensiven Kampfmagier können aus der 2.-3. Reihe wirken ohne dass aktiv nach ihnen gesucht wird.
Wenn man aber in kleineren Gefechten nicht den Luxus mehrerer Magier hat, erachte ich es weder als Ehrrüchig noch feige sich den Vorteil einer Überraschung (Anscheinend normaler Seesöldner verbrennt plötzlich den Anwesenden Magister/das Enterkommando) zu sichern.
Übrigens, andere Wichtige Kombatanten in Prunkrüstungen.... in auf dem Leib geschmiedeter Platte/Spiegelpanzer steigt die Lebenserwartung auch beim Führen von der Front an, ohne sein eigenes Schlachtpotential zu senken (im Gegensatz zum Armatrutz)
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Auswirkungen und Umgang mit Hochgerüsteten Charakteren

Ungelesener Beitrag von Ahnherr derer von und zu Durenald » 09.08.2017 22:07

Baal Zephon hat geschrieben:
09.08.2017 06:51
Musst du auch nicht Ahnherr, wozu sollte ich für meine Sicht der Dinge auch irgendjemandes Zustimmung brauchen :???:
Hier sind wir uns absolut einig.
Baal Zephon hat geschrieben:
09.08.2017 06:51
Bei uns in der Gruppe ist es halt so. Und es geht durchaus auch um Reiserouten durch etwas wildere Gegenden wo immer noch Leute durch kommen (sonst ja keine Räuber wie du ja schon fest stellst) aber ich meinte eher in Sichtweite von Ortschaften (so 50-100 Meter maximal) wo man in Roben umläuft
Nebenfrage: bei euch sind Orks so nett nicht mit einer Salve Reiterbogenpfeile den Angriff zu eröffnen? Wie rechtfertigen eure Goblinjäger ihren Status bzw. Erledigen ihre Aufgabe wenn sie nicht mit Wurfspieß und Kurzbogen umgehen können? Am Ende erzählst du mir noch dass die ihre Pfeil- und Speerspitzen nicht mit Fäkalien präparieren wenn sie auf Glatthäuter losgehen. (Beim letzten wohlgemerkt nur Gobbos, Orks wollen ja ggf. Sklaven machen, daher hier eher keine Giftpfeile)
Ernsthaft, deinen Goblins und Orks möchten meine Charaktere viel lieber begegnen, als denen mit denen sie sonst zu tun haben.
Jepp, Du spielst offensichtlich in einem dreckigeren Aventurien, als ich es üblicherweise tue.
Baal Zephon hat geschrieben:
09.08.2017 06:51
Weitere Frage: Welchen Vorteil hat man in unzivilisierten Gegenden mit der Reiserobe? Ich meine halbwegs zivilisierten Gegenden, ok, da kann der Status was bringen, aber weit ab vom Schuss wo einen eh keiner außer eventuellen Gefährten die sowieso davon wissen bringt das ja nix. Und es gibt genug Gelegenheit in der Magier mal beide Hände brauchen und den Stab weg legen. Halbes Maß hat ja noch den Vorteil dass man den Stab an den Gürtel hängen kann und ihn so eher dabei hat.

Gerade bei Kampfmagiern ist es Sinnvoll nicht als solcher auf zu treten, sondern eher als leichter bis mittlerer Kämpfer. So rennen beispielsweise Flottenmagier Al'Anfas bei uns im Dienst wie die umgebenden Seesöldner in Tuchrüstung oder maximal Iryanleder herum, einfach weil sie den Gegnern nicht den Gefallen tun wollen sich als Primärziel für Scharfschützen zu präsentieren. Die Schwert und stabler sowie die Andergaster halten es sogar offiziell ähnlich (von wegen Gambeson/leichtes Leder)

So viel mal zur Erläuterung, ich finde das Thema jetzt schon spannend :)
Soweit so gut. Aber als Magier bin ich stolz auf meine Profession. Natürlich laufen meine Magier gerüstet in gefährlichem Gebiet - aber auf ihren Hut und Stab würden sie niemals verzichten - so wenig wie der Krieger auf seinen Zweihänder.
Ich hatte Deinen Post mehr als "Magier sollen sich tarnen" denn als "Magier sollen sich rüsten" verstanden (und am Al'Anfaner-Beispiel sehe ich mich bestätigt).
Ich sage auch nicht, daß das nie und unter gar keinen Umständen vorkommen sollte, aber ich würde das im selbstverständnis eines Magiers halt grundsätzlich als "ausnahmsweise" ansehen.
Der Vorteil der Reiserobe übrigens ist ihre praktische Bequemlichkeit und Robustheit. Sie läßt einem Bewegungsfreiheit und ist nicht so Anfällig gegenüber Verschmutzungen.
... ich will doch nur spielen!

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Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 09.08.2017 23:00

Jo... Es kommt wohl immer etwas auf die Darstellung der Welt an. Wenn anderen erkennbaren Magiern in der Schlacht/Wildnis eher keine Bolzen und Pfeile um die Ohren fliegen können sie sich Standesdünkel leisten und das ist verständlich und gut. Bei meiner Gruppe eher nicht.
Mein Magier würde den Stab auch nicht Weg legen, nur ist er drauf gekommen dass Halbes Maß für ihn nützlich ist, eben zur Tarnung.

Das trifft aber wie gesagt nur auf die Außnahmesituationen "Kampfeinsatz vorraus" und "Gefährliche Gegend, mit Hinterhalt ist zu rechnen" zu. In Städten und Dörfern werden schön brav Robe und Widderkappe getragen... Immerhin ist man nicht in unmittelbarer Gefahr.

Edit: @Ahnherr derer von und zu Durenald deine Beschreibung der Vorzüge der Reiserobe trifft auch auf 0815 Reisekleidung zu... Nur dass sie halt nach Magier schreit, mit allen positiven und negativen Konsequenzen dessen
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Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 10.08.2017 07:26

Das Problem besteht auch darin, das man in Aventurien ein Heereswesen hat indem Offiziere und ähnlich wichtige Personen schön mit Wappen und Ähnlichem gekennzeichnet sind (was in den "damaligen" Taktiken auch nötig war), auf der anderen Seite die Regeln aber dafür sorgen, dass man bei entsprechender profanen und magischen Ausrüstung diese schon auf fast absurde Entfernungen 'wegsnipen' kann. Eigentlich müsste jeder Offizier mit Schutzzauber-Lametta behängt sein ;)
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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 10.08.2017 07:28

Dass magische, karmale oder auch profane Möglichkeiten in der Weltbeschreibung nur sehr teilweise berücksichtigt werden ist aber auch nicht ganz neu.

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Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 10.08.2017 07:35

Richtig, nur muss man halt schauen was man im Spiel draus macht.
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Ungelesener Beitrag von Satinavian » 10.08.2017 08:08

Desiderius Findeisen hat geschrieben:
10.08.2017 07:26
. Eigentlich müsste jeder Offizier mit Schutzzauber-Lametta behängt sein ;)
Ich gehe davon aus, dass das in der Tat der Fall ist. Nunja, vielleicht nicht gerade jeder Leutnant.

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Auswirkungen und Umgang mit Hochgerüsteten Charakteren

Ungelesener Beitrag von Darjin » 10.08.2017 09:14

Je nach Herkunft vielleicht doch.... außerdem ist der Regelwerk nicht gerade für größere Schlachten optimiert, so dass das, was in einem Gefecht mit insgesamt 1-2 Dutzend Beteiligten und überproportional vielen Zauberern im Heldenalltag optimiert funktioniert schon viel weniger "optimale Nutzung der Ressourcen" in einem Gefecht mit 100, 1000 oder mehr KombaTanten ist. Könnte mir vorstellen, dass hier Umwelt-Magie (als großflächiger Schaden/Behinderung am Gegner) oder Antimagie-Zonen (VIELE eigene Kämpfer schützen) viel mächtiger sind als einzelne Kämpfer mit nem Axxel zu pushen. Den meisten Magiern sollte eh klar sein, dass noch genügend feindliche Klingen auf sie warten wenn man den eigenen Astraltank ausgeschöpft hat, weshalb die Bewahrung der (physischen und moralischen) Kampfkraft der eigenen Einheit/des eigenen Heeres wahrscheinlich nicht die schlechteste Investition von Astralenergie ist (und ich rede hier nicht von Balsams - das können Perainegeweihte viel effizienter).

Regeltechnisch halte ich es darum für idiotisch, dass die "Kriegsmagierakademien" nur Merkmale Schaden und tlw. Eigenschaften oder Einfluss haben. Interessanterweise war da Mendena da ziemlich weit vorne.
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