R025: Steppenwind

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Thallion
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R025: Steppenwind

Ungelesener Beitrag von Thallion » 04.09.2012 09:07

Dieser Thread dient zur Diskussion der Inhalte des im März 1997 erschienenen Romans Steppenwind von Niels Gaul.

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Steppenwind
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Darüber hinaus kann man in diesem Thread den Roman auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Leser zu bieten.

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Hotzenplotz
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Re: R025: Steppenwind

Ungelesener Beitrag von Hotzenplotz » 15.06.2015 11:27

Hohe aventurischer Stimmigkeit mit anspruchsvollem Erzählstil und wenig Geschichte.

Stil
Da der Stil schon sehr auffällig ist, kurz ein Wort vorweg dazu. Ich fand den Schreibstil toll, wenn auch anstrengender zu lesen als der normale "Fantasy-Durchschnitt". Verschachtelte, lange Sätze mit altertümlich klingender Wortwahl beschreiben detailverliebt Gedanken und Gegebenheiten.
Insgesamt ist das Aventurien des Romans sehr low-fantasy. Die Geweihten werfen nicht mit Liturgien um sich und die Protagonisten sind insgesamt nicht larger-than-life.

Charaktere
Die Charaktere sind - wenn man den geringen Platz bei ca. 220 Seiten bedenkt - gut ausgearbeitet. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie welcher Charakter tickt. Hauptprotagonist ist Brin von Rhodenstein. Ich hatte gehofft, mehr über die Nivesin Hauka zu erfahren, aber das blieb aus. Gleiches gilt für den Weißen Mann.
Der Autor spielt mit unterschiedlichen Sichtweisen und bindet auch die regional gut eingefärbte Denkweise der Bjaldorner mit ein.

Story
Kurz und knapp: Zu wenig, zu kurz. Der Schreibstil geht eben zulasten der Story, wenn man seitenweise Details beschreibt. Das war so zu erwarten, ist aber dennoch schade und führt letztendlich zu u. g. nur durchschnittlichem Fazit.
Nicht, dass ich kurze oder knappe Storys nicht mag, ich habe z. b. "Heroes" von Abercrombie sehr gemocht, obwohl es dort auch nur um eine einzige Schlacht geht. Aber "Steppenwind" fehlt es einfach an Spannung und Tiefe.

Aventurische Stimmigkeit
Soweit ich das beurteilen kann: wirklich Klasse! Der aventurische Norden wird wirklich gut dargestellt. Immer wieser fließen aventurische Besonderheiten in die ausführlichen Beschreibungen ein.

Fazit
Obwohl ich den Schreibstil toll fand, musste ich mich durch das Buch quälen, weil einfach zu wenig Interessantes oder Spannendes passiert. Der Schreibstil hat die Längen teilweise trotzdem gut genießbar gemacht - ohne diesen Stil wäre es einfach ein sehr schlechtes Buch.

Bewertung
3 Punkte

Alrik Normalpaktierer
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R025: Steppenwind

Ungelesener Beitrag von Alrik Normalpaktierer » 26.07.2020 14:58

Kurzfazit: Ein kurzes Spin-off zum "Zerbrochenen Rad", trotz einiger handwerklicher Schwächen etwas besser als dieses. 4/5 Punkten

Eine längere Rezension ergänze ich, wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe.
Wegen Zeitmangel kann ich erst ab 18./19.7. wieder regelmäßig ins Forum schauen, werde aber noch auf Nachrichten antworten.

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Hina
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R025: Steppenwind

Ungelesener Beitrag von Hina » 30.07.2020 14:00

Niels Gauls Schreibstil bringt fuer mich einfach wie der kaum eines anderen Aventuriengefuehl auf. Dieser Roman war einer meiner ersten wirklich in Aventurien verankerten, und hat mein Interesse an der fortschreitenden Geschichte ueberhaupt erst geweckt. Am besten liest er sich sicher als Ergaenung zum Zerbrochenen Rad, doch ich finde durchaus, dass er auch auf eigenen Beinen stehen kann. Ich habe lieber wenig Handlung, diese aber absolut lesenswert beschrieben und von interessant skizzierten Protagonisten getragen als das x-te Fantasy-"Epos", das doch auf seinen vielen hundert Seiten nur Bekanntes wiederkaut.

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