Bimmel bimmel Kirchenglocke

Für alles, was uns sonst noch so interessiert.

Wie stehst du zu Glockenläuten am Wochenende

Toll, dann brauch Sonntags um 7 keinen Wecker
10
10%
Nervtötend, ich will ausschlafen
25
26%
Stört mich nicht / ich höre bei mir keins
63
64%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 98

Clemens
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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Clemens » 08.08.2011 15:25

Janko hat geschrieben:Ich habe zwei Jahre lang Luftlinie 20m neben einer Kirche gewohnt (im Osten :p ). Es ist wie die Straßenbahn oder die Schnellstraße vor der Tür: Man gewöhnt sich daran. Zuletzt störte es nur noch meinen Besuch.
Mag sein, dass sich manche daran gewöhnen können. Den Threadersteller störts, obwohl er schon sein ganzes Leben damit verbracht hat. Und er ist da nicht der einzige.
Der Kirche sind da wohl Toleranz und Rücksichtsnahme auf andere (nichtgläubige) Bürger fremd. Und gerade für eine Institution, die sich diese Wörter normalerweise dick aufs Banner schreibt, ist das extrem heuchlerisch.
Wie gesagt, wenn es wichtig für den Glauben wäre, könnte ich das noch irgendwo verstehen. Aber kein Christ wäre durch fehlendes Glockenläuten in der Ausübung seines Glaubens gestört.
Jesus sagte nicht: "Wenn dir einer auf die Wange schlägt, halte die andere hin, und weck ihn dann dafür am Sonntag um 7, um es ihm so richtig heimzuzahlen."

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Janko
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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Janko » 08.08.2011 15:51

Willst du gerade sagen dass die armen Ungläubigen für ihren Unglauben bestraft werden? ^^
Dann wird ein Christ also nicht davon gestört? *räusper*

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myrkur
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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von myrkur » 08.08.2011 18:06

Captain Charisma hat geschrieben:Die Nachtruhe dauert von 22 bis 6 Uhr. In der Zeit läuten die Kirchenglocken normalerweise auch nicht.
Wenn es denn so wäre.
Ich weiß nicht ob das der Regelfall ist, aber sowohl die Kirche in der Nähe meines Elternhauses als auch die neben meiner Studentenbude läuten auch zu Mitternacht.
Kann das daran liegen, dass es einfach Bayern is? ^^

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Talasha
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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Talasha » 08.08.2011 19:27

Naja, je nachdem wie laut sie sind...

Bei wieviel DB ist noch einmal Schluß bei 60 oder 65?
Zumindest ab dieser Grenze kannst du dagegen Klagen oder so.


Oh, und hat schon mal jemand mit dem Pfarrer vor Ort geredet?
Also jemand der tatsächlich vom Läuten gestört wird und nicht einfach nur was gegen die Kirche hat. :wink:
Zuletzt geändert von Talasha am 08.08.2011 19:30, insgesamt 3-mal geändert.
Sir Isaac Newton ist der tödlichste Bastard im ganzen Weltraum!

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Swit
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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Swit » 08.08.2011 22:38

Also ich wohne in einem Kleinen Ort direkt neben einer Kirche und mein Schlafzimmerfenster zeigt Richtung Kirche.

Wenn ich dann mal nach einem langen Samstag Abend mit DSA ausschlafen möchte und mein Schlafzimmerfenster geöffnet habe, da ich beim Schlafen sehr gerne viel Luft habe, dann macht mich diese dumme Glocke schier wahnsinnig. Es reicht ja nicht wenn man einmal bimmelt nein das geht Stundenlang. Sonntags ganz extrem. Natürlich wird dann im Viertelstundentakt weiter gebimmelt. Ab und zu haben wir dann noch ein paar Feste an denen muss man ja auch zeigen was die Glocke so alles hergibt. Wenn man dann noch lustig ist stellt man sich auch noch auf und macht ein kleines "Schützenfest" daraus und ballert erst mal noch ein paar Salutschüsse in die Gegend. Dann wird natürlich noch gebimmelt wenn man Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen, oder Sterbemitteilungen hat. (oder wenn mal wieder jedem langweilig ist.)

Am Samstag um Punkt 10:00 muss man dann natürlich auch noch die Feuersirenen testen und lässt die mal ne Zeitlang laufen.

Ab und an nwird es dann sehr intressant wenn meine kleine Tochter auch noch meint sie müsste die Nacht ein wenig schreien. Dann legt man sich wieder ins Bett wenn das Kind aufgehört hat und erfährt dann lautstark dass es 5 Uhr nachts ist.

Ich bin jedoch geteilter Meinung was das Gebimmel angeht. Einerseits sehe ich das "Brauchtum" und die Frei Religionsausübung. Andrerseits halte ich es für unverschähmt da es ja Leute anderen Glaubens auch stillschweigend hinnehmen müssen. Das Gebete durch Mikrofone der Islamisten würde diese Rechte nicht bekommen. Und von daher gehört es in einem Staat in dem Religionsfreiheit herscht entweder allen verboten oder allen erlaubt.

Achja bevor mir dass jetzt jemand vorschlägt, ich bin gerade auf der Suche nach einer neuen Wohnung, dies hängt jedoch nicht mit dem Gebimmel zusammen.

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 08.08.2011 23:15

Muslime, nicht Islamisten.

Ich wohne neben einer Hauptverkehrsstraße, da kann mich Geläut nach dem man die Uhr stellen kann nicht schrecken. Der Iman mit seinem Lautsprecher und sein Kumpel der meint noch lauter zu sein schrecken mich hingegen, nach denen kann ich nicht die Uhrstellen. Es gibt auch Leute die leben sehr zufrieden neben der Start- und Landebahn eines Großflughafen.

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sagista
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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von sagista » 08.08.2011 23:53

Für mich stellt sich bei Fragen wie dieser immer die Frage, wie weit die Religionsausübung zu gehen hat und das frage ich mich bei Christen und Muslimen gleichermaßen. Wer definiert das?
Mir drängt sich immer wieder bei Diskussionen um Religionen der Verdacht auf, dass der Begriff der Religionsfreiheit überstrapaziert wird, zumal das jeder anders definiert.

Für die einen Muslime ist beispielsweise ein Burka-Verbot ein fundamentaler Angriff auf die Religionsfreiheit, während andere Muslime sagen, die Burka habe mit dem Islam nichts zu tun. Das ist jetzt nur als Beispiel anzusehen, ich möchte damit keinesfalls eine Diskussion über die Burka anzetteln, da diese vermutlich unweigerlich zum Schloß an diesem Thread führen würde.

Beim Glockengebimmel ist es ähnlich. Ich bin zwar nicht übermäßig bibelfest, aber mir wäre neu, dass Jesus es nötig gehabt hat, die Gläubigen mittels Kuhglocke zu sich zu rufen. Die kamen von ganz allein, genauso wie jeder Kirchengänger weiß, wann der Gottesdienst stattfindet. Die Kirchturmglocke als Zeitangabe ist auch überflüssig, da die meisten Menschen ein Handy oder zumindest eine Armbanduhr haben. Auch als Warnung vor Gefahren erscheint mir die Kirchturmglocke als nicht mehr erforderlich. Sie ist ein Relikt aus der Vergangenheit und wenn Gleichbehandlungsfundamentalisten z.B. ein Muezzin-Verbot mit der Begründung, es gäbe ja auch Kirchenglocken, argumentativ bekämpfen wollen, dann sollen sie die Glocken lieber schweigen lassen.

Wie ich schon sagte, wir brauchen nicht mehr sondern eher weniger Religion in der Öffentlichkeit.

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 09.08.2011 08:40

sagista: Es gibt ebensowenig 'Die Muslime' wie es 'Die Christen' gibt. Da gibt es diverse Untergruppierungen, die eben auch sehr unterschiedliche Anschauungen (nicht nur zum Thema Burka) haben.
sagista hat geschrieben:Wie ich schon sagte, wir brauchen nicht mehr sondern eher weniger Religion in der Öffentlichkeit.
Richtig.

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Captain Charisma » 09.08.2011 09:17

myrkur hat geschrieben:Ich weiß nicht ob das der Regelfall ist, aber sowohl die Kirche in der Nähe meines Elternhauses als auch die neben meiner Studentenbude läuten auch zu Mitternacht.
Das ist nicht der Regelfall und lässt sich notfalls auf dem Rechtsweg abstellen. Die Nachtruhe gilt auch für Kirchen.

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von sagista » 10.08.2011 00:02

Gorbalad hat geschrieben:sagista: Es gibt ebensowenig 'Die Muslime' wie es 'Die Christen' gibt. Da gibt es diverse Untergruppierungen, die eben auch sehr unterschiedliche Anschauungen (nicht nur zum Thema Burka) haben.
Ich sagte doch am Beispiel der Burka, dass manche Muslime das so sehen und andere so. Die Phrase, es gäbe nicht DIE Muslime oder DIE Christen ist zwar zutreffend, da jeder Mensch individuell ist, aber es ist und bleibt eine Phrase, die so ziemlich nichts bringt. Der informierte Mensch weiß, dass es in der Christenheit Katholiken, Protestanten, Orthodoxe und diverse Splittergruppen gibt, genauso wie es in der islamischen Welt Sunniten, Schiiten, Aleviten usw. gibt.
Ich möchte dich nun ganz konkret fragen, was bezweckts du mit der Widergabe der allseits bekannten Phrase und vor allem, was bringt diese, wenn man der Frage nachgeht, was nun Religionsfreiheit alles umfasst, wie weit sie geht und wer diese definiert?

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 10.08.2011 00:26

Der informierte Mensch weiss, dass es im Islam viele verschiedene Strömungen gibt. Das geht in der Debatte nur eben oft unter, siehe auch die wilde Vermischung der Begriffe Moslem und Islamist, auch hier im Forum. Ich wollte eigentlich auf diese Strömungen hinweisen, da ich Deinem Post nicht entnehmen konnte, ob Dir das bewusst ist. Du hättest ja auch die Individualität bzw. den unterschiedlichen Grad der Wichtigkeit (einzelner Teile) der jeweiligen Religion für die jeweiligen Personen meinen können, so wie es Katholiken gibt, die trotz gegenteiliger Gebote etwa freitags gewohnheitsmässig Fleisch essen.

Zur Frage was Religionsfreiheit umfasst bringt die Aussage erstmal nichts. War aber eben auch nicht meine Absicht.

Meiner Meinung nach ist bei der Religionsfreiheit auch die Freiheit, von Religion frei zu sein sehr wichtig. Weiters sollte sich der Staat weitgehend aus dem Thema raus halten (u.a. Religionsgemeinschaften sonstigen Vereinen gleichstellen, konfessionellen Religionsunterricht abschaffen und durch vergleichende Religionskunde/Ethik (ohne kirchliche Einflüsse) ersetzen) und alle Religionsgemeinschaften gleich behandeln.
Zuletzt geändert von Gorbalad am 10.08.2011 00:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von sagista » 10.08.2011 00:45

Gorbalad hat geschrieben:Der informierte Mensch weiss, dass es im Islam viele verschiedene Strömungen gibt. Das geht in der Debatte nur eben oft unter, siehe auch die wilde Vermischung der Begriffe Moslem und Islamist, auch hier im Forum. Ich wollte eigentlich auf diese Strömungen hinweisen, da ich Deinem Post nicht entnehmen konnte, ob Dir das bewusst ist. Du hättest ja auch die Individualität bzw. den unterschiedlichen Grad der Wichtigkeit (einzelner Teile) der jeweiligen Religion für die jeweiligen Personen meinen können, so wie es Katholiken gibt, die trotz gegenteiliger Gebote etwa freitags gewohnheitsmässig Fleisch essen.
Ich meinte schon das Letztere, allerdings steht das der Kenntnis über unterschiedliche Strömungen innerhalb einer Religion nicht im Wege. Meine These war ja die, dass der Begriff der Religionsfreiheit überstrapaziert wird, da mir nicht klar ist, wer wo wie welche Grenzen setzen will und wie es dann mit Leuten aussieht, die ihre Religionsfreiheit verletzt sehen.
Gorbalad hat geschrieben:Zur Frage was Religionsfreiheit umfasst bringt die Aussage erstmal nichts. War aber eben auch nicht meine Absicht.
Aber das ist eben eine recht bedeutende Frage, meiner Meinung nach.
Gorbalad hat geschrieben:Meiner Meinung nach ist bei der Religionsfreiheit auch die Freiheit, von Religion frei zu sein sehr wichtig.
Absolut.
Ich finde, Religionen haben genug Unglück über unsere Welt gebracht. Im Übrigen muss man sich auch keiner Religion zugehörig fühlen und sich ihr unterordnen, man kann auch ohne das Brimborium mit Weihrauch, Glöckchen, Muezzin, Papst und Ramadan an Gott glauben.
Gorbalad hat geschrieben:Weiters sollte sich der Staat weitgehend aus dem Thema raus halten (u.a. Religionsgemeinschaften sonstigen Vereinen gleichstellen, konfessionellen Religionsunterricht abschaffen und durch vergleichende Religionskunde/Ethik (ohne kirchliche Einflüsse) ersetzen) und alle Religionsgemeinschaften gleich behandeln.
Soweit so klar und Zustimmung meinerseits, aber jede anerkannte Religionsgemeinschaft muss sich vorbehaltlos und uneingeschränkt dem Grundgesetz unterordnen. Das Grundgesetz muss über jeder Religionsausübung stehen.

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Swit » 10.08.2011 07:52

Gorbalad hat geschrieben:Meiner Meinung nach ist bei der Religionsfreiheit auch die Freiheit, von Religion frei zu sein sehr wichtig. Weiters sollte sich der Staat weitgehend aus dem Thema raus halten (u.a. Religionsgemeinschaften sonstigen Vereinen gleichstellen, konfessionellen Religionsunterricht abschaffen und durch vergleichende Religionskunde/Ethik (ohne kirchliche Einflüsse) ersetzen) und alle Religionsgemeinschaften gleich behandeln.
Eine solche Freiheit gibt es in Deutschland allerdings nicht. In Deutschland muss man sich immernoch nach dem Christentum richten.

Für mich würde es im übrigen das selbe bedeuten.

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Cattivo von Aravanadi » 10.08.2011 09:38

[youtubehd][/youtubehd]

Aber der informierte Mensch* weiss, dass alle Kulturen eine Religion entwickelt haben. Letztlich ist es eine Frage des Glaubens.

*
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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Skyvaheri » 10.08.2011 11:15

Ich glaube, dass dieser Thread jetzt 5% vor der Schließung steht... ;-)

Sky
Alle Infos zu Sky's DSA-Runde gibt es hier:

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Clemens » 10.08.2011 11:20

Cattivo von Aravanadi hat geschrieben:[youtubehd][/youtubehd]

Aber der informierte Mensch* weiss, dass alle Kulturen eine Religion entwickelt haben. Letztlich ist es eine Frage des Glaubens.

*
   85%
Hehe, das wirft ja ein ziemlich bitteres Bild. Religion als Mittel der Unterwerfung, Religiösität als Form der Autoritätsgläubigkeit.

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Olvir Albruch » 10.08.2011 12:17

Clemens hat geschrieben:Religion als Mittel der Unterwerfung, Religiösität als Form der Autoritätsgläubigkeit.
Ist es das denn nicht?

MfG,
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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Clemens » 10.08.2011 12:23

Von mir wirst du da bestimmt keinen Widerspruch hören. :)

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 11.08.2011 20:27

Cattivo von Aravanadi hat geschrieben:Aber der informierte Mensch weiss, dass alle Kulturen eine Religion entwickelt haben.
Ich weiss nicht, ob es alle Kulturen waren, aber sicher etwa genau so viele haben Kriege, Unterdrückung* etc. entwickelt. Das ist einfach kein Argument. Bloss weil alle irgendetwas machen/gemacht haben, wird es nicht gut.

*Nein, ich setze Religion nicht mit den beiden genannten Beispielen gleich. Auch wenn sie einander bisweilen gegenseitig verursachen bzw. fördern mögen. In jede Richtung.

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Korgash » 12.08.2011 13:42

Gorbalad hat geschrieben:Bloss weil alle irgendetwas machen/gemacht haben, wird es nicht gut.
In der Tat zeichnet sich hier ein naturalistischer Fehlschluss ab. Aus einem Sein resultiert kein unmittelbares Sollen! Aaaallerdings muss man dann an dieser Stelle auch fragen, ob Menschen nicht zur Religiosität veranlagt sind und wie ein Staat damit umgehen sollte.
Swit hat geschrieben:Eine solche Freiheit gibt es in Deutschland allerdings nicht. In Deutschland muss man sich immernoch nach dem Christentum richten.
Wie meinst du das? Wir erleben Vorurteile und eine in meinen Augen viel zu stark ausgeprägte institutionelle Bevorzugung der Kirchen, aber Religionsfreiheit sehe ich weitestgehend gewährt.
Weitestgehend in dem Sinne, dass religiöse Bekenntnisse und Handlungen nicht über dem Recht stehen, was auch gut so ist.
DIE ALTERNATIVE ZU DSA5: Unsere aktualisierten Hausregeln. Frei, fair und funktional! KLICK MICH HART!

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 12.08.2011 13:48

Korgash hat geschrieben:Aaaallerdings muss man dann an dieser Stelle auch fragen, ob Menschen nicht zur Religiosität veranlagt sind und wie ein Staat damit umgehen sollte.
Das ist doch dasselbe in grün. Genauso müsste man überlegen, ob Menschen nicht zur Gewalt, zum Egoismus oder zu sonstwas veranlagt sind.
Ich sage ja nicht, dass man Religionen verbieten soll, der Staat soll sich nur raushalten.

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Cattivo von Aravanadi
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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Cattivo von Aravanadi » 12.08.2011 13:52

B2Topic* {Kirchengeläut} please

*

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Swit » 14.08.2011 09:59

Gorbalad hat geschrieben:Meiner Meinung nach ist bei der Religionsfreiheit auch die Freiheit, von Religion frei zu sein sehr wichtig.
Swit hat geschrieben:Eine solche Freiheit gibt es in Deutschland allerdings nicht. In Deutschland muss man sich immernoch nach dem Christentum richten.
Korgash hat geschrieben:Wie meinst du das? Wir erleben Vorurteile und eine in meinen Augen viel zu stark ausgeprägte institutionelle Bevorzugung der Kirchen, aber Religionsfreiheit sehe ich weitestgehend gewährt.
Weitestgehend in dem Sinne, dass religiöse Bekenntnisse und Handlungen nicht über dem Recht stehen, was auch gut so ist.
Im Sinne davon dass du "frei von Religion" leben kannst.

Dass ist jetzt schwierig zu Formulieren.

Ein paar Beispiele:

Viele der Deutschen Feiertage sind Christlichen Ursprungs. Das heißt wenn ich einen kleinen Laden habe, in dem nur ich Arbeite und vielleicht noch ein Angestellter, muss ich den Laden an diesem Feiertag schließen, denn es ist ein Feiertag. Ich muss also einen Laden an einem Tag schließen an dem ne Menge Leute Zeit hätten einzukaufen. Ob ich nun Christ bin oder nicht ist hier egal.

Dann gibt es Christliche Feiertage an denen es den Christen verboten ist Musik zu hören. Also verbietet der Gesetzgeber einfach die Musik überall ddamit die Christen sie nicht hören müssen. In den Diskotheken wird dann, angenommen der Feiertag ist ein Samstag, am Freitag Abend um 24:00 die Musik beendet und dann darf am Samstag keine Musik gespielt werden. Ob ich nun Chrsit bin oder nicht ist hier ebenfalls egal. Auch nicht Christen ist es nicht gestattet zu feiern oder Musik zu hören.

Auch den Religionsuntericht an Schulen halte ich für nicht richtig im Sinne der "Religionsfreiheit". Wenn es eine Religionsfreiheit wäre müsste an den Schulen quasi Religion im übergeordneten Sinne unterrichtet werden. Also verschiedene Lehren. Hier könnte man sich der Komplexität halber auf die 5 Weltreligionen einigen. Und vielleicht nebenbei noch ein paar Geschichtlich relevante Religionen durchnehmen. So dass sich die Schüler im Nachhinein selb st entscheiden können welcher Religion sie angehören möchten. Wenn sie einer angehören möchten.

Ein anderes Beispiel zum Thema Religionsfreihet ist z.b. die Diskussion über das Kopftuchverbot. (Aber dieses Thema gibt es extra und das möchte ich jetzt hier nicht wieder breittreten.)

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von der.maekkel » 14.08.2011 14:30

Zurück zum Kirchengeläut.

Nun, meine Freundin wohnte 3 Jahre in direkter Nachbarschaft zu einer Kirche und im Sommer, bzw. schon ab Frühjahr heizte die Wohnung so stark auf, das man nur mit offenem Fenster schlafen konnte. Da ich zu der Zeit öfters Nachts arbeitete hat mich das Geläut viel Schlaf gekostet. Vorallem raubte es mir den Nerv, dass dieses Geläut auch extrem disharmonisch war. Diese Kakophonie hat mich allmorgendlich aus dem Schlaf gerissen und selbst Ohrstöpsel halfen da nicht. Warum haben die Leute die sowas aus religiösen Dingen schätzen nicht einfach ein Radiowecker zu Hause? Da können die sich Bebimmeln lassen wie sie lustig sind oder vom Iman zum Gebet rufen lassen. Alle wären glücklich und ich kann meine gesunden 7-9 Stunden Schlaf haben. :devil:
Zuletzt geändert von der.maekkel am 14.08.2011 14:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Milan
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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Milan » 16.08.2011 10:34

Bei mir hängt es extrem von der Tagesform bzw. der persönlichen Stimmung ab, ob mich Kirchengeläut stört oder nicht.
Wenn ich gemütlich in einem Biergarten sitze und mich nett unterhalte kann mich das Gebimmel der örtlichen Kirche von 18:00-18:15 durchaus nerven, andererseits war es ein gutes Signal für last order zu happy hour Zeiten.
Generell schätze ich das Kirchengeläut als akkustisches Zeitsignal, morgens ist der Stundenschlag für mich normalerweise ein willkommenes Signal jetzt endlich wirklich aufzustehen.
Als bei meiner Großmutter im Ort (Münsterland) die Kirchenglocken nachts abgestellt wurden, konnte ich eine ganze Weile nicht schlafen, offensichtlich hatte ich mich an das Gebimmel alle 30min gewöhnt.
Es gibt noch so viele andere Geräuschquellen (disharmonische Glockenspiele im Rathausturm, Idioten die meinen nachts ein Viertelmeilenrennen veranstalten zu müssen, frühmorgendlicher Lieferverkehr, Mobiltelephone, etc.pp.) die ich störend finde, aber nicht verbieten (lassen) kann und will, daß Kirchenglocken (von mir aus auch ein Muezzin) unter "kann ich ignorieren wenn ich will" fallen.
Zuletzt geändert von Milan am 16.08.2011 11:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von marit » 16.08.2011 11:43

Whyme hat geschrieben: Wie schon erwähnt und ja auch bestätigt: die Kirche ist nicht erst seit gestern da. Kirchenglocken läuten, das ist Fakt. Erst neben einer Kirche einzuziehen und sich dann über den Lärm zu beschweren ist ziemlich wiedersinnig.
Es gibt kein Religiöses Gebot das von einer Kirche verlangt Samstag Nachmittag, zu jeder viertel Stunde, und 2-3mal an jedem Sonntag Morgen zu bimmeln.
Ob und wie oft die Kirche bimmelt hängt von der lokalen Lust und Laune ab.

Und die Kirche hat in ihrer Vergangenheit so viel Mist gebaut und dann im Laufe der Zeit abgebaut das es auch keinen Grund gibt bei der Tradition: „wir schmeißen morgens jeden aus dem Bett, weil die Menschen die Uhr nicht lesen können“ zu bleiben.
Whyme hat geschrieben:Und zu verlangen, dass die Kirche (als Institution, nicht das spezielle Gebäude) ihre Tradition aufgibt nur weil man in Ruhe ausschlafen möchte, ist in dieser Situation schon ziemlich anmaßend finde ich.
Die Kirche ist keine Staatsreligion mehr, es gibt immer weniger Gläubige, und die Kirche hat immer weniger zu sagen.
Ich finde es anmaßend von einer Kirche, für die ich als minderwertig und unbedeutend gelte, morgens geweckt zu werden damit ich pünktlich zu ihren Ritualen erscheine.
Whyme hat geschrieben: Anders läge der Fall, wenn durch das Glockenläuten ein gesundheitlicher Schaden einher geht aber das ist ja offensichtlich nicht der Fall.
Whyme hat geschrieben: Um ausgeschlafen zu sein, könnte man zudem früher ins Bett gehen...
Tolle Idee, das würden die Leute die Schichtarbeiten müssen bestimmt sehr gerne machen.
Und warum genau muss ich meinen Lebensrhythmus an eine Kirche anpassen die angeblich für Nächstenliebe und Bescheidenheit steht?
Wir leben im Jahr 2011 und nicht 1611.
Traditionen ändern sich und ich sehe nicht wirklich ein, warum sich ein ganzes Dorf an die Traditionen von ein paar Handvoll (leider oft Spinner) richten muss.
Die die angeblichen Werte ihrer Kirche meistens nur mit Füßen treten und nichts weiter sind als Heuchler.
marit: Nur echt mit Rechtschreibschwäche :D

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Finarfin
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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Finarfin » 17.08.2011 22:25

Was "die Kirche" (Welche eigentlich? Römisch-Katholische Kirche? Westfälische Landeskirche? evangelische Kirche im Rheinland?) gemacht hat als Institution ist für die Frage irrelevant: Das Gebäude in seiner Funktion steht dort, wer nachträglich hinzuzieht, stößt einfach auf älteres Recht.
Ist Verwandten von mir passiert: sie erben ein Grundstück und müssen es hinnehmen, dass der Nachbar über bestimmte Teile drüberlaufen darf, altes Wegerecht, das an seinem Grundstück hängt, auch wenn mittlerweile auf der anderen Seite seines Grundstückes eine Straße gebaut wurde.
Etwas anderes ist es, wenn in einem Wohngebiet eine Kirche errichtet wird (ja, kommt vor, v.a. bei Freikirchen, wir boomen seit etlichen Jahren, mein Verband hat einen Zuwachs von über 30% in den vergangenen 10 jahren, wir gründen Gemeinden, was das Zeug hält): Anwohner, die vor der Kirche dort gewohnt haben, können dafür sorgen, dass da gar nichts läutet, v.a. kein Stundenläuten.
Wer später kommt, muss hinnehmen, was vor ihm dort war.

Gerade das Stundenläuten ist übrigens keine religiöse Angelegenheit und hat gar nichts mit der Kirche als Institution zu tun. Es ist ein kultureller Brauch, für den die Kirche als Gebäude lediglich der Ort ist, an dem er statt findet.
In einer meiner früheren Heimatstädte gab es ein Stundenläuten in einer alten Apotheke: dort war die Uhr, dort wurde stündlich ein Glockenspiel geläutet, der Abstand zu Wohnungen war noch geringer als bei einer Kirche, die zumindest durch den Kirchplatz etc. ein paar Meter mehr Abstand hat. Da wohnen Leute Wand an Wand mit dem Glockenspiel (o.k., effektiv standen diese beiden Wohnungen leer bzw. wurden irgendwann als Lagerräume genutzt (wieder, immerhin waren das mal alte Lagerräume der Apotheke)). Dagegen konnte auch keiner was machen.

Ansonsten: Bürgerinitiative! Wenn sich genügend Leute finden, die es stört, ist da mehr zu machen als mit singulären Interessen. Macht doch in eurem Viertel die Initiative "Sonntags Ausschlafen!", sammelt Unterschriften in Hörweite der Glocke.
Wenn sich genügend Leute finden, wird sich schon was ändern. Fiden sich nicht genügend Leute, ist wohl doch genügend Leuten das Glockenläuten wichtig.

Inhalt ergänzt am 17.08.2011 22:32
Swit hat geschrieben: Auch den Religionsuntericht an Schulen halte ich für nicht richtig im Sinne der "Religionsfreiheit". Wenn es eine Religionsfreiheit wäre müsste an den Schulen quasi Religion im übergeordneten Sinne unterrichtet werden. Also verschiedene Lehren. Hier könnte man sich der Komplexität halber auf die 5 Weltreligionen einigen. Und vielleicht nebenbei noch ein paar Geschichtlich relevante Religionen durchnehmen. So dass sich die Schüler im Nachhinein selb st entscheiden können welcher Religion sie angehören möchten. Wenn sie einer angehören möchten.
Die Religionsfreiheit würde so nicht gewahrt, da kein Lehrer gleichwertig über Weltbilderinformieren kann, die in Konkurrenz zu seinem eigenen stehen (Atheismus als ein Weltbild neben Islam, Christentum etc. eingeschlossen).
Die Freiheit kann nur durch eine Wahlfreiheit gewahrt bleiben. Jede Religionsgemeinschaft soll sich so organisieren, dass der Staat einen Ansprechpartner findet zur gemeinsamen Abstimmung der Lehrpläne. Katholike, Protestanten, Aleviten und Sunniten haben das bisher hinbekommen.
Zuletzt geändert von Finarfin am 17.08.2011 22:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Korgash
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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Korgash » 18.08.2011 00:29

Wenn der Experte schon mal zu Gast ist:
Die Religionsfreiheit würde so nicht gewahrt, da kein Lehrer gleichwertig über Weltbilderinformieren kann, die in Konkurrenz zu seinem eigenen stehen (Atheismus als ein Weltbild neben Islam, Christentum etc. eingeschlossen).
Die Freiheit kann nur durch eine Wahlfreiheit gewahrt bleiben.
Meinst du nicht, dass die Freiheit auch gewahrt werden würde, wenn dann einfach KEINE Religion an Schulen unterrichtet werden würde? Man unterrichtet doch auch sonst nichts, einfach nur, weil es Leute in ihrer Freizeit interessiert. Der Sinn des Religionsunterrichts ist darüberhinaus sicher, ein wenig Sinnstiftungsangebote zu unterbreiten, aber das geht doch auch über Ethik und kurze Einführungen in die größeren Religionen (wieso eigentlich 5 Weltreligionen? Das Judentum ist doch nur ein Spurenelement!), die unabhängig von der persönlichen Weltanschauung sicher auch hinreichend neutral dargeboten werden können.

@topic: Kennt sich vielleicht einer der Juristen genug mit Gewohnheitsrecht aus, um noch einmal zu bestätigen, dass Glockenläuten darunter fällt?
Zuletzt geändert von Korgash am 18.08.2011 00:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Swit » 18.08.2011 08:57

Die Religionsfreiheit würde so nicht gewahrt, da kein Lehrer gleichwertig über Weltbilderinformieren kann, die in Konkurrenz zu seinem eigenen stehen (Atheismus als ein Weltbild neben Islam, Christentum etc. eingeschlossen).
Die Freiheit kann nur durch eine Wahlfreiheit gewahrt bleiben. Jede Religionsgemeinschaft soll sich so organisieren, dass der Staat einen Ansprechpartner findet zur gemeinsamen Abstimmung der Lehrpläne. Katholike, Protestanten, Aleviten und Sunniten haben das bisher hinbekommen.
Das ist Blödsinn.

Wen ich Lehrer für einen Untericht ausbilde welche die jeweiligen Religionen unterrichten sollen. Dann werden sich dafür schon entsprechende Leute bewerben. Es gibt auch Katholische Geschichtslehrer die trotz ihrer Religiösen Ansichten, Evolution unterrichten können. Denn sonst müsste man genauso sagen dass es unmöglich ist dass Religiöse Leute die Evolutionstheorie akzeptieren und gar unterrichten können. Wird aber wie wir wissen in Deutschland erfolgreich unterrichtet. Also würde ein Freier Religionsunterricht ganz genau so funtionieren. Der Lehrer soll ja nicht Missionieren er soll einfach nur erzählen was es für Religionen gibt und welche Geschichte dahinter steckt.

Aber zurück zum Topic dies ist ein extra Thema.

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Re: Bimmel bimmel Kirchenglocke

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 18.08.2011 09:26

Swit hat geschrieben:Der Lehrer soll ja nicht Missionieren er soll einfach nur erzählen was es für Religionen gibt und welche Geschichte dahinter steckt.
Das könnte mMn hervorragend in Geschichte integriert werden. Der Ethik-Teil passt zu Philosophie.

Wenn Religionsgemeinschaft X der Meinung ist, dass ihre Angehörigen religiöse Unterweisung brauchen, kann sie ja gerne Kurse anbieten und selbst finanzieren. Das machen Blasmusikvereine, Aquaristen und andere Vereine auch.
Zuletzt geändert von Gorbalad am 18.08.2011 09:27, insgesamt 1-mal geändert.

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