DDZ Kampagne im Windhag - Ideen & Feedback

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kalter Alrik
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DDZ Kampagne im Windhag - Ideen & Feedback

Ungelesener Beitrag von kalter Alrik » 10.05.2021 11:26

Hallo liebe Forengemeinde,

zunächst einmal, die Gruppe rund um Aedith, Ilkaron, Wulf, Ansgar und Svartur – raus hier! 😉

Wir haben kürzlich eine neue Heldengruppe & Kampagne gestartet die etwas von unserer „Norm“ abweicht und die ich hier gerne zum einen als Inspiration Anderer, zum Anderen natürlich zum Einholen von Ideen und Feedback vorstellen möchte.

Zum Kontext, die Kampagne und das Szenario sind aus einer Prämisse ohne definierten Plot oder Ziele entstanden und dann bei der Vor- und Ausarbeitung „organisch gewachsen“.

Das Grundthema der Kampagne sollte sein Helden aus der „Neuzeit“ irgendwie in die Dunklen Zeiten zu bekommen und dort ein frisches Szenario mit maximalen Freiheiten für die Gruppe zu bespielen. Meine Aufgabe als Meister dabei ist, neben einem halbwegs plausiblen Weg in die DZ zu finden natürlich dort den Rahmen zu geben in dem die Gruppe agieren kann. Dabei ist aus einer groben Skizze für ein Setting eine Outline für eine Kampagne entstanden, die eine Rahmenhandlung bietet die auf verschiedenen Ebenen abläuft und die auch stark mit Klischees aus Popkultur und irdischen Mythen spielt – allerdings noch nicht ganz zu Ende definiert und „schlüssig“ ist.

Im Folgenden zunächst die Setting Beschreibung und anschließend die Rahmenhandlung und vier Akten.

Setting in der „Neuzeit“:
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Die albernische Junkerfamilie Heckendorn (genauer die jeweilige Matriarchin der Familie) hat seit Hunderten Jahren einen Pakt mit der Fee/Holden Thalaria, die im Windhag „die Herrin vom See“ genannt und als Efferds Tochter verehrt wird. Die Fee steht der Familie über die Zeiten bei, dafür erhält sie aus jeder Generation das Zweitgeborene Kind als „Gabe“. Einer der Charaktere ist jenes Zweitgeborene Kind, der Schwertgeselle Ilkaron. In den Wirren des Bürgerkrieges mit den Nordmarken ist sie Mutter allerdings umgekommen und nachdem der Erstgeborene Sohn noch nicht geheiratet hat und die einzige Tochter (die Rondrageweihte Aedith) nur ein Bastardkind ist. Der Pakt ist also noch nicht erneuert worden.
Setting in den Dunklen Zeiten:
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Regional und zeitlich angesiedelt im Windhag im Jahr 336 v.BF ist das Setting inspiriert von einer Mischung aus Bernard Cornwells Uthred Saga (Wikinger ringen mit den Angelsachsen um die Vorherrschaft Englands, frühes Mittelalter und verfallene römische Infrastruktur), der Artus-Saga mit Twist (edle „Ritter“ eines mystischen Königs die von seiner Festung aus dem Land dienen) und dem darunterliegenden Konflikt zweier gottgleicher Entitäten (Die Feenwesen Thalaria und Thawalyr).
Die Hjaldinger sind im Windhager Norden gelandet und haben die Gegenden um Kellun und Kaltstetten besetzt und stoßen immer weiter nach Süden vor, Richtung Triveth.

Der „König vom Windhag“, ein alter Druide/Tsatuariageweihter der über Seelenwanderung über Generationen hinweg herrscht (Quasi Merlin, nur dass in diesem Fall Merlin auch der König ist). Er lässt „Mündel“ in jungen Jahren an seinen „Hof“ (ein verwunschenes Bergdörfchen im Gebirgswald) senden, erzieht sie dort und positioniert sie wichtigen Positionen der Gesellschaft und übt so Macht aus (Dorf- und Tempelvorsteher, Magistrate oder Anführer bewaffneter Haufen,…). Sehr eng mit dem Land verbunden und am Wohlergehen der Bevölkerung interessiert.

Thalaria als Herrin vom See begreift sich als Schirmherrin der Region und ist vor allem dem Wasser und den Menschen die darum leben verbunden. Von ihrer Globule aus (grob an Avalon angelehnt) deren Eingang die Oberfläche des Sees „Efferds Träne“ im Norden des Windhag ist nimmt sie Einfluss auf die Geschicke und erscheint vor allem Priestern oder anders mit der mystischen Welt verbundenen (so auch dem König vom Windhag).

Thawalyr, in der Neuzeit lediglich als „launischer Wassergeist“ bekannt, ist in den DZ der formidable Gegenspieler Thalarias. Ein sinisteres Feenwesen dessen Globule an der Quelle des Weilwassers liegt, das bei Kaltstetten ins Meer mündet. Er beansprucht die Herrschaft aller Gewässer des Windhags bis zur Küste und zum Großen Fluss (gegen die Wassergötter und den Flussvater kommt er nicht an) und sucht Wege seinen Einfluss in die Welt der Sterblichen zu projizieren.
Dazu kommen ihm die abergläubischen Hjaldinger die zuerst in Kaltstetten landen und dort die Siedlung übernehmen gerade recht. Er „offenbart“ sich als Gott der Flüsse und fordert Gefolgschaft und Opfer, im Gegenzug verspricht er Erfolg für das Vorhaben der Besiedlung der Hjaldinger.

Ziel beider Feenwesen ist die Zerstörung der Globule, der Machtbasis des Gegenspielers.

Weitere Player:
Bosparaner in Elenvina als „Wildcard“ – anfangs passiv/neutral. Potentiell aber mit ihrer militärischen Macht verheerend für jeden den sie sich als Feind erwählen.

Die Ramuchai, primitive Orks die eine Mischform aus Brazoragh und Levthan verehren und potentiell auf die eine oder andere Seite gezogen werden können.

Die Goblins im Windhag die mit der Herzgrotte, ihrer wichtigsten Ritualstätte auch den Schlüssel der Zerstörung einer der Globulen in den Händen halten – wie das Ganze funktionieren soll ist aber noch nicht definiert (Help? 😊)

Die Sippenverbände im Windhag die lokal von den Mündeln des Königs gesteuert werden, aber natürlich auch ihre eigenen Agenda und Ziele verfolgen und an ihrem jeweiligen Machterhalt interessiert sind. Die Sippe der Cortak ist offen zu den Hjaldingern übergelaufen.

Relevante Orte sind namentlich „Lateinisiert“ und entsprechend beschrieben/ausgearbeitet.
Soviel zum Setting. Nun zur Rahmenhandlung, die bislang nur als Skelett steht.
Prolog:
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Ilkaron und seine Schwester Aedith sind nach dem Bürgerkrieg in dem sie auf der „falschen“ Seite gekämpft haben und nicht wichtig genug für eine Amnestie waren mit einigen Thorwalern (der restlichen Gruppe) in den Norden geflohen, dort finden einige Abenteuer statt in der die Gruppe zusammenfindet. Nach einer Weile wird Ilkaron durch Kontaktaufnahme Thalarias wieder in den Süden gezogen, unterstützt wird dass durch die Weissagungen des Thorwalschen Rabenhexers der Gruppe. Zusammen mit einer Ottajasko der Thorwaler zieht die Gruppe von Kyndoch in den Windhag und findet Efferds Träne und wird dort von Thalaria sehr vage „gebrieft“ und auf einem Drachenboot durch den See über Feenpfade/den Limbus/meisterliches Handgewedel in die DZ geschickt.
Akt I: Wo sind wir? Und WANN sind wir?!
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Die Gruppe landet mit ihrer Otta inmitten eines Sturmes vor der Siebenwindküste südlich von Triveth (Steilküste) und wird auf die Klippen zugetrieben. Inmitten des Sturmes werden sie zu allem Überfluss von einem Trio Westwinddrachen versenkt.
Am Strand inmitten des Wracks ihrer Otta auf und müssen sich zunächst einmal mit Strandräubern herumärgern, die warum auch immer einen seltsamen Dialekt des Bosparano sprechen.

Ab hier ist alles offen, Akt I dreht sich darum in den DZ anzukommen, sich eine Übersicht über die politische Lage zu verschaffen, die wichtigsten Player kennen zu lernen und sich eine Home Base aufzubauen.
Lokal ist Akt II noch stark begrenzt und auf die Region um den Schiffbruch herum beschränkt. Kernfaktoren ist das (neu-)entdecken des Landes, das Lernen alter Sprachen, das Kennenlernen von Orten und NSCs und das Spiel in der Gruppe zum Umgang mit der Zeitreise.
Akt II: Wo stehen wir?
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In Akt II spitzt sich die Lage zu, die Hjaldinger stoßen angetrieben durch Thawalys weiter ins Land vor und zielen auf den Schattenpass um Zugang zum Kernland und die Städte auf der anderen Seite zu bekommen. Es gibt erste Anzeichen für die Korrumpierung durch Thawalyr.
Die Gruppe muss sich entscheiden ob sie sich einer der Fraktionen anschließen möchte und wenn ja welcher. Am Ende des Aktes kumulieren die Ereignisse in einer Konfrontation der Windhager und der Hjaldinger die für beide Seiten eher Pyrrhisch ausgeht, am Ende erhalten die Hjaldinger aber Entsatz durch eine Flotte von Neuankömmlingen.

Thema hier ist die Weltliche Auseinandersetzung zwischen den Windhagern und den Hjaldingern und das Einbringen/Involvieren der noch neutralen Parteien. Der Reiseradius dehnt sich auf das komplette Spielgebiet aus und es kann nach belieben der Gruppe Fokus auf Politik, Kampf/Krieg oder Wildnisaspekte gelegt werden.
Akt III: Gewinnen jetzt die Bösen?
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Angespornt durch die Verstärkung und aufgepeitscht von Thawalyr werden die Hjaldinger immer aggressiver. Der Swafnir und Firnir Kult werden verdrängt und durch einen dunklen Opferkult um das Feenwesen herum ersetzt, die Gegend um die Quelle des Weilwassers wird zunehmend verdorben. Einige Hjaldinger hüllen sich nach Vorbild der verdorbenen Biestinger aus Thawalyrs Globule in Tierfelle und verdecken ihr Antlitz mit Tierschädeln und verbreiten so Angst und Schrecken unter den Windhagern (angelehnt an die Wendol aus dem 13. Krieger).

In Akt II sollen die Helden auch wieder in Kontakt mit Thalaria treten können, die sie in dieser Zweit noch nicht kennt und deren Vertrauen sie zunächst gewinnen müssen oder durch ihre Taten schon gewonnen haben. Ebenfalls soll hier der erste direkte Kontakt mit dem König des Windehags als potentiellem Verbündeten gegen das böse Feenwesen entstehen und mit dem Bild der klassischen Arthussaga gebrochen werden (Wie jetzt, Camullum (= Camelot) ist keine Festung sondern n Kaff im Wald? Und der König trägt keine strahlende Rüstung sondern ein dreckiges Büßergewand?)

Zum Ende sollen Pläne für die Konfrontation mit dem als Ziel gewählten Feenwesen geschmiedet werden.
Akt IV: Finale Konfrontation
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Hier bin ich noch recht blank. Idee ist, dass die jeweilige Globule zerfällt wenn ihr „Herz“ das sich beliebig darstellen kann zerstört wird. Dieses Herz muss auch nicht zwingen innerhalb der Globule liegen (siehe die Idee zum Herzstein der Goblins oben).
Ziel ist jedenfalls, eines der beiden Feenwesen seiner Globule zu berauben und in der Bedeutungslosigkeit verschwinden zu lassen. Die jeweilige Gegenseite versucht zeitgleich natürlich das Selbe in die andere Richtung.
Prolog: Should I stay or should I go?
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Will die Gruppe in die Gegenwart zurück oder in den DZ bleiben? Wenn zurück dann wie? Wenn bleiben dann wohin gehen? Ggf. folgen hier Plothooks zu weiteren Szenarien.
Soviel zur Rahmenhandlung, die von den Spielern beliebig verändert werden kann (König anstelle des Königs werden? Theoretisch möglich. Als Heerführer der Hjaldinger Tod und Verderben bringen? Auch gut. Als neutrale Strippenzieher im Hintergrund auftreten? Auch gut.

Einige Szenarien/Szenen und auch Örtlichkeiten zu Beginn der Kampagne sind schon recht detailliert ausgearbeitet, Stadtpläne sind gezeichnet und mit ihren eigenen Plothooks versehen, vieles ist aber noch komplett offen. Viele Plothooks ergeben sich auch aus der Beschreibung/Ausarbeitung der jeweiligen Örtlichkeiten.

Zum Abschluss noch die angepasste Regionalkarte der Region.

Ich freue mich wenn diese Litanei den Einen oder Anderen inspirieren mag und noch mehr über Feedback und Ideen zu dem Ganzen. 😊

Bei Interesse kann ich hier auch gerne die erstellten Materialien wie Karten, NSCs usw. teilen, gerne auch über Inkarnate zum selbst verwerten/bearbeiten.
Dateianhänge
Siebenwindküste, 336 v.BF.jpg

Perujian
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DDZ Kampagne im Windhag - Ideen & Feedback

Ungelesener Beitrag von Perujian » 14.05.2021 15:39

Ich finds absolut cool. Über die Zeitreisen würde ich mir nicht zu sehr den Kopf zerbrechen, hab ich in meiner DZ Gruppe über Feenpfade und die Wege der Minotauren gelöst.
Je nachdem, welches Feenwesen in der Vergangenheit gewinnt, sollte die "Neuzeit" entsprechend angepasst werden (sicher au h bei anderen großen Dingen - oder eine Erklärung für diese liefern)

Edit: Bei Zeitreisen aus der "Neuzeit" bietet es sich an, sie vorher wirre wissenschaftliche Aufzeichnungen der Dunklen Zeiten finden zu lassen, von denen nachher nur wenig stimmt.
Auch die Konfrontation mit der Götter Welt der DZ fände ich bereichernd für das Rollenspiel

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kalter Alrik
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DDZ Kampagne im Windhag - Ideen & Feedback

Ungelesener Beitrag von kalter Alrik » 14.05.2021 20:41

Danke, freut mich dass es gefällt. Über die Zeitreise selbst mache ich mir keinen Kopf, das wird einfach eine kurze beschriebene Szene und dann ist die Gruppe halt da.
Mit den Unterschieden zwischen der bekannten Geschichte der DDZ und der Realität darf sich unser Thorwalscher Entdecker und Kartograph auseinandersetzen, mit den anderen/anders interpretierten Göttern wird es im Windhag sicher auch spannend wenn die Rondrageweihte feststellt, dass Brazoragh als Braziraku hier offen neben Rondra verehrt wird und die Boasparanischen Nachbarn mit Shinxir noch einen ganz anderen Kriegsgott in Petto haben. Auch die Tatsache, dass sich der Kontakt zur Göttin selbst auch anders anfühlen dürfte, schließlich ist Rondra in dieser Epoche eher am Zugewinn von Macht, während sie im neuen Aventurien eher aus dem letzten Loch pfeift spannend werden. Schlussendlich wird es auch die Gelegenheit geben, einen verlassenen/entweihten Tempel wieder aufzubauen.

Wo ich aktuell wirklich noch ratlos bin, ist die ganze Globulengeschichte - wenn der Schlüssel zum Sieg über eines der Feenwesen die Zerstörung der Globule ist, muss dies natürlich auch irgendwie möglich sein. Dabei möchte ich unbedingt irgendwelche McGuffins wie das "Zauberschwert CaliburusExusMaximus" das in den Herzstein gerammt werden muss oder die notwendige Unterstützung mächtiger NSCs verzichten, gleichzeitig weiß ich noch nicht so recht wie das sonst vonstatten gehen kann.

Aktuell arbeite ich noch aus, wie ich den Helden die Nachteile die sie sich geholt haben die eigentlich in den DZ "verfallen" würden (wie Verpflichtungen, Gesucht, etc.) auch in den DZ "reinreiben" kann ohne dass es zu gekünstelt wird - so soll ein in Enqui gesuchter Thorwaler feststellen, dass um Trivethum herum jemand gesucht wird, der ihm zum verwechseln ähnlich sieht - der Zugang zur Stadt muss sich dann damit verdient werden dass der "Doppelgänger" aufgespürt und abgeliefert wird. Ebenfalls angedacht ist der Auftritt der Vorfahren der eigenen Ottajasko im Heer der Hjaldinger, um so ggf. Konflikte zu erzeugen, sollte sich die Gruppe z.B. den Windhagern angeschlossen haben.

Mit Konsequenzen im Jetzt-Aventurien muss ich mich nicht wirklich befassen denke ich, schließlich wird die ganze Region 20-30 Jahre Später ohnehin von Jel Horas plattgemacht und wieder ins Reich eingegliedert und auch ein zu mächtig gewordener Thawalyr im Zweifel wahrscheinlich in seine Globule zurückgedrängt.

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