(BC1) Blutnacht - Das Blut der Castesier I

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Not.tel
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(BC1) Blutnacht - Das Blut der Castesier I

Ungelesener Beitrag von Not.tel » 27.06.2019 07:22

Dieser Thread dient zur Diskussion der Inhalte des im Juni 2019 erschienenen Romans Blutnacht von Daniel Jödemann.

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Blutnacht

Vielleicht hast du Erfahrungen mit diesem Roman gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Fragen oder Meinungen zum Buch. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread den Roman auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Leser zu bieten.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du den Roman kennst!

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WeZwanzig
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(BC1) Blutnacht - Das Blut der Castesier I

Ungelesener Beitrag von WeZwanzig » 04.10.2019 15:42

Enthält Spoiler:

In Blutnacht geht es um drei Kinder, die die titelgebende Blutnacht überleben, einen Anschlag auf ihre Familie. Jahre später begleiten wir die drei Kinder dann als junge Erwachsene, wobei keiner weiß, dass die anderen beiden auch überlebt haben.

Die Gesichte aus der Sicht von Valerius ist dabei eine recht klassische Geschichte von einem einfachen Streuner, der sich in den Gassen Punini durchschlägt. Dabei begleitet wird er von seinem Freund Sylvius, der ihn zu dem Mittelsmann Tacitus bringt. Dieser versorgt die beiden mit lukrativen Auftrgäen. Sein guter Freund und ehemaliger Haussklave, Umbra, rät ihm zwar davon ab, doch Valerius braucht das Geld um seiner großen Liebe aus gutem Hause etwas bieten zu können. Schnell kommt es zu Problemen, als er bei seinen Raubzügen seine eigenen Grenzen (etwa niemandem körperlich Schaden zuzufügen) immer wieder brechen muss.

Livia hingegen wuchs bei einer befreundeten Familie auf. Diese haben in der Blutnacht ihre eigene Tochter (die unheilbar krank war) geopfert um Livias Leben zu retten. Lucia, wie sie inzwischen heißt, steigt in der Armee auf und bekleidet nun einen Offiziersrang in der Armee Bosperans. Ihre beiden direkten Vorgesetzten sind dabei die Söhne derer, die damals ihre Familie auslöschten.
Im Verlauf des Buches geht es dabei vor allem um den schlecht geplanten Feldzug, dem sie nun angehört. Große Teile des Buches erinnern mich hierbei an Brennen soll Bosperan und könnten fast eine Nacherzählung sein: In der dunklen Zeit übernimmt eine Tochter aus gutem Hause die Legion, die aufgrund von einer kürzlich verlorenen Schlacht keinen Ruhm hat. Sie hat Schwierikeiten das, was sie an der Akademie gelernt hat in Einklang mit dem Legions-Alltag zu bringen und erhält Hilfe von einem alten Veteranen, der sie mit wenig Respekt behandelt. Sie müssen eine Schlacht schlagen, ohne große Hoffnung auf den Sieg...

Die spannendste Geschichte ist die von Sabella. Sie erinnert sich nicht mehr an ihre Kindheit, was ungewöhnlich ist, da sie offensichtlich ein eidetisches Gedächtnis hat. Im Gegenzug dazu hat sie jedoch offensichtlich große Probleme im sozialen Umgang. Mit magischer Gabe gesegnet wird sie von dem Magier Andronicus aufgefunden, aufgezogen und ausgebildet. Andronicus scheint anfänglich nur ein einfacher Säufer zu sein, der sich gerade so über Wasser halten kann, doch die beiden erreichen recht bald Puninum, wo er eine Anstellung an der Akademie erhält. Dort stellt sich schnell heraus, dass er eine Koryphäe auf dem Gebiet der Nekromantie ist und er sich durchaus zusammenreißen kann um großes zu vollbringen.
Sabella ist dennoch frustriert, dass er sie noch nicht ihre Examinatio ablegen lässt. Sie hofft, das sie eine Schülerin des Spectabilitas Quitus werden könnte. Um das zu erreichen ist sie sogar bereit dessen jetzigen, extrem sadistischen Schüler zu ermorden.

Die drei Handlungsstrenge kreuzen sich nicht, sondern laufen parallel ab. Berührugspunkte gibt es nur sehr wenige. Livia hat keinen Bezug zu ihren Geschwistern, Valerius und Sabella leben zwar in der gleichen Stadt, begegnen sich aber nicht. Die einzige Verbindung ist die, dass Valerius mitschuld an dem Tod eines Magiers wird, wodurch der Posten als Nekromantie-Lehrer für Andronicus frei wird.

Fazit: Das erste Buch der Reihe stellt vor allem die drei Hauptpersonen und ihr Umfeld dar. Die eigentliche Handlung ist in allen drei Geschichten noch eher dünn. Als eigenständiger Roman nicht genug, aber ein vielversprechender Auftakt für die sechsteilige Reihe. Dabei auch qualitative Unterschiede der drei Handlungen.
DSA, trotz der Regeln, nicht wegen der Regeln

Morgel
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(BC1) Blutnacht - Das Blut der Castesier I

Ungelesener Beitrag von Morgel » 04.02.2020 11:50

Ein toller Roman, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Valerius Strang war für mich nicht ganz so stark wie Sabellas und Lucias, aber im Ergebnis für mich 5 Punkte.

Edit, etwas dezidierter, mit Spoilern, alles nachstehende mein persönlicher Eindruck und Geschmack:

1. Der Autor versteht es außerordentlich gut, den Leser direkt abzuholen und einzufangen. Während viele Romane erstmal vor sich hinplätschern, war ich bei Blutnacht ab der ersten Seite gefesselt.

2. Die drei Handlungsstränge stellen in Band 1 die Protagonisten vor. Dass der Autor aufgrund der 6-teiligen Reihe hier einen ganzen Roman "Platz" hat, wirkt sich für mich sehr positiv aus. Denn er kann die Figuren aus unterschiedlichen Blinkwinkeln beleuchten und ihnen eine schöne Tiefe mitgeben. Jeder Strang und die jeweiligen Szenen waren fast ausnahmslos ziemlich spannend, gerade der Mittelteil des Romans war spannungsmäßig ziemlich rasant. Ich wollte nie, dass der jeweilige Strang endet und wieder wechselt.

3. Sabella ist für mich das Highlight in Band 1. Eine geniale Figur. Warum habe ich sonst Lust, plötzlich einen Nekromanten und Dämonologen zu spielen?

4. Kleine Abstriche sehe ich bei Valerius. Bei ihm hätte ich gerne mehr Auseinandersetzung mit seiner Geschichte gelesen. Die Reflektion über Umbra war mir da nicht genug. Überrascht war ich, dass er als Feqzensjünger doch so locker mit der "Verehrung" von Tasfarilor umgegangen ist. Das liegt aber wohl daran, dass mir nicht recht klar wurde, dass dieser seinerzeit ein Gott der Diebe und Händler war, aber sein Name ja unverkennbar auf den Erzdämonen Tasfarelel hindeutet. Auch dass er sich "so schnell und so stark" zu Ariana hingezogen fühlte, war für mich nicht hundertprozentig pausibel: Er kannte sie erst seit 2 Monaten, sah sie nur unregelmäßig (nach dem "Mord" war er gar wohl 1 Monat nicht bei ihr) und war sein Leben lang auf der Flucht. Als sie ihm offenbarte Schwanger zu sein, ist er nicht weggelaufen sondern war sich direkt klar darüber, dass er mit ihr eine Familie gründen will.

Ein wirklich toller Roman, der vor allem Liebhaber der Dunklen Zeiten sehr begeistern sollte.
»Eines Tages wird der Namenlose auch dir ein Angebot machen, dem du nicht widerstehen kannst.«
—ein verheißungsvolles Wispern, neuzeitlich

https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Bernd_Ochs

Cerex
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(BC1) Blutnacht - Das Blut der Castesier I

Ungelesener Beitrag von Cerex » 06.05.2020 21:51

Ich fand den Roman auch gut! Tatsächlich ist der erste Band der Reihe etwas schwierig, weil die Protagonistinnen jedes Kapitel wechseln, aber trotzdem ist es ein gelungener Auftakt der ganzen Reihe, die ich verschlungen habe.
Spätestens im zweiten Band hat man dann Übersicht über die Charaktere und Handlungsstränge und die Geschichte nimmt noch mehr Fahrt auf! Auch wenn man nicht so affin zu den Dunklen Zeiten ist - der Autor schafft es, dass man trotzdem fasziniert davon ist.

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