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R032: Das letzte Lied

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Thallion
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R032: Das letzte Lied

Ungelesener Beitrag von Thallion » 25.04.2017 13:10

Dieser Thread dient zur Diskussion der Inhalte des im Mai 1998 erschienenen Romans Das letzte Lied von Gun-Britt Tödter.

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Vielleicht hast du Erfahrungen mit diesem Roman gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Fragen oder Meinungen zum Buch. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread den Roman auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Leser zu bieten.


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Hotzenplotz
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Re: R32: Das letzte Lied

Ungelesener Beitrag von Hotzenplotz » 28.04.2017 09:34

ACHTUNG, ENTHÄLT EVENTUELL SPOILER ZUM ORKENSTURM

Kurzrezi mangels Zeit (ich hoffe, ich komme die Tage dazu, das zu erweitern):

Ein guter Roman im oberen Level der DSA-Romane mit vielen Blickwinkeln auf ein zentrales Ereignis bei der orkischen Eroberung des Svelltlandes.

Stil: Nach meinem Dafürhalten für einen DSA-Roman sehr gut.

Protagonisten: Klassische Heldengruppe. Durch die Vielzahl der Protagonisten ist die Beleuchtung einzelner Personen stark eingeschränkt. Überhaupt wirken die Grüppchen mangels weiterer Erklärung zu ihrer eigenen Geschichte relativ lieblos zusammen gewürfelt.
Die Liebesgeschichte fängt zwar mit der Holzhammer-Methode an, entwickelt sich allerdings gut.
Positiv sei noch anzumerken, dass es ein Roman ist, in dem auf Zwerge, insbesondere Geoden, stellenweise gut eingegangen wird.

Story: Eigentlich ist die Story sehr simpel, was dem Roman allerdings nicht schadet.
Dass die ganze Umrazim-Geschichte etwas nach "die Zwerge haben zu tief gegraben" a la Moria klingt, kann man aufgrund der bereits vorher erfolgten Setzung der Autorin nicht so wirklich anlasten.
Übrigens ist das ein Teil der aventurischen Historie, zu der es nicht die eine offizielle Geschichte gibt, sondern in den unterschiedlichen Publikationen verschiedene Hergänge genannt werden. Ich mag die hier gewählte Hintergrundstory gerne, allerdings ist sie weder sonderlich überraschend, noch komplex.

Bezug zur Spielwelt: Sehr gut. Das kann man ja nun nicht von allen DSA-Romanen behaupten, aber hier gelingt es der Autorin, das Gefühl für Aventurien zu transportieren und auch in den vielen Details aventurisch-stimmig zu bleiben.

1 Punkt Abzug durch insbesondere im letzten Teil zu sehr detailverliebte Darstellung der (übernatürlichen) Ereignisse in der Zwergenbinge.

4 von 5 Kaffeemühlen für "Das letzte Lied".

Alrik Normalpaktierer
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R032: Das letzte Lied

Ungelesener Beitrag von Alrik Normalpaktierer » 18.04.2019 14:20

Kurzfazit:
Eine schöne kleine Geschichte, die von der unpassenden Ausrichtung auf einen Abenteuer-Plot und der krausen Sprache unter ihrem Potential gehalten wird.
3/5 Punkten.

Handlung:
Eine Heldengruppe gerät anlässlich eines Geleitschutzsauftrags im besetzten Orkland mit den Machenschaften eines ausgemachten Bösewichts in Konflikt, so dass nach einigen Stationen viele Parteien im Finale aufeinandertreffen.
Das ist nicht innovativ, könnte aber immer noch als solider Plot inszeniert werden. Statt dessen ist es unnötig verworren, auch durch häufige und nicht immer motivierte Perspektivwechsel, so dass nur spät und wenig Spannung aufkommt.
2/5 Punkten

Figuren:
Wie der Klappentext schon andeutet, liegt der Fokus der Geschichte auf den Figuren und ihren Biografien, die ihnen auf verschiedene, aber jeweils tragische Weise im Weg stehen. Das hat mir sehr gut gefallen und viele der beiläufigen Details, mit denen etwa ein intensiver Eindruck der Elfen erzeugt wird, auch. Allerdings sind es im Ergebnis dann doch ein paar viele Figuren, denen der Roman nicht allen gerecht werden kann. Vor allem die Darstellung des jahrhundertealten Paars von Elfe und Geode kann deren Besonderheit nicht rüberbringen. Da wäre weniger mehr gewesen.
4/5 Punkten

Aventurizität:
Die Darstellung lebt von den Nachwirkungen des Orkensturms und ist sehr gut verwoben mit der Orkland-Box und dem Abenteuer "Xeledons Rache". Kleine Unstimmigkeiten sind wahrscheinlich auf Details zurückzuführen, die erst später publiziert wurden - etwa, dass Angram eher nicht dafür geeignet ist, eine lineare Geschichte in einem Buch niederzulegen. Wie bei den Figuren kann ich mich für die melancholische Grundstimmung erwärmen und wüsste nicht, was ich aussetzen soll.
5/5 Punkten

Sprache:
Leider das große Manko des Buchs. Tödter versucht sich ständig an komplexen Formulierungen, die kein Lektorat glattgezogen hat. Im Ergebnis ist nahezu jeder Absatz auf der sprachlichen Ebene unstimmig und in Einzelfällen sogar unverständlich. Das ist sehr anstrengend zu lesen. Dadurch ist - ironischerweise - der bestgeschriebene Teil des Buchs eine vorgetragene Saga, die sich von der normalen Erzählweise abheben soll. Lobend erwähnen will ich die vielen Lieder, auch wenn nicht jedes ein großer lyrischer Wurf ist.
2/5 Punkten

Langes Fazit:
Wer Umrazim oder das besetzte Svelltland ausgestalten will, kann auf jeden Fall einen Blick riskieren. Wer Geschichten um thorwalsche Skalden und melancholische Stimmung in rauem aventurischen Nordland mag, kann zugreifen, hat jedoch mit "Sieben Winde" eine, wie ich glaube, besser geschriebene Alternative. Wer eine spannende Abenteuergeschichte sucht, kommt hier trotz klassischer Heldengruppe, eher zu kurz.

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