R139: Angbar Mortis

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Thallion
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R139: Angbar Mortis

Ungelesener Beitrag von Thallion » 01.06.2012 10:06

Dieser Thread dient zur Diskussion der Inhalte des im März 2012 erschienenen Romans Angbar Mortis von Mike Krzywik-Groß.

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Angbar Mortis
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Darüber hinaus kann man in diesem Thread den Roman auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Leser zu bieten.

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Captain Charisma
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Ungelesener Beitrag von Captain Charisma » 01.06.2012 13:19

Hätte der Autor...

- auf den Zwergenporno verzichtet, der selbst das ohnehin schon niedrige DSA-Niveau nochmal unterbietet (und nebenbei den Satzungen aus AK widerspricht)

- es geschafft, Ortsnamen korrekt aus P&D abzuschreiben oder zumindest erklärt, warum aus dem 'ehernen' das 'ehrende' Angbar wird

- es nicht nötig gehabt, dem Leser möglichst viele Informationen aus P&D aufzuzwingen

- seine zweite Protagonistin Gergrimm nicht so überzeichnet, dass sie zu einer Witzfigur wird

- nicht ein paar aventurische Seltsamkeiten eingebaut

wäre das Buch richtig gut geworden.


Stärken hat das Buch aber auch: Der vielschichtige Madajin trägt einen Großteil der Geschichte, ist dabei aber absolut keine Mary Sue. Schön ist auch der unheimlich flüssige Schreibstil, der es ermöglicht, das Buch praktisch an einem Stück zu lesen.

Arduinna
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Re: R139: Angbar Mortis

Ungelesener Beitrag von Arduinna » 04.06.2012 13:30

Lieber Captain,
was sind denn die Satzungen zum Zwergensex? Hast du eine Seitenzahl für mich? Da wäre ich jetzt wirklich mal neugierig, in wie weit denn die Szene dagegen verstößt. Ich fand den Kniff, eine Protagonistin mit einer derart provokant-unerotischen Erotikszene vorzustellen, einfach nur tierisch witzig. Alleine Formulierungen wie "Einen Stollen bis Xorlosch graben" - ich hab mich weggelacht.
***"Sauevil Idee, Judith. Du bist die Soap-Queen der Bosheit."***

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Talasha
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Re: R139: Angbar Mortis

Ungelesener Beitrag von Talasha » 04.06.2012 14:30

Humor ist halt geschmackssache Arduinna.

Alleine wegen der Zwergensexszene überlege ich einen Blick auf den Roman. Dabei kaufe ich eigentlich sonst nur DSA-Romane mit deutlich besseren Bewertungen.


- es geschafft, Ortsnamen korrekt aus P&D abzuschreiben oder zumindest erklärt, warum aus dem 'ehernen' das 'ehrende' Angbar wird
Ich tippe auf das Rechtschreibprogramm. :wink:
Zuletzt geändert von Talasha am 04.06.2012 14:31, insgesamt 1-mal geändert.
Sir Isaac Newton ist der tödlichste Bastard im ganzen Weltraum!

Captain Charisma
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Re: R139: Angbar Mortis

Ungelesener Beitrag von Captain Charisma » 05.06.2012 10:56

Das passiert gefühlte 40 mal und fällt weder dem Autor noch dem hochprofessionellen Lektor auf, den man sich bei Ulisses hält? So was aber auch...

@Arduinna: Liebste Arduinna, für Dich tu ich doch alles. :)

Handelsübliche Zwerge haben nur einen schwach ausgeprägten Sexualtrieb (AK, S. 32, Verhältnis der Geschlechter). Der ist so schwach, dass es in einer handelsübliche Sippe nur etwa alle 10 Jahre Nachwuchs gibt (AK, S. 35, ziemlich weit unten).

Im Gegensatz dazu steht der Roman, in dem die beiden Zwerge es seit Wochen oder Monaten täglich miteinander treiben.

Arduinna hat geschrieben:provokant-unerotischen Erotikszene
In Fachkreisen gelegentlich Porno genannt. :)

Arduinna
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Re: R139: Angbar Mortis

Ungelesener Beitrag von Arduinna » 05.06.2012 14:00

Gut. Vielleicht sind es Zwerge mit Hypersexualität oder wie man das nennt. ;)
Was die Definition von Porno angeht, gehen unsere Ansichten offenbar auseinander. ;)
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Captain Charisma
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Re: R139: Angbar Mortis

Ungelesener Beitrag von Captain Charisma » 05.06.2012 15:05

In Aventurien gibt es sogar einen Nachteil dafür, Brünstigkeit. Allerdings müssten Gergrimm und ihr Schachtfeger den Nachteil jeweils ca. 4-6 genommen haben.

Madajin
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Re: R139: Angbar Mortis

Ungelesener Beitrag von Madajin » 06.06.2012 22:50

Mal ein kurzes Wort zum Begriff "Porno":
Pornografie ist die Darstellung von sexuellen Handlungen mit dem Ziel der sexuellen Erregung.
Die Szene in Angbar Mortis verfolgt alles andere als eine Erregung. Es ist die wahrscheinlich unerotischste Szene, die ich je geschrieben habe. Es ist nichts anderes als Satire. Eine Persiflage auf unzählige Fantasy-Romane, welche versucht haben mit merkwürdigen Darstellungen von (männlicher) Sexualität zu punkten. Und obendrein ist es ein Riesenspaß. Ganz im Gegenteil zur handelsüblichen Pornografie, die ist nämlich überhaupt nicht spaßig.

Liebe Grüße
Mike

www.krzywikgross.de

Pharelis
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Re: R139: Angbar Mortis

Ungelesener Beitrag von Pharelis » 07.06.2012 00:35

Der Roman ist kurzweilig und - was mir gut gefällt - mit einem Augenzwinkern geschrieben. Meines Erachtens kriegt er die Kurve zwischen 'sich nicht zu ernst nehmen' und bloßen Kalauern gut hin. Natürlich steht und fällt die Geschichte mit dem Schusselzauberer Madajin, aber ich persönlich habe ihn ins Herz geschlossen.

@Captain Charisma: Ich fand die Details aus PuD auch auffällig, allerdings ist das für mich ein Pluspunkt. Mir gefällt die Verzahnung von Spielhilfe und Roman. Zugegebenermaßen bin ich da nicht ganz konsequent, denn über die Zwergensexszenen habe ich mich köstlich amüsiert, egal was in AK steht. 4 Punkte für Angbar Mortis.

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Maurynna
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Re: R139: Angbar Mortis

Ungelesener Beitrag von Maurynna » 21.06.2012 10:16

Ein Roman, der mich dermaßen zum Lachen bringt, mir über drei Abende Vergnügen bereitet und dessen Vorgänger (Riva Mortis) und Hauptperson mir sehr ans Herz gewachsen sind verdient nicht weniger als 5 Punkte. Schande auf mein Haupt, wenn ich damit die Ausbreitung der Fantasie über die Regeln und Fakten hinaus unterstütze. Pöse Maurynna.

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Whyme
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Re: R139: Angbar Mortis

Ungelesener Beitrag von Whyme » 28.09.2013 15:23

Ich habe zwischen einem und zwei Punkten geschwankt und mich dann für einen Punkt entschieden.

Die Handlung dieses Romans ist schwach. Es dauert, bis überhaupt etwas passiert, Gergrimm und Madajin finden genau eine wichtige Sache heraus, der Rest fällt ihnen in den Schoß, nicht mal wirklich stellen und fangen dürfen sie den Bösewicht selber.

War Madajin in "Riva Mortis" noch sympathisch, ging er mir in diesem Roman eigentlich fast nur auf die Nerven. Eigentlich hat er sich nur darüber beschwert, dass er nicht auf Maraskan ist und dass die Leute auf dem Kontinent so doof sind. Gergrimm ist eine furchtbar unsympathische Zwergin - 'tschuldigung - Angroscha, die aber auch kein Klischee ausläßt. Was Madajin genau an ihr findet, ist absolut nicht nachzuvollziehen und wird auch im Roman nicht klar.

Die Darstellung Angbars war ok, allerdings wurde bis zum Erbrechen auf der anscheinend allgemein in der Stadt verbreiteten Bigotterie herumgeritten.

Ich hoffe einfach mal, dass der dritte Roman, wenn er noch kommt, wieder besser wird. Madajin hat als Romanfigur eigentlich viel Potential... man muss es nur nutzen.

LG
Whyme
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Dr. Arca
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Re: R139: Angbar Mortis

Ungelesener Beitrag von Dr. Arca » 09.04.2014 12:31

Ich kann mich Whyme nur anschließen - es dauert recht lange, bis etwas passiert, die "Helden" finden kaum etwas heraus und Madajin ist als weinerlicher, weltfremder Magier weder lustig noch heldenhaft.
Fortwährend jammert er herum, daß auf Maraskan alles besser sei und wundert sich mit seinem Verhalten über mangelnde Toleranz seitens der (mittelreichischen) Bevölkerung.
Gergrimm wiederum verfällt in praktisch alle Zwergenklischees und trotz ihres Alters (immerhin 146 Jahre) löst sie alle Probleme mit dem Kriegshammer anstatt mit Nachdenken.

Insgesamt reißt mich das Buch nicht vom Hocker, es sind zuviele Klischees und für einen Kriminalroman zuwenig Handlung drin.

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