R055: Blutrosen

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Thallion
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R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Thallion » 15.08.2011 12:56

Dieser Thread dient zur Diskussion der Inhalte des im Mai 2001 erschienenen Romans Blutrosen von Jörg Raddatz und Heike Kamaris .

Der Roman ist der 2. Teil der Romanserie Aranische Nächte.

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Blutrosen
Vielleicht hast du Erfahrungen mit diesem Roman gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Fragen oder Meinungen zum Buch. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread den Roman auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Leser zu bieten.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du den Roman kennst!

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Pharelis
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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Pharelis » 03.09.2011 19:52

5 Punkte von mir, s.a. Sphärenschlüssel.

Viele Grüße,

Pharelis

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Sumaro
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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 05.09.2011 00:00

Blutrosen bekommt von mir 4 Punkte. Für einen DSA-Roman hat er mir gut gefallen und ist auch schön zu lesen. Man bekommt einiges an interessanten Hintergrundinformationen geboten, sei es über Hasrabal, die Moghuli oder den Protagonisten selbst. Auch die Dramaturgie kommt nicht zu kurz und die Fallhöhe des Protagonisten wird sehr stark ausgereizt.

Für Personen, die mit der Person Tarlisin von Borbra nichts anfangen können (im Sinne von "den hasse ich ja") ist er allerdings nicht zu empfehlen.
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Shezael
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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Shezael » 07.09.2011 10:54

Sumaro hat geschrieben:
Für Personen, die mit der Person Tarlisin von Borbra nichts anfangen können (im Sinne von "den hasse ich ja") ist er allerdings nicht zu empfehlen.
Volle Zustimmung. Wobei ich ihn erst in diesen beiden Romanen zu hassen gelernt habe :ijw:
Ich fand den Roman schrecklich. Gräßlich. Was in der Tat vor allem an dem Protagonisten und dessen Handeln und Wandeln liegt. Meine Güte, hätte man den nicht einfach sterben lassen können ? Das wäre wenigstens glaubwürdig.
Dazu kommt die mir persönlich zu explizit ausgefallene Beschreibung des alltäglichen oronischen Grauens. Ich mag mir einfach nicht (gefühlte) seitenlange detaillierte Beschreibungen sexueller Qual und Demütigung zu Gemüte führen. Andeutungen hätten es in meinen Augen auch getan.
Sicherlich ein Roman, an dem sich die Geister scheiden - von mir gibt's 1 Punkt.
Zuletzt geändert von Shezael am 07.09.2011 10:57, insgesamt 3-mal geändert.

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Sumaro
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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 07.09.2011 11:57

Ja, da scheiden sich wohl wirklich die Geister. Ich finde Oron in diesem Roman sehr gut getroffen. Aber genau deswegen, weil es eben ein grenzgängiges Setting ist, wurde es ja auch "weggemacht".
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Theaitetos
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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Theaitetos » 07.09.2011 19:49

5 Punkte

Was an Tarlisin schlimm sein soll erschließt sich mir nicht; wenn Charaktere unfähig sind, beschwert sich jeder darüber und wenn sie es nicht sind nennt man sie eine Mary Sue. Gerade Letzteres - das Mary Sue-Argument - scheint sich irgendwie zu einer DSA-typischen Form der "reductio ad Hitlerum" entwickelt zu haben.

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Sumaro
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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 07.09.2011 22:55

Vor allem, da Tarlisin nach der üblichen Definiton von Mary Sue keine ist.

Mir scheint alles was irgendwie fähig wirkt ist mittlerweile eine Mary Sue.^^
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Shezael
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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Shezael » 08.09.2011 11:57

Hm, wie gesagt, der Grad zwischen "Mary Sue" und "Rule of Cool" ist schmal und sehr subjektiv, wenn es um fähige, mächtige Charaktere geht.
Mag sein, dass auf Tarlisien nicht unbedingt alle typischen Mary Sue Kriterien zutreffen - trotzdem finde ich ihn absolut gräßlich und überzogen. Das ist aber mein persönlicher Geschmack und hat auch wenig mit "Mary Sue" oder nicht zu tun. Die wesentlich "größeren" Mary Sues Thomeg Atherion und Salpikon Savertin finde ich z.B. extrem cool (Rule of Cool eben ;)).
Tarlisien ist sicher ein Charakter an dem sich die Geister scheiden. Aben hey, das ist doch toll - denn er ist wenigstens nicht farblos.

Captain Charisma
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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Captain Charisma » 08.09.2011 14:37

Theaitetos hat geschrieben:Was an Tarlisin schlimm sein soll erschließt sich mir nicht
Ganz allgemein und nicht auf den Roman bezogen:
Hallo, ich bin Tarlisin. Meine Eigenschaften sind besser, als sie auf meiner Stufe sein können, aber ich bin keine Mary Sue. Ich habe mehr LP und ASP, als rechnerisch möglich ist, aber ich bin keine Mary Sue. Ich habe AT/PA-Werte, die die Regeln ignorieren, aber ich bin keine Mary Sue. Ich sehe so gut aus, dass ich jede(n) ins Bett bekomme, aber ich bin keine Mary Sue.

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Sumaro
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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 08.09.2011 15:52

@ Captain Charisma

Was ja alles mit dem Werteblock in Bastrabuns Bann zusammenhängt und nichts mit den Romanen zu tun hat (in denen er auch nicht jede Person ins Bett bekommt. Er ist nicht Raidri^^)
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Theaitetos
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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Theaitetos » 08.09.2011 15:55

Wo im Roman bekommt er denn mehr SP als rechnerisch möglich? Den einzigen richtigen Schaden erhält er bei seiner Flucht aus Oron.

Wo im Roman verbraucht er denn mehr AsP als rechnerisch möglich? Iirc sind die einzigen Stellen an denen er zaubert der Visibili und Paralysis bei Belizeth, ein bisschen auf der Reise und die zwei Übernahmen der Beherrschungen bei den Dämonen.

Wo im Roman kämpft er denn mit großartigeren AT/PA-Werten als regeltechnisch möglich? Es gab mWn zwei richtige Kämpfe, in Oron auf der Flucht und in seinem Büro als er sich vor Adaon hinter einer umgefallenen Couch versteckt.

Wen bekommt er denn alles ins Bett? Belizeth? Nein. Seinen Leibdiener? Lediglich inneraventurische Gerüchte über ihn im ODL. Mit Dimiona? Ja, ein Mal im Rahmen eines Rituals, weil Dimiona mit einem musste und nicht ganz so verratzt aussah wie die anderen Levthan-Jünger. Mit seiner Ehefrau? Ja.


Wenn es um Tarlisin allgemein geht, dann kann man da einen eigenen Thread für aufmachen, in den Romanen jedenfalls ist er eindeutig keine Mary Sue; er hat seine Stärken und Schwächen wie jeder andere auch.

Wirklich heftig ist doch eigentlich Belizeth Dschelefsunni: Perfektes Aussehen, besiegte schon jung ihren Vater (einen Erzmagier) und wurde Spektabilität, täuscht perfekt alle Elementaristen an der Akademie, vernichtet mit einer einfachen Dämonenbeschwörung ein ganzes Regiment feindlicher Reiter, beschwört blitzschnell gehörnte Dämonen, überlistet Tarlisin und stiehlt das Super-Artefakt, ...

Gegen sie wird aber nicht gewettert obwohl sie sehr viel mächtiger ist als Tarlisin (der am Ende sogar all seine magische Macht verliert). Daher glaube ich eher, dass Tarlisin von einigen als unsympathisch empfunden wird und von denen dann lieber einfach als Mary Sue abgestempelt wird, anstatt die eigentlichen Beweggründe zu nennen.

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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Captain Charisma » 08.09.2011 16:31

Deine Fragen nach den Stellen im Roman sind müßig, da ich mich ausdrücklich nicht auf den Roman bezogen habe.

Die Abqualifizierung von Tarsilin dürfte so zustande kommen:
Wenn er im allgemeinen eine Mary Sue ist, im speziellen (in den Romanen) aber nicht, widerspricht sich der Hintergrund. Daher ist es verständlich, wenn die Anti-Tarsilin-Fraktion ihre allgemeine Meinung auf die Romane übertragt.

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Sumaro
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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 08.09.2011 16:39

Nein, hier vermengst du was. Tarlisin ist laut Hintergrund keine Mary Sue. Er kann weder alles noch gelingt ihm alles. Nur sein Wertekasten entspricht nicht dem Hintergrund, ergo Regeln und Hintergrund gehen auseinander, nicht Tarlisins Figur im Hintergrund.
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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Captain Charisma » 08.09.2011 16:44

Sumaro hat geschrieben: ergo Regeln und Hintergrund gehen auseinander
In diesem Fall nehme ich alles zurück. Dann passt er ja perfekt ins DSA-Universum.

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Theaitetos
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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Theaitetos » 08.09.2011 18:21

Du willst damit sagen, dass dich lediglich die Werte stören, die in BaBa von ihm abgedruckt wurden, er aber was Hintergrund, Fähigkeiten und Darstellung angeht eigentlich sehr stimmig und gut ist?

branka
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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von branka » 26.01.2012 00:11

Einfach nur schlecht!
-Die Autoren scheinen verliebt in Fäkalien zu sein, oder steckt da ein tieferer Sinn drin bsp den Gestank einer Kutsche bald ausführlicher zu beschreiben als den anschließenden Kampf - ich finde nicht
- Die Hauptakteure agieren vollkommen idiotisch und teilweise nicht nachvollziehbar
- Es liest sich wie eine Ansammlung von Kurzgeschichten, die mehr oder minder passend zueinander gemacht wurden. Keine Ausblicke, wenig Spannung, keine/extrem wenig Erklärungen über das warum des agierens, extreme Sprünge ohne vorherige Ankündigungen oder sanfte Überleitungen (Jetzt in Zorgan im nächsten Kapitel auf dem Rückweg von Gareth)
- Situationen mit viel Potential werden einfach verschleudert ohne kreativ zu wirken. Die Situation im Drachenhort ist einfach nur peinlich und das Ende von Belizeth ist derartig kreativlos, dass bsp das Ende des Unersättlichen schon wie eine außergewöhnliche Glanzleistung wirkt
...und noch vieles mehr

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Re: R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Dano » 06.04.2012 22:13

Ich fand den Roman richtig gut und vor allem "erwachsen". Also die Personen konnte ich ernst nehmen und die Geschichte war nicht derart konstruiert, wie viele andere DSA-Romane.

Und die geschilderten Grausamkeiten und Ausschweifungen sind nun mal wichtig, um die Atmosphäre in einem Landstrich wie Oron deutlich zu machen, ist ja keine KiKa Sendung. Das ist eben die Bedrohung die über den Leuten dort schwebte und ohne die wäre mir ja nicht klar gewesen, was jetzt schlimm an einem Machtwechsel im Palast für den Durchschnittbürger von Oron gewesen wäre.

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R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Irike » 19.05.2020 10:31

Hat mir gut gefallen, wobei ich den ersten Teil besser fand.
Die Grausamkeiten Orons zu beschreiben ist m. E. erforderlich, ja, eben, kein Kinderbuch. :wink:
Von mir vier Sterne.
Neugier bringt den Magier um.

Alrik Normalpaktierer
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R055: Blutrosen

Ungelesener Beitrag von Alrik Normalpaktierer » 21.06.2022 23:09

Kurzfazit: Knackige Abenteuergeschichten, die sich leider mit großer Politik abwechseln.
3/5 Punkten

Nachdem ich "Sphärenschlüssel" nicht besonders mochte, war ich von "Blutrosen" angenehm überrascht.

Handlung
Eigentlich sind es zwei Romane: Einer schildert einige Questen Tarlisin von Borbras. Der andere versucht, die politischen Entwicklungen in Aranien während der Spätphase der Bobrarad-Krise nachzuzeichnen.
Fangen wir mit dem schlechteren an: Das ist der politische Teil. Hier fehlt das Gespür dafür, die politischen, diplomatischen und logistischen Herausforderungen eines Kriegs zu einer spannenden und romanhaften Erzählung zu verdichten. Die diesbezüglichen Szenen wirken wie eine Fleißarbeit ohne selbst Spannung zu erzeugen - ausgenommen die mit dem greisen Perainegeweihten, die mir sehr gut gefallen hat und leider keine richtige Fortsetzung erfährt.
Wäre der ganze Roman so, würde ich vielleicht 2 Punkte vergeben.

Allerdings gefallen mir Tarlisins Questen ausnehmend gut. Sie führen ihn mit wechselnder Begleitung ein ganzes Stück in Aventurien herum und sind daher deutlich weniger statisch als der "Sphärenschlüssel". Außerdem gibt es mehr aufs Maul als bloß bei der einen Intrige im Vorgänger. Überhaupt wird hier relativ viel geboten für's Geld: Als ich dachte, es wäre schon vorbei, kam noch einmal eine Queste, die auch nicht von Pappe war.

3/5 Punkten

Personen
S.o.: Der politische Anteil trägt nicht. Alle in diesem Zusammenhang eingeführten Figuren - beispielsweise die Adligen beim Turnier zu Beginn, aber auch Sybia, Dimiona, Reshemin und leider auch Borbarad selbst - bleiben flach und uninteressant. Auch Hasrabal fand ich uninteressanter, als ich angesichts seiner einzigartigen Fähigkeiten erwartet habe.

Die übrigen Questbeteiligten - Tarlisin, Belizeth und Mara - fand ich ok. Der Vorwurf, Tarlisin sei eine reine Empowerment-Fantasie finde ich gut dadurch unterlaufen, wie er sich vor dem Drachen einnässt oder für den letzten Teil zurichtet. Noch besser gefallen hätte mir, wenn seine häufig erwähnte Eitelkeit ihn irgendwann mal wirklich behindert hätte. Er springt ja dann doch immer wieder unbekümmert in Schlamm und Blut herum ...

3/5 Punkten

Aventurizität
Also ich mag das. Drachen, Elementare Meister und Dschinne, Geweihte - das ist alles sehr gut vorstellbar. Übrigens: Trotz des Schauplatzes Oron ist das Ausmaß an sexualisierter Gewalt überschaubar. Es bleibt eher beim Splatter und wird psychologisch weniger gemein als ein beliebiger Song-of-Ice-and-Fire-Roman. Auch hier bleibt sich Aventurien treu: Die Schwarzen Lande als Geisterbahn, nicht als echter Horror.

5/5 Punkten

Sprache
Auf den ersten Seiten dachte ich wirklich, ich halte das nicht durch. Zwei Personen zeichnen für die Autorschaft verantwortlich und keine von beiden kann Vorvergangenheit korrekt ausdrücken bzw. beide verstolpern sich bei so etwas exotischem wie Relativsätzen? Ein Bandwurmsatz nach dem anderen, ohne Sinn und Zweck und mit etlichen Verstehenshindernissen ...
Das wurde zum Glück besser. Ich hoffe nur, das lag am Roman und ich bin nicht einfach abgestumpft. :P
An die Sprache danach habe ich nur wenig Erinnerungen. Wird schon ok gewesen sein.

3/5 Punkten

Langes Fazit
Ich werde den Roman behalten, falls ich mal etwas in Richtung 35-Tage-Krieg oder Schleierfall leiten will. Man muss ihn nicht gelesen haben, aber wenn man sich für eine stramme Abenteuergeschichte interessiert und vom Sujet Oron nicht gelangweilt ist, kann man hier mal zugreifen (und den kaum lesbaren Anfang sowie die politischen Teile überblättern).

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