R 59 Druiden-Rache

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Alrik Normalpaktierer
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R 59 Druiden-Rache

Ungelesener Beitrag von Alrik Normalpaktierer » 08.05.2022 17:08

Dieser Thread dient zur Diskussion der Inhalte des 2001 erschienenen Romans Druiden-Rache von Olaf Flattergast.

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Druiden-Rache
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Darüber hinaus kann man in diesem Thread den Roman auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Lesende zu bieten.

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Alrik Normalpaktierer
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R 59 Druiden-Rache

Ungelesener Beitrag von Alrik Normalpaktierer » 08.05.2022 17:41

Kurzfazit: Hä?
1/5 Punkten

Handlung:
Gibt es. Umfasst zwei Zeitebenen. Der erste Teil ist stringent, insofern sich eine Katastrophe an die andere reiht. Der zweite ist verworren, insofern erst lange sehr wenig passiert und dann linear auf eine finale Konfrontation zusteuert, die ihrerseits kurz und dramaturgiefrei ausfällt.
Es wirkt ein bisschen, als wäre der erste Teil die Nacherzählung eines (eher langweiligen) selbstgeschriebenen Abenteuers und der erste Teil die vorgeschaltete Hintergrund-Geschichte eines der beteiligten Charaktere - das alles mit den Sprüngen, Logiklücken und Retcons, wie man sie auch vom Spiel am Tisch kennen könnte.
Klar wird, das viel auf dem Spiel steht. Dagegen bleibt unklar, wer was warum will, wie die Chancen stehen und so wird das Publikum auch nicht mitgenommen.
1/5 Punkten

Figuren:
Aus meiner Sicht die größte Schwäche. Der erste Teil stellt einen Haufen Figuren vor, bis sich irgendwann einmal herausschält, wer der Protagonist ist. Im zweiten Teil werden dann - teilweise recht spät - noch weitere Figuren eingeführt, damit sich eine klassische Heldengruppe bilden kann.
Das Problem ist, dass diese Figuren sämtlich zwar Fähigkeiten haben (und in einem Fall auch Ticks), aber keine Eigenschaften. Ist Valmendrion großzügig? Eitel? Humorvoll? Wir wissen es nicht - und das gilt für alle anderen Figuren genauso. Da die Figuren keine Eigenschaften haben, haben sie auch keine widerstreitende Interessen und keine inneren Konflikte und daher bleibt alles, was sie tun oder nicht tun, furchtbar beliebig.
Zusammenfassend könnte ich sagen: An den Figuren ist wirklich gar nichts gelungen. Außer der Name "Schwertmeister Herrmann", das grenzt schon wieder ans Geniale und ich könnte mir vorstellen, meinen Foren-Nick darauf zu ändern.
1/5 Punkten

Aventurizität:
Einerseits wird mit aventurischen Begriffen und insbesondere Isdira-Vokabular um sich geschmissen. Auch die geographischen Namen und Richtungsangaben sind im großen und ganzen richtig. Die Beschreibung zahlreicher Zauber ohne deren Namensnennung und unter Berücksichtigung der Repräsentation halte ich sogar für sehr gelungen.
Aber gleichzeitig wird - zumindest mein - Aventurien-Gefühl weiträumig verfehlt. High-Fantasy-Elemente und ein ausgesprochenes Desinteresse am Restaventurien stehen dem im Weg. Beispielsweise finde ich unpassend, wie eine große Magierakademie mit erheblichen Vorbehalten gegen Dämonenbeschwörung komplett ungerührt von der Borbaradinvasion in den Salamandersteinen hocken bleiben kann. (Eine Handlung, die mehrere hundert Jahre umspannt und ohnehin keine Berührungspunkte mit der "lebendigen Geschichte" hat, hätte einfach 50 Jahre nach vorn verlegt werden können und gut wäre es gewesen.)
So kommt es, dass es trotz grob richtiger Beschreibungen - Elfen leben im Wald, Hexen interessieren sich für Kräuter und haben Vertrautentiere - nicht wirklich nach Aventurien anfühlt. Bei so einer Gefühlsfrage könnte ich großzügig sein, gerade bei der Entscheidung für eher entlegene Regionen wie Salamandersteine und Ehernes Schwert. Doch viel nicht nach Aventurien passendes Vokabular und drei Einsprengsel aus anderen Universen - als Gag ohne Mehrwert für die Geschichte - drücken die Wertung auch hier auf
2/5 Punkte.

Sprache:
Es gibt einige Beschreibungen, die sind gar nicht so schlecht. Und gleichzeitig gibt es auf so ziemlich jeder Seite Formulierungen von geradezu rührender Ungelenkigkeit. Ich würde sagen, das größere Problem ist, dass hier nichts erzählt wird - aber die Sprache ist auch kein Highlight.
2/5 Punkten

Langes Fazit: Mir ist unklar geblieben, was Druiden-Rache sein will. "Halt einfach irgendeine Geschichte über irgendeine coole Festung, die ich mir ausgedacht habe" wäre eine mögliche Antwort, aber keine gute Grundlage für einen Roman. Aus irgendwelchen Gründen hat sich in meiner Erinnerung festgesetzt, dass weiland alveran.org "Druiden-Rache" dieselbe Wertung (3/10 Punkten) gegeben hatte wie "Sieben Winde". Auch wenn man keinen der beiden Romane mögen muss, erscheint mir das jetzt, da ich beide kenne, letzterem gegenüber unfair. Für "Druiden-Rache" passt das schon - der liegt irgendwo knapp oberhalb von "Feuerodem" und "Kompanie der Verdammten".

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Zakkarus
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R 59 Druiden-Rache

Ungelesener Beitrag von Zakkarus » 08.05.2022 20:23

Übrigens, die schicke Burg vom Cover kann jeder Besichtigen - in Cochem.

Das war nun das Positive ... was den Rest angeht folgte ich dem Gebote Borons - und schweige.

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