R083: Thronräuber

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Thallion
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R083: Thronräuber

Ungelesener Beitrag von Thallion » 09.04.2018 12:47

Dieser Thread dient zur Diskussion der Inhalte des im August 2004 erschienenen Romans Thronräuber von Alexander Lohmann.

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Thronräuber

Vielleicht hast du Erfahrungen mit diesem Roman gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Fragen oder Meinungen zum Buch. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread den Roman auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Leser zu bieten.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du den Roman kennst!

tarendor
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R083: Thronräuber

Ungelesener Beitrag von tarendor » 09.04.2018 17:35

"Thronräuber" machte mir einfach nur Spaß.

Anfangs merkt man dem Autor noch etwas die Unerfahrenheit im Schreiben an (holprige Absätze, eine nach dem ersten Fünftel "rausgekürzte" Hauptfigur), aber sobald die Geschichte wirklich losgeht (kurz: epische Fluchtszene auf einem Vinshina-Flugschiff), nimmt Alles an Fahrt auf und verbleibt auf hohem Niveau; als hätte der Autor seinen Ton und seine Story endlich gefunden.

Der Roman hat etwas, das "Den Göttern versprochen" fehlt: unterhaltsame Figuren, die stark differenziert sind. DGV punktet mit dem Balan Cantara-Setting, aber "Thronräuber" hat eine coole Figuren-Palette, die den Plot tragen.

Ohne hier in eine Detailanalyse auszuarten will ich nur erwähnen, dass mich der Roman oft zum Schmunzeln und sogar Auflachen brachte.
Die Aberwitzigkeit des infantilen, debilen Hünen Chrysonias zum Beispiel. Und die ganze Riege der Möchtegern-Rebellen, die allesamt kaum tauglich sind. Hin und wieder erinnerte mich das Ganze an Marx Brothers, die größenwahnsinnig einen Plan aushecken und von einem Fettnäpfchen ins nächste rennen.

Meine absolute Lieblingsfigur bleibt Palibatka, und es gefällt, dass er die zweite Hauptperson des Romans darstellt. Er ist ein machtgieriger, geldgieriger, verschlagener Typ, der die ganze Situation nur zu seinem Wohle ausnutzt. Dabei aber gleichzeitig ständig mit Überforderungen zu kämpfen hat: sei es den eigenen oder den Steinen, die ihm seine Gefährten in den Weg legen. Dass er zum Anführer der Rebellen wird und an einem Aufstand mitwirkt, der ihm eigentlich völlig egal ist, aus dem er sich aber irgendwann nicht mehr herauswinden kann, ist sehr amüsant.

So reiht sich eine humorige Szene an die nächste. Schön ist auch der Ausgang des Buches, der Palibatka genau an die Position setzt, an die er gehört. Sprich: alles bleibt offen.

Wären da nicht die handwerklichen Schnitzer, die vor allem den Anfang des Romans dominieren, würde ich sogar 5 Punkte geben. So bleibt es bei 4. Gutes, humorvolles Buch.

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