Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und mehr

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Hans
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Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und mehr

Ungelesener Beitrag von Hans » 04.04.2011 16:56

Nach einer kleinen Pause, gibt es heute in Xeledons Spottgesang zwei neue Rezensionen für euch. Zum einen hat unser Nanduriat Krassling, die Kluft des Rondra-Geweihten übergestreift und sich das Rondra-Vademecum in seiner Rezension mal näher angeschaut. Zum anderen gibt es … Weiterlesen →

http://feedproxy.google.com/~r/nandurio ... umYofn_mw/

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Korgash
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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Korgash » 04.04.2011 17:20

Uff, das Rondra-Vademecum ist genau 13 Monate lang auf dem Markt. Bissl spät, oder?
DIE ALTERNATIVE ZU DSA5: Unsere aktualisierten Hausregeln. Frei, fair und funktional! KLICK MICH HART!

Liomara
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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Liomara » 05.04.2011 08:55

Hiho,

ich bin als Redakteurin des Vademecums natürlich befangen, was dieses Buch angeht. Dennoch frage ich mich, wie der größte Kritikpunkt an einem Werk seine eindeutige Fokussierung sein kann, allzumal, wenn sie von anfang an klar transportiert wird.

Ich zitiere aus der Rezension: "Größter Kritikpunkt bleibt dennoch die eingeschränkte Verwendbarkeit. Die vorgestellten Konzepte beziehen sich natürlich alle auf den spezifischen Glauben der Rondrianer."

Natürlich tun sie das, das war und ist der Fokus eines RONDRA-Vademecums, mehr sollte es nie leisten, mehr wird keines der folgenden Bücher dieser Reihe leisten: sie werden jeweils auf den thematisierten Gott bezogen sein. Das Rondra-Vademecum sollte den Rondra-Kult und die dazugehörige Kirche beleuchten und vertiefende Texte liefern.
Ich finde es etwas merkwürdig, das genau dies der "größte Kritikpunkt" ist. Im Rahmen einer Rezension hinterlässt ein solcher Satz bei mir schon die Frage, inwieweit eine Rezension, die ein solches Fazit zieht, ein umfassendes Bild zeichnen kann. Damit meine ich ausdrücklich nicht die anklingende Kritik, sondern eben die Definierung des sogenannten "größten Kritikpunkts". Wenn man sich schon an etwas stört, was eigentlich selbstklärend ist, inwieweit sind denn dann die übrigen Kritikpunkte nachvollziehbar oder relevant? Aber vielleicht ist das in der Rezension auch mißverständlich formuliert und der zitierte Kritikpunkt richtet sich gegen etwas anderes (z.B. die Wahl Rondras als Gottheit für das erste Gebetsbuch? :wink: )

Besten Gruß,
Katja

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Feyamius
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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Feyamius » 05.04.2011 11:58

Am besten antwortet dir da zwar Krassling, aber ich versuche einfach mal, mich reinzuversetzen und zu erläutern, wie ich das verstehe.

Ich glaube, der Kritikpunkt bezieht sich darauf, dass in einem Rondra-Vademecum auch Rondra außerhalb der direkten Kirche beleuchtet werden könnte. Wie die Amazonen sie sehen z.B., oder wie ein Krieger oder Schwertgeselle zu ihr steht. Ich hab das Buch bisher nur überflogen, aber es kam mir sehr auf die Rondrakirche fixiert vor.
Wenn dies das Konzept der Bücher ist, dann wurde in der Rezension mit diesem Satz vielleicht auch gerade die Konzeption angegriffen: Ein bisschen von der reinen Kirche weg, auch den Gott im "Alltag" beleuchten.

Wenn die Kritik sich nicht auf die Themenwahl des Bandes bezieht, ist sie aber vielleicht auch anders zu verstehen und hat dann nicht mehr direkt was mit dem Buch an sich zu tun (das mit 6 von 9 Punkten ja auch nicht schlecht bewertet wurde!): Die Rezension richtet sich ja an den durchschnittlichen Leser. Für den ist die Empfehlung gedacht. Und wenn der größte Kritikpunkt an einem Buch der ist, dass er - aufgrund der eingeschränkten Themenwahl - nicht für alle Leser uneingeschränkt empfehlenswert ist, ist das doch schonmal ein großes Kompliment, findest du nicht? ;)

Etwas Ähnliches steht - soweit ich mich recht erinnere - ja auch bei unserer Rezension zu Hallen arkaner Macht: Dass die Spielhilfe "nur" Magierakademien beschreibt und daher fast ausschließlich für Magierspieler interessant ist. Ich finde, das ist ein wichtiger Kritikpunkt für eine Kaufentscheidung und gehört daher in eine Rezension, die am Ende ja auch eine Kaufempfehlung beinhaltet, unbedingt dazu - auch wenn das Buch eigentlich aufgrund seines Themas gar nicht anders kann, als hier einen Kritikpunkt zu fabrizieren. Vielleicht sollte man es von "Kritikpunkt" zu "relevantem Punkt für eine Kaufempfehlung" oder sowas umformulieren, aber das sind Details.


Bye, Feyamius.
Zuletzt geändert von Feyamius am 05.04.2011 11:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Zorni » 05.04.2011 12:52

Liomara hat schon recht mit der Kritik an der Kritik.

Sehen wir uns mal den Werbetext zum RV an:
[...]Der vorliegende Band gibt Antworten auf solche Fragen, ergänzt und vertieft die Texte aus Wege der Götter. Das Rondra-Vademecum enthält aventurisches Hintergrundmaterial über den Bund des Schwerts, die Kirche Rondras, seine Grundsätze, Geschichte und Sennen sowie eine ausführliche Darstellung von Liturgien und Gebeten. Darüber hinaus finden sich in diesem Band wertvolle regeltechnische Hinweise für Spieler und Meister zur Ausgestaltung von Talenten und die rollenspielerische Darstellung eines Rondra-Geweihten.
Das Rondra-Vademecum gibt insgesamt einen tiefen Einblick in die Denk- und Sichtweisen eines Rondrianers.
Der Sinn und Zweck des Buches ist also dem Spieler eines RGs tiefere Einblicke in "seine" Kirche zu gewähren - diesen Zweck erfüllt das Büchlein mMn.
Ein bisschen von der reinen Kirche weg, auch den Gott im "Alltag" beleuchten.
Für den Blick von außen auf die Kirche ist WdG besser geeignet und auch gedacht.

Das eine SH zu Magierakademien besser für Magierspieler als für Krieger geeignet ist, ist auch keine Kritik, sondern hanebüchenes Gefasel.

Punkte wie die beiden angesprochenen, kann man in einer Rezension als Einleitung bringen, im Rahmen einer Einführung in das Produkt als Solches, nicht jedoch als Kritikpunkt - schon gar nicht als "größten Kritikpunkt".

Man könnte ansonsten auch an einem Motorrad kritisieren, dass es kein Auto ist - um es etwas auf die Spitze zu treiben.

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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Feyamius » 05.04.2011 13:14

Wie gesagt, "größter Kritikpunkt" ist ein streitbarer Begriff. Dennoch finde ich es nicht verkehrt, in der Kaufempfehlung eines Rondra-Vademecums zu schreiben, dass es für Rondra-Geweihte gedacht ist und nicht für alle tendenziell rondragläubigen Helden.
Das hätte man auch mehr "by the way" erwähnen können, das stimmt. Quasi "Richtet sich explizit nur an Spieler von Rondrageweihten und nicht an alle rondragläubigen Helden".

Ansonsten, besonders mit deinem (etwas überzogenen) Kommentar zu Horte magsichen Wissens, hast du natürlich Recht, aber das ist auch kein Kunststück. ;)

Wie gesagt: No offense intended. Ich habe auch nur versucht, zu erklären, wieso ich glaube, der Autor habe das so geschrieben. Am besten wäre es sicher, wenn er sich selbst zu Wort meldet, aber ich weiß nicht, ob und wie intensiv er überhaupt hier mitliest. Daher sind all meine "Erklärungsversuche" deutlich mit Vorsicht zu genießen.
Zuletzt geändert von Feyamius am 05.04.2011 13:18, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Zorni » 05.04.2011 13:17

Das war auch nicht als Angriff gegen dich gedacht. Btw. hat mir hanebüchen gerade gut gefallen und ich verspürte einen inneren Zwang dieses Wort in irgendeiner Art und Weise heute verwenden zu müssen :-)

Und wie ich sagte - so etwas bringt man in einer Einleitung als allgemeine Information, nicht als Kritik.

hanebüchen hanebüchen hanebüchen hanebüchen hanebüchen hanebüchen. So nun gehts mir besser :censored:

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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 05.04.2011 13:50

Mit der einschränkten Verwendbarkeit hat der Rezensent recht. Das Vademecum ist eine auf güldenländische Honoren zentrierte Darstellung wie der Alltag eines Geweihten aussehen sollte. Hilfe für die Probleme des Alltags eines Geweihten unter Gläubigen die mit dem Rondraglauben nur ganz am Rande zu tun haben wird nicht gegeben. Ehre, Zweikampf, Opferbereitschaft usw. werden verherrlicht. Nur was tut der Geweihte von dies gar nicht oder nur teilweise gegeben ist? Wie verhält er sich gegenüber einem ehrlosen Feind? Wie ist es zu werten wenn es dem rondrafrommen Adel oder auch weiten Teilen der Kirche an opferbereitschaft fehlt? Wie sieht es mit dem Zweikampf in Unterzahl oder als Mittel zur Rechtsfindung aus? Sind die einzelnen Gebote gegeneinander zu gewichten und wenn ja wie verantwortete man dies vor der Göttin, dem Vorgesetzen und sich selbst?

Das Vademecum ist eine Darstellung wie der (honorische) Rondraglaube sein sollte, keine wie er tatsächlich - nach einem Realitätscheck - ist. Nicht wenn weite Teile der Kirche dem Schwert der Schwerter im Kriege die Gefolgschaft verweigern, um nur das herrausragenste Problem zu nennen.
Auf das massive Retconnting bezüglich Rondra als Göttin des Krieges wird auch nicht eingangen, es wird lediglich festgestellt das Rondra die Göttin der Ehre sei wie sie die Honoren verstehen.
Zuletzt geändert von Na'rat am 05.04.2011 13:55, insgesamt 2-mal geändert.

Liomara
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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Liomara » 05.04.2011 14:28

Na'rat hat geschrieben:(...) Das Vademecum ist eine auf güldenländische Honoren zentrierte Darstellung wie der Alltag eines Geweihten aussehen sollte. Hilfe für die Probleme des Alltags eines Geweihten unter Gläubigen die mit dem Rondraglauben nur ganz am Rande zu tun haben wird nicht gegeben.(...)
Ich denke, das ist Deine persönliche Sicht der Dinge, von der Du niemalsnienicht abrücken wirst.
Ich sehe das deutlich anders und gemessen an den vielfältigen Rückmeldungen, die wir inzwischen haben, scheinen wir mit unserer Sichtweise auch nicht alleine zu stehen: Das Vademecum ist nicht aus honorisch-güdelnländischer Sicht verfasst, sondern stellt durchaus verschiedene Herangehensweisen dar, es finden sich auch Texte von Magiern etc. die per se schonmal keine Honoren sind.

Weiterhin gibt es sehr wohl Hinweise zum Alltag eines Geweihten. Allerdings gebe ich Dir insofern recht, Na'rat: es entbindet einen Leser nicht von der "Verantwortung", die dargestellten Grundlagen selbst zu überdenken und auf ihrer Basis eigene Wege fürs Spiel oder für konkrete Problemlösungen zu finden. Mancher Spieler mag gerade darin den Reiz sehen: sich einen eigenen Weg zu suchen. Aber auch hier hast Du -wie ich aus einer Vielzahl Deiner themenverwandten Posts weiß- eine dezidierte Meinung. Das ist Dein gutes Recht, nur finde ich, dass Du einiges dabei aus dem Auge verlierst. Das soll es für mich in diesem Kontext aber gewesen sein. Diskussionen über dieses Thema sind mE ja ausreichend vorhanden und führen vermutlich nicht weiter.

Zu meiner "Kritik an der Kritk" allgemein: hier halte ich es mit Zornbold. Eine an sich gute Rezension wird dennoch geschmälert, wenn etwas zum "größten Kritikpunkt" stilisiert wird, was eigenlich Programm ist (Im Sinne von "is's not a bug, it's a feature ;-) ). Andernfalls hätte ich mich eines Kommentars auch sicher enthalten.
Die starre Ausrichtung auf die Rondra-Kirche bewerte ich inzwischen auch kritisch. Allerdings gaben die damaligen Rahmenbedingungen leider nichts anderes her, was mir selbst leid tut. Aber noch ist ja nicht aller Tage abend und ich behalte das mal im Auge. 8-)

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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 05.04.2011 14:50

Liomara hat geschrieben:Das Vademecum ist nicht aus honorisch-güdelnländischer Sicht verfasst, sondern stellt durchaus verschiedene Herangehensweisen dar, es finden sich auch Texte von Magiern etc. die per se schonmal keine Honoren sind.
Am Rande kommen die Tulamiden vor, ja. Die Anleitung zum richtigen Rondraglauben ist aber aus honorischer Sicht verfasst und ist von jeder Praxis unbeleckt.
Liomara hat geschrieben:Eine an sich gute Rezension wird dennoch geschmälert, wenn etwas zum "größten Kritikpunkt" stilisiert wird, was eigenlich Programm ist (Im Sinne von "is's not a bug, it's a feature ;-) ). Andernfalls hätte ich mich eines Kommentars auch sicher enthalten.
"Größter Kritikpunkt bleibt dennoch die eingeschränkte Verwendbarkeit. Die vorgestellten Konzepte beziehen sich natürlich alle auf den spezifischen Glauben der Rondrianer."

Entscheidend ist mMn der erste Satz und da muss ich dem Rezensent recht geben. Der zweite Satz ist eine Feststellung.
Liomara hat geschrieben: Die starre Ausrichtung auf die Rondra-Kirche bewerte ich inzwischen auch kritisch.
Ich nicht, man hätte es nur breiter streuen und mehr erklären müssen. Warum z.B. weite Teile der Kirche dem Schwert der Schwerter die Gefolgschaft verweigern, wie sich der Moralkodex und die Verpflichtungen im Spiel auswirken können.
Ganz praktische Dinge eben, wie unter welchen Umständen es okay ist einen Gegner von hinten oder aus dem Hinterhalt anzugehen und wie man dies vor der Göttin und dem Vorgesetzten, in Gestalt des Spielleiters, rechtfertigt.

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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Horadan » 05.04.2011 15:09

Liomara hat geschrieben:Dennoch frage ich mich, wie der größte Kritikpunkt an einem Werk seine eindeutige Fokussierung sein kann, allzumal, wenn sie von anfang an klar transportiert wird.
Genauso wie der größte Kritikpunkt an einem Kamin sein kann, dass man hinterher die Asche zu entsorgen hat. Das ist zwar klar, aber gut finden muss man es trotzdem nicht und kann es entsprechend kritisieren. Insofern solltest du die Formulierung vielleicht nicht so hoch hängen, ist ja kein Angriff auf den Kaminbauer ;)

Davon ab ist die Fokussierung für mich in diesem Fall kein Kritikpunkt und ich mag mein Vademecuum so wie es ist (naja, ein paar weniger Fehler hätten's sein dürfen ...) :)

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Shadow-chan
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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Shadow-chan » 05.04.2011 21:51

Na ja, wohl eher als wenn man dem Kamin vorwerfen würde, dass er nur zum Feuer machen und nicht zum Wäsche waschen geeignet ist...

Ich find den "Kritikpunkt" wirklich lächerlich, sorry. Wenn man sich das Buch nur kauft, weil's hübsch aussieht (tut es ja wirklich, mMn) und keine Ahnung vom Inhalt hat, darf man sich nicht wundern, wenn das Rondra-Vademecum einem nicht bei der Darstellung des Achaz-Kristallomanten hilft...
Und wie immer hat Lexaja recht.

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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Feyamius » 05.04.2011 22:44

Shadow-chan hat geschrieben:darf man sich nicht wundern, wenn das Rondra-Vademecum einem nicht bei der Darstellung des Achaz-Kristallomanten hilft...
Tut doch keiner. Die Kritik ist eher, dass es nicht bei der Darstellung eines Kriegers oder Schwertgesellen hilft.

Aber wieso verteidige ich das überhaupt? :censored:

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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Robak » 05.04.2011 23:17

Ich finde schon, dass man bei einem Rollenspielprodukt eine zu geringe Zielgruppe kritisieren kann. Eines der in unserer Abenteuerbewertung am schlechtesten bewerteten Abenteuer Rasthullas Rache wird hauptsächlich dafür kritisiert, dass es sich an eine hochstufige Rasthullagläubige Heldengruppe richtet die es wahrscheinlich bei 1000 DSA Runden keine 3 mal gibt.

Ich finde aber, dass dies Kritik für das Rondravademecum nicht in diesem Ausmaß gerechtfertigt ist. Es handelt sich explizit um eine Publikation die sich an Spieler von Rondrageweihten richtet (davon dürfte es durchaus einige geben). Die Publikation wird (im Gegensatz zu obigem Anthologieabenteuer) nicht im Bündel mit anderen Publikationen verkauft. Auch wurde der Fokus auf Rondrageweihte schon zu Anfang klar kommuniziert.

Ein Kritikpunkt meinerseits ist eher, dass das Buch ausgiebige Informationen über den Konflikt zwischen Rondra und Shinxir Kult enthält und gleichzeitig den Eindruck erweckt jeder Stufe 0 Rondrageweihte könnte es besitzen. Damit wird ein Wissen zum Aventurischen Allgemeinwissen erklärt, dass ich als nur den Experten bekannt eingestuft hätte.

Gruß Robak

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Silverhammer
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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Silverhammer » 06.04.2011 10:49

Ich finde, es ist sogar ein großes Lob, wenn der größte Kritikpunkt dieser Rezension darin besteht, dass sich das Buch genau der Zielgruppe widmet, für die es gedacht war.

Ob man diese Zielgruppe vielleicht etwas weiter hätte fassen können oder nicht, ist dabei eigentlich sogar recht unerheblich, da er genau genug erklärt wurde. Für mich bedeutet dieser größte Kritikpunkt, dass alle anderen möglichen Kritikpunkte (Lektorat, Widersprüche, ...) wohl nicht so gravierend zu sein scheinen.

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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Liomara » 06.04.2011 15:32

Robak hat geschrieben:(...) Ein Kritikpunkt meinerseits ist eher, dass das Buch ausgiebige Informationen über den Konflikt zwischen Rondra und Shinxir Kult enthält und gleichzeitig den Eindruck erweckt jeder Stufe 0 Rondrageweihte könnte es besitzen. Damit wird ein Wissen zum Aventurischen Allgemeinwissen erklärt, dass ich als nur den Experten bekannt eingestuft hätte.
Ja, ich habe den Unmut, den dieser Passus tlw. ausgelöst hat bemerkt. Ich kann ihn teilweise auch verstehen.

Dazu etwas grundsätzliches: Auch wenn wir versucht haben, den Rahmenbedingungen des Verlages und den vermuteten Erwartungen der späteren Leser möglichst gerecht zu werden, mussten wir scheitern, denn wenn wir ehrlich sind, kann das Vademecum gar nicht all das leisten, was verschiedene Spieler- und Meistertypen sich wünschen. Um sowohl dem Wunsch nach Hintergrundwissen sowie dem Ansatz, eine Spielhilfe insbes. für die Spieler eines RGs gerecht zu werden, hätten wir es als Loseblattsammlung heraus bringen müssen, die den jeweiligen Wissensstand etc. angepasst werden kann. Aber ich vermute mal ins Blaue hinein, das hätte auch niemand gewollt ;-)

Zum Inhaltlichen: Betrachtet man das Buch in seiner Gesamtheit, enthält es eine Vielzahl von Angaben, die ein 0 Stufe RG nicht wissen kann oder darf. Ich baue hier auf die Eigenverantwortlichkeit der Spieler, die selbst (oder mit Hilfe ihres SL) beurteilen müssen, was ihr SC können und wissen darf. Zugegebenermassen arbeite ich in meinen Spielrunden viel mit der Eigenverantwortlichkeit meiner Spieler und beurteile das darum vielleicht gewohnheitsmässig positiv.
Im Vademecum haben wir auch andere "Geheimnisse" publiziert, darunter alle Liturgien bis hinauf zu "Achmad'ayan ankhrellah al'nurach Shaitanim", das nicht wenige, sondern genau eine Geweihte kennt. Ich nehme nicht an, dass ein Spieler für seinen 0 Stufe Geweihten davon ausgeht, er kenne die Liturgie in Wortlaut und Zeremonie, weil beides im Vademecum steht?! Dieser Punkt wurde mWn auch noch nicht kritisiert, ich sehe ihn aber im selben Kontext wie die Shinxir Nennung. Vielleicht hilft diese Erläuterung ja sogar. Wir waren um Vollständigkeit innerhalb eines gewissen Rahmens bemüht und darum ist Shinxir auch drin. :)
Silverhammer hat geschrieben:(...) Für mich bedeutet dieser größte Kritikpunkt, dass alle anderen möglichen Kritikpunkte (Lektorat, Widersprüche, ...) wohl nicht so gravierend zu sein scheinen.
Mag sein. Allerdings ist es durchaus denkbar, dass ein halbwegs Interessierter direkt zum Fazit springt, diesen "Kritikpunkt" liest, die (nur) 6 von 9 Einhörner sieht und sich dadurch ausreichend informiert fühlt. Das ist es, woran ich mich störe, nicht die Rezension an sich. Ich habe oft auch nicht die Zeit oder Geduld, seitenweise inhaltlich genaue Rezensionen zu lesen und springe zum sogenannten Fazit. In diesem Fall ist das Fazit mE aber weder gerechtfertigt, noch nachvollziehbar. Das nochmal zu Erläuterung.

Gruß,
Katja

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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Xeledorn » 06.04.2011 16:13

Also ich liebe mein Rondra Vademecum und ich spiele "nur" einen Krieger. Wir spielen zur Zeit Wetterleuchten und da den Teil Strom der Feinde. Alleine was ich selber aus dem Buch entnehmen konnte für mein Hintergrundwissen und um auch als Krieger immer wieder mal was Rondra typisches einfliessen zu lassen finde ich toll. Nicht jede Gruppe hat einen Rondrageweihten aber bestimmt viele haben eine Figur die eher der Göttin Rondra zugewandt ist. Für all diese Spieler finde ich dieses Büchlein toll.

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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Robak » 06.04.2011 23:35

@ Liomara:
Naja ich denke, dass jeder Rondrageweihte weiß, dass es die Große "Ausrufung des Kriegszustands"-Liturgie gibt. Ähnlich weiß jeder Magier dass es den Infinitum gibt und jeder Mathematiker kennt die Goldbachsche Vermutung.

Hingegen ist das Wissen, dass es mal ein Wesen namens Shinxir gab im heutigen Aventurien (meiner Meinung nach) praktisch unbekannt.
Insbesondere sind Gläubige und Geweihte des Zwölfgöttlichen Pantheons meiner Meinung nach nicht bereit einzugestehen, dass es jenseits dieses Pantheons noch gottähnliche Wesen gibt.
Letztlich enthält das Vademecum Wissen die ich erst bei Götter und Kulte bzw. Geschichtswissen 16+ rausrücken würde.

Gruß Robak

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Re: Neue Rezensionen: “Rondra-Vademecum”, “Tie’Shianna” und

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 07.04.2011 14:47

Robak hat geschrieben:@ Liomara:
Naja ich denke, dass jeder Rondrageweihte weiß, dass es die Große "Ausrufung des Kriegszustands"-Liturgie gibt.
In einer Kirche einer Kriegsgöttin, die zuletzt geschlossen in den Krieg gezogen ist würde ich Dir zustimmen.
Im Zuge des Retcon ist es aber sinnvoller diese uralte, mächtige, die Kirche einende Liturgie totzuschweigen. Sonst hast Du natürlich recht, die historische Überlieferung sollte bei weitem nicht so exakt sein und selbst wenn sollte diese der geringen religiösen Toleranz des honorirschen Autors zum Opfer gefallen sein.

Dem im Vorwort verkündeten Anspruch, auch dem Spielleiter Material an die Hand zu geben sind die Autoren damit allerdings gerecht geworden. Auch wenn man sich über die Vermischung der verschiedenen Betrachtungsebenen (allgemeine Spielhilfe, Überblick über den Kult, Ingame Handbuch für frisch gebackene Geweihte) streiten könnte.
Geheimwissen sollte ganz klar getrennt werden.

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