Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

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Fenia_Winterkalt
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 01.09.2021 11:19

Aventurien ist eigentlich keine Welt des Glaubens, sie ist eine Welt des Wissens. Es gibt sie, die göttlichen Entitäten. Sie wirken durch ihre Geweihtenschaft auf Dere. Kirchen, Kulte, Animismus, Schamanismus.. alle versuchen die Ideale ihrer Gottheiten zu leben, ihnen in ihrem Sinne zu dienen, ihre Wünsche zu interpretieren und zu achten.

Wie lebt sich der Glauben in Aventurien?
Wir suchen, Geschichten, Gebete, Glaubensrituale ohne Karmales Wirken. Wie sieht eine Morgenandacht in einem Marbotempel aus? Wie ein Feenschrein? Wie entwickelt sich ein Disput zwischen Gläubigen unterschiedlicher Richtungen? Welchem NSC würdet ihr euch in Glaubensfragen anvertrauen? Welche Reliquie oder Talisman ist euch heilig? Was bringt das neu erstarken alter Gottheiten mit sich?
Was ist für euch noch eine Frage des Glaubens?

Eure Beiträge könnt ihr hier im Thema posten. Die Aktion läuft bis zum 30.09.2021 um 23:59 Uhr.
Alle Teilnehmer:innen erhalten ein Badge das ihnen in dunklen Stunden ein Licht sein soll

Bild

Aktuell ist keine konkrete Umsetzung als Spielhilfe geplant, aber vielleicht später einmal, daher wäre es toll wenn ihr eure Zustimmung dafür bereits jetzt schon geben könntet, das würde eine spätere Umsetzung wesentlich erleichtern. Fügt dazu folgenden Text in euren Post ein um eure Zustimmung zu bekunden das euer Beitrag in einer DSAForum Spielhilfe zur Aktion verwendet werden darf:

„Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird.“

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Irike
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Irike » 01.09.2021 12:15

Wieder eine sooooo schöne Forenaktions-Idee! :heart:

Da werde ich wohl mal in mich gehen müssen und schauen, ob ich mir nicht auch diesen schönen Badge erarbeiten kann, bei den Zwölfen! :wink:
Neugier bringt den Magier um.

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Shalyriel
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Shalyriel » 01.09.2021 12:58

Hm... Ich habe für's Larp, sowohl für Boron (Al'Anfa), als auch für Praios ein Info-/Liturgien-/Gebetsbuch zusammengeschrieben. Allerdings ist da auch etliches aus Regenwerken und Spielhilfen abgeschriebenes bei.
Das kann ich wahrscheinlich aus Copyright-Gründen nicht einfach zur Verfügung stellen, oder?
Oder gibt es so eine Standardfloskel, die ich da noch anfügen könnte? Sowas wie: 'In dieser Sammlung sind Texte aus diversen DSA 4/4.1 Regenwerken und Spielhilfen eingeflossen.' ?
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Fenia_Winterkalt
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 01.09.2021 12:59

Neee das muss schon was eigenes sein, sorry :)

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Shalyriel
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Shalyriel » 01.09.2021 13:39

Fenia_Winterkalt hat geschrieben:
01.09.2021 12:59
Neee das muss schon was eigenes sein, sorry :)
Kein Problem. Da ist auch selbst geschriebenes dabei. Dann gibt es halt nicht das Gesamtpaket :)
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Seidoss-Anima von Seelenheil
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 01.09.2021 14:11

Fenia_Winterkalt hat geschrieben:
01.09.2021 11:19
Wir suchen, Geschichten, Gebete, Glaubensrituale ohne Karmales Wirken
Mein adliger Rondrageweihter, der Kronprinz Nostrias, Kaserbald Iustus Fulgur Honoris von Nostria hat im Angesicht des Bösen und zur Stärkung der Moral seiner Schutzbefohlenen folgendes Gebet entwickelt:

Ein Dankgebet.
Danke, Ihr unzertrennbaren Zwölf!
Danke, Ihr Götter Alverans!
Danke...

... Praios, dass du uns die Wahrheit zeigst und uns zu Gerechtigkeit erziehst.

... Rondra, dass du uns vor den Ungeheuern und Ketzern beschützt.

... Efferd, dass du unser Wasser rein hältst und mit deinem Wall uns vor myranischen Invasoren schützt.

... Travia, dass deine Güte uns Vergebung lehrt und uns den Wert der Gemeinschaft zeigt.

... Boron, dass Golgari die Seelen vor den bösen Geistern behütet und ihnen Erholung bringt.

... Hesinde, dass wir durch dich die Weisheit erlangen, auf die Priester zu hören und das Böse zu meiden.

... Firun, dass du uns Respekt vor der Natur lehrst und uns zeigst, dass es sich lohnt, für die gerechte Sache zu kämpfen.

... Tsa, dass du uns unser Leben schenkst, uns in die gute Ordnung des Herrn Praios einbettest und mit deinen Schwestern Travia und Pereine unsere armen speist und die traurigen tröstest.

... Phex, dass du uns mit deinem Humor beschenkst, sodass wir nie verzagen, sondern den Aufbruch in die Ferne wagen.

... Peraine, dass du uns ernährst und unsere Gebrechen heilst.

... Ingerimm, dass du uns das Handwerk hast gebracht, aus dem wir Obdach und Gerät gemacht, uns zum Nutzen.

... Rahja, dass du Liebe und Leidenschaft in uns weckst, damit wir mit Freude durch das Leben gehen.

Und Danke auch für Eure Kinder, die uns helfen, euch zu lieben, wo Ihr uns manchmal ferne scheint.

Fenia_Winterkalt hat geschrieben:
01.09.2021 11:19
Welchem NSC würdet ihr euch in Glaubensfragen anvertrauen?
Wenn ich mich für einen entscheiden müsste, und so aus der Sicht meiner SCs einen Konsens suche: Praiodan von Weißfels, Hochmeister der Bannstrahler.
Warum? Weil er für eine Welt eintritt, in der Gerechtigkeit und Wahrheit herrschen, in denen die Adligen wissen, was sie Praios schulden, und in der die üblen Mächte, derer sich Dämonen, der Namenlose, Borbarad und all deren Anhänger bedienen, keinen Platz haben.
Fenia_Winterkalt hat geschrieben:
01.09.2021 11:19
Welche Reliquie oder Talisman ist euch heilig?
Das Ewige Licht der Praioskirche.
Fenia_Winterkalt hat geschrieben:
01.09.2021 11:19
Was bringt das neu erstarken alter Gottheiten mit sich?
Eine Chance...
a) für den aventurischen Plot, Glaubenskriege zu thematisieren.
b) für die Helden ihr Helden-Sein zu beweisen, indem sie sich für die ewigen und untrennbaren Zwölf in den Kampf wider die Götzen werfen, die Silem der Weise verwarf (OK, es sei denn, sie wollen Phex und Kor aus dem Pantheon werfen und durch 'gutere' Gottheiten wie Shinxir tauschen, dann darf man als Held das aktuelle Pantheon auch bekämpfen) .
Fenia_Winterkalt hat geschrieben:
01.09.2021 11:19
Was ist für euch noch eine Frage des Glaubens?
Diskussionen über das Für und Wider des Garether Pampleths nach der Integration der rohalschen Worte.
Anders formuliert: Über das Für und Wider des rechtlichen Ausschlusses von Geweihten von weltlichen Ämtern.

Edit/Nachtrag:

Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird.
Zuletzt geändert von Seidoss-Anima von Seelenheil am 02.09.2021 22:25, insgesamt 1-mal geändert.
"Ich verachte niemanden. Mein Hass trifft jene, die verachten" - Bertolt Brecht.

"Richtet nicht, damit auch ihr nicht gerichtet werdet" - Jesus Christus.

Wir brauchen mehr (N)SCs wie Lata Hirschkind! >3

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Alle Generierungsstile sind gleichwertig.

BgG FasarGladiator ist absolut in Ordnung.

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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Tiger » 01.09.2021 20:35

Okay, da fällt mir jetzt soo viel zu ein. Ich muss erstmal überlegen, was ich da nehme. :grübeln:
Sehr schöne Aktion! :6F:
Tiger alias
Bosper Praiotin Sonnental, Bruder Hesindian, Nana Minze, Radrik Baernhoff, Sulvaya aus Baliho, Zobeide al'Ashtarra

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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 01.09.2021 22:15

Das könnte ergiebig werden.
Fenia_Winterkalt hat geschrieben:
01.09.2021 11:19
Wir suchen, Geschichten, Gebete, Glaubensrituale ohne Karmales Wirken. Wie sieht eine Morgenandacht in einem Marbotempel aus? Wie ein Feenschrein? Wie entwickelt sich ein Disput zwischen Gläubigen unterschiedlicher Richtungen? Welchem NSC würdet ihr euch in Glaubensfragen anvertrauen? Welche Reliquie oder Talisman ist euch heilig?
Ohne karmales Wirken, also keine neuen Liturgien. Aber neu erfundene Talismane/Ritualgegenstände wären möglich? Oder auch da keine Neuerfindungen mit Werten, sondern reine Stimmungstexte?
Würden neue NSC zählen, oder soll man da über bekannte schreiben? (Also nix was Werte hat?)
Fenia_Winterkalt hat geschrieben:
01.09.2021 11:19
Alle Teilnehmer:innen erhalten ein Badge das ihnen in dunklen Stunden ein Licht sein soll
Ob Feqz und Boron diese Aktion segnen werden? :dunkelheit:
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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Galt Rothfell
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Galt Rothfell » 01.09.2021 23:57

Ich hab mal eine kurze Szene (1,5 Seiten) geschrieben, eine Boronakoluthenweihe. Damals endete für meine Magierin "Träume von Tod", und die Kampagne hat sie dermaßen geprägt, dass sie ihre dämonologische Vergangenheit hinter sich lassen und sich Boron verschreiben wollte. Sie hatte sich als fromm erwiesen und so gestattete man ihr die Akoluthenweihe, was ich dann für einen Mitspieler ausgeschrieben habe, dessen Charakter als "Weihzeuge" anwesend war.
Der Ablauf ist grob angelehnt an die beispielhafte Akoluthenweihe aus dem Boron-Vademecum und die Geschichte hat kleine Spoiler zur politischen Situation nach "Träume von Tod".
Ich bin beileibe kein erfahrener Schreiber, aber vielleicht mag sie ja der/die eine oder andere ^^



Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird.
Dateianhänge
Die Akoluthenweihe.pdf
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Fenia_Winterkalt
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 02.09.2021 07:44

chizuranjida hat geschrieben:
01.09.2021 22:15

Ohne karmales Wirken, also keine neuen Liturgien. Aber neu erfundene Talismane/Ritualgegenstände wären möglich? Oder auch da keine Neuerfindungen mit Werten, sondern reine Stimmungstexte?
Würden neue NSC zählen, oder soll man da über bekannte schreiben? (Also nix was Werte hat?)
Du weißt ja aus Erfahrung das wir super streng sind, und uns nicht mit löschen und bannen begnügen sondern auch vor Pranger, Folter und Enthauptungen nicht halt machen um die genaue Vorgabe unserer Aktionen durchzusetzen.

Also solange es den Forenregeln entspricht, dem Urheberrecht von wem anderen nicht widerspricht etc. macht doch! Hier wehrt sich niemand gegen neuen Content, es wäre nur schade wenn der Fokus darüber flöten geht und ja, der soll, im Gegensatz zur letzten Aktion, vorallem auf Fluff ruhen.
Also auf Stimmungstexten und nicht auf Regeln. Mit anderen Worten: Ihr sollt nicht alles mit Katzenfotos fluten!
Da die dunkle Jahreszeit naht sollten sich aber möglichst viele Leute mit einem Kerzenbadge ausstatten, oh ja!
chizuranjida hat geschrieben:
01.09.2021 22:15
Ob Feqz und Boron diese Aktion segnen werden? :dunkelheit:
Ich habe das mit meiner Efferdgeweihten besprochen, es ist nur das Bild von Feuer und somit ok :rohal:

DerShrimp
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von DerShrimp » 02.09.2021 10:35

Ich habe mit meinem Perainegeweihten für die kommende Neuerrichtung des Perainetempels in Zweimühlen eine Predigt verfasst:

Zur Predigt werden Bier, Brot und Äpfel an die Gläubigen gereicht.

Warum säen wir neu?

Warum säen wie neu, obowohl uns jetzt der Magen knurrt und uns schon die letzte Ernte ein Kriegsfürst gestohlen hat der es morgen wieder tun könnte.
Warum brechen wir die Scholle mit dem Pflug im Schweiße unseres Angesichtes und zum Preis von Schwielen an den Händen, von Schmwerzen im Rücken, obwohl schon am Abend ein unbedachter Adliger oder eine Schar Reiter alles zunichte macht?
Warum helfen wir der Kuh beim kalben, obwohl die Klauenseuche wütet und uns um unseren Lohn bringt?
Warum hegen und pflegen wir jenen Apfelbaum, obgleich seine Früchte uns erst in Jahren speisen werden? Warum ersetzen wir den Flügel der Windmühle, obwohl kein Korn zum mahlen da ist und die Hunde des Krieges bereits morgen zurück kommen könnten, um sie erneut zu verbrennen?
Warum gibt der Mann seinen Samen und nimmt die Frau ihn fürsorglich auf, wenn doch der Krieg oder die Seuche schon so viele Töchter und Söhne geholt hat?

Weil wir es schon immer getan haben? Weil wir verhungern würden, wenn wir nicht neu pflanzen? Ja, auch!
Aber nicht nur. Wir säen neu, weil wir Hoffnung haben! Hoffnung darauf, dass das Korn gedeiht. Hoffnung, dass unser Vieh fett und satt wird und uns mit Fleisch und Milch versorgt.
Hoffnung, dass unsere Kinder friedlich und zufrieden leben.
Hoffnung, dass auf den Winter der Frühling folgt auf auf den Krieg der Frieden. Wer würde aussäen, wenn er mit Gewissheit wüsste, dass es kein morgen gäbe? Wer ein Kind Kriegen, wenn sein Tod allzu gewiss wäre?
Ich aber sage Euch wo etwas gedeiht da ist Hoffnung. Und wo Hoffnung ist dort wird etwa gedeihen. Was also verdeutlicht besser die Hoffnung als die keimende Saat? Verspricht sie nicht zu wachsen und zu nähren an allen Tagen die da kommen, wenn wir sie nur hegen und pflegen? Zeigt sie sich nicht mutig allen Widrigkeiten zum Trotz? Allen Samtkrähen, Hamstern, Feldmäusen, Wintern, Stürmen und Dürren zum Trotz?
Es heißt die Göttinnen TRAvia, TSA, RAHja und PERaine schufen gemeinsam die Hoffnung und beauftragten Phex sie heimlich den Menschen zu geben.
Beweist sich das nicht jeden Herbst, wenn das Korn reif auf den Feldern steht? Jeden Frühling, wenn die Blüten und Keimlinge den Frost zurückdrängen?
PERaine ist eine milde Göttin die, die Menschen liebt. Doch ist sie keine die freigiebig schenkt, ohne dass man sich um ihre Geschenke gemüht hat. Sie liebt die Mühe und ihr Lohn ist der Schweiß in eurem Angesicht, nach hartem Tag auf dem Acker. Die Schwielen an Euren Händen nach arbeitsreichem Leben. Hierfür schenkt sie uns den fruchtbaren Acker.
Peraine liebt uns, doch vermag sie nicht jedes Leid abzuwenden. Doch gibt sie ein versprechen: Sie verspricht jenen die hart Arbeiten ihr Brot auf dem Teller. Sie verspricht einen neuen Frühling. eine neue Ernte nach jedem Winter und jeder Zeit der Entbehrung. Wir haber müssen füreinander die Saat der Hoffnung sein. Eine Saat die Ihr gegenseitig hegen und pflegen, um die ihr Euch mühen müsst.
Heute aber sieht die Göttin es gern, dass wir feiern und speisen. Das wir ihr neues Haus erkennen als Saatkorn der Hoffnung, dass wir in unsere Stadt und in unsere Herzen gepflanzt haben. Also lasst uns speisen, lasst uns feiern und lasst uns stolz sein auf das was wir errichtet haben.



Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird.
Zuletzt geändert von DerShrimp am 02.09.2021 12:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Rhonda Eilwind
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 02.09.2021 10:56

@DerShrimp

Respekt! :6F:
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Strippenzieher
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Strippenzieher » 02.09.2021 11:50

Die Apfelernte
Eine Geschichte, die gerne von Jüngern des Phex zur lehrreichen Erbauung erzählt wird:


Es begab sich einmal, dass ein weiser alter Mann einige Straßenkinder um sich geschart hatte, um sie in den Lehren des Listenreichen zu unterweisen. Zur Prüfung sollten die Vier, noch bevor die Praiosscheibe über den Giebel des Gasthauses gewandert war, einen Apfel erlangen. Gen Praiosstunde traf man sich in einem schattigen Hinterhof und der Alte fragte, wie es den Kindern ergangen war.

Das erste – ein drahtiger Junge – zog stolz einen prächtigen Apfel hervor.
Der Alte nickte anerkennend und sprach: „Erzähl mir – wie bist du zu diesem Glück gekommen?“

„Es war ganz einfach“ antwortete der Junge mit sicherer Stimme: „Ich begab mich zum Markt, wo die Bauersleute gerade dabei waren, ihre Waren auszulegen. Und noch während sie damit beschäftigt waren ihren Stand herzurichten, griff ich blitzschnell einen der schönsten Äpfel aus dem Korb und rannte, als sei der Namenlose selbst hinter mir her. Der dröge Büttel, noch benommen von der Zecherei der letzten Nacht, wusste gar nicht, wie ihm geschah, als ich direkt an ihm vorbei durch die Gasse und über die nächste Mauer entschwand.“

Der Alte lächelte gütig:
„Du hast gut gehandelt, mein Kind. Denn der Mutige und Flinke wird niemals Hunger leiden. Aber bedenke: Auch der Flinke kann straucheln, auch der Mutige zaudern und hernach dann in Ketten liegen. Doch niemand stellt dem Flinken nach, der stets im Schatten bleibt und niemand argwöhnt dem Mutigen, der ungesehen bleibt.“


Das zweite Kind – ein unbeschwertes Mädchen – hielt ebenfalls einen Apfel in der Hand.
Auch sie forderte der Alte freundlich auf: „Erzähl mir – wie bist du zu diesem Glück gekommen?“

Fröhlich erzählte es: „Auf dem Weg vom Tore zum Marktplatz hin ist die Straße steil und gar schlecht in Schuss. Dort setzte ich mich hin und sah den schwankenden Karren der Bauern zu, die einer nach dem anderen rumpelnd hinaufgezogen wurden. Und nach einiger Zeit – Phex war mir hold – sprang tatsächlich ein Apfel direkt vor meine Füße herab, als einer der voll beladenen Karren zu arg gerüttelt wurde.“

Der Alte sprach:
„Du hast gut gehandelt, mein Kind. Denn wer auf Phex vertraut, der darf auf seine Güte hoffen. Aber bedenke: wer stets auf andere vertraut, vertraut nicht genug auf sich selbst. Warum sollte der Herr Phex es dann tun? Der unverhofft gefundene Heller mag dir Schinken auf den Teller zaubern – für das Brot darunter aber musst du selbst Sorge tragen.“


Das dritte Kind – ein kräftiger Junge – hielt in seinem verdreckten Wams ein gutes Dutzend Äpfel, welches er stolz präsentierte, während er sich in den erstaunten Blicken der anderen sonnte.
Auch ihn fragte der Alte: „Erzähl mir – wie bist du zu diesem großen Glück gekommen?“

Der Junge antwortete: „In der alten Kelterei lagern ganze Berge von Äpfeln im Keller und durch ein loses Brett gelangte ich dort hinein. So stand ich also inmitten des Reichtums. Zunächst nahm ich mir den größten, den ich finden konnte. Dann aber dachte ich mir: Zwei sind besser als einer. Und dreie besser als zwei…Und so nahm ich schließlich so viele Äpfel, wie ich nur eben fassen konnte. Einige mögen mir gar wieder verloren gegangen sein, so reichlich war ich beladen, als ich entschwand.“

Der Alte sprach:
„Du hast gut gehandelt, mein Kind. Denn dem Forschen, der seinen eigenen Vorteil mehrt, wird es nie schlecht ergehen. Aber bedenke: wer die Gier nährt, der lässt sie wachsen und wer dies zu oft tut, der lässt sie wuchern. Sie verdrängt dann alles, was die Götter an uns lieben und lässt uns schließlich leer und arm am Geiste inmitten des größten Reichtums zurück.“


Das vierte Kind aber – ein Mädchen mit wachen Augen – hielt als einziges keinen Apfel in der Hand.
Zu ihm sprach der Alte: „Nun - Dir ist es nicht geglückt, mein Kind?“

Das Mädchen neigte keck den Kopf und sprach: „Doch, Väterchen. Ich habe getan, wie mir geheißen. Ich bin zum Marktplatz und habe dort einem Händler aus dem Süden beim Ausladen seiner Waren geholfen, der mir dafür einen mickrigen Kreuzer versprach, mir aber schließlich – wenn auch ohne es zu wissen – noch einen ganzen Heller obendrauf gab. Von diesem Heller habe ich mir dann einen glänzenden Apfel und ein saftiges Stück Schinken gekauft. Auf dem Rückweg kam ich dann an einer alten Bettlerin vorbei, deren Arme waren so dünn wie Reisigruten. Und weil ich Äpfel eigentlich nicht mag und vom Schinken noch wohl gesättigt war, gab ich ihn ihr – und meinen wohlverdienten Kreuzer noch dazu. Sie konnte ihr Glück kaum fassen.“

Die anderen Kinder riefen empört:
„Unfug!“, „Wieso sollten wir dir glauben?!“ und „Die hat sich doch einfach mit fröhlichem Spiel die Zeit vertrieben und nichts getan!!“

Der Alte aber lächelte stolz und sagte:
„Du hast gut gehandelt und wohl gesprochen, mein Kind. Denn ganz gleich ob durch Deine Tat oder Dein Wort – Du hast gezeigt, dass Du die Lehren des Listenreichen verstehst.“


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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 02.09.2021 13:35

Ein Fruchtbarkeitsritual des Levthan-Kultes im Land der ersten Sonne

Heil Dir mächtiger Levthan, Sohn der heiteren Rahja,
Heil Dir kräftiger Levthan, Sohn des schönen Khabla,
Oh, fruchtbarer Levthan, kehre zurück nach Dere,
erfreue Dich an unseren Dir dargebrachten Gaben!
Das vergangene Jahr war fruchtbar, die Sterblichen dienten den Göttern,
und den Wohlstand liebender Friede lag über allen Geschöpfen.

Sei gegrüßt mächtiger Levthan, Sohn der heiteren Rahja,
Sei gegrüßt kräftiger Levthan, Sohn des schönen Khabla,
Oh, fruchtbarer Levthan, kehre zurück nach Dere,
erfreue Dich an unseren Liedern und erhöre unsere Bitten!
Bespringe unsere Ziegenherden, bespringe unsere Pferdeherden,
bespringe unser Ackerland und mach unsere Felder fruchtbar!

Sei gegrüßt mächtiger Levthan, Sohn der heiteren Rahja,
Sei gegrüßt kräftiger Levthan, Sohn des schönen Khabla,
Oh, fruchtbarer Levthan, kehre zurück nach Dere,
erfreue Dich an unseren Gesängen und erhöre unsere Bitten!
Bespringe unsere Rebgärten, bespringe unsere Olivenhaine,
bespringe unsere Jugend und mach unsere Gemeinschaft fruchtbar!

Wir loben und preisen Dich, oh mächtiger Levthan,
stärke unseren Leiber und erwecke das Begehren in uns!
Wir ehren und feiern Dich, oh fruchtbarer Levthan,
erfülle uns mit Deiner Stärke und segne unsere Lenden!

Heil Dir mächtiger Levthan, Sohn der heiteren Rahja,
Heil Dir kräftiger Levthan, Sohn des schönen Khabla,
Oh, fruchtbarer Levthan, kehre zurück nach Dere,
erfreue Dich an unseren Tänzen und erfülle unsere Bitten!

Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird.
Besuche mit Deinem Helden das Shaya´al´Laila in Zorgan (offenes RP)

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Mikal Isleifson
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Ungelesener Beitrag von Mikal Isleifson » 02.09.2021 16:36

Die Aktion läuft erst seit kurzem und schon haben wir hier einige wirklich tolle Perlen dabei! Super! Was ich wohl schreibe...? *grübel*
Die Meßlatte liegt ja schon SEHR hoch.
Contra vis mortis nulla herba hortis

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Carolan
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Ungelesener Beitrag von Carolan » 02.09.2021 21:08

@Fenia_Winterkalt Licht ist zwar schön und gut, doch manche wollen das Licht nicht erhellen... :phex:
:dunkelheit:

Geheimes Glaubensbekenntnis der Diener des Fuchses

Ich glaube an den Fuchs, den Dieb, den Händler,
Der List und Tücke geschaffen hat.
Ich glaube an die Finsternis,
Die er zu unserem Schutze um uns hüllt.
Gegeben von Phex,
Genutzt von mir,
Alles ermöglichend.
Gefürchtet, beschützend und undurchdrungen.
An jedem Ort vorhanden,
Mein Diener überall,
Sie wird mich zum Erfolg führen,
Als Geschenk des Fuchses.
Ich glaube an die Herausforderung,
Die mit der Größe auch an Bedeutung gewinnt.
Das Abenteuer, das Risiko und der Lohn!
Phex spendet Geborgenheit in der Finsternis,
Er ist mein Führer.

„Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird.“
Zuletzt geändert von Carolan am 02.09.2021 21:41, insgesamt 1-mal geändert.
"Ihr denkt ich wäre keine Gefahr für euch, weil ich blind bin?"
"Dann seid ihr wohl blinder, als ich es jemals sein könnte"

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Carolan
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Ungelesener Beitrag von Carolan » 02.09.2021 21:40

Das Geschenk der Tsa
Der Glaube der das Leben schenkt

Ich sage es noch einmal: Nichts konnte ihr etwas anhaben. Unbewaffnet musste sie sich gegen wilde Krieger verteidigen – Sie hat es ohne auch nur eine Wunde überstanden.
Einen großen Berg hat sie erklommen und selbst viele erfahrene Kletterer sind auf dem Weg, den sie gemeinsam mit ihr zurücklegten, gestorben, doch sie – unversehrt!
Unzählige Abenteuer hat sie bestritten, gegen Drachen gekämpft, Untote gesehen und verborgene Städte entdeckt, doch das alles hat sie überlebt.
Ich konnte es mir nicht erklären und so fragte ich sie selbst, eine immerzu unbewaffnete Tsa-Geweihte, die in ihrem Leben trotz all ihrer Abenteuer kein einziges Leben ausgelöscht hat, was ihr Geheimnis sei.
Sie hielt mir ein Ei hin, welches an einer Kette befestigt um ihren Hals hing. Ich war verwirrt und fragte sie, was es zu bedeuten habe.
Und sie erklärte es mir: „In diesem Ei wächst ein junges Leben heran. Mein Leben ist zwar ebenfalls ein Geschenk Tsas, doch würde ich den Tod, ohne zu zögern hinnehmen, wenn es einen guten Zweck dienen würde. Diese Einstellung hat mich und insbesondere meine Freunde oftmals in Gefahr gebracht und so entschied ich mich dazu, mich mit einem anderen Wesen, das ebenfalls das Geschenk Tsas in sich trägt, zu verbrüdern. Würde ich sterben, würde aus diesem Ei niemals ein Küken schlüpfen und so tue ich alles, um das Geschenk Tsas zu beschützen.
Andere müssen nur eines beschützen. Ich beschütze zwei! Und das eines Kindes, ob Mensch oder Tier, ist noch sehr viel wertvoller als das meine. Ich kann nicht sterben, weil ich nicht sterben darf. Mein Glaube gebietet es mir!“

- Geschichte eines Wanderers

„Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird.“
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Schatten
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Schatten » 03.09.2021 05:59

Wie lebt sich Glauben in Aventurien?

Ich habe mit meinem bornländischen Krieger im Zuge vieler Abenteuer und einer sehr tiefen Glaubenskrise einen Orden aufgebaut, der offiziell nur mit einem Namen versehen wurde, aber nicht mehr.

Der Orden heißt „Rondras Sturm“ und seine Anhänger widmen sich nicht nur dem rondrianischen Kampf, sondern auch dem Korgefälligen. Denn um den Frieden in Aventurien zu wahren, kann man sich nicht nur auf die Werte eines Gottes versteifen. Der Orden setzt sich aus Geweihten, Laienpredigern und einfachen Gläubigen beider Kirchen zusammen und sind dort im Einsatz wo der Glaube an die Göttin und ihren Sohn schwach ist. Im hohen Norden gegen all jene Gefahren die dem Zwölfgöttergläubigen schon so oft geschadet haben.
Sie sind nicht nur das Schild Alverans, sie sind auch das Schwert.

Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Irike » 03.09.2021 06:57

Angeregt durch den tollen Beitrag von @DerShrimp kann ich einfach nicht widerstehen, hier einen phexgefälligen kleinen Scherz anzubringen:

Predigt des Boron-Geweihten anlässlich des Todes von Bauer Alrik:

"---"


Achtung: Hierfür bitte kein Badge, mag mir keinen erleichen. Ich beabsichtige noch, einen echten Beitrag zu machen
Neugier bringt den Magier um.

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Skyvaheri
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Skyvaheri » 03.09.2021 09:16

Es muss ja nichts Neues sein, sondern nur was eigenes, oder?

Dann hätte ich zwei Sachen:

Ein Gebet an Rondra im Angesicht eines unbezwingbaren Feindes (Dämons):

Heilige Rondra,
göttliche Leuin,
Herrin über Donner, Blitz & Sturm,
Alverans Schwert und Schild,
hör’ mich an!

Vor Dir kniet [Heldenname],
Held der Ogerschlacht und des Orkkrieges,
Der größte Krieger des Zeitalters*,
Erwählter der Zwölfgötter**,
Dein Diener!

Um die mir Anvertrauten zu schützen,
die Gebote der Zwölfgötter zu verteidigen,
der Finsternis entgegen zu treten,
unsere Mission zu erfüllen,
rufe ich Dich an!

Im Angesicht des Unbezwingbaren,
des Alles Sehenden,
des Ewig Wachenden,
des dreigehörnten Balkha’bul,
erhöre mein Flehen!

Beim Heil’gen Sankt Geron,
erfülle mich mit Deinem Mut!
Bei der Heil’gen Thalionmel,
erfülle mich mit Deiner Standhaftigkeit!
Beim Heil’gen Sankt Hlûthar,
erfülle mich mit Deiner Kraft!
Beim Heil’gen Sankt Leomar,
erfülle mich mit Deiner Schnelligkeit!
Bei der Heil’gen Sankt Rondragabund,
schenke meiner Waffe Deinen Segen!

Heilige Rondra, Dir zu Ehren,
nimm dieses Opfer an!


* das war iirc der speziellen Situation geschuldet, in der das Gebet gesprochen wurde: "Die größten Helden des Zeitalters" wurden in diesem AB in die Vergangenheit verfrachtet und der Betende war der einzige (mit Profession) Krieger in der Heldengruppe... ;)
** in einem AB wurden alle Helden "Erwählte der Götter" für dieses spezielle AB

(Zudem darf man als Held ja durchaus auch mal selbstbewusst auftreten, wenn man was von seiner Göttin will... ;-) :wobble: :rolleyes: )


Und noch einige letzte Worte, als Rondra das angebotene Opfer eingelöst hat:

Wenn die Not am Größten ist,
Wenn die Gegner ohne Zahl,
Wenn der Feind vergangener Tage neu ersteht,
So erinnert Euch an die alten Zeiten,
Als wir Seite an Seite wider das Böse fochten.

Wenn niemand anderes mehr helfen kann,
Wenn alles verloren scheint,
Wenn allein der Glaube zählt,
Wenn es eines wahren Helden bedarf,
Dann ruft nach mir und ich werde kommen!



Eingeweihte, können erahnen, welche Situation das war und was dann geschah... :lol: :lol:

Fenia_Winterkalt hat geschrieben:
01.09.2021 11:19
„Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird.“
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Krak
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Ungelesener Beitrag von Krak » 03.09.2021 09:22

„Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird.“

Habe ich für meinen Söldnerzwerg zu Beginn der Drachenchronik mal entwickelt. Hat aber inhaltlich keinen Bezug dazu, also keine Spoilergefahr.
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Ungelesener Beitrag von Skyvaheri » 03.09.2021 09:31

Ich habe noch was. Ein Auszug aus @Armant DeLinths Tagebuch während unserer G7. Es ist eine eigene Episode, die in der Original-Kampagne nicht vorkommt. Der Text ist auch auf unserer Webseite im entsprechenden Tagebuch veröffentlicht. Passt aber einfach zu gut in diese Aktion, um ihn hier nicht zu bringen. :-)

Kenner alter Filme werden das Gebet erkennen... ;-)

(...)
Jarlak nahm die aus ihrer Erstarrung erwachenden Praiogard in den Arm und versuchte ihr Trost zu spenden. Doch stieß ihn diese zurück. Leise schluchzend lehnte sie an der Mauer. Da ertönte wieder die geifernde Stimme der Elwene. Wir hätten nicht die Macht das Ritual zu vollenden. Uns fehlte die notwendige arkane Kraft Akademie und Stadt zu retten!

Zu aller Erstaunen trat da auf einmal die alte Käthe vor. Käthe, die Amme Irminas, die sich auch zärtlich um Shafir gekümmert hatte.

„Und wir?“, sprach sie, dabei mit einer Armbewegung den Hof umfassend, „Was ist mit uns? Können wir nichts tun? Ist es nicht so, dass die Schwarzmagier Menschen opfern für ihre finsteren Rituale? Was ist wenn ihr uns opfert?“

Von soviel Treue überwältigt musste ich gestehen, dass dies zwar möglich sei – ich ein solches Opfer jedoch niemals erbitten, geschweige den befehlen könnte!

„Ich bin alt,“ sprach sie daraufhin, „ich habe mein Leben hinter mir. Ich habe nichts außer meinem Leben, doch dieses will ich gerne geben, wenn damit meine Tochter und mein Enkel gerettet werden können!“
Und zu meinem Erstaunen erhob sich zustimmendes Gemurmel in der Menge. Rufe wurden laut. „Ja, unsere Kinder sollen leben!“ und „Blut für unsere Kinder, Blut für das Ritual!“

Erschüttert stand ich da. Mit erhobenen Armen forderte ich die Menge zur Ruhe auf, als Praiogard aufsprang und schrie: „Seid ihr denn alle von Sinnen, Ihr wollt Euch für finstere Blutmagie abschlachten lassen?! Ihr werdet in den Niederhöllen schmoren, bei PRAios! Niemals werde ich das erlauben!“

Doch wieder wurden die Rufe laut. Mehr und leidenschaftlicher noch als zuvor. Alle richteten wieder ihren erwartungsvollen, fordernden Blick auf mich.
Und wieder war es allein an mir. Sollte ich das Angebot der Dörfler ablehnen? Durfte ich es ablehnen? Hatte ich das Recht als Baron und hochrangiger Magus dieses Opfer anzunehmen?

Nein! Weder Baron noch Magus dürfen so etwas erbitten oder befehlen.
Aber ich konnte es. Ich, der ich zur Rettung dieser Leute alles zu geben bereit war, ich der seinen eigenen Sohn schlussendlich zur Rettung dieser Leute gegeben hatte, ich der Vater mit blutendem Herzen durfte dieses Angebot annehmen!

„So sei es! Bereitet Euch vor. Mit eurem Opfer wird das Ritual gelingen!“ Da warf sich Praiogard auf mich und trommelte weinend, mich und alle anderen verfluchend, mit ihren Fäusten auf mich ein. Schließlich brach sie entkräftet zusammen. Ich wies zwei der Wachen an, sie in ihre Räumlichkeiten zu bringen und dort gut auf sie acht zu geben. Noch einmal drehte sie sich um und schrie mich mit wutverzerrtem Gesicht an „ICH HASSE DICH!“
So hatte ich wohl außer meinem Sohn auch meine Frau verloren.

Da trat Elwene vor und sprach: „Gut, wenn ihr uns denn alle retten wollt, dann wollen auch wir, die Verschwiegenen Schwestern und Töchter der Erde von Mundtbach unseren Teil dazu beitragen.“

Sechs weitere Frauen und ein Mann traten hinter sie. „Wir brauchen 16 Freiwillige um die neue Generation Armidas zu pflanzen!“

Bewegung kam in den Hof. All jene die sich für Armida zu opfern bereit waren, nahmen von den Ihren Abschied. Sechzehn junge Frauen und Männer gesellten sich zu den Hexen.

Da sprach Jarlak: „Wenn ihr Euer Leben geben wollt, dann gebt es im Kampfe. Habt keine Furcht, ich werde an Eurer Seite kämpfen. Es wird die letzte Schlacht des Wolfes werden!“

Zu mir blickend sagte er: „Ihr wisst, was Ihr zu tun habt?“ Nickend gab ich ihm meine Zustimmung.

Ein ältere Mann in der Menge, sein altes schon grünspaniges Schwert in der Hand erhob den Blick zu Jarlak und begann zu sprechen: „Oh mein grimmiger Gott. Gott der Jagd und des Eises, ich bitte dich um zwei Dinge: Schenke mir Mut für die kommenden Stunden und verbanne meine Furcht mit Deiner gnadenlosen Kälte, damit ich tun kann, was getan werden muss.“

Und immer mehr und mehr der Dörfler und Flüchtlinge fielen ein.

„Für alles was wir hätten tun müssen und nie getan haben, für alles was wir hätten denken müssen und nie gedacht haben, für alles was wir hätten sagen müssen und nie gesagt haben, bitten wir Dich oh grimmiger Gott um Vergebung.

Dort treffe ich meinen Vater, dort treffe ich meine Mutter, meine Schwester und meine Brüder. Dort treffe ich dann all jene Menschen meiner Ahnenreihe, von Beginn an.

Sie rufen bereits nach mir. Sie bitten mich meinen Platz zwischen ihnen einzunehmen. In den ewigen Jagdgründen, wo die Tapferen für alle Ewigkeit leben!“

Dann nahmen sie ihre Waffen, Schwerter und Piken, Strohgabel und Dreschflegel, Ochsenjoch und Stuhlbein, fester in die Hand. Und mit dem festen, stählernen Willen des Kämpfers, der sich seines Todes gewiss war, schritten sie jeder an mir vorbei.


Währenddessen war ich nach unten geeilt und hatte mein Bannschwert bereit gemacht. Zusammen mit einem der Druiden hatte ich schnell den Zauber darüber gesprochen, den auch Adeptus Bannwäldner auf das Schwert Wolfhagssons angewendet hatte.
Jedem der Freiwilligen schnitt ich mit meinem Bannschwert in den linken Arm und strich dann mit dem blutigen Schwert über seine Waffe. Und ich sah jedem von Ihnen fest in die Augen, bevor sie zum Tor hinaustraten, dem vorangehenden Jarlak folgend. Nun würde jegliche Lebenskraft derer, deren Blut mein Bannschwert benetzt hatte und all derer die mit den von diesem Blut bestrichenen Waffen getötet würden, über mein Bannschwert als Fokus in das Ritual eingehen und sein Gelingen sicher stellen.
Mit einem Kampfesmut der so manchem Rondrianer nicht zu Eigen ist, stürzten sie sich auf die Horde derer die ihren Familien nach dem Leben trachteten.

Mich umwendend fand ich Torben vor mir. Mit geweiteten Augen fragte er mit zitternder Stimme: „Was hast Du getan?“ „Fragt mich das nie wieder, mein Freund! Nun geh in den Keller und nimm Deinen Platz ein! Ich werde Dir die notwendigen Energien zuführen.“
(...)



Allein, wenn ich mich an den Spieltag dieses Teilfinales erinnere, bekomme ich wieder eine Gänsehaut. :oops:

Es wäre toll, wenn @Armant DeLinth den Batch dafür bekommen würde - auch wenn er's selber hier nicht gepostet hat. Ich frage ihn, ob er zustimmt, dass der Text in das PDF darf. Da er bereits öffentlich zugänglich ist, sollte das kein Problem sein.

Sky
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 03.09.2021 09:33

Badge hat er bekommen! :)

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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Strippenzieher » 03.09.2021 11:52

Nach dem eher spirituellen Phex-Text versuche ich mich hier mal am gänzlich anderen Spektrum.
Hach, diese Forenaktion macht Spaß! :ijw:


Macht und Mächtigkeit
Magierphilosophische Überlegung zur Verschränkung weltlicher Macht und göttlicher Mächtigkeit – Verfasser unbekannt (einige schreiben den Text niemand anderem als Galotta selbst zu).
Der Besitz des Textes wird von der Praioskirche und der Obrigkeit mit schwersten Strafen - bis hin zum Feuertod - belegt.



[…] Nun ist trefflich postuliert und darf als bekannt vorausgesetzt werden, dass „bei einer genügend großen Anzahl individueller Bewusstseinszustände das Bewusstsein das Sein prägt“ hernach die durch kollektiviertes Bewusstsein geschaffene Existenz der hier zum besseren Verständnis als „göttlich“ bezeichneten Seinszustände – oder kurz: „Götter“ – erklärbar wird.

Dies vorangeschickt ist zu konstatieren, dass jeweils unterschiedlichen göttlichen Seinszuständen unterschiedliche Machtfülle zuzukommen scheint, diese unterschiedliche Machtfülle aber nicht friktionslos mit der unterschiedlichen Anzahl der sie erschaffenden individuellen Bewusstseinszustände erklärbar ist.

Ein Beispiel mag dies verdeutlichen: während dem „Götterfürsten“ Praios gemeinhin eine große Machtfülle beigemessen wird, ist diese bei der „Göttin“ Peraine deutlich geringer ausgeprägt. Wie jedem Reisenden durch das Mittelreich offenkundig wird, ist indes die Verehrung der „Göttin“ Peraine – gemessen an der Anzahl der Verehrer – deutlich weiter verbreitet als die des „Gottes“ Praios. Stünde die Machtfülle eines göttlichen Seinszustandes in direkter Relation zur Anzahl der ihn erschaffenden individuellen Bewusstseinszustände, wäre demnach aber zu erwarten, dass die relative Machtfülle andersherum verteilt wäre. […]

Eine Erklärung für dieses Phänomen liegt darin begründet, dass die Ausformung der individuellen Bewusstseinszustände geschickt von den Mächtigen kontrolliert und zu ihren Gunsten geformt wird. So ist es beileibe kein Zufall, dass ausgerechnet der auf Besitzstandswahrung und Einhaltung der – wiederum von den Mächtigen vorgegebenen! – Gesetze bedachte „Gott“ Praios derjenige mit der größten Machtfülle ist. Denn dieser dient den Interessen der Mächtigen am besten. […]

Die Machtverschiebung zugunsten „ihres“ Gottes erreichen die Mächtigen hierbei durch konkrete und mit weltlicher Macht durchgesetzte Vorgaben, wie „die Götter“ von ihren Untertanen zu denken sind. Durch die obrigkeitlich vorgegebene Machtabstufung zugunsten des „Götterfürsten“ wird diese sodann in jedem individuellen Bewusstseinsakt, der sich auf einen diesem im Pantheon „untergeordneten Gott“ bezieht, stets notwendigerweise mitgedacht und manifestiert damit ebenjenes Machtgefälle erst. Einfacher gesagt: der Bauer denkt Peraine als dem Praios untergeordnet und schafft durch diesen individuellen Bewusstseinsakt erst das ihm zuvor von den Mächtigen als gottgegeben eingebläute Machtgefälle. Sein eigentlich auf Peraine gerichteter Bewusstseinsakt wurde mithin verformt und zum Teil zugunsten des Praios abgeleitet. Gewissermaßen ein spiritueller Zehnt, den er unwissentlich den Mächtigen mit jedem Stoßgebet entrichtet. […]


---
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Armant DeLinth » 03.09.2021 12:11

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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Amirelle » 05.09.2021 07:46

Seit Generationen wird das Schmiedehandwerk in der Familie Eisenbeiß weitergegeben. Am Dachfirst der alten familieneigenen Schmiede prangt das Zeichen Ingerimms mit dem Auftrag:
"Lasst den Hammer erschallen,
zu seiner Ehr und wohlgefallen."

Auf dass die Familie nie vergesse, die Kunst ist nichts wert, wenn er sie nicht ehrt.

Der Glaube spielt also im Alltag der Familie eine tragende Rolle und daher wird auch ein spezielles Lied während der Arbeit gesungen, auf dass der Arm des Schmiedes stark bleiben und Ingerimm das Werk segnen möge. Das Lied ist so geschrieben, dass man im Takt der Silben den Blasebalg oder Hammer auf und nieder bewegen kann.

Auf und nieder
Immer wieder
Lass es singen
Das Lied erkling’n
Dass deine Kunst
Bringt seine Gunst

Auf und nieder
Immer wieder
Heiz die Esse
Nicht vergesse
Wer dir gibt Kraft
Für wen du schaffst

Auf und nieder
Immer wieder
Stahl auf Eisen
Lass es heißen
Der Arm mit Kraft
Die Form erschafft

Auf und nieder
immer wieder
Hämmer schlagen
Den Klang weit trag‘n
Formen Eisen
Auf alte Weis‘n

Auf und nieder
Immer wieder
Den starken Arm
Er führen kann
Zu seiner ehr
Erschaffet er


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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Viktoriusiii » 05.09.2021 15:08

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das hier her passt.
Aber ich habe mich an den Erzählungen in den offiziellen Büchern orientiert und hoffe, wenn es nicht nützlich ist, dass es vielleicht dem ein oder anderen Namenloses lächeln aufs Gesicht zaubert :ijw:

„Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird.“

Eine Geschichte von Wahn und Glaube

Eines morgens auf einer Straße in der Wildermark, nahe der Reichsstraße.

Nachdem die Bauern ihren weiten Marsch nach Gareth noch vor Sonnenaufgang fortsetzten, fiel ihnen ein Mann auf, welcher etwas schnelleren Schrittes hinter Ihnen her lief.
Alsbald hatte er sie eingeholt und war dabei, sie zu überholen, als einer der Bauern spöttisch rief:
"Wohin des schnellen Schritts? Werdet ihr verfolgt, junger Mann?"
Und er antwortete ihnen mit ruhiger Stimme:
"Ich bin auf dem Weg, mein Leben zu geben, auf dass die, welche befreit werden wollen von ihrer Knechtschaft befreit werden können!"
Etwas verwundert über die kryptische Aussage bot man ihm etwas spöttisch an, sie doch ein wenig zu begleiten, wenn er so oder so Knechte befreien will, dann könne er ja bei ihnen als Leibeigene anfangen.

Der Fremde tat, wie ihm geboten und lief nun mit der Gruppe mit.
Doch schon kurz, nachdem die Vorstellungen vorüber waren, hörten sie einen grunzendes Lachen aus dem Gebüsch.
Ein Ork, offensichtlich einer von den vom Chaos angezogenen, welche sich erhoffen in diese Gesetzlosen Gegend Beute zu machen.
Er und seine acht Mitorks, alle mit Armbrüsten bewaffnet, gingen auf sie zu und lächten Hämisch.

Die Bauern begannen an zu beten. Denn niemand würde dies hier überleben.
Doch bevor der Ork Befehle geben konnte, sprach der Fremde:
"So hört auf den Sprecher des Einen. Hört auf den Gott der Herrschaft, der euch gebietet:
Lasst diese unschuldigen Bauern ziehen und such euer Glück in ehrlicher Arbeit. Nur so werden eure Seelen ewiges Glück erfahren!"

Und sie folgten seinen Worten. Wortlos drehten sie sich um und verließen den Ort.

Ihr Glück kaum fassen könnend bejubelten sie den Fremden. Denn sie würden ihre Familie wieder sehen.
So ward jedweder argwohn verloren und sie fühlten sich zu seinen Worten hingezogen wie Bienen zu Blüten.

Am Lagerfeuer erzählte der Fremde eine Geschichte:

"Was ich euch jetzt erzähle ist die Wahrheit. Und nichts als die reine, göttliche Wahrheit.

Es war vor Urzeiten, als Aventurien ein Ort der Zerstörung war. Wo jeder den anderen umbrachte und man einander mied, weshalb die Götter geschaffen wurden, von der Urmutter des Seins.
Sie wurden erschaffen, weil sie das Leid und das Chaos in Aventurien nicht weiter ertragen konnte.
Und so ernannte sie dreizehn Götter als Hüter des Gleichgewichts.
Allen voran, der Gott der Ordnung. Der Gott der Herrschaft, welcher über die anderen Zwölfe regierte um Konflikte zu lösen.

Doch machte er seine Aufgabe zu gut.
Die Welt fing an zu Blühen und jedes Wesen auf diesem Kontinent hatte seinen Platz.
Und die Urmutter ward stolz auf das mächtigste ihrer Kinder.
Denn er gebot gerecht und mit Gnade.

Die anderen Zwölfe wurden neidisch auf diese bevorzugung. Und so schmiedeten sie einen Plan.
Sie wussten, dass sie, selbst mit ihrer gebündelten Macht, ihm noch immer untertan waren.
Und so kam es, dass die Zwölfe eine bresche in die Spaeren rissen. Eine Bresche so groß, dass das Chaos selbst nach Aventurien kam.
Und er sah es. Und er trauerte. Er weinte erbitterlich über diesen Verrat. Und seine Tränen vielen herab und wuschen hinweg das Chaos.
Doch kam mehr und mehr Chaos durch die geschlagen Bresche, welche sich immer weiter weitete.
In seiner Verzweiflung fragte er bei denen um Rat, welche ihn hintergangen hatten.
Und sie sprachen: "Die einzige Möglichkeit, das Chaos zu stoppen ist, dass du mit Ketten aus Eternium die Bresche verschließt."
Und so wurden ihm Ketten geschmiedet, welche selbst Götter nicht brechen können. Und er tat es. Er nahm die Ketten in die Hand und verschloss mit seiner gesamten Macht die Bresche. Dort, wo er sich bis heute einen Kampf gegen das Unendliche Chaos leistet, kann man noch bis heute die Namenlose Sternenleere sehen.
Doch erneut hintergingen sie ihn. In einem Ritual welches Jahrhunderte dauerte, nahmen sie ihm seinen Namen und fingen an Gerüchte zu verbreiten. Auf dass ER der Böse ward. Auf dass er die Wurzel alles Bösen sei.

Und so wendete sich die Schöpfung gegen ihn.
Nun gebunden an die Bresche, von der Schöpfung verachtet und seinen Geschwistern hintergangen, gab er seine Hand, auf dass sie seine Arbeit in Aventurien fortsetzen könne, und seine Zunge, auf dass die Wahrheit über den Verrat der Zwölf niemals in Vergessenheit gerate.
Um seine Opfer und seine Aufopferungsgabe zu ehren, geben die innbrünstigsten Gläubigen des einzig wahren Gottes ihre Körperteile. Auf dass sie seinen Schmerz nachempfinden können."

Der Fremde machte eine kurze Pause, bevor er fort fuhr:
"Ihr seht. Die, die sich auf die Ordnung und Gerechtigkeit Praios berufen, dienen selbst nur einem Verräter. Wie können sie gerecht urteilen, wenn Ihr Meister sich seinen Titel mit hinterhältigen Intrigen zum "gerechten Herrscher" erschwindelt hat?" *er spuckt einmal aus*

"Da habt ihr es. Die Wahrheit die euch befreien kann. Was ihr damit macht, ist eure Sache. Doch dies ist die Wahrheit."



- Eine Begegnung rund 1030. Niemand weiß, was aus ihnen geworden ist. Doch vereinzelnd hört man Sagen über ein Dorf des Namenlosen, welches diejenigen aufnimmt, welche vom Rest der Welt geächtet sind.

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Ylara Windmut
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Ylara Windmut » 05.09.2021 20:15

"Mein Weg ist mein Haus,
mein Haus ist mein Weg.
Ich strebe von Ort zu Ort,
immer wieder Fort.
Doch behütet sollst du sein,
den der Weg ist mein Haus,
und in meinen Haus Schutz soll deiner sein.

Mein Ziel ist mein Weg,
mein Weg ist das Ziel.
Es strebt hinfort,
von Ort zu Ort.
Und wenn du ankommst,
dann behütet du warst,
in meinem Haus, deinem Weg."

- Gebet zu Aves, Schutzpatron aller Reisenden.

Ich finde es gibt viel zu wenig Lore zu Aves. :dunkelheit:

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Ungelesener Beitrag von Carolan » 05.09.2021 21:46

@Viktoriusiii Eine wirklich gute Geschichte!!!! :lol:
Was für eine Idee! Echt kreativ
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 06.09.2021 00:00

Zwei kurze Fragen:

1) Gibt es eine Längenbegrenzung für Texte in der Aktion, und wenn ja, wo läge diese?

2) Wie schaut es mit der "Altersfreigabe" der Texte aus? Wäre FSK 16 (in Bezug auf physische und sonstige Gewalt ohne sexuellen Bezug) mit entsprechender Warnung grundsätzlich ok?
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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