Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

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Hans
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Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Hans » 30.11.2015 23:22

Nein, so leicht gibt sich Eevie nicht geschlagen. Ein Video ist es nicht, aber in den letzten Tagen erreichte uns ein Workshopbericht aus der Feder von Leif Jurgeson, dem wir an dieser Stelle ausdrücklich danken wollen. Behandelt wird der Dreieicher … Weiterlesen →

Nandurion | Mon, 30 Nov 2015 21:45:03 +0000

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Farmelon » 01.12.2015 07:23

Mal ganz prophylaktisch: MIs zum neuen Metaplot, ebenso wie in der Meldung. :wink:

Im Endeffekt ist der Sternenfall also DSA5. Alles kann, nichts muss, alles bleibt möglichst lange offen so das jeder Autor draus machen kann was er will. Spontanität, Flexibilität und Kreativität nennen es die einen, gewollte Beliebigkeit sicher die anderen. Damit ist und bleibt alles offen, keiner muss sich an etwas halten, nicht mal die Redax da ja eh noch nichts feststeht. Passt zu den kürzeren, schnelleren Abenteuern mit dauernd wechselnden Autoren, denen man den Neueinstieg erleichtern will. Je weniger feste Vorgaben desto besser.
Fallende Himmelsobjekte die gezielt Einfluss auf Magie/Göttlichkeit/SCs nehmen hab ich auch in Lorakis. Klingt eher nach Weltuntergangstimmung in Aventurien bei dem was da passiert und wenn es wirklich jedem auffallen wird, nicht nur nach einer Zeit der Bedrohung und Unsicherheit für Aventurier wenn der Himmel selbst, ihr gesamtes Kosmosbild in sich zusammenstürzt und jederzeit was fallen könnte das Orte und Gegenden auslöschen kann. Na ja, zeigt mir eher das ich bisher richtig lag damit, DSA5 nicht in den Fokus meiner zu spielenden Rollenspiele zu legen.^^

Und ganz ehrlich, eine Stadt vernichten weil sie vernichtet werden soll, mit der Vorgabe das es nicht nur den Charakteren sondern auch den Spielern weh tut? Halt ich auch nicht viel von. Hatten wir doch schon in Gareth und Werheim, und selbst da hat die Redax dann ihre eigenen Vorgaben ignoriert. Wieso soll ich mich zwingen lassen da was zu tun? ist mir egal, soll Arivor doch untergehen, das heißt nicht das ich das in meinem Aventurien auch so umsetzen werde. :wink:
Da ist ja eh schon die Option eingebaut zurückrudern zu können, falls der Gegenwind zu heftig wird. Teil der Hallen der Helden werden stehen bleiben. Wenns gut ankommt eben weniger, bei zu viel Motze mehr. Also auch hier alles kann und nichts muss, da im Zweifel eh alles Wichtige überstehen wird. Alle andere wäre ja zu endgültig.^^


Ich weiß selber nicht was ich davon halten soll das ich mich gerade zum JdF zurücksehne. Da hat man zumindest nur das Mittelreich geschwächt und angeschlagen um Platz für Helden zu schaffen, je nach Rückruderaktion mehr oder weniger heftig. Jetzt schlägt man schon den ganzen Kontinent an, beziehungsweise den ganzen Kosmos um Heldenplatz zu schaffen.
Zuletzt geändert von Farmelon am 01.12.2015 08:27, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 01.12.2015 07:41

Sehe ich auch nicht gerade positiv wobei ich natürlich verfolgen werde wie die Readx es ..... wird :rolleyes: :censored:

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 01.12.2015 08:36

Und ich hatte schon die vage Hoffnung, dass die Wahl Arivors eine tiefere Bedeutung gehabt hätte, etwa in Bezug auf Versäumnisse der horasischen Rondrakirche, die lange Jahre zuschaute, wie andere Sennen ihre Pflicht erfüllten und in den Schwarzen Landen kämpfte - oder der Rondra-Kirche allgemein, die schwach wie nie dasteht und erst sehr spät von der Göttin persönlich gerügt werden musste - oder ein Zeichen der Schwäche Rondras selbst, die im Karmakorthäon mit Brazoragh, Kor und evtl. Shinxir namhafte Konkurrenz gegen sich weiß, von der zumindest der Erstgenannte spürbar an Einfluss gewinnen konnte und Nummer zwei auf absehbare Zeit seine Primärliturgie unter die Aventurier bringen wird.
Aber jetzt scheint Konzeptlosigkeit zum Konzept zu werden. Und Arivor war eben entbehrlich (nicht dass ich da wiedersprechen würden) bzw. als Sitz der Senne Horasreich Neetha mit ebenfalls bedeutendem Rondra-Tempel zu ähnlich. Dann sollten sich die aventurischen Städte aber hüten und eifrig mit der Diversifizierung beginnen, bevor es ihnen an den Kragen geht.

Immerhin lügt man sich nicht in die Tasche (oder übernimmt sich), dass man eine große Kampagne vernünftig planen könnte und erhält am Ende die Drachenchronik. Das Konzept "jeder steuert seine Ideen bei und die Redaktion vermittelt/steuert locker" war da offenkundig schon etabliert.
Auch wenn ich lieber hören würde, dass man schon eine Vision hat, der man folgt: Wenn dem nicht so ist, dann mag es besser sein, dass man im Laufe der Zeit Ideen sammelt und dann etwas Gares daraus strickt. Ein mäandernder statt straff durchexerzierter Meta-Plot (was dabei herauskommen kann, hat nicht zuletzt Der Schattenmarschall gezeigt) kann vom Personenkreis der Verantwortlichen vielleicht besser organisiert werden. Es sollte nur nicht erratisch wirken und schon eine gewisse Stoßrichtung sich herausbilden, selbst wenn diese jetzt noch nicht feststeht.

Da wir aber noch auf Jahre mit DSA4-Abenteuern zu tun haben werden (und wer weiß, in welche rollenspielerischen Gefilde es uns dann verschlägt; das entscheidet nicht zuletzt der DSA5-Metaplot bzw. die -Abenteuer; die DSA5-Regeln sind schon mal kein Argument für DSA), harre ich des (nächsten Zwischen-)Ergebnisses.

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Zohltan » 01.12.2015 11:11

So dann sind wir auch mit dem "Plot" an der Machbarkeitsgrenze angekommen. Wenigstens gibt man jetzt zu, dass man einfach wirklich nicht die Möglichkeiten hat Regeln, Aventurischen Boten, Abenteuer und den "Plot" über den aktuellen Publikationsrahmen zu planen oder gar zu verwalten. Damit sind wir dann vermutlich auch in der letzten Brennstufe von DSA angekommen, wo es noch über die nächsten Jahre profitabel betrieben werden kann.

Ich persönlich kann den Namenlosen nicht mehr sehen. Weder seine Figur noch seine Möglichkeiten finde ich noch spannend. Wenn unter Arivor die Insekten rausgebrochen wären, dann wäre es ja nochmal spannend gewesen, aber sowas hätte man dann füttern und am Leben halten müssen. Was augenscheinlich nicht geht. Jetzt wird sich über die nächsten Jahre der "Sternenfall (TM)" ziehen und für jede "Regeländerung" herhalten müssen.

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Raul Ehrwald » 01.12.2015 11:26

Ich finde eine einbrechende Weltanschauung schon spannend. Sowas bietet schließlich wirklich viel Potenzial auf allen Ebenen zwischen Bauerngaming und Epik. Mehr Vision dahinter hätte ich mir aber auch gewünscht.

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Sumaro
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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 01.12.2015 11:36

Ich sehe den nächsten Shitstorm aufziehen zu dem Zeitpunkt wo man sich dann doch festlegen will (um entsprechende Produkte zu verkaufen) und man dann viele viele Leute vor den Kopf stößt weil man sich in der Zone der Beliebigkeit seine eigene Weltanschauung gestaltet hat, die dann über den Haufen geworfen wird.
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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Benutzer 498 gelöscht » 01.12.2015 12:23

Zohltan hat geschrieben:So dann sind wir auch mit dem "Plot" an der Machbarkeitsgrenze angekommen. Wenigstens gibt man jetzt zu, dass man einfach wirklich nicht die Möglichkeiten hat Regeln, Aventurischen Boten, Abenteuer und den "Plot" über den aktuellen Publikationsrahmen zu planen oder gar zu verwalten. Damit sind wir dann vermutlich auch in der letzten Brennstufe von DSA angekommen, wo es noch über die nächsten Jahre profitabel betrieben werden kann.
Sind wir wieder soweit? :) Der Abgesang auf DSA? Ist schon erstaunlich, wie viele Totsagungen des Systems und des Hobbys an sich das alte Vieh in den letzten bald 32 Jahren schon überlebt hat. Aber natürlich gilt: Ewig ist nur Satinav...

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 01.12.2015 12:46

Ich kann mir für Aventurien einiges vorstellen, aber die Anarchie eines Weltunterganges, in der offenbar wird, dass die Götter gerade Besseres zu tun haben als sich um die Gläubigen zu kümmern und eine Postapokalypse, wo man sich wieder mit Steinen beschmeisst und gegenseitig auffrisst gehören eigentlich nicht dazu.

Es soll weh tun? Den Spielern? Sind wir bei der Domina auf dem Sofa oder wie? Hallo? Mich dazu zu bringen, Geld auszugeben, geht anders.

Wieso glaubt die Redax, die Spieler würden eine enge Bindung zu etwas bewußt beliebigem aufbauen oder halten? Vielleicht können einige Autoren das "alte" Aventurien mit seinen verästelten und teilweise verwachsenen Settings nicht mehr sehen, aber es stellt nun mal den Markenkern dar.
Es gibt mittlerweile so extrem viele Fantasywelten, dass der Wunsch, noch eine weitere zu erschaffen und den alten Markenkern zu versenken (was anderes ist ja eine Zeitenwände mit massiven Asteroidenbeschuss nicht), mir mehr als mutig ersscheint.

Jedes bröselige Fantasy-Game hat seine Welt, und die meisten davon sind einfach austauschbar. Weltuntergänge kriegt man im Dutzend in billigen Browserspielen bis zum Abwinken vorgesetzt. Ich sehe momentan echt nicht, weswegen ich für DSA-5 Geld ausgeben sollte, weil sie jetzt auch noch damit anfangen. (Und wenn jetzt noch die Zombie/Pandemieapokalypse verwurstet wird bin ich eh draussen.)

Warum sollte man Geld für Regionalspielhilfen ausgeben, wenn das doch beim nächsten Abenteuer von einem superdramatischen Dingsbums "in seinen Grundfesten" erschüttert wird, nur damit eine Heldengruppe über die Trümmer kriechen und die rechte Hand des momentanen und natürlich entkommenen/entrückten Oberbösen abmurksen kann?
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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Benutzer 498 gelöscht » 01.12.2015 12:54

Vermutlich sind hier viele nicht lange genug dabei die G7 quasi live mitbekommen zu haben. Die hat damals auch ganz schön weh getan, hat die Welt komplett verändert und auf den Kopf gestellt und die Setzungen der damaligen Welt deutlich verändert. Man hatte damals nur den Vorteil, dass Tobrien und Maraskan noch keine Spielhilfe hatten - was ja auch Grund für die Lokalisierung war.
Was das "weh tun" angeht: Für mich persönlich ist das ein durchaus sehr schöner Ansatz. Verluste, die nicht schmerzen, finde ich seicht. Die Gänsehaut-Situation stellt sich bei mir nur ein, wenn ich wirklich mitfiebere. Und dann muss es für mich auch wehtun. Deswegen ist Ambers "Königstod" ein so starkes Musikstück. Deswegen hat bei uns das Jahr des Feuers in Wehrheim hund Gareth richtig gut funktioniert.

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Farmelon » 01.12.2015 13:02

Also ich als Dienstleister, der den Kunden erst einmal absichtlich ordentlich eins reinbügeln will, damit es weh tut, schmerzt und Verlust aufgebaut wird um damit Interesse zu wecken und Produkte zu verkaufen, einfach um des Schmerzes und des Wehtuns willens, damit einem mein Produkt nicht egal ist, hätte meinen Job wohl nicht gerade optimal erfüllt. Zumindest nicht so lange ich keine Dienstleistungen verkaufe wo andere genau so was brauchen und wollen. :censored:

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Benutzer 498 gelöscht » 01.12.2015 13:19

Ach ja, Tolkien war schon der SM-Papst. Aber ernsthaft: Ich glaube, du verkürzt und übersiehst da ein paar Feinheiten. ;-)

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Farmelon » 01.12.2015 13:24

Wahrscheinlich sehen wir das einfach nur etwas unterschiedlich. :wink:

Es geht eher darum, das es keine logische Entwicklung der Spielwelt ist, nicht einmal nur Kaputtschlagen um des Kaputtschlagens willen ist oder des TnbT-Effektes wegen. Der Schlag sollte den Spielern weh tun, sie treffen, ganz absichtlich. Ich brauch keine Redax die meint sie müsse mir ordentlich eins reinbügeln, da ich nur Interesse zeige wenn es schmerzt.

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 01.12.2015 13:31

Es gibt sicher Leute, die das Jahr des Feuers richtig toll fanden. In meiner weiteren Bekanntschaft war es aber für einige langjährige DSA-Spieler der Grund, der Welt den Rücken zu kehren und kein Geld mehr für DSA auszugeben. Auf einen, den ich kenne, der es gut findet, kommen vier oder fünf, die es vehement ablehnten.

Ob das Konzept sich im Endeffekt rechnet, muss Ulisses selbst wissen. So wie es bislang aussieht, wird mein Geld nicht mehr in ihre Kasse wandern.
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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Benutzer 498 gelöscht » 01.12.2015 13:33

Hm. Inwieweit war denn z.B. Borbarads Rückkehr als solche "logisch"? Also damals, als AoE rauskam?
Das konkrete Plotereignis ist selten "logisch" im Sinne von "nur dieses Ereignis konnte hier Sinn machen". Aber in Rahmen der in der G7 gesetzten Weltzeitwende und der Heldenzeit sehe ich den Sternenfall als durchaus plausibles Ereignis an.

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Farmelon » 01.12.2015 13:40

Soweit ich mich entsinne hat man sich Damals Tobrien und Maraskan nicht deshalb herausgesucht, weil man den Spielern absichtlich wehtun wollte, ihnen einen schmerzhaften Schlag versetzen wollte um des Zerstören willens. :wink:

Ist sicher Damals auch nicht alles optimal gelaufen, aber wir beide werden da sicher nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 01.12.2015 13:45

Salaza Lautenspieler hat geschrieben:Hm. Inwieweit war denn z.B. Borbarads Rückkehr als solche "logisch"? Also damals, als AoE rauskam?
Das konkrete Plotereignis ist selten "logisch" im Sinne von "nur dieses Ereignis konnte hier Sinn machen". Aber in Rahmen der in der G7 gesetzten Weltzeitwende und der Heldenzeit sehe ich den Sternenfall als durchaus plausibles Ereignis an.
Nur war die Borbarad Geschichte zumindest langfristiger aufgebaut. Was ich hier kritisiere ist das schneller, höher, weiter und das in viel zu kurzen Abständen

Ogersturm
Orkkrieg
G7
Jahr des Feuers (inklusive Todesstern)
Hinter dem Thron
Drachenchronik
Splitterkampagnen

Nicht alle waren Aventurienumwälzend aber die Veränderungen waren doch spürbar und alles in einem Rahmen von 30 Jahren. Das ist zu viel des Guten. Da hätte es eine größere Distanz gebraucht

Jetzt kommt man schon wieder mit Umwälzungen in Götterdimensionen daher.... Ich persönlich fühle mich dadurch "übersättigt"

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Benutzer 498 gelöscht » 01.12.2015 13:45

Jap, aber der Tod des sehr bekannten und beliebten Waldemars oder Brins (um mal nur zwei Beispiele aus der G7 zu nehmen) war sicherlich genau dazu gedacht: Dass es weh tat. Also sorry, aber da sehe ich große Löcher in deiner Argumentation.
Ein weiteres schönes Beispiel: The north remembers.
Aber klar, das mag nicht jeder. Aber anscheinend ziemlich viele ;-)

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Benutzer 498 gelöscht » 01.12.2015 13:47

@Denderan
Wenn die G7 eines nicht war, dann von langer Hand so geplant, wie sie passiert ist. :D

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 01.12.2015 13:48

Salaza Lautenspieler hat geschrieben:Jap, aber der Tod des sehr bekannten und beliebten Waldemars oder Brins (um mal nur zwei Beispiele aus der G7 zu nehmen) war sicherlich genau dazu gedacht: Dass es weh tat. Also sorry, aber da sehe ich große Löcher in deiner Argumentation.
Ein weiteres schönes Beispiel: The north remembers.
Aber klar, das mag nicht jeder. Aber anscheinend ziemlich viele ;-)
Wobei sich beide Charaktere aus meiner Sicht überlebt hatten also ich fand es sogar "logisch"

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Farmelon » 01.12.2015 13:50

Dramaturgie aufbauen, auch durch den Tot gewisser Figuren, auch beliebter Figuren, ist trotzdem noch etwas anderes als mit dem Ziel heran zu gehen das jetzt xy gemacht wird damit es Spielern weh tut, weil es ihnen wehtun und sie treffen muss. oder das jetzt xy gemacht wird um die Spieler absichtlich zu verletzen.

Aber wie gesagt, da werden wir uns nicht einigen.

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Benutzer 498 gelöscht » 01.12.2015 13:54

Du meinst, dass Ulisses was anderes machr, als eine Dramaturgue aufzubauen? Was denn?

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 01.12.2015 13:59

Salaza Lautenspieler hat geschrieben:@Denderan
Wenn die G7 eines nicht war, dann von langer Hand so geplant, wie sie passiert ist. :D
Ich meinte die Charaktere. Ich bin seit 1990 dabei und ich behaupte mal, dass man sich in dieser Hinsicht noch so seine Gedanken gemacht hat (ich spreche nicht von perfekt durchgeplant)

Ändert aber nichts an meiner Aussage

Ogersturm
Orkkrieg
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Jahr des Feuers (inklusive Todesstern)
Hinter dem Thron
Drachenchronik
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Nicht alle waren Aventurienumwälzend aber die Veränderungen waren doch spürbar und alles in einem Rahmen von 30 Jahren. Das ist zu viel des Guten. Da hätte es eine größere Distanz gebraucht

Jetzt kommt man schon wieder mit Umwälzungen in Götterdimensionen daher.... Ich persönlich fühle mich dadurch
"übersättigt"

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Andwari » 01.12.2015 14:09

Tolkien hat einen Roman geschrieben - und keine P&P-Rollenspiel-Kampagne.

Was mir Aventurien interessant macht, ist ein gewisses Welt-Feeling, das ich aus der angebotenen großen Menge an Material heraushole. Tolkien hat da dem Leser nix kaputt gemacht - zwischen Tharbad und Isengard ist zur Zeit des Ringkriegs nicht viel und der Leser schluckt das so.
Die G7 funktionierte, weil Tobrien bzw. Ysilia halt 1994-1999 nicht so viele Fans hatte und man mit dem Gesamtwerk mehr Aventurien-Freunde dazu bekam als man verloren hat - vmtl. (?) wurde die Invasion der Verdammten dem breiteren Kreis von Tobrien-Briefspielern usw. auch erst nach Beginn der Borbaradkampagne "verkauft", oder? Wo viele von denen schon AoE gespielt hatten, geil fanden und aufs nächste Abenteuer warteten. Die G7 macht - von einem kleinen Fleckchen zu Beginn abgesehen, doch erst mal sehr wenig kaputt. Maraskan hat mMn keine Umgestaltung erlebt - das war schon immer der Tummelplatz für Dschungel-Guerilla-Ninjas (gegen wen auch immer) und Heimat von Exilmaraskanern mit sonderbaren Ansichten über alles Mögliche.

In meinem Aventurien brechen gerade jede Menge sicher geglaubte Überzeugungen rechts und links (und innerhalb?) der Heldengruppe weg. Allerdings nicht anlässlich jüngerer Publikationen, sondern durch etwas namens "Orkensturm" - das führt zu einem dreckigen, brutalen, manchmal hoffnungslosen Aventurien - und alles nur, weil "der Ork" den Gutsverwalter erschlagen, den Geweihten gepfählt, die Ernte geraubt und Opa aus dem Grab nekromantiert ... hat.
Auch wenn wir das etwas größer als im Original aufgezogen haben, ist trotzdem wenig mehr kaputt als nach "offiziellem"-DSA sein muss. Ein begrenzter Kriegsraum und ein paar Dreckssöldner, die sich auf Seiten der Orks geschlagen haben, reichen voll aus um den Blickwinkel der Helden zu füllen.

Zur DSA-Geschichte ist schon interessant, wie viel Anfang der 90er angestoßen wurde um ein "lebendiges" Aventurien zu schaffen - vorher war das ja nicht: AvBo 28-34 Khomkrieg, 35 beginnt der Orkensturm, 37 ist der Answin-Bote, 54 berichtet über das Ereignis zu Beginn der G7.
Die zugehörigen Abenteuer sind noch stärker konzentriert:
- Der Löwe und der Rabe I+II = A41+42, März 1993
- Das Jahr des Greifen I+II = A46+56, 1993-1994
- AoE = A45, 1994

@Salaza
Ich unterstelle mal, zur Zeit wo AoE veröffentlicht wurde, wusste noch kaum jemand, wie die Invasion der Verdammten genau laufen sollte ...
Zuletzt geändert von Andwari am 01.12.2015 14:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Farmelon » 01.12.2015 14:10

Salaza Lautenspieler hat geschrieben:Du meinst, dass Ulisses was anderes machr, als eine Dramaturgue aufzubauen? Was denn?
Beliebigkeit aufbauen, ohne Plan oder Ziel einfach allen freie Hand lassen und Zerstören um des Zerstören willens. Macht dann weniger Arbeit für Neu- und Altautoren was zu schreiben. :wink:

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Benutzer 498 gelöscht » 01.12.2015 15:05

Das, was du da formulierst, ist allerdings eine sehr gefärbte Einschätzung drr Aussagen. Ich behaupte mal, dass der Plan schon ein wenig anders gedacht ist, als dz schreibst.

Edit:
@Denderan
Ja, dass natürlich dein gutes Recht mehr Ruhe zu wollen. Ich denke aber, dass es da auch genug Abenteuer ohne den großen Rahmwn geben wird. Was den Metaplot angeht hat die G7 halt das Thema Karmakorthäon gesetzt. Ignoriert man das, bricht man halt mit dem Hintergrund, was dann auch nicht ohne Widerspruch bleiben wird.
Zuletzt geändert von Benutzer 498 gelöscht am 01.12.2015 15:14, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 01.12.2015 15:13

Hoffen kann mans.
Das wirkt auf mich jedenfalls nicht so, als ob die Redaktion daran arbeiten würde, mein Vertrauen wieder zu gewinnen...

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Cifer » 01.12.2015 15:13

Allerdings steht im Workshopbericht durchaus, dass der entsprechende Methaplott noch nicht durchgeplant ist und man die Hintergründe auch so lange wie möglich offen lassen wird. Dass die Zerstörung Arivors also erstmal reines Schockerlebnis war ("weil's wehtun sollte") und man noch nicht so recht weiß, wie sich das irgendwann mal als Teil des Masterplans einfügt, lässt sich schwer abstreiten.
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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Mithrandir » 01.12.2015 15:17

Das sehe ich halt auch wie Cifer...da steht nicht "Es gibt ein paar langfristige MEtaplotideen aber wir werden jetzt erstmal schauen, welche wir nehmen/was gut ankommt" sondern, sinngemäß "Bisher wissen wir selber noch nicht, was/wo/wie/warum, schauen wir mal"

Für ein Setting, wo es möglichst einfach zu schreibende (weil wenig "drumherum" zu beachten) und mit potentiell "krassen Knalleffekten" versehen Abenteuer geben soll ist sowas ja auch ein legitimer Ansatz. Einen durchchoreografierten Metaplot kann man so halt nicht machen.

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Re: Workshopbericht „Der Sternenfall“ von der Dreieich

Ungelesener Beitrag von Benutzer 498 gelöscht » 01.12.2015 15:21

Noch nicht durchgeplant heisst aber auch nicht, dass es gar keine Ideen gibt. Nur halt, dass man diese noch offen hält.
Aber abgesehen davon bleibt es dennoch ein dramaturgisches Element ;-)

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