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Verpflichtungen eines Ritters ohne Lehen

Allgemeines zu Aventurien, Myranor, Uthuria, Tharun, Den Dunklen Zeiten & Co.
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Nightcrawler
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Verpflichtungen eines Ritters ohne Lehen

Ungelesener Beitrag von Nightcrawler » 06.02.2020 11:25

Da die Frage beim ersten Stellen untergegangen ist: Ist der Charakter ein Gezeichneter?
Oder wird er noch ein Zeichen erhalten, und wenn, welches?

Gerade in der 7G kann man klotzen, statt zu kleckern. Man hat mit den Höchsten des Reiches zu tun, es gibt Orden, von den AB gibt es auch andere Belohnungen (keine Ahnung, inwieweit ihr die mitgenommen habt), es gibt andere Gimmicks, die SC werden immer bekannter, bis hin zu DEN Hoffnungsträgern der zivilisierten aventurischen Welt.
Da kann man mit Respekt und Anerkennung zugeschmissen werden, bis hin zu jeder kennt und bewundert die Charaktere.
Insoweit sollten jedem stillen oder offen ausgesprochenem Geltungsbedürfnis und Wunsch nach Anerkennung nachzukommen sein, ohne irgendwas zu verbiegen, und zwar allen Charakteren gleichermaßen. Denn sie sind die Gezeichneten.
Die Adligen wenden sich noch zusätzlich eher an den Ritter, als an die anderen SC (je nachdem, was bei denen so vertreten ist), andere SC haben eher andere Ansprechpartner, je nach Situation und Umfeld.

Dieser Inquisitor, der der Anführer ist: Ist das ein NSC? Wenn ja: Warum ist ein NSC der Anführer der Gezeichneten, wenn er nicht ein SC (und Gezeichneter) ist?
Vielleicht wäre irgendwo so gar allen Spieler und Charakteren geholfen, wenn der NSC-Boss abtritt?
Er erkennt, dass die Gezeichneten viel mehr sind als er, und dass sie ihr Ding selber durchziehen müssen, weil ihre Aufgaben kosmologisch bedeutsam ist. Oder er stirbt einen Heldentod in Ysilia (potenziell mit der Möglichkeit, den SC noch sagen zu können, dass sie wichtig sind und das, was sie aus sich heraus tun, und niemanden brauchen, der sie anleitet).
So oder so haben die SC keinen Anführer mehr, der Dinge in die Hand nehmen kann, der für sie "sorgt" und sogar entlohnt und faktisch Befehlsgeber ist, sondern sie sind nun diejenigen, die ganz allein die Dinge für sich regeln müssen. Und so können sie feststellen, dass Gezeichnete zu sein Türen genauso gut öffnet wie ein Inquisitor es auch kann, dass ihnen (nicht ihnen über den Inquisitor) Respekt und Anerkennung entgegen gebracht wird, dass sie um Rat gebeten werden und bei den Besprechungen der Höchsten des Reiches hinzugezogen werden.
SIE sind die Gezeichneten, nicht die Gezeichneten, die zum Inquisitor gehören, weil er der Anführer und Dienstherr der Gezeichneten ist.
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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 06.02.2020 11:32

Na'rat hat geschrieben:
06.02.2020 09:43
Sibylla hat geschrieben:
05.02.2020 11:18
Jedenfalls sehe ich bei dem Knaben wie anfangs hier gesagt auch das Problem, dass er nur die Vorteile eines Ritters sieht, nicht aber auch die Nachteile, bzw dass er dann ein wesenlich ernsthafteres und glaubwürdigeres Spiel liefern muss.
...
Ein Lehen ist ja schön und gut, aber dass es einen gehörigen Haufen Arbeit mit sich bringt - sowohl für den Ritter als auch für den Spieler (und auch mich als SL) - das ignoriert er.
Womit wir dann wieder bei dem Hartwurstigkeitsgrad sind. Oder werden die anderen Charaktere auch so von ihren fluff- und regeltechnischen Verpflichtungen gegängelt?

Dem Spieler und Charakter zu geben was sie wollen und beiden dann einen Knüppel zwischen die Beine zu werfen scheint nicht so sinnvoll. Warum nicht einfach beiden geben was sie wollen?
Also mein lieber Na´rat - gängeln tue ich mit Sicherheit niemanden!
Ich gebe mir viel Mühe, dass jeder Spieler seine Spotlights hat. Aber wir spielen grimm & gritty in einer pseudo-mittelalterlichen Welt, das Mittelreich befindet sich im Krieg und es ist nicht alles Rosarot. Der Spieler ist seit 3 Jahren in unserer Runde.

Der Spieler spielt seit 6 Monaten einen 16jährigen Burschen, dem sein Rittervater aufgrund eigener Entscheidungen abhanden gekommen ist und meckert jede Session 10x darüber, dass er den Ritterschlag jetzt sofort haben will. Ich lege sehr viel Wert auf einen stimmigen, runden Hintergrund und eine stimmige, sehr eng am Metaplot angeglichene Welt. Er hat den Ritterschlag bekommen, so wie Bernfried ihn auch zwei Dutzend anderen Knappen in Ysilia.

Jeder Spieler kennt die Bedingungen in der Runde - Anführer Praiosgeweihter, Handeln nach den aventursichen Gesetzen, grimm & gritty, Kriegszeit, die NSCs reagieren auf die Handlungen und Worte der Charaktere.

Wer sich einen 16jährigen Knappen (!) als Char aussucht und erwartet, dass das verzogene Gör als der King gefeiert wird, muss sich nicht wundern, warum das nicht funktioniert. Der Spieler will polarisieren - ok. Aber alles hat Grenzen. Ich versuche einen Weg zu finden, wie ich ihm mit - nennt es mal didaktischen Mitteln - bewusst machen kann, dass diesem frisch gebackenen Ritter durch die normalen aventurischen Begebenheiten Grezen gesetzt werden - eben gerade ohne Ot zu stänkern, gängeln oder ihn aus der Runde zu werfen.

Nightcrawler:
Nein, die Charaktere sind nicht die Gezeichneten
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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 06.02.2020 11:38

Nightcrawler hat geschrieben:
06.02.2020 11:25

Dieser Inquisitor, der der Anführer ist: Ist das ein NSC? Wenn ja: Warum ist ein NSC der Anführer der Gezeichneten, wenn er nicht ein SC (und Gezeichneter) ist?
Vielleicht wäre irgendwo so gar allen Spieler und Charakteren geholfen, wenn der NSC-Boss abtritt?
Nightcrawler bitte entschuldige, diese Frage habe ich gerade übersehen, hier geht einiges drunter und drüber.

Nein, der Inquisitor ist kein NCS, er ist ein Spielercharakter. In der Runde ist immer quasi einer Anführer und die anderen gewissermaßen Gefolge, wenn man es so nennen man.
Wir haben einen Inquisitor, einen Ritter, einen Weißmagier aus Rommilys, einen Herold und einen Waffenknecht.
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Ungelesener Beitrag von Nightcrawler » 06.02.2020 12:00

Sibylla hat geschrieben:
06.02.2020 11:32
Nein, die Charaktere sind nicht die Gezeichneten
Ich dachte ihr würdet die 7G spielen, mit den Gezeichneten.

Könnte ein Auflösen des zahlenden Dienstherren-Gefolgsleute-Verhältnisses vielleicht für Entspannung sorgen? Wenn sich der eigene SC nicht als Lohnempfänger fühlen muss, sondern auf annähernd Augenhöhe als Ritter. Da müssten natürlich Möglichkeiten geschaffen werden, wie die SC trotzdem an Geld kommen.
Vielleicht möchte der Ritter-Spieler nicht mehr den Gefolgsmann eines anderen SC spielen? Denn offenbar ist es möglich, als SC Ansehen, Befehlsgewalt, Geld und eine starke Macht im Rücken zu haben, wie der Inquisitor zeigt.
Ein eigenes Lehen würde dies in wenn auch geringerem Maße schaffen. Ich würde das Leben allerdings nicht durch die bald folgende Invasion wieder wegnehmen. Es bietet sich vielleicht sogar an, eine Episode darum zu spielen, wie es von den SC verteidigt wird an der Seite des Ritters, der dann derjenige welcher wäre.

Er ist 16? Mit 14 beginnt die Knappschaft, vor dem 20. Tsatag bekommt man eigentlich keine Schwertleite. Das kann sich, finde ich, in Sonderfällen zwar durchaus nach unten gedreht ändern, wenn die Erfahrungen und Werte das wiederspiegeln. Ob sie das in diesem Fall tun, weiß ich nicht. 16 erscheint mir jedoch in jedem Fall als sehr jung, weil ja seine Ausbildung eigentlich nicht mal halb durch ist (auch in Bezug auf den Talentspiegel). Wenn er jedoch mit vollen Werten gestartet ist und da zusätzlich noch AP drauf kommen, kann er bei euch der jüngste Ritter Aventuriens sein, oder generell ist man mit 16 halt schon mit der Knappschaft so ziemlich durch.

Vielleicht wäre es ein Ansatz, allgemein mal in der Gruppe anzufragen, was man gerne hätte und sich eigentlich wünscht, und speziell diesen Spieler, was er gerne hätte. Vielleicht findet sich etwas, mit dem er dauerhaft zufrieden ist, und was IT machbar ist?
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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 06.02.2020 12:39

Richtig, an diesem Fall zeigt sich auch der Charakter des Spielers.

In "Die letzte SChlacht des Wolfes" gibt es nunmal die Stelle, an der Herzog Bernfried die Knappen der Knappenschule Ysilias komplett zu Rittern schlägt, damit sie bei der Verteidigung auch als Ritter und nicht als Knappen sterben. Der Knappe unserer Runde hat sich quasi vor Bernfried geworfen und "ich auch, ich auch!" gerufen.
Nun ja, die Welt und damit Bernfried reagierte entsprechend. Ich als SL fand das total blöd, aber Bernfried ist das ja egal, ob er einen mehr oder weniger die Schwertleite gibt....

Ein anderer Spieler unserer Runde sagte treffend dazu: "Hast du das jetzt echt so nötig xy?" Damit traf er eigentlich ziemlich gut meine Gedanken.

Wir spielen den Metaplot seit 1009 in der Runde durch, sind jetzt 1020. Die Runde gibt es seit 5-6 Jahren. Wir hatten damals noch mit dem SL vor mir überlegt, dass es cool wäre, die Ereignisse der 7G zu erleben, aber eben ohne dass unsere Charaktere die Gezeichneten werden. Beispiel von mir geplant: Die Gruppe wird den Untergang Ysilias mit erleben, das kann man auch als Nicht-Gezeichneter mitmachen, genauso wie die Schlacht im Schnee oder die Blutige Tobimora. Ich habe noch einige weitere Szanarien einfließen lassen, zB die Entführung Bernfrieds beim Verrat in Praske, Sumus Kate, Eine Mauer aus Stahl und Fleisch (habe ich vorgezogen, spielt eigentlich vor den Valusanischen Weiden).
Weiter werden die Charaktere nach Weidleth geschickt, um den Frieden zwischen Horas- und Mittelreich zu besiegeln. Dann geht es zum Geweihten-Konklave nach Punin. Das Magier-Konklave parallel werden sie nicht besuchen. Zum einen weil ein Inquisitor da echt nichts verloren hat, zum anderen weil das eben wirklich die Sache der Gezeichneten ist.
Von den sieben Kelchen dürfen sie zwei oder drei (muss noch entscheiden welche) holen, die Gezeichneten holen die anderen. Als Gezeichnete lasse ich die Charaktere einer anderen Runde auftreten, die ich mal vor langer Zeit hatte. Da mache ich es mir einfach und klaue Namen und Aussehen :lol:

Bis jetzt funktioniert das ganz gut. Für zwei Spieler sind die Ereignisse der aventurischen Geschichte komplett neu, die staunen regelmäßig Bauklötzchen. Die aneren sind begeistert alles aus einem anderen Blickwinkel erleben zu können, sie hatten die 7 G schon mal komplett durch.


Bei Start der Runde hatten wir zusammen überlegt, dass wir stark nach Sozialstatus spielen wollen. Es kann nicht nur eine Horne Baronssöhnchen herumlaufen, das ist unrealistisch und dämlich. Daher hatten wir als Gruppenkonsens vereinbart, dass es immer einen "Anführer" nach weißer, möglichst der Praioskirche naher Gesinnung gibt - quasi als Thema der Runde. Die anderen sind Gefolge.
Wenn unser gegenwärtiger Anführer der Praioskirche mal sterben sollte, dann wird der Ritter Gruppenführer, dann gibt es die klassische Ritterlanze. Der Spieler des verschiedenen Inquisitors sucht sich dann einen Char, der ins Gefolge passt. So hat jeder mal die Chance, über Gedeih und Verderben zu entscheiden und zu erfahren, wie sich ein hoher und ein niedriger Sozialstatus spielt.

Natürlich haben bei uns schon einige Spieler gewechselt. Bei jedem Neuzugang erklären wir dieses Konzept regelmäßig und jeder neue Spieler muss schauen, ob ihm das liegt. Erstaunlicherweise ist das für sehr viele eine Innovation und Herausforderung. Aber klar, unser Durchschnittsalter in der Runde ist 35-40, wir alle haben schon x Runden und Charaktere durch, da ist das mal echt Abwechslung.
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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 06.02.2020 12:49

Sibylla hat geschrieben:
06.02.2020 11:32
Also mein lieber Na´rat - gängeln tue ich mit Sicherheit niemanden!
Und warum bekommt der Charakter nicht einfach was er will und zwar ohne, dass da noch ein Rattenschwanz von anderen garstigen Sachen dran stecken?

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Ungelesener Beitrag von Skalde » 06.02.2020 12:49

Sibylla hat geschrieben:
06.02.2020 12:39
Wir spielen den Metaplot seit 1009 in der Runde durch, sind jetzt 1020. Die Runde gibt es seit 5-6 Jahren. Wir hatten damals noch mit dem SL vor mir überlegt, dass es cool wäre, die Ereignisse der 7G zu erleben, aber eben ohne dass unsere Charaktere die Gezeichneten werden.
Ich finde die Idee super! Leider trifft sich meine Gruppe zu selten, als das wir sowas durchziehen könnten.
Sibylla hat geschrieben:
06.02.2020 12:39
Ein anderer Spieler unserer Runde sagte treffend dazu: "Hast du das jetzt echt so nötig xy?"
Und der reagiert nicht darauf? Das muss ihm doch auffallen, wie die anderen das sehen.
Na'rat hat geschrieben:
06.02.2020 12:49
Und warum bekommt der Charakter nicht einfach was er will und zwar ohne, dass da noch ein Rattenschwanz von anderen garstigen Sachen dran stecken?
Weil die DSA und nicht Wünsch dir was spielen? Ich hätte auch gerne einen Kraftspeicher, die Chronoklassis-Formel und eine Dozentur in Brabak für meinen Magier, aber gerade letzteres würde ich erstens nicht von jetzt auf gleich und zweitens nicht ohne die damit verbundenen Nachteile haben wollen. Wo bleibt denn da der Reiz, sich auch ingame etwas zu erarbeiten?
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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 06.02.2020 12:58

Skalde hat geschrieben:
06.02.2020 12:49
Weil die DSA und nicht Wünsch dir was spielen?
Mhhh... Bei mir ist Rollenspiel immer auch Wünsch dir was.

Vielleicht hat der Spieler sich nur in der Charakterwahl vergriffen, wollte einen Pimpf spielen, sondern jemanden mit Ansehen und Stand.
Skalde hat geschrieben:
06.02.2020 12:49
Wo bleibt denn da der Reiz, sich auch ingame etwas zu erarbeiten?
Je nach Grad der Hartwurstigkeit ist derlei schwierig bis unmöglich. Könnte ein weiteres Problem sein, solche Chancen oder deren Abwesenheit nicht klar zu kommunizieren.

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Ungelesener Beitrag von Skalde » 06.02.2020 13:04

Na'rat hat geschrieben:
06.02.2020 12:58
Je nach Grad der Hartwurstigkeit ist derlei schwierig bis unmöglich.
Also da Sibylla einen Inquisitor in der Gruppe hat würde ich mal sagen, man kann da durchaus sehr hoch aufsteigen. Eine starke Begrenzung der SC sehe ich da nicht.
Na'rat hat geschrieben:
06.02.2020 12:58
Vielleicht hat der Spieler sich nur in der Charakterwahl vergriffen, wollte keinen Pimpf spielen, sondern jemanden mit Ansehen und Stand.
Joa, klingt mir auch so. Dann hätte ihm aber eventuell auffallen können, das man als Knappe nun mal der Depp vom Dienst ist, der seinem Ritter die Lanze hält, die Pferde versorgt und beim Anlegen der Rüstung hilft. Und ohne Ritter nicht mal mehr das. Vielleicht ist es ja das beste, wenn der Spieler den Charakter beim Fall Ysilias den Heldentod sterben lässt und sich etwas zu seinen Wünschen passendes baut. Evtl. mit dem Nachteil Größenwahn.
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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 06.02.2020 13:16

Na´rat das Wort "Hartwurstigkeit" bringt mich irgendwie immer zum Grinsen, ein sehr schöner Neologismus :ijw:

Er kann haben, was er will. Er hätte den Ritterschlag auch anders bekommen, in einem richtig schönen, epischen Abenteuer, nach einigen erlebten Abenteuern, von einem NSC, der den Spielern & Charakteren ans Herz gewachsen ist. Eben als richtig gelungenes Spotlight, nur für ihn extra von mir geschrieben.
So aber ist das irgendwie beliebig, stillos und irgendwie traurig.
ich persönlich finde es sehr viel schöner, wenn meine Charaktere sich richtig anstrengen müssen, denn dann bedeutet mir als Spieler das erreichte Ziel viel mehr. Es ist vergleichbar mit dem Leben & Tod eines Charakters. Die Helden sind bei uns sterblich, das weiß jeder Spieler. Wenn ich immer Heiltränke oder heilende NSCs als schützende Hand Gottes vom Himmel fallen lasse, ist das Leben und jeder Kampf beliebig. Überleben sie aber einen richtig knackigen, blutigen Kampf, bei dem jeder Spieler Schweißtropfen auf der Stirn hatte, jauchzend sie am Ende und klopfen sich gegenseitig auf die Schultern. Sie wissen, sie waren Helden.
Klar, alles muss wohl dosiert sein, nichts darf zu lange dauern oder zu oft eingesetzt werden.... naja, das ist aber eine andere Diskussion ;)

Skalde -
Nein, der Spieler nimmt das nicht wahr. Er hat hämisch gegrinst und mir gezeigt, dass er mich in seinen Augen vermeintlich ausgetrickst hat. Wr mir schon klar, dass er voll darauf anspringen wird, wir kennen uns ja nun schon viele Jahre. Das ist ein unangenehmer Wesenszug, aber wer ist denn schon vollkommen?

Der Knappe hat ziemlich gute Werte und wurde nicht als DEpp vom Dienst behandelt. Es ist ihm aber erst nach der Erstellung aufgefallen, dass das Alter bei den NSCs nicht so toll ankommt und auch ein adeliger Teenager nunmal nur ein Teenager ist und zB in einem Kriegsrat mit Bernfried, Brin und Ayla nicht so viel zu sagen hat. Da kommt der Inquisitor zu Worte (Gruppenanführer), da wurde der Waffenknecht befragt (hat ausgekundschaftet), die Sonnenlegionärin (sehr gut in Kriegskunst), der Weißmagier (kann die magische Stärke des Feindes einschätzen). Der Knappe ist in dieser Szene nunmal aber gewissermaßen übergangen worden, weil er erst dei NSCs dämlich angeranzt hat, sich als verzogenes Gör aufgespielt hat und nur auf Dicke ****gemacht hat.

Was soll ich denn als Sl dann machen? Ihn ingame streicheln? Neeeeee, so unglaubwürdig werde ich nicht die wichtigsten NSCs der Borbaradkrise agieren lassen. Eher werfe ich als SL das Handtuch
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Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 06.02.2020 13:29

Outgame: wie viele Spieler seid ihr denn? Du bist doch als Meisterin nicht allein mit dem Problem. Kannst du dir nicht von den anderen helfen lassen?

Ingamelösungen für Outgameschwierigkeiten finde ich ebenfalls nicht zielführend.

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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 06.02.2020 13:31

Grakhvaloth hat geschrieben:
06.02.2020 13:29
Outgame: wie viele Spieler seid ihr denn? Du bist doch als Meisterin nicht allein mit dem Problem. Kannst du dir nicht von den anderen helfen lassen?
5 Spieler plus ich als SL.
Also 5 Charaktere, ich habe noch einen NSC dabei-
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 06.02.2020 13:33

Sibylla hat geschrieben:
06.02.2020 13:16
Nein, der Spieler nimmt das nicht wahr. Er hat hämisch gegrinst und mir gezeigt, dass er mich in seinen Augen vermeintlich ausgetrickst hat
Boah, so einer wäre bei mir ja die längste Zeit in der Runde gewesen. Hut ab, dass du das aushältst.
Sibylla hat geschrieben:
06.02.2020 13:16
Der Knappe hat ziemlich gute Werte und wurde nicht als DEpp vom Dienst behandelt.
Hätte ihm vielleicht gut getan. Wenn ihr immer einen Anführer in der Gruppe habt - hat der jemals zu verstehen gegeben, dass er das gerne sein würde?

Ich finde übrigens, du hast ihn beim Kriegsrat genau richtig behandelt. Da stehen einige der mächtigsten Männer und Frauen Aventuriens zusammen - warum sollten sie auf einen verzogenen Teenie überhaupt achten?
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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 06.02.2020 13:48

Skalde hat geschrieben:
06.02.2020 13:33

Boah, so einer wäre bei mir ja die längste Zeit in der Runde gewesen. Hut ab, dass du das aushältst.
Tue ich ja nicht mehr, daher ja mein Hilferuf an euch. :(

Letzten Samstag habe ich die Runde nach 30 min rausgeworfen und gesagt, sie sollen sich einen anderen Idioten suchen der leitet. Dabei ist das dämliches Zickengehabe von mir, die anderen Spieler haben sich ja nichts zu Schulden kommen lassen.

Hintergrund:
ich hatte vor 3 Wochen allen gesagt, sie sollen mir bitte auf einen Zettel aufschreiben, was ihre Charaktere am Körper tragen - nicht die Unzerwäsche, die Socken und die Stiefen, aber eben alles, was relevat sein kann, wenn man in einer belagerten Stadt durch einen Fluchttunnel das Weite sucht. Alles andere, was nicht auf dem Zettel steht, ist dann ja auch unwiderbringlich verloren.

Nun gab es schon mal eine ewige Debatte, dass der Spieler für seinen Charakter einen Siegelring haben will. Den hatte er aber nicht von seiner Familie bekommen, basta. Er wurde nicht als persönlicher Besitz angelegt, nicht angespielt, dass er mal zuhause vorbei reitet und einen haben will, Ende aus. Als er also nachträglich einen haben wollte, sagte ich, das geht nicht, kann er nicht nachträglich definieren, dass das Ding plötzlich nach 6 Monaten Spiel ot und 1 Jahr it an seinem Finger steckt oder vom Himmel fällt.
Nun hatte der Spieler letzten Samstag noch mal den Zettel sehen wollen und den Siegelring quasi vor meinen Augen mit der Begründung "ein anderer Spieler habe ihm gesagt, dass ihm wohl ein Siegelring zustehen würde" einfach dazu geschrieben.

Und da ist mir eben die Hutschnur durchgeknallt.
a) wie im Schulunterricht gegen Ansage des Lehrers bei der Klassenarbeit noch was dazu schreiben??? das ist ein erwachsener Mann von 37 Jahren
b) meine Autorität als SL so dermaßen mit den Füßen treten???
c) ich habe den Spieler, der da angeblich was gesagt haben soll, gefragt, dessen Worte wurden extrem verdreht.


XXXXXXXXX
Lange Rede kurzer Sinn:
Was soll ich denn nun machen? ich mag die Runde nicht schmeißen, ich mag mit ihm aber auch nicht reden. Ich bin des Redens einfach müde, ich will einfach nur Spaß haben und spielen.
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 06.02.2020 13:57

Sibylla hat geschrieben:
06.02.2020 13:48
Dabei ist das dämliches Zickengehabe von mir, die anderen Spieler haben sich ja nichts zu Schulden kommen lassen.
Nein. Das ist nicht dämlich von dir, das ist mehr als verständlich. Klar, die anderen können nichts dafür, aber so ein Verhalten wäre bereits für einen 16-Jährigen peinlich - dass der Spieler 37 ist, machts nochmal alberner.

Meine 2 Cent: Der testet einfach nur deine Grenzen aus und scheint nicht akzeptieren zu wollen, dass du als SL das letzte Wort hast. So jemand ist einfach nicht teamfähig. Der sieht die Gruppe als Möglichkeit, sein Ding durchzuziehen, ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn er sich entgegen deiner Anweisung einen Ausrüstungsgegenstand zulegt, der einfach nicht vorhanden sein kann, dann zeugt das davon, dass er das "Wir spielen gemeinsam und nicht gegeneinander"-Prinzip innerlich schon längst aufgegeben hat.

Was sagen eigentlich deine anderen Mitspieler dazu, dass der jetzt schon fast den zweiten SL verschlissen hat?
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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 06.02.2020 14:01

Skalde hat geschrieben:
06.02.2020 13:57

Was sagen eigentlich deine anderen Mitspieler dazu, dass der jetzt schon fast den zweiten SL verschlissen hat?
Der Ex-SL ist als Spieler dabei, von ihm bekomme ich absolutes Verständnis. Er gibt aber auch zu, dass er nicht sich es nicht zutraut, den Spieler in die Schranken zu weisen.
Ein Spieler ist absout neu, der kennt die Problematik nicht.
Einer schweigt immer nur und schüttelt den Kopf.
Einer hat mich vorgestern am Telefon bekniet, den Delinquenten nicht aus der Runde zu werfen, sondern es noch mal mit Didaktik zu probieren. Er ist Lehrer, vielleicht liegt es daran ;)
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 06.02.2020 14:10

Dann setz dich mal mit dem Lehrer, dem Ex-SL und dem Kopfschüttler zusammen und überleg dir, wie ihr weitermachen wollt. Frag vielleicht auch mal den Neuling, wie er als gerade erst Dazugekommener die Sache wahrnimmt - es kann ihm ja schlecht entgangen sein, dass der Spieler sich so absolut daneben benimmt. Und dann, wenn der nächste Abend ansteht, fangt ihr nicht sofort zu spielen an, sondern sagt ihm erst mal, dass es so nicht geht. Macht es zusammen und sprecht verteilt, dann trauen sich auch alle eher, was zu sagen. Der Ex-SL soll ihm sagen, dass er seinetwegen hingeschmissen hat und dass du kurz davorstehst, es auch zu tun. Und dass keiner von euch mehr spaß am Spiel hat, weil er sich wie die Axt im Walde aufführt. Und vor allem: Dass es seine letzte Chance ist, bevor er aus der Gruppe fliegt. Da müsst ihr dann aber auch konsequent sein.

Ich weiß echt nicht, wie man so jemanden so lange in der Gruppe dulden kann. Du hast ihm ein ganzes Rittergut entworfen, damit er den Traum seines Charakters verwirklichen kann, stellst gefühlt jede Woche im Forum Fragen, um deine Abenteuer besser auszugestalten, hängst dich richtig rein - und er zieht in einer Tour sowas ab? Das ist derartig schäbig, dass mir echt nichts mehr einfällt.

Edit:
Sibylla hat geschrieben:
06.02.2020 13:48
Letzten Samstag habe ich die Runde nach 30 min rausgeworfen und gesagt, sie sollen sich einen anderen Idioten suchen der leitet.
Wie hat er eigentlich darauf reagiert? Dämmert ihm zumindest ein bisschen, dass das seine Schuld war?
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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 06.02.2020 14:35

Skalde hat geschrieben:
06.02.2020 14:10
Wie hat er eigentlich darauf reagiert? Dämmert ihm zumindest ein bisschen, dass das seine Schuld war?
Ich glaube nicht. Aber ich muss auch zugeben, dass ich so sauer und enttäuscht war, dass ich ihm nicht ins Gesicht blicken konnte, sondern nur schweigend meine Sachen zusammen gepackt habe, während sich alle verabschiedet haben
Ich denke ich muss ihm nahelegen, dass er sich eine andere Runde sucht. Unser Spielstil passt einfach nicht zusammen
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Skalde
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 06.02.2020 14:39

Sibylla hat geschrieben:
06.02.2020 14:35
Ich denke ich muss ihm nahelegen, dass er sich eine andere Runde sucht.
Ja, das fürchte ich auch. Wenn ihr es so oft versucht habt, weiß ich auch nicht, wie er es noch verstehen soll.
Sibylla hat geschrieben:
06.02.2020 14:35
Unser Spielstil passt einfach nicht zusammen
Das ist keine Frage des Spielstils, sondern mangelnder Empathie und Kompromissbereitschaft. Wenn er nichts an seinem Verhalten ändert, wird er in anderen Runden genau die gleichen Probleme haben.
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Ungelesener Beitrag von Gerwulf_Treublatt » 06.02.2020 14:44

Ich habe mir das alles durchgelesen und schließe mich der Meinung von Skalde an. Das liegt nicht am Spielstil, sondern daran dass er ein Trampel ist. Besser ein Ende mit Schrecken, sonst geht noch die ganze Runde kaputt und das wäre schade.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 06.02.2020 14:46

@Sibylla: Da hilft wohl nur die ruhige, klare Ansage: "Wir haben drüber gesprochen, ich hab ja/nein/rot/blau gesagt, Thema erledigt, weiterspielen." Nicht wieder und wieder argumentieren oder eskalieren, einfach nach Hören seiner Meinung und der der anderen entscheiden und Ende. SpielLeitung.
Der Aufreisser darf sich seine willigen Schankmaiden erspielen, der Goldgierige nach spannender Suche die Goldmünzen in der Kiste finden und der Dramadiva seinen 5min-Nervenzusammenbruch kriegen, weil er schon wieder getötet hat und das doch gar nicht mehr wollte und überhaupt alles so schrecklich... aber die SL hat das letzte Wort. Wer das nicht akzeptiert, muss die Konsequenz ziehen.
Anders als bei einem positiven OT-Feedback-Gespräch ("Was mich an Dir immer tierisch annervt...") wird dich die Gruppe bei so einem Vorgehen auch aktiv unterstützen. Ihr wollt schliesslich alle spielen und Spaß haben. Und wenn Du dich weigerst zu eskalieren, sondern einfach weiterdrehst ohne ihn zu piesacken, besteht die Chance, dass er seinen Spaß auch wiederfindet.
Der olle Siegelring ist dann eben auch nichts, was er ganz dringend gebraucht hätte, sonst hat er hinterher nur das Gefühl, das er 'verloren' hat. Da er selber nichts siegeln muss, fragt nie wer nach dem Teil, bis er sein Lehen (und damit ein neues Siegel) kriegt. Gib ihm einfach was zu tun... (Kinder/die Klasse/die Truppe muss beschäftigt werden 8-) ).
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 06.02.2020 14:51

Jadoran hat geschrieben:
06.02.2020 14:46
Da hilft wohl nur die ruhige, klare Ansage: "Wir haben drüber gesprochen, ich hab ja/nein/rot/blau gesagt, Thema erledigt, weiterspielen."
Wenn ich die Posts von Sibylla richtig deute, hat sie es damit wohl schon häufig versucht, ohne einen Lerneffekt zu erzielen. Das klappt m. E. nur, wenn der Spieler auch gewillt ist, sich seine Fehler bzw. Übertretungen zeigen zu lassen. Die Bereitschaft sehe ich hier einfach nicht im Geringsten, sonst hätte ich nicht zum Rausschmiss geraten.
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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 06.02.2020 16:32

Jadoran hat geschrieben:
06.02.2020 14:46
@Sibylla: Da hilft wohl nur die ruhige, klare Ansage: "Wir haben drüber gesprochen, ich hab ja/nein/rot/blau gesagt, Thema erledigt, weiterspielen." Nicht wieder und wieder argumentieren oder eskalieren, einfach nach Hören seiner Meinung und der der anderen entscheiden und Ende. SpielLeitung.
Ich werde heute Abend ein letztes Mal mit ihm telefonieren. Wenn er sich für die Dreistigkeit entschuldigt und versteht, warum er Mist gebaut hat, dann gibt es eine klare Ansage, dass ich dieses nicht noch einmal dulde. Wenn nicht, ist wohl wieder ein Platz frei.

Dein Post hat mir gerade vor Augen geführt, dass ich ganz viele Nerven für genau diese Art des Umgangs aufbringen muss. Die habe ich neben Job und KInd eigentlich nicht. Und wir verbringen 2x im Monat ca 2 Stunden miteinander - da ist für mich ein angenehmer Umgangston und eine freundschaftliche Spielweise eigentlich Voraussetzung. Aber durch unsere private Freundschaft habe ich meine eigenen Maßstäbe irgendwie außer Acht gelassen und zugunsten der Freundschaft zurück gesteckt.

Ihr Lieben,
Danke von Herzen für eure Ratschläge und auch fürs "Zuhören". Das hat mir echt gut getan. Das Forum hier ist nicht nur für Regelfragen wichtig, sondern auch für Ratschläge bezüglich der zwischenmenschlichen Probleme, die in Runden entstehen können.
Danke"!!
LG,
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 07.02.2020 00:24

Ich will dich ja ungern aus deiner Dankbarkeit für das Forum reißen,@Sibylla, aber ich sehe hier eingiges anders als andere Poster.

Erstmal: Wenn du es nicht mit ihm aushälst beim Rollenspiel, dann solltest du dich von ihm trennen bzw. sollte die Gruppe das tun. Rollenspiel soll Spaß machen. Es soll uns einen Ausgleich vom stressigen Alltag mit Arbeit/Ausbildung/Kind/wasauchimmer geben. Ganz offensichtlich ist es das für dich gerade nicht. Wegen einem Siegelring so auszurasten... also bei uns haben alle Adligen immer einen Siegelring, egal ob der im Inventar steht oder nicht. Klar, wenn sie direkt aufgefordert wurden, aufzuschreiben, was sie bei sich haben... den Ring trägt man nicht immer am Finger. Aber ich hätte deswegen keine Diskussion angefangen. Ich schätze, du unter anderen Umständen auch nicht. Ich glaube, du stehst da gerade enorm unter Spannung. Das ist echt ne blöde Situation. Rollenspiel sollte Spaß machen. Es sollte dir Spaß machen! Aber es sollte auch diesem Spieler Spaß machen. Und ich glaube, hier habt ihr einfach im selben Hobby sehr verschiedene Aspekte, die euch Spaß machen.

Soweit ich das hier rauslese macht dir Spaß:
- Charentwicklung
- realistische Darstellung der Welt
Scheinbar macht das auch den anderen Spielern Spaß (mir auch). Ihr spielt das. Ihr habt Spaß.

Soweit ich hier rauslese macht ihm Spaß:
- King zu sein
Er ist unzufrieden, weil er das nicht sein darf.

Jetzt gibt es immer wieder Konflikte. Du versuchst diese Konflikte zu lösen, indem du ihm immer wieder erklärst, dass er jetzt nicht haben könne, was er haben will. Du vertröstest ihn auf später.
Im Prinzip... machst du Charentwicklungspläne mit bzw. für ihn - was dir Spaß macht, ihm ber nicht. Er hofft nur, dass diese Charentwicklung ihn irgendwann dahin bringt, den King raushängen lassen zu können. Er redet davon, Ritter sein zu wollen oder Geweihter oder sonst was. Eigentlich ist es aber doch wahrscheinlich egal, was sein Char ist. Er würde für immer glücklich einen Knappen spielen, wenn Aventurien sich vor seinem Knappen verneigt. Du verwehrst ihm das, was er will und bietest ihm dafür das, was du willst. Das klappt natürlich nicht.
Sicher versuchst du, die Konflikte zu lösen. Aber dabei behandelst du ihn wie ein Kind, willst ihn erziehen. Wie versuchst du das? Mit Zuckerbrot und Peitsche. Ich mag jetzt wie ein moderner und idealisierter Erziehungsratgeber klingen, aber versuch doch mal, seine Bedürfnisse zu respektieren. Nicht nur sie zu sehen, sondern sie auch zu respektieren. Das ist ein Unterschied.

Ich versuche mich mal an einer Analogie.
Stell dir vor, du liebst es zu wandern. Du bist gerne in der Natur, liebst die Ruhe in Wäldern und Bergen und die körperliche Anstrengung auch - halt das Gefühl, etwas geschafft zu haben.
Dein Kumpel findet Wanderungen öde und anstrengend. Er chillt lieber am Strand. Am liebsten mit vielen Freunden, lauter Mucke und n paar Bierchen.

Jetzt überredest du ihn, mit dir eine Wandertour zu machen Richtung Meer. Er will ans Meer, er kommt mit. Aber den ganzen Weg über jammert er rum, dass ihm langweilig sei und ihm die Füße weh tun und wann ihr denn endlich da seid. Das nervt dich. Natürlich. Du denkst: Der Weg ist doch das Ziel! Aber er will nur am Ziel sein.

Wie würdest du in so einer Situation vorgehen?

Würdest du
a) Beschließen, nie wieder mit diesem Kumpel Urlaub zu machen, weil ihr einfach zu verschiedene Dinge wollt?
b) Den nächsten Urlaub so planen, dass ihr nur kurze Etappen wandert und zwischendurch Badetage an Seen einlegt?
c) Den nächsten Urlaub am Meer planen und während er am Stand chillt ab und zu ohne ihn auf Wattwanderung gehen?
d) Ihn immer wieder auf Wandertour mitschleifen in der Hoffnung, dass er irgendwann lernt, richtig Urlaub zu machen... also auf deine Art?

Ich finde, wandern zu gehen und am Strad zu chillen sollten als gleichwertige Urlaubsgestaltung angesehen werden. Jedem das seine.
Ich finde, Charakterentwicklung bei realistischem Hintergrund und das Bedürfnis, King zu sein, sollten als gleichwertige Rollenspielmotivation angesehen werden. Jedem das seine.

Es gibt viele Rollenspieler, die auch oder v.a. darum Rollenspiel betreiben, weil sie in dieser imaginären Welt halt mal die geilsten und größten und coolsten und schönsten und stärksten und was auch immer alles im Superlativ sein können. Das ist ein völlig legitimer Wunsch. Ich kenne einige solcher Spieler, habe lange mit solchen gespielt und fand das oft sehr sehr anstrengend - weil es eben nicht meine Motivation ist. Ich denke mir gerne Charaktere aus, entwickle sie weiter, spiele am liebsten Startcharaktere ohne extra AP über lange Zeit hoch - oder immer wieder neue Startcharaktere die quasi nichts können und nur banalen Scheiß erleben (weil sie Kämpfe gegen Orks nicht überleben würden, geschweigedenn einen Drachenangriff). Es gab eine Zeit, in der ich mich erhaben fühlte über andere Spieler, die mehr aufs Ausmaxen ihrer Werte bzw. die krassesten Wertekombinationen fixiert waren und erst recht über die, die nur Gegner schnetzeln wollten. Ich war eine gute Rollenspielerin und die anderen haben es halt nicht richtig gemacht. Die haben den wahren Geist des Rollenspiels nicht begriffen.
Das ist aber Humbug. Inzischen weiß ich: Es gibt einfach verschiedene Motivationen, Rollenspiel zu betreiben und keine ist besser als die andere. Diese Motivationen beeinflussen unser Spielverhalten. Es gibt verschiedene Spielertypen: Ich bin Method Actor oder auch Role-Player. Du vermutlich auch, vielleicht auch mehr Storyteller. Beides geht meist gut Hand in Hand. Aber es gibt eben auch Powergamer und Buttkicker (https://de.wikipedia.org/wiki/Rollenspieltheorie). Das sind genauso "gute" Rollenspieler wie wir. Sie passen nur nicht immer gut zu uns.

Wenn sich in einer Gruppe zeigt, dass Spieler verschiedene Wünsche haben, dann bringt es nichts, abweichende Spieler umzuerziehen. Dann sollte man schauen, ob man alle Wünsche vereinen kann oder nicht. Ja, viele Pen-and-Paper-Rollenspieler fangen als Buttkicker und/oder Powergamer an, weil sie vorher eher PC-Rollenspiele gespielt haben, wo das Kämpfen und Leveln im Vorderund steht und man halt der größte Held von allen ist. Einige lernen irgendwann, dass Pen-and-Paper mehr zu bieten hat und stellen fest, dass sie das auch toll finden, vielleicht sogar noch toller. Andere nicht. Dein Freund spielt schon so lange mit euch und eurem Spielstil. Der wird sich nicht mehr ändern. Nicht in seinen Wünschen. Aber vielleicht in seinem Verhalten, wenn er seine Wünsche erfüllt bekommt.

Wenn du und/oder der Rest der Gruppe es nicht mit eurem Bedürfnis nach einer stimmigen Hintergrundwelt vereinen könnt, diesem Spieler regelmäßig die Möglichkeit zu geben, der coolste/stärkste/angesehenste Dude im Raum zu sein, dann werft ihn raus. Am besten mit der ehrlich lieb gemeinten Empfehlung, sich eine Gruppe zu suchen, die mehr seinen Wünschen nach spielt.

Wenn du damit leben könntest, dass ein stimmiger Hintergrund nicht das oberste Kredo eurer Gruppe sein muss oder dir eine Möglichkeit einfällt, ihn innerhalb deines stimmigen Hintergrundes regelmäßig der coolste/stärkste/angesehenste Dude im Raum sein zu lassen, dann könnt ihr vielleicht zusammen weiter spielen und habt beide Spaß dabei. Das wäre doch eigentlich der optimalste Fall, oder?

Probier es doch mal. Was hast du zu verlieren? Gib ihm das Lehen, oder erstmal nur einen Diener/Knappen oder halt irgendwas unter ihm. Streichle sein Ego durch NSC-Reaktionen von NSC, die halt ganz klar unter ihm stehen. Bei einem Ritter sollte es genug NSC geben, die völlig realistisch und sehr deutlich Unterwürfigkeit demonstrieren. Vielleicht befriedigt das seine Wünsche. Vielleicht wird er euch dann auch alle viel weniger mit seinem Drang nach Aufmerksamkeit und daraus resultierend unangebrachtem Verhalten nerven - weil der Drang dann nicht mehr so stark ist, der Wunsch schon befriedigt.
Zuletzt geändert von Advocatus Diaboli am 07.02.2020 14:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 07.02.2020 00:40

@Advocatus Diaboli Wie oben gesagt: Das Problem hier war längst nicht mehr, dass unterschiedliche Vorstellungen vom Rollenspiel vorliegen. Bei unterschiedlichen Vorstellungen kann man Kompromisse finden und das hat Sibylla ja auch versucht. Aber so wie ich das aus ihren Beiträgen herauslese hat der Spieler nicht einfach andere Vorstellungen, sondern führt sich kindisch auf, verdirbt allen anderen den Spaß und ist offenbar nicht in der Lage oder willens, sein Fehlverhalten einzusehen, geschweige denn zu korrigieren. Um einen Kompromiss zu finden müssen beide Seiten erst mal zu Abstrichen bereit sein, und das scheint hier einfach nicht gegeben.

@Sibylla: Machen wir doch gerne. :cookie: Ich hoffe, deine Runde hat bald wieder (auf die ein oder andere Weise) unbeschwerte Spielabende.
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 07.02.2020 01:34

Und ich sage, es gab hier nie Kompromisse, nur missglückte Umerziehung. Vielleicht irre ich mich ja, aber nach allem, was ich gelesen habe, hat Sibylle nie versucht, dem Spieler wirklich das zu geben, was ihn glücklich macht. Sie hat immer nur versucht, ihm zu geben, was sie selbst glücklich machen würde - sicherlich inspiriert durch Dinge, die er behauptet hat zu wollen, vielleicht auch dachte, sie zu wollen. Aber nichts davon brachte ihm wirklich das gewünschte Spielgefühl. Es kommt ja immer gleich ein ABER. Ja, du kannst Ritter werden, ABER denk auch an die Pflichten. Ja, du kannst ein Lehen haben, ABER denk auch an die Pflichten. Das will er ABER nicht und das muss er doch auch gar nicht wollen. Da wird viel Anstrengung unternommen, ihn klein zu halten. Ich nenne das gängeln. Es wird schon lange gegen ihn gespielt. Statt ihn zu fragen, was er denn will für seinen Char und ihm das für später in Aussicht zu stellen, sollte man fragen, warum er das will.

Ich sage, sein Fehlverhalten existiert v.a. in der Wahrnehmung der anderen Spieler. Seine so genannten Fehler sind unangebrachtes Rollenspiel - was immer Ansichtssache ist - und Unzufriedenheit mit der Mühe, die Sibylle in Pläne steckt, die nur ihr Spaß machen und nicht ihm. Das ist kein Fehlverhalten, was ihm anzulasten ist, sondern ein Systemproblem.

Ich sage, nicht er sollte irgendein Fehlverhalten einsehen, sondern Sibylla soll einsehen, dass er gut ist, wie er ist und sich nicht ändern braucht und nicht ändern wird. Er brauch nur endlich das zum Spielen, was ihn glücklich macht. Entweder lässt sich das in diese Runde integrieren, oder in eine andere. Es gibt genug Runden, die genau so spielen, wie er das mag.

Ich will hier nicht Sibylle oder den Rest der Gruppe an den Pranger stellen! Ganz sicher war sie bemüht, ihn zufrieden zu stellen und ganz sicher ist der Typ kein Unschuldslamm. Aber hier wurde jetzt so viel auf ihm rum gehakt (von einer frustrierten Sybille, aber auch von unbeteiligten Postern), da hatte ich das Bedürfnis, ihn in Schutz zu nehmen. Ich glaube, er hat nicht mehr verbrochen als schlecht darin zu sein, seine wirklich Wünsche zu artikulieren. Vielleicht auch darin, die Wünsche anderer zu verstehen. Darin sind viele schlecht.

Ich hoffe, dass meine Anregungen, mal etwas anderes zu versuchen als bisher und mal wirklich einen echten Kompromiss zu suchen, zu einer tatsächlichen Änderung des Umgangs in der Gruppe führen könnten. Falls das nicht klappt, kann man sich immer noch trennen.
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Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 07.02.2020 09:29

Ich finde es auch kritisch, von außen mit nur einer Perspektive einen Ratschlag wie „Werft ihn raus!“ zu geben. Wenn ich eines über zwischenmenschliche Konflikte weiß, dann doch, dass es eigentlich nie nur eine Betrachtungsweise gibt. Was @Sibylla sagt klingt total plausibel und nachvollziehbar (zumal ich auch eher ihrem Spielstil zuneige, glaube ich), aber ich würde mir höchstens allgemeine Vorschläge zutrauen, so wie „Outgameprobleme nicht Ingame lösen!“ oder wie @Jadoran sagte: „Konsequent bleiben!“ Alles andere geht mMn zu weit.


Sybilla muss selbst wissen, ob/wann das Maß voll ist.

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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 07.02.2020 09:31

Lieber Advocatur Diavoli, ganz sicher versuche ich keinen Spieler zu erziehen. Meine dreijährige Tochter ist da schon genug Projekt. Wir alle in meiner Runde sind zum einen vieeeeeel zu alt, um noch erzogen zu werden und zum anderen wäre das dann auch die Aufgabe der entsprechenden Partnerinnen oder Ehefrauen der Spieler - falls die Damen so naiv wären zu glauben, dass Frau einen erwachsenen Mann erziehen kann :P

Wie ich oben geschrieben habe: wir spielen 2x im Monat jeweils 12 Stunden - das ist wesentlich länger und öfters, als die meisten Runden berufstätiger Spieler zusammen kommen. Da erwarte ich, dass Harmonie herrscht. Ein "Runde vs SL oder SL vs Runde" finde ich anstrengend und unschön. Wir spielen miteinander, ich biete meinen Spielern eine Plattform, auf der sie ihre Kreativität und Fantasie austoben können. Aber nicht freu nach Schnauze, sondern innerhalb bestimmter Parameter, die allen Spielern als "Gruppenvertrag" vorgegeben sind. Ein "Gruppenvertrag" ist meiner Ansicht nach notwendig, damit alle die Skills kennen, die zu einem harmonischen Spiel führen. Das hatte der SL vor mir bei Gruppengründung vor 5-6 Jahren eingeführt und ich habe das selbstverständlich weitergeführt, da ich mich da auch als SL an den Gruppenvertrag halten muss. Das Spiel ist je beidseitig.
Wenn ein Spieler auf die Idee käme, einen Geweihten aus Lust und Laune zu killen, hat er für diese Schwachsinnsidee die Konsequenzen zu tragen - entsprechend muss ich die NSCs reagieren lassen. Aber wenn die Gruppe eine vergleichbare Situation beobachtet oder zugetragen bekommt, muss die Reaktion der NSCs und die Konseqenzen für den Mörder-NSC gleichermaßen sein.

Kein Spieler sollte sich in einer Runde anmaßen, dass für ihn andere Regeln gelten, als für die anderen Spieler. Aber das trifft deine Formulierung, dass uns eben andere Dinge als ihm Spaß machen, ja ganz gut.

____
Edit:
Telefonat ausgeführt. Nahegelegt, dass er sich eine andere Runde sucht, zB "Bier&Brezel"-DSA oder high fantasy DnD . Er hat beteuert, dass er am Samstag nicht absichtlich versucht hatte zu tricksen und auch nicht absichtlich meine Autorität als SL untergraben wollte. Und sich ehrlich entschuldigt und Besserung gelobt. Er will sich jetzt viel mehr Mühe zum ernsten, charaktergetreuen Spiel geben.
Wir probieren es also weiter. Aber ich glaube, ich werde ihm jetzt kein Lehen geben, er soll jetzt erstmal ein überzeugendes Spiel als 6jähriger Ritter abgeben. :rolleyes:
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 07.02.2020 15:14

Und das ist keine Erziehung, @Sibylla? Was ist es denn dann? Du hast immer wieder von ihm gefordert, sich zu ändern. Jetzt tust du das wieder. Du sagst, "er soll jetzt erstmal ein überzeugendes Spiel als 16-jähriger Ritter abgeben". Das ist eine Forderung. Du drohst, ihn raus zu werfen. Das ist die Peitsche. Du stellst ihm ein Lehen oder sowas in Aussicht. Das ist Zuckerbrot. Du hast aber scheinbar nicht vor, dein Verhalten an seine Bedürfnisse anzupassen?

Für keinen Spieler sollen andere Regeln gelten als für die anderen Spieler. Da stimme ich dir zu. Aber gleiche Regeln heißt nicht zwingend gleiche Behandlung. Als SL baue ich doch Abenteuer auf die Fähigkeiten der SC um: Ich schaue, was die SC gut können und dann wird für den Wildnischar ein Wurf auf Wildnisleben/Fährtensuchen eingebaut. Oder der Wurf kommt raus aus dem Abenteuer oder ein Wildnischar-NSC rein, falls die Grupper selber keinen hat. Abenteuer so zu planen, ist glaube allgemein angesehenes SL-Ideal. Jedem sein Spotlight geben und so.
Aber leider noch zu selten wird daran gedacht, Abenteuer auf die Spieler als OT-Menschen anzupassen. Was hindert dich daran, dem Spieler seinen Spotlight zu geben, indem sein SC von unwichtigen NSC bewundert wird oder er diese herumkommandieren kann? Ist dir diese Vorstellung so zuwider? Findest du, der Spieler hat so eine Behandlung nicht verdient? Warum muss man sich im Hobby Dinge verdienen? Da kann doch nur ein Erziehungsgedanke dahinter stehen.

Du sprichst von eurem Gruppenvertrag und was ihr wollt - und meinst damit dich und den ehemaligen SL und vllt. noch den Kopfschüttlerspieler. Der Ritter-Spieler will das ja ganz offensichtlich nicht. Vielleicht behauptet er, das auch zu wollen. Vielleicht will er es wollen, weil er zur Gruppe dazugehören will. Ihr scheint euch ja OT sehr zu mögen. Ich schätze, er wird sich jetzt eine Weile Mühe geben. Langfristig werdet ihr aber vermutlich wieder die gleichen Probleme haben. Er wird sich nicht ändern, wenn du dich nicht änderst. Klar, eine konsequnte Bestrafung von nichtcharaktertreuem Spiel wäre auch eine Änderung deines Verhaltens. Das kann dauerhaft sein Verhalten ändern. Aber das ist Erziehung. Das ist auch Gängelung, meiner Meinung nach. Wer definierten charaktertreues Spiel bei seinem Charakter? Du? Der Gruppenkonsens? Die Regelwerke?
Regeln sind dazu da, dass man nachdenkt bevor man sie bricht.

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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 07.02.2020 15:51

Korrekt, das ist Zuckerbrot und Peitsche. Wenn er künftig so spielt/ sich verhält, dass er keinen Streit mehr zwischen mir + ihm verursacht oder einem anderen Spieler + ihm, dann kann er bleiben. Wenn nicht, ist er raus. Es gibt nunmal Spielstile, die schwer miteinander funktionieren

Wie bereits hier betont, einen SL hat er schon dazu gebracht, dass wegen ihm der SL keine Lust mehr aufs Leiten hatte. Jetzt stand ich kurz davor. Um es mit einem Sprichwort der Vulkanier platt zu sagen: "Das Wohl mehrerer wiegt mehr als das Wohl eines Einzelnen". So werde ich es jetzt handhaben - wegen einem Spieler, der beständig polarisieren, Streit suchen und jegliche noch so kleine Ansage des SL in Frage stellen wird, werde ich nicht den Spielspaß von 5 anderen Leuten am Tisch ruinieren.
Und wenn ihm das nicht passt, kann er gerne seinen Hut nehmen und gehen. Dann sehen wir uns halt beim nächsten Kindergeburtstag oder beim Ausflug beider Familien, aber nicht mehr bei DSA.
LG,
Sibylla

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