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Verpflichtungen eines Ritters ohne Lehen

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Sibylla
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Verpflichtungen eines Ritters ohne Lehen

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 02.02.2020 18:18

Ihr Lieben,

ich brauche eure Hilfe, ich habe eine knifflige Fragestellung:

In meiner Runde hat ein Spieler einen Knappen gespielt und ständig darauf gepocht, dass er unbedingt den Ritterschlag haben möchte. Alle Spieler ot und alle Charaktere it haben ihm / seinem Knappen versucht zu erklären, dass das nicht so benefits mit sich bringt, sondern auch Pflichten. Und sein Leben nicht einfacher macht. Nun hat es sich so ergeben, dass er den Ritterschlag tatsächlich bekommen hat.

Wir spielen 1020, die Eroberung von Ysilia steht direkt vor der Tür. Die Gruppe wird von einem praiosgeweihten Inquisitor angeführt, bei denen die Charaktere in Lohn und Brot stehen. Der frisch gebackene Ritter hat letztes Mal gleich eine kräftige Gehaltserhöhung gefordert, die er nicht bekommen hat - auch die Mittel eines Inquisitors sind ja nicht unendlich.

Der Ritter stammt aus der hintersten Provinz der Edelgrafschaft Perricum, ist der drittgeborene, sein Geschlecht ist ohne jegliche Bedeutung. Er hat kein Lehen, keine anderen Einkünfte.

Nun meine Frage: wie kann ich ihm mitgeben, dass er gewissermaßen jenseits der Ordnung steht, da er ja keinen Lehnsgeber hat. Er spielt sich nun auf, als wäre er der King - was unangenehm am Tisch ist. ich möcte ihm einen Dämpfer verpassen, ohne ihn zu schickanieren.
Fallen euch ein paar Ideen ein, wie ich das machen kann?
LG,
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Jeordam
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Verpflichtungen eines Ritters ohne Lehen

Ungelesener Beitrag von Jeordam » 02.02.2020 18:40

Kein Lehen, keine Verpflichtungen. Kein Lehen, kein Einkommen. Kein Lehen, kein Schutzverpflichteter. Das ist der Deal, beziehungsweise die Abwesenheit desselben.

Was der Ritter ist, ist im Rechtssinn mündig. Als Knappe war er das nicht, stand dafür aber auch unter der Schutzpflicht seines Vormunds/Ritters. Jetzt die Frage: Wie war dieser vor dem Ritterschlag in die Gruppe integriert?

Ebenfalls die Frage: Wie konnte ein nicht rechtsbefugter Knappe bei einem Inquisitor in Lohn und Brot stehen? Eine entsprechende Übereinkunft konnte er selbst nicht abschliessen, und der Inquisitor weiss das. Mehr als Beifang bei einem Rechtsverhältnis zwischen Inquisitor und Ritter konnte er nicht sein.
Für alle meine Aussagen bezüglich des Kampfsystems von DSA 4 gelten folgende Axiome:
1. Ein professioneller Kämpfer kann die in seiner Ausbildung gelernten Sonderfertigkeiten sinnvoll einsetzen.
2. Die Stochastik von DSA-Würfelergebnissen entspricht der Stochastik gleichverteilter Würfel.

Vasall
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Ungelesener Beitrag von Vasall » 02.02.2020 18:53

Nun ja, Knappen die nicht mehr in der Munt ihres Ritter stehen und ihren Ritterschlag noch nicht erhalten haben, nennt man Edelknecht.
Kein schlechter Status und viele bleiben dabei und erhalten nie die Schwertleite; entweder, weil sie es sich nicht leisten können oder weil sie keiner für würdig hält.

Die sind vom Status her aber keineswegs unwürdig sondern privilegiert wie Krieger zu betrachten und entsprechend begehrt im Gefolge.

Ein Fahrender Ritter ohne Land verpflichtet sich von Zeit zu Zeit in einem Dienstverhältnis und wird zum Dienstritter. Zu Dienst und Treue ist er damit ebenso verpflichtet, wie sein Dienstherr zu Schutz und Schirm.
Nur statt eines Lehens aus dem er dann seine Aufwendungen bezahlt, bekommt er halt andere Einkünfte zugeschrieben um Lebensunterhalt und Waffen zu bezahlen.

Wenn sich der Inquisitor die Dienste eines Dienstritters leisten kann, passt doch alles.
Er könnte zum Beispiel die Einkünfte aus einer Mühle, die der Kirche gehört dem Dienstritter für seine Dienstzeit überschreiben. Es sollte genug sein, dass dieser Waffen und Lebensmittel besorgen und eine kleine Lanze aufbauen kann, die er dann zum Schutze des Inquisitors führt.
Zuletzt geändert von Vasall am 02.02.2020 18:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von Nepolemo ya Dolvaran » 02.02.2020 18:53

lösch mich
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Ungelesener Beitrag von Esgaroth » 02.02.2020 19:06

Als Ritter hat er etwa Pflichten gegenüber:

- Schutzbedürftigen
- Der Person, die ihm den Ritterschlag gegeben hat
- Dem Reich, personifiziert durch Reichsbehüter / Kaiser und dessen Funktionäre (primär andere Adlige)
- Den Göttern und damit mittelbar auch Geweihten (zugegebenermaßen sehr kontextabhängig)
...

Gerade wenn er meint, den Ungebundenen raushängen lassen zu müssen, mach ihm deutlich, daß er als Adliger immer noch in die Gesellschaft eingebunden ist. Sowohl die Leute die über ihm stehen, als auch die, die unter ihm stehen, haben feste Erwartungen, wie ein Ritter zu sein und sich zu verhalten hat. Wenn er davon abweichen möchte, kein problem, das bringt aber eben Folgen mit sich.

Gerade mit einem Inquisitor würde ich als Aventurier mich nicht zwingend anlegen wollen.

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Ungelesener Beitrag von Jeordam » 02.02.2020 19:13

Vasall hat geschrieben:
02.02.2020 18:53
Nun ja, Knappen die nicht mehr in der Munt ihres Ritter stehen und ihren Ritterschlag noch nicht erhalten haben, nennt man Edelknecht.
Kein schlechter Status und viele bleiben dabei und erhalten nie die Schwertleite; entweder, weil sie es sich nicht leisten können oder weil sie keiner für würdig hält.
Edelknechte sind aber nicht vollständig rechtsfähig, sondern haben einen Dienstherren, der so schwerwiegende Entscheidungen für sie trifft.

Beim Dienstritter stimme ich dir zu. Nur wurde das angemessene Einkommen schon abgeschmettert.

@Esgaroth
Dem Reich gegenüber hätte der Ritter nur dann Pflichten, wenn das Reich ihm ein Lehen geben würde. Schutzbefohlene hat er ohne Lehen oder Lanze ebenfalls nicht. Und Kirchen gegenüber nur, wenn er in einem Kirchenorden wäre.

Unterm Strich: Keine Rechte, keine Pflichten.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.02.2020 19:54

Es klingt ein wenig nach einem OT-Problem ("Dude, where's my respect?") In einer Heldengruppe spielt man ja meist "faktisch irgendwie gleichberechtigt", da wird es immer schwierig, wenn ein Held die anderen herumkommandieren will, wenn die das nicht auch so wollen.

Die Spieler des Ritter möchte anscheinend (?) durch den Ritterschlag Status und Respekt. Vielleicht möchte er sich auch tatsächlich ein wenig aufspielen. Aber solange das in die Welt passt und den Mitspielern nicht auf die Nerven geht, sei ihm das auch gegönnt. Wir wollen alle wichtig sein.
Vorschlag aus der hohlen Hand: Gib ihm eine NSC-Knappin/Pferdeknecht, der oder die schön "sub" ist. Ein Ritter ohne Lanze ist eh so ein wenig komisch. Den darf er dann ausbilden, muss auf ihn aufpassen, darf ihn aber auch herumscheuchen... :cookie:
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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 02.02.2020 20:48

Jadoran hat geschrieben:
02.02.2020 19:54
Ein Ritter ohne Lanze ist eh so ein wenig komisch. Den darf er dann ausbilden, muss auf ihn aufpassen, darf ihn aber auch herumscheuchen...
Und bezahlen darf er sie.
Sibylla hat geschrieben:
02.02.2020 18:18
ich möcte ihm einen Dämpfer verpassen, ohne ihn zu schickanieren.
Das geht irgendwie meistens schief, besser mit dem Spieler reden. Schadet doch nichts, wenn die Charaktere mehr Geld haben. Also der Inquisitor oder der Ritter plötzlich schick was erben.
An Verpflichtungen bietet sich natürlich natürlich immer auch die Familie an.

Innerweltlich hat der Kerl schlicht zu spuren, wenn sein Herr es will oder darf sich einen neuen Herren suchen.

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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 02.02.2020 20:52

Ich würde ihn geben was er sich wünscht: ein Lehnen wo er den King spielen darf. Und selbstverständlich einen höher gestellten Adligen der ihn dann auch immer wieder zeigt wer hier der King ist indem er diesen kleinen Ritter immer wieder auf "Anerkennungsmissionen" schickt. Schließlich soll dieser erst mal beweisen das er das in ihn gesteckte Vertrauen auch wirklich wert ist.
Und für die Gruppe hat es den Vorteil das sie einen Adligen als häufigen Auftragsgeber haben.
Der einfachste Weg, um auf die Party eines Obervampirs eingeladen zu werden, besteht darin, sich über seinen Akzent lustig zu machen.

Denderajida_von_Tuzak
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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 02.02.2020 21:45

Wen habt ihr denn sonst in der Gruppe?

Als "Knappe" wäre er im Prinzip einfacher Bewaffneter, als Edelknecht vielleicht auf dem Gehaltsniveau eines Doppelsöldners oder eines anderen Spezialisten (unterhalb des Offiziersranges) besoldet. Als Ritter würde ihm mMn ein Offiziersgehalt zustehen - so wie bspw. einem Fähnrich, einem einfachen Geweihten oder einem einfachen Magier... vielleicht war er ja einfach bisher überbezahlt? Und als Ritter/Offizier muss er natürlich auch für deutlich mehr Dinge zahlen, die bisher der Inquisitor als Chef übernommen hatte (z.B. Verpflegung, Unterkunft, ...).

Andere Möglichkeit wäre natürlich, ihn offiziell mit einem Lehen zu versorgen (in Tobrien, nähe Ysilia??? Im Beilunker Umland? Bei Perricum auf einem Gut, welches dem SdS Gefolgschaft schuldet?), so dass er aus dem Zahlungsgefüge des Inquisitors aussteigt (und auf eigene Rechnung mitreist)... Pech, wenn das Lehen dann verloren geht oder seine Verpflichtungen ihn rufen...

Vasall
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Verpflichtungen eines Ritters ohne Lehen

Ungelesener Beitrag von Vasall » 02.02.2020 22:44

Mannschaften und Offiziersränge sind im Feudalheer stark getrennt.

Ein Knappe ist z.B. niemals ein einfacher Bewaffneter, sondern immer auch junger Herr, den man nicht einfach seiner Standeswürde beraubt.

Schon die einfachsten Krieger ziehen daher mit Offizieren gleich. Spätestens als geübte Panzerreiter stehen Krieger und Edelknechte weit weit über dem, was sich ein Doppelsöldner erträumen mag.
Und Ritter stehen da nochmal weit drüber, bringen mindestens drei Pferde, Roßharnisch und zusätzliche Krieger in der Lanze mit und blicken auf ein Leben voller Ehre und Kampf zurück. Das ist an Loyalität und Erfahrung nicht vergleichbar mit dem was die Mannschaftsränge ausmacht.

Ich finde Jadorans Vorschlag gut. Es muss ja nicht gleich ein Knappe sein, für den er die ganze Verantwortung kriegt.

Aber wenn der Inquisitor versichert, dass er einen fähigen Ritter an der Hand hat, dessen Dienste er sich sichern möchte, öffnet die Kirche gewiss ihre Schatulle und überlässt dem Ritter die Einkommen aus den Lohmühlen im Bardobach als Schildlehen für die Dauer von zwei Jahren.
Dafür soll der Ritter in dieser Zeit mit zwei bis vier Kriegsknechten, Pferden, Waffen und Verpflegung dem Inquisitor zu Diensten sein.

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chizuranjida
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 02.02.2020 22:51

Wer hat den Typen denn weswegen zum Ritter geschlagen? Sein Ausbildungs-Dienstherr war ja wohl nicht mit.
Irgendjemand muss ihn für würdig befunden haben. Hat er eine Heldentat vollbracht, die ihn in einem gewissen Gebiet und entsprechenden Kreisen bekannt gemacht hat?
Wenn er dafür Anerkennung will, lass Leute ihn erkennen, wenn er in die Nähe dieser Gegend zurückkehrt: Wanderbarden singen über ihn, ab und zu bleibt jemand auf der Straße stehen, zieht den Hut und verbeugt sich. ("Schau mal Klein-Travine, das ist der edle Ritter Alrik, der hat den Höhlenbären von Hintertupfing zur Strecke gebracht.") Entfernte Verwandte erinnern sich auf einmal an ihn ("Ach, der kleine Alrik, hast dich ja gut gemacht. Bärentöter nun, soso. Komm doch mal vorbei auf meine Burg, lerne deine Cousinen kennen.") Adlige am Reiseweg laden ihn und sein Gefolge ein, wenn sie hören, dass er in der Gegend ist, und tischen was Besseres auf als Herbergseintopf.

Wer auch immer ihn zum Ritter geschlagen hat könnte ihm ein Angebot machen, ihn in Dienst zu nehmen, oder ihn jemand anderem empfehlen der gerade Leute braucht, und diese Person kann ihm dann ja wieder den Auftrag geben, dem Inquisitor bei dessen wichtigem Auftrag zu helfen.
Aber ich meine, es sei auch üblich, dass man bei der Schwertleite irgendwas schwört wie für Recht und Ordnung einzustehen, die Schwachen zu beschützen etc pp, so dass er als Ehrenmann eigentlich notfalls auch unentgeltlich dem Inquisitor helfen sollte. Das kann der Adlige, der ihn zum Ritter geschlagen hat, oder ein anderer Ritter, ein Verwandter oder ein Rondrageweihter auch mal so dezent in den Raum stellen. Ein Ritter ist kein Söldner. Er darf zwar ums Gehalt feilschen, aber es gehört sich nicht so recht.
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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Ungelesener Beitrag von Jeordam » 03.02.2020 09:20

chizuranjida hat geschrieben:
02.02.2020 22:51
Aber ich meine, es sei auch üblich, dass man bei der Schwertleite irgendwas schwört wie für Recht und Ordnung einzustehen, die Schwachen zu beschützen etc pp, so dass er als Ehrenmann eigentlich notfalls auch unentgeltlich dem Inquisitor helfen sollte. Das kann der Adlige, der ihn zum Ritter geschlagen hat, oder ein anderer Ritter, ein Verwandter oder ein Rondrageweihter auch mal so dezent in den Raum stellen. Ein Ritter ist kein Söldner. Er darf zwar ums Gehalt feilschen, aber es gehört sich nicht so recht.
Stimmt, es gehört sich nicht - weil er es hat! Dauerhaft und standesgemäß.
Alles andere wäre nicht praiosgefällig. Und ein Inquisitor, der sowas abziehen will, darf sich dauerhaft mit den Abzügen aus seinem gebrochenen Moralkodex rumschlagen.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 03.02.2020 10:36

Ein Ritter hat aber auch Anspruch auf standesgemäße Entlohnung. (Als Dienstritter weniger als wenn er ein Rittergut als Lehen kriegt, aber um ein Lehen muss man sich ja auch kümmern, und wenn es nur ein besserer Bauernhof ist...) Klar unterliegt er den Pflichten, die die Gesellschaft ihm für seine Privilegien einräumt, aber zu diesen Privilgien gehört eben auch das Einkommen. Ich würde das gar nicht zu sehr diskutieren, wenn ihr nicht gerade Aufbausimulation betreibt und beim Kneipbenbesuch sich jeder die Heller für Bier und Suppe abstreicht. Der Ritter wird "gut genug" bezahlt, damit er sich Unterhalt und Pflege für sein Pferd, Packpferd und Ausrüstung sowie einen Knappen oder einen Diener leisten kann. Fertig.
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Verpflichtungen eines Ritters ohne Lehen

Ungelesener Beitrag von ledaeth » 03.02.2020 11:13

Sibylla hat geschrieben:
02.02.2020 18:18
Er spielt sich nun auf, als wäre er der King - was unangenehm am Tisch ist. ich möcte ihm einen Dämpfer verpassen, ohne ihn zu schickanieren.
Fallen euch ein paar Ideen ein, wie ich das machen kann?
Ihm sagen, dass er sich aufspielt, als wäre er der King, und dass das unangenehm am Tisch ist. ^^
Und dann in Diskussion gehen, woher das kommt und was er gerne möchte und wie man das sozialverträglich integrieren kann.
Denn wie ein sehr weiser Mann einmal sagte: „Da, wo du hingehst, da bist du dann.“

Aussprachehilfe zu "ledaeth": [​liːdai:θ]

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Ungelesener Beitrag von Nightcrawler » 03.02.2020 12:20

So eine Schwertleite ist ja ohnehin eine richtige Zeremonie (im Gegensatz zum Ritterschlag, den es auch auf dem Schlachtfeld geben kann und der dann den Ritter Ehrenhalber macht), für die es einen Ritter braucht (eigentlich Schwertvater/-mutter), der den Knappen (oder bisherigen Edelknecht) zum Ritter ernennt.
Damit geht einerseits tatsächlich einher, dass ein Ritter mehr Ansehen und Einfluss hat (SO steigt) als ein Knappe, zusätzlich dazu, dass auch schon der Knappe oder Edelknecht ein Adeliger ist. Der Ritterstand bildet ja einen eigenen Adelsstand. Ein niedrigen zwar, aber ein drittgeborener Ritter ist nun mal von besserem Stand als ein drittgeborener Edelknecht. Ein gewisses vergrößertes Ansehen hat er damit ja tatsächlich, gerade für andere Adelige und Ritter.

Als Ritter hat Verpflichtungen und seine Prinzipientreue (die man auch schon als Knappe hat und verinnerlicht). Die und die zwölf ritterlichen Tugenden allein sollten schon dafür sorgen, dass er sich nicht als erstes auf eine Bezahlung konzentriert. Zumal er auch im Namen des Reiches und des Kaisers zum Ritter ernannt wird, ich sehe da schon auch eine gewisse Verpflichtung gegenüber dem Reich. Wenn zu den Waffen gerufen wird, folgt dem ein Ritter, ohne nach Bezahlung zu fragen.
Nur Hand aufhalten und sonst nichts tun käme nicht in Frage. Nach einer Gehaltserhöhung zu fragen finde ich zwar eigentlich eher ungeschickt, er ist schließlich Ritter und Adeliger, die es nach außen hin nicht nötig haben sollten, danach zu fragen (da ihm das eben ganz unausgesprochen eben in der Tat zusteht). Grundsätzlich ist ein Ritter in der allgemeinen Betrachtung von besserem Stand als der Knappe oder Edelknecht, selbst wenn sich seine Fähigkeiten nicht ändern. Und irgendwie muss er seinen Lebensstandard ja auch finanzieren, oder über den Inquisitor und dessen Kirche als Herren finanzieren lassen. Aber in Kriegszeiten und im Kriegsgebiet muss man da Abstriche machen.

Es gibt nach der kleinen Ritterspielhilfe in "Schild des Reiches" drei Arten von Ritter: den fahrenden, regierenden und den dienenden Ritter. Auch der fahrende Ritter hat demnach einem Herren/Herrin die Treue geschworen. Leider wird nicht weiter darauf eingegangen, dass er trotzdem (auch durchaus allein) auf Dauer durch die Lande reist.
Es scheint also jeder irgendwo jemandem die Treue zu schwören (Verpflichtungen). Als Knappe würde ich diese Verpflichtung gegenüber Schwertvater/-mutter verstehen, mit der Schwertleite halt jemand anderem.

Wie wird denn das bislang mit der Bezahlung gehalten? Bezahlt der Inquisitor tatsächlich jeden Monat eine feste Summe? Woher hat er das Geld?
Im Grunde steht hinter ihm eine sehr wohlhabende Kirche, die obendrein großen Wert auf die Rechte und Pflichte des Adels legt und dies für die praiosgewollte Ordnung sieht. Unter dem Gesichtspunkt sollte es auch für den Inquisitor ohne Aufforderung deutlich sein, dass da jemand in Rang aufgestiegen ist.

Ist der jetzige Ritter eigentlich einer der Gezeichneten?
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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 03.02.2020 12:45

Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
02.02.2020 21:45
Andere Möglichkeit wäre natürlich, ihn offiziell mit einem Lehen zu versorgen (in Tobrien, nähe Ysilia??? Im Beilunker Umland? Bei Perricum auf einem Gut, welches dem SdS Gefolgschaft schuldet?), so dass er aus dem Zahlungsgefüge des Inquisitors aussteigt (und auf eigene Rechnung mitreist)... Pech, wenn das Lehen dann verloren geht oder seine Verpflichtungen ihn rufen...
Die Idee gefällt mir....


Vasall: "Ein Fahrender Ritter ohne Land verpflichtet sich von Zeit zu Zeit in einem Dienstverhältnis und wird zum Dienstritter. Zu Dienst und Treue ist er damit ebenso verpflichtet, wie sein Dienstherr zu Schutz und Schirm. "
>> die Formulierung von dir gefällt mir!

Zu der Frage, wie es zu dem Ritterschlag gekommen ist: Bernfried von Ehrenstein gibt in "Die letzte Schlacht des Wolfes" den Knappen und Knappinnen der Akademie in Ysilia kurz vor der Eroberung kollektiv den Ritterschlag.

Ja, ihr habt Recht, natürlich ist der Inquisitor nicht der Rittervater des Knappen ;P Der Spieler wollte einen blutjungen, adeligen Burschen spielen, dessen Ritter beim Turnier verstorben war und der nun mit der Gruppe durch die Lande zieht - Anstellung durch einen Inquisitor, den "Anführer" der Gruppe, der Knappe war gewissermaßen der "Bodyguard". Wir spielen ganz stark nach Sozialstatus, nach den Maximen der Praioskirche. Das ist allen Spielern bewusst, für alle reizvoll, mal in einem ganz anderen Blickwinkel zu spielen. Und vom Ego her haben auch alle Spieler kein Problem damit, dass es einen festen Anführer gibt, sonst nur Bürgerliche, die als Berater, Herold, Waffenknecht usw fungieren, so dass jeder regelmäßig auch sein Spotlight hat.
Aber ja - mit einem Spieler knallt es regelmäßig....
Wir alle haben ihm versucht deutlich zu machen, dass der Ritterschlag ihm wie gesagt nicht nur Benefits gibt, er damit in der Gruppe nicht mer Achtung oÄ bekommt - weder von den Spielern, noch den Charakteren. mal ehrlich - wenn Bernfried von Ehrenstein 2 Dutzend Knappen mit einer Geste ohne Zeremoniell oÄ den Ritterschlag gibt, damit die als Ritter vor Rondras Tore treten und nicht "nur" als Knappen, dann ist das nun auch kein Zeugnis von besonders heroischen Taten :wobble:

Nun ja, in jeder Runde hat man einen Spieler, der das schwarze Schaf der Harmonie ist.... :rolleyes:
Zuletzt geändert von Sibylla am 03.02.2020 12:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Nightcrawler » 03.02.2020 12:59

Nach SdR, wie oben geschrieben, steht nach offizieller Lesart hat ein Fahrender Ritter ohnehin einer Herrin/Herrn Treue geschworen (vermutlich, weil sie alle Verpflichtungen haben).
Dienst und Treue stehen aufgrund seiner Überzeugungen, PT und auch Stand als Adliger (wenn zu den Waffen gerufen wird, folgt man, und das Reich steht gerade im Krieg) außer Frage in meinen Augen.
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 03.02.2020 13:04

Ich mag die Idee von Denderajida, dem Ritter ein Lehen zu geben. Balian von Ibelin hat vor der Belagerung Jerusalems dutzende Bürger in den Ritterstand erhoben, um die Verluste bei Hattin auszugleichen und die Männer bei der Verteidigung der Stadt anzuspornen. Aber wenn der Herzog den Knappen schon den Ritterschlag gibt, könnte er ihnen doch auch Land zusprechen. Bei Eslamsbrück sind viele tobrische Edle gefallen, dementsprechend sollten viele Güter an das Herzogshaus zurückgefallen sein. Bernfried könnte ja auch zu dem Schluss kommen, dass seine Kämpfer sich noch viel mutiger in den Kampf werfen, wenn er ihnen tobimorische Güter zu Lehen gibt und sie somit auch für ihr eigenes Land und ihre neuen Schutzbefohlenen in die Schlacht ziehen. Dann hat der Spieler des Ritters gleich auch noch einen Grund, weiter gegen die schwarzen Lande zu kämpfen.
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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 03.02.2020 13:05

Nightcrawler hat geschrieben:
03.02.2020 12:59
PT
Was meinst du mit PT?


Frage an euch alle: wie stark beeinflusst der Heerbann den frisch gebackenen Ritter? Eigentlich doch gar nicht, oder? Mit dem Heerbann sind doch nur all diejenigen, die dem Reichsbehüter die Lehntreue geschworen haben, verpflichtet?
LG,
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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 03.02.2020 13:08

Skalde hat geschrieben:
03.02.2020 13:04
Ich mag die Idee von Denderajida, dem Ritter ein Lehen zu geben. Balian von Ibelin hat vor der Belagerung Jerusalems dutzende Bürger in den Ritterstand erhoben, um die Verluste bei Hattin auszugleichen und die Männer bei der Verteidigung der Stadt anzuspornen. Aber wenn der Herzog den Knappen schon den Ritterschlag gibt, könnte er ihnen doch auch Land zusprechen. Bei Eslamsbrück sind viele tobrische Edle gefallen, dementsprechend sollten viele Güter an das Herzogshaus zurückgefallen sein. Bernfried könnte ja auch zu dem Schluss kommen, dass seine Kämpfer sich noch viel mutiger in den Kampf werfen, wenn er ihnen tobimorische Güter zu Lehen gibt und sie somit auch für ihr eigenes Land und ihre neuen Schutzbefohlenen in die Schlacht ziehen. Dann hat der Spieler des Ritters gleich auch noch einen Grund, weiter gegen die schwarzen Lande zu kämpfen.
Hmm..... stimmt eigentlich.
Hast du ein bestimmtes Gebiet vor Auge? Ich sage mal "Junker von Mendena" würde nicht so gut ankommen, da ist es offensichtlich, dass ich als Sl ihm das nur zuspreche, damit er sprichtwörtlich die Klappe hält.

Ich würde dann die Idee aufgreifen, dass er von dort Einkünfte beziehen kann, damit nicht mehr in Lohn und Brot des Inquisitors steht und damit eigentlich aus der Gruppe raus ist, wenn er ihm nicht aufgrund persönlicher Loyalität die Treue / Freundschaft schwört. das könnte die Gruppe auch zusammenschweißen.
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 03.02.2020 13:09

Sibylla hat geschrieben:
03.02.2020 13:05
wie stark beeinflusst der Heerbann den frisch gebackenen Ritter?
Kommt drauf an, wer ihn einberuft. Er ist verpflichtet, für seinen Lehnsherrn zu kämpfen. Ein landloser Ritter hat zwar keinen, aber im Zweifel erwartet der Lehnsherr seiner Familie wohl seine Treue. Das muss nicht unbedingt Brin sein, es kann auch der Graf oder Herzog sein.
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Verpflichtungen eines Ritters ohne Lehen

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 03.02.2020 13:11

Skalde hat geschrieben:
03.02.2020 13:09
Sibylla hat geschrieben:
03.02.2020 13:05
wie stark beeinflusst der Heerbann den frisch gebackenen Ritter?
Kommt drauf an, wer ihn einberuft. Er ist verpflichtet, für seinen Lehnsherrn zu kämpfen. Ein landloser Ritter hat zwar keinen, aber im Zweifel erwartet der Lehnsherr seiner Familie wohl seine Treue. Das muss nicht unbedingt Brin sein, es kann auch der Graf oder Herzog sein.
Er kommt aus Perricum, das wäre dann Timshal Paligan. Der Heerbann hat sich aber schon vor 5 Monaten getroffen, eigentlich ist der Zug schon abgefahren... :grübeln:
LG,
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Verpflichtungen eines Ritters ohne Lehen

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 03.02.2020 13:14

PT=Prinzipientreue

Der Spieler möchte offenbar (noch) mehr Anerkennung. Und die Gruppe "verweigert" sie ihm, weil er ihnen natürlich nicht mehr zu sagen hat als vorher, er sie damit anscheinend nervt, und dazu der Ritterschlag ja eher so eine Art Märtyrersegen war als eine echte Schwertleite.
Trotzdem wird der Spieler nicht glücklich sein, wenn seine Beförderung vom Fähnrich zum Leutnant (sozusagen) nicht auch "Reschpägd!" gibt. Ich würde ihm den über NSC zukommen lassen. Das kostet nichts. Ein Lehen würde nur dazu führen, dass er sich darum kümmern will, und wenn es gleich wieder verloren geht, wird er auch nicht glücklicher. Dann wird er nur noch mehr nerven. Gib ihm nen Pferdeknecht oder einen kleinen Knappen, um den er sich kümmern kann, und der ihn mit "Herr" anspricht .
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Skalde
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 03.02.2020 13:16

Sibylla hat geschrieben:
03.02.2020 13:08
Hast du ein bestimmtes Gebiet vor Auge?
Wie wäre es mit Falkenberg, Altdorf oder Nevelung? Alles liegt am Yslisee in unmittelbarer Nähe. Die Familie könnte irgendein kleines Junkerhaus sein, dessen letzte Abkömmlinge alle bei der Verteidigung Eslamsbrücks den Tod fanden. Wenn es möglich wäre, Ysilia zu halten, bestünde auch eine gewisse Chance, dass dieses Lehen erhalten bleibt und er es in Besitz nehmen kann. (Passiert natürlich leider nicht, aber noch gibt es ja Hoffnung)

Edit:
Jadoran hat geschrieben:
03.02.2020 13:14
Gib ihm nen Pferdeknecht oder einen kleinen Knappen, um den er sich kümmern kann, und der ihn mit "Herr" anspricht .
Klingt gut. Das gefällt ihm bestimmt, so platt es auch ist. Der Knecht kann ja aus dem neuen Lehen geflohen sein und alle Hoffnung in seinen neuen Herrn setzen.
Zuletzt geändert von Skalde am 03.02.2020 13:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 03.02.2020 13:18

Das würde ich mit einziehen lassen, aber die Idee des kleinen Lehens finde ich auch gut. Er hat dann als Spieler die Wahl, den Char rauszuziehen und sich um sein Lehen zu kümmern, oder zu sagen dass er nun erst recht für seinenen neuen Beitz kämpft. dann hat er eben auch etwas, wofür er kämpfeb kann, wonach er streben kann.
LG,
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Ungelesener Beitrag von Vasall » 03.02.2020 13:21

Es muss nicht gleich ein volles Gutslehen sein. Ein "Lehen" im Sinne von Einkünften für einen Ritter/Krieger in einem Amtsverhältnis kann alles mögliche an Einkünftenr, Rechten oder Gütern sein, die Profit abwerfen.
Mein Beispiel oben mit den Lohmühlen belässt z.B. die Mühlen im Besitz der Kirche und übereignet dem Dienstritter lediglich die Einkünfte daraus. (Die Vorlage dazu bildet ein Vertrag den zwei Nürnberger Edelknechte für einen Kopfgeldjägereinsatz abgeschlossen hatten und zu deren Kostendeckung sie Einkünfte aus einem Weinberg im Breisgau überschrieben bekamen)

Das Tal mit den Mühlen kann überall liegen.

Mit dem Dienst als Dienstritter des Inquisitors ist der Ritter vornehmlich dem Heerschild zugeordnet den der Metropolit der Praioskirche hält. Er steht stellvertretend für alle Besitzungen der Kirche, sowie die damit verbundenen Rechte und Pflichten.

Nur zweitrangig steht der Ritter im Anspruchsbereichs des Heerschildes der Lehensherren seiner Familie. Falls z.B. seine Eltern und Geschwister sich nicht in der Lage sehen, ihrem Lehnsherren Folge zu leisten könnten sie ihren fahrenden Bruder fragen, statt einen Krieger oder anderen Ritter für die Aufgabe in Dienst zu stellen. Der Amtseid mit dem Inquisitor bindet ihn aber mehr.

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Ungelesener Beitrag von Skalde » 03.02.2020 13:21

Naja, um Altdorf oder Nevelung kann er sich höchstens kümmern, wenn er überläuft. Das Gebiet wird genau wie Ysilia fallen und mindestens 20 Jahre zu Transyslien gehören. Wenn er das Lehen wirklich behalten oder zeitnah zurückerobern soll, gib ihm eine Burg nahe Perainefurten oder in Misamund.
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Ungelesener Beitrag von Sibylla » 03.02.2020 15:24

Vasall hat geschrieben:
03.02.2020 13:21
Es muss nicht gleich ein volles Gutslehen sein. Ein "Lehen" im Sinne von Einkünften für einen Ritter/Krieger in einem Amtsverhältnis kann alles mögliche an Einkünftenr, Rechten oder Gütern sein, die Profit abwerfen.
Mein Beispiel oben mit den Lohmühlen belässt z.B. die Mühlen im Besitz der Kirche und übereignet dem Dienstritter lediglich die Einkünfte daraus. (Die Vorlage dazu bildet ein Vertrag den zwei Nürnberger Edelknechte für einen Kopfgeldjägereinsatz abgeschlossen hatten und zu deren Kostendeckung sie Einkünfte aus einem Weinberg im Breisgau überschrieben bekamen)

Das Tal mit den Mühlen kann überall liegen.
Welche Höhe der Einkünfte empfiehlst du?
LG,
Sibylla

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 03.02.2020 16:34

Sibylla hat geschrieben:
03.02.2020 15:24
Welche Höhe der Einkünfte empfiehlst du?
Das ist, aus verschiedenen Gründen, eine gefährliche Frage. Die einfache Antwort, genug. Die ,richtige' Antwort hängt davon ab, wie gibt die aventurische Realität simuliert werden soll und was denn diese Realität sei.

Grob kann man sagen, WdS aufschlagen, Lebensstile nachschauen und feststellen, dass der Charakter genug Geld und seinen Stand und angemessenes Gefolge hat.

Für so einen Ritter empfehlen sich, ein oder zwei handvoll an Bewaffneten, dazugehörige Knechte, mehr wenn die Bewaffneten beritten sind, und ein oder zwei Leibdiener, so als absolute Mindestausstattung.
Kommt der Ritter zu Geld, kann man sich mehr Bewaffnete, einen Jagdmeister, einen Herold, einen Feldscher, Geweihten, Magier usw. leisten. Kommt der Ritter zu Ansehen, gibt es vielleicht einen Knappen.

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