Answin did nothin' wrong

Allgemeines zu Aventurien, Myranor, Uthuria, Tharun, Den Dunklen Zeiten & Co.
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Frostgeneral
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Answin did nothin' wrong

Ungelesener Beitrag von Frostgeneral » 09.09.2019 12:51

Hallo Freunde,

ich wollte mal von euch wissen, ob ihr eine Vermutung oder gefestigtes Wissen dazu habt,
was damals beim Turnier passiert ist, als Brin vergiftet wurde.
Nach dem Motto Cui Bono wäre es wohl sehr vermessen von AvR, wenn er selbst einen Giftmord befohlen hätte.
Er sollte etwas weitsichtiger sein oder?

Da ich die drei Bücher *hust* nicht gelesen habe: Wer außer Answin hätte noch ein Interesse an Brin und dem Chaos, was dann folgte.
Kurze zeitliche Einordnung dazu : PRAios 998, Galotta ist also noch einer der Guten.
Es gibt keine Borbaradianer (zumindest nicht aktiv), keine schw. Lande :grübeln:

Eventuell Maraskaner oder so? Wäre sehr unmotiviert in meinen Augen
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Jeordam
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Answin did nothin' wrong

Ungelesener Beitrag von Jeordam » 09.09.2019 13:06

Ingame ist es ziemlich eindeutig eine false flag Operation, um Answin aus dem Weg zu räumen:

Dexter Nemrod. Als Nachfolger an der Spitzze der KGIA offensichtlich.

Die Bennains, die Art und Weise, wie sie Answin ausbooten und seine Tochter durch Emer ersetzen ist dem Adel eigentlich nicht vermittelbar. Red Wedding anyone?

Hal von Gareth, ebenso.

Vermutlich Dexter Nemrod im Auftrag Cuano Bennains mit stillschweigender Billigung Hals.

Outgame ist es einfach nur mieses Abenteuerdesign aus einer Zeit, in der Ork, Tatzelwurm und Zombie in trauter Eintracht im Dungeon darauf gewartet haben, verdroschen zu werden.
Für alle meine Aussagen bezüglich des Kampfsystems von DSA 4 gelten folgende Axiome:
1. Ein professioneller Kämpfer kann die in seiner Ausbildung gelernten Sonderfertigkeiten sinnvoll einsetzen.
2. Die Stochastik von DSA-Würfelergebnissen entspricht der Stochastik gleichverteilter Würfel.

Teferi
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Ungelesener Beitrag von Teferi » 09.09.2019 13:21

Jerodam kann uneingeschränkt Recht haben.

Answin ist einfach der bessere - in meiner Tischrunde sind wir gerade im Jahr des Feuers und steuern durch die Rückkehr des Kaisers. Meine Helden haben sich Answin angeschlossen und lieben ihn ganz schön <3 :-) Er ist einfach der bessere. Mit nur leichten änderungen der Setzungen kann diese Idee, die in RdK schon aufkommt (Nämlich wiederholte Proklamation durch das Heer eines eigentlich unwilligen Answin der "Nur das Reich Retten WIll"(TM) ) wird Answin sehr schnell sehr sympathisch.

Darjin
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Answin did nothin' wrong

Ungelesener Beitrag von Darjin » 09.09.2019 14:36

Neben den schon genannten fallen mir noch die Horasier und Aranier ein, deren Unabhängigkeit sicherlich weniger gefährdet ist wenn das MR sich mit sich selbst beschäftigt. Und natürlich die Paligans, die ja auch irgendwie mit zu Hal gehören...

ferner kann man natürlich fast für jeden(diverse Herzöge, Geldgeber, religiösen Institutionen, Ränkezieher im Hintergrund...) irgendwelche obstrusen Interessenskonstrukte schaffen um einen Verdacht in der Heldentruppe zu sähen - je nach persönlichen Antipathien werden die dann mehr oder weniger gerne angenommen, besonders wenn genau diese dann später die großen Gewinner/strahlende Helden/Nutznießer der Nachfolgenden Herrschaften sind...

Es war nur bestimmt kein Maraskaner, dafür ist die ganze Angelegenheit zu stümperhaft und vor allem viel zu wenig blutig abgelaufen....
„Man muß uns, glaube ich, nie so viel Verachtung zeigen, wie wir verdienen.“
Michel de Montaigne (1533-1592)

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Answin did nothin' wrong

Ungelesener Beitrag von Ardor » 09.09.2019 15:23

Und schon springen die Answinisten herbei um die Geschichte ins rechte (rabenschwarze) Licht zu rücken ;-).

Was genau willst Du jetzt? Den Hintergrund wie er sich durch Abenteuer und Romane ergibt oder ein stimmigeres Bild für Dein Aventurien?

Offizielle Setzung unter Berücksichtigung der Bücher: Was @Jeordam bei seinen Ausführungen verschweigt ist, das Answin sehr wohl etwas geplant hat, nämlich Hal durch Verabreichung von "Dollsaft" bloßzustellen, danach den Adel zu seiner Absetzung zu bewegen und Brin - zu dessen Vormund er ernannt wurde - in seinem Sinne als zukünftigen Kaiser zu erziehen und später zu lenken.

Dabei hatte er durchaus das Wohl des Reiches im Sinn und sah sich durchaus im Recht
Kaiser HalAnzeigen
nachdem Hal eigentlich eine Selinde und somit kein rechtmäßiger Kaiser war, während Brin Retos Sohn, aber eben ein Bastard war und somit nach der Raulschen Erbfolge auch nicht berechtigt den Thron zu besteigen
Der Giftanschlag auf Brin ist in dieser Umdeutung ein Ablenkungsmanöver von Answin für Dexter, dem dieser dankbar nachgeht und das er schließlich so weiterforciert, das es von einem "alternativen" zum einem tatsächlichen Fakt wird.

Michelle Schwefel ging es im Roman darum, Answin als den fähigen und raffinierten Staatsmann zu zeigen, als der er zwar beschrieben wurde, was aber seine offiziellen Handlungen kaum hergaben. Die ganze Sache ist folglich auch etwas verworren und kompliziert, hat mich beim Lesen sehr unterhalten, eignet sich für das Umbauen des Abenteuers nur bedingt (allerdings reizt es mich, dass für meine Gruppe zu probieren ;-).

Was natürlich funktionieren hätte können ist, dass durch die Aktion der SPOILER rausgekommen wäre, was die bekannte Erbfolge in Frage stellen und Answin als nächsten nachvollziehbaren in der Thronfolge (Sohn der Schwester Reto) auf den Thron bringen hätte können.

Was das ausbooten von Answins Tocher (übrigens in Wahrheit auch ein Bastard, was weder Answin noch den Foren-Answinisten Probleme bereitet/e) durch die Bennains betrifft: das kam zwar Cuano - der seit dem Ende des letzten albernischen Aufstandes bei Altenfaehr- eher auf Kuschel- statt auf Konfrontationskurs mit dem Hause Gareth gesetzt hat, was das Ziel eines (möglichst) unabhängigen Albernias betrifft, zwar ganz recht, ist aber ganz und gar auf eine (Fehl?)Entscheidung Hals zurückzuführen, der lieber die aufrührerische Provinz familiär an sich binden und somit befrieden wollte als sich mit einem verwandten Haus noch mal zu verschwägern, weil er sich (fälschlicher Weise) der Treue der Rabenmunds sicher wähnte.

Im Übrigen finde ich die "Answin - Yeah/Haus Gareth - Buuh"-Variante genau so öd wie die offiziell loyalistische Lesart nach alter Setzung, dass Answin nur ein böser Thronräuber und Giftmörder ist. Das meine ich aus Spieleiter-Sicht - wenn Helden Answin - im persönlichen Aventurien - erfolgreich oder nicht - folgen, empfinde ich das als eine Bereicherung weswegen ich eine graue Lesart bevorzuge (nur sehe ich mich durch den Answin-Fanclub immer genötigt für die Gegenseite Partei zu ergreifen ;-).

Wenn man sich ansieht, wie simpel die Abenteuer 1984/1985 gestrickt waren, war "Die Verschwörung von Gareth" für die damalige Zeit meiner Meinung nach kein schlechter Versuch, eines etwas komplexeren Abenteuer, mit dem wir mehrmals viel Spaß hatten. Die offensichtlichen Schwächen, die durch spätere Setzungen noch verstärkt wurden, verbunden mit der Zwangsrailroad (wenn die Helden scheitern, ändert das nachhaltig die Geschichte - das Dexter sonst die bekannte Handlung herbeiführt, ist noch weniger zufriedenstellend) kann man natürlich nur mit viel Arbeit umgehen, wenn man es in ein Abenteuer verwandeln will, das heutigen Ansprüchen genügt.

Bei offenen Ausgang und Versagen oder entsprechenden Seitenwechsel der Spieler müssen halt immer wieder Störaktionen der Paligans und anderer Pro-Haus-Gareth-Fraktionisten oder die Aufmümpfigkeit Brins dafür herhalten, warum trotz Answin als Kaiser oder Graue Eminenz das Reich dennoch in G7 in die Defensive gedrängt wird.

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 09.09.2019 15:56

Auch wenn mir die Posts hier schon helfen, stelle ich mal nochmal meine Frage DnD-Flüchtling @ R116: Verrat aus dem Romanbewertungs-Thread:

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Auch wenn das hier jetzt gefühlt hundert Jahre her ist: Da ich Verrat nicht gelesen habe, aber hier heraushöre, dass das der Roman Die Verschwörung von Gareth doch in ein ganz anderes Licht rückt - könnte mir hier jemand (mit MI-Tag) kurz erläutern, was genau da 998 hinter den Kulissen abgelaufen ist?

Wenn ich mit den Versatzstücken hier Kaffeesatzleserei betreibe
SpoilerAnzeigen
wollte Answin mit seinem Anschlag eigentlich nur Hal sabotieren, aber Dexter Nemrod hatte diese Verschwörung aufgedeckt und sie dann in solche Bahnen gelenkt, dass daraus der Mordversuch am Thronfolger wurde - aber sie gleichzeitig dermaßen transparent gemacht, dass eine Bande dahergelaufener Abenteurer sie mal eben im Handumdrehen aufgedeckt hat?

Ardor
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Ungelesener Beitrag von Ardor » 09.09.2019 16:34

@DnD-Flüchtling :

Habs Dir im "Verrat!" Bewertungsthread gerade genauer erläutert.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 09.09.2019 22:15

Also, im Original-Abenteuer steht klipp und klar dass
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Answin den Brin vergiften will, mit echtem, tödlichem Gift, das allerdings nur eine geringe Haltbarkeit hat. Und zwar, um selber Thronfolger zu werden.
Der Rest ist retcon. Zu dem Zeitpunkt scheint Hal auch noch
SpoilerAnzeigen
tatsächlich ein Mann zu sein, ohne das Selinde-Problem,
das ja, wenn ich das richtig mitbekommen habe, dafür sorgte, dass Answin eigentlich zu dem Zeitpunkt Kaiser hätte sein müssen. Was aber wahrscheinlich alles überhaupt noch gar nicht angedacht war.
Von einer Tochter Answins habe ich beim flüchtigen Blättern nichts gesehen, aber spannend finde ich, dass Brin zu dem Zeitpunkt 14 ist und im nächsten Jahr heiraten soll. Damals war also das Heiratsalter im Mittelreich noch nicht irgendwo bei 21+ und nur nach Ritterschlag, wo es heute zu sein scheint.
Frostgeneral hat geschrieben:
09.09.2019 12:51
Eventuell Maraskaner oder so? Wäre sehr unmotiviert in meinen Augen
Wenn man berücksichtigt, dass das Gift unter anderem aus Sandviperngift gemacht ist, könnte man Novadis ins Spiel bringen. So eine Überlegung wird aber im Abenteuer nicht angestellt,
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sondern der albernische Koch soll als Giftmörder hingerichtet werden, und möglichst Cuano von Albernia mit beschuldigt.
Edit: Ich weiß auch gar nicht, ob es zu dem Zeitpunkt Novadis und das Kalifat überhaupt schon gab. Oder Maraskan, abgesehen vielleicht vom Namen der Insel auf irgendeiner Karte. Aber Reto und seine maraskanische Gattin, die Eroberung der Insel - das muss damals alles noch nicht angedacht gewesen sein.
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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Ungelesener Beitrag von Ardor » 10.09.2019 09:41

@chizuranjida

Korrekt, vieles vom Hintergrund wurde erst später hinzugefügt.
HalAnzeigen
Das Hal in Wirklichkeit eine Frau ist wurde wohl seit der "Land des Schwarzen Auge"-Box vorbereitet, wenn man sich Abbildung und Beschreibung so ansieht - und das wohl nur, um den Knalleffekt für das Finale von "Die Attentäter" vorzubereiten
Die Provinzen und der Hochadel waren auch 1985 noch nicht aus definiert, das begann erst mit der ersten Lehensvergabe im Baronie-Briefspiel im Aventurischen Boten, kurz vor der "Land des Schwarzen Auge"-Box. D.h. wenn ich mich nicht irre, ist auch im Abenteuer noch nicht die Bedeutung des Hauses Rabenmund und das Fürstentum Darpatien festgeschrieben.

Fredegard Rabenmund hat ihren ersten Auftritt in "Gaukelspiele", gemeinsam mit Dietrad und Bernfried von Ehrenstein.
SpoilerAnzeigen
Das sie unehelich ist, wird afaik auch erst später festgeschrieben
Einen Kalif und Novdis gibt's seit "Nedime - die Tochter des Kalifen", Maraskan seit "Quell des Todes" und grob beschrieben wird der Kontinent in "Aventurien" aus der Ausbau-Box 1985, aber noch nicht in der Detailfülle.

Das Kaiserin Alare aus Al`Anfa stammt wurde auch erst in "Land des Schwarzen Auge" festgeschrieben
SpoilerAnzeigen
und hängt wohl mit dem Hal-Geheimnis zusammen, weil eine Frau aus dem mittelreichischen Hochadel nicht so eine gute Geheimnisträgerin, was den Verzicht auf den ehelichen Beischlaf betrifft, abgegeben hätte, als die Grandentochter fern der Heimat deren gesellschaftliche Stellung vom Aufrechterhalten des Schein abhängt
.

Was das Heiraten von Knappen betrifft, so dürfte das durchaus vor dem 21. Geburtstag möglich sein, wenn die/der Schwertmutter/vater den Knappen die Erlaubnis dazu gibt. Herzog Waldemar hätte wohl keinen Grund gehabt, Brin das zu verweigern (wobei im Abenteuer noch nicht gesetzt war, das der weidener Herzog der Schwertvater des Thronfolgers ist, aber da waren weder Weiden noch der Herzog entworfen worden...) .Wenn ich es richtig im Kopf habe, war laut "Macht" Answin von Rabenmund auch schon mit Lanore verheiratet, als er noch Retos Knappe war. Die Schwertleite und das vollendete Lebensjahr sind aber, wenn ich mich nicht irre, Vorraussetzung, um sonstige Titel und Lehen zu übernehmen. Wer keine ritterliche Ausbildung genießt - wie z.B. Selindian Hal - kann dies schon ab dem vollendeten 15 Lebensjahr tun.

Aber abgesehen davon, war das 1985 natürlich auch noch nicht definiert.

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 10.09.2019 11:48

Frostgeneral hat geschrieben:
09.09.2019 12:51
Er sollte etwas weitsichtiger sein oder?
Was irgendwie das Problem mit der Figur war, angeblich kompetenter als die ganze Bagage um Reto und Hal, aber letztendlich ein noch viel größerer Versager, wenn der nicht mal die vorgeblich unfähige Konkurrenz ins Abseits manövrieren kann.

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 10.09.2019 12:01

Na'rat hat geschrieben:
10.09.2019 11:48
Frostgeneral hat geschrieben:
09.09.2019 12:51
Er sollte etwas weitsichtiger sein oder?
Was irgendwie das Problem mit der Figur war, angeblich kompetenter als die ganze Bagage um Reto und Hal, aber letztendlich ein noch viel größerer Versager, wenn der nicht mal die vorgeblich unfähige Konkurrenz ins Abseits manövrieren kann.
Tja, das ist halt das Problem mit der Schreiberei: Kein Charakter kann (viel) cleverer sein als der Autor, der ihn gestaltet.

Bei ASOIAF funktionierte es, weil GRRM entsprechend Zeit und Hirnschmalz in Tywins strategische Intrigen oder Tyrions Dialoge steckte.

Aber wenn jemand, der kein besonders guter Autor ist (und seien wir ehrlich, die allerallermeisten RPG-Romane sind keine hohe Literatur) einen brillianten Strategen und Intriganten darstellen soll, wird er damit baden gehen.

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Ungelesener Beitrag von Ardor » 10.09.2019 12:35

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
10.09.2019 12:01
Tja, das ist halt das Problem mit der Schreiberei: Kein Charakter kann (viel) cleverer sein als der Autor, der ihn gestaltet.

Bei ASOIAF funktionierte es, weil GRRM entsprechend Zeit und Hirnschmalz in Tywins strategische Intrigen oder Tyrions Dialoge steckte.
Wie schon an anderer Stelle geschrieben, war das wohl eine Grundmotivation für Michelle Schwefel "Macht" und "Verrat" zu schreiben. "Verschwörung von Gareth" war nach Abenteuern, die alle mehr oder weniger um unorthodoxe Dungeons gestrickt waren zur damaligen Zeit ein durchaus herausforderndes Abenteuer für DSA-Spielleiter, den es gibt nur einen zeitlichen Rahmen aber relativ viel Freiheit. Answin war halt ein Bösewicht der Kalif... ääh Kaiser sein wollte an Stelle des Kaisers, nicht mehr nicht weniger. Uns hats Spaß gemacht.

(Wir hatten damals noch keinen "Aventurischen Boten" abonniert, aber im PC-Joker gab es immer den Beitrag "Black Out" über NICHT-PC Games und da war ein Beitrag DSA gewidmet in dem - unter anderem - der berüchtigte Bote Nr. 37 abgebildet war, in dem über das Verschwinden Kaiser Hals und die Thronbesteitung Answins berichtet wurde. "Die Attentäter" kannten wir nicht, aber den Artikel kannte ich als Meister und auch mein Spieler (ja, wir haben manches Mal zu zweit gespielt, teilweise - von Hero Quest kommend - als Spieler mehrere Helden führend - unser Rollenspiel hat sich also auf einem Niveau bewegt, bei dem kein Schnitzer aus alten Abenteuern und abschrecken konnte...).
Dann kam es zu einer klassischen Blofeld-Szene, in der Answin den Helden in einer Falls wähnend (der Spieler hat damals die direkte Konfrontation mit den Oberschurken gesucht und so z.B. Herzog Kunibald gemeuchelt...), seinen Plan erläutert, den Thronfolger zu beseitigen und sich um Hal später zu kümmern. Der Held meinte dann "Ja, Ihr könntet es ja zum Beispiel als Jagdunfall tarnen." Wie gesagt, wir hatten damals unseren Spaß...)

Zum Politiker und Intriganten wurde er nachher geschrieben und Michelle Schwefel hat mit den Romanen, meiner Meinung nach, es geschafft, zu zeigen, woher der Ruf kommt. Beim Attentat waren hier Grenzen gesetzt, da schon im Abenteuer vorgegeben. Diese Grenzen hat sie aber eh seeeehr ausgeweitet im Roman.

Schade das der dritte Roman nicht mehr rausgekommen ist, denn meiner Meinung nach kann der Thronraub nach dem Verschwinden Kaiser Hals sehr gut als eine Fehleinschätzung eines durchaus fähigen Politikers und Machtmenschen aus der Situation und "Bubble" heraus geschildert werden und weniger als Tat eines Größenwahnsinnigen. Aber dazu habe ich an anderer Stelle eh auch schon genug geschrieben...

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AngeliAter
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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 10.09.2019 13:16

Najo, war nur ein Verräter (und gewiss kein fähiger Politiker) welcher sich ausgerechnet einen Krieg für den Putsch ausgewählt hat. Mal ehrlich, wer ist so blöde und putscht ausgerechnet dann wenn es heißt "Versklavung und Tod für alle Menschen". Sowas macht man doch im Anschluss des Krieges wenn der Herrscher geschwächt ist und bewiesen hat, das er zum herrschen nicht taugt. Man macht sowas nicht mittendrinn und lässt alle zum tode verurteilen wenn man ihn nicht die Treue schwört sondern im Feld kämpft.
"Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden."
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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 10.09.2019 13:58

Ardor hat geschrieben:
10.09.2019 12:35
(Wir hatten damals noch keinen "Aventurischen Boten" abonniert, aber im PC-Joker gab es immer den Beitrag "Black Out" über NICHT-PC Games und da war ein Beitrag DSA gewidmet in dem - unter anderem - der berüchtigte Bote Nr. 37 abgebildet war, in dem über das Verschwinden Kaiser Hals und die Thronbesteitung Answins berichtet wurde. "Die Attentäter" kannten wir nicht, aber den Artikel kannte ich als Meister und auch mein Spieler (ja, wir haben manches Mal zu zweit gespielt, teilweise - von Hero Quest kommend - als Spieler mehrere Helden führend - unser Rollenspiel hat sich also auf einem Niveau bewegt, bei dem kein Schnitzer aus alten Abenteuern und abschrecken konnte...).
Der Bote 37 war echt eine Nummer.

Für mich war er damals der erste Bote, den ich je in die Hand bekommen hatte und darum dachte ich, der wäre die Norm - und da ich selbst mit 11 oder 12 dachte "was für eine Scheiße", war das auch der letzte Bote auf lange Zeit. Erst später fand ich heraus, dass der Bote normalerweise deutlich weniger trashig war.

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Ungelesener Beitrag von Ardor » 10.09.2019 14:11

AngeliAter hat geschrieben:
10.09.2019 13:16
Najo, war nur ein Verräter (und gewiss kein fähiger Politiker) welcher sich ausgerechnet einen Krieg für den Putsch ausgewählt hat. Mal ehrlich, wer ist so blöde und putscht ausgerechnet dann wenn es heißt "Versklavung und Tod für alle Menschen". Sowas macht man doch im Anschluss des Krieges wenn der Herrscher geschwächt ist und bewiesen hat, das er zum herrschen nicht taugt. Man macht sowas nicht mittendrinn und lässt alle zum tode verurteilen wenn man ihn nicht die Treue schwört sondern im Feld kämpft.
Hal verschwindet Anfang Phex 1010 und Brin bricht nach Erhalt dieser Nachricht ins Bornland auf. Zu dem Zeitpunkt plündern orkische Banden in Andergast während die Andergaster ihrerseits gerade gemeinsam mit Thorwalern gegen Nostria vorgehen. Das hier die Vorbereitungen für einen großen Feldzug im Gange sind kann maximal gemutmaßt werden, das Ausmaß ist keines Falls absehbar.

Am 14. Ingerimm lässt sich Answin zum Kaiser krönen. Kurz davor beginnen die Orks im großen Maßstab im Svelt-Tal einzumarschieren.

Auch im relativ kleinen Aventurien braucht es etwas Zeit, bis gesicherte Berichte eintreffen und die Vorbereitungen für den Thronraub starten sicher nicht erst am 13. Ingerimm sondern wohl eher ab dem Aufbruch von Brin. Denn sehr wahrscheinlich gilt es, wichtige Positionen in der Verwaltung (und auch in der Botenredaktion) zu sichern und sich auch der Unterstützung der fürstlichen Schwester zu vergewissern, bevor man sich zum Kaiser ausruft. Jeden Falls war Garetien und Darpatien danach relativ lange in der Hand Answins, während die Nordmarken, Tobrien, Warunk, Beilunk, Almda durch die von den halschen Neuadel initierten Aufstände längst weggebrochen sind.

Kurz: das da gerade der dritte Orksturm losbricht, der auch das Kaiserreich betrifft konnte Answin bei seinem Thronraub noch nicht voraussehen. Das da mehr im Gange ist als das ein paar Orkbanden Appetit auf Teshkaler Pferdebraten haben womöglich schon, aber wohl erst kurz vor seiner Proklomation als Kaiser und da ist vermutlich schon alles im vollen Gange. Einen angelaufenen Putsch zu stoppen ist wahrscheinlich gar nicht so leicht - da sind die Würfel schon gefallen...

Kurz: von Krieg war beim Answin Thronraub noch keine Rede, maximal eine brenzlige Situation, die ihm, bei entschlossenem
Reagieren, sogar Pluspunkte als neu gesalbter Kaiser einbringen hätte können. Bis zum endgültigen Ende von Answins kurzer Regentschaft scheint die Situation zumindest im Mittelreich auch unter Kontrolle (im Svelt-Tal siehts natürlich anders aus). Nordhag fällt zwischenzeitlich, aber die Orks werden von der Thuranischen Legion wieder bis nach Andergast zurück gedrängt. Die großen Niederlagen folgen erst, als Answin schon längst wieder gestürzt ist.

Mit einem (loyalistischen) geschichtlichen Rückblick kann man Answin natürlich als größenwahnsinnigen Verräter sehen, der den Norden des Reiches opfert um Kaiser spielen zu können. Aber wenn man sich den zeitlichen Ablauf ansieht, kann man meiner Meinung nach Answin nicht den Vorwurf machen, das in Kauf genommen zu haben. Er konnte es schlicht weg nicht wissen.

Man kann übrigens auch argumentieren (und wohl nicht zu unrecht) das ein Kaiser Answin der nicht mit Aufständischen Baronen zu tun hat leichter und schneller die Verteidigung im Norden aufbauen hätte können und somit Brin zum Buh-Mann machen (obwohl der sich sogar den Orks stellt, statt seinen Thron einzufordern).

@DnD-Flüchtling : Ja, nach dem Beitrag im "PC-Joker" dachte ich auch der Stil (und die Elfe des Monats - die dann später auch in Folgeboten übernommen wurde) seien Standard. Aber als Österreicher kannte ich die Bild-Zeitung auch gar nicht um die Anspielung zu verstehen...

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Answin did nothin' wrong

Ungelesener Beitrag von Frostgeneral » 10.09.2019 15:17

Teferi hat geschrieben:
09.09.2019 13:21
Jerodam kann uneingeschränkt Recht haben.

Answin ist einfach der bessere - in meiner Tischrunde sind wir gerade im Jahr des Feuers und steuern durch die Rückkehr des Kaisers. Meine Helden haben sich Answin angeschlossen und lieben ihn ganz schön <3 :-) Er ist einfach der bessere. Mit nur leichten änderungen der Setzungen kann diese Idee, die in RdK schon aufkommt (Nämlich wiederholte Proklamation durch das Heer eines eigentlich unwilligen Answin der "Nur das Reich Retten WIll"(TM) ) wird Answin sehr schnell sehr sympathisch.
Exakt deshalb frage ich.
Ich würde AvR im JdF3 auch gerne etwas mehr Farbe verleihen und diese Anschuldigung so schnell wie möglich vom Tisch wischen.
Mein Ziel ist es auch Answinisten heranzuziehen
Darjin hat geschrieben:
09.09.2019 14:36
Es war nur bestimmt kein Maraskaner, dafür ist die ganze Angelegenheit zu stümperhaft und vor allem viel zu wenig blutig abgelaufen....
Wenig blutig schon, aber eben mit Gift.
Aber ich sagte ja selbst schon, dass es sehr random wäre, auch wenn Großpapi Reto da bissl bambule gemacht hat paar Jahre davor
Ardor hat geschrieben:
09.09.2019 15:23
Wenn man sich ansieht, wie simpel die Abenteuer 1984/1985 gestrickt waren, war "Die Verschwörung von Gareth" für die damalige Zeit meiner Meinung nach kein schlechter Versuch, eines etwas komplexeren Abenteuer, mit dem wir mehrmals viel Spaß hatten. Die offensichtlichen Schwächen, die durch spätere Setzungen noch verstärkt wurden, verbunden mit der Zwangsrailroad (wenn die Helden scheitern, ändert das nachhaltig die Geschichte - das Dexter sonst die bekannte Handlung herbeiführt, ist noch weniger zufriedenstellend) kann man natürlich nur mit viel Arbeit umgehen, wenn man es in ein Abenteuer verwandeln will, das heutigen Ansprüchen genügt.
Das damals soweit noch niemand gedacht hat, kann man glaube ich niemandem zur Last legen.
Die Autoren von A1 wollten kein GoT mit 4 Staffeln Kingslanding schaffen, sondern erstmal unterhalten und ihre Welt zeigen.
Jetzt, 35 Jahre später würde ich gerne Answin retrospektiv den Schuh ausziehen und jemand anderen an.
Maraskaner wäre zu stumpf, aber oben angesprochen Dexter Nemrod wäre fies cool
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Wolfio
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 10.09.2019 16:02

(So am Rande: Wäre die Überlegung nicht bei "Jahr des Feuers" besser aufgehoben? Gibt ja ein Unterforum dazu)


Zum Thema:
Ich würde die Borbaradianer noch nicht völlig abschreiben. Liscom und Vestor sind beide schon deutlich vor der 1002 BF Anhänger dieses Kultes, der (zumindest war es bei uns so) auch die Herrschaft des Adels als überkommen ansieht. Hier wäre durchaus zu überlegen, welche Folgen der Tod des Prinzen hätte. Immerhin wäre das Haus von Gareth ohne Erben und das Haus Rabenmund als Verräter ausgeschaltet. Die Herrschaftsstruktur würde dadurch also massiv zusammenschrumpfen, wodurch sicherlich mehr Menschen sich nach einem "Starken, unsterblichen Anführer" sehnen, der ihnen dann vielleicht auch noch gewaltige Macht schenkt. Ich meine... man gucke sich einfach mal das Bild von Vestor in "Seelen der Magier" an...

Ich würde die Borbaradianer also noch nicht abschreiben. (Zumal ja 1002 BF bereits gesetzt ist, dass wichtige Mitglieder der Weißen Gilde den Kampf gegen die aufstrebende Sekte angetreten haben. Das ist ja nicht nur der nette alte Mann aus dem Amboss, sondern auch andere.)

Denderajida_von_Tuzak
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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 10.09.2019 16:17

Interesse daran, Brin 998 BF aus dem Weg zu räumen, könnten irgendwelche Alanfaner (oder Mengbiller) haben, die den Paligans eins auswischen wollen. Würde mMn auch gut zum Gift passen; die haben da wahrscheinlich mehr Ahnung von als ein Praiosgläubiger Reichskanzler...

Oder Bardo bzw. Cella, wobei für die wohl deren väterlicher Freund O. Puschinske einiges an Planung übernommen hätte... wenn Brin weg ist und Answin (und seine ganze Linie) wg. Mordverdacht ausgeschaltet ist, könnte der Thron wieder an sie fallen...

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 10.09.2019 16:24

Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
10.09.2019 16:17
Praiosgläubiger Reichskanzler...
Wenn wir mal ehrlich sind, haben wir diese Truppe völlig vergessen. Ich kann mir schon vorstellen, dass irgendein fanatischer Praiosgeweihter (vllt mit Hang zum Namenlosen oder Blaki) irgendwie herausgefunden hat, dass Brin der Sohn Retos ist, also ein Bastard. Nun kannst du als gläubiger Diener des Götterfürsten so einen Betrug ja nicht einfach hinnehmen und den Kaiser oder seinen Sohn anklagen geht auch nicht.

Hach waren das tolle Zeiten, als die Priesterkaiser in Praios Namen regiert haben.... *seufz* Da gab es so einen Lug und Betrug nicht. Und hatten wir nicht neulich erst einen üblen tulamidischen Giftmischer aufgegriffen.... Jetzt braucht es nur noch einen Schuldigen, der als Praioslamm geopfert wird... für das höhere Wohl versteht sich.

Ardor
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Answin did nothin' wrong

Ungelesener Beitrag von Ardor » 10.09.2019 17:13

@Frostgeneral

Also reden wir hier von einer alternativen Lösung für DEIN Aventurien in dem Answin gar nichts mit der Verschwörung zu tun hat?

.) Dann hatte Answin tatsächlich nichts vor und Dexter hat all das inszeniert.
Wolfio hat geschrieben:
10.09.2019 16:24
Ich kann mir schon vorstellen, dass irgendein fanatischer Praiosgeweihter (vllt mit Hang zum Namenlosen oder Blaki) irgendwie herausgefunden hat, dass Brin der Sohn Retos ist, also ein Bastard. Nun kannst du als gläubiger Diener des Götterfürsten so einen Betrug ja nicht einfach hinnehmen und den Kaiser oder seinen Sohn anklagen geht auch nicht.
.) Laut "Macht" gibt es zumindest einen Praios-Priester vor dem Answin auf Geheiß Reto schwören musste, das er
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Hals Identität als Frau
nicht verrät. Im Buch wird dem Priester der Inhalt des Schwurs nicht verraten, was dieser sehr befremdlich findet, in Deinem Aventurien könnte er es wissen und dann... siehe @Wolfio

.) Ebenso sind Borbaradianer eine Möglichkeit, auch da bin ich bei @Wolfio. Borbaradische Umtriebe sind laut der G7 seit der Reto-Zeit angestiegen.

.) Natürlich immer beliebt: Diener das Namenlosen, die immer wieder gerne zu Königsmördern werden.

Die Frage ist natürlich, was dient Dir in Deiner laufenden Kampagne am meisten? Gehts nur darum, die Vorwürfe vom Tisch zu wischen, oder gibts die Möglichkeit, Answin zu rehabilitieren?

Wobei ich die Notwendigkeit gar nicht sehe, hier einen anderen Schuldigen zu präsentieren. Wie sich gezeigt hat, gibts auch so unter Spielern und Spielleitern genug Answin-Fans. Warum muss es also unbedingt ein weißer und kein grauer Answin sein?

.) Meisterpersonen weisen die Helden auf Widersprüche und die Sinnlosigkeit des Plans hin (Answin ist älter als Hal. Das er Brin beseitigt bringt ihn zwar auf Platz eins in der Erbfolge, aber dann muss er immer noch Hal beseitigen, auf natürlichen Weg wird er so auch nicht Kaiser. Hal zuerst zu beseitigen wäre viel sinnvoller etc.)

.) Die Praioskirche entbindet Answin von seinem Schwur Hals Geheimnis nicht zu verraten - Schwupps ist er rechtsmäßiger Thronanwärter. Mitten im JdF bevor sich die Rohaja-Fraktion formiert wäre es im Sinne der Praioskirche dieses Opfer zu bringen um die Ordnung wieder herzustellen.

.) Und spätestens mit
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dem Auftauchen "Hals"
können die Helden/Spieler 1:1 zusammenzählen, wenn Du sie zuvor mit der Raulschen Erbfolge laut "Herz des Reiches" konfrontierst.

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Wolfio
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Answin did nothin' wrong

Ungelesener Beitrag von Wolfio » 10.09.2019 18:16

Die Idee mit der Praioskirche wäre ja dann auch ein guter Aufhänger für die Quanionsqueste... ;)

So man sich tatsächlich dafür entscheidet, würde ich im Zuge der Quanio vllt auch einen der damaligen Verantwortlichen zu Wort kommen lassen. Immerhin haben wir hier eine sehr schöne Zwickmühle:

Zum einen möchte die Praioskirche natürlich das Bestehen der Ordnung und Herrschaft sicherstellen. In einem Erbfolgekrieg ist das so absolut nicht zu gewährleisten, wie ja die Eskalation zwischen Albernia und Nordmarken erst wenige Monate zuvor gezeigt hat. Auch damals dürfte das Fehlen eines Erben im Hause Gareth zu massiven Verwerfungen führen, was die entsprechende Fraktion natürlich verhindern wollte. Vertreter könnte hier unter anderem natürlich der gute Dexter sein, der später sehr sicher dahinter kam, was die andere Strömung getan hat und sich deswegen umso mehr dem Schutz der Ordnung im Reich verschrieb, dabei auch den Bruch mit der Kirche des Praios riskierte.

Die Gegenfraktion beharrt derweil auf der Erbfolgeregel wie sie von Raul geschrieben wurde. Eine Frau ist inakzeptabel und muss beseitigt werden, koste es, was es wolle. Da Königsmord aber ausfällt und man schlecht Klage erheben kann, muss zumindest eine Fortsetzung des Betruges durch einen Bastard-Kaiser verhindert werden. Immerhin stehen wir hier vor dem Betrug an der Zwölfgöttlichen Ordnung und an der von Praios selbst eingesetzten Herrschaft des Adels. Wo kommen wir denn da hin, wenn wir einen Bastard auf dem Thron zulassen? Zum höheren Wohle und der Wiederherstellung von Recht und Ordnung darf dann auch vor rabiaten Mitteln nicht zurückgeschreckt werden.

Denderajida_von_Tuzak
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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 10.09.2019 18:43

Eine weitere Fraktion, die mir noch einfallen würde, sind albernische Separatisten (z.B. die Fenwasian), die befürchten, dass mit einer Ehe zwischen Brin und Emer Albernia fest ans Reich gekettet würde... wobei ich bei denen Gift nicht für das Mittel der Wahl halten würde.

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Answin did nothin' wrong

Ungelesener Beitrag von Frostgeneral » 10.09.2019 21:12

@Ardor
Machen wir so.
An D.N. habe ich so nie gedacht, habe ihn immer für einen "Guten" gehalten.
Aber als Geheimdienstchef könnte er sowas wahrlich machen.
Vielleicht nicht so Phexgefällig, aber offiziell hatte er nie eine Weihe :phex:
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Answin did nothin' wrong

Ungelesener Beitrag von Wolfio » 10.09.2019 21:20

Wobei es doch sehr mit Dexters Darstellung als "versteckter Dolch des Reiches" brechen würde. In allen mir bekannten Abenteuern, in denen er vorkommt, ist er zwar moralisch stets eher grau, aber er dient dem Reich. Und warum sollte der Tod des jungen Prinzen zum Wohle des Reiches sein? Ich bin mir sicher, wenn Nemrod den guten Answin ausschalten wollen würde, weil er eine Gefahr für das Reich ist/war, dann hätte er da deutlich andere Mittel gehabt. Ich finde den fingierten Mordanschlag auf den Kronprinzen, nur um einen Answin von Rabenmund auszuschalten... etwas arg weit hergeholt.
Frostgeneral hat geschrieben:
10.09.2019 21:12
Vielleicht nicht so Phexgefällig, aber offiziell hatte er nie eine Weihe

Noch hat er keine.
Dem armen Stoerrebrandt haben sie ja auch eine angedichtet. Was meiner Meinung nach große Teile des Flairs des Charakters gekillt hat, weil es so halt "wegen der Weihe" ist und nicht, weil er einfach verdammt gut war.

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Answin did nothin' wrong

Ungelesener Beitrag von Frostgeneral » 10.09.2019 21:24

Geht ja auch um mein Aventurien, wie schon oben gesagt wurde :-)
Es darf gerne weitere Lösungen geben
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Answin did nothin' wrong

Ungelesener Beitrag von Wolfio » 10.09.2019 21:26

Wie fandest du denn die Idee mit der Praioskirche :)
Ob nun wirklich Praios oder bereits Namenloser.... :dunkelheit:

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 10.09.2019 21:49

Frostgeneral hat geschrieben:
10.09.2019 21:24
Geht ja auch um mein Aventurien, wie schon oben gesagt wurde
Dann mal bitte klarer formulieren, worum es dir geht und was das Ziel sei.

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Answin did nothin' wrong

Ungelesener Beitrag von Frostgeneral » 10.09.2019 22:36

Mir geht es um eine Motivation des Bösewichts.
Mit D.N. hätte ich meinen Gefunden, eine offizielle Lösung gibt es nicht, weil Buch 2 nie erschienen.
Da heißt es also Rätseln

bitteschön, dein Keks :cookie:
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Madalena
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Answin did nothin' wrong

Ungelesener Beitrag von Madalena » 10.09.2019 22:45

Von der Grundanlage her ist Answin nun mal zuerst das Opfer eines Schurkenstreiches. Aber dass die sogenannten von Gareths die Bösen sind, heißt nicht automatisch, dass Answin der Gute ist.

Er hat jedenfalls genug Dreck und strategische Fehler am Stecken, dass man ihn nicht zum Helden der Geschichte machen kann.

An sich eine spannende Sammlung von Hintergründen und Twists. Aber so, wie es geschrieben und mehrfach geretconnt wurde, kommt natürlich keine gescheite Geschichte raus, egal wie man es dreht und wendet.

Das läuft dann etwas auf "such dir deine Wahrheit aus" hinaus. Und da habe ich halt doch irrationale Sympathien für Answin, ich sympathisiere genauso sehr mit ihm wie mit Al'Anfa: Per Dekret als böse gesetzt, obwohl der Rest der Saubande keinen Deut besser ist. :wink:

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Answin did nothin' wrong

Ungelesener Beitrag von Jeordam » 10.09.2019 23:16

Das Thema anzuspielen dürfte sehr interessant werden:

- die von Gareths werden als Thronräuber hingerichtet.
- sämtliche durch den Kaiserthron seit 993 BF vorgenommenen Staatsakte, von Belehnungen bis Staatsverträge, und alle davon abhängigen durch andere vorgenommenen Staatsakte, sind ungültig. Zwei Generationen an Belehnungen, mittelbar oder unmittelbar.
- alle Answinisten sind rehabilitiert und müssen wieder in Amt und Würden eingesetzt werden, bzw. ihre Erben. Ja, auch die, die später Borbaradianer geworden sind, sind bis zu ihrem eventuellen Paktschluss legitim in Amt und Würden und vererben von dort. Die ohne Paktschluss verbleiben.
- seit 993 BF hat das Kaiserheil gefehlt - was so ziemlich alle Katastrophen der bespielten Zeit erklärt und den Kirchen, insbesondere der Praioskirche, einige sehr peinliche theologische Fragen stellt.

Mit anderen Worten: Ein Erbschafts- und Gotteskrieg jeder gegen jeden beginnt, gegen den sich der Dreissigjährige Krieg (im Durchschnitt ein Viertel der mitteleuropäischen Bevölkerung ausgerottet) wie eine Schulhofbalgerei ausnimmt.
Für alle meine Aussagen bezüglich des Kampfsystems von DSA 4 gelten folgende Axiome:
1. Ein professioneller Kämpfer kann die in seiner Ausbildung gelernten Sonderfertigkeiten sinnvoll einsetzen.
2. Die Stochastik von DSA-Würfelergebnissen entspricht der Stochastik gleichverteilter Würfel.

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