Die Rache eines Auge des Namenlosen (Spoiler Simyala)

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DerShrimp
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Die Rache eines Auge des Namenlosen (Spoiler Simyala)

Ungelesener Beitrag von DerShrimp » 22.06.2019 14:43

Moin Liebe Forengemeinde,

der folgende Text enthält Spoiler zur Simyala Kampagne und ist selbstverständlich tabu für meine Münsteraner Gruppe.

Ich schlage mich seit einiger Zeit mit einem Problem herum. Meine Gruppe hat als Einstieg eine zeitlich nach hinten versetzte Simyala Kampagne gespielt, befindet sich nun im Jahr des Feuers und wird später in der Wildermark heimisch werden. Die Gruppe besteht derzeit aus:
- Einer Magierin der Akademie Schwert und Stab zu Gareth aus dem Hause Rabenmund, inzwischen von ihrem Vater (dem Baron von Galbenburg) verstoßen und Frevlerin an Travia
- Einem Ritter aus dem Hause Bregelsaum (Erbe der Baronie Oppstein) der Stein des Anstoßes für den Traviafrevel wurde
- Einem Taugenichts aus Darpatien, der sich einige Zeit als Niederadliger des Horasreichs ausgab und nun (auch um seinen Kopf zu retten) seine ursprüngliche Identität als Hilgert Bocksbansen aus Wutzenwald wieder angenommen hat
- Einer Magierin der Akademie aus Neersand, die oft mit den Adligen der Gruppe in Konflikt ist
- Einer Soldatin des Hauses Bregelsaum, die versucht ihren Lehnsherren den Baronet am Leben zu halten
- Einem Perainegeweihten mit Vergangenheit als Borbaradianischer Söldner, der inzwischen die gute Seele der Gruppe ist

In der Simyala Kampagne hat die Gruppe bekanntlich wiederholt die Pläne des Gottes ohne Namen durchkreuzt und verhindert, dass der Basiliskenkönig neu erschaffen wird. Dabei stand die Gruppe unter anderem Zadig von Volterach gegenüber (durch das Spiegelartefakt Beorns). Dieser weiß also wer ihm in die Suppe gespuckt hat und wirkt auf mich nicht wie jemand der gerne vergisst oder verzeiht.
Jetzt stehe ich vor dem Problem, dass ich Zadig gerne gegen die Gruppe Aktiv werden lassen möchte. Dabei soll aber weder die Aktion der Anhänger des Namenlosen (mal wieder) dilletantisch sein, noch will ich einfach meine Gruppe auslöschen.
Habt ihr ein paar Ideen wie man die Agenten des Namenlosen in Szene setzen kann, so dass es bedrohlich und kompetent wirkt, aber nicht direkt alle Helden tötet?

Ich wäre für Anregungen dankbar :)

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Feuer!
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Die Rache eines Auge des Namenlosen (Spoiler Simyala)

Ungelesener Beitrag von Feuer! » 22.06.2019 15:25

Ich denke, es wäre stimmig, wenn er als Rache versuchen würde, die Seelen der Helden für seinen eigenen Gott zu gewinnen, so oder so.

Es gibt eine Liturgie, mit der man eine Seele bei der Opferung des Menschen direkt zum Namenlosen schickt. Alternativ (und für deine Situation deutlich brauchbarer) wäre es möglich, dass er versucht, die Helden zu verführen, so dass sie sich freiwillig seinem Gott verschreiben. Dann wäre ihm daran gelegen, dass die Helden am Leben bleiben, aber er würde vermutlich nach und nach zu immer drastischeren Mitteln greifen, wenn seine Versuche erfolglos bleiben.

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Na'rat
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Die Rache eines Auge des Namenlosen (Spoiler Simyala)

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 22.06.2019 16:47

DerShrimp hat geschrieben:
22.06.2019 14:43
Habt ihr ein paar Ideen wie man die Agenten des Namenlosen in Szene setzen kann, so dass es bedrohlich und kompetent wirkt, aber nicht direkt alle Helden tötet?
Er ermordet deren Familien. Was für die Spieler aber extrem unbefriedigend ist, da es dagegen praktisch keinen Schutz gibt. Ist aber das Einfachste.

Weniger einfach, Rufmord.

DerShrimp
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Die Rache eines Auge des Namenlosen (Spoiler Simyala)

Ungelesener Beitrag von DerShrimp » 22.07.2019 18:43

Vielen Dank schon mal...

Die Idee einfach einem Helden die Seele zu entreißen, ohne dass Helden etwas dagegen tun können finde ich für den Spielspaß nicht förderlich.
Das freiwillig dem Gott verschreiben, vielleicht auch mit schleichenden Namenlosen Zweifeln finde ich besser:
Z.b. Die Magierin ein Buch bekommen lassen, dass mit der Liturgie versehen ist, die sich langsam entfaltet.

Die einfache Ermordung der Familien kann ein Mittel sein, aber nur wenn es stimmig eingebaut ist. Sonst ist es tatsächlich einfach nur frustrierend für Spieler.

Ich finde die Balance die Agenten des namenlosen kompetent darzustellen und gleichzeitig nicht einfach die komplette Gruppe auszulöschen sehr schwierig.

Gibt es weitere, konkrete Ideen wie sowas aussehen könnte?

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Djerun
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Die Rache eines Auge des Namenlosen (Spoiler Simyala)

Ungelesener Beitrag von Djerun » 28.07.2019 16:54

Ich baue gerne Strategien ein, die an sich wie 100% ige Erfolgsstgeschichtwn aussehen. Dann bastle ich eine Hintertür dazu, die auf etwas beruht, was der Planer offensichtlich nicht wissen kann. Spieler mögen es nicht besonders, wenn sie das Gefühl haben, egal was man tut, der Gegner verfügt offensichtlich über das Wissen des Meisters. Umgekehrt gefällt es den meisten Spielern, wenn sie auch mal Überraschungen für ihre Gegner parat haben.

Das kann ein Verbündeter der Helden sein, der ihnen frühzeitig einen Tipp gibt, ein Zauber, der dem Auge des Namenlosen unbekannt ist, oder sonstwas.

Jadoran
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Die Rache eines Auge des Namenlosen (Spoiler Simyala)

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 28.07.2019 17:21

@DerShrimp: E sist ja eine lange Kampagne, und danach soll noch mal eine lange kommen. Der Namenlose hat Geduld.

Ein Ansatz wäre eventuell, die Probleme, die gleich zwei Helden mit Travia haben, noch zu vertiefen, und schleichend dafür zu sorgen, dass den beiden Travia immer mehr wie eine bigotte Puritanerin aus dem Bibelbelt vorkommt. Dazu muss wahrscheinlich nicht einmal besonders viel gelogen werden. Ein Spion / Spionin muss nur dafür sorgen, dass Traviageweihte, auf die die Heldne treffen, immer informiert sind, wen sie da vor sich haben, dann werden die schon für sozialen Druck sorgen. Dann noch ein wenig die Helden aufhetzen (a.k.a. "Müsst ihr euch das gefallen lassen") und darauf hinarbeiten, dass sich früher oder später mal die Gelegenheit ergibt, die Helden zu einem Geweihtenmord zu provzieren. Und dann würde ich erst die Hinweise dichter streuen, dass die Agenten des NL die Helden in eine Richtung gelockt haben.

Da mag die Traviageweihte den Wirt der Herberge auf die "Frevlerin" hinweisen, und der, um sich nicht Travias Segen zu verscherzen, verweist die Adlige des Hauses oder wenigstens in den Stall. Da wird die Heldin sicher säuerlich, besonders, wenn sich das häuft und unversöhnlich rüberkommt.
Ist ein Traviageweihter vom Naturell her eigentlich zu freundlich, dann kann ihm ja gesteckt werden, dass nicht nur Ehebruch vorliegt, sondern noch was besonders unappetitliches angedeutet werden, was da angeblich mit im Spiel wäre. (Blutschande, Kindsmord, Hand gegen einen Geweihten erhoben...)
Besonders niederträchtig wäre es noch, wenn falsche Fährten gelegt werden, die es so asussehen lassen könnten, als ob ein Mitheld die Tratschtante ist. Was gibt es schöneres für den NL, als Zwietracht zu säen?
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Skalde
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 28.07.2019 19:02

DerShrimp hat geschrieben:
22.06.2019 14:43
Habt ihr ein paar Ideen wie man die Agenten des Namenlosen in Szene setzen kann, so dass es bedrohlich und kompetent wirkt, aber nicht direkt alle Helden tötet?
Man kann doch die Helden gegeneinander aufbringen. Ein Agent des Kultes mischt den Helden Rattenpilze ins Essen. Am besten nicht allen, sondern nur zwei oder drei. Sie beginnen, an ihrem Glauben zu zweifeln, und dann erscheint Zadig ihnen (nur den Vergifteten) im Traum. Wenn es die sehr gläubigen Charaktere erwischt hat (ich nehme mal an, das wären z. B. der Ritter und der Schwert-und-Stabler), werden sie es wahrscheinlich erst einmal nicht den anderen erzählen, da sie sich ihrer plötzlichen, frevelhaften Gedanken schämen. Zadig kann ihnen im Traum Hinweise auf die anderen Betroffenen geben. Sie erkennen nach und nach, dass sie dieselben Gedanken haben; und schotten sich von ihren Kameraden ab. Auf diese Weise könnte Zadig einen Teil der Gruppe zum Werkzeug seiner Rache an den anderen machen. Passt gut zu einer Gottheit, deren Aspekte Verrat, Heimtücke und Versuchung sind.
"Bringt das Schiff in Position! Stellt es senkrecht!"

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Djerun
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Ungelesener Beitrag von Djerun » 28.07.2019 19:42

Das Jahr des Feuers bietet auch offene Wege an. So kann ein NL Geweihter den Helden im Kampf gegen die Dämonenbündler helfen. Wenn er etwas beisteuern kann, das den Helden hilft, kann er sogar relativ offen auftreten. Bei der Szene, wo die Knolle aus Auraleth geborgen werden muss, hat wirklich jeder Held Grund, an den Praioten zu zweifeln (wer da nicht den Kopf schüttelt, taugt nicht als Held für dieses Abenteuer).

Damit kann ein NL- Geweihter Zugang zur Gruppe bekommen und seine Fähigkeiten optimal platzieren. Wird dann selbst für die Spieler schwer, da standhaft zu bleiben...

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Rastan
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Ungelesener Beitrag von Rastan » 04.08.2019 17:46

Ich weiß leider nicht welche Möglichkeiten dem Herrn im Rahmen der Kampagne zugedacht sind, aber ein Fluch bietet sich an.
Entweder individuell nach den schlechten Eigenschaften der Helden, also mal bildlich ausgedrückt: Jemand mit Goldgier wird beim Anblick eines größeren Schatzes oder sonstiger Reichtümer unzurechnungsfähig, ein jähzorniger Held prügelt Leute wegen Nichtigkeiten halbtot etc..

Alternativ, falls man ein Abenteuer draus machen möchte, könnten die Helden mit einem Fluch belegt werden und etwas tun müssen um den Fluch wieder loszuwerden.

Sollte es lieber subtiler sein, könnte man den Helden eher Knüppel zwischen die Beine werfen.
Wichtige Kontaktpersonen in einem Abenteuer ausschalten oder die Pferde vergiften etc.

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