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Parierwaffen außerhalb der Zivilisation

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GreedyGroot
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Parierwaffen außerhalb der Zivilisation

Ungelesener Beitrag von GreedyGroot » 29.05.2018 14:20

Wer sind die bei der Sonderfertigkeit Parierwaffen entsprechenden Kulturen? Klar denkt man erstmal an einen Degenfechter mit einer Linkhand oder ähnlichem aber was ist mit einem Barbaren oder Moha der in der einen eine Axt oder ähnliches hält und in der zweiten einen Dolch der quasi mit der Spitze nach unten zeigt, also am Unterarm anliegt, um besser zu parieren. Oder fällt so eine Verwendung doch eher unter Beidhändigen Kampf als Parierwaffen, da es eben nicht diese stilisierte Kampfform ist?

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AngeliAter
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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 29.05.2018 14:33

Unzivilisierte Völker werden eher zu Lederschilden greifen, deutlich besser in der Handhabung, leichter herzustellen und.. naja, man versuche mal mit einen am Unterarm anliegenden Dolch einen Axthieb zu parieren.
Auch wäre die Frage wo gekämpft wird und Wilde werden eher auf offenden Feld/Dschungel kämpen als in engen Palästen. Da besteht schlichtwegs keine Notwenidgkeit um eine Paradewaffe mitzubringen, weder zu wenig Platz für einen Schild noch würde man sich mit diesen blamieren.
Natürlich, wenn es wieder in beengete Gebiete wie Höhlen geht kann ein Parierdolch wieder Sinn ergeben.
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Ungelesener Beitrag von Darjin » 29.05.2018 15:55

imho machen Parierwaffen da besonders Sinn, wo du Waffen im Kreuzblock binden kannst und daher fast nur bei Kulturen mit weiter Verbreitung von Klingenwaffen. Wenn jeder zweite Gegner lieber eine Axt oder einen Keule schwingt, ist deine Parierwaffe nur noch halb so viel wert wie eine zweite Waffe.
Auch im Horasreich sieht man eher wenige Parierwaffen auf dem Schlachtfeld (und selbst solche mit einer sehr einseitigen Ausbildung an der Waffe werden eher einen (Vollmetall-)Buckler als einen Parierdolch dabei haben wollen, wenn sie sich vor Zweihändern oder Hellebarden schützen wollen).
„Man muß uns, glaube ich, nie so viel Verachtung zeigen, wie wir verdienen.“
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GreedyGroot
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Ungelesener Beitrag von GreedyGroot » 29.05.2018 17:43

Ist den die Verwendung von einem Hakendolch mit einem Bastard- oder Barbarenschwert Regel konform? Zumindest das Barbarenschwert sollte normalerweise durchaus zusammen mit einem Hakendolch usammen nutzbar sein, auch wenn dies ungewöhnlich ist. Aber ist das ganze auch machbar wenn man das Barbarenschwert als Hiebwaffe führt?

Darjin
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Parierwaffen außerhalb der Zivilisation

Ungelesener Beitrag von Darjin » 29.05.2018 17:53

Es gibt keine Beschränkung womit du die PW einsetzen kannst (außer Einhändig + Paradefähig halt) - es geht eher um die Waffe des Gegners.
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GreedyGroot
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Ungelesener Beitrag von GreedyGroot » 29.05.2018 18:12

Ist meine Version des Aventurischen Arsenals veraltet oder wurde die Regelung irgendwo anders aufgehoben, den im Aventurischen Arsenal sind die Waffen angegeben mit denen man sie Verwenden darf und zwar nur mit diesen. So ist zB bei der Linkhand eine Liste von Schwertern zur gleichzeitigen Nutzung angegeben, wobei die Linkhand nicht mit angegeben ist. Dagegen nennt der Hakendolch einfach alle Schwerter.

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Parierwaffen außerhalb der Zivilisation

Ungelesener Beitrag von Darjin » 29.05.2018 18:22

weiß nicht, welche Auflage hast du? Und welches System spielst du? Ich lese aus WdS heraus, dass keine bestimmten Waffen-PW-Kombis beschränkt sind.
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Ungelesener Beitrag von Jeordam » 29.05.2018 18:34

Parierwaffen sind ein typisches Produkt der Großstadt. Bewaffnung, die beim Einkaufsbummel, im Rotlichtviertel oder bei Hofe nicht stört, weil sie bequem am Gürtel hängt und gesellschaftlich akzeptiert ist, und mit minimaler Vorbereitung einsatzbereit ist, falls Strassenräuber, Zuhälter oder Attentäter hinter der nächsten Ecke hervorspringen.
In dörflichen Kulturen treten diese Situationen nicht auf. Da hat man mindestens ein paar Minuten, bis die ätzenden Nachbarn oder wilde Tiere über die Wiese gewetzt kommen, um Schild und/oder Rüstung aus dem Schrank zu holen. Die gegen Viechzeugs oder Fernwaffen auch deutlich mehr helfen.

Obendrein harmonieren Parierwaffen besser mit den flexibleren Klingenwaffen als den recht vorhersehbaren Hiebwaffen, was DSA sogar über den meist schlechten PA-Wert derselben abbildet.

Also: Parierwaffen <=> städtisches Zivilleben.
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Parierwaffen außerhalb der Zivilisation

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 30.05.2018 02:06

Da wäre auch die Frage, aus was ein Moha im Dschungel sich denn einen Parierdolch basteln sollte. Eine Dolchklinge aus Feuerstein pariert nunmal nix, die splittert. Auch die Parierstange aus Knochen oder Bambus am Hakendolch ist vielleicht nicht so der Bringer.

Bei Barbarenvölkern mit primitiver Metallurgie, also Gjalskern, Fjarningern und Trollzackern, wär's vorstellbar, aber die bevorzugen alle Zweihandwaffen.

Hm, Orks vielleicht noch. Krummsäbel und Parierdolch. Wenn der Khurkach das cool findet ... :wink:
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Rasputin
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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 30.05.2018 02:35

Ich sehe das so:
Es gibt in DSA die Barbarenstreitaxt. Eine (eigentlich) unglaublich dumme und ineffektive Waffe. Sie macht in keine Hinsicht Sinn. Barbaren benutzen Äxte, weil diese viel weniger Metall brauchen, als ein Schwert und viel günstiger her zu stellen sind. Das ist bei einer riesigen (Doppelblatt :rolleyes: )Axt bestimmt nicht so.
Im Kampf macht diese Waffe auch absolut keinen Sinn.
Trotzdem mag ich, dass sie im Spiel ist. Warum? Rule of cool!

Jetzt zu den Papierwaffen:
Es gibt hier leute (und das finde ich erstmal nicht schlimm) die spielen Waldmenschen, die Garethi/Tulamidia gelernt haben, die Söldner wurden, dann in einer Arena gekämpft haben und dann plötzlich Mitglieder der Gesellschaft sind und auf Heldenreise gehen. (Waldmensch Söldner bgb Fasarer Gladiator)

Wenn jemand einen Barbaren mit Parierwaffen spielen möchte, kann er sich meinetwegen einen Grund aus den Fingern saugen.
Die realistischste ist, dass er wie jeder andere mit einem Buckler angefangen hat, aber seinen eigenen Stil entwickelt hat (als PW und nicht Schild).
Vielleicht wollte er eine spezielle Kampftechnik entwickeln um seinen Rivalen im Kampf zu besiegen der ein (Barbaren)schwert benutzt.
Barbarenschwerter haben schon überall Zacken und Dornen. Da ist die Entwicklung zu einer komischen Version des Hakendolches nicht mehr soooooo weit.

Macht es Sinn? Eher so meh. Macht es mehr Sinn als eine riesige Doppelblattaxt? Ganz bestimmt.
Anscheinend kapiert ihr es alle nicht. Ich bin hier nicht mit euch eingesperrt, ihr seid hier mit mir eingesperrt!

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Madalena
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Ungelesener Beitrag von Madalena » 30.05.2018 09:48

GreedyGroot hat geschrieben:
29.05.2018 18:12
Ist meine Version des Aventurischen Arsenals veraltet oder wurde die Regelung irgendwo anders aufgehoben, den im Aventurischen Arsenal sind die Waffen angegeben mit denen man sie Verwenden darf und zwar nur mit diesen. So ist zB bei der Linkhand eine Liste von Schwertern zur gleichzeitigen Nutzung angegeben, wobei die Linkhand nicht mit angegeben ist. Dagegen nennt der Hakendolch einfach alle Schwerter.
Aventurisches Arsenal ist halt DSA 4.0, Wege des Schwertes kam später raus, ist also für DSA 4.1 die maßgebliche Quelle. Und WdS sieht das nicht so eng.

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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 30.05.2018 09:51

Vom Arsenal gibt es die neueste, 4. Auflage, die bezieht sich schon auf WdS, wurde aber nur so halb aktualisiert.
Das ist ein ganz seltsames Zwischending, so quasi DSA 4.05

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 30.05.2018 13:12

Rasputin hat geschrieben:
30.05.2018 02:35
Jetzt zu den Papierwaffen:
Es gibt hier leute (und das finde ich erstmal nicht schlimm) die spielen Waldmenschen, die Garethi/Tulamidia gelernt haben, die Söldner wurden, dann in einer Arena gekämpft haben und dann plötzlich Mitglieder der Gesellschaft sind und auf Heldenreise gehen. (Waldmensch Söldner bgb Fasarer Gladiator)
Wenn jemand einen Barbaren mit Parierwaffen spielen möchte, kann er sich meinetwegen einen Grund aus den Fingern saugen.
Ja schon. Aber das ist dann eben nicht mehr der Wilde frisch aus dem Urwald, und er hat seinen Parierdolch nicht im Urwald aus Knochen und Feuerstein gebastelt, sondern hat ihn und seinen Gebrauch in der Zivilisation kennengelernt und ein funktionsfähiges Exemplar erbeutet oder beim Schmied gekauft.

Natürlich kann Don Cantetinzano der Kolonialhorasier mit Speer und Parierdolch kämpfen wenn's ihm Spaß macht. Aber es gibt keine Stämme, die das tun, soweit ich weiß. Auch schon allein weil das Material es nicht hergibt.
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Ungelesener Beitrag von Ugo Baersgarjew » 01.06.2018 10:06

Den meisten Wilden würde ich auch eher den Kampf mit "Improvisierten Waffen" und "Versteckter Klinge" über Raufen zugestehen, als einen PW-Stil, der eher auf einen kulturellen Sportsgeist zurückzuführen ist.

Andererseits kann gerade bei den Waldmenschen, ein Stil mit "Orchidee" und "Keule"oder "Dolch" wiederum Sinn machen. Bei den Barbarenkulturen, bei denen es Schaukämpfer und Gladiatoren gibt, halte ich "Drauchenlauen" und Bock/Buckler Stile ebenfall für anwendbar.
In beiden Fällen bleibt jedoch die Frage offen, ob es sich bei diesen Varianten, um einen fundierten PW-Stil handelt, oder doch eher um eingestreute Raufen-Manöver (was ich eher glaube).
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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 01.06.2018 14:14

Buckler dürfte es bei einigen Barbarenkulturen geben. Würde aber vermuten, dass dieser (oder andere Faustschildvarianten) eher als Schild eingesetzt werden und nicht als Parierwaffe. Aus rein praktischen Gründen:
1.) PW nutze ich wenn ich Gegner habe, bei denen meine Abwehr davon profitiert eine PW zu verwenden (sprich: wenn ich sie binden oder entwaffnen kann - nutzlos gegen Tiere, ZHH, z.T. auch gegen HW [wenn ohne Schild], Speere [falsche DK], also nutzlos im typischen Barbarenkampf... fein gearbeitete Klingenwaffen sind da eher selten); mit SK sind die SP-Schilde ebenfalls einsetzbar.
2.) um PW zu nutzen, sollte ich selbst eine Waffe haben, die Binden od. Entwaffnen kann. (von den typischen Barbarenwaffen eigentlich nur mit Speeren)
3.) Mit den meisten "Barbarenwaffen" kämpfe ich effektiver, wenn ich auf offensiv verteile und zur Verteidigung auf SK oder Ausweichen gehe und nicht auf PW. Denn viele haben relativ hohe Abzüge beim zweiten WV-Wert (Keule -2, Baccanaq -2, Knüppel -2, Speer einhändig -5, Holzspeer -6,...)

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Ungelesener Beitrag von Vasall » 01.06.2018 16:27

So grob gilt ja:
  • Defensiv: Einhandwaffe & Schild
  • Flexibel: Einhandwaffe & Parierwaffe
  • Offensiv: Einhandwaffe & Einhandwaffe
Im Prinzip finden sich dazu in allen Kulturen bedarf und passende Waffen, vorausgesetzt die Metallurgie ist weit genug.

Sei es nun Speer & Hirschfänger, Messer & Gabel, Sax & Spatha, Streitaxt & Borndorn, etc.
Ich sehe nicht warum die Kombi jetzt nur in urbanen Gegenden passen sollte.

Jeordam
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Ungelesener Beitrag von Jeordam » 02.06.2018 15:05

@Vasall
Ist die Frage jetzt OT oder IT?

OT gibt es dein Sax und Spatha, aber eigentlich kein Einhandwaffe+Einhandwaffe. Dafür gibt es die Entscheidung entweder ordentliche Rüstung und was zweihändiges, oder die Rüstung mit einem ordentlichen Schild ersetzen und eine Einhandwaffe dazu. Beides wischt mit dem Parierwaffenfuzzi den Boden auf, ist aber einfach sperrig und unbequem. Mit Weinkrug und Frau im Arm rumzuhängen geht damit eher schwer. Parierwaffen schliessen diese Lücke.
Ausserhalb von Städten mit gefährlichen Rotlichtvierteln bzw. Adelsempfängen kann man sich aber vorbereiten, wenn es gefährlich werden kann. Und nimmt direkt das Komplettpaket.

IT liegt es am Viechzeugs bzw. Gegner mit Kriegsausrüstung. Gegen beides haben Parierwaffen massive Einschränkungen.
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Ungelesener Beitrag von Vasall » 04.06.2018 15:45

Meine dreiteilige Kategorisierung gilt IT wie OT.

Der Mensch kämpf nun mal beidhändig und meist unterscheidet er zur besseren Koordination bei handwerklichen und kämpferische Tätigkeiten in Haupt- und Nebenhand.
Parier Waffe umfasst explizit auch Dinge wie Panzerarm und Mantel, oder andere improvisierte Paradehilfen.
Es ist also eine häufig verfügbare Waffenkombi, man braucht nur Seitenwaffe und Irgendwas.
Der Weidener Ritter kann da sowohl im Gefecht drauf zugreifen - gepanzerter Arm und Langschwert - wenn etwa der Schild zerschlagen ist; wie auch bei Hofe mit Mantel und Langschwert, wo das tragen des Schildes unsittlich wäre. Gleiches gilt etwa für den Thorwaler Thinskari, oder den tulamidischen Kaufmann. Da braucht's kein Urbanes Umfeld mit Zahnstocherfuchtlern zu.

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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 04.06.2018 23:24

Mal die Philosophiererei darum was sein könnte oder sollte beiseite. Die Frage des TE bezog sich rein darauf, was das WdH mit "Verbreitung: 4, bei entsprechenden Kulturen" meint, oder?

Jedem wird klar sein, dass das Horasreich als das "Mantel und Degen"-Szenario-Land hier gemeint ist, aber es ist ja von Kulturenn die Rede. Wo also noch?

Um ganz nach den Regeln dieser Frage auf die Spur zu kommen, sehe ich mir an, welche Professionen diese SF beinhalten und wo es diese Professionen geben kann. Da hätten wir:

- Stabsfähnrich, allerdings nur der Vinsalter, nicht der Wehrheimer, also nur der horasischen, nicht der mittelreichische

- Fähnrich zur See und zwar egal ob aus dem HR, dem MR, dem Bornland oder Al’Anfa!

- Krieger aus Vinsalt also wieder HR

- Schwertgeselle nach Uinin, also Albernia, ein Stil der auf Kampf auf Schiffen konzentriert ist

- Schwertgeselle nach Federino, wieder HR

- Balayan nach Ishannah al’Kira, also Aranien, hier werden die Kriegsfächer als PW eingesetzt für schöne Leibwächterinnen

- der Almadanische Caballero bekommr keine SF PW, doch im Beschreibungstext steht: "Die Verwendung von Parierwaffen oder (Faust- oder Reiter-)Schilden ist nicht überall ausgeprägt.", außerdem kriegen sie den Buckler als Ausrüstung gratis

- Rahja-Kavalier, wieder HR

Wir haben also neben dem HR auch in Aranien PW-Kämpfer und in der restlichen zivilisierten Welt (MR, Bornland, Albernia, Al'Anfa) gibt es PW-Kämpfer dort, wo Kampf auf Schiffen gelehrt wird.
Soweit die Kulturen, die dem WdH nach die SF PW I (/II) kennen. Weitere Kulturen scheinen hier von den Autoren nicht angedacht zu sein.

Die anfangs angesprochenen Moha-Krieger verteidigen mittels Ausweichen, statt zu parieren. PW dürften dort kaum bis gar nicht bekannt sein. Vermutlich können sie tatsächlich keine Waffen herstellen, die dafür stabil genug sind und brauchen diese Fähigkeit schlicht auch nicht, da sie eh mehr gegen Tiere als gegen andere Menschen kämpfen.

Kann man trotzdem einen Moha-Krieger mit PW spielen? Klar! Man denke sich entweder eine Geschichte aus, wie dieser eine Krieger oder dieser eine Stamm das gelernt hat, oder man lege einfach fest, dass im eigenen Aventurien halt PW bei Mohas bekannt sind.

Da sich "alle Waffen der Distanzklasse H" als PW verwenden lassen, kann auch ein Feuersteindolch i.ä. dafür benutzt werden. Effektiv ist das halt weniger, weil hoher BF und kein guter PA-WM.
( o _
/ / \
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Ungelesener Beitrag von Vasall » 05.06.2018 07:29

Naja, im WDH steht auch, dass SF mit Verbreitung ≥4 von Beginn an frei gewählt werden dürfen.

Bei den meisten Professionen wird der Slot für die linke Hand durch den weitaus wichtigeren und verbreiteteren Schildkampf belegt.

Gegenprobe für Deine Theorie wäre ja dann die Auswahl von Beidhändiger Kampf I bei den Professionen, das gibt's bestimmt noch weniger. Oder Schildkampf I: "bei vielen professionellen Kämpfern" bedeutet ja nicht, dass die SF nicht auch von nicht-professionellen Kämpfern gelernt werden kann. Aus diesen Zusätzen darf man kein Ausschlusskriterium konstruieren. Im Gegenteil: die Textzusätze bei der Verbreitung sind meist eher Hinweise, wo die Verbreitung höher als im aventurischen Durchschnitt anzusehen ist.
BhK I hätte ja etwa nur Verbreitung 3 (nach WDS nur bei Südaventurischen Gladiatoren und Schwertmeistern) und könnte ohne Ausnahme nicht von Start weg gewählt werden.

Wer also seinen Dolch ( vgl. z.B. Zweck und Verbreitung Langdolch) oder einen Schemel, oder Stock, oder Mantel, oder irgendwas aufnimmt, oder wer einfach seinen gepanzerten Arm nutzen will, um sich im Gefecht besser zu Verteidigen, weil er keinen Schild zur Hand hat, landet bei PWI wenn er das üben möchte.

Hauptwaffe und Nebenwaffe kommt in vielen Kulturen oft vor. Wer das besser können möchte braucht PW.

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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 06.06.2018 14:57

Beidhändiger Kampf gibt es nur bei den zwei Professionen Bayalan nach Marwan Sahib und Stammeskrieger der Beni Dervez, also: Ja, deutlich seltener als PW. Die Verbreitung entsprechend nur 3 bzw. 2 für BHK II.
SK dagegen ist bei sehr sehr vielen Professionen dabei. Die zähle ich jetzt nicht alle auf (64 Treffer ergibt die Suchfunktion im Bereich der Professionen, wobei eine Profession mit SK I und SK II natürlich zwei Treffer ergibt).

Ich sage nicht, dass die Professionen und ihre SF allein das Kriterium bilden, ob es diese SF irgendwo gibt. Aber ich wüsste jetzt keine bessere Methode, den Willen der Autoren von WdH zu ergründen, was die mit "entsprechenden Kulturen" bei den PW gemeint haben.
Und ich glaube schon, dass diese Zusätze bei den Verbreitungen als Einschränkung zu sehen sind. Nicht unbedingt als Einschränkung der Art, dass niemand sonst diese SF kennen kann, aber als Einschränkung zu dem genannten Verbreitungswert. Also ja, ich glaube, wer von Anfang an oder auch irgendwann im Spiel BHK I lernen will, ohne südaventurischer Schwertmeister oder Gladiator zu sein, derjenige ist dann eine Ausnahme. Ich glaube, SK wird eigentlich nur von professionellen Kämpfern erlernt. Professionell heißt ja nicht die besten der besten. Professionell heißt, die machen das in ihrer Profession (der Unterschied zwischen Profisportlern und Amateursportlern ist nicht die Leistung, sondern ob sie dafür bezahlt werden).
Wenn ein SC-Peraine-Geweihte SK lernen will, kein Problem. Aber er ist damit eine Ausnahme.
Wenn ein Moha PW können will, kein Problem. Aber er ist damit eine Ausnahme. Ich als SL würde da eine Erklärung für verlangen.
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Ungelesener Beitrag von Vasall » 06.06.2018 15:35

Also das Gros der Leute, die auf dem Schlachtfeld den Schildwall stellen, die ganzen wehrpflichtigen Freien, die Zünfte und Milizen, Die Thorwaler Sippenkrieger, die zwergischen Tunnelwächter, etc. pp. können ganz überwiegend kein SKI?

Das passt nicht zu Verbreitung 6.

Ich denke weiterhin, die textlichen Zusätze zur der Verbreitungsangabe sind meist Ergänzungen für Verbreitungsschwerpunkte über den aventurischen Durchschnitt hinaus.

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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 06.06.2018 16:03

@Vasall: Nur das man für Schildkampf Linkhand benötigt und nicht Beidhändigkeit I.
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Ungelesener Beitrag von Vasall » 06.06.2018 17:05

Versteh ich nicht :grübeln:

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Ungelesener Beitrag von smarrthrinn » 06.06.2018 18:13

@Vasall Ungeübte Milizen lernen vor dem Kriegseinsatz das Marschieren, die Formation und ein paar Manöver in der Formation. Dazu noch vielleicht ein rudimentäres Waffentraining. Für eine Spezialistenausbildung ist da weder Zeit noch Erfordernis. Einen Schild halten kann jeder Depp, SK1 heißt, dass man damit so gut umgehen kann, dass man einen Bonus auf die Parade erhölt und sogar einen Angriff mit dem Schild ausführen kann. Wozu braucht das die Miliz, die in Reih und Glied steht?

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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 06.06.2018 18:24

Soweit ich weiß ist Linkhand und Schildkampf I laut Regeln auch durch einfaches zuschauen und ausprobieren erlernbar. Etwa so komplex wie eine Finte.
Anscheinend kapiert ihr es alle nicht. Ich bin hier nicht mit euch eingesperrt, ihr seid hier mit mir eingesperrt!

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Ungelesener Beitrag von Ugo Baersgarjew » 06.06.2018 18:29

Ich denke auch das vieles was bei den beschreibungen steht für die vorwiegenden Verbreitungsgebiete gilt. Wenn man bspw. den Schaukämpfer anschaut, heist es das es Aventurien weit nur eine Ausbildungsstätte gibt. Wenn man dan aber der Kulturen ansieht bei denen ein Schaukämpfer möglich ist muss man sich schon fragen warum ein Gjalskaländer Barbar nach Punin reisen sollte um dort Schaukämpfer zu werden. Des weiteren muss man bei diesem Gjalskaländer Schaukämpfer fragen, -darf er jetzt überhaupt Hammerfaust, Gladiatorenkampf oder Unauerschule erlernen?- obwohl die Stammeskrieger der Kultur lediglich Bornländisch beherschen, und die anderen stile eigentlich besser sind.

Genauso sollte man das mMn mit so ziehmlich allen SF Umgehen wenn man soetwas möchte muss man eben ein regionales Equivalent ausbrüten. Regeln hin oder her.

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Ab dem Beitrag von @Asandir ansehen. Das passt denke ich, gut zul Thema.
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 06.06.2018 20:25

Vasall hat geschrieben:
06.06.2018 15:35
Also das Gros der Leute, die auf dem Schlachtfeld den Schildwall stellen, die ganzen wehrpflichtigen Freien, die Zünfte und Milizen, Die Thorwaler Sippenkrieger, die zwergischen Tunnelwächter, etc. pp. können ganz überwiegend kein SKI?

Das passt nicht zu Verbreitung 6.
Darum steht da ja auch "Verbreitung: 6, bei sehr vielen professionellen Kämpfern" statt "Verbreitung 6" wie bei Linkhand. Glaubst du echt, ein wehrpflichtiger Bürger, der eigentlich Handwerker ist, hat die SF Linkhand und SK I gelernt? Ich hätte dem höchsten Linkhand zugestanden, wahrscheinlich nichtmal das. Er kann das Schild halten, reicht.
Ein thorwalscher Sippenkrieger hat bei mir wohl immer SK I, weil ich dafür die Kämpfer-Werte aus UdW nehmen würde und die haben das alle, wenn ich mich recht erinnere. Aber lässt man UdW außen vor und nimmt nur, was WdH hergibt, wären das wohl am ehesten Söldner oder Soldaten in der Variante Leichtes Fußvolk. Die kriegen ja SK I.
Nebenbei glaube ich auch, dass in Aventurien Soldaten bzw. Söldner das Gros an Kämpfern auf dem Schlachtfeld stellen und nicht wehrpflichtige Freie. Die müssen ihre Stadt verteidigen können und lernen dafür ein bisschen Armbrust und Infanteriewaffen oder so. Sie lernen nicht, wie man effektiv ein Schild benutzt (auch wenn sie vielleicht mal eines in die Hand bekommen). Linkhand + SK I sind immerhin schon 500 AP.

Wie das bei den Zwergen aussieht, weiß ich jetzt nicht. Mit Zwergen kenne ich mich nicht aus.
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Rasputin
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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 06.06.2018 21:14

Advocatus Diaboli hat geschrieben:
06.06.2018 20:25
Darum steht da ja auch "Verbreitung: 6, bei sehr vielen professionellen Kämpfern" statt "Verbreitung 6" wie bei Linkhand.
Ich interpretiere das anders. Bei mir gibt die Zahl die Verbreitung allgemein an. (Der Einfachheit halber sagen wir jetzt mal 6 bedeutet 60% der Bevölkerung, ich weiß dass es nicht so viele sind). Der restliche Text ist nur nochmal eine genauere Beschreibung. So haben 60% aller Aventurier Schildkampf I aber von den professionellen Kämpfern haben das sogar 95%.
20% alle Aventurier haben dann BHKII aber von den Gladiatoren haben es 70% oder so.

Es ist nicht so, dass innerhalb der Untergruppe "Gladiator" nur 20% BHKII beherrschen. Die Fähigkeit ist aber bei dieser Gruppe besonders bekannt.
Anscheinend kapiert ihr es alle nicht. Ich bin hier nicht mit euch eingesperrt, ihr seid hier mit mir eingesperrt!

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Advocatus Diaboli
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 06.06.2018 23:01

Vermutlich nehmen sich beide Ansichten letztendlich nicht viel, da nirgens gesagt wird, wie häufig genau nun 4, 5 usw. sind. Es läuft immer darauf hinaus, dass es eine Abstufung gibt und die Zusätze beschreiben, wo es häufiger zu finden ist als anderswo. Ob die Zahl jetzt dabei die allgemeine oder die beschriebene Häufigkeit bezeichnet, verschiebt die Skala ja nur, verändert sie aber nicht wirklich.

Interessant wäre hier nur wirklich die Frage, ob denn jede Kultur PW von Start an wählen darf, weil es ja Verbreitung 4 hat. Und da bleibe ich dabei, dass ich für nen Moha eine gute Erklärung haben will.
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