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Weltfremd "Geld und Besitz"

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Eiskristall
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Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Eiskristall » 01.01.2016 20:33

Wie spielt ihr in euren Runden einen Charakter ( vor allem Elfen ) mit diesem Nachteil ?

lehnt der immer seinen Anteil bei allem Gefundenen ab ( Gold, magische Gegenstände ) ? Oder passt ihr euch der Realität an und lasst den Nachteil im Laufe der Charakterentwicklung mit AP wegfallen ?

Läuft es nicht zwangsläufig auf letzteres hinaus, da der Elf nicht mehr in der Sippe ist udn auf sich selbst angewiesen ist ?


Grüße

Jadoran
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 01.01.2016 20:55

Die meisten Elfen, die mit dem Nachteil auch länger rumliefen und ihn "aggressiv ausspielten" (sich nciht bezahlen liessen und nicht bezahlten), waren bisher "Echte Elfen(tm)", die auch noch andere Eigenschaften hatten, die in Meisterselbsthilfegruppen immer mal wieder beim Bier erzählt werden ;)

Im Regelfall wurde das entweder weggekauft (Der Elf war von vorneherein ein "Wanderer") oder so ausgespielt, dass der Elf die Relationen einfach nicht verstand und sich bis auf ein paar Fluffmomente da raushielt, während die Mithelden das finanzielle regelten. Was ja auch legitim ist: Man kann ja durchaus merken, dass in der neuen Umgebung offenbar andere Regeln gelten, die man nur nicht versteht, an die man sich aber halten muss, wenn man keinen Ärger will.
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Erdoj Hurlemaneff
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Erdoj Hurlemaneff » 01.01.2016 22:42

Man kann ja auch andere Belohnungen aushandeln...

Andwari
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Andwari » 01.01.2016 23:40

Ein ziemlich schäbiger Nachteil:
-er zwingt quasi die Gruppe, entweder den "bösen" Part zu übernehmen, den Elfen zu übervorteilen und dessen Anteil quasi unter den anderen aufzuteilen
- oder er wird zum Gruppennachteil, weil man den Elfen halt nicht mal drei Decken auf dem Markt kaufen lassen kann, ohne dass das wieder dämliche Komplikationen gibt.
- auch die Variante, dass ein mitfühlender Mitheld die Vormundschaft über die Elfenfinanzen übernimmt, ist quasi "Gruppennachteil".
- auch Ärger durch diebische Elfen usw. fällt üblicherweise auf die ganze Gruppe.

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Gubblinus
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Gubblinus » 02.01.2016 00:35

Ich fand da zB andere Umsetzung von solchen Nachteilen ("kann nicht mit Geld umgehen") in anderen RPGs besser. zB dass man jedes eingenommene Geld für den Helden mit dem Nachteil einfach halbiert und annimmt er kauft teurer ein, bekommt weniger, etc., aber ohne das explizit auszuspielen.

In der Spielgruppe wo wir das nicht machen wurde das im Normalfall schon von Beginn an weggekauft. Wenn der Elf nicht grade wirklich frisch von der Sippe kommt ist eigentlich anzunehmen dass er zumindest irgendwie über die Runden gekommen ist, und das wäre einfach wenn man gar kein Konzept hat von Geld und Besitz kaum möglich (oder nur wenn der Charakter zu Beginn dann auch wirklich nichts mehr außer die Kleidung am Leib hat und bettelarm ist).

Thorgrimma
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Thorgrimma » 02.01.2016 10:24

Wir hatten mal zwei Leute mit Weltfremd "Geld und Besitz" in unserer Gruppe. Einen Anoihaschamanen und einen Puniner Magier (dem ja bisher immer die Akademie alles stellte und der nie was selber kaufen musste). Ich empfand den Anoiha übrigens nie als Gruppennachteil, da niemand auf die Idee kam, ihn zu übervorteilen. Er hat sich eben vertrauensvoll an uns gewendet, wenn er etwas brauchte, und dann wurde das von uns für ihn besorgt. Wenn er allein war, gab er zu viel Geld aus, wenn er an eine findige Händlerin geriet. Aber da für ihn die Golddukaten eben keinen Wert hatten, war das ihm im Prinzip egal. Der einzige, der also einen Verlust verspürt, ist wenn dann der Spieler.

Problematischer war das mit meinem Magier, der auch noch der beste Freund des Anoiha wurde. DA hätten natürlich alle gedacht, dass er irgendwie Ahnung von Gelddimensionen hat. Als es darum ging, dem Anoiha einen längerfristigen Platz in der Nähe Punins zu besorgen, der auch in der Nähe der Natur und des Waldes ist, suchte er nach einer kleinen Waldhütte. Dass ihm jemand eine Köhlerhütte mit lauter Kohle darin für 2 Silbertaler anbot, hat ihn einfach nicht gewundert. Er glaubte, dass sei der natürliche Preis dafür, warum sollte jemand auch zu günstig verkaufen? Letztendlich brachte uns das ins Abenteuer, weil die Hütte natürlich so günstig war, weil in der Nähe ein Mord an einem Avesgeweihten verübt wurde, und der Mörder die Gelegenheit witterte, sie jemand anderem in die Schuhe zu schieben. Wer ist dazu besser geeignet, als ein fremdartiger Anoiha? Der Tipp an die Stadtgarde, dass da etwas nicht in Ordnung sei, erging auch just an dem Abend, an dem der Schamane mit uns gemeinsam die Hüttengeister einstimmte und wir praktisch gerade ein Anoiharitual durchführten...

Das meiste Geschäft an der Hütte hat übrigens die sehr phexische Khnunchomer Artefaktmagierin gemacht. Sie kaufte sie wiederum für 1 Dukaten billig von meinem Magier ab, der froh war, die verfluchte Hütte loszuwerden und verkaufte für viele Dukaten teuer die Kohle weiter... KLar hat sie mich da übervorteilt - aber ich fand das so lustig, ich hab das nicht irgendwie übel genommen. Und das Geld bleibt ja im Prinzip bei der Gruppe.

Wie würde ich das ganze also spielen? So ähnlich, als würde ich eine Menge Glasperlen bekommen, die für mich keinen Wert haben, von denen ich aber weiß, dass sie in der Gesellschaft, in der ich gerade bin, mir beim Handeln weiterhelfen können. Ich würde meinen Belohnungsteil also annehmen, und vielleicht auch aus Gerechtigkeitsgefühl verlangen, dass ich genau gleich viele Perlen bekomme wie der Rest (Und würde vielleicht nicht merken, dass den einen die Dukaten und mir das Silber zugeschanzt wird). Beim Handeln mit Fremden würde ich mir sicherlich von den anderen helfen lassen. Wenn sie nicht da sind, und ich das bekomme, was ich will, so what, dann hat der andere halt einfach zu viel Glasperlen. Kann man dem ja gönnen. Würde ich wieder in meine Heimat zurückkehren, würde ich mir vielleicht eine Erinnerungsglasperle aufheben, aber den Rest der Gruppe schenken. Würde ich mehr Glasperlen für ein Geschäft brauchen, als ich habe, dann würde ich wohl die Gruppe bitten, mir was zu leihen, das ich dann anderweitig abarbeite. Wenn sie allerdings was brauchen, dann würde ich sicherlich recht großzügig meinerseits die Perlen hergeben.

Denarion Mogelbaum
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Denarion Mogelbaum » 02.01.2016 10:58

Das ist auch meine Lesart des Nachteils: Es gibt Geld, mit dem man handelt, wie viel Geld etwas wert ist, ist dagegen unklar. Ich fand Thorgrimmas Beispiel ziemlich gut!
Will man mehr von seinem Geld, kann man bei Verteilungen einfordern, dass man genau die gleiche Menge von den goldenen und silbernen Münzen bekommt, wie die anderen, bei untrennbaren Gütern geht das freilich nicht. Und man kann sich auch einfach merken, dass diese Golddinger mehr als die aus Silber wert sind.

kotor
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von kotor » 02.01.2016 12:11

Euch ist schon allen aufgefallen, dass der Nachteil nicht "Weltfremd: Geld und Währung" lautet sondern "Weltfremd: Geld und Besitz"?

Es geht nicht um irgendwelche Umrechnungsfaktoren sondern darum, dass man überhaupt kein Verständnis für das Grundprinzip von Eigentum hat.

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Sumaro
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 02.01.2016 12:24

@ kotor

Eigentlich geht es konkret darum, dass der SC mit dem Nachteil graduell (je nach Höhe des Nachteils) Schwierigkeiten im Umgang mit Geld und mit dem Konzept von Besitz hat. :wink:
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Andwari
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Andwari » 02.01.2016 13:41

Thorgrimmas Beispiel hat zwei Fußangeln:
- die Gruppe kompensiert den Nachteil dadurch, sich eben halbwegs fair zu verhalten.
- die wahllos mit Geld um sich schmeissenden Benachteiligten stehen anscheinend nie "blank" da.

Der Nachteil soll ja gerade nicht "Startschwierigkeiten" in einer neuen, unbekannten Umgebung darstellen, sondern ein fest im Chari verankertes Unverständnis, dass dem eben die einfache Erkenntnis verunmöglicht, dass man für die goldenen Scheiben zehn mal so viel kriegt wie für die silbernen.

Beim Elfen ist auch ziemlich klar im Hintergrund beschrieben, dass "... Besitz" sich eben so äußert, dass man den Elfen nach menschlichen Maßstäben als Dieb bezeichnen würde. Die Ausführungen in ALuT S.85 sind noch krasser - aber logisch hergeleitet - Elfen sind quasi geschäftsunfähig - weil rechtlich sonder-gestellt und in Gelddingen einfach so behindert, dass man da nur Scherereien hat, solange kein Helfer daneben steht und das abwickelt.

@Sumaro
Leider fehlt fürs "graduell" anders als bei den anderen Schlechten Eigenschaften etwas an Schärfe, wann denn der Nachteil Triggern soll - "Geld und Besitz" habe ich bei jedem Geldgeschäft und die Marktszene:
Elf: "Oh, ihr habt schöne Äpfel da ..."
Marktstandler: "ja, aus meinem Gärtchen, heute frisch gepflückt"
Elf: "Wollt ihr den ganzen Korb selbst essen?"
Marktstandler: "Häh? - Nein, natürlich nicht, deshalb sitze ich hier ja ..."
Elf: ... nimmt den ersten Apfel, beißt rein, und will ohne zu zahlen gehen - denkt vllt. noch, dem armen Mann einen Gefallen zu tun.

Findet eigentlich ständig statt, sobald man in Gesellschaft ist. Dass man für Waren und Dienstleistungen bezahlt, ist so selbstverständlich, dass jemand der das grundsätzlich nicht kapiert, echt schwer einen an der Waffel hat.

Ob der Nachteil hier nur bei 1-5 auf 20 triggert, oder bei 1-8 ist kaum relevant. Der einzelne Elf hat halt entweder schon ab dem ersten Marktstand Probleme oder erst am dritten - wird aber ziemlich sicher noch vor Mittag Prügel beziehen (oder eine Belehrung nach Tralloper Vertrag erhalten). Eine +5 oder +8 auf irgendeine Probe heißt meist gleichmäßig: nicht geschafft. Also wenig Unterschied zwischen graduellem Nachteil. Ob ich den gewählt auf 2, 4 oder 6 habe, wäre viel relevanter. Ein Mindest-Startwert von 5 heißt, dass ich den Nachteil von Anfang an nicht wirklich bespielen kann, ohne dass es total nervig wird, weil Anfängerhelden schon eine +0 oft genug nicht schaffen werden, es bei +5 aber nahezu unmöglich wird - ähnlich wie bei der Vielzahl an Auto-Nachteilen, die aber meist nur seltener triggern.

Die ganzen Verkäufer und Dienstleister machen das ja nicht aus einer Laune heraus zum Zeitvertreib, sondern weil sie und ihre Familie verhungern, wenn kein Umsatz generiert wird - der Elf beklaut nicht den anonymen Discounter-Konzern in einer Überflussgesellschaft, sondern Oma Selinde, die außer der vom Elfen "gejagten" und schon halb abgehäuteten Ziege wenig hat. Und die Elfen in den Salamandersteinen erschießen schon mal Reisenden-Gruppen, die nach ihrer Meinung irgendwas falsch gemacht haben, vmtl. sieben Schritt zu weit links gelaufen oder so ein Unfug - auch erinnerungslos irgendwo in der Pampa aufzuwachen ist wenig freundlich, wenn man eigentlich samt Karawane von A nach B wollte und der Proviant darauf abgestimmt war.

Dann lieber an jeder Ecke des Marktes Knoblauch aufhängen - und elfische Kundschaft den paar Sonderlingen überlassen, die sich damit abgeben wollen.

Thorgrimma
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Thorgrimma » 02.01.2016 14:08

Ich hab erst mal nur auf die Frage geantwortet, wie man in unseren Gruppen das spielt. Tatsächlich gab es in dieser Gruppe niemanden, der irgendwie gierig wäre - der Schamane und mein Magier kamen also in dieser Konstellation tatsächlich innerhalb der Gruppe gut weg. Das kann aber natürlich mit anderen Chars anders sein. Die Frage ist dann halt, ob der nicht-gierige Rest merkt, dass eine_r den Weltfremden ausplündert. Eventuell tolerieren sie es, oder eben auch nicht, je nach Charakter.
Ich glaube aber nicht, dass das prinzipiell ein Problem sein muss, außer die Gruppe kann ooc nicht akzeptieren, dass der Nachteil ic ausgenutzt wird. Es gibt ja gewisse Nachteile, die in vielen Gruppen ausgespielt zu ooc-Schwierigkeiten führen, etwa starke Arroganz oder eben auch Goldgier. Goldgierige Charaktere werden eben von vielen als sehr unsympathisch empfunden, und der Gerechtigkeitssinn wird auch noch verletzt, wenn einer der Chars aufgrund seiner Goldgier wesentlich mehr abstaubt als der Rest.
(und ja, da wir schon öfter verschwendungssüchtige Chars hatten, kennen wir Geldprobleme durchaus... bei einer gut verdienenden Magiergruppe war das in diesem Fall aber weniger das Problem.)

Es stimmt auch, dass in meinem Beispiel nur das Verständnis fehlte, was wieviel wert ist. Wir sind davon ausgegangen, dass Anoiha Besitz kennen, Puniner Magier ebenso (ich vermute mal, dass der Nachteil bei beiden auch nicht sehr hoch war, aber daran erinnere ich mich gerade nicht so. Er hat jedenfalls ausgereicht, um uns beide eine Mordanklage und eine Nacht im Kerker einzuhandeln, bis die Gilde uns auslöste). Zum Besitzkonzept der Elfen kann ich leider nicht viel beitragen, darüber habe ich keine Erfahrungen und mir auch noch keine Gedanken gemacht.

Denarion Mogelbaum
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Denarion Mogelbaum » 02.01.2016 18:19

Ich muss gestehen, dass ich den Besitz-Teil tatsächlich vergessen bzw. verdrängt hatte. Der Unterschied von Privat- und Kollektiveigentum ist tatsächlich kniffelig. Denn jemand, der sich das nicht merken kann, ist wirklich schwierig darstellbar.

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Halbblut
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Halbblut » 02.01.2016 19:58

Denarion Mogelbaum hat geschrieben: Denn jemand, der sich das nicht merken kann, ist wirklich schwierig darstellbar.
Es geht ja nicht immer darum, dass sich jemand das nicht merken kann. Es ist halt öfter auch so, dass die Ansichten sehr verschieden sind. Bei obigen Apfel-Beispiel könnte der Elf auch die Ansicht vertreten, dass Bäume ja einem nicht gehören können und überhaupt weshalb kann er die Äpfel verkaufen? Wachsen lassen hat diese doch der Baum!

Jadoran
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.01.2016 21:37

Das mag ja seine Ansicht sein. Aber als soziales Wesen kapiert ein vernunftbegabter Elf eigentlich sehr schnell, dass die Menschen offenbar andere Regeln haben als seine kleine Sippe zuhause, und dass im menschlichen Siedelungsbereich die menschlichen Regeln gelten. Den Fehler mit dem Apfel macht er einmal, danach sicher nicht mehr. Er hält das vielleicht immer noch für sehr badoc/bekloppt/verwirrend, aber er kann durchaus sein Verhalten anpassen. Also nicht einfach etwas nehmen sondern seine Mithelden um Hilfe bitten. Die wird er eh brauchen, weil ein "echter Elf" wohl kaum Garethi/Tulamidya kann, und somit eh eine Verständigungsbarriere besteht.
Und falls er Garethi gelernt hat, dann dürfte er auch schon die Grundzüge menschlichen Lebens geschnuppert haben.
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Andwari
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Andwari » 02.01.2016 23:17

@Jadoran
Genau diesen eigentlich simplen Lernprozess soll man in DSA mit einigen hundert AP bezahlen - und bis dahin immer wieder für den Apfel Dresche beziehen.

@Sprache, DSA4-Elfen
Selbst in Sippen lebende Au- und Steppenelfen-Helden lernen öfter Garethi als nicht - und jeder mit Professionsaufsatz "Wanderer" kriegt noch eine Sprache +6 zu den üblichen zwei - oder bei Elfische Siedlung drei - Sprachen drauf.

Da müssen wir schon zu firn- oder waldelfischen Typen schauen um echte sprachliche Probleme zu kriegen. Gesamtaventurisch ist "spricht weder Garethi noch Tulamidya" ein echt verkrüppelnder Nachteil, wenn das ein Dauerzustand sein soll.

Leta
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Leta » 02.01.2016 23:34

Jadoran hat geschrieben:Das mag ja seine Ansicht sein. Aber als soziales Wesen kapiert ein vernunftbegabter Elf eigentlich sehr schnell, dass die Menschen offenbar andere Regeln haben als seine kleine Sippe zuhause, und dass im menschlichen Siedelungsbereich die menschlichen Regeln gelten. Den Fehler mit dem Apfel macht er einmal, danach sicher nicht mehr.
Dafür ist das mit dem Tralloper Vertrag gut. Danach wird der Elf (besser der mit dem Nachteil) aber immer noch nicht verstanden haben was die Menschen jetzt genau an dem in-Formen-gepresstem-Metall finden.

Für Helden die etwas schnell durchschauen braucht es den Nachteil nicht. (Alte Geschichten:) Mein Kusliker adliger Magier war die ersten Nächte in der Wildnis auch dezent überfordert da es keine Betten gab und die Leute sich einfach so auf den nackten Boden(!) gelegt haben zum Schlafen(!). Aber er ist nicht dumm und hat es relativ schnell kapiert und so war es eben nicht der Nachteil "Weltfremd Lagerleben" o.Ä..

Jadoran
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.01.2016 23:42

Wie kann man die Sprache eines Volkes lernen, ohne etwas über deren Sitten zu erfahren? Aber da denke ich wohl wieder zu realistisch. Zumal Elfen ja durchaus zwischen privatem Besitz, Sippenbesitz und anderem unterscheiden können. Sie dulden ja auch nicht, dass ein anderer Elf einfach ihren Bogen zum Jagen nimmt oder ein Mensch in ihren Wald kommt und dort ein Haus baut. :)

Das längere unsicher fühlen und nicht ganz verstehen ist ja akzeptabel, auch das innerliche Ablehnen ("Wie kann man nur ..."), aber das dummdreiste wiederholte Ignorieren von offenkundigen Verhaltensregeln ist einfach zu viel. Das ist ja so, als ob jemand es auch beim 2.3.4.5.6. Mal es nicht hinkriegt, vor dem Betreten der Moschee seine Latschen auszuziehen, obwohl alle anderen das tun.
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Denarion Mogelbaum » 03.01.2016 11:07

Genau. Also wäre es ein völlig unsinniger Nachteil?!
Ich vermute daher, dass die Redaktion damit die Relation von Wert und Geld gemeint hat, nur so scheint sich dieser Nachteil in die Spielewelt einzufügen und wir sind wieder bei der Auslegung, die uns Thorgrimma eindrucksvoll geschildert hat.

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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Dahrling » 03.01.2016 14:53

Sie dulden ja auch nicht, dass ein anderer Elf einfach ihren Bogen zum Jagen nimmt
Steht das irgendwo?

Und mit den Menschen die in "ihr" Gebiet kommen. Das ist ihnen vermutlich egal - allerdings haben sie gelernt, dass die Menschen alles falsch machen (Bäume schlagen zum Hausbau usw.) und beschützen deswegen den Teil in dem sie leben einfach vor Zerstörung.

Ich fände den Nachteil auch als fixen Nachteil ohne Graduierung sinnvoller.
Den Stück für Stück wegkaufen und "ne, Diesen Teil von Besitz habe ich schon verstanden." führt nur zu Meinungsunterschieden am Spieltisch. Ein Konzept ein "bisschen" zu verstehen ist irgendwie albern.

Ja. Elfen sind bei uns so schwer darstellbar, dass wir bisher in keiner meiner 3 Gruppen einen erlaubt erhaben.
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Halbblut
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Halbblut » 03.01.2016 15:22

Jadoran hat geschrieben:Wie kann man die Sprache eines Volkes lernen, ohne etwas über deren Sitten zu erfahren?
Das geht sehr gut. Zumal Garethi im nördlichen Aventurien ja auch so etwas wie die Verkehrssprache ist. Die Kultur Goblinbande hat sogar Garethi als Zweitsprache. Aber vermutlich wird ein Goblin dieser Kultur auch wenig Ahnung von den menschlichen Gepflogenheiten haben.
Dahrling hat geschrieben: Ja. Elfen sind bei uns so schwer darstellbar, dass wir bisher in keiner meiner 3 Gruppen einen erlaubt erhaben.
Eben. Was vielleicht aus menschlicher Sicht dumm wirkt und wir uns schwierig vorstellen können, sollte uns klar machen, dass aventurische Efen eben keine Menschen mit spitzen Ohren sind, sondern eine völlig andere fremdartige Rasse darstellen sollen. Mir ist zumindest auch nicht bekannt, dass bei den Hochelfen eine Währung existiert hat oder eine historische Währung genannt wurde.

Aufgrund der Schwierigkeit mit den Elfen haben wir auch in der Gruppe eher Halbelfen als Rasse oder halt eher verweltlichte Auelfen.

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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 03.01.2016 15:47

Ja. Elfen sind bei uns so schwer darstellbar, dass wir bisher in keiner meiner 3 Gruppen einen erlaubt erhaben.
Vielleicht ist es nur unglückich formuliert, aber es klingt nach diesem unseligen "Du kannst Elfen nicht richtig spielen." In Licht & Traum steht einiges darüber.

Elfen kennen durchaus persönliches Eigentum
Elfen kennen durchaus Landbesitz (in der Art, dass sie einen Wald als ihrer Sippe zugehörig sehen und menschliche Eindringlige oder Siedler ablehnen oder gar töten)
Elfen haben die gleichen guten und schlechten Eigenschaften wie Menschen. Sie sind nichts "Besseres" sondern nur was "Mächtigeres". (Deswegen kosten sie auch mehr GP)
Die Hochelfen haben Städte gebaut, Reiche gegründet, Völker unterjocht, Götter verehrt, und das ging ganz sicher auch nicht ohne ein der Geldwirtschaft gleichkommendes Tauschsystem. In einer knapp zwei Dutzend grossen Sippe im Wald ist es leicht, ohne Geld auszukommen... in einer nach Tausenden zählenden Stadt ist es unmöglich.
Sie sind den Menschen näher als die Zwerge - sie können sogar mit ihnen Nachkommen zeugen.
Sie können halt alle zaubern und haben eine komische Religion, die sie nicht Religion nennen - na und?

Elfen sind eine spielbare Rasse, es gibt keinen Grund, sie als dem Meister oder einigen auserwählten Empathiegenies vorbehaltene Prestigeklasse zu deklarieren.

Tante Edith: (Um die Tangente nicht auszuwalzen) Natürlich kann man Elfen in seiner Gruppe als mythische Lichtwesen darstellen, die die Spieler nie verstehen werden. Jeder Gruppe wie es ihr gefällt (und das ist absolut ernst gemeint).
Im kanonischen Aventurien gibt es in einigen Städten aber durchaus Viertel mit einer nennenswerten Elfenminderheit, wenn nicht gar Elfenviertel (Punin etwa). Einer der Hauptgründe für ALuT war, die Spitzohrenbande endlich wieder spielbar zu machen.
Zuletzt geändert von Jadoran am 03.01.2016 18:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Dahrling » 03.01.2016 16:06

Doch. Wenn man sich ein mystischeres Aventurien wünscht.

Ich muss zugeben ich habe L&T nicht gelesen. Nur "Lichte Städte, dunkle Wälder". Und da wird immer wieder betont, dass Elfen keine Menschen sind und sich ihr Verständiss und Weltsicht massiv von der menschlichen unterscheidet. (steht in Angrosch Kinder übrigens auch - aber da sind die Unterschiede meiner Meinung nach spielbarer)

Tatsächlich hatten wir mal eine Elfe für einen 1-Shot. Nachdem sie einem Freund den Ring einer Baronin geschenkt hat - ohne deren Wissen und einer Herde Pferde entlassen hat - die wollten gar nicht eingesperrt sein (sie hatte sie gefragt), war die Gruppe in argen Erklärungsnotstand, warum sie mit ihr herumreisen und haben sie dorthin zurück gebracht wo sie herkam.
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Gubblinus » 04.01.2016 10:36

Ich finde das ganze destilliert zu einem einfachen Umstand:

Ein Nachteil der kein Nachteil ist, ist kein Nachteil.

Das heißt wenn Gruppen diesen Nachteil einfach nicht ausspielen (Der Elf wendet sich einfach an Gruppenmitglieder, ansonsten hat er keine Probleme, er hat also de fakto keinen Nachteil, sondern nur einen Charakterzug) sollten dafür einfach keine GP vergeben, denn für andere Charakterzüge ohne wirklichen Nachteil gibts ja auch keine GP.
Ich hab meine Elfen wirklich gerne "fremd" und "eigen". Es dauert bis man sich in einer neuen Welt zurechtfindet, auch wenn diese Welt bekannt war und ist. Wer einen verweltlichten Elfen spielen will, der kann das ja gerne tun, das Regelwerk bietet das an. Wer allerdings Nachteile auf seinem Heldenblatt hat, sollte sie auch als Nachteile ausspielen, und nicht versuchen zu umgehen.

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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 04.01.2016 11:00

Ein Nachteil bleibt es ja, wenn er es nicht kann. Wer Höhenangst hat, läßt ja vorzugsweise auch die Mithelden zum Ausschauhalten auf den Baum klettern. Wer hohe Totenangst hat, überläßt das Durchsuchen einer Leiche auch den Kumpels. Ich würde Dir nur beistimmen, wenn der Elfspieler den Nachteil einfach bis auf ein paar Fluffbemerkungen komplett ignoriert und ansonsten sein Wechselgeld immer genau nachzählt.
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 04.01.2016 11:06

Also ich spiele ihn aus. Meine Elfe hat zwar mit bekommen, dass man diese komischen Münzen gegen nützliche Sachen tauscht, hat aber keinerlei Gefühl für Geld. Wenn der Wirt sagt das Bier kostet 10 Dukaten wird das schon stimmen und bezahlt.

Auch sieht sie den Wert von Geld nicht, außer Tauschgegenstände für Menschen. Dass man überhaupt tauschen muss ist auch schwer zu verstehen und führt manchmal zu Diskussionen. Wieso kann sie als Jägerin nicht einfach für den Bogenbauer mitjagen und er für sie ein paar Pfeile herstellen. Wär doch viel einfacher.
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Ja ich betreibe "Blümchen"-Rollenspiel und ich steh dazu.

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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 04.01.2016 11:40

Da fängt eben das Problem an. Die Elfe wird mit ein wenig nachdenken schon nachvollziehen können, dass in einer so gewaltig großen Sippe wie einer Menschensiedlung das dirkete Tauschen nicht mehr funktioniert, weil die Ringtäusche, die notwendig wären, viel zu komplex sind, um sie zu organisieren, und das Geld einfach eine Platzhalterfunktion einnimmt. Dafür braucht man nicht KL 15.

Man kann ja immer noch darüber grübeln, wie die Preise zustande kommen, und Schwierigkeiten haben, sich zu merken, ob die Silberstücke mit dem Frauenkopf mehr wert sein sollen als die kleineren Goldstücke mit dem Männerkopf, und warum das Silberstück mit dem Männerkopf, das sie auf der anderen Seite des Waldes bekommen hat, hier nicht angenommen wird, obwohl es doch genau so schwer ist wie das mit dem Frauenkopf...
Aber Elfen haben ja auch eine Schriftsprache, normalerweise nicht "Unfähigkeit Rechnen" und können abstrakt denken etc. Das Konzept an sich ist zu einfach, als dass ein verbnunftbegabter Zweibeiner es nciht verstehen könnte.
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Assaltaro
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 04.01.2016 12:05

Gut aber das dauert eine Weile und genau dafür kann man dann Nachteile mit Ap senken.

Oder es kommen dann andere Unverständnisse wie z.b. dass die Elfe nicht versteht wieso einige Menschen deutlich mehr Geld ansammeln als sie eigentlich brauchen und zum Teil ziemlich badoce Dinge tun um noch mehr zu bekommen. Finde Weltfremd ist oft große Auslegungssache und es lässt sich immer was passendes finden. Und ein Gefühl für Preise zu bekommen dauert wirklich, wenn man die ersten 30 Jahre ohne Geld gelebt hat.
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Feuer! » 04.01.2016 13:04

Wir haben in einer unserer Runden eine Elfe mit elfischer Weltsicht und Weltfremd: Geld und Besitz. Sie hat bereits Ärger bekommen, weil sie ohne Erlaubnis im Reichsforst gejagt hat (aber nach Tralloper Vertrag keine Strafe, sondern nur eine mürrische Erklärung und Warnung). Sie hat sich dann im Folgeabenteuer von der Ritterin eine Jagderlaubnis als Belohnung erbeten und war ziemlich geknickt, als ihr dann erklärt wurde, dass dieses Stück Papier nur für einen kleinen Teil der Wälder gilt. Gold als Belohnung hat sie nicht erhalten, wohl aber ihre beiden Mitstreiter (allerdings auch nur ihre eigentlichen Belohnungen, da die Elfe ja stattdessen etwas anderes erhalten hat).
Da sie jetzt eine neue Waffe möchte, hat sie eine Mitheldin gebeten, ihr mit diesem Tausch zu helfen, weil sie nicht versteht, wie das Tauschgeschäft bei den Menschen funktioniert und sie nicht schon wieder Ärger bekommen will.
Ich als Meisterin bin mit diesem Ausspielen des Nachteils völlig zufrieden, auch die anderen Spieler haben kein Problem damit. Mal schauen, wie es weitergeht :)

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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 04.01.2016 13:12

Ich argumentiere ja nicht gegen den Nachtieil Weltfremd, nur gegen eine Extremauslegung, dass eine Elfe unbedingt darauf beharrt, auch nach dem drölffzigsten Male nicht zu kapieren, dass Waren und Dienstleistungen normalerweise nur für dieses komische Geld zu haben sind, und das bei den Menschen normalerweise eben alles irgendwem gehört.

Sowas wie Pferde "freilassen" (die kämen übrigens ziemlich sicher wieder, wenn sie nicht geklaut werden) oder den Schmuck einer Baronin anderen "schenken" (wie kommt sie dazu, etwas, was jemand anderes hergestellt hat, einfach eigenmächtig zu verteilen - das ist auch bei Elfen nicht drin) würde ich nur bei KL 5 als "nicht um Ärger betteln" einsortieren. Und bei sowas schützt sie auch kein Tralloper Vertrag - der regelt Mundraub, Herumlungern, einfache Verstöße gegen Waffen/Kleidervorschriften etc. Und jeweils auch nur beim ersten Mal. Danach - so waren die Vertragsschliessenden sich offenbar einig - ist der Elf in Frage ausreichend gewarnt. Ein unerwünschter Mensch im Elfenwald fängt sich ja auch ziemlich schnell 'nen Pfeil ein.
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Re: Weltfremd "Geld und Besitz"

Ungelesener Beitrag von Thargunitoth » 04.01.2016 13:59

1.) Der Elf ist von der Gruppe abhängig, weil er alleine nichts versteht und damit ist er ihr auch ausgeliefert. Die Gruppe kann beispielsweise das Geld des Elfen für sich nehmen und dem Elfen alles wie ein Kind bezahlen. Der Elf versteht schließlich nicht dass er Vermögenseigentum hat und wäre mit einem solchen Gruppenverhalten zufrieden.

2.) Der Elf hat keine Ahnung von größeren Siedlungen die ein Währungssystem nützlich machen und ihn interessieren solche Konzepte auch nicht, da sie für ihn nie relevant sind. Diese Überlegungen müssten ihm schon badoc erscheinen, da ein zu viel die Harmonie stören würden. Das macht es sehr gut begründbar, warum der Elf menschliche Grundsätze nicht versteht.

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