Projekt: Codex Albyricus

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marelion
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Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von marelion » 04.07.2010 17:18

An dieser Stelle mal der Vorschlag für ein Mammutprojekt: Da es in den einschlägigen Foren immer wieder zu Streitigkeiten über den Codex Albyricus (im folgenden abgekürzt als CA, für alle, die mit dem Net-Slang der DSA-Community nicht vertraut sind) kommt habe ich mir überlegt, dass es eine gute Idee wäre, den Codex einmal auszuformulieren als eine Art (inoffizielle) Referenzquelle für Streitfragen. Für einen einzelnen Streiter ist das Projekt allerdings ein wenig zu ehrgeizig, daher suche ich ein paar helfende Hände und kluge Köpfe, die Lust haben, sich zu beteiligen.

Bevor ich hier allerdings ein vollständiges Konzept einstelle wollte ich ersteinmal hören, was die Forengemeinde von diesem Projekt hält. Besteht Interesse?

Die Wiki listet wie üblich die bereits vorhandenen Textstellen zum CA auf, der Hesindespiegel sogar sämtliche Zitate aus Regelwerken und Hintergrundbänden, die auch als Stilvorlagen nützlich sind:

Codex_Albyricus
http://www.vinsalt.de/Spiegel/codex.htm

Angedacht ist, den CA zunächst einmal zu gliedern, um die Arbeit an den einzelnen zu schaffenden Pssagen sinnvoll auf mehrere Schultern verteilen zu können, ohne dass es zu Doppelungen kommt. Parallel gestattet es diese auf den ersten Blick seltsam anmutende Vorgehensweise den Umfang des Projekts grob anzureißen. Niemand möchte sich schließlich durch 500 Seiten Textwulst quälen müssen, nur um zu beweisen, dass seine Interpretation des Gildenrechts die "richtige" ist. Auch wenn also sich das Werk im Spiel auf mehrere hundert Seiten Pegament verteilen mag wäre es im Sinne der Benutzbarkeit dieser Spielhilfe, wenn wir "unseren" CA deutlich komprimieren könnten. Die Spielhilfe soll so ausführlich sein, dass die Mehrheit der Streitfragen durch Konsultation geklärt werden kann, ohne dass wir eine weitere Spielhilfe mit Tipps zur Benutzung verfassen bräuchten, das wäre sonst ein klein wenig kontraproduktiv :P

lg, marelion
Zuletzt geändert von StipenTreublatt am 10.05.2013 13:11, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link auf Wiki korrigiert
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Gwydion von Lowangen
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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von Gwydion von Lowangen » 04.07.2010 17:46

Meiner Meinung müsste der CA folgende Punkte klären:
-Ausbildung der Magier; wie weit die Akademien gehen dürfen, Verantwortung der Akademie, Zaubern innerhalb und außerhalb der Akademie, Prüfungen, Stellung der Lehrmeister etc.
-Rechte der Magier; Gerichtsbarkeit, Zaubern in Städten (und Folgen), Lehr- und Meinungsfreiheit, Lohnmagie, Stellung in der allgemeinen Hierarchie
-Pflichten und Verbote; Kleiderordnung, Verbotene Schriften, Gildensiegel
-Die Gilden; Stellung der Gilden, Hierarchie innerhalb der Magierzunft; Gildenzugehörigkeit

Edit: Einen CA als Spielhilfe halte ich natürlich für eine Gute Idee.

nochmal Edit: Ich würde es auch ähnlich gliedern.
Zuletzt geändert von Gwydion von Lowangen am 04.07.2010 17:54, insgesamt 2-mal geändert.

Achataz
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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von Achataz » 04.07.2010 17:53

Bloß keinen Codex als Spielhilfe.
Der ist jetzt schon Streitthema genug, wenn er dazu noch ausformuliert wird, was ich glaube selbst im Spiel nirgendwo gleich ist, da es tausende von Sonderregelungen und örtliche Dispense und Extraverbote gibt.

Also entweder wird das Ganze eine Sisyphosarbeit oder aber man muss viele Dinge leer lassen, um den Sonderregeln gerecht zu werden.
Powergamer ist die neutrale Bezeichnung für einen Spieler, welcher versucht seinen Charakter zu optimieren.

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Gwydion von Lowangen
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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von Gwydion von Lowangen » 04.07.2010 18:07

@ Achataz
Grundlegende Regelungen lassen sich durchaus darstellen und auch weiterführen. Das so etwas nicht leicht wird ist klar. Örtliche Sonderregelungen stehen mit Sicherheit nicht alle im CA, sondern werden vor Ort vorliegen.

marelion
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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von marelion » 05.07.2010 02:08

Es geht bei diesem Projekt um die Klärung diverser Grundfragen wie: Dürfen sich Anhänger der Linken Hand maskieren ohne bestraft zu werden von ihrer Gilde? Was passiert bei Bekanntwerden von Modifikationen, welche die Identifikation der veränderten Formel verhindern sollen(Weglasssen der verbalen Komponente, wie sie im Thread: "Spruchzauber in Atak wirken?" diskutiert wird, Veränderung der Geste hin zu mehr Unauffälligkeit)? Wenn es da eine Referenzquelle gäbe wäre vielen SL und Spielern geholfen, insbesondere Neulingen im Umgang mit dem aventurischen Magiesystem, das den Gildenmagiern nunmal überproportional viel Macht zugesteht(im Vergleich zu anderen Magietraditionen und erst recht im Vergleich zu anderen, nicht-magischen Professionen), die nur im Fluff mit Anmerkungen zur Gesetzestreue potenziell begrenzt wird.

Und wem eine weitere SH nicht zusagt, der kann sie ja getrost ignorieren, erst recht bei einem inoffiziellen Fan-Projekt wie diesem.

lg marelion
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Herr der Welt
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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 05.07.2010 12:33

Prinzipiell halte ich die Idee für gut. Ich würde dir empfehlen bis zur Veröffentlichung der Spielhilfe "Hallen arkaner Macht" (soll im August erscheinen) zu warten, die sicher noch einiges zu dem Thema beinhalten wird.

marelion
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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von marelion » 05.07.2010 22:30

Als erstes kleines Teilprojekt wollte ich hiermit einmal das Mini-Kapitel: "Mit Brief und Siegel" kurz skizzieren, welches erläutert, welche rechtlichen Bedingungen für das Verfassen von magischen Büchern und alchemistischen Rezepten gelten sollen und wie ein Magus seine Forschungen schriftlich zu fixieren hat, um sie dem Zugriff von Laien zu entziehen(gerade bei sphärologischen/dämonolgischen Traktaten sehr wichtig). Ferner hier ein Vorschlag für den Fall, dass sich Personen an den Büchern des Magus vergreifen.

Von der privathen Bibliothek des Magus, bibliotheca magica privata geheißen

Vom Schutzhe arckanen Schrifttums vor böswilliger Beschädigung.


Da du mit Erwerb des Sigillum astralis deines Lehrmeysters oder deiner heimatlichen Academia das Recht verliehen bekommen hast, Wissen zu sammeln wie auch zu mehren wyrst du gewisslich mehrere Bücher erworben haben in welchen deine Magistri und Collegae ihr Wissen niedergeleget haben. Dieser Corpus an Werken sey fürderhin als bibliotheca magica privata zu bezeichnen. Kein Fürsth, kein Geweihter außer denen unseres Herrn PRAios und unserer Herrin HESinde und erst recht keyn Bauer oder Handwerker oder sonstiger Laie soll verlangen, diese Werke einzusehen oder sich gar an ihnen vergreifen, sey es, dass er Seiten schwärzet oder gar-HESinde bewahre-heraussreisset oder in sonst eyner Weise verhinderth, dass du den Werken ihr Wissen entnehmest, denn die arckanen Künste, wie wir sie praktizieren erfordern gar größte Sorgfalt und genaueste Vorbereitung und beideß in einem Maße wie es der Unkundige gar nicht zu erfassen vermag. So also eine in der Kunst nicht bewanderte persona deine bibliotheca magica privata zu Schaden bringt, da werde bei deiner Gilde vorstellig und bringe den Fall zur Anzeihge, dass der Missetäter zu Rechenschaft gezogen werde und dir angemessene Compensation angedeihe.
Sollte der deliquentus unersätzliches Wissen vernichtet haben, weil das Werk ein Unikatum gewesen, dann sey das Gericht der Gilde angehalten, dem deliquento die Augen ausstechen zu lassen oder seine Augen zu trüben, indem sie den elfischen Cantus, den wir Magi heuer als "Blitz dich find" kennen auf den Straftäther wirken, auf dass er seynes Fehlers ansichtig werde und nachzufühlen vermag, welch frevelhafte Tath er begangen hat, indem er dich am Lesen und Verthiefen deines Wissens gehindert hat.


Mal ein Beispiel für einen der zu integrierenden Flufftexte, ich finde, es erhöht das Lesevergnügen, wenn man in einer SH ein paar Pseudo-Originalpassagen hat, das erleichtert auch die Integration am Spieltisch

des weiteren bedarf es einer kurzen Satzung zum Thema:
-Sicherung der Bibliothek gegen Diebe(was für Fallen sind erlaubt? Darf ich z.B. einen Applicatus Ignisphäro auf die Tür legen, der jeden Dieb/Mitleser tötet?)
-Sicherung gegen nicht-geschulte Familienangehörige und Gäste des Hauses(Gatte/Gattin, Kinder, Gesinde/Sklaven, Besucher)
-Schutzbestimmungen für die Aufbewahrung und Archivierung von alchemistischen Rezepten
-Klärung der Befugnisse von Geweihten(insbesondere Hüterorden), was die Kontrolle der Bücherbestände durch Geweihte angeht

Habe ich da noch etwas Wichtiges vergessen bezüglich der privaten Bibliothek des Magiers?

Und hat jemand einen Vorschlag parat, wie die Sub-Unterschrift lauten könnte, die ich bisher einfach Platzhalter-Überschrift genannt habe? Habe da irgendwie eine Blockade gerade :censored:
Zuletzt geändert von marelion am 06.07.2010 18:20, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von Gwydion von Lowangen » 06.07.2010 06:49

Mein Vorschlag:
Über die Eynsicht Fremder in privathe Bücher arcaner Macht

Zur Bestrafung: Ich würde als Alternative für vermögendere Verbrecher auf Schadensersatz pochen oder den Straftäter anderweitig seine Schuld abtragen lassen. Erst wenn das nicht möglich ist würde ich die Strafe durch Blendung anwenden.
Zuletzt geändert von Gwydion von Lowangen am 06.07.2010 07:06, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von marelion » 06.07.2010 12:10

Gut, dann werde ich das klarer formulieren müssen, die Blendung sollte nur dann vollzogen werden, wenn jemand unwiderbringliches Wisen vernichtet hat, ansonsten gibt es Kompensation=> ergo:klingende Münze. Dachte eigentlich, dass meine Formulierung da eindeutig gewesen wäre, was die Blendung betrifft, danke für den Hinweis und die Anregung bezüglich der Überschrift.

lg, marelion
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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von Feyamius » 06.07.2010 14:07

marelion hat geschrieben:Dachte eigentlich, dass meine Formulierung da eindeutig gewesen wäre
Hatte ich auch genau so verstanden. War ziemlich eindeutig formuliert, finde ich. :censored:

Hast du eigentlich vor, nur den Codex Albyricus zu machen, oder sollen da auch quasi als Exkurs Anhaltspunkte rein, wie es die Nicht-CA-Länder handhaben könnten? Für den typischen CA-treuen Magier ist mir nämlich eine Alternative zu krass, könnte mir aber gut vorstellen, dass sie in den Tulamidenlanden oder im Süden angewandt wird: Wer unwiderbringliches Wissen vernichtet, bekommt per MEMORABIA eine essentielle Info aus seinem Gedächtnis gelöscht, die ihm sein Dasein erschwert. Zum Beispiel dem Schmied, wie man schmiedet oder dem voreiligen Advokaten und Praiosakoluthen seine Rechtskunde-Kenntnisse. :devil:

Das symbolisiert den entgangenen Wissenszuwachs doch viel besser als nur ein paar Minuten weggezaubertes Augenlicht. :devil:


Bye, Feyamius.
Zuletzt geändert von Feyamius am 06.07.2010 14:13, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von Varana » 06.07.2010 14:41

Könnt ihr, wenn ihr sowas macht, auch eine Version in lesbarer Rechtschreibung erstellen? :)

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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von Gwydion von Lowangen » 06.07.2010 15:21

@ marelion
Die Stelle über den Verlust von unwiederbringlichem Wissen hatte ich auch so verstanden, ich dachte nur, dass eine dauerhafte Blendung als Strafe ein wenig zu hart ist, da die meisten Handwerker ihrer Tätigkeit blind nicht mehr nachgehen können und ihnen deshalb die Lebensgrundlage geraubt ist. Daher würde ich bei der Zerstörung unwiederbringlichen Wissens, zumindest wenn sie unbeabsichtigt geschehen ist, nicht ganz so hart vorgehen (man denke an einen gesetzestreuen Magier auf Abenteuerfahrt, dessen Gefährte im Eifer des Gefechts versehentlich ein seltenes Buch zerstört...).

marelion
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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von marelion » 06.07.2010 16:48

Ich dachte bei der Blendung an Talionsrecht und wer dem Magus die Bücher zerfleddert hindert ihn daran seinen Beruf weiter auszuüben ähnlich wie ein Schmied ein Problem hat, dem du den Amboss wegnimmst :devil:

Die Blendung ist eine harte, aber universelle Strafe, zumal es Berufe gibt, bei denen du den Deliquenten mit der Wegnahme ihres Berufswerkzeuges kaum Schaden könntest wie dem Jäger. Dem nimst du den Bogen weg und 2-3 Wochen später ist der neue Bogen fertig während er unwiderbringliches Wissen auf alle Ewigkeit vernichtet hat. Ich denke, Magier hüten ihre Bücher wie ihre Augäpfel und reagieren entsprechend empfindlich auf Beschädigungen. Zumal so einige "Zauberbucher" mehrere Hundert Dukaten auf die Waage bringen und wer hat bitte schön so viel Geld, dass er zu Ersatzleistngen fähig wäre? Und wer hat das Know-How, dass er wüsste, wo es Ersatz gibt? Zumal selbst Fachleute Probleme bei der Aqquisition bestimmter Fachwerke haben dürften(Codex Daimonis o.ä.), die Bücher der Magier liegen nicht bei Stoeerebrandt auf dem Grabbeltisch, das sollte man nicht außer Acht lassen beim Strafmaß. :wink:

Und eine grundlegende Anmerkung an dieser Stelle: Der Codex Albyricus ist von Magiern verfasst worden und dient der Durchsetzung ihrer Rechtsinteressen untereinander und gegen Dritte. Stell dir mal vor, Ackermann dürfte entscheiden, welche Strafen auf Bankraub stehen, die Richter einsetzen und das Urteil vollstrecken... :devil: :devil: :devil:
Klingt absurd, ich weiss, aber genau nach diesem Prinzip funktioniert der CA, typisch "Mittelalter" halt
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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von Gwydion von Lowangen » 06.07.2010 17:45

@ marelion
Unrecht hast du nicht, aber genau deshalb würde ich die Sache über das Geld regeln, denn wenn jemand für die enormen Kosten eines Zauberbuchs aufkommen muss, ist er, (so er nicht sehr reich ist) bis an sein Lebensende verschuldet. Diese Schuld zwingt ihn zu einem Leben in Armut. Und zusätzlich zu der Genugtun hat der Magier noch eine kleine Entschädigung bekommen.
Natürlich ist diese Taktik bei Leuten mit keinem oder sehr großem Einkommen nicht besonders erfolgversprechend, daher würde ich die Bestrafung von der Art und Weise des Vergehens abhängig machen. Wurde das Buch gezielt beschädigt oder zerstört, mit dem Ziel, den Magier daran zu hindern an bestimmte Erkenntnisse zu gelangen, sollten die Täter dauerhaft geblendet werden, da es sich dabei eigentlich nur um Mitglieder von (illegalen) Geheimorganisationen handeln kann. Alles andere wäre wohl ein Ausnahmefall und sollte nicht so hart gehandhabt werden. Wer nicht auf seine Bücher aufpasst ist selbst Schuld.

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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von marelion » 06.07.2010 18:15

Das mit dem Eigenverschulden wollte ich noch hinzufügen, es geht hier wirklich nur um den Fall, dass jemand vorsätzlich ein Buch beschädigt, um dem Magus so an der Fortführung seiner Studien zu hindern. Wenn der Magus natürlich die Tür auflässt ist er selber schuld.

PS: Ich habe eine neue Sub-Unterschrift gefunden: Vom Schutzhe arckanen Schrifttums vor böswilliger Beschädigung.

Da ist der Vorsatz dann auch mit drin.
Zuletzt geändert von marelion am 06.07.2010 18:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von Savertin Delazar » 10.07.2010 11:50

Ich fände es ganz schön, wenn einfach Richtlinien angegeben werden, da es dann doch davon abhängig ist um was für ein Buch es war und "wie sehr" Absicht es gewesen ist, bevor du jetzt aber all die Fälle aufdröselst, was aufwendig und unübersichtlich wird, würde ich einfach sagen, die Strafe reicht von geringeren Geldstrafen bei kleineren Vergehen bis hin zu ... .

Quasi einen Strafbereich, bei dem man (Meister alias Richter) selbst entscheiden kann, wie stark das Ausmaß dann nun ist.

Das Projekt find ich super, bin mal gespannt was draus wird.

Grüße,
Savertin

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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von Der Ich » 16.07.2010 10:43

Hallo zusammen,
zum Thema ingame Texte:
- die alte Schrift mit sey und thun finde ich eigentlich sehr reizvoll und würde ich beibehalten
- Der CA (CodexAlbyricus) ist aber immernoch ein GEsetzbuch, das die Rechte eines MAgus absteckt. Als solches sollte er (1) abstrakt in der Sprache und (2) besser abstrakt in der BEschreibung der Taten sein.
Okay, es ist ein sehr altes Gesetzbuch, aber wenn wir vermeiden wollen hunderte von Einzelnen VErgehen aufzuzählen, ("Wer eynen Menschen gegen seinen Willen mit einem Blitz dich find belegt....") sollten wir stattdessen auslegungsfähige Begriffe verwenden. Dies könnten z.B. die Merkmale sein oder "den Geist beeinflussen" ( wie bei Eiserner Wille zusammengefasstes Merkmalskonglomerat).
Zur Sprache nochmal: es spricht nicht den MAgus direkt an, sondern spricht in der 3. Person (so meine Vorstellung):
"Der Novize hat seine Arkanen Kräfte im Zaume zu halten. Es ist ihm untersagt außerhalb der Akademiemauern Magie zu wirken und er soll sich stets den Vorschriften des 32. Kapitels dieses Werkes entsprechend kleiden. Handelt er zuwider, so soll ihn die Strafe des 54. Abschnittes treffen (allgemeine Strafen für Magiemissbrauch gestaffelt nach Intensität), oder er aus der Ausbildung ausgeschlossen werden, so seyne That dies rechtfertigt."
Soviel von mir.
Grüße Der Ich

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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von MatzeHH » 16.07.2010 11:30

Ich persönlich würde ein outgame-Nachschlagewerk für Spieler besser finden als ein ingame-Dokument für Helden.
Maximal 4-5 Seiten in knappen Worten. Bloß keine ausufernden Fluff-Texte, die nerven mich in diversen Spielhilfen schon genug. Ich möchte keinen Roman lesen, sondern ein Regelwerk.

Matze

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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von ChaoGirDja » 16.07.2010 13:39

Ja OutGame wäre deffntiv besser.
Denn InGame müsste wirklich die, vom "der Ich" genannten, Einzelfälle Aufführen und Beschreiben (das Ding ist InGame nicht umsonst ein Regal... Selbst der Begriff Regal für Gestzteswerke kommt nicht von Ungefähr).
Das wäre dann doch etwas zu viel des Guten...

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Satinavian
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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von Satinavian » 16.07.2010 14:29

Das Projekt ist sicher ambitioniert, aber auch lohnenswert. Und ich würde mich auch gern beteiligen.

Ich habe mit der Verwendung des Hesindespiegels als nachschlagewerk bisher sehr gute Erfahrungen gemacht, hätte mich aber öfter mal gefreut, wenn die ein oder andere wichtige zusätzliche Frage auch berücksichtigt worden wäre.

Ganz besonders fehlen Aussagen zur Gildenorganisation und zu den Rechten und Pflichten der Gildenorgane.


Für das Spiel sind klare Outgame-Aussagen auch erstmal besser. Absichtlich gelassener Spielraum sollte aber auch direkt so bezeichnet werden, statt, wie bisher, einfach die Aussagen möglichst schwammig zu halten.

Ebenso benötigt man sicher oft auch mal Anmerkungen zur Rechtspraxis. Unter dieser kann man dann auch die Tulamiden verbuchen, denn für deren Akademien gilt der CA ja trotzdem, nur die weltlichen Gerichte scheren sich nicht darum, sondern um die lokalen Gesetze, die widersprüchlich sein können.

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Re: Projekt: Codex Albyricus

Ungelesener Beitrag von Clatterclaws » 26.07.2010 20:47

Ich fände ein solches Projekt wäre durchaus eine Bereicherung für den geneigten Leser und würde sicherlich auch zur Klärung verschiedener Konflikte am Spieltisch dienen.Wenn gewünscht würde ich auch gerne mitarbeiten.

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