Angriff auf Zöllner: Folgen?

Allgemeines zu Aventurien, Myranor, Uthuria, Tharun, Den Dunklen Zeiten & Co.
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Rhonda Eilwind
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Angriff auf Zöllner: Folgen?

Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind »

@Andwari

Das kann natürlich durchaus sein - evtl. müsste man auch das nochmal klären.

Wenn der Spieler davon ausgeht, als Geweihter überall erkannt und mit vorauseilendem Respekt behandelt zu werden, und der Rest der Gruppe inklusive SL das etwas anders sieht, nämlich mehr wie du es beschreibst - wird es sicherlich noch häufiger zu solchen Situationen kommen, evtl. ohne dass die eine oder die andere Seite wirklich erkennt, woraus Meer wieder wechselseitiger Unmut entsteht.

Also sollte (in diesem Fall) eine Lösung für dieses spezielle Aventurien gefunden werden, mit der alle Beteiligten gut leben können - idealerweise. Wenn irgend möglich.
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

Bergbewohner
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Ungelesener Beitrag von Bergbewohner »

Wie ost denn der SO des Geweihten? Der gerät oftin den Hintergrund, aber in dsa4.1 zahlt man den ja sogar mit eigenschaftspunkten

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MoonDaughter
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Angriff auf Zöllner: Folgen?

Ungelesener Beitrag von MoonDaughter »

mike-in-the-box hat geschrieben: 15.03.2023 20:16 Nun, das könnte doch auch zu anderen interessanten Situationen führen. Ein Geweihter, der aus scheinbar wirklich nichtigen Gründen Rach eüben will...das ist doch ein wunderbares Einfalltor für Blakharaz. Ich mein traditionell sind Korgeweihte eher von Belhalhar versucht, aber in diesem Fall... . Das lädt doch geradezu dazu ein, dass der Erzdämon jemanden schickt der versucht ihn im Traum zu versuchen. Oder, wenn wir "Schadensbegrenzung" betreiben wollen, könnte man folgendes machen:

Der Spieler führt seinen Racheplan aus und seine Gefährten...bestärken und helfen ihm auf einmal. Und das ganze läuft natürlich aus dem Ruder, am Ende gibt es vll. sogar Tote, Exzesse, dass übliche. Und dann wacht der Charakter auf. Das ganze war ein Traum, in dem der Erzdämon ihn versuchte und sein Gott eventuell versuchte ihn zu warnen. Wenn man die anderen Spieler vorher einweiht, nur den träumenden nicht, kann das echt Spass machen. Wenn es immer absurder wird und man darauf wartet bis der Träumende es merkt. So hat man dann auch noch etwas Gelegenheit für Rollenspiel, die anderen Spieler können sich auch total unverantwortlich verhalten, sich vom Korgeweihten "überzeugen" lassen usw. Vll. regt das ja auch einen innercharakterlichen Denkprozess an. Wäre doch schön. Wenn nicht hat der Charakter auch was über sich gelernt und mit Pech irgendwann ein Dämonenmal wenn er so weiter macht.
Alternativ: Blakharaz erscheint ganz offen, weil er jemanden der wegen so einem nichtigen Anlass schreckliche Rache üben will ohnehin schon als quasi gewonnen ansieht. Also, eine Gestalt erscheint in seinem Traum und erzählt ihm, dass er ja so völlig Recht hat und bestärkt ihn in seinen Rachephantasien und bietet ihm an ihm zu helfen, sich an allen zu rächen die im Unrecht tun. Und wenn der Geweihte verwirrt nachfragt wer das ist sagt er ganz offen "na was denkst du denn, Blakharaz natürlich. Wer sonst würde denn deine Qualitäten wertschätzen?" oder so. Und dann folgt das ganz offene Paktangebot. Etwas plumb aber vielleicht augenöffnend. Alternativ könnte man auch den Geiz sich um so kleine Beträge drücken zu wollen einbinden und der Geweihte bekommt eine Vision in der Blakharaz und Tasfarelel sich um seine Seele streiten. Die Vision soll zeigen, wie nah er dem Fall in die Niederhöllen durch sein Verhalten schon ist. Wären jetzt so meine Ideen.
Meiner Einschätzung nach passieren die meisten Fehlannahmen und Missverständnisse bezüglich Aventurien durch die Grundannahme, dass Aventurien irgendetwas mit dem irdischen Mittelalter zu tun hat.

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Reto Eichenblatt
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Angriff auf Zöllner: Folgen?

Ungelesener Beitrag von Reto Eichenblatt »

Auch ich denke, dass der Spieler bei einer Lappalie überreagiert und seinen Stand weit überschätzt. Wie andere schon gesagt haben, könnte dem Spieler klar gemacht werden, dass Kor keine (große) Rollen in Nord-/Mittelaventurien spielt und er keine bevorzugte Behandlung wie andere geweihte vom Hauptpantheon erwarten darf. Diese Info könnte man dem Charakter durch eine gelungene Götter/Kulte-Probe zugestehen. Auch könnte man den SC nahe legen, dass der Zöllner nur seine Pflichten ernst nimmt und das Kor die Einhaltung dieser schätzt. Das könnte man durch eine bestandene Rechtskunde-Probe abhandeln, die auch allen anderen Charakteren zugestanden werden sollte, damit sie ingame den Korgeweihten umstimmen können. Zusätzlich könnte der SL, der nunmal auch alle Götter verkörpert, den SC spüren lassen, dass Kor mit seinen Racheplänen nicht einverstanden ist. Das könnte sich beispielsweise durch ausbleibende karmale Regeneration deutlich machen.
Im Praiostempel predigt der predigende Praiosprediger eine Praiospredigt am ersten Praiostag im Praios.

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Overator
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Angriff auf Zöllner: Folgen?

Ungelesener Beitrag von Overator »

Ich finde die Situation auch reichlich absurd, das zuvor genannte Beispiel mit dem Geld fürs WC umschreibt die Situation ganz gut, die Frage ist, wie hoch ist der Kill- / Prügelcount gegen Zöllner beim Geweihten bislang. Sofern der bisher nicht nur der Buchhalter seines Kults war und deshalb nun mein einen auf dicke Hose machen zu müssen, dürfte er ja bereits schon hin und wieder Zöllnern begegnet sein...

Zum Thema Zölle, im Aventurien unserer Gruppe sind Geweihte hiervon regelmäßig nicht befreit, egal ob es um eine Brücke geht oder das Betreten einer Region bezollt wird. Das mag in manchen Regionen variieren aber eine allgemeine Zollfreiheit für Geweihte sehe ich nicht. In den Nordmarken reisen Praioten vermutlich zollfrei, im Albernischen die Efferdianer usw.

Die Ideen mit Götter/Kulte oder Rechtskunde dem Char die Eingebung zu schenken, dass 1€ Zoll a) wenig und b) Zoll üblich ist, halte ich auch für sinnvoll. Auch dass es wohl unter der Würde eines Kor-Geweihten ist, eine Wurst von Zöllner zu vermöbeln und die Energie für Rachepläne aufzuwenden, statt für den Korgefälligen Kampf.

In Nostria wird man für einen Psychopathen der für den Gegenwert von ein paar Krügen Dünnbier einen Zöllner vermöbelt, wenig Sympathie haben. Hier gilt kein Silem-Horas-Edikt, hier gibt es keinen Kor-Kult und die spiegelnden Strafen dürften noch beliebt sein. D. h. ist besten Falle Kompensation und Züchtigung, im schlimmeren Falle nimmt man ihm die Zunge (er lästert den Göttern indem er sich als deren Diener ausgibt, dabei aber nur ein Ketzer ist), je nach Verletzung des Zöllners werden diese gespiegelt (z. B. Zahn ausgeschlagen oä).

Auch auf der Seite des Mittelreichs dürfte ein Kor-Jünger ein Risiko eingehen, man muss den Geweihten auch hier erkennen und anerkennen. Kor gilt manchen als zu nah an den Erzdämonen... Der Geweitehnstatus ist im Norden also im Zweifels hilfreich wie ein Furz im Wind...

Karmaentzug oder Minderpakte finde ich hingegen übertrieben. Wieso sollte Kor einem Geweitehn sein Karma entziehen, wenn der einen Kerl vermöbelt? Wieso sollte ein Erzdämon selbiges Tun? Wenn es so leicht wäre Karma zu verlieren oder in den Pakt zu rutschen, bestünde Aventurien (zumindest der menschliche Teil) wohl nur noch aus Paktierern denen Karmalose Geweihte gegenüberstehen (außer vermutlich Geweihte des NL).

Was ich gut finde, ist die Idee mit dem Traum, die zuvor gebracht wurde. Das hat mehrere Vorteile:
- Man kann richtig auf den Putz hauen, die Nostrianer können ihrerseits übertrieben reagieren (z. B. rückt eine Garnison an wegen des feigen kriegerischen Akts). Auch kann die Situation allgemein eskalieren, durch die Balgerei gibt die Petroleumlampe um und das Gerüst für die Reparaturen der Brücke gerät in Brand etc... ich denke hier gerade ein wenige an Tucker and Dale vs. Evil^^
- Die anderen Spieler können hier besser eingebunden werden als bei einem Clinch zwischen dem Geweihten und der Obrigkeit mMn. Sie können hier auch mal abdrehen oder ihrem Konzept treu bleiben (schließlich ist es nur ein Traum), d. h. entgegen der vorherigen Aussage dem Geweihten folgen oder weiterhin ihren Standpunkt vertreten; damit bleibt die Dymnamik offen und auch für die eingeweihten Spieler der Verlauf offen.
- Man zeigt dem Char (und Spieler) die Konsequenzen und kann auch die Absurdität aufzeigen (z. B. durch eine Zusammenfassung vor dem Richter o.ä. "Die Verbrechen dieser Delinquenten begannen mit einer Zollforderung über einen Heller pro Bein...")
- Der Spieler kann sich ohne Retcon danach dagegen entscheiden.
- Nach dem Aufwachen könnte man dann auch einem Reisenden begegnen (z. B. auch ein Phexianer oder anderer Geweihter aber auch profanen Char), der - wenn er sich austauscht und von der Geschichte erfährt - vllt. Infos streuen kann wie den Grund für den Zoll oder auch (zB bei Geweihten) auf die Risiken von so starker Gier oder Rachlust hinweist.
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"Ich glaub ich hau dir mal ein paar aufs Maul."
- Der Namenlose

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