G7: Das volle Programm

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G7: Das volle Programm

Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 19.11.2019 17:53

Da sich meine Mitspieler als nächstes für die G7 ausgesprochen haben und wir uns alle einig sind, dass das ein über andauerndes Programm bedeutet (bei wohl gemerkt regelmäßigem Spiel), möchte ich selbiges möglichst breit ausgestalten. Es starten (planmäßig, in Ordnung der angedachten Zeichen):
  • Schwarzmagierin von freiem Lehrmeister ausgebildet, in Lowangen geprüft, Mitglied der Uhdenberger Legion (mit Hang zur Freigeistigkeit; Zwist mit dem Vater, einer der Erzbarone Uhdenbergs).
  • Adliger Krieger (Kaiser-Raul-Akademie zu Gareth), gebürtig aus Almada (in der Nachbarschaft von Schrotenstein), der lieber allen Vergnügen des Lebens und dem Abenteuer nachjagt (Schöngeist und in gewisser Hinsicht sicher auch Idealist).
  • Uhdenberger Söldner (der Guts-Typ, falls man "Berserk" kennt, inkl. Andergaster): Hat auch einige Ork-Götter in sein Glaubensbild inkludiert und respektiert (erst einmal) nur Stärke. Insgeheimer Traum ist eine eigene Rinderherde (im unbewussten Zwiespalt, dass das nie gut gehen wird). Er und die Maga kennen sich gut.
  • Fasarer Streuner/Meuchler: Hält sich an Feqz und hat immerhin Prinzipien (soweit das in Fasar geht).
  • Horasische Nandus-Geweihte aus Kuslik: Gelehrte und Strategin, die Kaiser Reto als Exotin nach Wehrheim rufen ließ (wo sie selbst unter den modernen Denkern als halbe Häretikerin gilt; zumal das ganze retosche Heeressystem bei uns nicht lang vorhalten wird; nach seinem Tod obsiegt die Tradition). Sie ist geheimem und auch verbotenem Wissen durchaus offen.


Zwei der Spieler kennen die G7 bereits, einer hat sie schon geleitet (allerdings nah am Original).
Wir starten Ende der 980er. Nicht dass wir jedes Jahr ausführlich bespielen wollen. Ich möchte Pausen einplanen, in denen sich die SC auch unabhängig von Abenteuerszenarien entwickeln können bzw. Zwischenzeiten, die die SC mit eigenen Plänen füllen können. Anfangs sollen die SC und Spieler erst einmal die Dynamik innerhalb der Gruppe austarieren und hoffentlich eine gewisse Balance finden (die SC sind ja doch recht unterschiedlich, wobei ich meine, dass solche Konstellationen besonders in der G7 fruchtbar sein können). Viele Abenteuer sollen dann auch wichtige NSC (ich beachte dabei nicht alle Kleinst-NSC, die erst später geboren werden; die wichtigen wirken zu der Zeit oder etwas später ja bereits) und Orte einführen. Gerade die ausgewählten Start-/Heimatstädte sollen besondere Berücksichtigung finden (Uhdenberg, Fasar, Gareth). Schließlich nehmen die thematischen Anreicherungen für die Kampagne zu.

Zum Einstimmen soll es schleichenden Erstkontakt mit Borbaradianern geben, die zu der Zeit ein Kult unter vielen sind. Uhdenberg wird wohl der erste Anlaufpunkt sein. Auch ganz offiziell halten sich da später einige Borbaradianer auf. Am Rande der Zivilisation in einer quasi gesetzlosen Stadt liegt das auch nahe. Den dortigen tulamidischen Wirt (Jassif ibn Shadian) mache ich kurzerhand zum ehemaligen Fasarer, der schon vor als Vorhut der Beni al’kitâb (später werden die von Harun al'Matassa angeführt, einem Kollegen Liscoms im doppelten Sinn: beides Schüler des "Bettelmönchs" und Magister an der Al'Achami) ausgesandt wurde. Wahrscheinlich soll der das Geheimnisse der Sichelgrolme um deren Mindorium-Vorkommen lüften. Früher oder später werden die SC darauf kommen, dass es sich um einen Kult handelt, der mit Zauberei und gefährlichem Wissen zu tun hat. Ich bin gespannt, wie sie damit umgehen. Mir scheint Borbaradianismus für die Mehrheit der Gruppe nicht per se ablehnenswert.

Ebenso wird es sie früher oder später nach Fasar ziehen. Den Komplott gegen Atherion (der wohl auch erst Anfang der 990er das Ruder an der Akademie übernimmt; und zu dem Zeitpunkt keineswegs unumstritten) kann ich vorziehen (mal schauen, wie es ausgeht).
Davon hängt auch die weitere Planung ab. Man kann für, gegen oder unabhängig von den Borbaradianern handeln (wozu sich im Laufe der Zeit die altbekannten Gestalten gesellen), wobei letzteres wahrscheinlich auf eine insgeheime Gegnerschaft hinausläuft.
Allgemein scheinen mir Strömungen und Kulte im Dunste der Phex-, Nandus- und Hesindekirche (z.B. die in gewisser Hinsicht radikale Schwesternschaft der Mada oder die Sha'ya Mada, die wiederum mit Fasar verbunden wären) ganz gut geeignet, um mit dem Borbaradianismus zu kokettieren. Es müssen ja nicht alles gleich Hardcore-Seelengötzen-Typen oder Paktierer sein. Ein gewisser Reiz darf schon davon ausgehen, eine adaptable Opportunität damit verbunden sein. Ich bin mir sehr sicher, dass die Gruppe (und jeder einzelne SC) gewisse Grenzen abstecken wird (jedenfalls bis jemand wie Liscom von Fasar oder Borbarad persönlich dies herausfordern).

Die SC sollen auch ruhig die eine oder andere Grand Tour de Aventurien mitmachen: Rakorium Muntagonus auf dessen Expeditionen begleiten (erster Maraskan-Kontakt; mglw. auch während des Maraskankriegs oder zu den unrühmlicheren Zeiten der Besatzung), die Ruinen von Zhamorra erkunden, allerhand Kulten auf die Schliche kommen, vlt. Borbaradianer-Zirkel ausheben etc. Das mache ich immer davon abhängig, wofür sich die SC interessieren und entscheiden. Wenn sie sich strikt gegen die Borbaradianer stellen, können sie der KGIA unter die Arme greifen und den Schrecken der Tobimora stellen (z.B.). Die großen Ereignisse sollen eher nebenher passieren (sofern sich die SC nicht ausdrücklich entscheiden daran - wie auch immer - teilzuhaben).

Sehr wahrscheinlich werde ich eine stark abgeänderte Form von "Niobaras Vermächtnis" im Vorfeld der eigentlichen G7-Abenteuer spielen, wobei die Sternenkundlerin Spuren legte, die entgsprechend auf das Geschehen der G7 hindeuten (den Sternenkram kann man mit unterbringen; Prophezeiungen gibt es auch genug). Als Unterstützer können die SC ein bis dahin hoffentlich schon ein wenig gepflegtes (und im Zuge dessen auszubauendes) NSC-Netzwerk nutzen. Auch der Fremmelshof-Fall (ausführlich in "Sphärenkräfte") kann integriert werden (wann hat man sonst mal direkten Kontakt mit der Zeit der Magierkriege?).

Das Finale in der Gor kann direkt in "Staub und Sterne" münden bzw. damit verknüpft werden (wenn die Borbaradianer die Gegner bei der Schnitzeljagd sind, umso besser). Ob und wie ich Teclador dabei einbringe, weiß ich noch nicht. Eigentlich ist die Geschichte mit dem Drachen der Weissagung nicht schlecht, der sich kurzzeitig selbst opfert, um Borbarad gerade dann (nämlich wenige Jahre später) nach Aventurien zurückkehren zu lassen, wenn es gerade am (kosmisch gesehen) praktischsten ist. Andererseits ist der Karfunkel eines Alten Drachen selbst dafür (oder für jemanden wie Liscom Ghosipar) eine Nummer zu groß (und als Machtmittel wesentlich bedeutsamer als das Liber Zharmonicam per Satinav, mit dem es letztlich gelingt). Mal schauen, ob sich da ein Mittelweg findet.
Weitere Ideen für das Vrospiel: Sicher wird auch Selem mit dem darin ruhenden uralten Wissen ein Anlaufpunkt sein. Vielleicht kommen die SC auch mit einem der magischen Kelche in Kontakt (die meisten haben ja ihren festen Platz und werden ganz gut behütet) oder finden Teile des Steins des Weisen (für Rohals Versprechen). Ebenfalls unschlüssig bin ich, ob und wie ich "Krieg der Magier" einbaue: als (äußerst realistischen) Traum, als echte Zeitreise (von wem glaubhaft initiiert? - hier könnte Teclador das passende Kaliber sein), als ein Tor in einer von Borbarads Schwarzen Festen, die sie mglw. erkunden, im Zusammenhang mit Fremmelshof?



Bis zur eigentlichen G7 jedenfalls sollen die SC schon weithin bekannte Helden sein, die dann auch mit vollendeten Werten protzen dürfen. Einige Teile der zentralen Kampagne will ich anders aufziehen. Und das nicht nur, weil wir mit größerem und dichter bevölkertem Aventurien spielen, sondern auch, um gerade die Kenner der Kampagne zu überraschen. Militärische Konflikte sollen allenthalben bereits für Unruhe(n) sorgen. Den einen oder anderen Konflikt kann ich dort einstreuen, wo es die SC auch betrifft (ich nehme an, das wird praktischerweise Weiden oder allgemein das zentrale und nördliche Mittelreich sein). Die Knotenpunkte der ersten drei Hauptabenteuer bleiben sehr wahrscheinlich unberührt, weil man sich ansonsten die restliche Kampagne sparen kann. Das finde ich aber nicht problematisch, weil diese Gelenkstellen auch schwer zu knacken wären, selbst für Gezeichnete: In "Alptraum ohne Ende" sind sie in latentem Informationsrückstand, in "Unsterbliche Gier" wirkt eine definitiv höhere Macht als sie, in "Pforten des Grauens" wiederum kann man plausibel und mit vglw. geringer Varianz für das weitere Geschehen verschiedene Teilerfolge erzielen (oder auch ganz versagen und z.B. keine Ur-Arche zerstören und kein Schwesternschwert bergen; ich rechne aus Erfahrung mit W3-1 von 3 Teilerfolgen).

Was kann man alles ändern? "Grenzenlose Macht" werden ich womöglich vorziehen (also vor die eigentliche G7), jedenfalls den größten Teil. Das Finale brauche ich nicht, ein ähnliches gibt es im Fürstenpalast auf Maraskan (wenn es dabei bleibt). Eigentlich ist das auf Arras de Mott ein Coup, den ein einflussreicher Borbaradianerzirkel durchziehen kann, der mehr oder minder umfangreiche Schriften zum Transpropriatorium des Meisters gefunden hat. Für Überraschung kann man sorgen, indem ein anderes Ordensmitglied (oder gar keines?) der Quitslinga ist. Ein paar (auf unterschiedliche Art) verrückte Mönche, aufkeimende Untergangsstimmung (z.B. durch irgendeine Prophezeiung, auf die verschiedene Zeichen hindeuten) - und schon ist die klaustrophobe Kloster-Detektivgeschichte auch für Kenner spannend.

Die "Pforten des Grauens" am Seeschlangenfriedhof sind neben der Mine und dem Fürstenpalast das Highlight auf Maraskan (letzteres kann man auch verlegen, weil der Palast natürlich erwartet wird). Wenn die SC vorher schon dort waren, kennen sie den Dschungel und mögliche Kriegsszenen schon. Ich werde nicht Borbarad im Wiedbrück-Kostum aufauchen lassen (gerade weil das die Kenner vermuten mögen, sich vlt. schon wundern, dass sie heil in Tuzak ankommen). Meines Erachtens hat der besseres zu tun, als sich um solche eher politischen Ziele zu kümmern. Vielleicht gilt es ja, seine Schwarze Festung zu erstürmen, wo er Artfakte aus den alten Zeiten zurückholt (sofern die SC nicht schon in einer waren)? Das Geschehen auf dem Seeschlangenfriedhof sollte den Dämonenmeister eigentlich mehr interessieren. Je nachdem, wen man da alles unterbringt, wird es aber auch sehr voll mit potentiellen Feinden (und eigentlich hätte ich da gerne Paligan als alten Bekannten einiger Spieler) - und die Begegnung vis-à-vis nur mit Borbarad hat einiges für sich (das gibt es in ähnlicher Form erst wieder im Kampagnenfinale). Vielleicht beginnt er den Fürstenpalast auch bereits umzuformen, wenn die SC unterwegs sind, und mit einer Schwarzen Festung (oder dem Riesland) zu verbinden. Mal schauen.

Das Suchen nach "Bastrabuns Bann" ist mir als archäologische Expedition für solche Gezeichneten, wie ich sie mir zu dem Zeitpunkt vorstelle, eigentlich zu lasch. Zumal ich in der Vorbereitung der eigentlichen Kampagne tendenziell genug Szenarien solcher Art untergebracht habe: Vielleicht ziehe ich die ganze Kugelsuche (unter anderem Vorwand) vor. Für mso etwas muss die Khunchomer Akademie eigentlich nicht die Gezeichneten belästigen. Wichtiger ist mir die Bedrohung der Tulamidenlande durch den Großen Schwarm (im Übrigen könnte man den Bann auch gegen genau diese Bedrohung richten). Aus meiner Sicht kann Borbarad jeden zusätzlichen Kriegsschauplatz gebrauchen, sodass ich hier weniger dessen Sabotage an Abu Terfas' Plänen irgendwie fokussiere (im Zweifel vertraut er darauf, dass die Gezeichneten das schon schaffen - und sei es als weiterer Test). Und auch der Chimärenmeister weiß, dass er allein wenig wird reißen können. Dass Borbarad ihn schließlich als Versager fallen lässt, ist in Ordnung. Jedenfalls werden Chimärenhorden wohl eine größere Rolle spielen. Anzeichen und Gerüchte Abu Terfas betreffend (der seinen Plan durchaus schon die eine oder andere Dekade verfolgt) kann man ja schon weit früher einstreuen.

Was ich letztlich vom Tobrienkrieg bespielen werde oder nicht, steht noch aus. Wenn die SC zuvor mit dortigen Druiden zu tun hatten, lohnt sich das Geschehen um Sumus Kate. Welche Orte sie zuvor besucht haben und nun erneut aufsuchen könnten und ob sie mehr oder minder geskriptete Schlachten (wie Eslamsbrück) miterleben sollten, weiß ich nicht. Das ist eigentlich nicht spektakulär genug, um es mit geringem Handlungsspielraum zu erkaufen. Fest steht, dass die Invasion primär von riesländischen Truppen (durch Limbustore und via Dämonenarchen transportiert) getragen wird, inkl. fremdartiger Zauberei von dort (sagenkundige Aventurier wissen, dass alles Schlechte aus dem Riesland kommt). Ein wichtiger Kontaktmann ist Salpikon Savertin (angeblich, bei mir: wirklich Riesländer), der überlaufen wird (je nachdem, wie das mit Atherion ausging, betrifft das dann womöglich die gesamte Schwarze Gilde, wobei Al'Anfa am ehesten aus politischen Gründen ausschert). Mal schauen, ob ich die "Schatten im Zwielicht" als Täuschungsmanöver aufbaue, ob jemand anderes deren Führung übernimmt oder ob nicht eine ganz andere Organisation Ähnliches tut (die KGIA bietet sich ja an). Vlt. haben die SC bis dato auch schon genug Borbaradianer gejagt.

Durch verschiedene Hinweise können die SC auf eine anstehende Invasion schließen und - grob - das östliche Mittelreich triangulieren (wenn man die bisherigen Konzentrationen borbaradianischer Operationen betrachtet und auf das Riesland verwiesen werden sollte). Jedenfalls ist die Perlenmeerflotte (neben der Khunchoms und Araniens) sicher einer der ersten Ansprechpartner (und vlt. hat es die SC-Strategin bis dato auch schon zu einigen Ehren gebracht). Da feindliche Flotten auszuschalten, das erste Ziel einer Invasion von Seeseite ist, kann ich hier den Andalkan-Effekt einbauen: Dämonenarchen, jede Menge See-Dämonen und wer weiß welche riesländischen Rituale sollten die verbündeten Flotten zuverlässig aufmischen. Und auf See ist der Aktionsradius der Gezeichneten eingeschränkter als sonst. Der Andalkan-Effekt beruht ja letztlich auf dem vermittelten Gefühl der unerwarteten Überwältigung. Ob man darüber hinaus noch weitere Niederlagen erleben muss, die Schwarzroten auch mal zurückschlagen darf, wie interessant Kurkum (zu Amazonen sehe ich wenig Verbindungen) oder das tobrische Herzogenhaus (Schlacht im Schnee und co.) ist, wird sich zeigen.

Von den NSC in "Rohals Versprechen" werden die SC sicherlich (oder hoffentlich) etliche schon kennen. Einerseits ist so ein Konvents-Flair nett, andererseits ist es gerade der absolute Ausnahmezustand, der fühlbar sein muss. Immerhin droht die größte magische Auseinandersetzung seit den Magierkriegen. Ob ich da noch kleinere Verschwörungen brauche, weiß ich nicht. Wenn die SC an den wichtigsten Programmpunkten - Zeichen-Untersuchung, Vorgehen gegen Borbarad, Stein des Weisen (und bestimmt noch weitere exklusive Erkenntnisse der Gezeichneten) - angemessenen Anteil haben, dann ist das schon eine ganze Menge. Action gibt es im Finale genug (Rohal vs. Borbarad mit den Gezeichneten dazwischen). Auch die "Gegen-Gezeichneten" brauche ich, denke ich, nicht.

Für die Wiederherstellung von "Siebenstreich" werde ich die meisten Züge von jenen NSC erledigen lassen, die die Kelche bislang zuverlässig hüten konnten. Auch weiteres Sightseeing brauche ich nicht. Spannend finde ich nur den Humus-Kelch (da muss ich mir aber definitiv eine Überraschung einfallen, weil ich das Abenteuer damals in der G7 schon geleitet habe, in der ich ansonsten mitspielte, was jene erwähnten beiden Spieler bereits erlebten). Vielleicht lasse ich auch das Finale weitgehend problemlos ablaufen. Damit ist "Siebenstreich" noch ein kleiner Problemfall.

Umso mehr Zeit werde ich mir für "Rausch der Ewigkeit", insbesondere die Troll-Episode nehmen. Hier kann man einfach große Klammern schließen und aufzeigen, wie alt die Konflikte sind, die hier ausgefochten werden. Mit den Traugatompf könnten die SC schon vorher Kontakt gehabt haben, da die sich u.a. in der Gegend der Sichelgebirge aufhalten (auch wenn das gerade die Isolationisten und generellen Skeptiker von so ziemlich allem Nicht-Trollischen und auch genug Trollischem sind). Vielleicht werde ich Borbarad noch stärker/direkter vorgehen lassen, sobald sich abzeichnet, dass er relevante Teile eines derart alten und kundigen Volkes (das bei mir u.a. bewandert ist in der Magier der Wahren Namen ist; auch von elementaren Kräften) gegen sich weiß (und der Versuch, sie via diplomatischer Intervention bzw. trollische Borbaradianer - wie die bisherigen Jahrhunderte - faktisch gelähmt zu halten, scheitert).

Das eigentliche Finale wird dann sehr davon abhängen, zu was für SC sich die o.g. Anfangskonzepte bis dahin entwickelt haben. Es wird wohl sehr viel weniger um irgendwelche Schlachtaktionen oder Kommandounternehmen gegen den Todeswall, wandelnde Festungen etc. gehen, sondern hauptsächlich um die Konfrontation mit Borbarad.



Überhaupt weiß ich noch gar nicht, wie die SC zum zentralen (potentiellen) Antagonisten stehen werden. Davon wird einiges abhängen. Es ist aber schwer vorab (jedenfalls derzeit) zu prognostieren. Aber es können auch noch viel Zeit und erlebte Abenteuer vergehen, bis sich die SC/Spieler selbst darüber Gedanken machen müssen (auch wenn Ideen sicherlich schon in die Generierungskonzepte einflossen, wie mir klar erkennbar zu sein scheint).
Gerade machtvolle SC - wie es die Gezeichneten sein sollen - sehen sich auch vor der ethischen Verantwortung, die sie gegenüber zahlreichen anderen Menschen (Zwergen etc.) haben, die von ihren Entscheidungen betroffen sind. Ob sie dabei der Menschlichkeit zugunsten eines (vorgeblich) höheren Ziels (das nicht mit ihnen selbst identisch ist) nachgeben und Menschen zum dafür nötigen Mittel degradieren, mag auch ein Reiz sein, der generell im (gespielten) Verhalten gegenüber Macht ruht. Dergleichen werde ich gewiss schon im Laufe der Kampagne allmählich zur - praktischen - Sprache kommen lassen. Ich muss allerdings auch sagen, dass mir Borbarads Philosophie sehr viel klarer ist als die Rohals, der tendenziell ein (ethisch orientiertes) Gegenmodell entwerfen sollte, auch wenn die beiden sich natürlich nicht derart antipodisch verhalten, wie Götter und Erzdämonen es tun. Vielmehr ergänzen sie sich komplementär zu Aspekten des Nandus (zu dessen Wesen ja Zwiespalt, Widerspruch und Unauflösbarkeit gehören).



Vielleicht gibt es ja noch weitere Hinweise auf die Philosophie Borbarads oder Rohals.

Womöglich fallen jemandem noch weitere Organisationen ein, für die (im Vorfeld der Kampagne) der Borbaradianismus (in welcher Spielart, Radikalität oder in welchem (Miss-)Verständnis auch immer) interessant sein könnten.

Oder aber es gibt noch Anmerkungen zu meinen Fragmenten, die Kampagnenstruktur und (Um-)Gestaltung betreffend. Ich hoffe, meine Absichten und das zugrundeliegende Konzept verständlich kommuniziert haben zu können.

Alternativ können auch Fragen gestellt werden, die dann ja auch zu neuen Antworten oder Fragen führen mögen.

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Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 19.11.2019 18:50

Nach welchen Regeln werdet ihr denn eigentlich spielen?

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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 19.11.2019 20:27

Es wird ein eigenes Regelsystem (beruhend auf einem W10) werden.
Das will ich aber nicht weiter ausführen. Mir geht es hier um den Spielwelt- und Kampagnenhintergrund.

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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 19.11.2019 21:23

Wie viel Zeit hast du Outgame für die Kampagne angedacht? Das klingt so als würdest du auch dort auf Jahre hinweg planen. :)
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 19.11.2019 21:34

Ja, das definitiv. Wir werden wöchentlich online spielen, sodass wenigstens Umzüge keine große Rolle spielen. Aus meiner mehrjährigen Erfahrung als SL von "Jahr des Feuers" (inkl. äußerst umfangreich bespieltem Vorfeld, sodass die SC im JdF durch erlebte Abenteuer bekannte Helden waren) weiß ich, dass die Spieler gerne sehr lange ihre SC hegen und pflegen (um sich dann später in Anekdoten ergehen zu können), sodass Ausdauer kein Problem darstellt.
Sumaro hat geschrieben:
19.11.2019 22:01
Meine Versuche die G7 online zu machen sind eher Erfahrungsberichte von unfassbar großen und vernetzten Plänen, die dann am Alltag gescheitert sind.
Ich sollte dazu sagen, dass ich mit einem Großteil der Gruppe schon seit zehn Jahren regelmäßig (zeitweise mehrere Runden parallel) und zuverlässig spiele. Insofern bin ich guter Dinge. Und wenn es länger dauert: Bis zur Rente haben wir alle noch einige Dekaden - und danach noch mehr Zeit.

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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 19.11.2019 22:01

Also ich denke, du hast da schon sehr viel interessante Elemente drin. Ich kann leider wenig konkret dazu beitragen, weil es für mich einen zu langen Rahmen abdeckt und ich damit meistens keine guten Erfahrungen gemacht habe. Meine Versuche die G7 online zu machen sind eher Erfahrungsberichte von unfassbar großen und vernetzten Plänen, die dann am Alltag gescheitert sind.^^

Was die Philosophie von Borbarad und Rohal betrifft, so habe ich mich damit eine ganze Weile in einem ganz anderen Kontext beschäftigt (nämlich mit einem Nanduspriester im Horasreich im Dienste des jungen Horas). Der zentrale Konflikt, den ich dort immer wieder forciert habe, ist das was Rohal auch selbst über seinen Bruder sagt "Er hat mich wieder und wieder überrascht, aber dafür hat ihn die Welt wieder und wieder überrascht". Borbarads Weg ist ein Weg, in dem die Freiheit zu einem Gut des Einzelnen gemacht wird, sie ist direkt verbunden mit Macht und Wissen. In Rohals Gedankenwelt ist die Freiheit ein Gut der Vielen und während keiner der Einzelnen darum die Macht eines Borbarad erreicht, ist das Opfer, das man bereit ist zu bringen, um diese Freiheit zu erhalten, eine Macht, die sich Borbarad nicht zu eigen machen kann. Darum war er, selbst wenn er Rohal besiegte, niemals der Sieger.
Das ist ja auch letztlich der Stolperstein, der ihn an seinem großen Plan scheitern lässt und der überhaupt erst der Hybris den Weg öffnet. Dadurch, dass er alleine steht, kann er nicht vollbringen, was er tun will und dadurch, dass er alleine sein muss, in seinem eigenen Weltbild, kann ihn Amazeroth mit einer Halbwahrheit locken. Ja, Borbarads Plan könnte gelingen, aber nur wenn er eben nicht alleine stünde. Die Schöpfung "könnte" sich gegen den Verfall stemmen, sogar vielleicht die Unendlichkeit des Chaos erobern und selbst ausgedehnt werden, aber eben nicht durch die Macht eines Halbgottes alleine, der sich gegen alle Bande der Ordnung stellt.
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Ungelesener Beitrag von Harteschale » 20.11.2019 10:14

Da ich auch grade G7 leite und umgestalte für die Veteranen der Gruppe habe ich ähnliche Überlegungen schon angestellt.

Bruchstückhaft hier mal ein paar der Änderungen, wenn dir etwas davon gefällt kann ich gerne näher drauf eingehen:

- Haffax wird abgesetzt, nachdem sein Treffen mit Borbarad zur KGIA und Inquisition durchgestochen wurde. Ob er loyal blieb oder nicht, bleibt offen, spielt aber keine Rolle mehr. Er spielt eine ambivalente Rolle in späteren Ereignissen. Bei der Tobrien-Invasion gelingt es ihm, mittelreichische Truppen zum Überlaufen zu ihm zu bringen und mit ihnen Teile von Aranien oder Baburien zu erobern. Er nutzt dabei seine Stellung als "Borbaradianer Light". Vor allem sammelt er enttäuschte oder ihm persönlich loyale bürgerliche Aufsteiger, Answinisten und ehemalige Gewinner der Reto'schen Reformen ein, die nun beim zurückdrehen ebendieser in die Röhre schauen. Auch Revisionisten, die die Abspaltung von Aranien nicht verdaut haben und Nebachoten.

- Bei der Tobrien-Invasion kommen neben riesländischen Truppen auch Golems und vor allem Chimären und Untote zum Einsatz (welche offiziell bis auf Untote alle keine Rolle spielen). Deine Idee mit riesländischen Truppen, welche durch Dämonenarchen hergebracht wurden habe ich dreist geklaut :)

- Anstatt dem Fürstenpalast zu Tuzak wie im Buch wird die Skrechu auch eine direkte Rolle spielen und später auch im Tulamidenlande-Setting über Al'Gorton eingreifen. Mittels Al'Gorton stellt sie auch Borbarad Chimären zur Verfügung für die Invasion.

- in PdG wird evtl. auch eine Schöpfung frei, welche die Orakelsprüche von "Festungen die über den Himmel wandeln" erfüllt und die Fliegende Festung des Galotta erklärt. Auch die Festungen welche über das Land wandeln, werden hier plausibilisiert.

- Das zweite Zeichen wird deutlich aufgewertet und der Spieler desselben erhält in der Kampagne die Möglichkeit, Teile verbündeter Truppen direkt zu kontrollieren und als aktive Kriegspartei mitzuwirken. Dafür habe ich ein Verbündetensystem und entsprechende Fähigkeiten erstellt.

- Das vierte Zeichen erhält einen elementaren Einschlag, die "firnglänzenden Finger" beziehen sich hierbei auf das Element Eis.

- Das Turnier von Siebenstreich wird für die Kampagne vorbereitet durch ein Turnier der Rondrakirche nach Aylas Erennung zum SdS. Hier werden viele später relevante NSC vorgestellt.

- die Tulamidenlande werden als Kriesenherd aufgebaut und beibehalten nach BB, das Erbe von Assarbad, Magiermogule etc. ist zu cool um es direkt unter den Tisch fallen zu lassen.

Vlt. später mehr, wenn mir mehr einfällt.
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 20.11.2019 15:17

@Sumaro Das beruht auf den Zitaten und Angaben aus "Krieg der Magier", oder? Das hatte ich gar nicht mehr im Sinn. Folgend daher ein Exkurs zum Borbaradianismus und den Lehren Rohals.
Am interessantesten dort finde ich, dass es zu Borbarad heißt: "Es gibt nichts, was unabdingbaren Wert hat." Das bedeutet die Abkehr von jedem Universalismus. Und eigentlich trifft das auch auf die Freiheit (und theoretisch auch auf die Schöpfung) zu. In dem Sinne wäre Borbarad ein radikaler Relativist, frei von jedem Idealismus.
Bzgl. Rohal heißt aber auch: "Beide bauen auf Macht über andere", wobei Rohal "magische Naturgesetze benutzt". Freiheit hat für ihn (auch) keinen wirklich ethischen Wert, sondern einen zweckdienlichen, denn auch wenn er meint "für die Freiheit an sich" einzutreten, arbeitet er der "Harmonie und der Ordnung des Universums" zu (jeweils KdM 59f). Das ist ein universeller und absoluter Wert, dem er alles unterordnet. Das unterscheidet ihn nicht unwesentlich von Borbarad.
Bei beiden Zwillingen werden die individualistischen Konzepte gebrochen von der kollektiven Idee einer höheren Ordnung, was in einer letztlich manichäischen Welt mit ihrem Dualismus aus Ordnung und Chaos aber eine logische Konsequenz von Gottheiten als Vertretern der Ordnung sein mag. In der Hinsicht können die Nandus-Zwillinge kaum als unbeteiligt gelten, denn der Versuch der Unparteilichkeit in der Frage der kosmischen Ordnung führt wohl zwangsweise in das grenzenlose Jenseits hinter dem Sternenwall. Deutliches Signum dafür ist der schmale Grat des Borbaradianertums zwischen einer absoluten individuellen Freiheit (gegen alle Widerstände, Traditionen, ethischen Regeln oder religiösen Gebote) und der Verdammnis, mit der man nicht nur durch den bedenkenlosen Einsatz dämonischer Kräfte, sondern auch den der eigenen Seele konfrontiert wird. Das gilt ja in letzter Konsequenz auch für Borbarad selbst, weshalb Rohal ihn um seinen eigenen Freiheitsbegriff ergänzen will und beide errettet werden in ihrer komplementären Vereinigung.
Das spannende am Borbaradianismus ist der (wie gezeigt: letztlich vergebliche) Versuch des radikalen Individualismus - der bis zur Selbst-Apotheose führen soll (das ist ausdrückliches Ziel) - einerseits und die Relativierung aller (anderen) Dinge andererseits. Es ist ein bisschen wie beim Smith'schen Liberalismus: Dadurch, dass alle zuverlässig an sich denken, ist allen geholfen, weil jene durch ihre damit verbundenen Unternehmungen indirekt dem allgemeinen Wohl dienen. Die "unsichtbare Hand", die das lenken soll, wäre Borbarad gemäß das Prinzip des Nayrakis (das er sicherlich als quasi verstofflichte Freiheit begreifen würde). Indem der Einzelne sich selbst erhebt und seine Macht steigert, mehrt er, der als Wesen der Schöpfung nur derselben dienen kann (solange er seine Seele behält; ob er sie zwischenzeitlich verpfändet, ist egal), den Wert der Schöpfung und stärkt somit die Ordnung.
Rohal hingegen betrachtet Freiheit stets vom Anderen aus. Man könnte sagen: Wo Macht die Ausweitung des Selbst auf andere ist, da ist Freiheit die kategorische Begrenzung des Selbst und die Achtung des Anderen. Das Denken in Bezug auf das eigene Handeln soll vom Wohl des Anderen ausgehen, weil nur das Harmonie schaffen kann, insofern - reziprok gedacht - das Handeln des Anderen vom eigenen Wohl ausgeht. Und das höchste Wohl ist die Schöpfung und ihr Erhalt, weshalb sich die Freiheit aller (Sterblichen, theoretisch auch der Götter) dem unterordnen sollte. Daher müssen die "äußeren", jenseitigen Dinge auch verborgen bleiben, denn zu glauben, sich ihrer bemächtigen zu können (für einen guten Zweck), ist der initiale Irrtum im Umgang mit Dämonen.
Harteschale hat geschrieben:
20.11.2019 10:14
- Haffax wird abgesetzt, nachdem sein Treffen mit Borbarad zur KGIA und Inquisition durchgestochen wurde. Ob er loyal blieb oder nicht, bleibt offen, spielt aber keine Rolle mehr.
Ja, darüber hatten wir uns schon verständigt. Ich denke, ich werde Haffax freiwillig überlaufen lassen. Dem Alter und den Grenzen der feudal-restriktiven Gesellschaft für einen ursprünglich Gemeinen (bei mir wird er u.a. deshalb niemals Graf von Wehrheim) stehen die Verlockungen von (magisch, nicht durch Pakt erzeugter) Jugend und die Lehre vom absoluten Wert der eigenen Leistung gegenüber. Zudem mag ihn so mancher alter Freund und Weggefährte schon als altes Eisen abgeschrieben haben (seine wichtigen Gönner und Unterstützer sind ja größtenteils nicht mehr; und Nemrod muss äußerst pragmatisch handeln; der ist bei uns aber nur KGIA-Chef oder wird es; er war nie Großinquisitor). Gerade die Ausklammerung des Paktes macht das Angebot attraktiv. Zudem lasse ich eine gewisse Skepsis durchscheinen, was allzu frommes Göttervertrauen angeht (ein weiterer Grund, warum er aneckt).
Harteschale hat geschrieben:
20.11.2019 10:14
- Anstatt dem Fürstenpalast zu Tuzak wie im Buch wird die Skrechu auch eine direkte Rolle spielen und später auch im Tulamidenlande-Setting über Al'Gorton eingreifen. Mittels Al'Gorton stellt sie auch Borbarad Chimären zur Verfügung für die Invasion.
Das wiederum werde ich dreist klauen. ;-)
Eine solche Anreicherung des tulamidischen Settings ist genau, was ich suche. Und das kann man sehr gut, denke ich, im Vorfeld schon behandeln (Bastrabuns Bann, Chimären, Erbe der Magiermoghule und des Krieges gegen Borbarad in der Gor, Überbleibsel fragwürdiger Kulte etc.). Mit der Skrechu hat man ein Verbindungsglied in eine weitere Reinkarnationsepoche. Eigentlich wäre sie auch wesentlich plausibler der Ursprung einer Chimäreninvasion der Tulamidenlande. Die Hexe Achaz (die Abu Terfas beflüstert) und Al'Gorton, der irgendwelche selemischen Geheimnisse auspackt, wären dann ihre Agenten in (letztlich) Borbarads Interesse.
Harteschale hat geschrieben:
20.11.2019 10:14
- in PdG wird evtl. auch eine Schöpfung frei, welche die Orakelsprüche von "Festungen die über den Himmel wandeln" erfüllt und die Fliegende Festung des Galotta erklärt. Auch die Festungen welche über das Land wandeln, werden hier plausibilisiert.
Da würde mich definitiv interessieren, was du dir dazu ausgedacht hast.
Harteschale hat geschrieben:
20.11.2019 10:14
- Das zweite Zeichen wird deutlich aufgewertet und der Spieler desselben erhält in der Kampagne die Möglichkeit, Teile verbündeter Truppen direkt zu kontrollieren und als aktive Kriegspartei mitzuwirken. Dafür habe ich ein Verbündetensystem und entsprechende Fähigkeiten erstellt.

- Das vierte Zeichen erhält einen elementaren Einschlag, die "firnglänzenden Finger" beziehen sich hierbei auf das Element Eis.
Über die konkreten Zeichenfertigkeiten habe ich noch nicht so viele Gedanken verloren, weil die Zeichen sehr von den SC abhängen sollen. Das werde ich angehen, sobald wir uns der eigentlichen Kampagne wählen. Am wahrscheinlichsten wird bei uns der Adlige das Zweite Zeichen tragen. Der ist am besten zu vermitteln. Die Nandus-Geweihte (u.a.) Strategin würde deiner Idee am ehesten entsprechen. Aber ich war ja allgemein skeptisch, wie viel Beachtung ich den ganzen Schlachten im Spiel schenken werde.
Das Vierte Zeichen wird wohl an den Streuner/Meuchler gehen und den phexischen Aspekt (bis dahin könnte er auch schon geweiht sein; das hat der Spieler schon zum Fernziel erklärt), d.h. Heimlichkeit, Geschicklichkeit und den Kampf gegen Magie ("Drachenkraft") sowie Echsen(-Werk) betonen. Dass sie das Zeichen zufällig von Abu Terfas erhalten, bezweifle ich (v.a. wenn man bedenkt, wie gut z.B. das Zweite Zeichen vermittelt wird). Sollte Bastrabun die Hand getragen haben, dann ruht sie am ehesten in den Khunchomer Bleikammern. Vielleicht stricke ich auch ein eigenes Szenario um die Hand, mal sehen.
Harteschale hat geschrieben:
20.11.2019 10:14
- Das Turnier von Siebenstreich wird für die Kampagne vorbereitet durch ein Turnier der Rondrakirche nach Aylas Erennung zum SdS. Hier werden viele später relevante NSC vorgestellt.
Da muss ich schauen, wer von den SC sich überhaupt für Turniere oder Rondrianisches interessiert. EIgentlich hätte ich es schon gerne, dass die Rondrakirche nicht allzu marginal behandelt wird. Die Sache mit dem falschen Schwert der Schwerter werde ich weitertreiben - und nicht durch Viburns Geist auflösen lassen. Gerne mag Dragosch von Sichelhofen sogar als überzeugendes und kompetent handelndes Schwert der Schwerter wahrgenommen werden. Den Zwist hebe ich mir für den richtigen Zeitpunkt auf, aber Ayla sollen die SC (als einfache Geweihte, vlt. sogar schon als umherziehende Kämpferin) durchaus kennenlernen. Zu Spielbeginn wird sie ja noch ein Kind sein.
Harteschale hat geschrieben:
20.11.2019 10:14
- die Tulamidenlande werden als Kriesenherd aufgebaut und beibehalten nach BB, das Erbe von Assarbad, Magiermogule etc. ist zu cool um es direkt unter den Tisch fallen zu lassen.
Neben Nordaventurien (wo Borbaradianer u.ä. Freigeister einfach genug Platz zum Wirken haben) soll das auch bei mir Schwerpunkt werden. Ansätze für Krisen gibt es ja genug: Khômkrieg (der muss sich weder so schnell verlaufen, noch so eindeutig geklärt werden wie offiziell; auch wenn die SC keinen direkten Anteil daran haben werden und das Mittelreich den Namenlos tut, anstatt novadische Erzketzer zu unterstützen), Herrschaftsfrage in Rashdul (Dscheleffibn Jassafar vs. Belizeth Dschelefsunni vs. Hasrabal ben Yakuban), nominelle vs. faktische Herrschaft des Kalifen (Ansprüche bestehen ja zu Hauf), Unabhängigkeit Araniens (Khunchom wäre ein passender Verbündeter des Mittelreichs gegen Aranien). Und dann eben die weniger weltlichen Probleme und Themen und die Heimsuchungen einer teilweise vergessenen oder verdrängten Vergangenheit.

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Ungelesener Beitrag von Harteschale » 20.11.2019 16:08

Ich schreibe hier mal die etwas ausführlichere Version der Gedankenstücke hin, wenn du gerne noch mehr Details magst, frag nach.

Das Turnier:

Hier habe ich Einflüsse von "die Verschwörung von Gareth", dem Siebenstreich-Turnier und dem großen Kaiserturnier von Schlacht in den Wolken gemischt. Es soll spürbare Parallelen auch für die Spieler geben mit den Vor- und Rückgriffen. Dabei kommt man u.a. den Provinzherrschern des Mittelreiches nahe (was dann später beim 2. Gezeichneten und auch dem Krieg super ausgespielt werden kann) und auch Menning und diverse Amazonen habe ich auftauchen lassen sowie Arngrimm von Ehrenstein und Bibernell von Hengisford. Bei allen diesen Charakteren werden dabei Persönlichkeit und Motivation spürbar gemacht und die Möglichkeit geboten die Klingen zu kreuzen. Gerade die Möglichkeit des Duells macht das ganze spaßig-persönlich aber auch eingängig und kann später unter sehr viel ernsteren Umständen aufgegriffen werden.

Haffax
Das ist eine neuere Version als ich mit dir besprochen habe.
Wichtig ist hierbei, dass er weder nach Maraskan kommt noch in Tobrien teilnimmt. Dadurch kann man ihn wie Rommel gut an einer weniger hässlichen Front mit anderem Feeling aufbauen und er kann sein Flair stark zum Tragen kommen lassen. Ebenso bleibt er für die Spieler damit interessanter. Menning behält Maraskan für sich, Aranien bekommt einen sehr offenen Konflikt. Gerade auch die Re-Tulamidisierung der Dimiona macht hier besonders viel Sinn nach der Garethisierung durch Haffax. Auch kann man sehr gut die Anklänge von Schwur des letzten Sultans einfließen lassen und kommt zu einem viel interessanteren Setting um die gorische Wüste. Sollte Haffax nämlich Anchopal halten, Hasrabal seinen Teil und andere Machtparteien den Rest (s.u.), dann macht das viel mehr her. Auch macht es strategisch Sinn, das reiche Aranien ohne Verbündete mit überschaubarer militärischer Kraft als Kornkammer zu nehmen, GERADE bei Haffax Hintergrund.

Maraskanfinale, Skrechu
Ich habe überlegt, dass man den coolen Konflikt von maraskanischer Dschungel und Tierkönige vs Skrechu und Heldeninvasion auf die schwarze Feste direkt thematisieren sollte anstatt dem Fürstenpalast von Tuzak. Gerade die Parallelen die man ziehen kann von dieser schwarzen Feste zu den Aktivitäten bei BB unter Borbra und die Location an sich wie in Borbarads Erben beschrieben ist zu cool um sie auszulassen. Perfide wäre hier, Borbarad als Puspereiken oder Muntagonus zu tarnen (ich sehe nicht warum er den toten Körper der betreffenden Person zwingend bräuchte).

PdG Festungen übers Land/Himmel

Hier müsste ich glaube ich sehr, sehr weit ausholen. Ich habe noch keine finale Version meiner Gedanken. Das Prinzip ist aber einfach: Wenn man schon schwimmende Festungen aus der Kombination zweier Elemente entwirft, warum dann nicht auch zwei Elemente kombinieren für die fliegende und die wandelnde Festung? Und dann jeweils nur eine davon im Gegensatz zu den Dämonenarchen und nicht Fortpflanzungsfähig, weil der Friedhof der Seeschlangen Charyptoroth-affin ist und die Dämonenarchen viel schneller und besser herzustellen sind. Dann stören die Helden auch da den Reifungsprozess und verkrüppeln sie weit genug um "nur" so etwas wie die Plagenbringer werden zu können, aber als Unikat und nicht Fortpflanzungsfähig und auch langsamer im Wachstum.
Galotta könnte dann strategisch eines davon übernehmen und im Geheimen nähren mit dem Splitter. Das macht SidW viel folgerichtiger und erklärbarer.

Später mehr.
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 20.11.2019 17:39

Zu Haffax: Wenn ich dich richtig verstehe, dann erobert Haffax durchaus ehrlich im Dienste des Reiches (und nicht unter falscher Flagge für Borbarad) Aranien (bzw. weite Teile davon) zurück. Aranien ist offiziell seit 995 BF unabhängig. Wird das näher an die G7 verschoben (z.B. nach dem Verschwinden Hals), um einen Unabhängigkeitskrieg zeitnah an die Proklamation folgen und in die Kriegswirren im Zuge der G7 (vor der Tobrieninvasion) einfließen zu lassen? Die Idee gefällt mir ganz gut. Sollte dann Haffax überlaufen (und einen Gutteil des Heeres mit sich nehmen), gäbe es für das Mittelreich direkt eine Front (der alsbald die nächste folgt).
An den "Schwur des letzten Sultans" hatte ich gar nicht gedacht. Als "Schattenheer", das die Gezeichneten (z.B. gegen die Chimären bzw. den Großen Schwarm) erwecken, macht sich das Szenario sehr gut. Und das Thema Rondra hat man auch gleich eingebunden (wenn man im nebachotischen Kontext verbleibt). Aber auch die Garde irgendeines Magiermoghuls, der sich an Assarbad rächen wollte (o.Ä.) wäre denkbar.
Harteschale hat geschrieben:
20.11.2019 16:08
Ich habe überlegt, dass man den coolen Konflikt von maraskanischer Dschungel und Tierkönige vs Skrechu und Heldeninvasion auf die schwarze Feste direkt thematisieren sollte anstatt dem Fürstenpalast von Tuzak. Gerade die Parallelen die man ziehen kann von dieser schwarzen Feste zu den Aktivitäten bei BB unter Borbra und die Location an sich wie in Borbarads Erben beschrieben ist zu cool um sie auszulassen. Perfide wäre hier, Borbarad als Puspereiken oder Muntagonus zu tarnen (ich sehe nicht warum er den toten Körper der betreffenden Person zwingend bräuchte).
Das wäre wirklich ein klasse Täuschungsmanöver. V.a. wenn die SC vorher schon Rakorium auf einer seiner legendären Reisen begleiteten (der war offiziell ja schon in der Schwarzen Festung auf Maraskan). Ich hätte auch gedacht, dass man in einer solchen Festung viel eher die Erlebnisse im Grab unter Borbra unterbringen kann. Zeitverschiebungen etwa in der Schwarzen Festung in der Gor könnten Fragmente aus "Krieg der Magier" erlebbar machen, ohne dass man gleich die ganze epische Show mitnimmt (die Begegnung mit Rohal bzw. zwischen Rohal und Borbarad aus dem Finale von "Rohals Versprechen" will ich keinesfalls irgendwie vorwegnehmen). So ein sich wandelnder Dungeon hat sowieso seinen Reiz. Dazu gibt es ja auch Sumaro Texte für die "Ausblicke" in verschiedene Zukünfte bzw. Zukunftsschichten.
Ich muss schauen, welche der Expeditionen des Rakorium ich für die SC aufbereite (oder vlt. auch eine ganz eigene, vlt. auch die Suche nach "Niobaras Vermächtnis"; jedenfalls wird Rakorium mit den SC so wahrscheinlich den "Kelch der Magie" bergen).

Zu den (Schwimmenden und Fliegenden) Festungen: Wer weiß, ob es dergleichen nicht im Riesland gibt. Ma'hay'tam hat es jedenfalls auch schon zuvor gegeben (allerdings in maritimeren Zeiten mit äußerst dünner Quellenlage, vorsichtig formuliert). Die Dämonenarchen benötigen (neben dem Geheimwissen ihrer Erzeugung) offenkundig die Pforten des Grauens (als Direktverbindung zu den Unelementen), die Schwerter als Fokus (um jene Energien zu lenken) sowie fähige Erzpaktierer, die das anleiten (Blutopfer inkl.). Agrimoth und Lolgramoth bieten sich beide für Luft bzw. konkret: fliegendes Erz an.
In dem Fall könnten die SC - nachdem sie festgestellt haben, was Borbarads Schergen auf dem Friedhof der Seeschlangen anstellen - die Schwarze Festung (mit ihren Verbündeten) erstürmen, um den Meister selbst daran zu hindern, Teile davon als Fliegende Festung zu erheben. das wäre jedenfalls würdiges "altes Wissen", das der Dämonenmeister dort reaktivieren könnte.

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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 20.11.2019 17:58

Ich würde den Konflikt in der Philosophie von Borbarad und Rohal in der Tat mehr auf den Aspekt der Freiheit und Verantwortung legen. Für mich lag der zentrale Konflikt nicht im Stellenwert der Schöpfung, sondern in den Grenzen der Freiheit gemessen an dem Maß der Verantwortung. Beide Alverniare scheitern letztlich an ihrem eigenen Wesen immer wieder. Dadurch das Rohals Freiheit begrenzt ist und er Verantwortung für andere übernimmt, übernimmt er sich zugleich an Borbarad, dessen Freiheiten nur durch seinen Zwang nach Freiheit begrenzt wird und der Verantwortung für sich selbst und seine Taten, aber nicht für andere übernimmt. Dadurch ist Borbarad sehr viel rücksichtsloser, aber letztlich auch sehr viel progressiver als Rohal.

Beide allerdings sind der festen Meinung der Schöpfung zu dienen. Borbarad hingegen mit einem radikal progressiven Anspruch, Rohal mit einem konservativen (im wahrsten Sinne des Wortes), gemäßigtem Anspruch. Dadurch kann man sie auch wunderbar als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen und menschlicher Konflikte verwenden. Es gibt immer nach vorne gewandte Kräfte, die dadurch aber zugleich auch unfassbar destruktiv sein können und vorhandene Strukturen zerstören. Zugleich gibt es bewahrende Kräfte, die dagegen wirken und den Ist-Zustand konservieren wollen. Oder zumindest einen großen Teil davon. Auch Rohal macht dies eigentlich immer wieder. Er ersetzt ja an keiner Stelle radikal Strukturen, selbst die Priesterkaiser-Herrschaft zu beenden ist keine gewaltige Erschütterung, sondern viele Dinge behält er bei.

Ich würde versuchen die Philosophie so aufzubereiten, dass sie nichts entrücktes, fernes ist, sondern etwas in dem sich jeder verorten kann. Das sollte die "Verlockung" sein, je aufgeklärter ein Geist ist (und damit je mehr zur Progressivität neigend) desto "gefährlicher" wird Borbarads Sichtweise auf die Welt.

Betreffs Haffax: In einer meiner Kampagnen habe ich es so "gelenkt", dass die Spieler Haffax nach Maraskan geschickt haben. Wohl wissend, dass er damit unglücklich ist, dass sein Posten damit zu einem "Militärdiktator" wird und er nicht mehr Reichserzmarschall bleibt. Aber in dem besten Glauben, dass Haffax "der Mann" für Maraskan ist, der die unruhige Insel unter Kontrolle bekommt. Weil er sie kennt. Dieses Loch in der Rüstung des Feldherren hat Borbarad dann nur aufstoßen müssen. Denn logisch betrachtet war er eine kluge Wahl, aber er hasste die Insel wie keine andere, weil er dort beinahe das wertvollste verloren hat, seinen eigenen Verstand. Und jetzt wird er dorthin "weggelobt", während Hochadel nachrückt.
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Ungelesener Beitrag von Fred Ericson » 20.11.2019 19:36

Sehr interessant eure Ideen und Ansichten zu lesen.

Würdest du Dragosch nicht thematisieren, könnte man auch Unsterbliche Gier verändern. Zum einen könnte man die Fleischwerdung Borbarads ins Bornland verlegen. Selbst Dschelef ibn Jassafer war sich ja nicht sicher, ob er ins Bornland oder nach Weiden muss (Land des Bären). Statt vampirgefördertes Blut könnte Theriak den Kessel speisen, Pardona ließe sich durch Glorana ersetzen. Pardona wirkte auf mich ohnehin immer wie ein Fremdkörper in der Kampagne. Ich kenne die Theaterritter-Kampagne nicht, aber vielleicht gibt es da auch sinnvoll nutzbare Entitäten, Gruppierungen o.ä.

Zu den Chimären: In Aranien gibt es ein Tal, indem eine Chimärenarmee auf ihren Einsatz wartet. Ein paar Infos findet man im Mysterienteil von Das Dornenreich. Falls du das nicht hast, kann ich das auch hier in einen Spoiler packen.

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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 20.11.2019 20:20

Ich frage besser nicht, wo im winzigen Aventurien, inmitten eines der dichtbesiedelsten Gebiete, noch Chimären-Armeen auf ihre Aushebung warten. Auf der anderen Seite, im Zweifel schreibt man ja auch in Gareth noch eine Chimären-Armee hin und lässt die aus der Dämonenbrache stürmen. Mir scheint Aventurien zugepflastert mit High-Fantasy-Elementen. Man kann ja keinen Schritt mehr tun, ohne auf ein hochelfisches Artefakt, eine trollische Stele oder einen Zauberring der alten Mahre zu treten.^^

Ich persönlich finde Pardona passt bedeutend besser als Glorana. Sie ist immerhin diejenige, die Leben erschaffen will und sich damit als Göttin definiert, zugleich aber profitiert der Namenlose auch massiv von Borbarads Intervention, die ja die anderen Götter zum Handeln zwingt. Dadurch kann der Namenlose z.B. Siebenstreich aus der Rechnung nehmen (oder zumindest verhindern, dass es allzubald erneut zusammengeschmiedet wird) und auch andere Ressourcen erschöpfen, die im heraufdämmernden Heldenzeitalter im Ringen um alveranische Macht sicherlich gebraucht werden könnten. Eine Allianz mit Borbarad braucht er nicht mal die Auswirkungen seiner Rückkehr sind schon so groß genug und lenken von anderen "Umtrieben" ab. Das kann man, mMn, gut erklären, wieso Pardona.^^
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 20.11.2019 21:38

Fred Ericson hat geschrieben:
20.11.2019 19:36
Würdest du Dragosch nicht thematisieren, könnte man auch Unsterbliche Gier verändern. Zum einen könnte man die Fleischwerdung Borbarads ins Bornland verlegen. Selbst Dschelef ibn Jassafer war sich ja nicht sicher, ob er ins Bornland oder nach Weiden muss (Land des Bären). Statt vampirgefördertes Blut könnte Theriak den Kessel speisen, Pardona ließe sich durch Glorana ersetzen. Pardona wirkte auf mich ohnehin immer wie ein Fremdkörper in der Kampagne. Ich kenne die Theaterritter-Kampagne nicht, aber vielleicht gibt es da auch sinnvoll nutzbare Entitäten, Gruppierungen o.ä.
Die Geschehnisse im Bornland ("Das Zebrochene Rad") würde ich eher im Hintergrund passieren lassen. Auch wenn ich von der Grand Tour sprach, gibt es mit Weiden/Hardorper Ebene/Sichelgebirge, zentralem Mittelreich und Tulamidenlande schon ausgewählte Fokusregionen, was natürlich Ausflüge nach Maraskan, ins Horasreich (v.a. Kuslik) und natürlich den Tobrienkrieg als Ereignis nicht ausschließt. Ereignisse verlegen, die ohnehin in jenen Fokusregionen stattfinden, würde ich auch nicht. Danke aber für die Idee.
Dschelef bleibt wahrscheinlich im Süden, da die SC ihn schon früher kennenlernen und als Kontakt nutzen können. Asyl wird er nach dem Rauswurf wohl eher in Khunchom suchen (womit die SC günstigstenfalls auch schon verknüpft sind).
Zu "Unsterbliche Gier" habe ich wenig geschrieben. Das liegt daran, dass ich eigentlich recht zufrieden mit der Thematik und Ausrichtung bin. Die Vampirgeschichte und Pardonas Wirken muss man natürlich mögen (tue ich auch) und kann sie unpassend finden. Die Nutzung und Verfügbarkeit eines Kessels der Urkräfte verlangt schon ein gewisses Kaliber (das ich jeweils über dem von Glorana einordnen würde). Theriak wäre in der Tat als veritabler Ersatz denkbar - und eine solche Änderung würde die Kenner-Spieler auch überraschen. Aber Vampire sind cool und kommen selten vor, noch seltener so gut eingebunden in einen Plan. Meistens müssen sie einfach enttarnt und vernichtet werden: Sie sind unabhängig und/oder die verborgenen und mächtigen Oberschurken. Hier sind sie beinahe tragisch: Viele der Verwandelten sind es ohnehin. Aber selbst der Erzvampir ist bloß ein Gefangener höherer Mächte. Das ist ein geschickter Bruch mit dem üblichen Vampirtopos.
Die vampirische (und dahinterstehende: namenlose) Bedrohung soll sich schleichend entwickeln, schließlich aber in einer regelrechten Hatz ergehen - und zwar auf die SC, wenn die Gegenseite merkt, dass sie gejagt wird. Und sobald Shakagra ins Spiel kommen (denn warum sollte Pardona auf Begleitung durch ihre Elitespezies verzichten), merken die SC auch, dass dahinter deutlich mehr stecken könnte. Den Gletscherwurm und die Pardona-Begegnung lasse ich wegfallen.
Es stimmt meines Erachtens auch nur halb, dass Namenloses mit der G7 nichts oder allzu wenig zu tun hat. Natürlich steht es weniger stark im Zentrum im Vergleich etwa zu Simyala. Aber es ist noch immer das größte Ereignis der bisherigen DSA-Geschichte (und plausibler Weise auch der künftigen, wenn das kommende Zeitalter nicht arg kurz wird oder man zu anderen Weltzeitwenden springt). Irgendwo sollten sich auch die Diener und Propheten des EINEN bemerkbar machen. Und die Borbarad-Frage darf dann auch Chefinnen-Sache sein. Andererseits ist Borbarad jemand, der selbst einer Pardona widerstehen kann. Die lässt sich vielleicht als Göttin verehren, ist aber keine und wird - im eigentlichen Sinne - auch keine werden. Mal abgesehen davon, dass Borbarads Rückkehr mit ihren erwartbaren (oder durch jemanden wie Pardona vorhersehbaren) Weiterungen genügend Potential für Namenlose Umtriebe freigibt. Die Dunkelelfe muss also nicht einmal ernsthaft oder wahrscheinlich damit gerechnet haben, Borbarad für ihre Sache zu gewinnen, damit die Aktion als Erfolg gewertet werden kann. Vielleicht funktionieren kosmische Kausalknoten aber auch einfach mal für die andere Seite.
Oder kurz: Was Sumaro dazu schreibt.

Die Theaterritter sind mir persönlich dann thematisch etwas zu weit entfernt. Der Rondrakult wird ja eher am Rande berührt (verräterisches Schwert der Schwerter, neuer Heermeister, Kriegszustand der zuständigen Kirche, Amazonen). Ich würde so ein ur-rondrianisches Thema, das auch noch sehr regional orientiert ist, nicht anreißen wollen. Schon die Truppe aus "Der letzte Schwur des Sultans" nehme ich mit rein, weil (wenn) es zur Region passt, wo planmäßig Krieg herrschen wird.
Fred Ericson hat geschrieben:
20.11.2019 19:36
Zu den Chimären: In Aranien gibt es ein Tal, indem eine Chimärenarmee auf ihren Einsatz wartet. Ein paar Infos findet man im Mysterienteil von Das Dornenreich. Falls du das nicht hast, kann ich das auch hier in einen Spoiler packen.
Das würde mich durchaus interessieren. Im "Land der Ersten Sonne" finde ich davon noch nichts. Neue Mysterien darf es immer geben.



Zur borbaradianischen vs rohalschen Philosophie:
Die Ausführungen bzgl. Grundeinstellungen (und das fängt bei Göttern eben bei der Schöpfung an) waren auch mehr Konstrukte, um davon weitere Regeln und Prinzipien abzuleiten, denen die Zwillinge konsequent folgen. Rohal als eher konservativer (und "rechts" in dem Sinne, dass es so etwas wie eine begründete Ungleichheit gibt, aus der sich heraus z.B. gewisse gesellschaftliche Positionen entwickeln, die sich nicht zuletzt auch in den göttlichen Hierarchien widerspiegelt) und Borbarad als eher progressiver Typ (der Ungleichheit per se verneint, sondern als Ergebnis persönlichen Versagens oder Erfolgs sieht) ergeben schon Sinn. Welche möglichen Argumente und Prinzipien die SC (bzw. einzelne von ihnen) ansprechen könnten, wird sich noch zeigen müssen. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich Konfliktpotential ergeben und dass Borbarads Lehre mindestens partiell einigen SC attraktiv sein wird. Meistens hört es auf, wenn Dämonen oder Pakte ins Spiel kommen, aber man muss den Borbaradianismus nicht in der ganzen scharfen Radikalität verkaufen (v.a. anfangs nicht). Zumal einige mehr oder minder Prominente und auch göttlich-kultische Strömungen oder gar Geweihte das Vorbild geben und sich von den Ideen des Borbaradianismus begeistern lassen.
Nach Borbarads Rückkehr - und anschwellender Gerüchteküche - könnte es sogar einen gewissen Hype geben. Die (vorgeblich) Wissenden hielten ihn nie für den mächtigsten Schwarzmagier aller Zeiten (oder haben ohnehin ein differenziertes Bild von "Schwarzmagiern"). Wenn dann hohe Borbaradianer oder Agenten des Dämonenmeisters weltliche Machthaber auf ihre Seite ziehen (Uriel von Notmark ist ja auch nicht der Oberpaktierer, auch wenn er natürlich als recht typischer Bösewicht daherkommt), schwindet vielleicht einerseits die Scheu, andererseits verdichten sich Konflikte. Die Tulamidenlande sind hier kulturbedingt anfälliger.

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Ungelesener Beitrag von Fred Ericson » 21.11.2019 14:30

@Unsterbliche Gier:
Dachte mir schon, dass es wegen SdS und deines (sinnvollen) regionalen Fokus' eigentlich keine Alternative ist. Für mich ist UG das zweitbeste Abenteuer der Kampagne. Würde mich interessieren, wie Spieler das wahrnehmen, die es zweimal gespielt haben. Im ungünstigsten Fall verkommt es, könnte ich mir vorstellen, zu einem Harren auf Trigger: "Jetzt weiß auch mein SC, dass es Vampire sind", "Jetzt weiß auch mein SC, dass wir Luzelin aufsuchen müssen", "Jetzt weiß auch mein SC, dass wir zu Nachtschattensturm müssen", ...

Den "Fremdkörper" Pardona/Namenlosen sehe ich nicht darin, dass es kosmologisch keinen Sinn macht, dass der NL einen Körper für den Borbele springen lässt. Das macht natürlich total Sinn und da stimme ich Sumaro 100%ig zu. Das Fremdkörpergefühl sehe ich aus Spielersicht. Der NL und Pardona tauchen hier einmal auf, danach spielen sie überhaupt keine Rolle mehr. Es sei denn, da hätte sich etwas in der neuen Auflage geändert. Plottechnisch macht die Szene dann Sinn, wenn sie in ihrer Charakterisierung Borbarads herausgehoben wird. Das bedeutet für mich einmal die Hybris Borbarads, der selbstherrlich das Bündnis ausschlägt, aber auch und vor allem die Gegenüberstellung von Borbarads Freiheitslehre und der Unterwerfung, die der Namenlose einfordert. Das kann man - ebenso wie bei Rohal - schön gegenüberstellen und dadurch den Reiz des Borbaradianismus erhöhen und aus der Ultraböse-Ecke herausholen. In meiner Planung treffen die SCs auch auf Azaril Scharlachkraut, der man sowas schön in den Mund legen kann. (Nicht in UG, aber in Uhdenberg ginge das oder später im Horasreich.)

Zu den Chimären:
Das Dornenreich, S. 172Show
Das Tal der Praiosanbeterinnen liegt in einem schwer zugänglichen Talkessel in Palmyramis. Hier "ruht" ein Regiment riesiger (mannshoher) Praiosanbeterinnen, das während der Skorpionskriege durch einen nicht näher benannten Zauber in Starre versetzt wurde. Damit hat es sich auch schon an relevanten Infos, aber schön ist, dass sich sowohl Borbarad als auch das erste Zeichen an die Existenz dieser "Armee" erinnern könnten.
Achja, ein Märchen besagt, dass der Magier, unter dessen Kontrolle die Viecher standen, erschlagen wurde, bevor er den Einsatzbefehl geben konnte.

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Ungelesener Beitrag von Hotzenplotz » 21.11.2019 15:39

Glückwunsch zu diesem Mammutprojekt. ;) Ich selbst bin jetzt seit fast 8 Jahren dran (wir starteten ca. im Jahr 993). Gerade ist Orkensturm angesagt und dann geht es in die G7 selbst.

Deine Gedanken klingen gut, auch im Hinblick auf die Kenntnis der Kampagne (und vermutlich weiterer Zusammenhänge des Metaplots) seitens einiger deiner Spieler.

Ich würde mir überlegen, ob du nicht Alptraum ohne Ende weglässt oder anpasst. Das Finale ist natürlich schön - wobei allen klar sein muss, dass das Ergebnis fest steht, aber der Weg dahin passt nicht unbedingt zu wirklich erfahrenen und bekannten Helden.

Bei Bastrabuns Bann würde ich es ähnlich machen, wie du es angedeutet hast. Die Kanopen-Rallye kann man rauslassen.

Insgesamt würde ich die G7 glaube ich auf die großen dramatischen Highlights reduzieren, wenn es schon sehr erfahrene Leute sind.

Bei den Vorabenteuern würde ich es auch nicht mit Borbaradianismus (und Dämonen bzw. Paktierern) übertreiben, weil es sonst am Ende in der G7 für euch ein ausgelutschtes Thema ist. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass ein Fokus auf die Umtriebe des Namenlosen zuvor durchaus Sinn und Spaß machen kann.

Natürlich muss man auch mit Widrigkeiten in der Gruppe rechnen. Es gab in den letzten Jahren bei mir mehrere SpielerInnen, die umgezogen, ausgestiegen oder rausgeworfen worden sind. ;) Wenn du eine stabile Gruppe hast und online spielst, ist das Risiko natürlich minimiert. Letztendlich kann man das sowieso schlecht vorausplanen.

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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 21.11.2019 16:23

Fred Ericson hat geschrieben:
21.11.2019 14:30
Dachte mir schon, dass es wegen SdS und deines (sinnvollen) regionalen Fokus' eigentlich keine Alternative ist. Für mich ist UG das zweitbeste Abenteuer der Kampagne. Würde mich interessieren, wie Spieler das wahrnehmen, die es zweimal gespielt haben. Im ungünstigsten Fall verkommt es, könnte ich mir vorstellen, zu einem Harren auf Trigger: "Jetzt weiß auch mein SC, dass es Vampire sind", "Jetzt weiß auch mein SC, dass wir Luzelin aufsuchen müssen", "Jetzt weiß auch mein SC, dass wir zu Nachtschattensturm müssen", ...
Das ist noch eine kleine Herausforderung. Mit Vampiren könnten die SC vorher durchaus schon zu tun haben (auch wenn das noch nicht geplant ist). Das größere Ausmaß (größerem und dichter bevölkerten Aventurien sei dank) könnte überraschen, auch wenn ich keine semi-apokalyptische Vampirplage einbauen will. Die Hexen vom Blautann (oder auch Gwynna) sollte ich auf jeden Fall vorher schon mal einführen. Die wären Ansprechpartner für alle möglichen magisch-übernatürlichen Phänomene in der Gegend. Die modulare Abenteuerstruktur (wann hat man das sonst noch mal in der G7) sagt mir auch zu, sodass die SC den Abenteuerverlauf selbst strukturieren. Die denkbaren Gruppenexperten (Nandus-Geweihte, Magierin, Adliger als vermutlicher Anführer) sind zum Glück genau diejenigen, die die G7 noch nicht kennen. Es war auch so angedacht, dass die "Kenner" eher "Mitläufer" spielen.
Fred Ericson hat geschrieben:
21.11.2019 14:30
Plottechnisch macht die Szene dann Sinn, wenn sie in ihrer Charakterisierung Borbarads herausgehoben wird. Das bedeutet für mich einmal die Hybris Borbarads, der selbstherrlich das Bündnis ausschlägt, aber auch und vor allem die Gegenüberstellung von Borbarads Freiheitslehre und der Unterwerfung, die der Namenlose einfordert. Das kann man - ebenso wie bei Rohal - schön gegenüberstellen und dadurch den Reiz des Borbaradianismus erhöhen und aus der Ultraböse-Ecke herausholen.
Genau das habe ich bei der Szene vor: Borbarad unterwirft sich nicht - und muss sich nicht einmal einer Pardona unterwerfen. Die Zusammenarbeit mit dem selbst ernannten Gott der Götter ist (für ihn - und in logischer Konsequenz dieses Anspruchs) nichts als Unterwerfung. Die SC werden dabei zum ersten Mal mit der Fleisch gewordenen Göttlichkeit Borbarads konfrontiert, der in seiner schieren Ausstrahlung auch die ohnehin überwältigende Pardona in den Schatten stellt. Es soll dabei nicht um ein Mary-Sue-Schaulaufen gehen (auch wenn das in manchen Gruppen sicher so gewertet und abgelehnt würde; kann ich verstehen), sondern um das Einfühlen in wichtige Themen der Kampagne. Da muss man sich aus meiner Sicht die Frage stellen, wie die SC einem göttlichen Wesen überhaupt gegenübertreten können.
Fred Ericson hat geschrieben:
21.11.2019 14:30
In meiner Planung treffen die SCs auch auf Azaril Scharlachkraut, der man sowas schön in den Mund legen kann. (Nicht in UG, aber in Uhdenberg ginge das oder später im Horasreich.)
Die ist ja zeitweise ganz offiziell in Uhdenberg. Ich überlege noch, ob ich sie - natürlich unter anderem Namen - auftauchen lassen will. Auch ein Bild würde ich erst einmal aufsparen, vlt. sogar die Beschreibung abwandeln. Dass Azaril Scharlachkraut früher Rohezal diente, weiß, glaube ich, keiner der Spieler, sodass der Köder auch ausgelegt werden könnte. Während für viele andere Borbaradianer die Lehre und Ressourcen ihrer Kulte nur Mittel zum Zweck ist, gehört sie zu den wahrhaft und zutiefst überzeugten Gläubigen. Neben Liscom Ghosipar sicherlich einer der interessantesten NSC, wenn es darum geht, ernsthaft über den Borbaradianismus zu diskutieren (mal schauen, ob die SC/Spieler sich damit auseinandersetzen wollen). Später im Horasreiche wäre die Gelegenheit, denke ich, schon verflogen. Da ist Azaril (laut Abenteuer) leider nur noch Plot-Vehikel.

@Chimären: Ja, Borbarad oder die Skrechu kennen bestimmt noch solche Relikte und werden sie aktivieren. Hier könnte es tatsächlich eine Art Wettrennen mit dem Ersten Gezeichneten geben. Den werde ich wahrscheinlich eher sich an den "Schwur des letzten Sultans" erinnern lassen. Rondrianische Mumien sind irgendwie doch sympathischer als riesige Insekten - und auf dem Schlachtfeld bleibt es so übersichtlicher.
Hotzenplotz hat geschrieben:
21.11.2019 15:39
Ich würde mir überlegen, ob du nicht Alptraum ohne Ende weglässt oder anpasst. Das Finale ist natürlich schön - wobei allen klar sein muss, dass das Ergebnis fest steht, aber der Weg dahin passt nicht unbedingt zu wirklich erfahrenen und bekannten Helden.
Ich werde die Ortschaften vorher schon thematisieren, weit vorher (die SC sind ja häufig genug in der Nähe). Auch nach Dragenfeld wird es vorher schon mal gehen, sodass weniger die Herausforderung als das Erleben der radikalen Veränderung und des Widernatürlichen im Mittelpunkt stehen. Ich hatte sogar daran gedacht, die Träume viel stärker zu berücksichtigen und die SC Ausschnitte aus Borbarads Wirken erleben zu lassen. Hier könnte man dann ebenfalls die wichtigen Fragmente aus "Krieg der Magier" unterbringen. Das wären Herausforderungen im Schlaf, denen die Wanderungen am Tag als angenehme Erholung gegenüberstünden (zunehmend natürlich durch das sich wandelnde Szenario getrübt). Möglicherweise kann man auch stärker die politische Dimension hervorheben: Die Borbaradianer (die hier viel in eine Waagschale werfen müssen) könnten örtliche Räuberbarone, Goblinbanden, Teile der Uhdenberger Legion angeworben haben, um für Unruhe(n) zu sorgen, damit sie in Dragenfeld ihre Ruhe haben. Nimmt man dergleichen zum Anlass und lässt bspw. die göttliche Verständigung außen vor, gibt es erst einmal auch keinen Zeitdruck (oder Grund nach Dragenfeld zu reisen). Erst Spuren vor Ort verdichten Verdachtsmomente. So wären ggf. auch die Kampagnenkenner überrascht, dass die Gruppe ja schon im "Alptraum ohne Ende" angekommen ist. Mit der Jahresangabe kann man flexibel sein.

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Ungelesener Beitrag von Hotzenplotz » 21.11.2019 16:39

Mich würde mal der Rahmen bei dir interessieren:

Wie oft spielt ihr und wie lange (Nettospielzeit)?
Wie viele SpielerInnen müssen mindestens anwesend sein (orientierst du dich dabei am Kampagnenzeitpunkt und wer dann eventuell "wichtiger" ist als andere?
Wie stark sind die SpielerInnen in die Fortentwicklung ihrer Charaktere involviert?
Wie offen gestaltest du die Kampagne? (du erwähntest ja, das zwei mit eher "eng geführten" G7 Erfahrungen haben)

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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 21.11.2019 17:13

Wir planen einmal pro Woche ca. 4+ Stunden zu spielen: Wenn es am Wochenende klappt, gerne auch länger.
Idealerweise sollten alle Spieler anwesend sein. Andernfalls nur nach Absprache (v.a. bei kurzfristiger Absage). Und natürlich spielt auch eine Rolle, welcher SC gerade besonders wichtig ist.
Die Spieler sind sehr an einer organischen Entwicklung ihrer SC interessiert, an deren spürbarer Verortung im Geschehen (nicht unbedingt auf größtmögliche Handlungsfreiheit: Eine gute Geschichte, in die die SC persönlich involviert sind, wird i.d.R. höher gewichtet als ein guter Sandkasten (sonst wäre wohl auch nicht die G7 der Wunschkandidat geworden).
Die Kampagne läuft vergleichsweise halboffen (oder eher vierteloffen): Ich mag eine stringente Kampagnenplanung mit fixen Szenarien, deren Ausgang aber variabel sein kann, abhängig von Erfolgen und Entscheidungen der SC. Die ersten Abenteuer haben ein mehr oder minder gesetztes Ergebnis: Borbarad muss zurückkehren. Und auch der rote Faden der Kampagne ist kaum verrückbar: Borbarad muss in der Dritten Dämonenschlacht gestellt werden. Die Weichen, die auf dem Weg dahin auch in andere Richtungen gedreht werden können, betreffen: militärische Erfolge, Ausschalten (oder weniger rabiate Formen erfolgreicher Interaktion) von NSC, Aufbringen von zusätzlichen Ressourcen. Auch SC-Tode sind nicht per se ausgeschlossen; das ist eigentlich nie der Fall, auch werden keine Würfel gedreht. Allerdings passiert das so gut wie nie - und ist dann ein wichtiger Punkt in der Dynamik der Geschichte. Bei Zeichenträgern ist es noch mal schwieriger.

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Ungelesener Beitrag von Hotzenplotz » 22.11.2019 09:25

Okay, hört sich doch gut an. Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg und wäre sehr an dem ein oder andere Bericht hin und wieder interessiert. :6F:

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Ungelesener Beitrag von Harteschale » 22.11.2019 10:02

So, dann würde ich sagen wenden wir uns mal wieder inhaltlicher Arbeit und dem Topic zu.
Ich schlage vor, wir diskutieren erstmal weiterführende Themen getrennt für bessere Übersichtlichkeit.

Haffax
Ich finde es wichtig, hier egal wie es genau verläuft mehrere Sachen herauszustreichen:
- Teile der nicht-adeligen Truppen, vor allem der Garderegimenter und des Offizierskorps und der "Alten Garde" unter Reto haben einen sehr gut nachvollziehbaren Grund, zu ihm überzulaufen
- Man sollte mit ihm eine weitere Kriegsfront aufbauen neben der Tobrien-Invasion. Damit kann man die Bandbreite der Borbaradianer schon hier viel besser darstellen und klar differenzierte Settings anbieten, sowie Haffax gerecht werden. Aranien bietet sich aus vielen Gründen an.
- Das emotionale Motiv sollte recht klar erkennbar sein für Spieler, aber die genauen Ziele sollten ungewiss bleiben.
- Er findet teile der Philosophie von Borbarad gut, gerade Meritokratie. ABER er wird sich nicht bedingungslos Borbarad unterordnen, sondern kocht in dessen Kielwasser sein eigenes Süppchen - gerade wegen seinen Erfahrungen im Leben bis dato.

Mit diesen Grundannahmen hab ich mehrere Varianten im Kopf, wo ich mich noch nicht klar entschieden habe und diskutieren würde.
I.) Unter dem Deckmantel des Mittelreichs eine eigenständige "Rückholung ins Reich" vor der eigentlichen Invasion in Tobrien.
II.) Zu Beginn der Tobrieninvasion dafür sorgen, dass Haffax-loyale Truppen in Perricum zusammengezogen und mit der Flotte verschifft werden sollen. Dann in Perricum die Flotte übernehmen, Perricum von innen übernehmen und den Feldzug in Richtung Baburin. a) Unter "false flagg" also vorgeblich Mittelreichischer Bemühung. b) unter eigener Flagge c) unter dem Dämonenbanner.
Bislang gefällt mir hier b) am besten.
III.) Will man ihn in Tobrien einsetzen, dann würde ich ihn hier agieren lassen als Sammelpunkt für die Überläufer und Reichstruppen - sie laufen Leute die dediziert zu Haffax überlaufen. Irre Kultisten und Magier dann bei Al'Gorton, Xyxyx und Galotta, schwierige Söldner bei Lutisana und Korninger.
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 22.11.2019 13:26

Kurzer Exkurs:
Die Schilderungen zu Haffax erinnern mich an die (im Eingangsbeitrag in anderem Zusammenhang erwähnte Serie) "Berserk", wo es u.a. darum geht, dass ein charismatischer Söldnerführer sich zunächst im Dienste eines Reiches (im Krieg gegen ein anderes; das Setting ist grob an den Hundertjährigen Krieg angelehnt) beweist und dort allmählich aufsteigt (und etwa auch die Königstochter umgarnt) - bis missgünstige Adlige gegen ihn intrigieren und er verhaftet und gefoltert wird. Später wird er befreit und geht quasi einen Pakt mit Dämonen ein (was in der Welt aber eine durchaus andere Bedeutung hat; schon allein, weil es wahrscheinlich keine Götter gibt; die Kirche jedenfalls wird als zutiefst korrput und bigott dargestellt). Mit diesem Pakt kommen zahlreiche Dämonen u.ä. Wesen in die Welt und jenes Reich droht unterzugehen. Der Söldnerführer tritt als Heilsgestalt auf (als die er überdeutlich inszeniert wird), selbst die Dämonen, die er (für die gute Sache, im Dienste der Menschheit) anführt, werden akzeptiert.
Natürlich funktioniert manches in Aventurien nicht. Aber die analoge dramatische Konstellation ist:
(1) Einfacher Mensch macht sich durch Leistung verdient, stößt aber an die Grenze des (durch Leistung) in der Gesellschaftsform Erreichbaren bzw. wird aktiv von der Nobilität sabotiert.
(2) Er bedient sich einer anderen Autorität, die jeweils als mutmaßlich höher legitimiert gelten kann (die obersten Dämonen in "Berserk" werden auch als "Hand Gottes" bezeichnet, auch wenn sie sehr eindeutig dämonisch bzw. böse sind; Borbarad ist zweifelsohne ein Gott, auch wenn er sich dämonischer Hilfe bedient, worin er ja keine Ausnahme unter den Göttern ist).
(3) Er erscheint selbst als Retter in der Not, seine Kontrahenten haben keine andere Wahl, als dies anzuerkennen (auch wenn Haffax selbst nicht transzendiert oder als göttlicher Heilsbringer betrachtet wird; das fiele allenfalls Borbarad selbst zu).

Exkurs Ende.

Haffax sollte Getreue und Truppen haben, die fest zu ihm stehen. Bei uns ist die reto'sche Heeresreform sehr viel eher und gravierender ein Flop, weil sie - nach dem Tod des gestrengen Kaisers - auf massiven Widerstand der traditionellen Kräfte (v.a. der Fürsten, die sich so ziemlich einig darin sind) stößt. Hal kann sich in der Sache kaum durchsetzen, mehr und mehr wird die Reform ausgehöhlt (über die 990er/1000er Jahre). Haffax wird ausgebotet, auch wenn er sich eine Weile als enger Berater Hals halten kann (u.a. durch Zuspruch Answins und Galottas, welcher bekanntlich in seinem Gewicht verlieren wird). Einzig, dass er gegen die Oger und im Orkensturm gebraucht wird, rettet ihn (und in gewisser Weise auch die Reste der Reform).
Nachdem er aber jedes Mal danach wieder abgesägt wird bzw. nach Hals Verschwinden keinen Fürsprecher mehr hat (Brin will lieber selbst als Heerführer im Rampenlicht stehen und ist diesbezüglich auch fähiger als Hal), erscheint ihm Borbarad als plausible Alternative. Und Aranien ist das perfekte Spielbrett: eine gute Ausgangsbasis für weitere militärische Operationen; wichtige Ressourcen, die dem Mittelreich fehlen, wenn es Aranien verliert; Bindeglied zwischen der (geplanten) Chimärenarmee des Südens und den riesländischen Truppen, die im Norden anlanden; Flottenstützpunkte und Schiffe Araniens können ggf. gegen die Perlenmeerflotte eingesetzt werden, um die Seehoheit zu sichern (sehr sicher: mit Hilfe der Dämonenarchen).
Dass Haffax sich Borbarad nicht bedingungslos und ehrerbietend unterstellt, ist - solange er erfolgreich ist - auch nicht notwendig. Borbarad bestraft Versagen, zum Gehorsam kann er die Leute geschickt lenken, ohne Unterwerfung einfordern zu müssen. Indem er Haffax die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung gibt, kann er auf dessen Loyalität setzen.
Harteschale hat geschrieben:
22.11.2019 10:02
I.) Unter dem Deckmantel des Mittelreichs eine eigenständige "Rückholung ins Reich" vor der eigentlichen Invasion in Tobrien.
Das hätte den Vorzug, dass Haffax mit Aranien einen guten Brückenkopf, ordentlich Ressourcen und eine Verbindung zu den chimärischen Truppen im Süden hätte. Entscheidend ist hier einerseits, ob Haffax von irgendwem offiziell beauftragt wird, Aranien zurück zu erobern oder ob er das wirklich eigenständig angeht und damit faktisch zum Verräter wird (denn einen solchen Coup kann kein Herrscher dulden; und das weiß Haffax auch). Ich würde den ersten Ansatz verfolgen: Haffax erhält dabei wenig Unterstützung, denn seine Gegner würden ihn gerne versagen sehen (und ein längerer Krieg schwächt die zentrale Krone, was im Interesse der Aranien-fernen Fürsten im Westen wäre). Indirekt helfen ihm die Borbaradianer bereits (z.B. mit Rayo Brabakers Gold, um weitere Söldner anzuheuern). Auch eine Plünderstrategie a la Wallenstein bietet sich für Haffax an. Almadanische Söldnerhaufen (da gibt es ja auch Hauptleute mit Ambitionen, v.a. gegen den traditionellen Adel) können die Gunst der Stunde nutzen, ebenso kann Haffax die Kor-Kirche zu "Missionszwecken" akquirieren (das Überlaufen des Richters der Neun Streiche wird auch offiziell thematisiert).
Dass Haffax wirklich zu Borbarad überläuft, sollte erst mit der Tobrien-Invasion deutlich werden. Vielleicht könnte das Reich sogar Kräfte mobilisieren, die die Invasion ins Meer zurückwürfe. Aber mit der potentiell zweiten Front wird daraus nichts - selbst wenn man auf Kniffe wie "den späten Jast Gorsam" verzichtet.
Harteschale hat geschrieben:
22.11.2019 10:02
II.) Zu Beginn der Tobrieninvasion dafür sorgen, dass Haffax-loyale Truppen in Perricum zusammengezogen und mit der Flotte verschifft werden sollen. Dann in Perricum die Flotte übernehmen, Perricum von innen übernehmen und den Feldzug in Richtung Baburin. a) Unter "false flagg" also vorgeblich Mittelreichischer Bemühung. b) unter eigener Flagge c) unter dem Dämonenbanner.
Sobald der Coup vollzogen ist, ergibt a.) keinen rechten Sinn mehr, denn wenn Haffax die Flotte - entgegen höherer Befehle - übernimmt, dann ist der Streich getan. Und wenn parallel dazu eine überraschende Invasion läuft, dann werden die Mittelreicher sehr schnell ihre Schlüsse ziehen können, sodass sich c.) fast zwangsweise ergibt. Der spätere Flaggen-Wechsel zur Dämonenkrone wäre weniger überraschend, als wenn Haffax bereits vor der Invasion eigeninitiativ tätig wäre. Und es ist umso weniger auffällig, desto offizieller er dabei unterwegs ist. Er sollte also nicht allzu offen rebellieren.
Mein Ziel ist es, dass selbst die Kampagnen-Kenner (zumal Haffax als Heptarchen jeder kennt) im Unklaren darüber bleiben, ob in "meiner G7" Haffax überläuft oder nicht.
Harteschale hat geschrieben:
22.11.2019 10:02
III.) Will man ihn in Tobrien einsetzen, dann würde ich ihn hier agieren lassen als Sammelpunkt für die Überläufer und Reichstruppen - sie laufen Leute die dediziert zu Haffax überlaufen. Irre Kultisten und Magier dann bei Al'Gorton, Xyxyx und Galotta, schwierige Söldner bei Lutisana und Korninger.
Besonders viele potentielle Überläufer mit positiver Verbindung zu Haffax dürfte es in Tobrien kaum geben. Das Herzogtum gehört zu den traditionellen Reichsteilen, in denen die Reichsschildordnung und das Rittertum, auf dem sie fußt, nie wirklich weg war. Eher pflegt man noch Ressentiments zu den Garethern als Feinde in der Kaiserlosen Zeit. Demzufolge dürfte man nie Fan der Reto-Reformen gewesen sein (mit denen Haffax auf's Engste verbunden ist). Allenfalls müsste man schauen, wie gut Haffax als Feldherr in den Ogerkriegen in Erinnerung blieb. Die möglichen Verbündeten auf Rulat kann man auch Lutisana von Perricum überlassen (Borbarad würde ich hier nicht bemühen). Und wie du schon ausgeführt hast: Es gibt genug Namen, die in Tobrien wirksam werden.


Der Angriff auf Aranien - und sei es auch aufgrund berechtigter Rückeroberung - dürfte übrigens auch die Spannungen zwischen Mittel- und Horasreich verstärken, da Amene und Sybia meines Wissens sich als das Reich flankierende Verbündete aufgestellt haben. Aus welchen Beweggründen heraus auch immer Haffax agiert: Im Horasreich wird man Ambitionen des Greifenthrons dahinter vermuten - und mehr als nur verstimmt sein. Haffax provoziert damit, dass Reichstruppen tendenziell eher nach Westen verlegt werden bzw. Almada und die Nordmarken sich dort orientieren. Auch das spräche dafür, die Aranien-Aktion der Tobrien-Invasion vorausgehen zu lassen.
Und genau hier kann die Leistung der SC liegen: Sie, die seit Jahren erst Borbaradianern und dann Borbarad selbst auf der Spur sind, finden die ersten Hinweise auf Art, Zeit und Ort der Invasion. Dank ihnen könnte das allerschlimmste verhindert werden (bedenkt man, dass Perricum bereits zu Garetien gehört und - anders als Tobrien - nicht durch Gebirgspässe vom Herzen des Reiches abgeschnürt ist).

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Ungelesener Beitrag von Harteschale » 22.11.2019 13:46

Mir ist eine weitere Variante, etwas eleganter wie ich denke eingefallen zwischen I) und II):

Mit Rayo Brabaker's Gold werden von Borbaradianern Söldner angeheuert und sorgen mit Plünderungen und Destabilisierung im Grenzbereich von Aranien und Perricum für eine Krise (die Beute fließt zurück in die Söldnerkosten, das Chaos nutzt man, die Erfahrungswerte sammelt man). Dabei greifen sie von Aranien aus an und ziehen sich nach Aranien zurück. Haffax übernimmt gerne die leidige Aufgabe, dieser Sache Herr zu werden und genug Truppen zu sammeln um glaubwürdiges Säbelrasseln darzustellen gegen Sybia. Die Krise eskaliert (dafür wird gesorgt notfalls, etwa mit einem feigen Anschlag im Rondratempel zu Perricum auf der einen, Baburin auf der anderen Seite). Alternativ wird ein Angriff auf den Endurium-Konvoi (bzw. den angeblichen Endurium-Konvoi, der schon nur eine Farce ist) zum Casus Belli. Auch ein gescheitertes Attentat auf das Schwert der Schwerter und zeitgleich Haffax (der zufällig natürlich überlebt) wäre eine feine Sache.
Haffax überschreitet mit entsprechend handverlesenen Truppen den "Rubicon" der Grenze und die Sache verselbstständigt sich.

Währenddessen verdächtigen sich Mittelreich, Horasreich und Aranien alle gegenseitig.
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Ungelesener Beitrag von Curthan Mercatio » 22.11.2019 17:55

Wenn das Riesland und die Tulamidenlande eine Rolle spielen sollen, dann würde sich doch ein Kriegsschauplatz an zwei Fronten anbieten:

In den Tulamidenlanden und Aranien werden Rivalitäten zwischen den Reichen geschürt, wobei Haffax eine Rolle spielen kann, und die Skrechu samt ihrer Agenten bauen eine weitere Bedrohungskulisse auf. Doch im Grunde ist das hauptsächlich eine Ablenkung für den zweiten, härteren Schlag, der vom Riesland aus erfolgt.

Dieser erfolgt über das Bornland. Schon an sich macht eine Invasion aus dem Riesland natürlich Sinn, weil man sich dann die seltsamen unerschöpflichen Söldnerhorden erspart, die Borbarads Invasion tragen. Zumal die in einem bevölkerungsreicheren Aventurien noch größer sein müssten, und damit noch schwieriger geheim zu halten. Allerdings ist der Transport von Truppen über das eherne Schwert, das Meer oder durch den Limbus nicht gerade unauffällig - selbst für einen Borbarad.

Die Abgelegenheit und die dünne Besiedelung des Bornlandes helfen natürlich - auch im Hinblick auf große gildenmagische/kirchliche Institutionen. Aber wichtig ist es natürlich auch, die Aufmerksamkeit von machtvollen Persönlichkeiten woanders zu konzentrieren. Rakorium Muntagonus hat man mit einer Bedrohung durch die Skrechu schon einmal aus dem Weg, Nahema ist - so man sie denn thematisieren möchte - ohnehin eine Black Box. Das größte Problem dürfte wahrscheinlich die Kunga Suula darstellen. Aber dafür findet Borbarad auch eine Lösung. Umgekehrt kann man auch die Rolle von Uriel von Notmark anpassen, dessen Aufgabe es dann wäre, die notwendige Logistik für die kommende Invasion sicherzustellen.

Aus dramaturgischer Sicht stellt dieser Gang der Ereignisse sicher eine große Überraschung gerade für die Veteranen dar - trifft dich aber nicht so hart, da du das Kriegsszenario in Tobrien sowieso stark abändern wolltest und es dort kaum Anknüfungspunkte für die Helden gibt. Umgekehrt könnte man so Uhdenberg besser ins Spiel bringen.
Erste Hinweise auf den tatsächlichen Plan könntest in SiZ sähen, für das du mit deiner Schwarzmagierin schon einen guten Anknüpfungspunkt hast. Das ist natürlich das schöne an SiZ: Es können in einem relativ freien Rahmen sehr gut Hinweise auf den weiteren Plan Borbarads gegeben werden. Zudem finde ich das Abenteuer interessant, weil die Helden hier trotz ihres Ansehens einmal im Verdeckten operieren müssen.
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 23.11.2019 08:43

@Harteschale:
So stelle ich mir das auch vor: Ein politisches Durcheinander im Konfliktherd zwischen Mittelreich, Aranien und Horasreich, den verschiedenen Rondrakulten (die in Perricum ihren Brennpunkt haben) bei gleichzeitiger Doppelagentenschaft von Haffax (den viele schon abgeschrieben haben, vlt. sogar der Reichsbehüter selbst). Maraskan läuft unter Lund "Belharion" Menning sowieso insgeheim über (Nachrichten dringen nicht so schnell von der Insel, v.a. nicht, wenn die Herrschaft von der Spitze aus fault). Söldnerhaufen sorgen für Durcheinander: Die müssen nicht einmal selbst wissen, für welche wahren Absichten sie kämpfen - und später können sie dann nicht mehr umkehren, weil sie als Verräter, Frevler oder Dämonenbündler gebrandmarkt sind (was aus meiner Sicht viel mehr Sinn ergibt, als dass sich eine große Zahl noch so skrupelloser Söldner dafür entscheidet). Ob Söldner dafür bezahlt werden, von mittelreichischer Seite Übergriffe auf Aranien durchzuführen (und Gegenmaßnahmen zu provozieren, die wiederum mittelreichische Gegenmaßnahmen nach sich ziehen) oder umgekehrt, spielt auch fast keine Rolle.
Zum rechten Zeitpunkt arbeiten die vorherigen Söldner-Störfaktoren auf jeden Fall Haffax zu - gegen Aranien. So wirkt sein militärisches Genie noch größer (und Ruf ist ja bekanntlich alles), weil er nicht nur einer (vermeintlich) völlig chaotischen Lage Herr werden konnte, sondern aus dieser heraus noch signifikante Erfolge gegen das abtrünnige selbsternannte Mhaharanyat zu erzielen vermochte.
Je nachdem, wann das stattfindet, können auch die möglicherweise schon mobilisierten Chimärenhorden - überraschend - in Richtung Aranien vorstoßen (noch bevor sie erwartungsgemäß jenes Gebiet angreifen, das dereinst Ziel des Großen Schwarms war). Rashdul umgehen sie ohnehin (weil Belizeth Dschelefsunni Borbarad gegenüber mindestens neutral ist: Das verschärft den Konflikt zu ihrem Vater und gibt Hasrabal die - zwar nicht notwendige, aber brauchbare - Legitimation). Diese sind die größere und gefährlichere Bedrohung (Haffax bzw. vermeintlich das Reich unterwerfen Städte und Landstriche bloß), sodass Haffax auch mit einer kleinen Streitmacht bis nach Baburin vorstoßen kann. Es zu nehmen, dafür kann man seine Fähigkeiten (wie genau auch immer) ausspielen. Spätestens jetzt würden die SC aber ahnen, dass da etwas nicht stimmt. Gegen die Chimären könnten sie das Herr des "letzten Sultans" einsetzen, sodass Haffax unter Handlungsdruck geriete. Just in dem Augenblick könnte die riesländische Verstärkung nahen...
Curthan Mercatio hat geschrieben:Dieser erfolgt über das Bornland. Schon an sich macht eine Invasion aus dem Riesland natürlich Sinn, weil man sich dann die seltsamen unerschöpflichen Söldnerhorden erspart, die Borbarads Invasion tragen. Zumal die in einem bevölkerungsreicheren Aventurien noch größer sein müssten, und damit noch schwieriger geheim zu halten. Allerdings ist der Transport von Truppen über das eherne Schwert, das Meer oder durch den Limbus nicht gerade unauffällig - selbst für einen Borbarad.
Das Bornland habe ich für unsere Kampagne als Fokusregion schon ausgeschlossen. Aber prinzipiell wäre es denkbar, das Land des Schwarzen Bären zu inkludieren (z.B. durch Besipielen des Geschehens aus "Das zerbrochene Rad"). Will man die Invasion verlagern, sollte man allerdings auch andere Vorkehrungen treffen. (1) Die Stoßrichtung der Invasion ist ja prinzipiell landeinwärts und endet (dramaturgisch und entsprechend den topographischen Gebenheiten) an der Schnittstelle zum Herzen des Reiches. Will man dieses Ziel beibehalten - und auch Borbarad will direkt an der Trollpforte sein Ritual vollführen (wofür er sogar Kraftlinien manipuliert; was er natürlich auch für einen anderen Ritualplatz tun könnte) -, dann wäre der Weg über das Bornland ein Umweg - der über viele Meilen und zwei zusätzliche Flüsse sowie ein ausgedehntes Sumpfland führte. (2) Ein alternativer Vorstoß über den Sieben-Baronien-Weg mit Weiden (statt Tobrien) als Ziel ist möglich, knüpft an Schauplätze aus den ersten G7- (sowie bei uns den Vor-)Abenteuern an. Dann lohnt es sich, gerade dort viele NSC einzuführen, Städte wie Trallop oder Baliho näher zu thematisieren. Einen guten Platz für das Finale müsste man dann noch finden. Ein relevanter Nodix existiert in Baliho, der vielleicht wichtigste Nexus Aventuriens ist in Gareth. (3) Die Invasion ist nach Norden ausgerichtet, was ich allerdings für wenig spannend halte (Finale in Norburg? Einfall über Grüne Ebene, Roten Pass, Hardorper Lande?). Höchstens wenn tatsächlich weitere Truppen aus dem Ehernen Schwert kämen (was ich wiederum für zu viel des Guten hielte), die dann die Richtung aus (1) oder (2) einnähmen, wäre das sinnvoll.
Heeresteile können ja über den Sichelstieg versuchen weiter in das Mittelreich einzudringen - und dort von den SC bzw. mit deren relevanter Hilfe aufgehalten werden. Allerdings denke ich, dass die Gruppe zu der Zeit irgendwo in den Tulamidenlanden unterwegs ist.
Ich bin mir nicht sicher, ob die SC danach überhaupt noch einmal so weit in den Norden kommen (sollen). Vielleicht ist Uhdenberg zu einem frühen Zeitpunkt schon "ausgespielt" (will heißen: Es gab dort genug Szenarien). Und ich setze lieber die Legion in Tobrien ein (beim Kampf gegen die Oger waren sie auch dabei, wenn ich mich recht entsinne), da die Verbindung zu (ehemaligen) Kameraden wichtiger sein mag als zu einer Stadt wie Uhdenberg.
Curthan Mercatio hat geschrieben:
22.11.2019 17:55
Erste Hinweise auf den tatsächlichen Plan könntest in SiZ sähen, für das du mit deiner Schwarzmagierin schon einen guten Anknüpfungspunkt hast. Das ist natürlich das schöne an SiZ: Es können in einem relativ freien Rahmen sehr gut Hinweise auf den weiteren Plan Borbarads gegeben werden. Zudem finde ich das Abenteuer interessant, weil die Helden hier trotz ihres Ansehens einmal im Verdeckten operieren müssen.
Die Gruppe bietet sich natürlich (eher als manch andere) an, um auch mit zwielichtigeren Verbündeten und Plänen umzugehen. Und die Verbindung zu Atherion bzw. nach Fasar will ich auch viel früher einbauen (schon, weil man so Liscom Ghosipar, Harun al’Matassa und den Bettelmönch besser unterbringen kann), sodass jener die Rolle von Savertin (der ja ein Verräter werden soll) übernehmen kann. Die Schatten würden also eher missbraucht bzw. kann man evtl. rechtzeitig retten (auch Mitglieder, die Savertins wahre Ziele gar nicht kennen), was zu retten ist. Die Durthanische Sphäre kann auch in Khunchom stehen, in Selem oder in Fasar geborgen oder aus Mirham evakuiert werden.
Ich muss aber ohnehin noch schauen, nicht nur, wie viel Zeit zwischen den Ereignissen in den Tulamidenlanden und der Invasion Tobriens bleibt (v.a. wenn das enger miteinander verknüpft werden könnte), sondern auch, wie motivierend und für die SC sinnträchtig es ist, dann noch einmal unterzutauchen und Borbaradianerkulte auszuheben.
Vielleicht ziehe ich große Teile von "Schatten im Zwielicht" vor, wenn die SC ohnehin auf Sightseeing und Borbaradianerspuren sind. Wer weiß, wie lange Savertin schon als Doppelagent tätig ist: Ein Borbaradianer, der vorgibt Borbardianer zu jagen. Wenn dann noch Galotta bei den Schatten auftaucht, könnten sie Spieler (nicht die SC) wirklich verunsichert sein (und Galotta als Heptarchen kennen auch alle). Gegen den muss auch Atherion nichts haben (was gehen ihn mittelreichische Querelen an). Als Borbaradianer hat sich Galotta auch in keiner Weise erwiesen.
"Niobaras Vermächtnis" kann bereits nach Altaia führen, das dann noch intakt sein dürfte. Obwohl gerade der Kontrast zur zerstörten Stadt sowie das letzte Orakel ihren unbestreitbaren Reiz haben (die Zerstörung ohne das Orakel, das so verhindert werden sollte, bliebe auch schal). Die anderen Exkursionen brauche ich nicht (mehr): Fasar kennen die SC bis dahin zur Genüge, um bestenfalls zweitklassige Schergen wie Perdido Dorkstein kümmern sich Gezeichnete nicht, Azaril Scharlachkraut werden sie auch früher kennengelernt haben, ebenso Figuren wie Urdo von Grisholm (zu Zeiten, als solche wie er noch Gegner waren). Die "Unbesiegbare Legion" kann man auch beliebig woanders auftauchen lassen (in der entsprechenden Episode ist es quasi völlig beliebig). Dann wäre da noch der Molchenberg, der aber nur als Randepisode vorkommt (und den kennen drei der Spieler aus unserer JdF-Kampagne).
Bis dato waren die SC in mindestens einer Schwarzen Festung Borbarads, in der Gorischen Wüste, im einen oder anderen Magiermoghulengrab, in Zhamorra, wahrscheinlich in Selem (das sind immer Highlights), in Fasar sowieso. Einzig das zerstörte Altaia samt Orakel muss ich unbedingt unterbringen. Und es kann auch nicht viel früher als 1017 BF zerstört werden. Ob die entscheidenden Hinweise (wie offiziell) von dort kommen, ist variabel festzulegen.
Die Durthanische Sphäre ist ein Joker, den ich mir aufsparen kann, wenn es im Vorfeld der Torbienivasion keiner umfangreichen aventurienweiten Ermittlungen bedarf. Das Artefakt könnte, wie gesagt, etwa in der Zeit geborgen oder in irgendeiner Bleikammer gefunden werden, muss aber repariert werden, um einsatzfähig zu sein. Notwendige Mehrfach-Reisen gibt es wieder in "Siebenstreich" (wenn die SC hier Kelch-weise wie vorgesehen eingespannt werden, was ich eher nicht will) bzw. im Sprung von Drakonia zu den Vallusanischen Weiden (und überhaupt nach Drakonia), was aber (jeweils) auch anders überwindbar wäre. Rein theoretisch kann man mit dem Teil auch eine Episode im Riesland ermöglichen (wenn man es schon anderweitig einbringt). Dann hat man das Vehikel wenigstens zu etwas gebraucht, wofür es keine Alternative gibt. Dann müsste man sich fragen (und sicher tun die SC/Spieler das auch): Woher kommt eigentlich die breite Unterstützung für Borbarad im Riesland. Fände man dann Magokratien vor, die seit Generationen unter schwarzrotem Banner herrschen - oder wenigstens Borbarad in ihrem wie auch immer gearteten Götter-/Dämonen-Pantheon eine besondere Rolle zugewiesen haben? Oder indifferente Söldner und Barbarenhorden, die plündern, was man ihnen vorsetzt (und Aventurien hat schon technologisch einiges zu bieten)? Orks, Echsen (Nagas), Trolle und andere Exoten können auch in ganz anderen Konstellationen angetroffen werden. Mehr als eine Episode sollte es aber - wenn überhaupt - nicht sein, weil das Riesland mehr als nur eine eigene Kampagne wert wäre.

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Ungelesener Beitrag von Harteschale » 25.11.2019 14:05

Viertes Zeichen:

Hier will ich mal eine Lanze brechen für einen Eis-Einschlag des vierten Zeichens.
Generell halte ich ein Spannungsfeld von erstem Zeichen als Magiermogul geprägtes Zeichen mit dem vierten Zeichen prinzipiell sehr gut. ABER das Zeichen wie es offiziell ist, ist ein schlechter Witz - das beklauen von Verbündeten und kleptomanische Kleinkriminelle Ader zieht es ins Lächerliche. Zuletzt wurde das Zeichen genutzt im Kampf gegen die Echsen unter Pyrs Herrschaft - hier bietet sich doch Eis hervorragend an! Das Element, über das Pyr keine wirkliche Kontrolle mehr hat und DER Joker gegen Echsen schlechthin ist, dazu noch der späteren Art der Mudramulim entspricht als Elementarismus-Artefakt.
Eis hat auch im Hintergrund immer wieder die extrem starken Anleihen gegen Chimären und Insektenschwärme, Echsen etc. zu wirken. Man denke an Firuns Gletscher, die Quanionsqueste etc.; dazu kommt es in Tobrien und gegen Nagrach ständig vor als Thema, wird aber für die Helden mit Zeichen praktisch nicht unterstützt. Das passt finde ich viel zu gut um es nicht aufzugreifen. Zumal dann die "Firnglänzenden Finger" mit Firn = Eis sehr viel Sinn machen auch metaphorisch.
Zudem hat es den Vorteil, dass es gerade gegen den Ausbruch des großen Schwarms stark ist, die Insektenhorden einzudämmen und zu vernichten. Al'Gorton und Tubalkain hätten jeweils eigene, extrem starke Motivationen bezüglich des Zeichens würden ziemlcih aus der Deckung gelockt bzw. zum Erscheinen gezwungen und bieten damit eine viel reichhaltigere Geschichte als offiziell mit dem doch arg schwachbrüstigen Abu Terfas.

Dabei schließt sich das vierte Zeichen im Elementareinschlag btw nicht gegenseitig aus mit Anklängen auf Phex (der nachts den dunklen Tod in der Kältestarre der Echsen bringt), mit Geoden (Eisgeoden als gemiedene, Lebensfeindliche Einzelgänger, deren praktisch einzige redeeming quality das Eindämmen von falschem Leben oder zu viel Gewimmel ist) und schließlich auch Firun.

Hier wird auch ein Wettlauf ums 4. Zeichen viel interessanter und eskalierender im Abenteuer und das Finale auch ein sehr deutlicher Showdown zwischen Eismacht und Chimärenschwarm in der Globule.
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Ungelesener Beitrag von Hina » 25.11.2019 15:50

Ich wuerde mir an Deiner Stelle ueber die Idee einer gross angelegten Riesland-Invasion noch einmal Gedanken machen. Das beseitigt zwar das Plothole des unerschoepflichen Soeldnernachschubs, legt aber ganz andere Schwerpunkte und lenkt mMn von Borbarad selbst eher ab, zugunsten einer Art aventurischen Kriegs der Welten. Es verhaertet die Fronten zwischen "uns" und "denen" und ueberschattet den Aspekt der borbaradianischen Verfuehrung so vieler Maechtiger Aventuriens, und auch den eigentlichen Plan Borbarads (wenn er im Riesland schon so eine Machtbasis hat, warum setzt er sein Ritual nicht einfach dort um? Nodices gibt es dort auch...)

Nichts spricht gegen ein paar exotische rieslaendische Soeldnerhaufen und Schiffe; auch die Savertin-Verbindung ist interessant, aber das Gros des Krieges finde ich interessanter, wenn es Aventurier gegen Aventurier geht (oder sogar Tobrier gegen Tobrier, wenn man die Epik lieber im kosmologischen denn militaerischen Bereich setzen moechte). Gib Borbarad doch noch einige weitere maechtige, aventurische Verbuendete, wenn Dir der Soeldnernachwuchs zu albern ist. Die lassen sich dann auch schon schoen im Vorfeld als Antagonisten einbauen.

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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 25.11.2019 18:04

Hina hat geschrieben:
25.11.2019 15:50
und auch den eigentlichen Plan Borbarads (wenn er im Riesland schon so eine Machtbasis hat, warum setzt er sein Ritual nicht einfach dort um? Nodices gibt es dort auch...)
Das ist in eine Frage, die man angesichts der Bevölkerungs- und Landverteilung auf Dere sehr häufig stellen müsste: Warum findet alles Wichtige im winzigen Aventurien statt? Outgame ist die Antwort klar, innerweltlich versucht man das über die schicksalhafte Bedeutung des kleinen Kontinents zu rechtfertigen (mit anderen Worten: das ist halt so). Unser größeres Aventurien (mit deutlich mehr Einwohnern: ca. 80 Mio.) ist nicht in ein größeres Dere gebettet, sodass die Größenunterschiede (in allen Dimensionen) zu Myranor und Uthuria nicht mehr so sehr ins Gewicht fallen, zumal Myranor bei uns technologisch rückständiger und das dortige Imperium längst zerfallen ist, ähnlich dem alten Imperium in der First-Law-Welt. Für das Riesland kann ganz Ähnliches gelten, sodass Aventurien bei uns tatsächlich eine gewisse Blüte darstellt. Dass es kosmologisch irgendwie besonders ist, muss man letztlich immer noch herbeireden.
Das ursprüngliche Söldnerproblem ist ja durchaus auch inner-aventurisch zu lösen, wie ich meine, [/URL=Herr der Welt @ Borbarads Söldner]hier[/URL] knapp dargelegt zu haben (wo ich die Riesland-Option auch schon umriss).
Es ist auch nicht so, dass hunderttausende Riesländer über Aventurien herfielen. Hierdurch wird schlicht Borbarads Kämpferportfolio erweitert. Die Borbaradianer sind noch immer in Unterzahl und müssen das durch Extravaganz (Dämonen, Chimären, Untote und co.) wettmachen. Andererseits muss Aventurien stärker zusammenhalten (der Topos/Pathos der "freien Länder" kann stärker bedient werden). Ob es die Schwarzen Lande im Anschluss geben wird, ist noch völlig unklar - und darüber will ich mir auch noch keine Gedanken machen. Der Fokus liegt - noch immer und durch den stärkeren Druck noch viel intensiver - auf einem Verteidigungskrieg mit Finale mutmaßlich an der Trollpforte. Die Chimären und der Große Schwarm wären ja in dem Sinne aventurisch.
Was die Ablenkung von Borbarad selbst angeht: Das betrifft den ganzen Tobrienfeldzug und weite Teile des Krieges. Nach Maraskan kriegen die SC den Dämonenmeister offiziell einmal auf Rohals Zinne und dann erst im Finale wieder zu Gesicht, während er in den ersten drei Abenteuern immer am Ende auftauchte (wenn auch in AoE nur sein Geist bzw. befreites Bewusstsein). Das liegt natürlich daran, dass der Tobrienkrieg einer ursprünglichen Nebenlinie der eigentlichen Haupterzählung entspringt und erst mit DSA4 integriert wurde. Und so bemüht, wie das Auftauchen Borbarads am Ende von Grenzenlose Macht daherkommt, kann man nur sagen: Gut, dass man es ansonsten bei den vorgegebenen Begegnungen beließ. Aber ich weiß, was du eigentlich meintest, denn natürlich ist der Tobrienkrieg noch immer stärker mit Borbarad verknüpft, als es ein Clash der Kontinente wäre, den ich aber auch nicht intendiere. Es gibt in unserem Riesland Magokratien, die u.a. borbaradianisch geprägt sind sowie genug potentielle Söldnerbanden oder Gruppierungen, die für aventurischen Stahl dort auch Krieg führen. Verräter in Aventurien kommen deshalb nicht zu kurz.

@Harteschale
Zum Vierten Zeichen: Insbesondere die Punkte, dass Eis sowohl Pyrdakors als auch der Echsen Schwachpunkt ist (wofür das Zeichen zweimal eingesetzt wurde) und dass man mit Tubarek al'Kain (ich mag - nebenbei erwähnt - die Verballhornung irdischer Namen lieber als deren bloße Kopie) einen versierten Eiselementaristen aus der Zeit der Magiermogule in der Gegend zur Verfügung hat (den ich sowieso noch einbauen wollte), überzeugen von der Affinität. Gegen Chimären hilft es nur (symbolisch), insofern Eis das Gegenelement zu Humus darstellt und Asfaloth mit ihren Kreaturen (und Chimären sind erst einmal immer dämonisch und asfalothisch) starke Aspekte des pervertierten Humus trägt. Ansonsten kommt es auf die einzelne Chimäre an. Insekten sind als nicht-wechselwarme Wesen natürlich auch betroffen (obwohl es bestimmte Monsterinsekten auch im Hohen Norden Aventuriens gibt; siehe „Aeternitas“ aus dem Quanionsqueste-Band). Für den Großen Schwarm sollte das auch gelten.
Unser Vierter Gezeichneter wird bis dato sicherlich eine Phex-Weihe haben und Anhänger des Fasarer Feqz-Glaubens sein (bzw. ist er das schon). Ich denke, ich werde den Eis-Aspekt berücksichtigen, aber nicht zum Markenkern des Zeichens machen. Das werden die Aspekte: Heimlichkeit, Nacht, Nebel, Fingerfertigkeit (im Sinne von Schlösser knacken, Diebstahl u.Ä. sein, denn das ist bei uns eine Fertigkeit, die u.a. genau dafür steht) sowie Telekinese (letzteres, weil es verdammt cool ist und der Spieler auf so etwas steht) sein. Kein Zeichen soll explizit einem Element gewidmet sein, darf aber gerne Anklänge erhalten.

Wo das Vierte Zeichen auftaucht, wäre noch zu überlegen. Wird es von Tubarek al'Kain verwahrt (werden nicht für Selem eine Eiskrypta oder Eislabore erwähnt, die dem Verhüllten Meister gehören)? Wollte er lieber nicht die (alleinige) Verantwortung dafür tragen und behütet lediglich das Wissen um Aufenthaltsort und Bedeutung (vieles mag über die Jahrtausende für ihn Bedeutung eingebüßt haben)? War es eines der Werkzeuge oder Schlüsselartefakte, mit deren Hilfe er unsterblich wurde (und wie steht er nach so langer Zeit dazu)? Vermag es gar Lebenskraft (als eine Ausprägung des Humus) zu entziehen? Oder sogar Sikaryan? Teilen sich mehrere (konkurrierende) Mächte Wissen oder Schlüssel/Zugang zu diesem Artefakt (es ist ja die Rede von einer mindestens sportlichen Rivalität mit A'sar al'Abastra, die allerdings dem Erz verschrieben ist).

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Ungelesener Beitrag von Harteschale » 26.11.2019 11:31

Du hast recht, dass Eis nicht per se gegen jegliche Chimären ein metaphorisches Gegenelement ist - aber gegen riesige Schwärme kleiner südländischer Insekten, denen Temperaturen um den Gefrierpunkt schon wirklich zu schaffen machen und Chimären, die auf Echsen basieren ist es Gold wert. Und genau diese Arten von Chimären kommen ja vor und um die geht es ja.
Auch die Taktik einen solchen Effekt zum Gegner zu tragen ohne dass dieser weiß wie ihm geschieht würde eine noch bessere Verknüpfung bringen von phexischen zu Eis Aspekten.

Besonders spannend finde ich folgende Idee:
Generell sollen ja die Zeichen Sterblichen mehr Geltung verschaffen und den Übergang von Zeitaltern glätten.
Das vierte Zeichen hat als Funktion in der Welt den Aspekt den man sowohl mit Eis, als auch in geringerem Maße mit Phex verknüpfen kann, Dinge deren Zeit gekommen ist zu beenden - vor allem Herrschaften und Horden. Also eine ähnliche Funktion, wie auch in etwas anderer Ausprägung diverse Alte Drachen an den Tag legen. Aber in Hand eines Sterblichen, der durch gezielte Sabotage und Katastrophe Reiche zum Einsturz bringen kann und für die Schöpfung hinderliche Entwicklungen oder unfaire Vorteilnahme z.B. durch dämonische Mächte begrenzen kann. Die letzte Ausprägung wäre dann eben das Eindämmen des großen Schwarms und das Brechen der ungerechtfertigten, Pyr-basierenden echsischen Vorherrschaft gewesen, folgerichtig dann mit den Aspekten von Eis und Phex verknüpft.
Hier in meiner Vorstellung ermöglicht es, sich einzuschleichen und dann großflächig Grimmfrost zu entfesseln oder umfassende Kälte (wie bei der Belagerung von Kurkum, nur intensiver).
In dieser Rolle und Ausprägung ist es zuletzt verblieben und hat über die Jahrhunderte viel Macht angesammelt. Genug Macht, um Tubarek al Kains falsche Existenz zu beenden, Al Gortons Zyklus der Wiederbelebung, die Skrechu oder eben auch die Globule mit den Schwarmresten. All diese drei wissen ebenso wie das Erste Zeichen und Borbarad selbst um diese geladene Waffe welche mindestens eine Fraktion definitiv in den Abgrund reißen kann - und die Phex-Kirche auch, wenn man will auch Hasrabal. Ein Handlungszwang, der alle dazu bringt aktiv präsent zu werden.

Gerade wenn du Sumaros Ausführungen nutzen willst, kannst du das so sehr einfach machen - der ehemalige Träger des ersten Zeichens schuf die Chimärenarmee für Assarbad, die Mudramulim hatten den Träger des vierten Zeichens bei sich. Beide Träger wurden von ihrer Fraktion als Mittel zum Zweck genutzt - der Träger des Ersten Zeichens fand mit Rubinblick den sonst kaum aufspürbaren aber extrem gefährlichen Feind auf dem Schlachtfeld und wurde nachdem sein Zweck erfüllt war fallen gelassen, der Träger des vierten Zeichens nach der Entfesselung der Kräfte, welche die Chimären eindämmten auf dem Schlachtfeld ebenso von den Mudramulim.
Damit kannst du die Story verknüpfen mit Sumaros Texten und musst an diesen nahezu nichts ändern.
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 26.11.2019 21:27

Harteschale hat geschrieben:
26.11.2019 11:31
In dieser Rolle und Ausprägung ist es zuletzt verblieben und hat über die Jahrhunderte viel Macht angesammelt.
Hier wäre die Frage, wie es Macht sammelt - oder tut es das per se (tun das alle Zeichen)? Entweder zehrt es an permanenten Kraftquellen (z.B. in einer Globule oder profaner: an Kraftlinien), wobei (permanente) Artefakte sich dadurch eher erhalten als dass sie stärker werden. Oder es greift hier die (wahrscheinliche) Beseelung (welcher Art auch immer).
Bedenkt man die wahrscheinliche Herstellung - ich ignoriere geflissentlich, dass Calaman die Hand als Teil einer Rüstung herstellt und trug (das schmälert das eigentliche Zeichen nur unrühmlich) -, dann handelt es sich um Zwergenwerk - und d.h. mit Sicherheit: um das Meisterstück mehrerer machtvoller Angrosch-Priester -, das irgendwie mit eisiger Kraft beseelt worden sein muss. Da die zwergischen Götter dergleichen nicht vermögen, hätten sich die Zwerge an die Verstoßenen unter ihren Eremiten wenden müssen: an die Eisgeoden (was nicht heißt, dass ich einen bloßen Meister der Elemente in der Hand vermute). Oder man schreibt die ganze Wirkung Phex zu, aber eigentlich möchte ich die Zeichen auch keinen Göttern allzu direkt widmen. Vielmehr sind die Zeichen Bindeglied zwischen sterblichem Wirken (verschiedener Völker und Kulturen), magischen Kräften (verschiedener Traditionen und Spielarten) und göttlicher Inspiration (verschiedener Entitäten). Ein Stück weit müssen die Zeichen daher Mysterium bleiben. Und selbst die kundigsten Analysemagier scheitern auf dem Konvent auch an wirklichen Entschlüsselungen.

Wenn ich dich richtig verstehe, dann verharren Schwarm und Hand gleichermaßen in der (oder einer) Globule, die selbst nicht mehr ist (oder sind) als der (buchstäblich) eingefrorene Konflikt, der nie gelöst werden konnte. Ähnlich wie das auch zur Zeit Rohals und Tharsonius' war: Der Konflikt wurde durch die Verbannung des letzteren (dann als Borbarad) auch nur eingefroren und (erst einmal) durch Liscom aufgelöst (jedenfalls in einer Hinsicht). Andererseits könnte Bastrabun, der ja später lebte (als der Konflikt mit dem Großen Schwarm), so nicht an die Hand gelangt sein. Sie müsste also mehr oder weniger auftauchen, wenn sie gebraucht wird oder: wenn es "sich heimlich und verborgen durch die Geschichte der Welt zu stehlen" vermag, wie "Rohals Versprechen" nahelegt - den vorgegebenen Weg (irgendein Dieb verliert die Hand an Myranar) ignoriere ich wieder. Oder: Wenn die Chimären auftreten (was für eine stärkere Verbundenheit mit genau diesem Problem, weniger aber für ein allgemeines Instrument an Wendepunkten spräche). Oder es müssten sich die Beteiligten (möglichst gleichermaßen) ihrer besinnen: Am besten um die Zeit, da "Pforten des Grauens" spielt. Wenn Bastrabun der letzte Träger war (und die Hand nicht in der Weltgeschichte umherirrte), dann zeichnete er sich auch für die Verwahrung der Hand bis zu ihrem Erscheinen in der G7 verantwortlich.
Harteschale hat geschrieben:
26.11.2019 11:31
Gerade wenn du Sumaros Ausführungen nutzen willst, kannst du das so sehr einfach machen - der ehemalige Träger des ersten Zeichens schuf die Chimärenarmee für Assarbad, die Mudramulim hatten den Träger des vierten Zeichens bei sich. Beide Träger wurden von ihrer Fraktion als Mittel zum Zweck genutzt - der Träger des Ersten Zeichens fand mit Rubinblick den sonst kaum aufspürbaren aber extrem gefährlichen Feind auf dem Schlachtfeld und wurde nachdem sein Zweck erfüllt war fallen gelassen, der Träger des vierten Zeichens nach der Entfesselung der Kräfte, welche die Chimären eindämmten auf dem Schlachtfeld ebenso von den Mudramulim.
Diese Konstellation schärft die Konfliktlinie zwischen den Alveraniarszwillingen und ihren Anhängern und relativiert die Gut-Böse-Gegenüberstellung Rohals (bzw. Sulman al'Nassoris) und Borbarads (bzw. Assarbads), indem Verrat und zweckheiligendes Handeln nicht nur Charakteristikum der (borbaradianischen) Magiermogule ist. Gerade in der Abwägung unter den Gezeichneten - für und gegen Borbarad - könnte diese Erkenntnisse zu neuen Überlegungen führen.
Harteschale hat geschrieben:
26.11.2019 11:31
In dieser Rolle und Ausprägung ist es zuletzt verblieben und hat über die Jahrhunderte viel Macht angesammelt. Genug Macht, um Tubarek al Kains falsche Existenz zu beenden, Al Gortons Zyklus der Wiederbelebung, die Skrechu oder eben auch die Globule mit den Schwarmresten. All diese drei wissen ebenso wie das Erste Zeichen und Borbarad selbst um diese geladene Waffe welche mindestens eine Fraktion definitiv in den Abgrund reißen kann - und die Phex-Kirche auch, wenn man will auch Hasrabal. Ein Handlungszwang, der alle dazu bringt aktiv präsent zu werden.
Die dramaturgische Konstellation ist, dass die Gegnerpartei mit den Chimären über eine potente Macht verfügen, der man mit der Hand ein Gegengewicht verleihen kann. Der Konflikte wird dann asymmetrisiert, indem weitere Parteien hinzustoßen, die sich nicht unbedingt oder klar im übergeordneten Konflikt zuordnen lassen - obwohl Hasrabal klar gegen Borbarad steht (seine Antipode ist zuerst Belizeth in Rashdul, die man aber auch marginalisieren kann), auf die Phex-Kirche dürfte das größtenteils zutreffen, insbesondere angesichts der Chimärenbedrohung. Dennoch treten überall eigene Ambitionen oder eine (vielleicht) relative Indifferenz wie im Falle Tubarek al'Kains (der seine Existenz genausogut leid sein, wie er sich zu einer neuen Bestimmung vitalisiert fühlen könnte).
An den SC läge es nun, entweder schneller als alle anderen zu sein oder aber die Asymmetrien zu ihren Gunsten verändern und die vagen Parteien auf ihre Seite zu ziehen. So ein echtes Gespräch mit Tubarek al'Kain (als Bekannter des Moguls von Zhamorra), keines mit seiner Tarnidentität (was ja immer etwas dröge daherkommt mit seinen Andeutungen, die lediglich die Spieler klar zuordnen können), hätte etwas. Das Kapitel Hasrabal hat eine gewisse Tragik, wenn man vorher Dschelef stärker an die SC gebunden hat - der ja nicht etwa der Machtlosigkeit wegen seiner Tochter unterlag. Das Spannungsfeld kann interessant sein, zumal Hasrabal (wenn er praktisches Wissen über das Zeichen erlangt hat) lediglich nützlich, aber nicht einmal sonderlich nett sein dürfte. Und Rashdul will er mindestens. Der (Fasarer) Feqz-Kult wird bei uns schon deshalb eine größere Rolle spielen, weil der der Vierte Gezeichnete in spe eng mit ihm verbunden ist, sodass ich hier einen Joker in der Hand habe.
Idealerweise verfügen die meisten Parteien entweder nur über teilweise Informationen oder aber über Teile eines wie auch immer gearteten Schlüssels. Statt einer archäologischen Kugelsuche hätte man also ein auf Kante genähtes Stelldichein mit den Mächtigsten der Tulamidenlande (Verhüllte Meister inkl.) - oder: ein für die G7 angemessenes Szenario.

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