Online Runden auf dem gemeinsamen Discord von DSAForum und PnPnews. Runden findet ihr indem ihr !lfg im #spielersuche Kanal eingebt. Oder bietet doch was an :)
Bleibt gesund! Das Forum bleibt geöffnet ;)

 

 

 

Ernennung Brin vom Rhodenstein zum Sennenmarschall Mittellande

Von A wie Aves bis Z wie Zholvar: Alles über (mehr oder weniger) anbetungswürdige Kräfte, ihre Diener & Schergen.
Antworten
Benutzeravatar
Sibylla
Posts in diesem Topic: 5
Beiträge: 805
Registriert: 12.02.2015 10:45
Wohnort: Berlin
Geschlecht:
Kontaktdaten:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Ernennung Brin vom Rhodenstein zum Sennenmarschall Mittellande

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 08.02.2020 08:11

Ihr Lieben,

ich möchte in ein paar Monaten mit meiner Runde "Siebenstreich" spielen und habe es mir gerade frisch durchgelesen. Die Helden werden Brin vom Rhodenstein plus das SdS vom Schlachtfeld der Valusanischen Weiden zum Heerlager in Garetien begleiten, wo das Turnier der Zwölfgöttertjoste stattfindet.

Brin vom Rhodenstein wird auf dem Weg zum Meister des BUndes Mittellande ernannt, vorher war er Meister des Bundes Orkenwehr. Beide Sennen werden in diesem Zug zusammengelegt. Der Sennenmarschall Mittellande Radomir Valbronn von Gareth ist vorher (vermutlich) auf den Valusanischen Weiden verstorben Meister_des_Bundes, viele Infos zu ihm gibt es nicht.

Nun meine Frage: Wie stellt ihr euch das Zeremoniell der ERnennung zum Sennenmarschall vor? Ein ritueller Zweikampf mit dem Vorgänger ist ja nicht möglich :grübeln: Stattdessen mit dem SdS?

In "Siebenstreich" , S. 93 (die Zeittafel) heißt es: "...das Schwert der Schweter mit ihrem Stab, Brin vom Rhodenstein (der auf der gemeinsamen Fahrt von Vallusa herunter zum Meister des Bundes der Mittellande ernannt wurde), die übrigen fünf Meister des BUndes, die Knappin Rohaja..."
Klingt nach einer Schiffsjahrt, den Darpart herunter.
Ich würde die Szene unserer Gruppe richtig schön stimmungsvoll schildern
LG,
Sibylla

Benutzeravatar
Skalde
Posts in diesem Topic: 4
Beiträge: 902
Registriert: 26.11.2016 11:00

Auszeichnungen

Errungenschaften

Ernennung Brin vom Rhodenstein zum Sennenmarschall Mittellande

Ungelesener Beitrag von Skalde » 08.02.2020 10:31

Die Stimmung stelle ich mir schwermütig, aber trotzig vor. Zwar haben die freien Lande bei Vallusa zum ersten Mal einen Sieg errungen, aber sie alle wissen, dass die Gefahr noch lange nicht gebannt ist.

Normalerweise gibt es vermutlich eine große Zeremonie im Haupttempel der Senne; mit rituellem Zweikampf (kann auch nur eine Abfolge der zwölf Angriffe und zwölf Wehren sein); wonach der neue Sennenmeister am Altar vor dem Schwert der Schwerter niederkniet und einen überlieferten Eid schwört, die Senne so gut wie möglich zu führen. Die ganze Zeit hält ein Akoluth hinter dem Altar das heilige Banner hoch. Schließlich überreicht das SdS dem neuen Meister das Sennenschwert, lässt ihn sich erheben und grüßt ihn mit der Schwertfaust, während die Geweihten im Tempel rhytmisch mit ihren Waffen auf ihre Schilde oder mit Waffenknäufen auf den Boden schlagen.

Die Zeremonie zur Ernennung Brins wird improvisiert laufen und von Traurigkeit, aber auch grimmigem Mut und Durchhaltewillen geprägt sein. Brin ist sehr jung (erst 25), er will das Amt eigentlich nicht, wird es nur 6 Jahre später wieder niederlegen, aber jetzt nimmt er es an, weil er weiß, dass es getan werden muss. Die Zeremonie kann nicht wie gewohnt stattfinden: Sowohl das heilige Banner als auch das Sennenschwert Giselliglava sind bei Eslamsbrück in die Hände des Feindes gefallen, viele Priester der Senne sind tot oder werden vermisst. Bei der Zeremonie wird Ayla vermutlich Lirondiyan, den Zweihänder der Senne Orkenwehr verwenden.

Brin kniet entweder vor dem Mast oder (eher) auf dem Achterdeck vor Ayla nieder. Geweihte und Matrosen versammeln sich auf dem Deck und sehen gebannt zu. Brin ist sichtlich nervös, die Last des Amtes drückt schwer auf seine viel zu jungen Schultern. Ayla, mit der dreifachen Wehr angetan und Lirondiyan in den Händen, tritt vor und hält eine kurze Ansprache, in der sie den Anwesenden Mut macht, Brins Taten würdigt und schließlich zum rituellen Schwur übergeht. ("Schwörst du, Brin von Rhodenstein, die Senne Mittellande zu schützen, ihren Ruhm zu mehren, Schaden von ihr abzuwenden...")

Schließlich erhebt sich Brin, Lirondiyan in Händen. Ayla schlägt sich mit der geballten Faust auf die Brust. Brin erwidert den Gruß, sein Kettenhemd klirrt, als der Panzerhandschuh dagegenschlägt. Die Priester fangen an, mit ihren Rondrakämmen rhytmisch auf die Reling oder den Mast zu klopfen, sodass es wie eine marschierende Armee klingt. Wenns der Stimmung dient, kann die Zeremonie ja am Ende ein bisschen aus dem Ruder laufen. Einige Matrosen ziehen plötzlich ihre Entermesser und fallen in den Rhytmus ein. Immer mehr von ihnen folgen. Einige Honoren schauen irritiert oder missbilligend, dann werden sie jedoch von der Begeisterung mitgerissen. Das ganze Schiff ist erfüllt vom Klappern der Waffen, die in immer schnellerem Tempo trommeln. Brin schaut eine Weile verdutzt zu, schließlich reißt er Lirondiyan in die Höhe und schreit: "Für die Königin! Für Rondra!" Die Männer und Frauen auf dem Schiff brüllen begeistert und recken ebenfalls ihre Waffen, vom Rondrakamm über den Entersäbel bis zum Beil in die Luft. Hier können dann auch die Helden Hoffnung schöpfen: Komme was da wolle - Rondras Diener werden nicht klein beigeben, bis die Bedrohung ein für alle Mal gebannt ist.
"Bringt das Schiff in Position! Stellt es senkrecht!"

Dariyon, Avesgeweihter

"Wenn du Angst hast, tu es nicht. Wenn du es tust, hab keine Angst."

Dschingis Khan

Benutzeravatar
Sibylla
Posts in diesem Topic: 5
Beiträge: 805
Registriert: 12.02.2015 10:45
Wohnort: Berlin
Geschlecht:
Kontaktdaten:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Ernennung Brin vom Rhodenstein zum Sennenmarschall Mittellande

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 08.02.2020 11:20

Wow - Skalde das ist echt beeindruckend! Danke sehr!
Warum ist die Wahl auf ihn gefallen? Warum nicht einen anderen Ritter der Göttin zum SEnnenmarschall erheben? Weiß das jemand? Gibt es dazu HIntergrundinfos?
LG,
Sibylla

Benutzeravatar
Skalde
Posts in diesem Topic: 4
Beiträge: 902
Registriert: 26.11.2016 11:00

Auszeichnungen

Errungenschaften

Ernennung Brin vom Rhodenstein zum Sennenmarschall Mittellande

Ungelesener Beitrag von Skalde » 08.02.2020 12:19

Brin ist seit 1016 Marschall der Senne Orkenwehr, die ja 1021 aufgelöst und in die Senne Mittellande integriert wird. Dragosch von Sichelhofen, sein Schwertvater, hat ihn damals dazu bestimmt - vermutlich, weil er sich dadurch politischen Einfluss erhofft hat; sonst wäre das Amt wohl nicht an einen damals 21-Jährigen gegangen. Falls Wallmir von Styringen einen designierten Nachfolger unter seinen Leuten hatte, ist der- oder diejenige vermutlich mit ihm bei Eslamsbrück gefallen. Wenn Brins Senne aufgelöst wird und in einer zur Zeit führerlosen Senne aufgeht, ist es nur folgerichtig, ihm die Führung zu übertragen.

Hinzu kommt, dass die "mittlere Führungsebene" in der Rondrakirche quasi kaum existiert. Oberhalb der Schwertschwestern (Tempelvorsteher) kommen direkt die Sennenmeister; es gibt also nur wenige Leute, die Erfahrung mit dem Führen eines größeren Bezirks haben. Brin hat auch hier Vorteile, da er seit vier Jahren nicht nur der Senne Orkenwehr, sondern auch dem Orden zur Wahrung vorsteht. Was nicht heißt, dass er sich vom neuen Amt nicht etwas überfordert fühlt: Gegen die Orks zu kämpfen ist für einen Weidener wie ihn Normalität und er hat vermutlich damit gerechnet, dass er es in den nächsten Jahren mit einer vergleichsweise ruhigen Front zu tun hat. Aber jetzt soll er an vorderster Front die Truppen befehligen, die nicht nur das gesamte Mittelreich, sondern auch die Schöpfung selbst gegen eine tödliche Gefahr verteidigen müssen. Ganz schön viel für einen jungen Geweihten, der erst vor kurzem seine Schwertleite hatte.

Edit: Die Angaben in "Orden und Bündnisse" und "Schild des Reiches" sind da übrigens unterschiedlich: In OuB löst Ayla bereits 1016 die Senne Orkenwehr auf und schlägt sie den Mittelanden zu, woraufhin Brin bis 1021 "nur" Abtmarschall ist. In SdR und auch laut Wiki folgt die Auflösung erst 1021 mit der Begründung, dass man keine Orkenwehr mehr braucht. Falls du einer der beiden Versionen schon bespielt hast, bleib dabei, ansonsten kannst du dir ja einfach die Version aussuchen, die besser zu deiner Kampagne passt.
"Bringt das Schiff in Position! Stellt es senkrecht!"

Dariyon, Avesgeweihter

"Wenn du Angst hast, tu es nicht. Wenn du es tust, hab keine Angst."

Dschingis Khan

Benutzeravatar
Sibylla
Posts in diesem Topic: 5
Beiträge: 805
Registriert: 12.02.2015 10:45
Wohnort: Berlin
Geschlecht:
Kontaktdaten:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Ernennung Brin vom Rhodenstein zum Sennenmarschall Mittellande

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 08.02.2020 14:15

Skalde hat geschrieben:
08.02.2020 12:19
Brin ist seit 1016 Marschall der Senne Orkenwehr, die ja 1021 aufgelöst und in die Senne Mittellande integriert wird. Dragosch von Sichelhofen, sein Schwertvater, hat ihn damals dazu bestimmt - vermutlich, weil er sich dadurch politischen Einfluss erhofft hat; sonst wäre das Amt wohl nicht an einen damals 21-Jährigen gegangen.
Hmmmm.... ich vermute da eher was anderes. Schau in die "Schrift der Herzöge" in der alten Weiden-Spielhilfe. Da ist der Kampf zwischen Dragosch von Sichelhofen und Ayla geschildert. Brin hat ihr da gewissermaßen das Leben gerettet, als Dragosch ein nicht-rondragefälliges Manöver beschreiben wollte. Nachdem Brin Zeugnis beim Herzog von Weiden über den Kampf abgelegt hatte, wurde er auf Ratschluss von Ayla, dem neuen SdS, und dem Herzog zum Beister des Bundes Orkenwehr ernannt.

Aber ja, das Alter ist schon auffällig. In Steppenwind erscheint es mir am Anfang des Romans, als wenn Brin aufgrund seines Alters wenig Freunde unter den Sennenmeistern hat.
Skalde hat geschrieben:
08.02.2020 12:19
Falls Wallmir von Styringen einen designierten Nachfolger unter seinen Leuten hatte, ist der- oder diejenige vermutlich mit ihm bei Eslamsbrück gefallen. Wenn Brins Senne aufgelöst wird und in einer zur Zeit führerlosen Senne aufgeht, ist es nur folgerichtig, ihm die Führung zu übertragen.
Stimmt, an Eslamsbrück und einige Opfer unter den Rondrianern außer Wallmir habe ich nicht gedacht. :oops:

Was ist OuB? Ich dachte "Abtmarschall" ist gleichbedeutend mit der Position Sennenmeister und heißt bei den Rondrianern nur anders?
LG,
Sibylla

Benutzeravatar
Skalde
Posts in diesem Topic: 4
Beiträge: 902
Registriert: 26.11.2016 11:00

Auszeichnungen

Errungenschaften

Ernennung Brin vom Rhodenstein zum Sennenmarschall Mittellande

Ungelesener Beitrag von Skalde » 08.02.2020 14:23

Sibylla hat geschrieben:
08.02.2020 14:15
Schau in die "Schrift der Herzöge" in der alten Weiden-Spielhilfe
Ah ok, die kannte ich nicht. Dann ist es ja nur logisch, dass Ayla ihn zum Meister der Senne ernannt hat - anders als viele andere, die unter Dragosch gedient hatten, hat er ihr damit ja seine Vertrauenswürdigkeit bewiesen. Mea culpa, ich hatte irgendwie gedacht, der Sennenmeister sucht sich seine Nachfolger immer selbst aus, sofern er die Gelegenheit hat.
Sibylla hat geschrieben:
08.02.2020 14:15
Was ist OuB?
Orden und Bündnisse. Ne Spielhilfe über... naja, Orden wie z. B. die Rhodensteiner.
Sibylla hat geschrieben:
08.02.2020 14:15
Ich dachte "Abtmarschall" ist gleichbedeutend mit der Position Sennenmeister und heißt bei den Rondrianern nur anders?
Nein, der Abtmarschall ist der Anführer des Ordens zur Wahrung vom Rhodenstein; vergleichbar mit dem Großmeister der Tempelritter. Seit 1016 war der Posten des Abtmarschalls der Rhodensteiner mit dem Amt des Sennenmeisters verknüpft, sodass Brin sowohl Abtmarschall als auch Meister der Senne in Personalunion war.
"Bringt das Schiff in Position! Stellt es senkrecht!"

Dariyon, Avesgeweihter

"Wenn du Angst hast, tu es nicht. Wenn du es tust, hab keine Angst."

Dschingis Khan

Benutzeravatar
Na'rat
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 23236
Registriert: 11.02.2005 21:14
Kontaktdaten:

Errungenschaften

Ernennung Brin vom Rhodenstein zum Sennenmarschall Mittellande

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 08.02.2020 14:34

Skalde hat geschrieben:
08.02.2020 12:19
Aber jetzt soll er an vorderster Front die Truppen befehligen, die nicht nur das gesamte Mittelreich, sondern auch die Schöpfung selbst gegen eine tödliche Gefahr verteidigen müssen. Ganz schön viel für einen jungen Geweihten, der erst vor kurzem seine Schwertleite hatte.
Das wird ja lange nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird, nicht mal innerhalb der Rondrakirche. Es ist eher ein Vehikel von Ayla ihre Agenda durchzusetzen, Teile der Kirche wegsterben zu lassen, um ihre persönliche Macht zu festigen. So macht ihr Verhalten, mit etwas Abstand betrachtet Sinn. Wenn man mal die narrative Rolle der Kirche (Worf Effect) berücksichtigt sowie die Kleinkammerung des Settings bzw. Kampagne (gemacht wird, was gerade dem Setting/Szenario dient und nicht was zum großen ganzen passt) außen vor lässt.

Einen politisch weit besser vernetzten Aufsteiger (immerhin schon Chef eines Ordens - wenn auch einem ohne sonderliches Ansehen und Tradition) von sich abhängig zu machen ist eigentlich eine politische Glanzleistung für das aktuelle Schwert der Schwerter (die eher in der politischen Kreisliga spielt, keine Hausmacht mitbringt) und der die Kirchengrößen im weiteren Verlauf auf der Nase rumtanzen.
Schnellen mal ins Amt hieven den Knaben und Sachzwänge anführen, warum man nicht auf jemand mit Erfahrung hat warten können.

Interessant wäre eher, wie sich der offenkundige Günstling, einer so offenkundig rondraungefälligen Gestalt (umgehauen von einer Landpomeranze) sich die Nachfolge im Amt sichern konnte. Das führt aber zu weit.

Alternativ würde ich davon ausgehen, dass gerade die Rondrakirche eine klar geregelte Befehlskette und Nachfolgeregelungen hat. In dieser war Brin halt die Nummer 6 oder so. Nachdem alle höher gesetzten und besser geeigneten Kandidaten am Plot verstorben sind.
Immerhin war eher ja Chef eines Ordens.
Die Regelung war vermutlich, Chef der Senne, sein Stellvertreter im Feld, sein zweiter Stellvertreter im Feld, sein Stellvertreter im Hinterland, den man bewusst nicht mit ins Feld genommen hat, und dessen Stellvertreter. Dann eben halt Brin.
Sibylla hat geschrieben:
08.02.2020 14:15
Was ist OuB? Ich dachte "Abtmarschall" ist gleichbedeutend mit der Position Sennenmeister und heißt bei den Rondrianern nur anders?
Abtmarschall ist eher der Chef der Rhodensteiner.

Denderajida_von_Tuzak
Posts in diesem Topic: 1
Beiträge: 1155
Registriert: 27.08.2015 22:46

Auszeichnungen

Errungenschaften

Ernennung Brin vom Rhodenstein zum Sennenmarschall Mittellande

Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 08.02.2020 16:10

Skalde hat geschrieben:
08.02.2020 12:19
Brin ist seit 1016 Marschall der Senne Orkenwehr, die ja 1021 aufgelöst und in die Senne Mittellande integriert wird. Dragosch von Sichelhofen, sein Schwertvater, hat ihn damals dazu bestimmt - vermutlich, weil er sich dadurch politischen Einfluss erhofft hat; sonst wäre das Amt wohl nicht an einen damals 21-Jährigen gegangen. Falls Wallmir von Styringen einen designierten Nachfolger unter seinen Leuten hatte, ist der- oder diejenige vermutlich mit ihm bei Eslamsbrück gefallen. Wenn Brins Senne aufgelöst wird und in einer zur Zeit führerlosen Senne aufgeht, ist es nur folgerichtig, ihm die Führung zu übertragen.

Hinzu kommt, dass die "mittlere Führungsebene" in der Rondrakirche quasi kaum existiert. Oberhalb der Schwertschwestern (Tempelvorsteher) kommen direkt die Sennenmeister; es gibt also nur wenige Leute, die Erfahrung mit dem Führen eines größeren Bezirks haben. Brin hat auch hier Vorteile, da er seit vier Jahren nicht nur der Senne Orkenwehr, sondern auch dem Orden zur Wahrung vorsteht. Was nicht heißt, dass er sich vom neuen Amt nicht etwas überfordert fühlt: Gegen die Orks zu kämpfen ist für einen Weidener wie ihn Normalität und er hat vermutlich damit gerechnet, dass er es in den nächsten Jahren mit einer vergleichsweise ruhigen Front zu tun hat. Aber jetzt soll er an vorderster Front die Truppen befehligen, die nicht nur das gesamte Mittelreich, sondern auch die Schöpfung selbst gegen eine tödliche Gefahr verteidigen müssen. Ganz schön viel für einen jungen Geweihten, der erst vor kurzem seine Schwertleite hatte.

Edit: Die Angaben in "Orden und Bündnisse" und "Schild des Reiches" sind da übrigens unterschiedlich: In OuB löst Ayla bereits 1016 die Senne Orkenwehr auf und schlägt sie den Mittelanden zu, woraufhin Brin bis 1021 "nur" Abtmarschall ist. In SdR und auch laut Wiki folgt die Auflösung erst 1021 mit der Begründung, dass man keine Orkenwehr mehr braucht. Falls du einer der beiden Versionen schon bespielt hast, bleib dabei, ansonsten kannst du dir ja einfach die Version aussuchen, die besser zu deiner Kampagne passt.
Die Orkenwehr wurde glaube ich nicht in die Senne Mittellande integriert, sondern mit Donnerbach (Senne Nord) zusammengelegt... Brin wäre damit 1021 ehemaliger Sennenmeister ohne Senne gewesen, wenn er nicht die Mittellande übernommen hätte. (Bzw. ein bisschen zu mächtig geworden, wenn er sowohl Orkenwehr als auch Mittellande leiten würde)...

Abgesehen davon sind viele Rondrianer nicht nur bei Eslamsbrück gefallen, sondern auch mit der Reichsforst untergegangen oder auf dem Schwertzug gestorben... Nicht tot waren vor allem Ardariten und Arivor-Getreue, und mit denen hatte Ayla v.S. gewisse Probleme, so dass sie sicher auch verhindern wollte, dass der Zweig noch mächtiger wird.

Benutzeravatar
Skalde
Posts in diesem Topic: 4
Beiträge: 902
Registriert: 26.11.2016 11:00

Auszeichnungen

Errungenschaften

Ernennung Brin vom Rhodenstein zum Sennenmarschall Mittellande

Ungelesener Beitrag von Skalde » 09.02.2020 13:09

Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
08.02.2020 16:10
Die Orkenwehr wurde glaube ich nicht in die Senne Mittellande integriert, sondern mit Donnerbach (Senne Nord) zusammengelegt..
SdR 55 sagt: "Das Schwert der Schwerter löste die Orkenwehr 1021 auf [...] und verleibte sie der Senne Mittellande ein." Erst 1026 die Bedrohung durch die Orks wieder zunahm, wurde die Aufgabe der Orkenwehr zusammen mit dem größten Teil Weidens der Senne Nord zugeschlagen. Im selben Jahr legte Brin sein Amt nieder, um sich fortan nur seiner Aufgabe als Abtmarschall der Rhodensteiner zu widmen.
"Bringt das Schiff in Position! Stellt es senkrecht!"

Dariyon, Avesgeweihter

"Wenn du Angst hast, tu es nicht. Wenn du es tust, hab keine Angst."

Dschingis Khan

Benutzeravatar
Sibylla
Posts in diesem Topic: 5
Beiträge: 805
Registriert: 12.02.2015 10:45
Wohnort: Berlin
Geschlecht:
Kontaktdaten:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Ernennung Brin vom Rhodenstein zum Sennenmarschall Mittellande

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 11.02.2020 01:15

Danke sehr !

ich werde in den nächsten aus deinem schönen Vorschlag ein schönes Intro schreiben, was ich am Anfang der Session nach den Valusanischen Weiden mit traurig-stimmungsvoller Musik vorlesen kann. Sowas leitet gut ein und fukussiert die Spieler prima auf die Szenerie vor ihren Augen ;) Bis wir da im Spiel ankommen, ist ja noch reichlich Zeit, aber so habe ich ggf genug Zeit zum Feilen. Ich stelle es hier rein, wenn es fertig ist.
LG,
Sibylla

Benutzeravatar
Sibylla
Posts in diesem Topic: 5
Beiträge: 805
Registriert: 12.02.2015 10:45
Wohnort: Berlin
Geschlecht:
Kontaktdaten:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Ernennung Brin vom Rhodenstein zum Sennenmarschall Mittellande

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 27.02.2020 13:28

Hier von Skaldes genialer Idee weiterentwickelt ein Paper für mich als Handout, um die Szene an Bord zu schildern. Nicht zum Vorlesen (!, dazu ist es nicht episch genug und rhetorisch noch zu ungeschliffen), sondern quasi als Spickzettel für mich zur Schilderung -

Ich bitte um Ergänzungen von Euch :cookie: Meine Spieler sollen schließlich Bauklötze angesichts dieses wichtigen Augenblicks in der Rondra-Kirche staunen :lol:

Skalde - nochmals tausend Dank!!!!

----

Die Stimmung an Bord der „Seeschwalbe“ ist schwermütig, als ihr mit Ayla vom Schattengrund, ihrem Stab und einigen der überlebenden Geweihten und weltlichen Krieger von Vallusa aus in See stecht. Das kleine Handelsschiff hat jeden nur verfügbaren Platz unter Deck, doch auch über freiem Himmel, für den Transport Verwundeter und Würdenträger geräumt, die nach Perricum gebracht werden sollen.
Gut einen halben Tag lang brütet Ayla mit umwölkter Miene und schweigend, wobei sie sich schwer im Sitzen an den Mast lehnt. Ihr Gesicht ist bleich, die Wangen eingefallen, angestrengt und gezeichnet von Schmerz und Blutverlust der Wunden, die sie im Kampf gegen Karmoth, den blutsaufenden, sechsgehörnten Bullen Belhalhars, den Erzdämon des Krieges, erhalten hat. Spät am Nachmittag des ersten Tages eurer Reise jedoch, winkt sie einen Geweihten an sich heran und wechselt leise ein paar Worte mit ihm. Dieser verschwindet kurz unter Deck und kommt dann mit Armalion, dem Löwenhelm und dem Schild der Heiligen Ardare wieder – der Dreifachen Wehr. Mit Hilfe erhebt sie sich schwerfällig, setzt den Helm auf, Gürtet Armalion und tritt an Brin vom Rhodenstein heran.
„Euer Schwert“. Fordernd und fast trotzig streckt sie die Rechte aus.
Schweigend, doch mit eindeutig fragender Miene zieht Brin den Zweihänder Lirondiyan, das legendäre Schwert der Senne Orkenwehr, das nur von dem höchsten Geweihten der Leuin in Weiden getragen werden darf, vom Rücken und reicht es Ayla mit beiden Händen, wobei er ihr zuerst den Schwertgriff entgegen hält.
Ayla ergreift es am Griff und lässt mit schmerzverzerrter Miene die Klinge sinken.
„Auf die Knie.“
Die Szene ist nicht unentdeckt geblieben. Nach und nach scharren sich immer mehr Geweihte, Matrosen und Krieger um die beiden. Während Brin mit gesenktem Haupt vor ihr auf beide Knie sinkt, schließt sich der Kreis der Schaulustigen immer mehr, die gebannt die beiden Diener der Leuin zusehen. Die Stimmung wird merklich feierlich, doch zugleich traurig und von Seiten der Rondrianer eindeutig bejahend.
Brin ist sichtlich nervös, doch drückt seine Miene entgegen der feierlichen Stimmung eine unsägliche Trauer und Müdigkeit aus. Ayla, mit der dreifachen Wehr angetan und Lirondiyan in den Händen, tritt vor und blickt von Brin in die Runde.
„Brüder und Schwestern im Glauben! Ich sehe in euren Gesichtern, dass die Schrecken des Krieges eure Gemüter verfinstern. Doch seid wohlgemut. Wofür wir seid Monden gekämpft hatten, haben wir nun erstritten – die Truppen des Bethaniers sind aufgehalten worden. Auch wenn unser Blutzoll groß war und sich unsere Reihen merklich gelichtet haben, so haben wir als Schild und Schwert aller Zwölfgöttergläubigen den Vormarsch stoppen können und einen Dämon von nie dagewesener Größe vernichtet. Wir alle hier an Bord hatten kämpfen wollen – jeder auf seine Weise und mit den Waffen, die er einzusetzen vermag. Wir wollten kämpfen gegen die drohende Gefahr, kämpfen gegen die unsäglichen Übel, die die Lande vergiften und mit dämonischer Kraft und schwarzer Magie jedes Leben pervertieren.“
Sie blickt die Matrosen und weltlichen Kämpfer an.
„Manch einer von euch mag denken, dass der Blutzoll groß gewesen sei, zu groß vielleicht. Doch sage ich euch, dass dem Mitnichten so ist. Wir haben alles gegeben, was wir vermochten – das Leben eines jeden Kriegers und jeder Kriegerin, jede Waffe und jedes Ross. Und all diese haben ihr Sein für einen Kampf und einen Krieg geopfert, der schwerer war, als all die, die wir und unsere Vorfahren zu unseren und ihren Lebzeiten je gekämpft haben. Wir kämpften für unseren Glauben, für unsere Freiheit und unsere Sicherheit gegen die Truppen eines Halbgottes, denn nichts anderes ist der Bethanier. Wie kann den ein Kampf gegen einen solchen schon leicht sein, frage ich euch?“
Sie schnaubt, schwankt leicht.
„Nun sage ich euch: wofür wir kämpfen, gemeinsam kämpfen, bluten und sterben, das ist unser Glaube und das Wissen, dass unsere Kinder einst in Freiheit, Ordnung und Sicherheit unter dem Schutze der Zwölf wiedergeboren werden. Seid wohlgemut – ihr seid diesem Ziel mit der Schlacht auf den Vallusanischen Weiden einen großen Schritt näher gekommen! Und wir Schwertbrüder und Schwertschwestern werden weiterhin dafür kämpfen, bluten und sterben, dass jeder einzelne Mann und jede Frau aus der Schwarzen Horde des Bethaniers mit seinem Leben dafür bezahlt, was er den unbescholtenen, redlichen Menschen Tobriens, Warunks, Darpatiens und Beilunks angetan hat. Sie werden unseren Zorn als den der Leuin persönlich erfahren, wenn wir mit unseren Klingen in ihre Herzen fahren, um ihnen Läuterung oder ewige Höllenqualen zu verschaffen. Wir werden als Eins zusammenstehen – Brüder und Schwestern im Glauben an die Zwölf. Doch noch ist der Bethanier nicht vernichtet, und so werden wir alle weiter kämpfen und Schwert und Schild der Zwölfgöttlichen Lande sein. Wir werden die Schrecken der Schwarzen Horde im ehrenhaften Kampf zurück in die Niederhöllen jagen und uns an Rondrastafel in Ruhm und Ehre wiedersehen!“
Beifall bricht aus, doch Ayla hebt eine Hand und schnell herrscht wieder ehrfürchtige Stille.
„Doch sind unsere Reihen wie gesagt stark gelichtet. Um in den Kampf ziehen und die Schlagkraft zahlreicher Schwerter zu bündeln, bedarf es einer militärischen Ordnung. Doch ist das Banner der Senne Mittellande sowie das heilige Schwert Giselliglava in der Schlacht um Eslamsbrück in den Fluten der Blutigen Tobimora verloren gegangen. So muss es nun Lirondiyan sein, der stellvertretend diese ehrenvolle Aufgabe übernimmt.“
Sie senkt Lirondiyan ähnlich einem Ritterschlag auf Brins rechts Schulter.
„Kaum einer hat in den vergangenen Monden ähnlich viele Schlachten geschlagen und vergleichbaren Mut, Tapferkeit und Standhaftigkeit in den Tugenden der Leuin bewiesen. So erinnere ich mich, wie du einst, vor vielen Jahren, als persönlicher Schildknappe Dragosch Corrhenstein Lirondiyan von Sichelhofens, größten Mut und Selbstlosigkeit in dem heiligen Kampfe desselben mit mir bewiesen hattest und ohne zu zaudern bereit warst, dein Leben zur Wahrung der Ehre deines Herrn zu geben. Und genauso tapfer und aufopferungsbereit führtest du jetzt die Rhodensteiner in die Schlacht. Schwörst du, Brin von Rhodenstein, die Senne Mittellande zu schützen, ihren Ruhm zu mehren, Schaden von ihr abzuwenden und Schild und Schwert aller Zwölfgöttergläubigen zu sein? Bist du bereit, beide Sennen als Eins zu führen, denn Eins sollen sie nun für alle Zeiten sein, so wie alle Schwertbrüder und Schwertschwestern als Eins gemeinsam in den Kampfe gegen den Bethanier ziehen?“
Brin blickt auf, unendliche Müdigkeit liegt auf seinem Gesicht. Seine Stimme ist jedoch gefasst, als er „Ja!“ antwortet. Schließlich erhebt er sich, und Ayla reicht ihm wieder Lirondiyan. Das Schwert der Schwerter schlägt sich mit der geballten Faust auf die Brust, Brin erwidert den Gruß, sein Kettenhemd klirrt, als der Panzerhandschuh dagegen schlägt. Die Priester fangen an, mit ihren Rondrakämmen rhythmisch auf die Reling oder den Mast zu klopfen, sodass es wie eine marschierende Armee klingt.
Brin schaut eine Weile resigniert zu, schließlich reißt er Lirondiyan in die Höhe und schreit: "Für Rondra!" Die Männer und Frauen auf dem Schiff brüllen begeistert und recken ebenfalls ihre Waffen, vom Rondrakamm über den Entersäbel bis zum Beil in die Luft. Hier kann selbst der müdeste Recke Hoffnung schöpfen: Komme was da wolle - Rondras Diener werden nicht klein beigeben, bis die Bedrohung ein für alle Mal gebannt ist.
LG,
Sibylla

Antworten