Strafe für einen Exborbaradianer

Von A wie Aves bis Z wie Zholvar: Alles über (mehr oder weniger) anbetungswürdige Kräfte, ihre Diener & Schergen.
Denderajida_von_Tuzak
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Strafe für einen Exborbaradianer

Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 28.01.2019 19:35

Der mehrfache Mörder, Schänder und Plünderer ist eine Zeitlang Pfaden gefolgt, die den Domänen Belhalhars und Belkelels nahe stehen. Und er hat sich davon abgewandt; Peraine scheint seine Reue angenommen zu haben.

Die Eidbrecher folgen eher einem Pfad, der Richtung Lolgamoth, dem niederhöllischen Verräter und Löser der Eide, führt. Andere Domäne, aber nichtsdestotrotz verdorben... die Möglichkeit zu Reue und Umkehr haben die auch - sie müssen sie nur wahrnehmen.

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Na'rat
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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 28.01.2019 20:00

Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
28.01.2019 19:35
Der mehrfache Mörder, Schänder und Plünderer ist eine Zeitlang Pfaden gefolgt, die den Domänen Belhalhars und Belkelels nahe stehen. Und er hat sich davon abgewandt; Peraine scheint seine Reue angenommen zu haben.
Scheint oder es ist ihr egal oder oder oder... Was ist mit den anderen elf Göttern?

Nebenher hat man mit derartigen Lackmussstest jede Unsicherheit beseitigt. Man nehmen mal die oberste Hesindegeweihte, die führt eine offene Beziehung außerhalb der Ehe und hat scheinbar immer noch Karma oder ein beliebiges anderes Beispiel, ein Präzedenzfall genügt.
Also haben die Götter mit Ehebruch kein Problem. Gut man könnte sagen, Hesinde hat mit diesem Ehebruch, im Horasreich kein Problem und überhaupt funktioniert da alles anders.
Was dann aber auch bedeuten würde Travia hätte mit diesem Ehebruch kein Problem.
Wegen solchen Überlegungen sollte man gehörig Abstand davon nehmen göttliches Wirken so klar zu definieren.

Zumal der Versuch regeltechnische Liturgien, hier der Große Eidsegen, in Aventurien einzuhängen nur zu Kopfschmerzen führt. Aventurien wurde ohne Rücksicht darauf, dass so ein Lehnseid verflucht schwer zu brechen und der Bruch von Göttern/Kirchen sanktioniert wird geschrieben.

Denderajida_von_Tuzak
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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 28.01.2019 20:29

Na'rat, die Frage bei der Hesindegeweihten wäre doch, was sie in ihrem Eheeid (der wahrscheinlich von Hesinde- und nicht von Traviageweihten besiegelt wurde) versprochen hat. Würde vermuten, dass 1.) Legitime Erben, 2.) Lebenslange Diskursgemeinschaft, 3.) Gegenseitige Unterstützung im Streben nach Erkenntnis, bis dass Borons Ruf uns trenne... oder irgendwas in die Art.

Travia- (oder Praios-)nahe Familien versprechen halt Treue... (und Rahjanahe Familien eher geteilte Freuden...)

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Tiger
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Ungelesener Beitrag von Tiger » 28.01.2019 22:56

Man kann die Frevlerfrage auch noch aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten: Wenn die Spieler wollen, dass bei den von ihren Geweihten gewirkten Liturgien (z.B. Großer Eidsegen) die angegebenen Strafen bei den NSCs auch auftreten, also wenn sie hier gerne eine regelbuchkonforme Umsetzung haben wollen, dann sollten sie auch die andere Seite ertragen, nämlich dass das Mal des Frevlers eben auch sie trifft, wenn sie gegen von NSCs gewirkte Liturgien verstoßen.
Auch kenne ich viele Spieler, die sehr auf die Vorteile eines liturgischen Traviabundes bestehen (Selbstbeherrschungsprobe, erleichterte Mutprobe). Auch hier ein Argument, die regeltechnischen Nachteile nicht zu entschärfen.
Falls also z.B. Valeta einen Traviabund mit Vyndor eingegangen wäre, so kann ich mir gut vorstellen, dass die Spieler gerne die gegebenen, im Heldenalltag durchaus sehr nützlichen Vorteile in Anspruch genommen hätten (z.B. erleichterte Mutprobe um dem Partner bei Gefahr beizustehen). Umgekehrt sollte man dann aber auch das Frevlermal zum Tragen kommen lassen, wenn der Eid eben nicht befolgt wurde.

@DerShrimp Du hast eine PN von mir. :)
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Tarak
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Ungelesener Beitrag von Tarak » 01.02.2019 22:37

Uuf - interessante Sache aber warum wurde das Fass aufgemacht?
aber gut wenn Ihr Spass dran habt - warum nicht.

Also bei uns haut man sich grundsätzlich innerhalb der Gruppe nich in SO die Pfanne.
Die Kollegen liefern ihn aus und wollen jetzt zu seinen Gunsten aussagen? Kapier ich nich.

Meine Überlegung wäre:
Rechtsprechung im Mittelalter war mehr oder weniger Willkühr. Recht wurde gerne mal hier und da gebogen (z.b Hexenprozesse)
Das man nich alle Söldner hinrichtet hat mMn eher praktische Gründe.
Gute Kämpfer kann man immer brauchen, aber es spricht nix dagegen an nem Einzelnen n Exempel zu statuieren.
Das Mitläufer weniger Schuldig sind is mMn auch eher n neuzeitlicher Ansatz.


Ne andere Sache wäre ob ein Kirchengericht überhaupt für weltliche Straftaten zuständig ist.
Also Peraine mag ihm das Borbi gedöhnse vergeben, aber was is mit den Morden, Vergewaltigungen?
Ob das nun im Krieg jeder macht bzw es usus is is ja nur in sofern interessant wenn man erwischt wird :lol:
Wenn er sich nun sogar selber der Straftaten bezichtigt braucht es dahingehen mMn keine Zeugen/Opfer mehr.
Bei den Hexenprozessen war mit nem Geständnis auch der Drops gelutscht.

Davon ab war er ja zur Zeit, als die Straftaten begangen wurden noch kein Geweihter.
Also n "guter" Winkeladvokat könnte auch dahingehen die Zuständigkeit der Kirche ggf verneinen.

Das ganze gerichtlich abzuhandeln wär mir ehrlich gesagt zu komplex - ich würd da n Gottesurteil nehmen.
Aber nix wo ihm die Kollegen bei helfen können!
Strafbatallion erste Reihe oder Zweikampf gegen nen passenden Ronni/Bannstrahler - dürfte nich schwer sein da einen zu finden :lol:

Bei uns würde n Angriff auf einen Geweihten nur dann eine Straftat sein, wenn dieser auch als solcher zu erkennen ist.
Beim hinrichten eines verurteilten Geweihten gäbs auch keins.

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 02.02.2019 11:09

Tarak hat geschrieben:
01.02.2019 22:37
Das ganze gerichtlich abzuhandeln wär mir ehrlich gesagt zu komplex - ich würd da n Gottesurteil nehmen.
Das ist irgendwie genauso Panne wie davon auszugehen, dass Peraine aktiv tätig geworden ist und alles gut ist. Hier sind es nur andere Götter, denen das unterstellt wird.
Götterurteile funktionieren in Aventurien nicht, die Götter sind nicht allmächtig oder allwissend oder auch nur allgegenwärtig. Allgütig sind sie schon gar nicht.

Tarak
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Ungelesener Beitrag von Tarak » 02.02.2019 11:18

Hm ich glaub da hast du mich mißverstanden.
Gottesurteil wäre halt klasssisch der 2-Kampf oder erste Kampfreihe in der Schlacht (verlorener Haufen) bzw n Alveranskommando.
Götterurteile funktionieren in Aventurien nicht, die Götter sind nicht allmächtig oder allwissend oder auch nur allgegenwärtig. Allgütig sind sie schon gar nicht
Is die Frage, ob NSC sowas wissen.

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Mithrandir
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Ungelesener Beitrag von Mithrandir » 02.02.2019 11:24

Ob Götterurteile "funktionieren" ist für deren Akzeptanz tatsächlich vollkommen egal ;-)

edit: Schreibfehler entfernt
Zuletzt geändert von Mithrandir am 02.02.2019 12:01, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 02.02.2019 11:43

Tarak hat geschrieben:
02.02.2019 11:18
Is die Frage, ob NSC sowas wissen.
Sollten sie, die Annahme, dass die Götter allmächtig, allwissend, allgegenwärtig, allgütig sind und auch noch bei Bagatellen eingreifen führt in Aventurien sehr schnell zu sehr komischen Sachen.
Aber hier hat man sich ja schon klar für den Lackmußtest entschieden.

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.02.2019 12:05

Den Ausgang des Kampfes als (juristische) Entscheidung eines Gottes zu interpretieren ist sehr modern/bürokratisch und verengt den Blick meines Erachtens zu sehr. Im Gottesurteil stellen sich Kläger und Beklagter und gehen ein hohes, von der sie umgebenden Gesellschaft als angemessen beurteiltes Risiko ein. Egal wie es ausgeht ist danach der Streit erledigt, und sei es, weil die Unterlegene tot ist. Ob ein Gott persönlich da was gedreht hat ist gar nicht so wichtig. Der Rechtsfrieden ist wieder hergestellt, ein Schlussstrich gezogen. Darauf kommt es an, um Götterurteile "funktionieren" zu lassen.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Tarak
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Ungelesener Beitrag von Tarak » 02.02.2019 13:33

Soo nachdem ich das ganze noch 2-3x durchgelesen hab - wir reden hier von ner Gruppenzusammenführung für erste Stufe Chars?
Das ganze Gedönse für gesucht 1?
Way over the top!

Ich dachte jetzt bei Borbaradianer an jemanden, der auch die entsprechenden Zauber gewirkt hat und nun ne Spätweihe bekommt.

Bei uns würds da ne Gerichtsverhandlung in Tobrien in ner Mittelgroßen Stadt geben.
Aber für sowas macht sich kein Hochgeweihter oder hoher Richter auf den Weg.
Das bedeutet nicht, dass man ihn nicht zum Tode oä verurteilen kann, aber solche Verfahren dürften in Tobrien täglich ablaufen :lol:

Da passt die Story aber mal 0 zu den Nachteilen.
Was passiert bei gesucht 3? Ganz Aventurien und das Güldenland sind auf den Beinen und jagen den unehelichenn Sohn von Borbi und dem Namenlosen? :P
er hat die Prinzipientreue "Jedes Leben schützen". Das heißt, dass er auch versucht den gerade tödlich verwundeten Dämonenbeschwörer zu versorgen. Hat in der Gruppe schon zu reichlich Konflikt geführt. Hintergrund ist, dass sein Lehrmeister die Philosophie hatte, dass jedes Leben zählt und gerettet werden kann. Da es ihn - zumindest emotional- selbst betrifft hat er diese Philosophie verinnerlicht.
Ilmars Spieler wäre mit alleN Optionen einverstanden, solange sie aus einer stimmigen Spielwelt entspringen. Was das angeht habe ich wirklich eine tolle Gruppe, die mir als Spielleiter sehr vertraut.
Was deine Gedanken zum Wesen der Borbaradianischen Söldner angeht bin ich übrigens ganz bei dir. Ich will keine Welt in der die Bösen einfach nur böse sind. Sondern frage mich: Was bewegt sie dazu? hatten sie eine Wahl? Wenn ja, wie sah diese aus?
Da zieh ich als Hexe lieber mit Ronnis und Bannstrahlern durch die Gegend - is weniger anstrengend :lol:

Dämonologe würd ich jetzt auch nich zwingend sooo eng sehen - aber bei Paktierer is Ende Gelände.
Die werden ggf so lange am Leben gehalten bis man die Infos hat die man braucht, aber dann gleich geköpft!
Besser wäre Pfählen, aber da is ggf die Gefahr, dass sie noch n "Spruch" durchbringen.

Aber gut spielt jede Gruppe anders

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