Praios und seine persönliche Einstellung zur Zauberei

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hexe
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Praios und seine persönliche Einstellung zur Zauberei

Ungelesener Beitrag von hexe » 23.02.2018 08:25

Loirana hat geschrieben:
22.02.2018 12:49
Praios verabscheut Magie
Die Praios-Kirche verabscheut Magie. Praios selbst hat das nie so gesagt. :wink:
Zuletzt geändert von hexe am 01.03.2018 08:18, insgesamt 3-mal geändert.
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Darjin
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Ungelesener Beitrag von Darjin » 23.02.2018 22:52

@Hexe: im Namen der Ordo Bosparanis und insbesondere ihrer horasischen Majestät, Khadan II [...] danken wir für diese Richtigstellung.
„Man muß uns, glaube ich, nie so viel Verachtung zeigen, wie wir verdienen.“
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zappod
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Ungelesener Beitrag von zappod » 26.02.2018 10:34

hexe hat geschrieben:
23.02.2018 08:25
Loirana hat geschrieben:
22.02.2018 12:49
Praios verabscheut Magie
Die Praios-Kirche verabscheut Magie. Praios selbst hat das nie so gesagt. :wink:
Stimmt er hat nur Mada zur Strafe dafür, dass sie den Menschen Magie schenkte an einen Felsen gekettet...

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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 26.02.2018 10:47

...sagt die Praioskirche.

zappod
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Ungelesener Beitrag von zappod » 26.02.2018 11:12

Naja soviel Anti Magie wie in den Litugien steckt und die Tatsache, dass Praios seinen Anhängern nie ihre Karmale Energie entzogen hat, für das was sie tun zeigt doch sehr deutlich, wie er zu dem ganzen steht...

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Dingleberry
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Ungelesener Beitrag von Dingleberry » 26.02.2018 11:19

Liturgien sind immer von Menschenhand geschaffen also hat Praios damit nix zu tun. Die Situation ist sonst etwas komplex, man könnte auch argumentieren die Praios-Kirche erlasst Gesetzte die Magie an manchen Orten, zu manchen Zeiten verbietet oder unerwünscht ist. Somit würde eine Antimagische Liturgie auch das Gesetzt fördern, da hätte Praios wohl kein Problem.
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zappod
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Ungelesener Beitrag von zappod » 26.02.2018 19:38

Naja ich glaube das ist so eine Sache bei der wir auf keinen Nenner kommen werden...
Wir führen hier ja keine Ingamediskussion sondern haben Dinge wie Wege der Götter in denen Praios eben so dargestellt wird nämlich als Ein Gott der am liebsten die Magie verbieten würde und sie so zumindest versucht zu beschränken - wenn man sein eigenes Aventurien schaffen will kann das jeder sicher gerne tun...
Es kommt auch stark darauf an, wie man das wirken von Litugien sieht. Diese Gotteswunder repräsentieren immer auch einen Aspekt des Gottes und sind erstmal gottgefällig - wenn ein Geweihter eine neue Litugie schafft, so wird diese immer nur dann funktionieren, wenn sie den Aspekten seines Gottes entspricht. Ein Efferd Geweihter wird wohl ewig an einer Litugie arbeiten können die ein Feuer entfacht und wird damit ebensowenig Erfolg haben wie ein Tsa Geweihter der eine Schadenslitugie erschaffen will um Gegner zu töten.
Es ist schon fragwürdig, ob sich eine Litugie gegen den angedachten Sinn seines Gottes einsetzen lässt. Z.B. würde ich bezweifeln in wie weit Rondra einem Geweihten ihre Karmale Unterstützung gewähren würde, wenn sie diese nutzen will um unbewaffnete Bauern zu massakrieren. Als SL würde ich dafür extreme erschwerisse geben oder die Litugie nicht wirken lassen. Spätestens mit der Regeneration von Karmaler Energie wird es dann aber vorbei sein bis Buße getan wurde.

Ich würde mich stark wundern, wenn die Bannstrahler jetzt Hexen im Namen von Praios für das wirken von Magie verbrennen und das Praios als Gott u.a. der Gerechtigkeit durchgehenlassen würde, wenn sie damit seinen Namen missbrauchen und Praios eigentlich dafür ist das allen Menschen Magie zur Verfügung stehen sollte.

Außerdem würde ich sagen, dass Praios nur helfen würde das Recht der gottgefällige Ordnung aufrechtzuerhalten. In den Dämonenlanden gibt es sicher auch Gesetze - in wie weit man für deren Durchsetzung dann auf Praios hilfe vertrauen könnte eine andere Frage...

Aber zurück zum Thema:
-> Ich weis nicht in wie weit es da anderen ähnlich geht - alle meine Charaktere waren bis jetzt immer sehr stark zu Phex hingezogen und Phex und seine beiden Geliebten (Rahja & Hesinde) sowie deren Söhne Nadus und Aves haben mir bis jetzt immer am besten gefallen. Ich mag diese List und den Humor unglaublich gerne - gleichzeitig ist mir im wahren leben aber auch fairness und gerechtigkeit sehr wichtig - und ich würde mich als einen sehr großzügigen Menschn beschreiben...
Oft habe ich mich gefragt in wie weit das zusammen passt - allerdings würde ich behaupten eine relativ gute Menschenkentniss zu haben und mir immer nur solche Freunde auszusuchen, bei denen das Entgegenkommen auch gewürdigt und erwiedert wird. Auf gewisser weise ist also die Idee von keiner Leistung ohne eine Gegenleistung umso wichtiger, je kooperativer eine Gemeinschaft ist um social loafing zu verhindern. Und Phex ist ja gerade der Gott, der den Menschen den Handel brachte und es ihnen ermöglichte auf höherer Ebene zu kooperieren, anstatt das nur jeder für sich selber Arbeiten muss...

#edit - Ich glaube aber auch das dies Götter bzw. göttliche Aspekte sind, die ich im Christentum eher vermisse und mir deshalb so gut gefallen.

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hexe
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Praios: Gott der Magie?

Ungelesener Beitrag von hexe » 26.02.2018 21:23

Hm, in meinem Wege der Götter steht, wie die aventurischen Kirchen Praios verehren oder darstellen und nicht wie Praios himself ist also eher nur ingame Tatsachen. Natürlich geht die Praios-Kirche davon aus, dass sie ihren Gott genau richtig versteht und die Utulus nicht. Auch wenn man objektiv sieht, dass sie dieselbe göttliche Entität verehren.

Gerade weil wir keine Ingame Diskussion führen, können wir alle möglichen Verehrungsformen Praios betrachten und stellen fest, dass nicht alle das Magieverbot oder die Magieabneigung beinhalten. Sondern diese erst auf aventurischen Boden nach Hela- und Fran-Horas entstanden ist. Besser weltliche Herrschaft vom astraler Kraft trennen, weil so etwas wollen wir nie wieder.

Efferd-Geweihte erlernen unter den 12 Segnungen doch auch den Feuersegen, oder?

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Ungelesener Beitrag von zappod » 26.02.2018 22:22

Von den 12 Segnungen hängt genau eine mit Efferd zusammen ;)

Mit der Götterverehrung außerhalb von Aventurien kenne ich mich nicht aus - was stimmt, ist das ja auch schon innerhalb von Aventurien die Götter unterchiedlich ausgelegt, und verschiedene Aspekte des Gottes unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Vielleicht tollerieren einige Götter auch ein paar Dinge die nicht ganz stimmen - aber auch nicht dem Gott zuwieder laufen. Wobei ich auch hier Praios als besonders streng sehen würde. Wenn Praios etwas gegen die Bannung, Einschränkung und Verfolgung von Magie hat - warum gewährt er dafür kamarle Wunder und straft seine Diner nicht dafür in seinem Namen unrecht zu tun?

Ist der Gott der Utulus denn für Magie oder neutral dazu?
Wenn es zwei Auslegungen gibt - hinter der eine Echte Gottheit steht, die direkten -Einfluss nehmen kann könnte ich mir eher vorstellen, dass sie eine nichtbeachtung des aventurischen Gebots "Neutralisiere Magie wo immer möglich" eher verzeihen könnte als wenn dies gegen den willen des Gottes passieren würde...

Im Grunde ist das aber auch viel gerede um einen fiktiven Gott innerhalb einer fiktiven Welt :phex:

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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 26.02.2018 22:46

zappod hat geschrieben:
26.02.2018 22:22
Wenn Praios etwas gegen die Bannung, Einschränkung und Verfolgung von Magie hat - warum gewährt er dafür kamarle Wunder und straft seine Diner nicht dafür in seinem Namen unrecht zu tun?
Vielleicht hat er nichts dagegen und nichts dafür?

Also, es ist ihm schlicht egal, ob seine Gläubigen Magie mögen oder ablehnen, solange sie sich für Recht, Gerechtigkeit und Gesetzestreue einsetzen?
Oder er ist gewillt, den antimagischen Kurs der Gläubigen zu unterstützen, solange das bedeutet, dass sie eben auch besonders effektiv gegen dämonische Magie vorgehen?

Dann würden die Gläubigen und Priester in seinem Namen beim Magieverbot weder Recht noch Unrecht tun.

Oder er denkt sich schlicht: "Wenn sie's so haben wollen... ok."

Als Gott der Magie, der es nur für Unrecht halten kann, dass man Magie verbietet, würde ich ihn nicht sehen. Aber als unbedingten, aventurienweit genau so auftetenden Gott der Antimagie aber auch nicht.
Zuletzt geändert von Rhonda Eilwind am 26.02.2018 23:24, insgesamt 1-mal geändert.

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hexe
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Ungelesener Beitrag von hexe » 26.02.2018 22:51

Feuersegen und 12 Segnungen. Efferd-Geweihte machen mit Efferd-Karma Feuer.
Ein Efferd Geweihter wird wohl ewig an einer Litugie arbeiten können die ein Feuer entfacht
Also ein Efferd-Geweihter muss keine Liturgie erschaffen um Feuer zu machen, weil er bereits Feuer machen kann?

Mit Magie lassen sich halt recht leicht Gesetze oder die göttliche Ordnung (Dämonologie und so) brechen. Den Rest hat @Rhonda Eilwind ja schon gesagt und... wir kommen zurück zu den Lieblingsgöttern:
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Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 27.02.2018 11:27

hexe hat geschrieben:
26.02.2018 22:51
Feuersegen und 12 Segnungen. Efferd-Geweihte machen mit Efferd-Karma Feuer.
Ein Efferd Geweihter wird wohl ewig an einer Litugie arbeiten können die ein Feuer entfacht
Also ein Efferd-Geweihter muss keine Liturgie erschaffen um Feuer zu machen, weil er bereits Feuer machen kann?
Hatten die da nicht was im Moralkodex dagegen? Könnte also schwer bis nahezu unmöglich zumindest für Junggeweihte werden...
hexe hat geschrieben:
26.02.2018 22:51
Mit Magie lassen sich halt recht leicht Gesetze oder die göttliche Ordnung (Dämonologie und so) brechen. Den Rest hat @Rhonda Eilwind ja schon gesagt und... wir kommen zurück zu den Lieblingsgöttern:
Noch kurzer Einwurf dazu: Für wen HA als Kanon zählt, da steht es relativ klar drin, dass Praios von Magie in sterblicher Hand nicht sonderlich begeistert ist und das eine Mal wo er es widerwillig akzeptiert hat (Gryphonen) bekam er ne deutliche Quittung, dass es nur zu Problemen führt.
In der Richtugn kann man auch mit Fran und Hela Praios Ablehnung der Magie begründen, statt sie als Gegenbeispiel zu verwenden. Nach Fran kamen die Dunkeln Zeiten als Warnschuss. Nach Hela das Ende des Horasreichs, weil sie es nicht lernen wollten.
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Lokwai
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 27.02.2018 11:34

hexe hat geschrieben:
26.02.2018 21:23
Hm, in meinem Wege der Götter steht, wie die aventurischen Kirchen Praios verehren oder darstellen und nicht wie Praios himself ist also eher nur ingame Tatsachen. Natürlich geht die Praios-Kirche davon aus, dass sie ihren Gott genau richtig versteht und die Utulus nicht. Auch wenn man objektiv sieht, dass sie dieselbe göttliche Entität verehren.

Gerade weil wir keine Ingame Diskussion führen, können wir alle möglichen Verehrungsformen Praios betrachten und stellen fest, dass nicht alle das Magieverbot oder die Magieabneigung beinhalten. Sondern diese erst auf aventurischen Boden nach Hela- und Fran-Horas entstanden ist. Besser weltliche Herrschaft vom astraler Kraft trennen, weil so etwas wollen wir nie wieder.

Efferd-Geweihte erlernen unter den 12 Segnungen doch auch den Feuersegen, oder?
Einen habe ich noch.
Wie man aus den "Dunklen Zeiten" erkennen kann (auch regelseitig) gab es damals sehr unterschiedliche Kulte die Praios (in Aventurien) verehrten mit ganz unterschiedlichen Hauptaspekten.
Daran kann man doch gut ableiten, als die Kirchen entstanden (also die Kulte in den Hintergrund gedrückt wurden,) dass auch die Aspekte im Vordergrund standen die die der Kirchen und ihre Schreiberlinge fokussierten. Da ist Praios mit seiner Anhängerschaft nicht alleine.
Also es gibt Wege wie man die Anhängerschaft (und dadurch die Hauptaspekte) manipulieren kann, nur mit Aspekten die der Gott garnicht vertritt wird es schwierig (wäre dann ja auch zu beliebig).
Früher konnten die Geweihten den Aspekt (Anti)Magie anrufen, heute sagt die Kirche die bessere Antimagie ist gar keine Magie an zu wenden.
Ich finde das sogar eine sehr schöne Setzung!

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Sumaro
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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 27.02.2018 15:52

Ich würde Praios definitiv nicht als Gott der Magie sehen und auch nicht als sonderlich magiefreundlich. Und das liegt einfach in seinem Wesen, dass der Ordnung dient, geschuldet. Magie ist eine Macht, die in der aktuellen Form durch einen Frevel an der Ordnung der Welt entstanden ist. Dadurch wurde der Verfall der Schöpfung maßgeblich vorangetrieben und die Möglichkeiten der Schöpfung zu schaden größer. Es mag auch ein Weg sein mehr über das Außerhalb zu erfahren und mehr Mächte innerhalb der Schöpfung zu sammeln, aber dem Wesen des Praios entspricht es eben nicht. Und daher unterstützt er wohl auch Bannwirkungen, weil es die Ordnung wiederherstellt.
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

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Lokwai
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 27.02.2018 16:54

@sumaro _ Ich wollte auch nicht Praios als Magiegott hinstellen. Deine Erklärung unterschreibe ich so zu 100%!

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Ungelesener Beitrag von Darjin » 27.02.2018 17:19

Selbst die Teile seines Kultes (Horasreich) die ihm zuschreiben, dass er eine bestimmte Art von Magie unterstützt, beschränken dies meistens auf Antimagie - also den Einsatz von Magie um andere Magie aufzuheben. (vgl. Beschreibung der Ordnung Bosperan bzw. der Prinzipisten im Vademecum und Kooperation mit der Antimagier-Schule in Kuslik)

Allerdings warte ich bei dem Ansatz nur noch auf den praiosgefälligen Güterumverteiler (aka Dieb), der nur "unrechtmässige Güterumverteilung revidiert".

@Seidoss-Anima von Seelenheil bzgl. Feqz > Phex: Phex ist mir zu weich dafür, dass er der Gott der Diebe sein soll und sich viele Halsabschneider auf ihn berufen. Als heimlicher Herrschaftsgott des Hauses Gareth oder als Schutzpatron der Händler ist er gut geeignet. Ebenso für idealistische Intriganten (Intrigen ohne Krieg, Gift und Mord - ist ja langweilig!) oder Edelmannganoven mag Phex der richtige sein solange alles glatt geht und man finanziell auf der Sonnenseite der Gesellschaft steht und 'erwischt werden' nur einen Kratzer auf dem Familienschild und dem Konto hinterlässt.
Feqz und Ferrok hingegen sind deutlich kampfbetonter und propagieren den Einsatz von Phexens Gaben auch gerade im Kampf wider Echsen, dem Kampf für Geld (tulamidische Reiter) oder dem Überlebenskampf in den Ghettos der Großstädte. Er ist gefühlt deutlich dreckiger und erreicht seine Schützlinge auch, wenn sie gerade für ihre Fehler in seinem Geschäft mit Blut oder Körperteilen zahlen.
Außerdem mag ich Hesinde als Zaubergöttin nicht, fernab vom autoritätenhörigen (weißen) Gildenmagiern müsste für 12göttergläubige Zauberwirker Nandus oder eben Feqz viel interessanter sein.
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Ungelesener Beitrag von LordShadowGizar » 27.02.2018 17:39

Lokwai hat geschrieben:
27.02.2018 16:54
@sumaro _ Ich wollte auch nicht Praios als Magiegott hinstellen. Deine Erklärung unterschreibe ich so zu 100%!
Ich möchte aber gerne Praios als Gott der Magie hinstellen.
Denn der Braian-Kult der myranischen Oktaede verehrt Praios als ein Gott der Magie, welcher die Herrschaft die Optimaten durch ihre Magiebegabung legitimiert und der im Zusammenhang mit der Magie vor allen für die Antimagie steht und als Schutzpatron gegen den 'Missbrauch' der Magie.

Und auch laut der aventurischen Praios-Kirche verurteilt Praios zwar wie der Schöpfung der Zugang zur Magie gewährt wurde (... wofür der Verursacher ja auch bestraft wurde...), aber ist nicht definitiv gegen die 'jetzt' magischen Sterblichen, sondern vorallen gegen den Missbrauch der Magie zu den sich die Sterblichen leider häufig zuleicht verleiten lassen.

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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 27.02.2018 17:53

LordShadowGizar hat geschrieben:
27.02.2018 17:39
Denn der Braian-Kult der myranischen Oktaede verehrt Praios als ein Gott der Magie, welcher die Herrschaft die Optimaten durch ihre Magiebegabung legitimiert und der im Zusammenhang mit der Magie vor allen für die Antimagie steht und als Schutzpatron gegen den 'Missbrauch' der Magie.
Halte ich als Setzung für den Kult für vollkommen in Ordnung. Als Setzung für Praios für absoluten Nonsens. Nicht alles was myranisch ist, ist auch gut und schlüssig. Das die Optimaten, die ihren Herrschaftsanspruch von Praios ableiten aber gerne wollen, dass er ihre Magie legitimiert als Herrschaftsmittel sehe ich durchaus als sinnvoll an. Ebenso wie Fran und Hela ja auch Boten des Lichts waren (was sie natürlich nicht mit Karma gesegnet hat, sondern ihnen lediglich den Kirchentitel stellte).
Kirchen und Glaubensvereinigungen sind von Sterblichen gemacht, sie können auch problemlos gewisse Aspekte einer Gottheit bewusst oder unbewusst fehlinterpretieren.
LordShadowGizar hat geschrieben:
27.02.2018 17:39
Und auch laut der aventurischen Praios-Kirche verurteilt Praios zwar wie der Schöpfung der Zugang zur Magie gewährt wurde (... wofür der Verursacher ja auch bestraft wurde...), aber ist nicht definitiv gegen die 'jetzt' magischen Sterblichen, sondern vorallen gegen den Missbrauch der Magie zu den sich die Sterblichen leider häufig zuleicht verleiten lassen.
Praios hat nichts gegen zaubernde Ameisen, er hat etwas dagegen, das überhaupt jemand so zaubern kann, wie man es aktuell tut. Dabei ist der einzelne nicht von Belang, es geht um das Prinzip der verletzten Weltenordnung. Diese ist nun einmal durch den Frevel Madas schwer beschädigt worden und darüber sieht er auch nicht hinweg. Das Praios nicht den einzelnen Zauberkundigen sanktioniert, ihn vielleicht sogar mit seiner Kraft segnen würde, wenn er ein Wesen der aufrechten Ordnung vertritt, ist eine andere Geschichte. Er lehnt Magie nicht ab, er lehnt aber ihren freien Fluss und ihre chaotischen Effekte ab, weil sie seinem Wesen widersprechen. Magie selbst ist Teil der Schöpfung.
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 28.02.2018 13:58

Da die Madageschichte an die Prometheus-Sage anknüpft, könnte man auch sagen, dass Zeus keinesfalls gegen Feuer ist, er aber den Frevel strafen muss, dass gegen sein Gesetz verstoßen wurde. Daher war die Folge nicht etwa, dass die Götter den Menschen das Feuer wieder nahmen, sondern dass Prometheus bestraft wurde - als Mahnung gegen den Verstoß des Rechts. Ebenso verhält es sich in Aventurien: Praios nahm den Menschen die Magie nicht wieder (ob er das je könnte, bleibt dahingestellt), sondern strafte Mada für den Verstoß. Nun bleibt zwar Praios sehr wahrscheinlich grundsätzlich antimagischer eingestellt als Zeus in Bezug auf seine Abneigung gegen Feuer, aber es ist bezeichnend, dass bei allen verschiedenen Auslegungen noch kein Kult auf die Idee kam (lies: die göttliche Eingebung erhielt), generell Zauberer auszubrennen. Das taten nicht einmal die Priesterkaiser, welche sogar andere Priester erschlugen. Obskure Sekten seien dabei außen vor gelassen, aber es gibt auch Gläubige, die meinen, es sei praiosgefällig, bis zur Erblindung in die Sonne zu starren.

Der passende Aspekt Praois' ist Magiebann (es taucht in WdG und OiC aus, also in den wichtigsten Quellen). Das ist erst einmal vage. Wenn die herrschenden Gesetze (ein weiterer seiner Aspekte) Zauberei erlauben, dann steht Magiebann nicht zwangsweise im Widerspruch dazu. Problematisch könnte allein MyGö 47 sein, wenn es "Vom Wesen der Gottheit" heißt: "So verkörpert er auch die Magie." Nun sind die Sätze zuvor und danach relativierend ("Er soll [...] erteilt haben", "Aus Sicht seiner Priesterschaft"), sodass unklar erscheint, ob der Text nun das Wesen der Gottheit beschreibt oder die Sicht der Myraner darauf. Ersteres erzeugte einen WIderspruch zu anderen Setzungen (die definitiv als OT gelten), sodass zweiterem der Vorzug zu geben ist.

Insofern wird Praios als Magie gegenüber skeptischer Gott ausgewiesen, der die durch Mada veränderten Weltgesetze (wenn man es so sagen will) akzeptieren muss, denen gemäß die Magie in der Dritten Sphäre sehr viel freier herumsprüht als zuvor. Nun könnte man metaphysische Überlegungen anstellen, ob ein nicht umfänglich an Zeitfolgen und Kausalitäten gebundenes Wesen derartige mutmaßliche Gesetzesbrüche nicht beheben könnte, ob er nicht gar von Madas Frevel vorher wusste, dies aber als Entscheidung eines anderen Gottes akzeptierte, der seinerseits um die Konsequenzen wissen hätte müssen oder ob das übergeordnete Schicksal kosmischer Zusammenhänge nicht auch Götter einem gewissen Grundgeschehen unterwirft. Solange man am Ende diejenige Einstellung Praios' Magie gegenüber begründet, welche eigentlich kaum bestreitbar gesetzt ist, dürfte das Makulatur sein.

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Praios: Gott der Magie?

Ungelesener Beitrag von Laske Hjalkason » 28.02.2018 16:21

Herr der Welt hat geschrieben:
28.02.2018 13:58
Da die Madageschichte an die Prometheus-Sage anknüpft, könnte man auch sagen, dass Zeus keinesfalls gegen Feuer ist, er aber den Frevel strafen muss, dass gegen sein Gesetz verstoßen wurde. Daher war die Folge nicht etwa, dass die Götter den Menschen das Feuer wieder nahmen, sondern dass Prometheus bestraft wurde - als Mahnung gegen den Verstoß des Rechts. Ebenso verhält es sich in Aventurien: Praios nahm den Menschen die Magie nicht wieder (ob er das je könnte, bleibt dahingestellt), sondern strafte Mada für den Verstoß. Nun bleibt zwar Praios sehr wahrscheinlich grundsätzlich antimagischer eingestellt als Zeus in Bezug auf seine Abneigung gegen Feuer, aber es ist bezeichnend, dass bei allen verschiedenen Auslegungen noch kein Kult auf die Idee kam (lies: die göttliche Eingebung erhielt), generell Zauberer auszubrennen.
Ein sehr schöner Vergleich. Dazu kann ich noch ergänzen, das Zeus den Menschen das Feuer vorenthalten hat, damit sie in Demut verharren und nicht das Schicksal in die eigene Hand nehmen. Soweit ist der Bezug sehr stimmig. Auch hat er gefürchtet, daß sich die Menschen dadurch stärker von den Göttern abwenden.
Zusätzlich (da bin ich mir allerdings nicht mehr ganz sicher) sollten die Menchen als Dank (oder Ausgleich) für das Feuer den Göttern Opfer bringen, weswegen es wohl dann zumeist Brandopfer waren. Wie gesagt bei letzterem bin ich mir nicht mehr ganz sicher, allerdings finden die Priester natürlich immer einen Vorwand "den Göttern" was zu opfern.

Es ist fraglich ob ein Verzicht von Magie praiosgefällig wäre. Wurden nicht die Gryphonen von Praios vor die Wahl gestellt auf Magie zu verzichten? Bzw. das war doch eher so eine halbfreiwillige Wahl, wenn ich mich recht entsinne. Allerdings hatte er bei den Gryphonen evtl. auch gute Gründe dazu, die waren ja durch die Bank sehr zaubermächtig.
Wer Praiosgeweihter wird, der wird zuvor meist (oder immer) ausgebrannt, wenn er zuvor zaubern konnte. Aber das ist natürlich wieder Sache der Kirche.

P.S.: Wenn dann ist Praios der Gott der Herrschaftsmagie. :censored: Sry, den konnte ich mir nicht verkneifen
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Praios: Gott der Magie?

Ungelesener Beitrag von LordShadowGizar » 28.02.2018 17:08

Herr der Welt hat geschrieben:
28.02.2018 13:58
Problematisch könnte allein MyGö 47 sein
Nicht nur dieses... S.203 führt 'Magie' sogar unter den anbetbaren Aspekten, so das man Kulte erschaffen kann, welche im Namen der göttlichen Entität 'Praios' ähnlich durch karmales Wirken auf Magie einwirken könnten, wie man es etwa Phex- oder Hesinde-Kulte zugestehen würde... :ups: (dem Baukastensystem der göttlichen Anrufung sei es gedankt! :wink: )

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Praios: Gott der Magie?

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 28.02.2018 18:21

LordShadowGizar hat geschrieben:
28.02.2018 17:08
welche im Namen der göttlichen Entität 'Praios' ähnlich durch karmales Wirken auf Magie einwirken könnten, wie man es etwa Phex- oder Hesinde-Kulte zugestehen würde... :ups: (dem Baukastensystem der göttlichen Anrufung sei es gedankt! :wink: )
Eine der Setzungen, die ich im Setting Myranor verstehe, aber für falsch halte und persönlich nie übernehmen würde. Damit wird Praios ziemlich profillos was Magie betrifft und genau das ist er, in all seinen Effekten, eben nicht. Sein ewiges Licht brennt alle Magie aus und hält sie in der Umgebung fern. Sein heiliger Talisman unterbindet jede Zauberei in der Umgebung absolut. Klar, in Myranor ist alles anders, da haben auch Drachen 400 LeP usw. usf., aber nicht alles was myranisch ist, ist gut.
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Praios: Gott der Magie?

Ungelesener Beitrag von LordShadowGizar » 28.02.2018 20:06

Nun mich persönlich erfreut diese Setzung, da sie aufzeigt das WdG sehr 'aventurisch-12-Götter-zentriert' von der Beschreibung ist (was WdG aber auch von sich aus zugibt), und einiges eben auch auf die kultspezifische Interpretation der Gottheit ankommt. :P

So long... usw
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Sumaro
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Praios: Gott der Magie?

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 28.02.2018 21:18

LordShadowGizar hat geschrieben:
28.02.2018 20:06
Nun mich persönlich erfreut diese Setzung, da sie aufzeigt das WdG sehr 'aventurisch-12-Götter-zentriert' von der Beschreibung ist (was WdG aber auch von sich aus zugibt), und einiges eben auch auf die kultspezifische Interpretation der Gottheit ankommt. :P
Ich beziehe mich auf Ordnung ins Chaos. Das ist nun wahrlich nicht auf die Zwölfe fokussiert...
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

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Praios: Gott der Magie?

Ungelesener Beitrag von Abdul ben Dschinni » 28.02.2018 21:57

Praios gehörte zu den alveranischen Göttern des vierten Zeitalters, die nach Madas Frevel das erste Magieverbot aussprachen (Historia2015 40); Praios war dabei "der entschlossenste Fürsprecher eines Magieverbots" (Historia2015 49). Im vierten Zeitalter zeigt sich auch, dass das Magieverbot eine gute Entscheidung gewesen wäre, wenn sich alle daran gehalten hätten: Der spätere Namenlose plante, mit der Lebenskraft und Magie der Schrate einen weiteren Sternenwall zwischen Dere und Alveran zu errichten und alle anderen Götter auszusperren (Histoira2015 45). Im vierten Karmakorthäon verliert Praios dann als ehemaliger Berater des späteren Namenlosen seinen Platz in Alveran (Historia2015 47). Im fünften Karmakorthäon kann sich Praios aufspielen, dass er die Katastrophe des fünften Zeitalters hätte verhindern können, und kann als Oberster Richter im sechsten Zeitalter wieder in Alveran einziehen (Historia2015 53). Seinen Gryphonen verpasst er sodann zunächst auch ein Magieverbot (Historia2015 55). Im sechsten Karmakorthäon zieht sich Praios dann freiwillig aus Alveran zurück (Historia2015 57) und kehrt nach dem vergessenen achten Zeitalter wieder als Oberster Richter zurück (Historia2015 63). Seitdem hält er sich dort.

Praios vertritt also die wohl einzig sinnvolle, aber eben auf Dere bislang nicht umsetzbare Strategie, den status quo im Kosmos zu erhalten: Wenn sich kein Gott direkt oder indirekt über Sterbliche an der Magie bereichert, kann keiner den nach dem zweiten Karmakorthäon geschlossenen Friedensvertrag unter den Göttern mit Aussicht auf Erfolg aushebeln. Und mal politisch gesehen: Sein Einsatz für das Magieverbot im vierten Zeitalter ist wohl ein wesentlicher Baustein, der ihm das Amt als Oberster Richter eingebracht hat. Vermutlich muss er auch damit rechnen, dass er argwöhnisch beobachtet wird, hat doch der spätere Namenlose im vierten Zeitalter als Oberster Richter diesen Aussperrtrick gegen alle anderen Göttern durchziehen wollen. Es wird für Praios also sowohl eine Frage der eigenen Überzeugung als auch eine politische Notwendigkeit sein, sich für ein Magieverbot einzusetzen.

Abdul, mit einem kurzen Blick ins Buch
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 28.02.2018 23:47

In der Tat sollte die Frage der göttlichen Aspekte (als irdische Setzungen) relativ unabhängig von Raum und Zeit auf Dere sein (sofern es keine gravierende Veränderung des göttlichen Wesens gegeben hat, wie bei einer gewissen Charypta etwa), so viel man auch über verschiedenste Kulte annehmen kann. Insofern ist es ärgerlich, wenn etwa DDZ und MyGö jeweils als "irdische Informationen" Ausgewiesenes unkonform darbieten. Gerade in den Dunklen Zeiten ist eine Menge vorstellbar und selbst inneraventurisch hochgradig undogmatisch, sodass eine Beschränkung Praios' hinsichtlich Magie nicht sinnvoll erscheint, v.a. wenn man ohnehin magische Boten des Lichts hatte (ungeachtet, ob das nur als Titel zu verstehen ist oder es sich um ordinierte Priesterherrscher gehandelt haben könnte; ich tendiere klar zu ersterem).
Gerade angesichts dezidierter Magiegötter - Hesinde und Phex seien als die prominesten genannt - ist es auch völlig unnötig, einen jeweils ausgewiesenen Magiebanngott zu einem weiteren in einem genügend großen Bunde zu erklären. Als reiner Antimagiegott bliebe dann kurioserweise Ingerimm, aber auch nur, weil er als Angrosch früher da war und für eine Spezies wider die Drachenkraft steht, also eher aus leidiger Konsequenz (ähnliches gilt, wenngleich noch viel weniger zwingend, vielleicht für Rondra), nicht aber einem darauf fokussierten Konzept heraus, das eben nur Praios böte.
Wie gesagt: Mythologisch fundiert sind die Gründe, warum Praios gegen allzu freie Magie ist. Warum er gerade für Magie stehen sollte, müsste man erst einmal erklären. Gleiches gilt für den spielerischen Nutzen und den Mehrwert im Hintergrund (abgesehen vlt. von der Verbindung von Magie und Herrschaft, um myranische Staatstraditionen zu begründen; dazu genügten reine Kultansichten oder auch einfach eine abgewandelte Hesinde mit stärkerem Herrschaftsaspekt, wie man sie aventurisch am ehesten im Horasreich antreffen könnte).

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Praios und seine persönliche Einstellung zur Zauberei

Ungelesener Beitrag von Cifer » 04.03.2018 19:06

@Abdul ben Dschinni
Die Historia ist leider von einem geradezu bemerkenswerten Mangel an Kenntnis über Setzungen außerhalb Aventuriens gezeichnet, weswegen ich sie an dieser Stelle (und an vielen anderen) eher ignorieren würde.

@Topic
Persönlich interpretiere ich Praios' vereinigenden Magieaspekt nicht als "Feind der Magie", sondern als "strikte Kontrolle über Magie". Das kann wie in den meisten aventurischen Kulten auf eine rein antimagische Haltung hinauslaufen, oder wie im Myranischen als Bevorzugung der kontrolliert, verantwortlich und wissenschaftlich arbeitenden Optimaten gegenüber den wilderen Animisten.
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Praios und seine persönliche Einstellung zur Zauberei

Ungelesener Beitrag von Loveless » 07.03.2018 12:28

Nun die Myranische Setzung ist keine Setzung im kosmologischen Sinne.
Du kannst dir da jeden beliebigen Kult bauen, auch einen Brajakult, wo er der Gott der Herrschaft und des Weines ist...
Daraus ist nur eines zu schließen: Die Kulte selber sind Menschengemacht.
Grade im Imperium wurden die Kulte so verdreht, dass sie dem Systhem in die Hände spielen. Die Kulte, die nicht integiert werden konnten, Phex und Tsa als Beispiele haben sie schlichtweg verboten. Auch wenn das Imperium kleinkulte zulässt, tut es das nur, wenn der Status quo nicht in gefahr gerät.
Auch muss in Betracht gezogen werden was Myranor angeht: Es gibt zwar viele Priester aber kaum Geweihte. Selbst Großstädte wie Xarxaras haben nur eine Hand voll Geweiter. Jede mittelgroße Aventurische Stadt hat mehr Geweihte.

Auch ich sehe keine Notwendigkeit Praios als Gott der Magie darzustellen, da er das Kosmologisch auch nie war. Götter der Magie waren bisher Mada, Tairach und Hesinde (wer im 4. Zeitalter die Domäne hielt ist mir nicht bekannt, und das 8. ist ja zu vernachlässigen).

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Praios und seine persönliche Einstellung zur Zauberei

Ungelesener Beitrag von Macaldor » 07.03.2018 19:39

Ich habe bezüglich der Thematik "Magie Pro" oder "Magie No" von Praio auch schon vor gewisser Zeit nachgedacht. Dabei kam ich auch (wie ein paar Andere hier ebenfalls) zu dem Schluss, das er sie weder unterstützt noch sie ihm zu wieder ist. Lediglich der Frevel Madas sollte ihn ernsthaft gestört haben. Wenn man dies bei einer Entität, die eher Prinzipien verkörpert als einen Typen mit Vogelkopf, überhaupt so sagen kann.
Bzgl. der Prinzipien habe ich auch nochmal die HA geschaut (Ob man sie nun mag oder nicht gehört an andere Stelle). Dort steht für Praios folgendes:
Praios: Feuer, Licht, Wahrheit, Gehorsam
HA S.19

Das stützt durchaus die Neutralität zur Magie als solche.
"Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich" -Satz des Pythagoras

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Cifer
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Praios und seine persönliche Einstellung zur Zauberei

Ungelesener Beitrag von Cifer » 08.03.2018 03:24

Loveless hat geschrieben:
07.03.2018 12:28
Nun die Myranische Setzung ist keine Setzung im kosmologischen Sinne.
Du kannst dir da jeden beliebigen Kult bauen, auch einen Brajakult, wo er der Gott der Herrschaft und des Weines ist...
Daraus ist nur eines zu schließen: Die Kulte selber sind Menschengemacht.
Grade im Imperium wurden die Kulte so verdreht, dass sie dem Systhem in die Hände spielen. Die Kulte, die nicht integiert werden konnten, Phex und Tsa als Beispiele haben sie schlichtweg verboten. Auch wenn das Imperium kleinkulte zulässt, tut es das nur, wenn der Status quo nicht in gefahr gerät.
Auch muss in Betracht gezogen werden was Myranor angeht: Es gibt zwar viele Priester aber kaum Geweihte. Selbst Großstädte wie Xarxaras haben nur eine Hand voll Geweiter. Jede mittelgroße Aventurische Stadt hat mehr Geweihte.
Xarxaras ist natürlich auch genau die Stadt, in der ich die geringste Geweihtendichte ganz Myranors vermuten würde. Und ja, dadurch, dass myranische Priester nicht durchweg karmal befähigt sind, sind ihre Kulte sicher tendenziell weniger stark an das Wohlwollen der Götter gebunden. Nichtsdestotrotz sollte man anerkennen, dass die Brajanskirche mit ihren Einstellungen Karmatiker des Brajan hervorbringt, die zu ihrer Weihe von ihrer Gottheit akzeptiert werden. Wäre Praios ein absoluter Feind aller Magie, dürfte wohl kein Brajanskleriker, der die Optimatenherrschaft als göttergewollt propagiert, Karma besitzen - und wir reden hier ja auch nicht von einem spielergebastelten Kleinkult, sondern der hauptsächlich beschriebenen dominanten Kirche des Imperiums.
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